Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Hinweis] Bremse kaputt - GZ fährt gegen Wand
Wir kommen aus den Schlagzeilen nicht raus:
http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/lokfuehrer-springen-aus-fahrendem-gueterzug_artikel_1225959847406.htm
sven0403
11.11.2008, 09:02
Da waren wohl mal wieder Meister ihres Fachs am Werk ????!!!!!!
Gruß Sven
Welches EVU war das denn ? Obwohl die Ursachen nicht bekannt sind, meine ich aber; mit einer richtigen Bremsprobe passiert so etwas nicht.
Mark1306
11.11.2008, 09:38
Ohje..hab ich auch schon heute morgen gelesen..ist ja bei mir direkt um die Ecke.
Ich als Aussenstehender hätte vermutet, dass es in der heutigen Zeit keinen Zug mehr gibt, bei dem die Bremsen komplett versagen und der dann alleine ne ganze Weile durch die Gegend fährt.... *grübel*
:007:
Gruß
Mark
und der dann alleine ne ganze Weile durch die Gegend fährt.... *grübel*
Vor allem nicht bei eingeschalteter und funktionierender Sifa!
Vor allem nicht bei eingeschalteter und funktionierender Sifa!
Na wenn die Bremsen aus irgendeinem Grund nicht mehr bremsen wollen, dann hilft auch keine Sifa, PZB oder das Ausschalten der Fahrzeugbatterie mehr. ...Elsterwerda...
http://de.wikipedia.org/wiki/Zugunglück_von_Elsterwerda
Wobei ich nicht sagen will, dass das jetzt auch in Köln ursächlich war. Wer weiß, was ein Angleicher macht, und wie und warum er funktioniert, der weiß auch, welche Folgen ein unbemerkt ausgefallener Kompressor haben kann...
Vor allem nicht bei eingeschalteter und funktionierender Sifa!
Die nützt aber auch nicht wen von hinten ein ungebremster Zug schiebt
Taurusdriver
11.11.2008, 11:48
Die nützt aber auch nicht wen von hinten ein ungebremster Zug schiebt
Ja da bringt eine nur bremsende Lok gar nichts.
reuter20
11.11.2008, 11:48
Das war auf dem Hoheitsgebiet der HGK.
Da man bei der Presse nicht jedes Wort auf die Goldwaage
legen darf , könnt es z.B. auch nur eine Rangierabteilung gewesen sein,
wo manchmal gar nicht alle Wagen gebremst sein müssen .
Mark1306
11.11.2008, 11:49
Was ich mich vorallem frage:
Wieso wurde der Zug durch diese Brandschutzwand gebremst? Hat man ihn per Weichenstellung dahingeleitet?!
Und gibt es keinen "Fernauslöser" wo man zumindest die Motorbremse auf volle Leistung fahren kann!? Das bremst dann ja auch und ist besser als ein paar Kilometer durch die Walachei zu fahren... :13:
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Das war auf dem Hoheitsgebiet der HGK.
Da man bei der Presse nicht jedes Wort auf die Goldwaage
legen darf , könnt es z.B. auch nur eine Rangierabteilung gewesen sein,
wo manchmal gar nicht alle Wagen gebremst sein müssen .
Ja ok, das stimmt...es handelt sich natürlich immer noch um die Express - die ist bekanntermaßen noch schlimmer als die Bildzeitung :004:
Hallo,
Zitat:
Da es sich um eine privat betriebene Strecke handelt, habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden.
Den letzten Satz des Artikels kapier ich nich?
415
Mark1306
11.11.2008, 13:23
Hallo,
Zitat:
Da es sich um eine privat betriebene Strecke handelt, habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden.
Den letzten Satz des Artikels kapier ich nich?
415
Wieso? Ich finde den Satz recht einfach... :) Die HGK hat anscheinend ein komplett eigenens Streckennetz, wo nur die HGK Bahnen fahren. Und da der Geisterzug auf so einer Strecke war, bestand für die direkte Öffentlichkeit keine Gefahr.
Die HGK betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen Strecken mit einer Länge von ca. 99 Kilometern. Die Länge der Gleise beträgt insgesamt 251 Kilometer und damit werden 65 Gleisanschlüsse mit dem öffentlichen Eisenbahnnetz verbunden.[1] (Wikipedia)
Es war ja auch "nur" Braunkohle geladen und keine Öl/Gefahrstoffe.
Und die Bilder sehen ja auch ehrlich gesagt nicht so wild aus...das hörte sich ja bei Express anfangs etwas wilder an... :)
Die Lok sieht auch recht oll aus ehrlich gesagt...wer weiß, wo die die ausgegraben haben...naja, sind eh nur alles Vermutungen von mir :007:
Gruß
Mark
katbrock
11.11.2008, 13:36
Hallo
Der WDR hat in seinen Nachrichten auch darüber berichtet.
Den Bericht und einen Audiobeitrag findet ihr hier
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml
Wieso? Ich finde den Satz recht einfach... :) Die HGK hat anscheinend ein komplett eigenens Streckennetz, wo nur die HGK Bahnen fahren. Und da der Geisterzug auf so einer Strecke war, bestand für die direkte Öffentlichkeit keine Gefahr.
Die HGK betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen Strecken mit einer Länge von ca. 99 Kilometern. Die Länge der Gleise beträgt insgesamt 251 Kilometer und damit werden 65 Gleisanschlüsse mit dem öffentlichen Eisenbahnnetz verbunden.[1] (Wikipedia)
Es war ja auch "nur" Braunkohle geladen und keine Öl/Gefahrstoffe.
Und die Bilder sehen ja auch ehrlich gesagt nicht so wild aus...das hörte sich ja bei Express anfangs etwas wilder an... :)
Die Lok sieht auch recht oll aus ehrlich gesagt...wer weiß, wo die die ausgegraben haben...naja, sind eh nur alles Vermutungen von mir :007:
Gruß
Mark
Es mag sein das in diesem Fall keine Gefahr bestand, das hat aber nichts mit einem privat betriebenen Streckennetz zu tun.
TfHLERmarco
11.11.2008, 13:51
Die Lok sieht auch recht oll aus ehrlich gesagt...wer weiß, wo die die ausgegraben haben...naja, sind eh nur alles Vermutungen von mir :007:
Gruß
Mark
Ej ja? Das sieht mir aus wie eine ehemalige 106 der DR, erste Bauserie. 9 Fahrstufen und keine 3 Sekunden-Sperre.:004:
mfG Marco
Mark1306
11.11.2008, 13:57
Ej ja? Das sieht mir aus wie eine ehemalige 106 der DR, erste Bauserie. 9 Fahrstufen und keine 3 Sekunden-Sperre.:004:
mfG Marco
Sowas hier: Klick (http://de.wikipedia.org/wiki/DR_Baureihe_V_60) ?
Ist das gut oder schlecht mit 9 Fahrstufen und 3 Sekunden Sperre....bin doch Nicht-Bahner! :009: :20:
Ej ja? Das sieht mir aus wie eine ehemalige 106 der DR, erste Bauserie. 9 Fahrstufen und keine 3 Sekunden-Sperre.:004:
mfG Marco
Glaube ehrlich gesagt dass das eher eine alte "Industrielok" ist.
Hier sind noch mehr Bilder zu diesem Thema.
http://www.blaulichtreporter.de/index.html
Kombimann
11.11.2008, 17:04
... 1500 t ... bevor er mit annähernd 70 km/h in Junkersdorf das Rolltor einer Firma und anschließend das Stahltor einer Lagerhalle durchbrach. ...
Nie im Leben. :039:
katbrock
11.11.2008, 17:07
Noch einen (Warn) Hinweis.
Wer sich auf WDR den Bericht durchliest,
lest bitte nicht die Kommentare darunter
durch,wenn ihr euch nicht unnötig
Aufregen wollt... Ich hab den Fehler gemacht
und mir einige durchgelesen und mir ist bei soviel
Ignoranz, Arroganz und ähnlichem die Hutschnur hochgegangen.
Wobei die Lokführer von manchen auch noch mit Flugkapitänen
verglichen werden, die ihr Cocpit auch nicht verlassen können
wenn Gefahr in Aussicht ist.
Ich könnte :31: wenn ich sowas les
sbb.lokmaster
11.11.2008, 17:39
Es handelt sich um die Lok 477 der RBW /RWE Power, und der Gleisanschluss liegt wohl an der Schwarzen Bahn , die das Rheinische Braunkohlenrevier mit der HGK Strecke im Raume Frechen sowie in Hürth Hermülheim verbindet.
Hier noch ein weiteres Bild der Lok: LOk 477 der RBW (http://www.paul-zimmer.de/pzwerk/rwe8.htm)
Und hier findet man unter Loknummer die Daten zur Lok: Tante Wiki weiß bescheid (http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeuge_von_Rheinbraun)
Hier sind noch mehr Bilder zu diesem Thema.
http://www.blaulichtreporter.de/index.html
Aus dem Bericht des Blaulichreportes: "Da auch das Sicherungssystem nach Angaben des 44-Jährigen nicht funktionierte,..."
Das sagt doch alles.
Gruß, Ralf
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Es handelt sich um die Lok 477 der RBW /RWE Power, und der Gleisanschluss liegt wohl an der Schwarzen Bahn , die das Rheinische Braunkohlenrevier mit der HGK Strecke im Raume Frechen sowie in Hürth Hermülheim verbindet.
Hier noch ein weiteres Bild der Lok: LOk 477 der RBW (http://www.paul-zimmer.de/pzwerk/rwe8.htm)
Und hier findet man unter Loknummer die Daten zur Lok: Tante Wiki weiß bescheid (http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeuge_von_Rheinbraun)
Eine DG1000BBM von KHD also. G**gle findet dazu diese Webseite: Loktypen: Deutz-KHD (http://www.werkbahn.de/eisenbahn/lokbau/typen/typen_V.htm), wo oben die Typbezeichnung erklärt wird und - nach etwas Scrollen - ziemlich weit unten die technischen Daten: u.a. Höchstgeschwindigkeit 70 km/h.
Dann ist völlig klar, warum die Lok 70 km/h "raste"...
Gruß, Ralf
sbb.lokmaster
11.11.2008, 18:18
Die Frage ist, was so eione Werksbahnlok, die auf DB Gleisen unter umständen nicht zugelassen ist, an Sicherungssystemen besitzt. Andererseits was nützen Sifa und PZB, wenn die Bremse aus irgendeinem Grund nicht funktionstüchtig ist.
OL3_R1TschARTs
11.11.2008, 18:37
Jaaaaa klar, 70 km/h :D ... eher 7 km/h und voll angelegte Bremsen an der Lok ... könnte dann vielleicht hinkommen ...
mfg- Ole
Siggisiebert
11.11.2008, 19:23
Na wenn die Bremsen aus irgendeinem Grund nicht mehr bremsen wollen, dann hilft auch keine Sifa, PZB oder das Ausschalten der Fahrzeugbatterie mehr. ...Elsterwerda...
http://de.wikipedia.org/wiki/Zugunglück_von_Elsterwerda
Wobei ich nicht sagen will, dass das jetzt auch in Köln ursächlich war. Wer weiß, was ein Angleicher macht, und wie und warum er funktioniert, der weiß auch, welche Folgen ein unbemerkt ausgefallener Kompressor haben kann...
Hallo,
Ich kann die Geschichte so auch irgendwie nicht glauben. Besonders, warum sie abgesprungen sind. Ich hätte noch alles versucht, wohl bis zum Ende, denn wenn ich bei 70 (?, bestimmt nicht) abspringe, war es das für mich selbst mit Sicherheit.
Der Kollege in Elsterwerda damal hatte ja gar kein "Platz" mehr, um doch noch alles zu versuchen. Wenn ich noch ein paar Kilometer Platz hätte, würde ich auch alles versuchen. Mindestens Handbremse anleiern, wenn möglich auch Zusatzbremse, damit wäre der Zug von Elsterwerda wohl auch nach ein paar Kilometern zum Stehen gekommen.
Und wenn man aus Versehen in Mitte geht (die Nachspeisung der Luftzufuhr zur Haupluftleitung der Bremse verhindert) und sich damit langsam aber sicher der Druck durch Undichtigkeit absenkt, das bekommt man nicht unbedingt mit. Auch wenn der Luftpresser nicht läuft, könnte ich mir vorstellen, das man das nicht sofort mitbekommt.
Letzteres ist mir selbst schon passiert. Ich war mit der Lok solo unterwegs, bis plötzlich der Stromabnehmer der 151 auf's Dach fiel und alles aus war. Ich habe das aber dann sofort mitbekommen und mit dem Rest mit der Zusatzbremse eine Vollbremsung gemacht. Alles nur, weil unterwegs mal der Befehlsblock runtergerutscht war und den Schalter ausgeschaltet hat. Man achtet ja nicht andaständig auf die Instrumente...
Und das ein so schwerer Zug bei der Geschwindigkeit nur durch ein Tor eine Wand gestoppt wird, glaube ich auch nicht. Naja, stand ja auch da zwischenzeitlich bis zu 70 km/h.
Mark1306
11.11.2008, 21:23
Ich kann die Geschichte so auch irgendwie nicht glauben. Besonders, warum sie abgesprungen sind. Ich hätte noch alles versucht, wohl bis zum Ende, denn wenn ich bei 70 (?, bestimmt nicht) abspringe, war es das für mich selbst mit Sicherheit.
Also ich hätte das jetzt so gedacht, dass die Rangieren sind mit Schrittgeschwindigkeit oder so, dann merken das die Bremsen nicht mehr gehen und dann bei Schrittgeschwindkeit bzw. beim Beschleunigen dann abspringen...
Dann fährt die Lok weiter und beschleunigt dann teilweise bis auf 70 Km/h und fährt dann aber mit wesentlich weniger als 70Km/h in die Halle.
Ist aber jetzt nur ein Szenario aus meinem Gehirn :004:
Lummerer Grietche
11.11.2008, 21:52
Wiso kommt mir da so ein kleiner süßer gelber hebel im Druckluftgestell in der 101 in den Sinn ??? :28:
Da war doch irgendwas beim Auf oder abrüsten ??
Andererseits, wird bei den Firmenbahnen nicht alles abgeschaltet, was umbequem ist? (Nach dem Motto: ich bin doch nicht blöd und hau die ganze Zeit auf die Taste ) :24:
Bin ja mal gespannt, was das EBA dazu sagt ....
frosch27
11.11.2008, 21:58
So, hier mal ein seriöser Bericht.
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml
Mark1306
11.11.2008, 22:27
So, hier mal ein seriöser Bericht.
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml
...und schon kommt Licht ins Dunkel...! Immer die blöde Express mit ihrer Berichterstattung... :033:
@
...klar und dann kommen noch solche "Alleswisser" daher
Ich hätte noch alles versucht, wohl bis zum Ende, denn wenn ich bei 70 (?, bestimmt nicht) abspringe, war es das für mich selbst mit Sicherheit.
Der Kollege in Elsterwerda damal hatte ja gar kein "Platz" mehr, um doch noch alles zu versuchen. Wenn ich noch ein paar Kilometer Platz hätte, würde ich auch alles versuchen. Mindestens Handbremse anleiern, wenn möglich auch Zusatzbremse, damit wäre der Zug von Elsterwerda wohl auch nach ein paar Kilometern zum Stehen gekommen.
Und wenn man aus Versehen in
der Kollege hatte Platz und Zeit von Hohenleipisch bis Elsterwerda,
aber scheinbar weißt du nicht wie 2000 Tonnen ungebremste Masse
schieben können wenn es Berg ab geht.
Da hast du 5-7 Minuten Zeit dir die Hosen zu bekleckern,
ich wünsche keinem das er je in solch eine Situation kommt.
mfg.$
Schotter
11.11.2008, 23:10
Sorry das so was hier in Deutschland passiert hätte ich nicht gedacht. Beim Lesen des News Flash dachte ich erst an Hollywood.
http://www.n-tv.de/1051900.html
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml[/QUOTE]
Zitat:
Sprecher: "Menschen waren nicht gefährdet"
... und was ist mit den dreien in der Lagerhalle?
Mark1306
11.11.2008, 23:35
Sprecher: "Menschen waren nicht gefährdet"
... und was ist mit den dreien in der Lagerhalle?
Ja, gute Frage!!! :13:
Gruß
Mark
P.S. viele Grüße von Troisdorf-Bergheim nach Troisdorf! :16:
Lokführer61
12.11.2008, 00:20
Zitat:
... 1500 t ... bevor er mit annähernd 70 km/h in Junkersdorf das Rolltor einer Firma und anschließend das Stahltor einer Lagerhalle durchbrach. ...
Nie im Leben. :039:
scheinbar wissen die nicht, wie lange ein zug braucht, um bei leichtem gefälle 70 km/h zu erreichen...
naja, er ist ja auch in die halle "gerast"...:021:
alles sensationsreporter und schlauschwätzer...
gruß andreas
Wiso kommt mir da so ein kleiner süßer gelber hebel im Druckluftgestell in der 101 in den Sinn ??? :28:
Da war doch irgendwas beim Auf oder abrüsten ??
Andererseits, wird bei den Firmenbahnen nicht alles abgeschaltet, was umbequem ist? (Nach dem Motto: ich bin doch nicht blöd und hau die ganze Zeit auf die Taste ) :24:
Bin ja mal gespannt, was das EBA dazu sagt ....
Ja eh klar. Bei "Firmenbahnen" wird immer alles ausgeschalten, der Bequemlichkeit wegen.
Hätte die Firmenlok auch einen kleinen süßen gelben Hebel im Luftgerüst, äh Drehgestell.... ääähhh Druckluftgestell gehabt, hätte das Unglück wahrscheinlich verhindert werden können.
Vielleicht kommt ja das EBA auf den gleichen Schluß. :026:
Kombimann
12.11.2008, 04:35
Zitat:
scheinbar wissen die nicht, wie lange ein zug braucht, um bei leichtem gefälle 70 km/h zu erreichen...
Ich vermag keine Schätzung zu tätigen, wie schnell die Abteilung wirklich war. 20 vielleicht. 70 km/h auf gar keinen Fall. Dann sähe es dort gaaaanz anders aus. Noch dazu bei der Masse.
Und rasen tun wir doch ständig. Zu blöd für die Presse, dass kaum noch Steigerungen des Vokabulars möglich sind.
Das erinnert mich an den Totraser (http://www.bildblog.de/2931/und-nichts-als-die-halbe-wahrheit-3/), der mit wahnsinnigen 6 km/h unterwegs war.
Grüße, Kombi.
reuter20
12.11.2008, 09:08
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml
Zitat:
Sprecher: "Menschen waren nicht gefährdet"
... und was ist mit den dreien in der Lagerhalle?[/QUOTE]
Wenn man sich in dieser Gesellschaft genau umsieht ,
wird man merken , daß Lagerarbeiter schon lange nicht mehr als Mensch
zählen .
So ein Aussage seitens eines >seriösen< Senders ist der blanke Hohn ,
weiß doch niemand genau , wer sich in der Nähe der Gleise , selbst wenn
sie nur durch Gewerbegebiete führen , aufhält .
Naja , und Sifa-Zwangsbremsungen nützen auch nur ,
wenn der Zug mitbremst . Vielleicht standen die Räder der
Lok schon still , aber die Kohlestaubbomber haben feste weitergeschoben.
Bei dem Wetter und auf wenig befahrenen Industriegleisen immerhin denkbar.
So, hier mal ein seriöser Bericht.
http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/koeln_gueterzug/index.jhtml
Schau mal hier (http://www.bahnerforum.de/forum/showpost.php?p=121288&postcount=13). Steht nur wenige Beiträge über deinem...
Und seriös ist er auch nicht, nur nicht ganz so reißerisch.
Gruß M.
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Ja eh klar. Bei "Firmenbahnen" wird immer alles ausgeschalten, der Bequemlichkeit wegen.
Hätte die Firmenlok auch einen kleinen süßen gelben Hebel im Luftgerüst, äh Drehgestell.... ääähhh Druckluftgestell gehabt, hätte das Unglück wahrscheinlich verhindert werden können.
Vielleicht kommt ja das EBA auf den gleichen Schluß. :026:
Klar, und wenn die Sifa die HL (zusätzlich) entlüftet hätte, wäre bestimmt noch weniger als keine Luft drin gewesen? Saugluftbremse? Nee, die hat auch anders funktioniert...
Gruß M.
Im Kölner Stadtanzeiger (www.ksta.de) steht eine entsprechender Artikel. Am besten war die Aussage des Betriebsleiters, bezüglich des etwas schwach ausgelegten Prellbocks. Dieser hatte nach 60m Arbeit, den fast 600t schweren Zug aufzuhalten, ein wenig geschwächelt und sich in mehrer Bestandteile zerlegt.
Aber seht selbst
Gruß
VTG
Mark1306
12.11.2008, 15:22
Aber da sieht man mal, dass diese scheinbar toten Gleise, die ich immer sehe, wenn ich aus dem Fenster beim Bahnfahren schaue, doch noch ihre daseinsberechtigung haben. :004:
Moselaner
12.11.2008, 18:24
Laut diesem Bericht (http://www.az-web.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=713915&_wo=Lokales:Euregio) sieht das Ganze schon wieder verständlicher aus. Hier heißt es nämlich, der Zug habe zwar bis auf 70 km/h beschleunigt, sei dann aber vor dem Aufprall auf die Halle durch den Prellbock wieder abgebremst worden. Ich finde, das hört sich doch schon wieder seriöser an.
Es mag sich zwar seriöser anhören, aber ich glaube das der Prellbock und die im Bericht genannte Abdeckung des Gleises den Zug nicht soweit heruntergebremst hat. Der war nie so schnell, denn dann würde es anders aussehen. Die 1500 t schieben gewaltig, vorallen Dingen wenn sie ungebremst sind und alle Fahrzeuge stehen noch auf dem Gleis. Das ist mal wieder typisch Presse, die können nicht anders.
sbb.lokmaster
12.11.2008, 21:12
Nach einem Bericht in der Lokalzeit Köln des WDR hatte der Zug rund 1600 to. und befand sich wohl auf dem Weg von Frechen in Ri. Köln. Auf der GZ Umgehungsbahn sind wohl 70 km/h zugelassen, und in Frechen Bf. muß der Zug dann von der Umgehungsbahn auf die Strecke ri Köln überwechseln. Ab dort wird im Mischbetrieb mit den Stadtbahnwagen gefahren, bis sich dann die Strecke an der Militärringstr wieder trennt. Die GZ Strecke geht durch den Stadtwald weiter über den Gbf Bickendorf nach Köln Nippes/Niehl Hafen, und die Stadtbahnen fahren auf der Strasse weiter in ri. Köln Innenstadt. In Frechen zweigt noch ein Industrienaschlußgleis ab, das in Marsdorf endet. Auf dieses ist wohl der Zug geleitet worden, weil die Weichen wohl als Schutzweichen in ri. dieses Anschlußgleises weisen, solange die Einfahrt in die Strecke ri. Köln noch nicht zugelassen ist. Und dann ist der Zug wohl bis in die Halle gefahren, allerdings sicher nicht mit 70 km/h, aber dennoch mit einer ordentlichen Geschwindigkeit. Es hat wohl nur die Lok und eventuell einige Wagen gebremst, aber eben wohl nicht alle.
Soweit die Zusammenfassung des Berichtes aus dem WDR Bericht, ich habe nur die Ergänzugen der Örtlichkeiten gegeben, damit sich Ortsfremde ein Bild von den Anlagen machen können.
Anbei noch ein Netzplan der HGK, warum der Dunkel ist, fragt mich nicht, den Bereich Frechen findet ihr links unterhalb der Stadt Köln, neben den beiden Autobahnen A1 und A4.
http://www.ksta.de/html/artikel/1226655088078.shtml
Die Lufthähne zwischen erstem und zweiten Wagen waren geschlossen.
Zugbeleidiger
17.11.2008, 22:33
...Das hätte den Lokführern bei der Bremsprobe vor Fahrtantritt auffallen müssen. „Meiner Einschätzung nach wurde die Prüfung unvollständig gemacht“...
So die zwei Lokführer für die Bremserei zuständig waren, sehen die glaub ich so schnell keine Lok mehr von innen.
Schlamperei verursacht die meisten Unfälle weltweit...
So die zwei Lokführer für die Bremserei zuständig waren, sehen die glaub ich so schnell keine Lok mehr von innen.
Das denke ich nicht:
Zitat aus dem ksta
Die Lokführer waren am Montag noch krankgeschrieben. „Sie sind kreuzunglücklich und nervlich am Ende. Sie wissen, was alles hätte passieren können“, sagte Oppenberg. Die Männer müssen mit einer mündlichen Verwarnung oder einer schriftlichen Abmahnung rechnen, ihren Job dürfen sie aber behalten. Oppenberg: „Im Bergbau gilt die Spielregel: Einmal ist keinmal, zweimal ist einmal zu viel.“ (ts)
Also werden sie wohl bald wieder fahren dürfen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1226655088078.shtml
Die Lufthähne zwischen erstem und zweiten Wagen waren geschlossen.
Ich habe jahrelang Züge von dieser Firma übernommen- und bin keinesfalls verwundert über diesen Zustand.
Gruß M.
Zugbeleidiger
18.11.2008, 12:56
Das denke ich nicht[Quote]
[QUOTE=VT605;124200]Also werden sie wohl bald wieder fahren dürfen.
Hm, ich will mich zu weit aus dem Fenster lehnen-jeder macht mal Fehler und ich kenn die genaue Situation nicht. Aber ich finde doch, dass man hier Konsequenzen ziehen sollte. Gut zu wissen:
..„Sie sind kreuzunglücklich und nervlich am Ende. Sie wissen, was alles hätte passieren können“... Andererseits Papier ist geduldig. Zumindest eine Abmahnung sollte da kommen verbunden mit der Auflage nochmals zum Bremsprobelehrgang zu gehen. Rausschmeißen halte ich für nicht sinnvoll. Aber wie gesagt, noch mal den richtigen Umgang mit der Bremserei zu schulen halte ich sinnvoller und ebenfalls eine intensive Erinnerung an ihre Pflichten. Aber letztlich muß das deren Disziplinarvorgesetzter entscheiden...
Schlimm genug, dass so etwas passiert ist. Schwein gehabt, dass nix Schlimmeres passiert ist...:018:
Hm, ich will mich zu weit aus dem Fenster lehnen-jeder macht mal Fehler und ich kenn die genaue Situation nicht. Aber ich finde doch, dass man hier Konsequenzen ziehen sollte. Andererseits Papier ist geduldig. Zumindest eine Abmahnung sollte da kommen verbunden mit der Auflage nochmals zum Bremsprobelehrgang zu gehen.
Es ging aus dem Pressebericht doch eigentlich eindeutig hervor, das es wohl eine Abmahnung geben wird.
Meiner Meinung nach sollte man es dabei auch belassen, denn diesen Fehler werden die beiden ganz sicher nicht mehr machen, ich denke das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es war für beide ein Schock und ein heilsamer zugleich. Künftig werden sie bestimmt die Bremsprobe 100%ig durchführen und sich die Wagen ganz genau ansehen.
Ich habe jahrelang Züge von dieser Firma übernommen- und bin keinesfalls verwundert über diesen Zustand.
Gruß M.
Bei Anschlußbahnen gelten oft auch andere "Gesetze". Ich selbst kann mich erinnern an gewisse Praktiken im Rangiergeschäft, wie "schnippeln", "abstoßen mit Luft" und auch, wenn mal was schief geht, mit dem Gabelstapler aufgleisen.
Wer sagt denn, dass die überhaupt alle Wagen an die Bremse nehmen mussten? Wenn es bloß eine Rangierbewegung werden sollte, wäre das ja gar nicht zwingend notwendig.
Ich kenne das auch noch aus grauen Vorzeiten in Schöneweide, da wurden beim Bereitstellen der Güterzüge auch nur 3 Wagen an die Luft genommen, weil es schon allein aus Zeitgründen überhaupt nicht denkbar war, erst mal eine Stunde lang 600m Zug aufzupumpen, bevor man den aus der Richtungsgruppe zieht. Später in meiner Zeit in Grunewald war es auf der Gruppe 2 so, dass überhaupt keine Wagen mehr an die Luft genommen wurden und man musste dort erst mal die Tricks lernen, um mehr als 4 bar in die Bremszylinder einer 106 reinzukriegen. Selbst wenn da ein Zug mit Brammen und 1600t aus Tegel ankam, haben die Rangierer noch rumgemault, wenn man wenigstens 2 Wagen an der Luft haben wollte. Nun lasst mal bei so einer Aktion und dem Abschätzen, wieviele Bremsen wirklich nötig sind einen Fehler passieren oder der Lokführer wird etwas zu schnell oder es geht bergab ... und schon ... *rrrrummmms*
Das mit der Abmahnung ist 'ne faire Geschichte, finde ich. Der Mensch ist nur zu 99% in der Lage, fehlerfrei zu arbeiten. Wenn Chefs das einsehen, finde ich das gut! Leider gibt es ja auch das Gegenteil und die schmeißen dann Leute raus, nur weil sie mit leerem Tank irgendwo liegenbleiben... :13:
Mir stellt sich dann auch immer die Frage, was das "rauswerfen" bringen soll. Gut - die haben dann zwei Mitarbeiter weniger, die neu ausgebildet werden müssen und die Presse hat "Genugtuung". Aber wenn ich's mal genenauer betrachte, bin ich auch der Ansicht, dass dies mit einer Abmahnung abgehandelt werden kann ! Den Fehler machen die Beiden nie wieder. Und das sie abgesprungen sind, kann ICH ihnen nun auch nicht verübeln. Will nicht wissen wie mir der Ar... auf Grundeis gehen würde ! Insofern finde auch ich: Faire Sache :001:
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