Liebe Kolleginnen und Kollegen, „ist’s Wahnsinn auch, so hat es doch Methode“. Besser als mit diesem Zitat aus Shakespeares Hamlet lässt sich die Vorgehensweise der privaten Bahnen im Schienenpersonennahverkehr (G6) bei den zurückliegenden Tarifverhandlungen kaum beschreiben.
http://www.bahnerforum.de/images/gdl...s_Weselsky.jpg Sechs Monate lang haben wir zur Durchsetzung des Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrages (BuRa-LfTV) intensiv miteinander gerungen. Während in manchen Punkten Übereinkunft herrschte, waren andere Positionen zum Teil erheblich strittig – das übliche Prozedere bei Tarifverhandlungen. In der Gesamttendenz bewegten wir uns auf eine Einigung zu, doch in der sechsten Runde vollzogen die Arbeitgeber – wie bekannt – einen abrupten Kurswechsel. Sie erklärten, die Forderung der GDL nach einer normativen Wirkung des BuRa-LfTV auf bestehende und zukünftige Verkehrsleistungen nicht anerkennen zu können. Dabei hatten sie eben diesen Punkt am 26. November 2010 ausdrücklich anerkannt und im Ergebnisprotokoll auch schriftlich bestätigt. Durch ihre Blockadehaltung haben die G6 die angestrebte Verhandlungslösung zunichte gemacht, mit allen Konsequenzen, die das nach sich zieht.
[mehr]