homeofthechosen
10.01.2009, 00:53
Jungfraujoch reloaded - endlich mal geiles Wetter hoch oben!!
Hallo, nachdem der wohl verplanteste Railion-Azubi Deutschlands und ich bei unseren bisherigen Touren selten Glück mit dem Wetter hatten, versuchten wir gestern mal, die Jungfrauregion endlich mal bei tollem Wetter zu erkunden.
Los ging es morgens um 07:46 nach wenig Schlaf (3 Stunden gepennt, wegen zu langem Erzählen) mit dem IC nach Bern. Eigentlich hätte auch der 08:00 Uhr IC gereicht, aber der ist sowas von zum Knacken voll, das wollten wir uns wirklich sparen. Die erste Stunde nach Bern verschliefen wir dann auch schon mal ein wenig. In Bern angekommen, hätten wir nun eigentlich ne knappe halbe Stunde Aufenthalt, aber wie Gott es wollte, hatte der ICE Basel -> Interlaken Ost Verspätung, also nahmen wir doch den bequemen deutschen ICE 1. Ein richtiger, ordentlicher DB-Kaffee wurde im Bistro geordert und ein ganzes Abteil gekapert.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0027.jpg
Der Azubi las dann erstmal die neueste Ausgabe der mobil.
So waren wir schon knappe 25 Minuten früher in Interlaken (568 m ü. M.), so dass der Azubi noch genügend Zeit hatte, sein Billett aufs Jungfraujoch zu lösen (nicht im Swiss Pass inkludiert).
Während dessen machte ich noch ein paar Fotos vom Bahnhof in Interlaken Ost. Ein sehr interessanter Bahnhof, der infrastrukturmässig der BLS gehört. Genutzt wird der Bahnhof gleich von 4 Bahngesellschaften:
Berner Oberlandbahn in Richtung Lauterbrunnen und Grindelwald (1000 mm, 1500 V Gleichstrom, Mischbetrieb Adhäsion/Zahnstange)
Zentralbahn in Richtung Meiringen -> Luzern (vormals SBB Brünig, 1000 mm, 15 KV Wechselstrom, Mischbetrieb Zahnstange/Adhäsion)
BLS AG Regionalverkehr in Richtung Spiez->Bern (Bern-Lötschberg-Simplonbahn, 1435 mm, 15KV Wechselstrom, reine Adhäsion)
SBB Fernverkehr Richtung Spiez - Thun - Bern. stündliche IC-Verbindung Rg. Basel und ICE-Linie Rg. Berlin
Interessant in Interlaken Ost ist, dass alle Bahnen den selben Bahnhof benutzen, so gibt es in Interlaken Ost lediglich vier Normalspurgleise und drei Schmalspurgleise im Bahnhof.
Hier ein paar morgendliche Impressionen aus Interlaken Ost:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0028.jpg
ICE meets Re 4/4 I ... der ICE nach Berlin Ostbahnhof abfahrbereit neben einem Regionalzug Richtung Spiez. Übrigens der ICE, mit dem wir gekommen sind.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0031.jpg
ICE meets Meterspurbahn .... Der InterRegio aus Luzern ist gerade eingefahren. In Kürze wird die Lok umgesetzt und der Zug geht retour nach Luzern.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0033.jpg
Dieser Zug der BOB wird uns in Kürze nach Lauterbrunnen bringen. Interessant ist, dass die stündlich verkehrende Verbindung aus zwei Zugteilen besteht, der vordere geht nach Wengen-Lauterbrunnen, der hintere nach Grindelwald. Der Zug wird in Zweilütschinen getrennt.
In Zürich und Bern war es knackekalt und sehr bewölkt, so dass wir die Fahrt von Interlaken (hier lockerte es ein wenig auf) in die eigentliche Jungfrauregion skeptisch antraten. Doch es wurde alles in den Schatten gestellt. Bereits kurz hinter Zweilütschinen, wo es dann recht steil mit Zahnrad nach oben geht, durchstiessen wir die Wolkendecke und hatten ein atemberaubendes Bergpanorama für uns.
In Lauterbrunnen (795 m ü. M.)stiegen wir dann um in die Wengernalpbahn nach Kleine Scheidegg. Die Wengernalpbahn ist eine 800mm-spurige reine Zahnradbahn (System Riggenbach), die mit 1500 V Gleichstrom betrieben wird.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0037.jpg
Beim Umstieg in Lauterbrunnen. Der Triebwagen führt vorne noch einen Extra-Flachwagen mit Skihalterungen mit, der - wie man sieht - auch rege benutzt wird.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0040.jpg
Blick bei der Ausfahrt aus Lauterbrunnen auf das WAB-Depot.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0041.jpg
Blauer Himmel, Schnee und hohe Berge - Da kommt Freude auf.
Nun ging es über Wengen steil nach oben, nämlich auf die in 2061 m ü. M. gelegene Kleine Scheidegg. Dort steigt man dann ein letztes Mal um, auf die mit 1125 V Drehstrom betriebene Zahnradbahn zur höchsten Bahnstation Europas.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts herrschte im Jungfraugebiet ein wahres Bergbahnfieber, zumindest bei den technischen Pionieren und den Befürwortern des Fremdenverkehrs. So gab es bereits 1870 erste Pläne von einem Friedrich Seiler, dieser wollte eine oneumatisch betriebene Jungfraubahn bauen. Wurde nicht umgesetzt.
Knappe zwanzig Jahre später reichte ein Ingenieur von Eiffel (Maurice Koechlin) ein Konzessionsgesuch ein für eine Adhäsionsbahn (!), verbunden mit Zahnradbahn oder 5 aufeinanderfolgenden Standseilbahnen ein.
Im selben Jahr wurde auch noch ein Konzessionsgesuch über vier mit Pressluft betriebenen Tunnelseilbahnen eingereicht.
1890 dann reichte ein Bauunternehmer namens Eduard Locher, der auch die Pilatusbahn (steilste Zahnradbahn der Welt) erbaute, ein Konzessionsgesuch für eine Bahn ein, mit der die Fahrgäste wie in einem Kolben in 15 Minuten unter Zuhilfenahme komprimierter Luft auf die Bergspitze "geblasen" werden sollten. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, dass der menschliche Körper diese Belastung so ohne weiteres ausgehalten hätte. Aber - man mag es kaum glauben, Locher erhielt die Bewilligung. Jedoch kommt die Ausführung nie zustande.
1893 schliesslich bewirbt sich Adolf Guyer-Zeller, ein Textilfachmann, um das Projekt und erhält die Bewilligung für den Bau der Jungfraubahn in ihrer heutigen Form. Guyer-Zeller spekulierte damals in Eisenbahnaktien, wie z.B. der Gotthardbahn oder der Nordostbahn.
Die Konzeption war von Vorteil, denn die gestreckte Steigung der Jungfraubahn (max. 25 cm/m) erlaubte dem menschlichen Organismus eine sanfte Angewöhnung an die extreme Höhe.
Die Bauarbeiten für die Jungfraubahn sollten sieben Jahre dauern, die Kosten wurden auf 10 Mio. Schweizer Franken veranschlagt. Nach 16 Jahren und 15 Mio. Franken schliesslich wurde das Jungfraujoch erreicht. Extreme Umweltbedingungen, technische Probleme und Versorgungsengpässe hatten die Bauzeit in die Länge und die Kosten in die Höhe getrieben.
Übrigens hatten die Bauarbeiter ein Basislager am Rande des Eigergletschers. Da im Winter die Versorgung von der Umwelt abgeschnitten war, mussten die Vorräte für den Winter rechtzeitig zum Eigergletscher geschafft werden.
QUELLEN: Zwischen Himmel und Erde (Prospekt Jungfraujoch)
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0043.jpg
HIer sieht man einen talwärts fahrenden Zug der Jungfraubahn vor der Kulisse des Eigers (3970m).
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0046.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0047.jpg
Strahlend blauer Himmel und die Berge ... geiles Panorama.
Als wir dann einen Blick in Richtung Jungfrau warfen, stellte sich erneut ein wenig Skepsis ein, denn einzig das Dreigestirn (Eiger, Mönch, Jungfrau) lag in Wolken. Aber nun gut, Optimismus schadet nicht, dachten wir und so ging die Fahrt mit der Jungfraubahn weiter.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0052.jpg
Aus dem Zug fotografiert, kurz vor der Station Eigergletscher.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0054.jpg
Ein Bahnmitarbeiter mit Pfeife im Mund beim Schnee fräsen. Drückt irgendwie die Gelassenheit der Berner Oberländer aus, finde ich.
Schwupps, dann waren wir im Jungfraubahntunnel. Dieser Tunnel verläuft mitten durch Eiger und Mönch bis zur Station Jungfraujoch. An der ersten Tunnelstation Eigerwand (2864 m ü.M.) hat man einen spektakulären Blick durch in den Berg gehauene Fenster auf die Alpen. Übrigens wird die Station Eigerwand bis heute als Ausgangspunkt für die Rettung von Seilschaften in Bergnot genutzt. Bei meinem ersten Besuch auf dem Jungfraujoch mit dem sbb.lokmaster im Sommer war alles mitten in den Wolken und wir sahen nichts.
Dieses Mal jedoch sollten wir Glück haben:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0055.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0058.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0061.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0063.jpg
Das Lied "Über den Wolken" bekam für uns beide bei diesem Anblick eine völlig neue Bedeutung, denn der Blick auf das Wolkenmeer war einfach nur fantastisch. Zumal die Bergriesen vom Eiger aus gesehen recht klein aussehen.
Nach 5 Minuten Aufenthalt ging es in kurzer Fahrt weiter durch den Eiger hin zur Station Eismeer (3158 m ü.M.) Und der Name der Station war Programm:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0065.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0066.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0068.jpg
Man sah ein Meer aus Wolken, Gletschern, Schnee und Eis. Einfach voll cool. Auch hier ging es nach fünf Minuten Aufenthalt weiter direkt zum Bahnhof Jungfraujoch, mit 3454 m ü.M. Top of Europe - also die höchstgelegene Bahnstation Europas. Die Höhe merkt man wirklich und man sollte sich dort oben anfangs langsam bewegen.
....to be continued....
Hallo, nachdem der wohl verplanteste Railion-Azubi Deutschlands und ich bei unseren bisherigen Touren selten Glück mit dem Wetter hatten, versuchten wir gestern mal, die Jungfrauregion endlich mal bei tollem Wetter zu erkunden.
Los ging es morgens um 07:46 nach wenig Schlaf (3 Stunden gepennt, wegen zu langem Erzählen) mit dem IC nach Bern. Eigentlich hätte auch der 08:00 Uhr IC gereicht, aber der ist sowas von zum Knacken voll, das wollten wir uns wirklich sparen. Die erste Stunde nach Bern verschliefen wir dann auch schon mal ein wenig. In Bern angekommen, hätten wir nun eigentlich ne knappe halbe Stunde Aufenthalt, aber wie Gott es wollte, hatte der ICE Basel -> Interlaken Ost Verspätung, also nahmen wir doch den bequemen deutschen ICE 1. Ein richtiger, ordentlicher DB-Kaffee wurde im Bistro geordert und ein ganzes Abteil gekapert.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0027.jpg
Der Azubi las dann erstmal die neueste Ausgabe der mobil.
So waren wir schon knappe 25 Minuten früher in Interlaken (568 m ü. M.), so dass der Azubi noch genügend Zeit hatte, sein Billett aufs Jungfraujoch zu lösen (nicht im Swiss Pass inkludiert).
Während dessen machte ich noch ein paar Fotos vom Bahnhof in Interlaken Ost. Ein sehr interessanter Bahnhof, der infrastrukturmässig der BLS gehört. Genutzt wird der Bahnhof gleich von 4 Bahngesellschaften:
Berner Oberlandbahn in Richtung Lauterbrunnen und Grindelwald (1000 mm, 1500 V Gleichstrom, Mischbetrieb Adhäsion/Zahnstange)
Zentralbahn in Richtung Meiringen -> Luzern (vormals SBB Brünig, 1000 mm, 15 KV Wechselstrom, Mischbetrieb Zahnstange/Adhäsion)
BLS AG Regionalverkehr in Richtung Spiez->Bern (Bern-Lötschberg-Simplonbahn, 1435 mm, 15KV Wechselstrom, reine Adhäsion)
SBB Fernverkehr Richtung Spiez - Thun - Bern. stündliche IC-Verbindung Rg. Basel und ICE-Linie Rg. Berlin
Interessant in Interlaken Ost ist, dass alle Bahnen den selben Bahnhof benutzen, so gibt es in Interlaken Ost lediglich vier Normalspurgleise und drei Schmalspurgleise im Bahnhof.
Hier ein paar morgendliche Impressionen aus Interlaken Ost:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0028.jpg
ICE meets Re 4/4 I ... der ICE nach Berlin Ostbahnhof abfahrbereit neben einem Regionalzug Richtung Spiez. Übrigens der ICE, mit dem wir gekommen sind.
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ICE meets Meterspurbahn .... Der InterRegio aus Luzern ist gerade eingefahren. In Kürze wird die Lok umgesetzt und der Zug geht retour nach Luzern.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0033.jpg
Dieser Zug der BOB wird uns in Kürze nach Lauterbrunnen bringen. Interessant ist, dass die stündlich verkehrende Verbindung aus zwei Zugteilen besteht, der vordere geht nach Wengen-Lauterbrunnen, der hintere nach Grindelwald. Der Zug wird in Zweilütschinen getrennt.
In Zürich und Bern war es knackekalt und sehr bewölkt, so dass wir die Fahrt von Interlaken (hier lockerte es ein wenig auf) in die eigentliche Jungfrauregion skeptisch antraten. Doch es wurde alles in den Schatten gestellt. Bereits kurz hinter Zweilütschinen, wo es dann recht steil mit Zahnrad nach oben geht, durchstiessen wir die Wolkendecke und hatten ein atemberaubendes Bergpanorama für uns.
In Lauterbrunnen (795 m ü. M.)stiegen wir dann um in die Wengernalpbahn nach Kleine Scheidegg. Die Wengernalpbahn ist eine 800mm-spurige reine Zahnradbahn (System Riggenbach), die mit 1500 V Gleichstrom betrieben wird.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0037.jpg
Beim Umstieg in Lauterbrunnen. Der Triebwagen führt vorne noch einen Extra-Flachwagen mit Skihalterungen mit, der - wie man sieht - auch rege benutzt wird.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0040.jpg
Blick bei der Ausfahrt aus Lauterbrunnen auf das WAB-Depot.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0041.jpg
Blauer Himmel, Schnee und hohe Berge - Da kommt Freude auf.
Nun ging es über Wengen steil nach oben, nämlich auf die in 2061 m ü. M. gelegene Kleine Scheidegg. Dort steigt man dann ein letztes Mal um, auf die mit 1125 V Drehstrom betriebene Zahnradbahn zur höchsten Bahnstation Europas.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts herrschte im Jungfraugebiet ein wahres Bergbahnfieber, zumindest bei den technischen Pionieren und den Befürwortern des Fremdenverkehrs. So gab es bereits 1870 erste Pläne von einem Friedrich Seiler, dieser wollte eine oneumatisch betriebene Jungfraubahn bauen. Wurde nicht umgesetzt.
Knappe zwanzig Jahre später reichte ein Ingenieur von Eiffel (Maurice Koechlin) ein Konzessionsgesuch ein für eine Adhäsionsbahn (!), verbunden mit Zahnradbahn oder 5 aufeinanderfolgenden Standseilbahnen ein.
Im selben Jahr wurde auch noch ein Konzessionsgesuch über vier mit Pressluft betriebenen Tunnelseilbahnen eingereicht.
1890 dann reichte ein Bauunternehmer namens Eduard Locher, der auch die Pilatusbahn (steilste Zahnradbahn der Welt) erbaute, ein Konzessionsgesuch für eine Bahn ein, mit der die Fahrgäste wie in einem Kolben in 15 Minuten unter Zuhilfenahme komprimierter Luft auf die Bergspitze "geblasen" werden sollten. Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, dass der menschliche Körper diese Belastung so ohne weiteres ausgehalten hätte. Aber - man mag es kaum glauben, Locher erhielt die Bewilligung. Jedoch kommt die Ausführung nie zustande.
1893 schliesslich bewirbt sich Adolf Guyer-Zeller, ein Textilfachmann, um das Projekt und erhält die Bewilligung für den Bau der Jungfraubahn in ihrer heutigen Form. Guyer-Zeller spekulierte damals in Eisenbahnaktien, wie z.B. der Gotthardbahn oder der Nordostbahn.
Die Konzeption war von Vorteil, denn die gestreckte Steigung der Jungfraubahn (max. 25 cm/m) erlaubte dem menschlichen Organismus eine sanfte Angewöhnung an die extreme Höhe.
Die Bauarbeiten für die Jungfraubahn sollten sieben Jahre dauern, die Kosten wurden auf 10 Mio. Schweizer Franken veranschlagt. Nach 16 Jahren und 15 Mio. Franken schliesslich wurde das Jungfraujoch erreicht. Extreme Umweltbedingungen, technische Probleme und Versorgungsengpässe hatten die Bauzeit in die Länge und die Kosten in die Höhe getrieben.
Übrigens hatten die Bauarbeiter ein Basislager am Rande des Eigergletschers. Da im Winter die Versorgung von der Umwelt abgeschnitten war, mussten die Vorräte für den Winter rechtzeitig zum Eigergletscher geschafft werden.
QUELLEN: Zwischen Himmel und Erde (Prospekt Jungfraujoch)
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0043.jpg
HIer sieht man einen talwärts fahrenden Zug der Jungfraubahn vor der Kulisse des Eigers (3970m).
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Strahlend blauer Himmel und die Berge ... geiles Panorama.
Als wir dann einen Blick in Richtung Jungfrau warfen, stellte sich erneut ein wenig Skepsis ein, denn einzig das Dreigestirn (Eiger, Mönch, Jungfrau) lag in Wolken. Aber nun gut, Optimismus schadet nicht, dachten wir und so ging die Fahrt mit der Jungfraubahn weiter.
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Aus dem Zug fotografiert, kurz vor der Station Eigergletscher.
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0054.jpg
Ein Bahnmitarbeiter mit Pfeife im Mund beim Schnee fräsen. Drückt irgendwie die Gelassenheit der Berner Oberländer aus, finde ich.
Schwupps, dann waren wir im Jungfraubahntunnel. Dieser Tunnel verläuft mitten durch Eiger und Mönch bis zur Station Jungfraujoch. An der ersten Tunnelstation Eigerwand (2864 m ü.M.) hat man einen spektakulären Blick durch in den Berg gehauene Fenster auf die Alpen. Übrigens wird die Station Eigerwand bis heute als Ausgangspunkt für die Rettung von Seilschaften in Bergnot genutzt. Bei meinem ersten Besuch auf dem Jungfraujoch mit dem sbb.lokmaster im Sommer war alles mitten in den Wolken und wir sahen nichts.
Dieses Mal jedoch sollten wir Glück haben:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0055.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0058.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0061.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0063.jpg
Das Lied "Über den Wolken" bekam für uns beide bei diesem Anblick eine völlig neue Bedeutung, denn der Blick auf das Wolkenmeer war einfach nur fantastisch. Zumal die Bergriesen vom Eiger aus gesehen recht klein aussehen.
Nach 5 Minuten Aufenthalt ging es in kurzer Fahrt weiter durch den Eiger hin zur Station Eismeer (3158 m ü.M.) Und der Name der Station war Programm:
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0065.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0066.jpg
http://www.homeofthechosen.ch/080109/images/dsc_0068.jpg
Man sah ein Meer aus Wolken, Gletschern, Schnee und Eis. Einfach voll cool. Auch hier ging es nach fünf Minuten Aufenthalt weiter direkt zum Bahnhof Jungfraujoch, mit 3454 m ü.M. Top of Europe - also die höchstgelegene Bahnstation Europas. Die Höhe merkt man wirklich und man sollte sich dort oben anfangs langsam bewegen.
....to be continued....