PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EU-Recht: Rente mit 55 für Wechseldienstler



Traindriver
17.05.2008, 01:09
Ein Kollege sagte mir, daß Er einen Artikel gelesen hat, indem von dem EU-Recht geschrieben wurde, daß alle Wechseldienstler mit 55 in Rente gehen dürfen.
In Frankreich wurde das bereits umgesetzt, deswegen hatten auch französische Lokführer gestreikt, weil das für Sie eine Verschlechterung bedeutet.
Für uns wäre das eine VERBESSERUNG!!:001:

Die Bundesregierung zahlt lieber jedes Jahr 40 Mill.€ Strafe, weil Sie das Recht nicht umsetzt, aber bis 2010 muß das trotzdem geschehen.

Hat jemand diesen oder ähnlichen Artikel auch gelesen und kann diesen als Quelle nennen bzw. mir auch per PN schicken??

Danke im Voraus.

Knallkopf
17.05.2008, 01:21
Nein ,ich habe nur gehört das angeblich ein deutscher Lokführer in Brüssel deswegen vors Gericht geht .Aber ob das stimmt und er von einer Gewerkschaft unterstützt wird entzieht sich meiner Kenntnis .jedenfalls wird da viel gemunkelt und auch das Urteil gewartet .

LG Knallkopf

Timo
17.05.2008, 01:26
Ein Kollege sagte mir, daß Er einen Artikel gelesen hat, indem von dem EU-Recht geschrieben wurde, daß alle Wechseldienstler mit 55 in Rente gehen dürfen.
In Frankreich wurde das bereits umgesetzt, deswegen hatten auch französische Lokführer gestreikt, weil das für Sie eine Verschlechterung bedeutet.
Für uns wäre das eine VERBESSERUNG!!:001:

Die Bundesregierung zahlt lieber jedes Jahr 40 Mill.€ Strafe, weil Sie das Recht nicht umsetzt, aber bis 2010 muß das trotzdem geschehen.

Hat jemand diesen oder ähnlichen Artikel auch gelesen und kann diesen als Quelle nennen bzw. mir auch per PN schicken??

Danke im Voraus.



Gehört habe ich schon vor längerem davon, aber ob das jemals durchgesetzt wird??? Schön wäre es, die 18 Jahre schaffe ich auch noch:16:

Prekarier
17.05.2008, 03:53
Moin Moin

Um Gottes Willen. Mal bloß nicht den Teufel an die Wand. Wir haben doch eh schon kaum Leute. Stellt Euch mal das Chaos vor, wenn plötzlich alle Kollegen die über 55 sind, zu Hause bleiben. Da dreht sich doch kein Rad mehr.
Nee, nee, war nur Spaß. Ich wäre natürlich auch voll dafür. :nicken:

Ich kenne zwar nicht die Altersstruktur bei der Bahn, aber wenn ich schätzen müsste, gibt es prozentual wohl mehr ältere Kollegen.
Ende 2006 arbeiteten 19.611 Triebfahrzeugführer bei der Deutschen Bahn. Machen wir ne runde Zahl draus und sagen es sind 20.000.
Mal angenommen, 20% davon sind 55+ und gehen schlagartig in Rente. Das wären allein 4000 Kutscher die von einem Tag auf den andern fehlen würden.

-Wie sähen wohl die neuen Werbeplakate der Bahn aus?
-Tf Ausbildung im Wochenkurs?
-Welche Anreiz könnte der AG schaffen, damit die Leute länger machen?
-Der Ohrring müsste sich zumindest keine Gedanken mehr über Personalabbau machen. Wär ja kaum noch welches da.

Abgesehen davon, ein kleiner Einwurf: Die Deutsche Bank hat ja gefordert, das Rentanalter müsse auf 68,5 Jahre angehoben werden, weil es nicht kostendeckend ist, "nur" bis 67 zu arbeiten. Wie gehts dann für uns weiter?
-Alle Tfz in Zukunft mit Treppenlift und Infusionshalter?
-Jeder Tf erhält nen eigenen Zivi, der ihn im Rolli auf den Bahnsteig schiebt?
-Sargtischlerei und Krematorium im ersten Wagen
-Zub wird ausgebildet um die letzte Ölung zu erteilen.
Wer auf solche Ideen kommt, den sollte man... Warum nicht gleich Rente mit 75 oder 80 oder gar 90? Man könnte ja standesgemäß auch gleich die Asche in den Sandstreuer hauen. Jeden Tag eine gute Tat - bis zum Schluß!
Ach, ich werd schon wieder zynisch. Ich hör lieber auf. :mad:

Vergnatze Grüße ausm Pott

Asgard
17.05.2008, 04:24
Macht es doch nicht so kompliziert. www.bundestag.de anklicken, den für euren Wahlkreis zuständigen Abgeordneten rauchsuchen und eine gezielte Anfrage zumThema stellen.

BW Frankfurt 1
17.05.2008, 04:38
ich habe nur gehört das angeblich ein deutscher Lokführer in Brüssel deswegen vors Gericht geht .


Ja habe die Info aus 2ter Hand und weiß wer das sein soll. Aber wie der mist denn immer so ist kurz ablösen und weiter und hinterher fällt einem ein scheiße du wolltest doch noch mal Fragen.:20: Und dann sieht man den wieder 10 Wochen nicht. Der Hintergrund liegt wohl darin das sein Schwager in einem Arbeitskreis für das Europa Parlament sitzt. So müsste er den kram ja komplett schwarz auf weiß haben. Aber ich glaube es auch nicht so lange er mir das nicht persönlich bestätigt.

Ps. Wobei aber es damals hieß das er beim Bundesverfassungsgericht klagt. Naja wie dem auch sei. Warten wir ab was die Zeit bringt.

Knallkopf
17.05.2008, 10:17
Egal vor welchen Gericht geklagt wird,wenn es etwas für das Personal ist wird es bestimmt wieder eine Einzelfallentscheidung und nicht großartig publik gemacht und solange Europa Geld dafür bekommt das wird arbeiten,wird sich das Resteuropa sagen : laßt die doofen Deutschen arbeiten bis zum umfallen,bevor die wieder auf andere blöde Ideen kommen,und wir noch Geld dafür bekommen !

LVT771
17.05.2008, 10:45
Es sind mehrer Klagen in Brüssel ---> glaube aus D und DK sowie der Slowakei

Die Struktur geht aber eindeutig gen Osten, mal sehen wie es in Sachsen ab dem nächsten Jahr aussieht :6:

Oberrheinfahrer
17.05.2008, 12:54
Schön wäre es ja da ich dann in 12 Jahren meine letzte A3 wohl noch selber machen könnte und nicht der Zivi es tun müsste!!!Bei 68,5 Jahren würde dann bei der A3 dort wohl das Institut "Pietät" oder "Heimkehr" stehen-kein so schöner Gedanke!!! Aber wie hieß es doch früher so schön??? "Ein guter Sozialist stirbt ein Tag vor der Rente"!

Grüße vom Orf

balu
17.05.2008, 12:57
Schön wäre es ja da ich dann in 12 Jahren meine letzte A3 wohl noch selber machen könnte und nicht der Zivi es tun müsste!!!Bei 68,5 Jahren würde dann bei der A3 dort wohl das Institut "Pietät" oder "Heimkehr" stehen-kein so schöner Gedanke!!! Aber wie hieß es doch früher so schön??? "Ein guter Sozialist stirbt ein Tag vor der Rente"!

Grüße vom Orf

Besser kann man es nicht formulieren!!!!!!!!!!!

BLOaner
17.05.2008, 13:25
Hallo!

Nur mal so `nen Gedanke zu dem Thema (Lohnthema mal außen vorlassend):

Warum boxt man so sehr dieses 1000 Tf Programm durch, trotz der hohen Ausfallquote?


bis bald

Oberrheinfahrer
17.05.2008, 13:49
Hallo!

Nur mal so `nen Gedanke zu dem Thema (Lohnthema mal außen vorlassend):

Warum boxt man so sehr dieses 1000 Tf Programm durch, trotz der hohen Ausfallquote?


bis bald

Ich glaube das ist in diesem Zusammenhang etwas weit hergeholt-irre mich aber in diesem Fall auch sehr gerne!!! http://wuerziworld.de/Smilies/mx/mx6.gif

Grüße vom Orf

balu
17.05.2008, 15:00
Wenn ich richtig informiert bin,muss man bei Rente mit 55 Jahre....mind.35 Jahre Wechseldienst haben...

Traindriver
17.05.2008, 15:19
Macht es doch nicht so kompliziert. www.bundestag.de anklicken, den für euren Wahlkreis zuständigen Abgeordneten rauchsuchen und eine gezielte Anfrage zumThema stellen.

Das ist eine Idee, aber die Abgeordneten sind spezialisiert. Also ob der zuständige Abgeordnete gerade mit Verkehr oder Wechseldienst auskennt ist nicht immer gegeben, aber Er/Sie kann sich kümmern.

Ich habe bei der GDL in Frankfurt und Horst Friedrich MdB
Vorsitzender des Arbeitskreises V und verkehrspolitischer Sprecher
der FDP-Bundestagsfraktion nachgefragt und warte auf Antwort.
Zur Erinnerung: Herr Friedrich hatte 2007 während unseres Tarifkonfliktes öffentlich bereits den TG-Abschluß mit der DB vorausgesagt und die Absprache zwischen TG und DB öffentlich damit gemacht. Der Abschluß war dann fast auf den cent genau eingetreten.:003:

Altersstarrsinn
17.05.2008, 17:41
Hallo zusammen!

Nach längerem -praktisch ergebnislosen- googlen komme ich zur Auffassung: Das Renteneintrittsalter ist nicht im EU-Recht verankert. Hier kann jedes Land sein eigenes Süppchen kochen (ein Erfolg guter Lobbyarbeit?). Selbst für Grenzgänger gilt nur, daß das Renteneintrittsalter vom Recht des Staates, in dem man zuletzt beschäftigt ist, abhängt. Kann sein, daß ich mit falschen Stichworten gesucht habe. Irgendwelche offiziellen Seiten sind praktisch nicht zu finden, man muß sich auf Seiten der Rentenversicherungen, Foren und auf sonstigen Seiten mühsam durchackern.

Also: Ein Tf, der in Frankreich beschäftigt ist, geht mit 50, ein Deutscher mit 67 in Rente. Der Franzose erlebt den Renteneintritt bestimmt, ein Deutscher möglicherweise. Oder, noch einfacher, der Franzose belastet, der Deutsche entlastet die Rentenkassen ;)

Schön an den Forderungen nach längerer Lebensarbeitszeit ist natürlich, daß diese von Seiten kommen, die nie den Belastungen des Wechseldienstes ausgesetzt sind. Natürlich kommen dann von diesen Seiten die Hinweise, daß sie eine 70, 80-Stunden-Woche haben. Daß sie aber in einer Einkommensklasse sind, die eine Kompensierung der Folgen dieses Raubbaus ermöglicht, wird wohlweislich verschwiegen. Dem normalen Wechseldienstleistern wird es rein finanziell wohl nicht möglich sein, sich solche "Erholungsphasen" der oberen 10000 zu leisten.

Noch schöner: Man fordert eine Rente mit 68,5, 70, 75 Jahren weil es wirtschaftlich nicht zu vertreten ist, die Leute mit 65 in Rente zu schicken und entläßt die MA mit 55, weil sie nicht mehr produktiv genug sind. Toll!


Gruß

A., der noch 5 Jahre, 347 Tage und den Rest von heute vor sich hat ;)

Karibikfan
17.05.2008, 19:48
Eigentlich würde mich dieses Thema ja überhaupt nicht interessieren, da ich von der Rente noch jahrzehnte entfernt bin (lieber Orf, tu mal net so, als seist Du schon so alt :004: ). Aber auch als junger Mensch macht man sich darüber so seine Gedanken. Klar ist auf jeden Fall, das ich nicht bis 67 zu 100% im Wechseldienst arbeiten kann und will. Das dürfte nur ein geringer Prozentsatz von uns überhaupt gesundheitlich schaffen.
Daher habe ich diverse "Lebensträume" auf Eis gelegt und meine Ersparnisse halbwegs sicher angelegt, um mir einen früheren (Teil-)Ausstieg aus dem Berufsleben leisten zu können. Meine Planung geht derzeit dahin, mit 55 nur noch 75% und mit 60 nur noch 50% zu arbeiten. Diese Variante des "langsamen" Ruhestandes finde ich eh am besten, denn ich kann mir nicht vorstellen, nach Jahrzehnten täglicher Arbeit plötzlich von einem Tag auf den anderen ganz aufzuhören. Da lieber schrittweise. Natürlich hoffe ich auch, das eine bessere Regelung für uns Wechseldienstler gefunden wird. Aber da ich dem Braten nicht traue (ich lebe in Deutschland ^^), habe ich mir eben gesagt, lieber selbst vorzusorgen ...

Oberrheinfahrer
17.05.2008, 19:51
(lieber Orf, tu mal net so, als seist Du schon so alt :004: ).

Vielleicht liegt es ja an der Feuchtigkeitscreme :24:, aber die Differenz von 43 zu 55 beträgt nun mal nach Adam Ries 12 Jahre!!!!!Kann nichts dafür ist aber so.:nicken:

Grüße vom Orf

macmoldis
17.05.2008, 20:17
Hallo zusammen!

Nach längerem -praktisch ergebnislosen- googlen komme ich zur Auffassung: Das Renteneintrittsalter ist nicht im EU-Recht verankert.
Hab auch nichts derartiges gefunden ... und ich denke, wenn es wirklich schon EU-recht wäre, würde es bestimmt ein paar Organisationen geben die dies publik machen, meine damit richtig publik und stimmung machen ...

Was ich gefunden habe, war ein Antrag der DGB-Bundesfrauenkonferenz 2001 an den DGB

was daraus geworden ist? ... keine Ahnung



Rente ab dem 55. Lebensjahr bei Schicht- und Wechseldienst

Die Bundesfrauenkonferenz möge wie folgt beschließen:

Wir fordern den DGB auf, mit den entsprechenden
politischen Gremien eine gesetzliche Regelung zu
vereinbaren, wonach das Rentenalter für Beschäftigte
mit langjährigem Schicht- und Wechseldienst auf 55
Jahre herabgesetzt wird.

Begründung:
Laut wissenschaftlicher Studien sind Beschäftigte in
langjährigem Schicht- und Wechseldienst besonders
körperlich belastet. Dem sollte durch die
Herabsetzung des gesetzlichen Rentenalters
Rechnung getragen werden.
Wie z.B. bei der Polizei, der Post AG und der
Deutschen Bahn AG sind lange und ungünstige
Arbeitszeiten bereits die Regel. Viele Beschäftigte
werden in ihrer physischen und psychischen
Leistungsfähigkeit überfordert. Die Intensität der
Arbeit nimmt zu, für eine wirkliche Regeneration
reichen - vor allem mit zunehmendem Alter - der
Feierabend und das Wochenende kaum noch aus.
Besonders betroffen sind in diesem Fall die im
Schicht- und Wechseldienst Beschäftigten. Was in
jüngeren Jahren noch der Reiz des Materiellen
ausmacht, wird mit zunehmendem Alter ein
gesundheitliches Problem

Matthias
17.05.2008, 23:59
In vielen Bf. werden wieder verstärkt Einstiegshilfen angeboten ...für wen? Na für TF' s !!!
Aber Spass beiseite: Die Altersstruktur offenbart Lücken zwischen Berufsanfängern und den derzeit jüngsten MA von rd. 20 !!!!!!! Jahren.(Berufserfahrung) Unvorstellbar, aber wahr. Bin ja selber einer der Jungen...
Und zum Thema Rente: Leider hat vor kurzem bei uns ein Kollege mit 60 seine letzte A 3 gemacht........ Und wurde bis heute NICHT einmal vom Regionalleiter oder sonst wem im schwarz umrandeten Brief gewürdigt. Wir sind dem Unternehmen scheiß egal, sobald der Deckel zu ist. Menschlich zeugt das nur von Verachtung den MA gegenüber. Macht euch darüber mal so eure Gedanken.

BR_480
18.05.2008, 00:12
Am besten hier nachfragen: http://www.abgeordnetenwatch.de
Das ist öffentlich, dadurch werden sie euch eher antworten.

Wer sich nicht traut, seinen echten Namen zu nennen, kann sich ja einen ausdenken...

____________

http://www.robinwood.de/german/verkehr/deinebahn-200.jpg (http://www.privatisierungswatch.de)

Prekarier
18.05.2008, 04:58
Vor vielen, vielen Jahren, da lebte tief im grünen Tann’ ein kleines Eisenbahnerlein.
Das Eisenbahnerlein war nicht mehr der der Jüngste, lebte aber mit seiner Frau und seinen beiden Kindern quietschvergnügt in seinem Lebkuchenhaus. Tagein, Tagaus schaufelte das Eisenbahnerlein die Kohle auf der Lok, damit die Bewohner des Märchenwaldes immer pünktlich zu ihren Zielen kamen. Seine Frau knipste derweil die Fahrkarten mit einer güldenen Zange. Viele Jahre gingen ins Land und sie hatten nie Anlass zur Klage. Doch irgendwann starb der alte, weise König.
Der neue König und seine Königin, die immer gern bunte Schals trug, wollten alle Reichtümer des Landes für sich. Er beschloss, das alle Bewohner des Märchenwaldes mehr Abgaben leisten sollen. Alles wurde teurer gemacht, aber die Goldstücke, die das Eisenbahnerlein verdiente, wurden immer kleiner. Dann waren es nur noch Silberstücke. Dann nur noch Kupferstücke. Zum Schluss wurden das fleißige Eisenbahnerlein und seine Frau nur noch mit alten Ostmark aus Alu bezahlt, die man vergessen hatte einzuschmelzen. Aber im Laden von Frau Waas wollte man die olle Ostmark nicht. Ein Zipfel Wurst und ein Stück Käse konnten sich die beiden nur noch mit ihrem gemeinsamen Lohn leisten. Auch die Kerzen fürs Licht waren kaum noch bezahlbar. Früher ritt das Eisenbahnerlein auf seinem Einhorn zur Arbeit, aber weil es sich den Hafer nicht mehr leisten konnte, wurde das arme Viech geschlachtet. Doch irgendwann ging auch die Einhornsalami zur Neige und der Hunger war wieder da. Zudem musste das Eisenbahnerlein zu Fuß zur Arbeit. Das Lebkuchenhaus sah auch immer schäbiger aus. Wenn einer der Ziegel fehlte konnte kein passender Ziegel mehr gekauft werden. Statt dessen wurden die Löcher notdürftig mit Asbestplatten vom Palast der Republik gestopft. Irgendwann ging die güldene Zange der Eisenbahnerfrau auch noch kaputt, weil sie so selten benutzt wurde. Keiner im Märchenwald konnte sich den Zug noch leisten. Nur noch die Ausländer aus dem Heuschreckenland traf man vereinzelt an. Deren Fahrkarten lochte die Eisenbahnerfrau dann mit ihrem letzten verbliebenen Kuchenzahn, weil sie sich auch den Zahnarzt nicht mehr leisten konnten. Eines Tages war die Not so groß, das die Eltern beschlossen, ihre Kinder in den Wald zu führen und sich dann aus dem Staub zu machen. Die Kinder konnten sie auch nicht austricksen, denn sie hatten keine Brotkrumen, die sie hätten ausstreuen können, um den Weg zurück zu finden. Aber weil sie als Eisenbahner nun mal Ehre im Leib hatten, brachten sie es doch nicht über Herz. Als sie nicht mehr ein noch aus wussten, beschloss das Eisenbahnerlein den großen Zauberer um Rat zu fragen.
Der war ein cleverer Typ und wusste, wie man sein Fähnlein in den Wind dreht. “Tja, sagte der Zauberer, ihr müsst das Wämslein enger schnallen und euch auch mal mit Wasser zufrieden geben. Außerdem müsst ihr mehr arbeiten, dann kriegt ihr auch mehr Aluchips. Ihr könnt doch mal den Zug neu streichen. Oder auf dem Bahnhof Unkraut jäten. Oder Du fährst den Zug und kontrollierst vorher die Fahrkarten. Und deine Frau bleibt zu Hause und kann sich schön um die Kinder kümmern.
Das was ihr zu zweit macht, kann doch einer auch allein.” Erschöpft von der langen Rede trank der Zauberer erst mal ein Glas Champagner und aß einen Löffel Kaviar dazu. Sein Ohrring blitzte in der Sonne. Irgendwie half das dem kleinen Eisenbahnerlein aber auch nicht weiter. Betrübt ging er wieder nach Haus und überlegte was man tun könnte. In der Nacht hatte er die entscheidende Idee. Wenn sich alles Eisenbahnerlein zusammen tun, also auch die von den grünen und den roten und den blauen Lokomotiven, dann sind wir viel stärker als der König. Eigentlich mochten die blauen die grünen Eisenbahnerlein nicht. Und die roten kamen mit den blauen nicht klar. Auch die grünen hatten mit den roten ihre Probleme. Aber weil die Not so groß war, vergaßen sie ihre alten Zwistigkeiten und zogen an einem Strang. So ging ein gewaltiger Ruck durch Land und alle schlossen sich an. Sogar die böse Stiefmutter, der alte Jäger Schnitzel und Rosenrot Twins waren dabei. Der gierige König und die Königin wurden verjagt und lebten vom Verkauf der alten Schals. Den Zauberer wollte auch keiner mehr haben, er ging freiwillig ins Heuschreckenland und gründete dort die Selbsthilfegruppe der anonymen Wendehälse. Das Eisenbahnerlein bekam endlich wieder richtige Goldstücke und fuhr die Bewohner des Märchenwaldes wieder quietschvergnügt durch Land.
Die güldene Zange seiner Frau wurde repariert und sie bekam endlich ein Gebiss und Corega Tabs bis ans Ende ihrer Tage. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fahren sie noch heute…

Layare
18.05.2008, 08:34
@ Prekarier

Wer mich um die Uhrzeit schon zum Lächeln bringt hat ein großes Lob verdient :004:

sven0403
18.05.2008, 10:26
@Prekarier

Diese schöne Geschichte nenne ich mal weitsichtig und vorrausschauend geschrieben. Danke.
Sollte Hansen Ernst machen hast du wenigstens keine Arbeitsplatzsorgen :003: mach einfach den Schriftsteller, das Zeug dazu hättest du.

Gruß Sven

ALK
18.05.2008, 10:54
Nur mal so am Rande gefragt, wer soll den die Renten der Wechseldienstler bezahlen? Das sind ja nicht nur die Tf sondern da gibt es nicht nur bei der Bahn ein paar mehr. Wie schauts dann aus mit den Leuten aufem Bau die mit schöner regelmäßigkeit so ab 40 ihre Bandscheibenvorfälle haben? Wie schauts aus mit den ganzen Kraftfahrern? Wie mit den Altenpflegern und Krankenschwestern etc?
Ihr werdet kaum eine Gruppe von Arbeitnehmern finden die dann nicht auch mit 55 in Rente wollen weil se nicht weniger bzw teilweise sogar geschundenere Körper haben.

In meinen Augen sind das alles nicht finanzierbare und vor allem egoistische Hirngespinste.

balu
18.05.2008, 11:07
ich habe gehört: Normale Schichtarbeit fällt nicht darunter,würde also nur Leute betreffen die unregelmäßigen Schichtdienst leisten..z.B.Fahrpersonal(Tf,Zub,Gastro)

sven0403
18.05.2008, 11:43
Nur mal so am Rande gefragt, wer soll den die Renten der Wechseldienstler bezahlen? Das sind ja nicht nur die Tf sondern da gibt es nicht nur bei der Bahn ein paar mehr. Wie schauts dann aus mit den Leuten aufem Bau die mit schöner regelmäßigkeit so ab 40 ihre Bandscheibenvorfälle haben? Wie schauts aus mit den ganzen Kraftfahrern? Wie mit den Altenpflegern und Krankenschwestern etc?
Ihr werdet kaum eine Gruppe von Arbeitnehmern finden die dann nicht auch mit 55 in Rente wollen weil se nicht weniger bzw teilweise sogar geschundenere Körper haben.

In meinen Augen sind das alles nicht finanzierbare und vor allem egoistische Hirngespinste.

Oh der Alk holt heute wieder mal zum großen Rundumschlag aus !

Wir leben im Kapitalismus, dort ist der Egoismus Lebenszweck, also lass uns doch bitte unsere egoistischen Hirngespinste und arbeite fleißig bis das der Tod dich von deiner Lok holt (vielleicht auch schon bevor du 67 Jahre alt geworden bist, wer weiß das schon).:003::003:
Jedem sein persönliches Himmelreich !
..... Bis endlich liegst du auf der Bahre und hinter dir da grinst der Tod: Kaputt gerackert ,du Idiot !


Gruß Sven

Oberrheinfahrer
18.05.2008, 12:07
@ Prekarier

Manchmal werden Märchen ja wahr! Danke Dir für die nette Geschichte!

Grüße vom Orf

ALK
18.05.2008, 12:31
Wir leben im Kapitalismus, dort ist der Egoismus Lebenszweck, also lass uns doch bitte unsere egoistischen Hirngespinste und arbeite fleißig bis das der Tod dich von deiner Lok holt (vielleicht auch schon bevor du 67 Jahre alt geworden bist, wer weiß das schon).

Noch lebe ich in einer Sozialen Marktwirtschaft. Und Menschen wie du Sorgen mit Ihrem Egoismus das es so almählich zu einer reinen Kapitalistischen Marktwirtschaft wird.
Warum wird hier ein Hansen verurteilt wo er doch nur deine Grundsätze voll auslebt?


du Idiot !

Mag sein das ich ein Idiot bin, aber lieber ein Idiot als ein Wendehals und Verräter, deine Eltern werden deinen Dank zu schätzen wissen!

189 042
18.05.2008, 12:45
Genaue Infos habe ich auch nicht, aber, ich denke, genau das sollte man UMSETZTEN. Stellen wir uns vor , viele unserer Kollegen, die von Beginn an bei der DB oder DR das Eisenbahnerhandwerk lernten, haben rund 35 Jahre Wechseldienst hinter sich. 35 Jahre, nachts , tags, feiertags, usw. arbeiten. Ich meine das reicht. Zumal ja , auch in diesem Alter, und ich glaube da stimmen einige zu, der Faktor Bahnarzt beginnt eine etwas größere Rolle zu spielen, als in jüngeren Jahren. Was wäre wenn- der sagt mit 55 - ja Kollege- leider nicht mehr tauglich für den Dienst in / am Gleisbreich und auf Tfz? Meine ehrliche Meinung ist- ich bin mit 55 bestimmt "verbraucht" durch den ständigen Wechseldienst über 30 Jahre..da wäre es nur gut , wenn dieses EU Recht für ALLE Eisenbahner angewendet wird, natürlich, mit der Massgabe, wer freiwillig noch paar Jahre dranhängen will, tauglich ist, und sich fit fühlt, dies gern tun zu dürfen.

sven0403
18.05.2008, 12:53
Früher gab es mal so eine Verlautbarung unregelmäßiger Schichtdienst kostet jeden ca. 10 Lebensjahre !!!

Ich möchte jedenfalls nicht mit 66 Jahren auf der Lok sitzen müssen und als wandelnde Zeitbombe (wann kommt der Herzkasper?) durch die Lande rasen.

Alles andere sind doch ganz andere Überlegungen des Gesetzgebers, so wenige Versicherte wie möglich das endgültige Versicherungsalter erreichen zu lassen.
Es ist doch viel besser die Beschäftigten mit den entsprechenden Abzügen früh zu verrenten.

Gruß Sven

balu
18.05.2008, 12:56
..da wäre es nur gut , wenn dieses EU Recht für ALLE Eisenbahner angewendet wird, natürlich, mit der Massgabe, wer freiwillig noch paar Jahre dranhängen will, tauglich ist, und sich fit fühlt, dies gern tun zu dürfen.[/QUOTE]

das denke ich auch,wer eher zuhause bleiben will,sollte die Möglichkeit haben dies zu tun ob Rente,Vorruhestand oder Altersteilzeit..wer halt der Meinung ist länger zu arbeiten sollte dies dann auch tun.
Rente mit 55,da könnte man ja glatt seine Rente bei der Bahn aufbessern:004:

Oberrheinfahrer
18.05.2008, 12:57
Ich bin bei Rente mit 55 dabei!!!!!!Glaubt es mir!!!

Grüße vom Orf

balu
18.05.2008, 12:58
Ich bin bei Rente mit 55 dabei!!!!!!Glaubt es mir!!!

Grüße vom Orf

dann die Rente aufbessern bei der Bahn????

Oberrheinfahrer
18.05.2008, 12:59
dann die Rente aufbessern bei der Bahn????

Nicht bei der Bahn (DB AG):003:

Gruß Orf

sven0403
18.05.2008, 13:03
Es steht dann ja auch die Frage zu Debatte ob ich mir die Rente mit 55 überhaupt leisten könnte. Zu welchen Bedingungen das stattfinden soll weiß ja auch niemand.
Persönlich kann ich mich mit dem Gedanken sehr gut anfreunden. Langeweile hätte ich ganz bestimmt nicht.
Und warum nicht noch 60 Std dazuverdienen wenn ich mich fit genug fühlen sollte.
Bis dahin gehen noch 12 Jahre ins Land, wer weiß was bis dahin noch alles so kommt.........

Gruß Sven


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Du kennst die Blumen nicht, die duften.
Du kannst nur arbeiten und schuften.
So gehn sie hin, die schoenen Jahre
und endlich liegst Du auf der Bahre,
und links von Dir, da grinst der Tod,
kaputt gerackert, Du Idiot.


Dieser Sinnspruch ist für den @Alk damit er nicht wirklich denken muss, ich hätte ihn persönlich als Idiot bezeichnet.

MfG Sven

Oberrheinfahrer
18.05.2008, 13:12
Es steht dann ja auch die Frage zu Debatte ob ich mir die Rente mit 55 überhaupt leisten könnte. Zu welchen Bedingungen das stattfinden soll weiß ja auch niemand.



Das ist der Knackpunkt!!! Ich bin aber der Meinung wenn man mit 55 Jahren knapp 40 Jahre in die Sozialversicherungssysteme eingezahlt hat, ist es doch mehr als gerechtfertigt ohne Abzüge in Rente gehen zu dürfen! Aber leider sitze ich nicht in irgend einem Parlament wo man schon nach 8 Jahren ausgesorgt hat!
Zum Frühstücksdirektor wird es auch nicht reichen da zu wenig in den :lmaa: geguckt!!!

Grüße vom Orf

Altersstarrsinn
18.05.2008, 14:16
Genaue Infos habe ich auch nicht, aber, ich denke, genau das sollte man UMSETZTEN. Stellen wir uns vor , viele unserer Kollegen, die von Beginn an bei der DB oder DR das Eisenbahnerhandwerk lernten, haben rund 35 Jahre Wechseldienst hinter sich. 35 Jahre, nachts , tags, feiertags, usw. arbeiten. Ich meine das reicht. Zumal ja , auch in diesem Alter, und ich glaube da stimmen einige zu, der Faktor Bahnarzt beginnt eine etwas größere Rolle zu spielen, als in jüngeren Jahren. Was wäre wenn- der sagt mit 55 - ja Kollege- leider nicht mehr tauglich für den Dienst in / am Gleisbreich und auf Tfz? Meine ehrliche Meinung ist- ich bin mit 55 bestimmt "verbraucht" durch den ständigen Wechseldienst über 30 Jahre..da wäre es nur gut , wenn dieses EU Recht für ALLE Eisenbahner angewendet wird, natürlich, mit der Massgabe, wer freiwillig noch paar Jahre dranhängen will, tauglich ist, und sich fit fühlt, dies gern tun zu dürfen.

Hallo Leute!

Absolut richtig.

Da hier -mit Recht- die Probleme der Tf/ZuB in der Hauptsache behandelt werden, möchte ich einmal eine Lanze für den Ortsdienst brechen.

Aus meiner Warte: 42 Dienstjahre, davon 38 Jahre im Wechseldienst, wenn ich die Zeit zwischen Jungwerker und BW nicht mitzähle. 1,5 Jahre Fahrdienst, danach 2 Jahre Schrankenwärter (man sollte ja alles, was man in der BAss-Vollausbildung gelernt hatte, vergessen), dann Fdl von Winzbahnhöfen bis zur jetzigen Fernsteuerzentrale. Ob das jetzt ein regelmäßiger Wechsedienst ist? Da kann man geteilter Meinung sein. Ab Montag: 1 Tag Spät, 2 Tage Früh, 1 Ruhetag, 3 Nachtschichten, 5. Wochenende im Dienst.

Wie ich schon weiter oben schrieb, Wechseldienst bleibt nicht in den Klamotten hängen. Im Frühdienst kommt man schlecht aus den Federn, nach dem Spätdienst schlecht ins Bett. Kurze Wechsel sind tödlich. In den Nachdiensten wird man mit Bauarbeiten maltretiert. Keine Nachtschicht verlief in den letzten Monaten "normal". Morgens kippt man ins Bett, kommt am späten Mittag schlecht wieder hoch. Das Gefühl: Gerädert. Im Sommer knattern ab 8:00 Uhr die Rasenmäher, im Herbst jaulen die Laubsauger.
Nachtdienste werden nur noch von den Wochenend-Schichten übertroffen. Samstag spät, Abweichungen beachten! Ab den späten Nachmittag den Zugmelder ersetzen, Durchsagen auf zwei Bahnhöfen und sechs Haltepunkten machen, keinen Zug dabei vergessen. Und Abweichungen beachten! 20:00 Uhr Feierabend, vor 23:00 Uhr liegt man auch nicht im Bett. 04:30 Uhr klingelt der Wecker. Bis dahin wird man nur drei, vier mal durch aufjaulende Motoren, klappenden Türen, besoffenes Gegröle und Gelächter hochgerissen. 05:30 Uhr Dienstbeginn. Die ersten 2,5 Stunden alleine. Sonntagsabweichungen beachten! Ab und zu werden noch schnell Baustellen beendet, Fahrleitungen eingeschaltet, Gleissperrungen aufgehoben, BÜP vertröstet, daß der letzte Kontrollzug innerhalb der nächsten 30 Minuten kommt, Anrufschranken geöffnet, um den letzten "Spätheimkehrer" auch diesen Wunsch zu erfüllen.
Aufatmen, wenn der Fdl-Helfer um 08:00 Uhr auf der Matte steht. Noch größeres Aufatmen, wenn der Zugmelder Mittags auftaucht. Um 13:00 Uhr hat man eine Frühschicht rum und noch 4,5 Stunden vor sich. Um 14:00 Uhr ist man körperlich und geistig fertig. Das Gefühl, in einem 12x4 Meter großen Käfig eingesperrt zu sein, wird langsam aber sicher übermächtig. Körperliche Bewegung kann man sich machen, wenn man um die Stelltafel tigert. Helfen tut das auch nicht. Der Kaffee schmeckt nicht mehr, essen kann man auch nichts, es schmeckt nicht.
Nach Feierabend dann Bewegung verschaffen, Frischluft tanken! Man ist kaputt, kann aber trotzdem vor 23:00, 24:00 Uhr nicht einschlafen. Der nächste Ruhetag wird zum Sonntag erklärt, schwört man sich feierlich. Manchmal klappt es, meistens nicht; irgendetwas kommt bestimmt dazwischen. Wechseldienst ist was tolles!

Um zum Thema zurück zu komen: Unsere Elite, unsere Führungskräfte, die in staatstragenden Reden sollen erst mal 30, 35 Jahre im Wechseldienst gearbeitet haben, bevor sie die Rente mit 67, 68,5 oder mehr fordern.


Gruß

A.

CargoTorte
18.05.2008, 14:18
Ich warte eigentlich auf die 35er Regelung! :004:

Altersstarrsinn
18.05.2008, 14:26
Ich bin bei Rente mit 55 dabei!!!!!!Glaubt es mir!!!

Grüße vom Orf

Ich habe es versucht, mit 55 in Rente zu gehen (bin Beamter :009:). "Man" war der Ansicht, daß "man" auf meine Dienste nicht verzichten kann. Abgelehnt!

Na gut, jetzt habe ich mir geschworen, bis zur letzten Zuckung dabei zu bleiben. 65 Jahre + 3 Monate (vielen Dank, Herr Bundes-Innenminister!). Bekomme dann sogar noch meine 50 Dienstjahre voll.

Planung: Resturlaub, Überstunden werden komplett im Januar/Februar des Jahres des Renteneintritts genommen, Ehrungen mit Hinweis auf die 3 Monate Zwangsverlängerung abgelehnt. Am letzten Tag (30. April) höchstens ein Spätdienst gezogen. Und Schluß!

Naja, könnte ja am 01. Mai Frühdienst auf 400-EUR-Basis ziehen.... :003:


Gruß

A.

BR_480
18.05.2008, 14:47
Wie ist das denn derzeit? Gibt es 62-jährige Lokführer? Kennt ihr Kollegen?

____________

http://www.robinwood.de/german/verkehr/deinebahn-200.jpg (http://www.privatisierungswatch.de)

CargoTorte
18.05.2008, 14:52
Wie ist das denn derzeit? Gibt es 62-jährige Lokführer? Kennt ihr Kollegen?


Die gibt es durchaus, und die sind gar nicht so selten! Manche sind fit, manche mehr zu Hause als auf der Arbeit....wie das halt so ist in dem Alter mit diesen Dienstzeiten!

Webasto
18.05.2008, 15:25
Ich kenne sogar einige Rentner die neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Dampflokführer noch bei einem privaten EVU auf "400€-Basis" als Lokführer arbeiten ...

Ike59
18.05.2008, 16:09
daß unsereiner als rentner vielleicht mal auf 400€ basis arbeiten könnte wird man vermittels (un) gesundheitsreform sicher zu verhindern wissen...
wenn ich dann den abgeordneten des heimischen wahlkreises - der hat in seinem leben meines wissens noch niemals richtig arbeiten müssen - schwadronieren höre, blende ich lieber alles nachdenken zu diesem thema aus und setze mich statt dessen lieber mit ner flasche bier in den garten...
diese spezies bekommt man auch nicht weggewählt weil diejenigen die das könnten garnicht erst zur wahl gehen.

diese art politiker wissen doch überhaupt nicht wovon hier überhaupt geredet wird. die mir bekannten waren lehrer oder als junge leute schon kofferträger von höhergestellten politikern die entsprechend protegiert in ihre jetzigen positionen gerutscht sind oder geschoben wurden. wenn wir hier von der belastung durch schichtarbeit reden versteht doch keiner von denen was das bedeutet.
von solchen leuten vernünftigen umgang mit dem "humankapital" zu erwarten ist schon ziemlich illusorisch!

wer sollte denn solche gesetze forcieren? die farbe für den druck entsprechender schriften kann man sich beruhigt sparen - außer blabla kommt dabei nix raus. irgendwann knallt es mal und dann ordnet sich alles mögliche neu - vielleicht auch das renteneintrittsalter und die damit verbundene sinnvolle neuverteilung des bruttosozialproduktes.

bis dahin wird man sich in berlin und brüssel schon erfolgreich verschanzen und hinter zahlen verstecken.

Traindriver
18.05.2008, 16:12
Früher gab es mal so eine Verlautbarung unregelmäßiger Schichtdienst kostet jeden ca. 10 Lebensjahre !!!

Ich möchte jedenfalls nicht mit 66 Jahren auf der Lok sitzen müssen und als wandelnde Zeitbombe (wann kommt der Herzkasper?) durch die Lande rasen.

Alles andere sind doch ganz andere Überlegungen des Gesetzgebers, so wenige Versicherte wie möglich das endgültige Versicherungsalter erreichen zu lassen.
Es ist doch viel besser die Beschäftigten mit den entsprechenden Abzügen früh zu verrenten.

Gruß Sven

Mit ziemlicher Sicherheit wirst Du nicht mit 66 mehr auf einer Lok sitzen und planmäßig fahren!!
Warum?
Entweder Du bist bereits Tod, weil die Schichtarbeit Deinen Lebenszeit entscheidend verkürzt hat oder Du krank geworden bist und damit nicht mehr fahrtauglich oder die 55er Rente kommt durch!!!:001:


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Ich kenne sogar einige Rentner die neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Dampflokführer noch bei einem privaten EVU auf "400€-Basis" als Lokführer arbeiten ...

Da kenne ich auch einen und Er ist damit zufrieden.
Allerdings war Er in seinem vorherigen Arbeitsleben nicht lange im unregelmäßigen Wechseldienst!!:003:


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Die gibt es durchaus, und die sind gar nicht so selten! Manche sind fit, manche mehr zu Hause als auf der Arbeit....wie das halt so ist in dem Alter mit diesen Dienstzeiten!

Stimmt, kenne ich auch solche Kollegen.

Allerdings muß man berücksichtigen, daß früher(ich meine bis ca. 1994) unser Beruf mehr Anerkennung fand und nicht so "produktiv" war wie heute.
Ich glaube Insider wissen genau was ich meine.:003:
Der Streß heute ist ein Vielfaches und das hält KEINER 45 oder mehr Arbeitsjahre ohne gesundheitliche Schäden durch!:017:


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Das ist der Knackpunkt!!! Ich bin aber der Meinung wenn man mit 55 Jahren knapp 40 Jahre in die Sozialversicherungssysteme eingezahlt hat, ist es doch mehr als gerechtfertigt ohne Abzüge in Rente gehen zu dürfen! Aber leider sitze ich nicht in irgend einem Parlament wo man schon nach 8 Jahren ausgesorgt hat!
Zum Frühstücksdirektor wird es auch nicht reichen da zu wenig in den :lmaa: geguckt!!!

Grüße vom Orf

Gut gesagt.

Aber in einem bist Du im Irrtum.
Im Bundestag ist seit der letzten Diätenerhöhung die Altersvorsorge bereits nach 1 Jahr Bundestagsmandat abgesichert.:005:


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Nur mal so am Rande gefragt, wer soll den die Renten der Wechseldienstler bezahlen? Das sind ja nicht nur die Tf sondern da gibt es nicht nur bei der Bahn ein paar mehr. Wie schauts dann aus mit den Leuten aufem Bau die mit schöner regelmäßigkeit so ab 40 ihre Bandscheibenvorfälle haben? Wie schauts aus mit den ganzen Kraftfahrern? Wie mit den Altenpflegern und Krankenschwestern etc?
Ihr werdet kaum eine Gruppe von Arbeitnehmern finden die dann nicht auch mit 55 in Rente wollen weil se nicht weniger bzw teilweise sogar geschundenere Körper haben.

In meinen Augen sind das alles nicht finanzierbare und vor allem egoistische Hirngespinste.

Wann geht ein Bundeswehroffizier oder ein Bergmann in Rente und wer bezahlt das???
Es ist ja nun wirklich nicht so, daß ALLE Leute in Deutschland bis 67 arbeiten müssen. Die Ausnahmen werden jetzt auch schon von allen Beitragszahlern und über den Ausgleich von ALLEN STEUERZAHLERN finanziert.Also viele zahlen sogar doppelt- Rentenbeiträge und Steuern!!!

Karibikfan
18.05.2008, 18:44
Da fällt mir das Beispiel von 2 Freilassinger Kollegen ein, das sehr gut zeigt, wie unterschiedlich manche Leute mit dem Thema Ruhestand bzw Rente umgehen und darüber denken.

Die Ausgangssituation vor ein paar Jahren war: Beide ungefähr gleich alt, beide vom Dienstalter her gleich, beide Beamte.
Dann kam die Möglichkeit, in Vorruhestand zu gehen. Zu dem Zeitpunkt waren beide noch U60, also ein Alter, wovon wir heute nur mehr träumen können.

Der erste Kollege nahm die Chance wahr und ging in Ruhestand. Doch nach einiger Zeit sah man ihn plötzlich als Prüfdienst auf der Ruhpoldinger Strecke. Ob ihm langweilig daheim wurde oder was sonst seine Gründe waren weiss ich nur gerüchtehalber.

Der zweite Kollege nahm die Chance nicht an, da er noch soviel Spass und Interesse an der Arbeit hatte, das er sich auf keinen Fall zur Ruhe setzen wollte. Er fährt heute noch, ärgert sich aber mittlerweile auch darüber, die Chance damals nicht genutzt zu haben. Denn jetzt hat er bis 65 wahrscheinlich keine Chance mehr, ohne Abzüge zu gehen.

Das nur mal als kleines Praxisbeispiel, wie unterschiedlich es manchmal zugehen kann ...

1116er
20.05.2008, 21:59
schön wäre es durchaus!

sven0403
20.05.2008, 22:39
Mit ziemlicher Sicherheit wirst Du nicht mit 66 mehr auf einer Lok sitzen und planmäßig fahren!!
Warum?
Entweder Du bist bereits Tod, weil die Schichtarbeit Deinen Lebenszeit entscheidend verkürzt hat oder Du krank geworden bist und damit nicht mehr fahrtauglich oder die 55er Rente kommt durch!!!:001:


Na das sind ja feine Aussichten :002::002::010::010::20::20::20::20:

Gruß Sven

189 042
21.05.2008, 11:20
Hallo Leute!

Absolut richtig.

Da hier -mit Recht- die Probleme der Tf/ZuB in der Hauptsache behandelt werden, möchte ich einmal eine Lanze für den Ortsdienst brechen.

Aus meiner Warte: 42 Dienstjahre, davon 38 Jahre im Wechseldienst, wenn ich die Zeit zwischen Jungwerker und BW nicht mitzähle. 1,5 Jahre Fahrdienst, danach 2 Jahre Schrankenwärter (man sollte ja alles, was man in der BAss-Vollausbildung gelernt hatte, vergessen), dann Fdl von Winzbahnhöfen bis zur jetzigen Fernsteuerzentrale. Ob das jetzt ein regelmäßiger Wechsedienst ist? Da kann man geteilter Meinung sein. Ab Montag: 1 Tag Spät, 2 Tage Früh, 1 Ruhetag, 3 Nachtschichten, 5. Wochenende im Dienst.

Wie ich schon weiter oben schrieb, Wechseldienst bleibt nicht in den Klamotten hängen. Im Frühdienst kommt man schlecht aus den Federn, nach dem Spätdienst schlecht ins Bett. Kurze Wechsel sind tödlich. In den Nachdiensten wird man mit Bauarbeiten maltretiert. Keine Nachtschicht verlief in den letzten Monaten "normal". Morgens kippt man ins Bett, kommt am späten Mittag schlecht wieder hoch. Das Gefühl: Gerädert. Im Sommer knattern ab 8:00 Uhr die Rasenmäher, im Herbst jaulen die Laubsauger.
Nachtdienste werden nur noch von den Wochenend-Schichten übertroffen. Samstag spät, Abweichungen beachten! Ab den späten Nachmittag den Zugmelder ersetzen, Durchsagen auf zwei Bahnhöfen und sechs Haltepunkten machen, keinen Zug dabei vergessen. Und Abweichungen beachten! 20:00 Uhr Feierabend, vor 23:00 Uhr liegt man auch nicht im Bett. 04:30 Uhr klingelt der Wecker. Bis dahin wird man nur drei, vier mal durch aufjaulende Motoren, klappenden Türen, besoffenes Gegröle und Gelächter hochgerissen. 05:30 Uhr Dienstbeginn. Die ersten 2,5 Stunden alleine. Sonntagsabweichungen beachten! Ab und zu werden noch schnell Baustellen beendet, Fahrleitungen eingeschaltet, Gleissperrungen aufgehoben, BÜP vertröstet, daß der letzte Kontrollzug innerhalb der nächsten 30 Minuten kommt, Anrufschranken geöffnet, um den letzten "Spätheimkehrer" auch diesen Wunsch zu erfüllen.
Aufatmen, wenn der Fdl-Helfer um 08:00 Uhr auf der Matte steht. Noch größeres Aufatmen, wenn der Zugmelder Mittags auftaucht. Um 13:00 Uhr hat man eine Frühschicht rum und noch 4,5 Stunden vor sich. Um 14:00 Uhr ist man körperlich und geistig fertig. Das Gefühl, in einem 12x4 Meter großen Käfig eingesperrt zu sein, wird langsam aber sicher übermächtig. Körperliche Bewegung kann man sich machen, wenn man um die Stelltafel tigert. Helfen tut das auch nicht. Der Kaffee schmeckt nicht mehr, essen kann man auch nichts, es schmeckt nicht.
Nach Feierabend dann Bewegung verschaffen, Frischluft tanken! Man ist kaputt, kann aber trotzdem vor 23:00, 24:00 Uhr nicht einschlafen. Der nächste Ruhetag wird zum Sonntag erklärt, schwört man sich feierlich. Manchmal klappt es, meistens nicht; irgendetwas kommt bestimmt dazwischen. Wechseldienst ist was tolles!

Um zum Thema zurück zu komen: Unsere Elite, unsere Führungskräfte, die in staatstragenden Reden sollen erst mal 30, 35 Jahre im Wechseldienst gearbeitet haben, bevor sie die Rente mit 67, 68,5 oder mehr fordern.


Gruß

A. ..ja, völlig richtig! deshalb für ALLE Eisenbahner Ruhestand mit 55,welche im WECHSELDIENST tätig waren / sind

Traindriver
21.05.2008, 12:51
Na das sind ja feine Aussichten :002::002::010::010::20::20::20::20:

Gruß Sven

Stimmt, diese Aussichten gefallen mir auch ganz und gar nicht!!:003::13:

Knallkopf
23.05.2008, 20:01
Nur mal so am Rande gefragt, wer soll den die Renten der Wechseldienstler bezahlen? Das sind ja nicht nur die Tf sondern da gibt es nicht nur bei der Bahn ein paar mehr. Wie schauts dann aus mit den Leuten aufem Bau die mit schöner regelmäßigkeit so ab 40 ihre Bandscheibenvorfälle haben? Wie schauts aus mit den ganzen Kraftfahrern? Wie mit den Altenpflegern und Krankenschwestern etc?
Ihr werdet kaum eine Gruppe von Arbeitnehmern finden die dann nicht auch mit 55 in Rente wollen weil se nicht weniger bzw teilweise sogar geschundenere Körper haben.

In meinen Augen sind das alles nicht finanzierbare und vor allem egoistische Hirngespinste.


Deshalb müßte ein Spruch der Vereinigeten Schichtarbeitergewerkschaften in Deutschland heißen :
`Schichtarbeiter aller Berufe vereinigt euch ! `

frei nach Karl M. ( aber nicht der aus Radebeul ) :003:

Traindriver
29.05.2008, 11:23
BITTE UM MITHILFE!!!!!!
Ich habe von der GDL und auch von dem Büro Horst Friedrich(MdB) Antworten bekommen mit dem Inhalt, daß diese Regelung nicht bekannt ist, aber in Brüssel nachgefragt wird.

Ich bitte Euch deswegen um Mithilfe:

Wer Zeitungsartikel oder im Internet Hinweise auf diese 55er Regelung für Wechseldienstleistende findet, maile mir diese per PN usw.

Es muß doch zu machen sein, daß wir in unserem eigenen Interesse diese EU-Regelung auch in Deutschland bekannt machen und auf Umsetzung drängen!!:005:

DB Racingteam
29.05.2008, 11:37
BITTE UM MITHILFE!!!!!!
Ich habe von der GDL und auch von dem Büro Horst Friedrich(MdB) Antworten bekommen mit dem Inhalt, daß diese Regelung nicht bekannt ist, aber in Brüssel nachgefragt wird.

Ich bitte Euch deswegen um Mithilfe:

Wer Zeitungsartikel oder im Internet Hinweise auf diese 55er Regelung für Wechseldienstleistende findet, maile mir diese per PN usw.

Es muß doch zu machen sein, daß wir in unserem eigenen Interesse diese EU-Regelung auch in Deutschland bekannt machen und auf Umsetzung drängen!!:005:

Hallo zusammen,

ja die GDL befasst sich mit diesem Thema - freut mich!!! :001:

Hab mal gegooglet und DAS (http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389--f107832.html#frage107832) gefunden... :15: ...ich sag nur, wir sind nicht allein!
Ist die oberste Frage, Antwort gab es zwar nicht, habe mich aber auf die Liste der zu benachrichtigenden Personen gesetzt... :003: ...bin mal gespannt.

Traindriver
29.05.2008, 11:45
Hallo zusammen,

ja die GDL befasst sich mit diesem Thema - freut mich!!! :001:

Hab mal gegooglet und DAS (http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389--f107832.html#frage107832) gefunden... :15: ...ich sag nur, wir sind nicht allein!
Ist die oberste Frage, Antwort gab es zwar nicht, habe mich aber auf die Liste der zu benachrichtigenden Personen gesetzt... :003: ...bin mal gespannt.

Genau, das ist mit das einzigste was ich auch dazu gefunden habe.
Einer von den 6 Interessierten, die auf Antwort warten, kenne ich persönlich!!:003:

Flok
29.05.2008, 11:46
Früher gab es mal so eine Verlautbarung unregelmäßiger Schichtdienst kostet jeden ca. 10 Lebensjahre !!!

Ich möchte jedenfalls nicht mit 66 Jahren auf der Lok sitzen müssen und als wandelnde Zeitbombe (wann kommt der Herzkasper?) durch die Lande rasen.

Alles andere sind doch ganz andere Überlegungen des Gesetzgebers, so wenige Versicherte wie möglich das endgültige Versicherungsalter erreichen zu lassen.
Es ist doch viel besser die Beschäftigten mit den entsprechenden Abzügen früh zu verrenten.

Gruß Sven

Vielleicht wäre es sinnvoll für Wechseldiensttätige eine Art Zusatzrentenversicherung einzuführen, die dann die Rente vor 67 möglich macht. Wie ALK schon geschrieben hat ist es wohl unmöglich jeden Wechseldienstler mit 55 in Rente zu schicken und diesen dann von der normalen Rentenkasse leben zu lassen. Andererseits halte ich es auch nicht für möglich bis 67 auf der Lok zu sitzen. Das ist unverantwortlich der Allgemeinheit gegenüber, und auch gegenüber sich selbst. Selbst wenn ich es bis 67 auf der Lok schaffen würde... wieviel Jahre bleiben mir dann danach noch bis zum Grab? 5 Jahre? 10 Jahre?

BW Frankfurt 1
29.05.2008, 12:14
Auf Deutsch wird man dazu Recht wenig finden. Vielleicht sollte mal einer der Französisch oder Belgisch Beherrscht auf suche gehen. Ich bin über die Homepage der EU auch nicht weiter gekommen.

Traindriver
29.05.2008, 12:41
Auf Deutsch wird man dazu Recht wenig finden. Vielleicht sollte mal einer der Französisch oder Belgisch Beherrscht auf suche gehen. Ich bin über die Homepage der EU auch nicht weiter gekommen.

Gute Idee!!!

Wer kommt mit Französischer und Belgischer Sprache gut zurecht und könnte auch ggf. übersetzen, zumindest sinngemäß????:007:

balu
29.05.2008, 12:51
Genau, das ist mit das einzigste was ich auch dazu gefunden habe.
Einer von den 6 Interessierten, die auf Antwort warten, kenne ich persönlich!!:003:

Ich warte dann auch auf Antwort...zur Politik sage ich mal,wenn man es nicht wissen will,hat man von alldem noch nie was gehört

ICET5555
29.05.2008, 13:15
Ich persönlich unterhalte mich des öfteren mit Köllegen aus Frankreich.
Es soll dort nach Aussage so sein- mit 55 Jahren muss, mit 50 jahren kann.
Wohlgemerkt: Lebensalter und das ohne Abzüge.

Wenn das so stimmen sollte, muss ich ja höllisch aufpassen,nicht zu lange zu arbeiten. :004::004::004::13::13::13:

Oberrheinfahrer
29.05.2008, 15:31
Ja,ja die Franzosen kommen vor Lachen nicht in den Schlaf wenn sie die "alten Deutschen" sehen!!!

Grüße vom Orf

Flok
29.05.2008, 16:01
Ach, wart nur ab... Ich glaube mit Sarkozy haben die nix mehr zu lachen. Auf irgendeine Art und Weise wird er wohl alle französischen Privilegien den EU-Mittelwerten anpassen.

Oberrheinfahrer
29.05.2008, 16:02
Ach, wart nur ab... Ich glaube mit Sarkozy haben die nix mehr zu lachen. Auf irgendeine Art und Weise wird er wohl alle französischen Privilegien den EU-Mittelwerten anpassen.

Er aber mit den Gewerkschaften auch nicht!!!

Grüße vom Orf

Flok
29.05.2008, 16:10
Er aber mit den Gewerkschaften auch nicht!!!

Grüße vom Orf

Richtig. Aber selbst die Gewerkschaften werden dem radikalen Reformkurs in Frankreich nicht dauerhaft standhalten können. Vielleicht retten sie hier oder dort was. Aber sie werden sich auch von vielen Dingen verabschieden müssen.

Oberrheinfahrer
29.05.2008, 16:33
Richtig. Aber selbst die Gewerkschaften werden dem radikalen Reformkurs in Frankreich nicht dauerhaft standhalten können. Vielleicht retten sie hier oder dort was. Aber sie werden sich auch von vielen Dingen verabschieden müssen.

Ja da geb ich Dir natürlich Recht!!! Es wird aber wahrscheinlich weniger "radikal" und schwieriger als beim deutschen Michel!!!!

Grüße vom Orf

Traindriver
30.05.2008, 10:47
Gefunden:

Es geht auch anders

Dänen senken Rentenalter von 67 auf 65 Jahre
http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/index.html?id=507122&nv=cp_L1_aa

In Dänemark lernen die Politiker auch dazu. Bei UNS????:007:

Flok
30.05.2008, 13:47
Bei UNS????:007:

Nicht.

Knallkopf
30.05.2008, 17:55
Vielleicht wäre es sinnvoll für Wechseldiensttätige eine Art Zusatzrentenversicherung einzuführen, die dann die Rente vor 67 möglich macht. Wie ALK schon geschrieben hat ist es wohl unmöglich jeden Wechseldienstler mit 55 in Rente zu schicken und diesen dann von der normalen Rentenkasse leben zu lassen. Andererseits halte ich es auch nicht für möglich bis 67 auf der Lok zu sitzen. Das ist unverantwortlich der Allgemeinheit gegenüber, und auch gegenüber sich selbst. Selbst wenn ich es bis 67 auf der Lok schaffen würde... wieviel Jahre bleiben mir dann danach noch bis zum Grab? 5 Jahre? 10 Jahre?

Noch eine Zuastzrente ???
Von was sollen wir die denn bezahlen ??? Ich habe jetzt schon mehr Zusatzrenten als alles andere (B-Kasse,Riester ,Pensionsfond ) auch und die gesetzliche auch noch ! Man(n),ICH WILL JETZT UND HEUTE LEBEN ! Und nicht irgendwelche Arbeitsscheue Versicherungfuzzis ernähren ! Denn das was ich in die Kassen einzahle werde ich nie rausbekommen ! Deshalb habe und werde ich einiges Beitragsfrei setzen !
Denn Riester z.B. muß ich 18 ! Jahre(ab 67!) erleben um das eingezahlte ohne Zinsen zu bekommen ! Und diese ist nicht vererbbar ! Wozu also ????
das Thema Lebenserwartung als TF wurde ja schon wo anders behandelt und gibt die Antworten !

Traindriver
30.05.2008, 18:25
Noch eine Zuastzrente ???
Von was sollen wir die denn bezahlen ??? Ich habe jetzt schon mehr Zusatzrenten als alles andere (B-Kasse,Riester ,Pensionsfond ) auch und die gesetzliche auch noch ! Man(n),ICH WILL JETZT UND HEUTE LEBEN ! Und nicht irgendwelche Arbeitsscheue Versicherungfuzzis ernähren ! Denn das was ich in die Kassen einzahle werde ich nie rausbekommen ! Deshalb habe und werde ich einiges Beitragsfrei setzen !
Denn Riester z.B. muß ich 18 ! Jahre(ab 67!) erleben um das eingezahlte ohne Zinsen zu bekommen ! Und diese ist nicht vererbbar ! Wozu also ????
das Thema Lebenserwartung als TF wurde ja schon wo anders behandelt und gibt die Antworten !

Zusatzrenten haben wir wirklich genug. Wer alle nutzt und auch bei z.B. bei Riester soviel einzahlt, daß Er die volle Förderung erhält und noch etwas in den Pensionsfond spart, dann reicht das um sein letztes Netto zu halten.

Stimmt, man will jetzt auch noch leben!!
Ein Mittelweg muß jeder für sich selber finden:
Was kann und will ich jetzt fürs Alter weglegen und dann noch auf die richtigen Anlagen setzen!:001:

balu
30.05.2008, 18:29
Riester habe ich nicht,habe andere Rentenversicherung,da kann ich auch eine Kapitalauszahlung vornehmen.Finde ich persönlich besser,als monatliche Rentenzahlung...ich weiss ja nicht wie alt ich werde..

Traindriver
30.05.2008, 18:42
Riester habe ich nicht,habe andere Rentenversicherung,da kann ich auch eine Kapitalauszahlung vornehmen.Finde ich persönlich besser,als monatliche Rentenzahlung...ich weiss ja nicht wie alt ich werde..

Riester paßt nach meiner Meinung auch nicht bei jedem.
Eben auf den Mix und die persönlichen Wünsche kommt es an!!
Jede AV ist individuell, ähnlich einer Baufinanzierung!

balu
30.05.2008, 18:54
Riester paßt nach meiner Meinung auch nicht bei jedem.
Eben auf den Mix und die persönlichen Wünsche kommt es an!!
Jede AV ist individuell, ähnlich einer Baufinanzierung!

bei Riesterversicherungen werden nur die Versicherungen reich...
habe z.B. eine Lebensversicherung die bis 60 Jahre geht, die ich aber ab 54 Jahre mir auszahlen lassen könnte um z.B. die Arbeitszeit zu verkürzen

Traindriver
30.05.2008, 19:38
bei Riesterversicherungen werden nur die Versicherungen reich...
habe z.B. eine Lebensversicherung die bis 60 Jahre geht, die ich aber ab 54 Jahre mir auszahlen lassen könnte um z.B. die Arbeitszeit zu verkürzen

Worin siehst Du den Unterschied zwischen Lebens-, privater Renten- oder Riesterversicherung in der Geldanlage?

In der Geldanlage unterscheiden sich diese Versicherungen nicht sehr, aber in den Gesundheitsfragen, Versteuerungen, staatlichen Förderungen, Voraussagungen der Ablaufleistungen etc.. Aber glaube mir die Rendite bei einer Versicherungsgesellschaft ist bei diesen 3 genannten Arten etwa gleich.

Ich kenne den Beitag auf den Du wahrscheinlich "mit Riester wird nur die Versicherung reich" anspielst. Das bei der Riesterversicherung die Politik nicht optimal gearbeitet hat, ist erkannt und wird bestimmt geändert. Die Riesterente ist bereits mindestens 2x überarbeitet worden seit Einführung 2002. Aber wie sich das Leben ändert und wir auch älter werden, muß sich auch die AV anpassen!

balu
30.05.2008, 19:49
Worin siehst Du den Unterschied zwischen Lebens-, privater Renten- oder Riesterversicherung in der Geldanlage?

In der Geldanlage unterscheiden sich diese Versicherungen nicht sehr, aber in den Gesundheitsfragen, Versteuerungen, staatlichen Förderungen, Voraussagungen der Ablaufleistungen etc.. Aber glaube mir die Rendite bei einer Versicherungsgesellschaft ist bei diesen 3 genannten Arten etwa gleich.

Ich kenne den Beitag auf den Du wahrscheinlich "mit Riester wird nur die Versicherung reich" anspielst. Das bei der Riesterversicherung die Politik nicht optimal gearbeitet hat, ist erkannt und wird bestimmt geändert. Die Riesterente ist bereits mindestens 2x überarbeitet worden seit Einführung 2002. Aber wie sich das Leben ändert und wir auch älter werden, muß sich auch die AV anpassen!

ich sage mal so,als ich diese Versicherunge abgeschlossen habe,LV,Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung war ich noch relativ jung,diese Konditionen bekomme ich auf Grund des Alters auch nicht mehr und da diese Versicherungen schon länger sind,will ich keine Riester..Ich will ja nicht nur für Versicherungen arbeiten...

Traindriver
30.05.2008, 20:24
ich sage mal so,als ich diese Versicherunge abgeschlossen habe,LV,Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung war ich noch relativ jung,diese Konditionen bekomme ich auf Grund des Alters auch nicht mehr und da diese Versicherungen schon länger sind,will ich keine Riester..Ich will ja nicht nur für Versicherungen arbeiten...

Wer in jungen Jahren schon so wie Du vorgesorgt hat, ist gut dran und hat es richtig gemacht. Jede VERÄNDERUNG könnte Verlust bedeuten. ERGÄNZUNG ist was anderes.
Aber wie Du schon richtig sagst, keiner will und soll nur für seine Versicherungsbeiträge arbeiten gehen!

balu
04.06.2008, 15:40
Hallo zusammen,

ja die GDL befasst sich mit diesem Thema - freut mich!!! :001:

Hab mal gegooglet und DAS (http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389--f107832.html#frage107832) gefunden... :15: ...ich sag nur, wir sind nicht allein!
Ist die oberste Frage, Antwort gab es zwar nicht, habe mich aber auf die Liste der zu benachrichtigenden Personen gesetzt... :003: ...bin mal gespannt.

heute kam die Antwort...in Deutschland alles so wie bisher und in der EU gibt es sowas auch nicht...Lest selber nach..

TfHLERmarco
04.06.2008, 20:28
Wer in jungen Jahren schon so wie Du vorgesorgt hat, ist gut dran und hat es richtig gemacht. Jede VERÄNDERUNG könnte Verlust bedeuten. ERGÄNZUNG ist was anderes.
Aber wie Du schon richtig sagst, keiner will und soll nur für seine Versicherungsbeiträge arbeiten gehen!
Genau, ich hab Damals mit 21 Jahren eine zusätzliche Rentenversicherung abgeschlossen mit der ich ab dem 60sten Lebensjahr gut leben kann, auch wenn das Rentenniveau noch um 10 Prozentpunkte fallen sollte. Wenn es denn wirklich so sein sollte, daß ich mit 55 in Rente gehen muß, kann ich ja die restlichen 5 Jahre damit zubringen, die arbeitenden Kollegen, in der Kantine Seelze zu nerven ("Wir haben das aber alles besser gemacht").:004:

sven0403
04.06.2008, 20:32
heute kam die Antwort...in Deutschland alles so wie bisher und in der EU gibt es sowas auch nicht...Lest selber nach..

Und wieder platzt eine bunte Seifenblase ! Schade !

Gruß Sven

DB Racingteam
05.06.2008, 11:00
Hallo zusammen,

habe eine Antwort zu lesen bekommen... :15: ...aber lest selbst... :007:

...glaube das wird sehr langwierig werden dies umzusetzen obgleich es mehr als wichtig ist für uns als Arbeitnehmer sowie für das System "Rad-Schiene".

Link ist -> HIER (http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389--f111625.html#frage111625)

Frage an: Norbert Glante
Frage zum Thema: Arbeit

18.05.2008
Frage von
Guenter Schoenitz

Sehr geehrter Herr Glante!

In meinem Kollegenkreis (Schichtarbeiter) ist eine kontroverse Diskussion entstanden.
Ein Kollege behauptet nach gültigem EU Recht, dürfen Arbeitnehmer mit mindestens 35-jährigen absolvierten Wechseldienst, dass Recht haben mit 55-Lebensjahren in Rente zu gehen.
Ist das in Deutschland möglich? Ist so eine Gesetzgebung für Deutschland eventuell in Vorbereitung?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

04.06.2008
Antwort von
Norbert Glante

Sehr geehrter Herr Schoenitz,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. In der Tat sprechen Sie ein Thema an, das immer mal wieder Fragen aufwirft.

Was unsere nationale Regelung betrifft, kann ich Ihnen Folgendes mitteilen: Die Regelaltersgrenze bei der gesetzlichen Rentenversicherung liegt in Deutschland bei Vollendung des 65. Lebensjahrs und wird in Zukunft bei 67 liegen. Wer Abschläge an der Rentenhöhe in Kauf nimmt, kann unter bestimmten Vorraussetzungen bereits mit 60 in Rente gehen; dieses Mindestalter gilt auch für Versicherte, die 35 bis 45 Jahre - ob in Schichtarbeit oder nicht - in die Rentenkasse eingezahlt haben.

In Deutschland gibt es demanch keine gesetzliche Altersrente, die bereits ab dem 55. Lebensjahr bezogen werden kann.

Allerdings gibt es tatsächlich individuell zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbarte Vorruhestandsvereinbarungen, die mit dem 55. Lebensjahr in Kraft treten. Der Anspruch ist allerdings unabhängig von der Tatsache, 35 Jahre als Schichtarbeiter tätig gewesen zu sein.

Beim Vorruhestand handelt es sich jedoch nicht um eine Rente im gesetzlichen Sinne, da der Arbeitnehmer weiterhin bis zum Renteneintrittsalter im Beschäftigungsverhältnis steht.

Auch im europäischen Recht gibt es keine Bestimmung, die für Schichtarbeiter beim gesetzlichen Renteneintrittsalter eine gesonderte Regelung vorsieht.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Glante

Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389.html

Traindriver
05.06.2008, 11:21
04.06.2008
Antwort von
Norbert Glante

Sehr geehrter Herr Schoenitz,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. In der Tat sprechen Sie ein Thema an, das immer mal wieder Fragen aufwirft.

Was unsere nationale Regelung betrifft, kann ich Ihnen Folgendes mitteilen: Die Regelaltersgrenze bei der gesetzlichen Rentenversicherung liegt in Deutschland bei Vollendung des 65. Lebensjahrs und wird in Zukunft bei 67 liegen. Wer Abschläge an der Rentenhöhe in Kauf nimmt, kann unter bestimmten Vorraussetzungen bereits mit 60 in Rente gehen; dieses Mindestalter gilt auch für Versicherte, die 35 bis 45 Jahre - ob in Schichtarbeit oder nicht - in die Rentenkasse eingezahlt haben.

In Deutschland gibt es demanch keine gesetzliche Altersrente, die bereits ab dem 55. Lebensjahr bezogen werden kann.

Allerdings gibt es tatsächlich individuell zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbarte Vorruhestandsvereinbarungen, die mit dem 55. Lebensjahr in Kraft treten. Der Anspruch ist allerdings unabhängig von der Tatsache, 35 Jahre als Schichtarbeiter tätig gewesen zu sein.

Beim Vorruhestand handelt es sich jedoch nicht um eine Rente im gesetzlichen Sinne, da der Arbeitnehmer weiterhin bis zum Renteneintrittsalter im Beschäftigungsverhältnis steht.

Auch im europäischen Recht gibt es keine Bestimmung, die für Schichtarbeiter beim gesetzlichen Renteneintrittsalter eine gesonderte Regelung vorsieht.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Glante

Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389.html

Da frage ich mich doch, wie einige Kollegen Zeitungsartikel lesen indem aber genau diese EU-Regelung finden.

Also nochmal die Bitte, wer einen Artikel vor kurzem zu diesem Thema gelesen hat bitte hier einstellen mit Quellenangabe oder nur mitteilen, daß am (Datum) inder (Zeitung) der Artikel mit der Überschrift ....... zu diesem Thema stand.

Es kann ja auch sein, daß unsere Politiker nicht alles wissen und wir Ihr Informationsdefizit helfen können zu beheben!!!
Immer dran denken, es geht um unsere Lebensarbeitszeit!!!:003:

Sonst sind wir Deutschen in so vielen Sachen WELTSPITZE, also WARUM SOLLEN WIR BEIM RENTENALTER FÜR LOKFÜHRER UND ANDERE WECHSELDIENSTLER SCHLUßLICHT BLEIBEN??????:007:

balu
05.06.2008, 11:45
Müssten sich Politiker nicht schlau machen??? Ich sage ja...aber interessiert es Ihnen??? Ich sage nein..

Traindriver
05.06.2008, 12:11
Müssten sich Politiker nicht schlau machen???

Das schon, aber wenn Sie nichts finden????
Deswegen sollten wir nachhelfen.


Ich sage ja...aber interessiert es Ihnen??? Ich sage nein..

Es wird Sie interessieren müssen, weil WIR AUCH WÄHLER SIND und Wechseldienst machen viele Menschen in Deutschland mit steigender Tendenz!

balu
05.06.2008, 12:21
[QUOTE=Traindriver;60271]Das schon, aber wenn Sie nichts finden????
Deswegen sollten wir nachhelfen.

wenn es EU-Recht ist,dann müsste es ja bei der EU irgendwo verankert sein,sonst hätten alle Wechseldienstler schlechte Karten

ALK
06.06.2008, 14:18
Kurze Frage,
ich finde im Netz hauptsächlich dieses Forum wenn man nach einer früheren Rente für Wechseldienstler schaut.
Wenn man dann nach Schwerarbeitern schaut findet man Österreichische Regelungen, wonach man 2000Kalorien am Tag verbrauchen muss um mit 60 in Rente gehen zu können. Aber ich habe jetzt bei gut 20min Suche nichts von der EU zu diesem Thema gefunden ... evtl ist es doch alles nur ein Gerücht? Gewöhnlich findet man bei der EU mit ein paar min Suchen alles im Netz!

Nebenbei bin ich auf folgende Seite gestoßen, durchaus interessant:
http://www.europa-kontakt.de/index.html?http://www.europa-kontakt.de/EU-RENTE.html

Traindriver
06.06.2008, 21:16
Kurze Frage,
ich finde im Netz hauptsächlich dieses Forum wenn man nach einer früheren Rente für Wechseldienstler schaut.
Wenn man dann nach Schwerarbeitern schaut findet man Österreichische Regelungen, wonach man 2000Kalorien am Tag verbrauchen muss um mit 60 in Rente gehen zu können. Aber ich habe jetzt bei gut 20min Suche nichts von der EU zu diesem Thema gefunden ... evtl ist es doch alles nur ein Gerücht? Gewöhnlich findet man bei der EU mit ein paar min Suchen alles im Netz!

Nebenbei bin ich auf folgende Seite gestoßen, durchaus interessant:
http://www.europa-kontakt.de/index.html?http://www.europa-kontakt.de/EU-RENTE.html


Ich habe auf der Seite nichts direkt gefunden, aber ich habe eine Mail dorthin geschickt.
Auch habe ich einige große Zeitungen angemailt deswegen.
Es muß doch was zu finden sein!!!:003:

nilse111
08.06.2008, 16:09
Moin,
habe diesbezüglich der Frage frühere Rente für Wechseldienstler Herrn Bundesminister Scholz der für meinen Wahlkreis zuständig ist angeschrieben.
Darauf folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr S........,

vielen Dank für Ihre Email an Olaf Scholz. Jede Email wird von Herrn
Scholz oder einem seiner Mitarbeiter gelesen. Ihre Hinweise und
Anmerkungen erreichen ihn daher in jedem Fall.

Wir bitten um Verständnis, dass er angesichts von unzähligen Briefen und
Emails, die ihn täglich erreichen, nicht alle persönlich beantworten
kann. Für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales und
Gespräche und Veranstaltungen in seinem Wahlkreis bliebe dann keine Zeit
mehr.

Herr Scholz hat mich daher gebeten, Ihnen zu antworten. Zurzeit wird auf
europäischer Ebene über eine Neufassung der europäischen
Arbeitszeitrichtlinie verhandelt. Diese beinhaltet auch Regelungen zur
Frage der Arbeitszeit für Personen, die im Wechseldienst arbeiten. Wann
diese Neufassung verabschiedet werden kann, ist zurzeit aber noch offen.

Entscheidungen, die das Renteneintrittsalter betreffen, werden jedoch
nicht auf europäischer Ebene sondern auf der Ebene der Nationalstaaten
getroffen. Hier sind uns keine Pläne in der von Ihnen beschriebenen Art
und Weise bekannt.

Klar ist für die SPD-Bundestagsfraktion aber auch, dass wir in Zukunft
mehr alternsgerechte Arbeitsbedingungen, eine gesundheitsschonende
Gestaltung der Arbeitsplätze und die Möglichkeit gleitender Übergänge in
den Ruhestand brauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Müller
Mitarbeiter des MdB

Knallkopf
08.06.2008, 16:54
Na prima- auf nationaler Ebene !
Dann gelten für Bayern wieder andere Gesetze als für Franken,Preußen, Sachsen und Sorben !
Ne im Ernst,die werden uns schon noch arbeiten lassen bis zum umfallen !

Altersstarrsinn
08.06.2008, 18:03
Moin,
habe diesbezüglich der Frage frühere Rente für Wechseldienstler Herrn Bundesminister Scholz der für meinen Wahlkreis zuständig ist angeschrieben.
Darauf folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr S........,

[...]

Herr Scholz hat mich daher gebeten, Ihnen zu antworten. Zurzeit wird auf
europäischer Ebene über eine Neufassung der europäischen
Arbeitszeitrichtlinie verhandelt. Diese beinhaltet auch Regelungen zur
Frage der Arbeitszeit für Personen, die im Wechseldienst arbeiten. Wann
diese Neufassung verabschiedet werden kann, ist zurzeit aber noch offen.


Da werden wir ja lange drauf warten können :002:



Entscheidungen, die das Renteneintrittsalter betreffen, werden jedoch nicht auf europäischer Ebene sondern auf der Ebene der Nationalstaaten getroffen. Hier sind uns keine Pläne in der von Ihnen beschriebenen Art und Weise bekannt.

Den letzten Satz könnte man noch fortsetzen: "... und wir werden uns hüten, schlafende Hunde zu wecken."



Klar ist für die SPD-Bundestagsfraktion aber auch, dass wir in Zukunft mehr alternsgerechte Arbeitsbedingungen, eine gesundheitsschonende Gestaltung der Arbeitsplätze und die Möglichkeit gleitender Übergänge in den Ruhestand brauchen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Müller
Mitarbeiter des MdB


Die gleitenden Übergänge haben wir doch jetzt schon: nennt sich bei Arbeitnehmern Bundesagentur für Arbeit, bei Beamten Frühpensionierung mit 10,5% Abzug.

Seit über 100, 130 Jahren gibt es jetzt schon Schichtarbeit, gesünder geworden ist sie nicht. Daß in diesen Jahren niemand, aber auch wirklich niemand auf den Gedanken gekommen ist, den Belastungen durch Schichtarbeit Rechnung zu tragen, ist schon erschreckend. Man könnte auf die Idee kommen, daß mit Absicht dieses Thema auf die lange Bank geschoben wird und man die "natürlichen Abgänge" das Problem beseitigen läßt.

Sozialpolitik durch "sozialverträgliches Ableben". Hatten wir das Thema vor ein paar Jahren nicht schon mal?


Gruß

A.

ALK
09.06.2008, 10:45
Seit über 100, 130 Jahren gibt es jetzt schon Schichtarbeit, gesünder geworden ist sie nicht. Daß in diesen Jahren niemand, aber auch wirklich niemand auf den Gedanken gekommen ist, den Belastungen durch Schichtarbeit Rechnung zu tragen, ist schon erschreckend. Man könnte auf die Idee kommen, daß mit Absicht dieses Thema auf die lange Bank geschoben wird und man die "natürlichen Abgänge" das Problem beseitigen läßt.

Ich sage es nochmal, nicht nur die Schichtarbeit ist ungesund und auch bei so gut wie keinem anderen Beruf wird ungesundes Arbeiten Rücksicht genommen. Es ist also konsequent.
Ich muss dabei nochmals sagen, ich mache mich und meinen Körper als Lokführer weniger Kaputt wie zuvor auf dem Bau. Zumal man für jeden Beruf Belastungen(Studien) finden kann die einen früheren Renteneintritt rechtfertigen. Du kannst jeden Arbeitnehmer in Deutschland fragen, es wird dir fast jeder sagen das er sich auf Arbeit kaputt macht und deshalb auch mit 55 in Rente gehen will.

Nach der Österreichischen Schwerarbeiterregelung dürften Schichtarbeiter dann mit 60 in Pension gehen wenn sie 45 Beitragsjahre zusammen haben und innerhalb der letzen 240 Monaten mindestens 120 Schwerarbeitsmonate gewesen sind. Bei Wechseldienstlern bedeutet das mindestens 6 Schichten mit 6h Arbeitszeit zwischen 22 und 6 Uhr je Monat. Das halte ich für eine Sinnvolle Regelung, zumal von einer Regelung wie in Österreich alle Schwerarbeiter was haben (wer z.B. mehr als 2000Kalorien Verbraucht hat auch Anspruch auf die Pension). Aber selbst das wäre in Deutschland Träumerei!

Knallkopf
09.06.2008, 12:20
Da frage ich mich doch, wie einige Kollegen Zeitungsartikel lesen indem aber genau diese EU-Regelung finden.

Also nochmal die Bitte, wer einen Artikel vor kurzem zu diesem Thema gelesen hat bitte hier einstellen mit Quellenangabe oder nur mitteilen, daß am (Datum) inder (Zeitung) der Artikel mit der Überschrift ....... zu diesem Thema stand.

Es kann ja auch sein, daß unsere Politiker nicht alles wissen und wir Ihr Informationsdefizit helfen können zu beheben!!!
Immer dran denken, es geht um unsere Lebensarbeitszeit!!!:003:

Sonst sind wir Deutschen in so vielen Sachen WELTSPITZE, also WARUM SOLLEN WIR BEIM RENTENALTER FÜR LOKFÜHRER UND ANDERE WECHSELDIENSTLER SCHLUßLICHT BLEIBEN??????:007:

Wir werden beim Renteneintrittsalter weiterhin Schlußlicht bleiben,damit wir bei der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen,weiter Weltspitze bleiben !

sven0403
09.06.2008, 15:07
Ich sage es nochmal, nicht nur die Schichtarbeit ist ungesund und auch bei so gut wie keinem anderen Beruf wird ungesundes Arbeiten Rücksicht genommen. Es ist also konsequent.
Ich muss dabei nochmals sagen, ich mache mich und meinen Körper als Lokführer weniger Kaputt wie zuvor auf dem Bau. Zumal man für jeden Beruf Belastungen(Studien) finden kann die einen früheren Renteneintritt rechtfertigen. Du kannst jeden Arbeitnehmer in Deutschland fragen, es wird dir fast jeder sagen das er sich auf Arbeit kaputt macht und deshalb auch mit 55 in Rente gehen will.



Du könntest wirklich ins Arbeitsministerium wechseln und versuchen uns die Rente mit 95 bei 45% Abzug schmackhaft zu machen.:039:

Gruß Sven

Traindriver
09.06.2008, 15:25
Ich sage es nochmal, nicht nur die Schichtarbeit ist ungesund und auch bei so gut wie keinem anderen Beruf wird ungesundes Arbeiten Rücksicht genommen. Es ist also konsequent.
Ich muss dabei nochmals sagen, ich mache mich und meinen Körper als Lokführer weniger Kaputt wie zuvor auf dem Bau. Zumal man für jeden Beruf Belastungen(Studien) finden kann die einen früheren Renteneintritt rechtfertigen. Du kannst jeden Arbeitnehmer in Deutschland fragen, es wird dir fast jeder sagen das er sich auf Arbeit kaputt macht und deshalb auch mit 55 in Rente gehen will.


Der Körper eines Lokführers wird doch ganz anders beansprucht wie der Körper eines Bauarbeiters. Der Vergleich hinkt.
Bergleute gehen mit 55 in Rente, weil Sie schwer und gefährlich arbeiten.
Warum gehen Bundeswehroffiziere mit 55 in Pension?? Weil Sie so schwer gearbeitet haben???:007:
Lokführer werden krank durch die Unregelmäßigkeit Ihrer Arbeit und arbeiten gegen die INNERE UHR! Das belegen Studien.
Es sagt keiner, daß nur Lokführer schwer arbeiten, aber eben anders.
So wie uns geht es vielen Wechseldienstleistenden, besonders im unregelmäßigen Schichtdienst!

Andererseits gebe ich Dir auch recht, daß fast alle Arbeitnehmer, Beamten usw. stöhnen unter Ihrer Arbeitslast und am besten noch vor 55 in Rente(Pension gehen wollen.
Aber wie ich schon öfters sagte: ZWISCHEN SAGEN UND TUN LIEGEN OFT WELTEN!
Auch wird oft gestöhnt und gemeckert, aber wenn man wirklich z.B. mal lange krank war ist man wieder froh arbeiten zu dürfen und sich sinnvoll o.ä. zu fühlen!!!

ALK
09.06.2008, 15:32
Sven das ist Quatsch ...

meiner Meinung nach sollten 45 Beitragsjahre für eine abzugsfreie Rente reichen (bei mir wäre das mit 61 Jahren).

Wie willst du bitte schön beurteilen ob dein Beruf denn jetzt härter ist als der eines anderen? Ich habe zwei Berufe gelernt und in beiden gearbeitet, ich kann es NUR für diese beiden sagen, da ist Lokführer der weniger schädliche. Nur du wirst, wie jeder andere auch, immer behaupten das du den schwersten Job hast und du deshalb Priviliegien haben solltest die andere nicht haben.
Was bleibt sind schöne Vorderungen, schöne Träume du wirst aber trotzdem bis 67(65) Schuften weil dein Ziel nicht erreichbar ist. Nun frage ich dich macht es Sinn sich Illusionen hinzugeben oder doch lieber mit dem realistischen rechnen? Ich bleibe lieber beim realismus und der wird dich vermutlich genau so lange arbeiten lassen wie mich ;)


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


Der Körper eines Lokführers wird doch ganz anders beansprucht wie der Körper eines Bauarbeiters. Der Vergleich hinkt.
Bergleute gehen mit 55 in Rente, weil Sie schwer und gefährlich arbeiten.
Warum gehen Bundeswehroffiziere mit 55 in Pension?? Weil Sie so schwer gearbeitet haben???:007:
Lokführer werden krank durch die Unregelmäßigkeit Ihrer Arbeit und arbeiten gegen die INNERE UHR! Das belegen Studien.
Es sagt keiner, daß nur Lokführer schwer arbeiten, aber eben anders.
So wie uns geht es vielen Wechseldienstleistenden, besonders im unregelmäßigen Schichtdienst!

Ich habe auch nie behauptet das der Wecheldienst gesund wäre ;)

Nur was macht es am ende für einen Unterschied ob ich als Bauarbeiter meinen Körper so geschunden habe das ich mit 70 froh bin zu Sterben weil ich überall Schmerzen habe oder ob ich als Lokführer mit 70 Sterbe weil ich zu wenig Schlaf hatte? Für mich ist es egal, und wenn ich ganz ehrlich bin, ich mache mir heute keine Gedanken ob ich nach meinem Renteneintritt noch 5 Monate oder 20 Jahre Lebe, das leben kann auch in 5 min schon vorbei sein!

Traindriver
09.06.2008, 15:42
Sven das ist Quatsch ...

meiner Meinung nach sollten 45 Beitragsjahre für eine abzugsfreie Rente reichen (bei mir wäre das mit 61 Jahren).



OK, das wäre eine Sache, die auf mich auch zutrifft und ich auch unterstützen würde, als kleinster gemeinsamer Nenner!!



Was bleibt sind schöne Vorderungen, schöne Träume du wirst aber trotzdem bis 67(65) Schuften weil dein Ziel nicht erreichbar ist. Nun frage ich dich macht es Sinn sich Illusionen hinzugeben oder doch lieber mit dem realistischen rechnen? Ich bleibe lieber beim realismus und der wird dich vermutlich genau so lange arbeiten lassen wie mich ;)

Was heißt hier SCHÖNE FORDERUNGEN???
In allen anderen europäischen Nachbarstaaten geht ein Lokführer früher wie mit 67 in Rente, sogar in Polen, Tschechien usw.!!!
Warum geht ein TGV-Lokführer mit 50 in Rente??? Ein ICE-Lokführer soll 17 Jahre länger arbeiten und das bei weniger Lohn!!!

Wir haben den FPTV gefordert, als erster Teil ist der LfTV REALITÄT. Das hat auch kein Außenstehender und auch viele Eisenbahner so richtig für möglich gehalten. Und NUN????

Das Leben lebt von Forderungen, Träumen, Kämpfen, Arbeiten usw., sonst gäbe es auch keinen Fortschritt!:003:

sven0403
09.06.2008, 15:46
Sven das ist Quatsch ...

meiner Meinung nach sollten 45 Beitragsjahre für eine abzugsfreie Rente reichen (bei mir wäre das mit 61 Jahren).

Wie willst du bitte schön beurteilen ob dein Beruf denn jetzt härter ist als der eines anderen? Ich habe zwei Berufe gelernt und in beiden gearbeitet, ich kann es NUR für diese beiden sagen, da ist Lokführer der weniger schädliche. Nur du wirst, wie jeder andere auch, immer behaupten das du den schwersten Job hast und du deshalb Priviliegien haben solltest die andere nicht haben.
Was bleibt sind schöne Vorderungen, schöne Träume du wirst aber trotzdem bis 67(65) Schuften weil dein Ziel nicht erreichbar ist. Nun frage ich dich macht es Sinn sich Illusionen hinzugeben oder doch lieber mit dem realistischen rechnen? Ich bleibe lieber beim realismus und der wird dich vermutlich genau so lange arbeiten lassen wie mich ;)

Veränderungen entstehen aus den Wünschen und Träumen der Menschen. Wer immer und überall mit allem zufrieden ist, erhält sich vielleicht privat seinen Seelenfrieden, doch für kommende Generationen hätte sich niemals etwas geändert und wir würden vielleicht immer noch auf Bäumen leben.

Mir wird durch diese schwachsinnige 67 Rentenendlösung irgendwann die Existenz gestohlen, weil meine Gesundheit bestimmt mal beim Bahnarzt anruft und der dann feststellt, das mit 60 Schluss ist mit der fahrenden Herrlichkeit.
UND WAS DANN ????????? Frühverrentung mit Abzug ????? 44 Arbeitsjahre für die Katz ?????

Damit kann ich mich nicht zufrieden stellen, dafür muss schnellstens eine Lösung gefunden werden, die für alle Seiten finanziell tragbar ist.
Und da nehme ich auch meine liebe GDL in die Pflicht , die seit Jahren nur rumblödelt und erzählt da muss etwas getan werden, doch wirklich aktiv ist sie hier nun wirklich nicht !!!

Gruß Sven

DB Racingteam
09.06.2008, 15:48
OK, das wäre eine Sache, die auf mich auch zutrifft und ich auch unterstützen würde, als kleinster gemeinsamer Nenner!!



Was heißt hier SCHÖNE FORDERUNGEN???
In allen anderen europäischen Nachbarstaaten geht ein Lokführer früher wie mit 67 in Rente, sogar in Polen, Tschechien usw.!!!
Warum geht ein TGV-Lokführer mit 50 in Rente??? Ein ICE-Lokführer soll 17 Jahre länger arbeiten und das bei weniger Lohn!!!

Wir haben den FPTV gefordert, als erster Teil ist der LfTV REALITÄT. Das hat auch kein Außenstehender und auch viele Eisenbahner so richtig für möglich gehalten. Und NUN????

Das Leben lebt von Forderungen, Träumen, Kämpfen, Arbeiten usw., sonst gäbe es auch keinen Fortschritt!:003:

Hallo zusammen,

Traini du sprichst mir aus der Seele... :6: ...mehr gibt es dazu nicht zu sagen...

ALK
09.06.2008, 15:57
Zu den Franzosen ...

da sind die Rentenprivilegien auf dem Prüfstand ... zumal sich ein TGV Lokführer mit Sicherheit nie zu Tote gearbeitet haben wird ;) Auch in den anderen Ländern werden solche Privilegien nach und nach abgeschafft weil es am ende schlicht nicht mehr finanzierbar ist wenn die Leute bald in rente gehen wollen, länger leben aber keine Kinder zeugen wollen. Und das ist in ganz Europa ein Problem! Ich für mich will mich nicht hinstellen und meiner Freundin sagen "Du musst jetzt bis 70 Arbeiten damit ich mit 55 in Rente gehen kann, ich habe dafür ja auch viel mehr geleistet".

Und ich habe die Österreichische Realität nicht umsonst erwähnt, auch das ist ein Lößungsansatz und kein schlechter!

Traindriver
09.06.2008, 18:17
Zu den Franzosen ...

da sind die Rentenprivilegien auf dem Prüfstand ... zumal sich ein TGV Lokführer mit Sicherheit nie zu Tote gearbeitet haben wird ;) Auch in den anderen Ländern werden solche Privilegien nach und nach abgeschafft weil es am ende schlicht nicht mehr finanzierbar ist wenn die Leute bald in rente gehen wollen, länger leben aber keine Kinder zeugen wollen. Und das ist in ganz Europa ein Problem! /QUOTE]

Die Renten sind überall öfter der Prüfung unterzogen, ob das Rentenprivilegien sind mag ich nicht zu beurteilen. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, also muß sich auch die Rente anpassen. Aber die Arbeit ändert sich auch, das muß auch mit auf die Waagschale!

[QUOTE]Ich für mich will mich nicht hinstellen und meiner Freundin sagen "Du musst jetzt bis 70 Arbeiten damit ich mit 55 in Rente gehen kann, ich habe dafür ja auch viel mehr geleistet".

[

Was Du Deiner Freundin sagst, ist Deine persönlich Sache!
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Genau das könnte auch ein Bundeswehroffizier zu seiner Frau/Freundin oder Kindern sagen.
Es gibt keine 100%ige Gerechtigkeit in Rentensachen, aber man kann es versuchen!!
Bei unseren europäischen Nachbarn klappt das doch auch!!!!


Und ich habe die Österreichische Realität nicht umsonst erwähnt, auch das ist ein Lößungsansatz und kein schlechter!

Diese Lösung ist wirklich nicht die schlechteste!
Gibt es bei uns eine ähnliche Schwerarbeitsverordnung?
Ich glaube nicht, wenn diese dann erst noch Aufgestellt, diskutiert und beschlossen werden muß, dauert es noch Jahre!! Bei dem Tempo unserer Politiker werde ich das als 45jähriger nicht mehr während meines Arbeitslebens erleben!!!
Wenn es um Rentenaltererhöhung und andere soziale Einschnitte geht, sind Sie SCHNELLER!!!!
Diätenerhöhung habe ich bewußt ausgelassen!!!:003:

Über die Bahnprivatisierung haben die Politiker praktisch im Blindflug und mit über 100 fehlenden MdB abgestimmt!!:007:

ALK
09.06.2008, 20:37
Die Renten sind überall öfter der Prüfung unterzogen, ob das Rentenprivilegien sind mag ich nicht zu beurteilen. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, also muß sich auch die Rente anpassen. Aber die Arbeit ändert sich auch, das muß auch mit auf die Waagschale!

Die Rentenprivilegien die für die Französchischen Lokführer gelten sind läpische 300Jahre alt, da gabs zwar noch keine Eisenbahner dafür aber nen König. Scheinbar haben es die Franzosen net so mit dem Prüfen gehabt die letzten Jahre... und deshalb gelten Priviliegien die, die Ursprünglich mal für die Seeleute gedacht waren jetzt in Frankreich für 1,6Mio Menschen. Deren Rentensystem ist also ums mal nett auszudrücken recht marode und kaum mehr finazierbar, deshalb wird das jetzt mal einer Prüfung unterzogen...

Bezüglich der Arbeit, geh mal vor 100 Jahren arbeiten und vergleiche das mit deinem heutigen Job ;) Die Leute werden heute hauptsächlich älter weil se nicht mehr so schwer arbeiten wie damals und natürlich auch weil die Gesundheitsvorsorge weniger auf Zufall beruht. Aber wer länger gesund ist kann auch länger arbeiten, sonst geht das ganze nicht auf... zumindest rein logisch betrachtet!

Und bevor ich es vergesse, genau es ist meine Sache was ich meiner Freundin und meinen Kindern erzähle und auf deren Haut möchte ich mich nicht ausruhen, wenn du das willst ist das deine Sache!

Ach ja man kann auch erkennen das Vorderungen nicht immer finanzierbar sind und das man sich dann getrost das Kämpfen für solche Vorderungen sparen kann, da verwende ich meine Energie lieber sinnvoll! Man kann auch gegen Windmühlen kämpfen, allein obs was bringt bleibt die frage.

Damit verlasse ich diese Diskusion jetzt wieder, Webasto hat vorhin zu mir gesagt ich sterbe sicher ehr weil ich mich aufrege als das ich aufgrund meines Berufes sterbe, vermutlich hat er recht!

Schwarzwaldbahnchef
11.06.2008, 10:43
Eine interessante Diskussion bis jetzt, zeigt sie doch, wie unterschiedlich hier die Meinungen sind.
Wenn ich meine Fdl ansehe (durchschnittlich 35 DJ), dann denke ich mir, das die EU-Richtlinie nicht grundlos ist. Nach eigenen Erfahrungen aus 30 Jahren Schichtdienst denke ich, dieses Land ist es den betroffenen Menschen in allen dienstleistenden Sparten schuldig, zumindest einen abschlagsfreien Vorruhestand zu ermöglichen.
Auch hier wieder der Hinweis an die Gewerkschaften, daß hier ein riesiger fast unbearbeiteter Acker vor Euch liegt, macht was !

tickettussi
11.06.2008, 11:00
heute gefunden http://www.merkur-online.de/wirtschaft/art8810,930675

betrifft zwar nicht das Rentenalter, aber für uns/Euch evtl. auch interessant wegen Bereitschaftszeiten (gut hier gehts um Feuerwehr und Klinikpersonal), aber wer sagt denn, dass.....

Schwarzwaldbahnchef
11.06.2008, 11:12
heute gefunden http://www.merkur-online.de/wirtschaft/art8810,930675

betrifft zwar nicht das Rentenalter, aber für uns/Euch evtl. auch interessant wegen Bereitschaftszeiten (gut hier gehts um Feuerwehr und Klinikpersonal), aber wer sagt denn, dass.....

Hallo TT,

das ist gar nicht so weit wegzuschieben, mein BR fordert jetzt schon eine
"Fahrdienstleiterbereitschaft" um eventuelle Ausfälle besser abfangen zu können.
Der Grundgedanke wäre an und für sich nicht schlecht, nur bewältigen könnte man man das nur mit Zeit- oder Leiharbeitern. Sicher nicht der Weg, den man sich als gewachsener Eisenbahner wünscht....

Altersstarrsinn
11.06.2008, 11:53
Hallo TT,

das ist gar nicht so weit wegzuschieben, mein BR fordert jetzt schon eine
"Fahrdienstleiterbereitschaft" um eventuelle Ausfälle besser abfangen zu können.

Danke, eine Bereitschaft haben wir hier schon, wenn auch aus anderen Gründen. Unser Stw ist normalerweise mit 1/1/1, nachste mit 1/1/0 besetzt. In den Nächten Sa/So und So/Mo ist es nur 1/0/0. Da wir neben unserem im Störungsfall noch für sechs weitere Stw zuständig sind, hat man am Wochenende eine Bereitschaft eingesetzt. Für den betroffenen Kollegen heißt das: ab 20:00 Uhr zu Hause, egal, wie das Wetter ist. Ein Bierchen am Ferseher? Verboten. Nachts mit dem Telefon am Bett schlafen. Wenn es bimmelt, raus aus der Koje, rin ins Auto, zum ausgefallenen Stw (Fahrzeiten -selbst nachts- bis zu 60 min!) und auf einem (fast) fremden Stw, auf dem man zuletzt vor Monaten war, im dicksten Schlamassel, bei den kriminellsten Störungen die richtigen Handgriffe machen.

Zum Glück trifft diese Bereitschaft nur alle 11 Wochen zu. Ein Angestellter wird da noch gut für bezahlt, für einen Beamten....

Dir als Bezirksleiter Betrieb ist es ja nichts neues, andere Kollegen mag diese Rechnung interessieren:
Geleistete Bereitschaft: Sa/So = 690 min, So/Mo 555 min = 1245 min. Davon werden 600 min abgezogen (darf man als Beamter drauf verzichten, eine genauere Begründung hatte ich auch mal gehabt), bleiben 645 min. Davon wird 1/8 angerechnet sind = 81 min. Wirtschaftlich gerundet sind das dann 1 Stunde, die der MA auf Antrag zwei Monate später ausgezahlt bekommt.


Der Grundgedanke wäre an und für sich nicht schlecht, nur bewältigen könnte man man das nur mit Zeit- oder Leiharbeitern. Sicher nicht der Weg, den man sich als gewachsener Eisenbahner wünscht....

Absolut nicht! Dann schon lieber mal auf einen Ruhetag verzichten, so schwer das auch mit steigendem Alter wird.


Gruß

A.

Traindriver
11.06.2008, 13:07
Und bevor ich es vergesse, genau es ist meine Sache was ich meiner Freundin und meinen Kindern erzähle und auf deren Haut möchte ich mich nicht ausruhen, wenn du das willst ist das deine Sache!



Du hast eine interessante Ansicht!

Generationenvertrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Generationsvertrag)
kennst Du bestimmt,oder?
Nach Deiner Meinung kommt man schnell auf den Gedanken, daß die heutigen Rentner sich auf Kosten der Jungen(arbeitenden Bevölkerung und Beitragzahler) ausruhen und das nicht richtig ist.
Ich sage, doch das ist RICHTIG!
Die heutigen Rentner haben meist Ihr Arbeitsleben schwer gearbeitet und Beiträge gezahlt, die an die damaligen Rentner gezahlt wurden.

Wenn Du mir mit Deiner Meinung unterstellen willst, mich auf Kosten anderer auszuruhen, dann verwehre ich mich dagegen.
Es gibt in Deutschland leider genug Menschen die von Hartz4, Sozialhilfe usw. leben müssen. Jeder einzelne davon hat seine Gründe dafür und Schicksalsschläge etc..
Bei Wechseldienstleistende ist das wohl etwas anderes, oder nicht??
Es gibt genug Studien, wo nachgewiesen wird das unregelmäßiger Wechseldienst LEBENSZEIT kostet.
Nach Deiner Meinung dürfen Wechseldienstleistende schön Beiträge bezahlen und Ihre Rente nur kurz oder besser noch gar nicht geniessen?
Das hat alles nichts mit ausruhen auf Kosten anderer zutun.
Bei Wechseldienstleistende ist die Lebensarbeitszeit einfach schneller erreicht, wie bei Normalschichtleistende!
Wenn Du das anders fühlst und denkst, ist das Deine persönliche Sache, aber nicht allgemeingültig!


--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------


heute gefunden http://www.merkur-online.de/wirtschaft/art8810,930675

betrifft zwar nicht das Rentenalter, aber für uns/Euch evtl. auch interessant wegen Bereitschaftszeiten (gut hier gehts um Feuerwehr und Klinikpersonal), aber wer sagt denn, dass.....

Habe das auch in den Nachrichten gesehen und muß sagen, daß damit die EU zurückgeht und gute Regelungen aufweicht!!
Bei soviel GUMMI fragt man sich, wozu legt die EU sowas fest??
Kostet nur und bringt sehr wenig!!!
Eben DER KLEINSTE GEMEINSAME NENNER!!
Kommt mir aus Deutschland auch irgendwie bekannt vor!:003:

ALK
14.06.2008, 15:18
Ganz unkommentiert möchte ich das nun doch net stehen lasse:



Es gibt genug Studien, wo nachgewiesen wird das unregelmäßiger Wechseldienst LEBENSZEIT kostet.

Jo und wie viel Lebenszeit kostet es? 12 Jahre? Mag ich bezweifeln! Aber ich werde es erleben! Nach einem Test der meinen Arbeitsrhytmus nicht wissen wollte werde ich 79 Jahre alt ...

Wenn ich deine Meinung hier richtig deute sollten alle Menschen die aufgrund ihrer Arbeit eine geringere Lebenserwartung haben als der durchschnitt also ehr in Rente gehen können, bei vollen Bezügen versteht sich. Heist das im Umkehrschluss das alle die sich bei Arbeit nicht so kaputt machen und deshalb länger als der durchschnitt leben dann auch länger arbeiten müssen als der durchschnitt? Nur damit sich das ausgleicht und alle die selbe Bezugszeiten bei der Rente haben?
So und was machst du jetzt mit den bildungsfernen Schichten? Deren Lebenserwartung ist nach irgendwelchen Studien auch niedriger? Nur im Gegensatz zu diesen Schichten hast du dir deinen Beruf rausgesucht, die sind da hineingeboren worden und haben nach bestimmten anderen Studien allein deshalb kaum eine Chance je aufzusteigen!
Was machen wir mit den Rauchern, die verringern ihr Lebenserwartung auch, und erst die Übergewichtigen, gut die ersteren sind selber schuld, aber bei den 2. kann es auch genetische Ursachen haben!
Alle ehr in Rente, oder?

Wo also willst du jetzt bitte die Grenze ziehen? Knapp hinter dir?

Nix für ungut, die Lebenserwartung hat nichts mit der Rente zu tun, sonst kannst für jeden eine eigene Berechnung machen. Zumal man mal besser keiner Studie glaubt die man nicht selbst erstellt hat, sehr viele Studien betrachten nämlich nur einen Aspekt und lassen sehr viele andere Aspekte unbeachtet, und das liegt mit Sicherheit daran welches Ergebnis die Studie bringen soll!

Traindriver
14.06.2008, 19:38
Jo und wie viel Lebenszeit kostet es? 12 Jahre? Mag ich bezweifeln! Aber ich werde es erleben! Nach einem Test der meinen Arbeitsrhytmus nicht wissen wollte werde ich 79 Jahre alt ...

Wenn ich deine Meinung hier richtig deute sollten alle Menschen die aufgrund ihrer Arbeit eine geringere Lebenserwartung haben als der durchschnitt also ehr in Rente gehen können, bei vollen Bezügen versteht sich. Heist das im Umkehrschluss das alle die sich bei Arbeit nicht so kaputt machen und deshalb länger als der durchschnitt leben dann auch länger arbeiten müssen als der durchschnitt? Nur damit sich das ausgleicht und alle die selbe Bezugszeiten bei der Rente haben?


Du verallgemeinerst ja sehr stark!
Warum werden jetzt schon Ausnahmen beim Rentenalter für bestimmte Berufe gemacht?? Das stellst Du scheinbar nicht Frage, oder?!:007:
Warum wird ein Offizier beim Bund mit 50 oder 55 in Pension geschickt?
Hat Er sich so kaputt gemacht und nur noch kurz zu leben?
Allerdings gibt es da auch wieder Ausnahmen, wie z.B. Piloten, U-Bootleute u.ä..
Also mit Deiner Verallgemeinerung kommst Du nicht weit.
Dann könnte man ja die gesetzliche Rente beenden und auslaufen lassen und jeder sorgt für sich selber vor!
Warum wird das wohl nicht gemacht nach Deiner Meinung?


So und was machst du jetzt mit den bildungsfernen Schichten? Deren Lebenserwartung ist nach irgendwelchen Studien auch niedriger? Nur im Gegensatz zu diesen Schichten hast du dir deinen Beruf rausgesucht, die sind da hineingeboren worden und haben nach bestimmten anderen Studien allein deshalb kaum eine Chance je aufzusteigen!
Was machen wir mit den Rauchern, die verringern ihr Lebenserwartung auch, und erst die Übergewichtigen, gut die ersteren sind selber schuld, aber bei den 2. kann es auch genetische Ursachen haben!
Alle ehr in Rente, oder?



Meinst Du die Frage ernst mit den Rauchern und Übergewichtigen??:039:
Etwas Eigenverantwortung darf wohl jeder selber tragen und bei Krankheiten ist das was anderes, damit meine ich Übergewichtige durch Erkrankung.
Du hast dann auch noch Tätowierte, Gepiercte usw. vergessen!:questions:


Wo also willst du jetzt bitte die Grenze ziehen? Knapp hinter dir?

Schreibe ich hier nur von mir????Lebe ich allein auf dieser Welt???
Mache ich nur alleine Wechseldienst????
Irgendwo ist jetzt bereits die Grenze gezogen worden bei der Rente, in Deutschland so und in allen europäischen Nachbarländer auch, nur anders wie bei uns.
Meinst Du dort ist der Wechseldienst gesünder??
Wenn Du mit der bisherigen Regelung zufrieden bist, bitte schön. Dann lehne Dich zurück und warte ab!
Andere sind nicht damit zufrieden und wollen das ändern!


Nix für ungut, die Lebenserwartung hat nichts mit der Rente zu tun, sonst kannst für jeden eine eigene Berechnung machen. Zumal man mal besser keiner Studie glaubt die man nicht selbst erstellt hat, sehr viele Studien betrachten nämlich nur einen Aspekt und lassen sehr viele andere Aspekte unbeachtet, und das liegt mit Sicherheit daran welches Ergebnis die Studie bringen soll!

Wenn die Lebenserwartung nichts mit der Rente zutun hat, warum ist dann der Nachhaltigkeitsfaktor (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsfaktor)
eingeführt worden? Aus Spaß????

Es gibt solche und solche Studien!
Welchen man vertraut entscheidet jeder selber.
Ich mache das auch aus meiner Erfahrung heraus und damit bin ich bestimmt nicht alleine.

Glaubst Du an gar keine Studie??
Ich glaube nicht, daß Du selber Studien über irgendwas erstellst. Oder doch???:007:

Schwarzwaldbahnchef
14.06.2008, 20:33
Du verallgemeinerst ja sehr stark!
Warum werden jetzt schon Ausnahmen beim Rentenalter für bestimmte Berufe gemacht?? Das stellst Du scheinbar nicht Frage, oder?!:007:
Warum wird ein Offizier beim Bund mit 50 oder 55 in Pension geschickt?
Hat Er sich so kaputt gemacht und nur noch kurz zu leben?
Allerdings gibt es da auch wieder Ausnahmen, wie z.B. Piloten, U-Bootleute u.ä..
Also mit Deiner Verallgemeinerung kommst Du nicht weit.
Dann könnte man ja die gesetzliche Rente beenden und auslaufen lassen und jeder sorgt für sich selber vor!
Warum wird das wohl nicht gemacht nach Deiner Meinung?



Meinst Du die Frage ernst mit den Rauchern und Übergewichtigen??:039:
Etwas Eigenverantwortung darf wohl jeder selber tragen und bei Krankheiten ist das was anderes, damit meine ich Übergewichtige durch Erkrankung.
Du hast dann auch noch Tätowierte, Gepiercte usw. vergessen!:questions:


Schreibe ich hier nur von mir????Lebe ich allein auf dieser Welt???
Mache ich nur alleine Wechseldienst????
Irgendwo ist jetzt bereits die Grenze gezogen worden bei der Rente, in Deutschland so und in allen europäischen Nachbarländer auch, nur anders wie bei uns.
Meinst Du dort ist der Wechseldienst gesünder??
Wenn Du mit der bisherigen Regelung zufrieden bist, bitte schön. Dann lehne Dich zurück und warte ab!
Andere sind nicht damit zufrieden und wollen das ändern!



Wenn die Lebenserwartung nichts mit der Rente zutun hat, warum ist dann der Nachhaltigkeitsfaktor (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsfaktor)
eingeführt worden? Aus Spaß????

Es gibt solche und solche Studien!
Welchen man vertraut entscheidet jeder selber.
Ich mache das auch aus meiner Erfahrung heraus und damit bin ich bestimmt nicht alleine.

Glaubst Du an gar keine Studie??
Ich glaube nicht, daß Du selber Studien über irgendwas erstellst. Oder doch???:007:

Hallo TD,

das war echt umfassend und ausführlich! Dem kann man nichts mehr hinzufügen! Kompliment!

sven0403
14.06.2008, 21:52
Ist doch toll wie die Meinungen über diese Thema so auseinander gehen. Nicht mal unsere eigene Clientel ist sich da einig.:007::007:
Keine guten Voraussetzungen für einen Erfolg.
In manchen Punkten hat @Alk ja nicht mal unrecht aber wenn schon jeder Polizist oder Berufsoffizier mit 55 Jahren in Pension gehen darf, sind schon Fragen nach den warum erlaubt.

Schichtarbeit die unregelmäßig ist, macht auf die Dauer krank. Das steht fest wie das Amen in der Kirche. :026:

Gruß Sven

Christian S.
15.06.2008, 05:23
Rente mit 55 hört sich sehr gut an :-) Aber wäre es nicht mindestens genauso gut, die Arbeitsbedingungen soweit zu verbessern, daß die Lebenserwartung eines Tf oder anderen Wechseldienstlers das Niveau eines normalarbeitenden Bürgers erreicht? Ich denke da an Dinge wie reduzierte Arbeitszeit (wobei das sowie jeder von sich aus machen kann - ich verstehe gar nicht, warum soviele freiwillig auf 100% Jahresarbeitszeit arbeiten. Für den dringend nötigen Ausgleichssport o.ä. ist da keine Zeit mehr), höherer Urlaubsanspruch oder andere (teils regelmäßig wiederkehrende) ausgleichende Maßnahmen. Das wäre vielleicht auch volkswirtschaftlich günstiger und eher durchsetzbar, als die Rente mit 55, denn ich sehe schon den Aufschrei und die darauffolgende Neiddebatte in der Boulevardpresse, von der die Politik letzten Endes stark beeinflusst wird.

ALK
15.06.2008, 11:31
Du verallgemeinerst ja sehr stark!
Das ist absicht!


Warum wird ein Offizier beim Bund mit 50 oder 55 in Pension geschickt?
Hat Er sich so kaputt gemacht und nur noch kurz zu leben?

Wie wäre es mit der selben Begründung warum die Französischen Beamten seit 300Jahren früher in Rente gehen? Der Staat kauft sich da eine gewisse Loyalität, die dürfte er bei einem Lokführer aber ehr weniger brauchen als bei einem Polizist oder einem Offizier! Ich sags nochmal in Frankreich wird die 50 oder 55er Rente gekippt (weil nicht mehr finanzierbar), in Österreich gibt es eine Schwerarbeiterregelung unter die Lokführer gelten könnte, allerdings erfordert die auch 45 Beitragsjahre! Und ob du es glaubst oder nicht auch all die anderen Länder werden das ehr in Richtung längeres Arbeiten bringen!



Meinst Du die Frage ernst mit den Rauchern und Übergewichtigen??:039:
Etwas Eigenverantwortung darf wohl jeder selber tragen und bei Krankheiten ist das was anderes, damit meine ich Übergewichtige durch Erkrankung.
Du hast dann auch noch Tätowierte, Gepiercte usw. vergessen!:questions:

Ich bezweifel das es eine Studie gibt nach der ein Tätowierter kürzer lebt als ein anderer, ich habe damit nur ein paar andere Lebensrisiken aufzeigen wollen die dann wohl auch einen früheren Renteneintritt ermöglichen müssten, da sie zumindest teilweise nicht beeinflussbar sind, die Berufswahl wäre es aber ... gilt da dann die Eigenverantwortung nicht?




Wenn die Lebenserwartung nichts mit der Rente zutun hat, warum ist dann der Nachhaltigkeitsfaktor (http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsfaktor)
eingeführt worden? Aus Spaß????

Also ich würde mal sagen das der Nachhaltigkeitsfaktor etwas mit der steigenden Lebenserwartung zu tun hat, an der du und wir anderen Wechseldienstler ja ohnehin keinen Anteil haben, zumal der noch Krasser ausfällt wenn Nachtarbeiter früher in Rente gehen. Sprich je früher die Menschen in Rente gehen desto weniger bekommen dann alle.



Es gibt solche und solche Studien!
Welchen man vertraut entscheidet jeder selber.
Ich mache das auch aus meiner Erfahrung heraus und damit bin ich bestimmt nicht alleine.

Glaubst Du an gar keine Studie??
Ich glaube nicht, daß Du selber Studien über irgendwas erstellst. Oder doch???:007:
Ich will nicht sagen das ich keiner Studie glaube, ich nehme mir die Freiheit anzuschauen wer die bezahlt hat. Selber erstellen? Warum sollte ich? Habe gestern ein wenig nach Studien zum Thema Wechseldienst und Lebenszeit gesucht, nichts gefunden, leider. Allerdings habe ich Studien gefunden die belegen das Nachtarbeit allgemein die Lebensarbeitszeit verkürzt. Das ist auch nicht zu bestreiten, aber nochmal nach welcher Grundlage soll man denn dann entscheiden wer wie lange arbeiten soll? Wusstest du das Bauarbeiter im Durchschnitt auch heute schon nie das Rentenalter erreichen (Lebenserwartung = 63 Jahre). Wenn Nachtarbeit grundsätzlich schädlich ist, wie erklärst du dann einer Nachtschwester oder einem Wachdienst das er nur weil deren Dienstbeginn regelmäßig um 20:30 war, sie nicht in den Genuss eines früheren Renteneintritts kommen? Kannst durch jeden Beruf ersetzen der auch Nachts arbeitet(und das sind nicht gerade wenige) ... Bäcker mit regelmäßigem Arbeitsbeginn zwischen 2 und 4 Uhr fangen jeden Tag zur selben Zeit an hauen sich aber trotzdem jeden Tag die Nacht um die Ohren und leiden mit Sicherheit an den selben Problemen wie ein Tf der im Wechseldienst arbeitet.

Vielleicht habe ich ein zu hohes Gerechtigkeitsempfinden, aber wenn ich einem Wechseldienstler die Rente zu einem früheren Zeitpunkt ermögliche muss ich das allen anderen die eben solche Probleme auch haben und wer soll das dann bezahlen?

Nebenbei hat gestern die SPD gefordert die Altersteilzeitregelung zu verlängern ... auch keine schlechte Idee. Und nur damit ich nicht wieder als der Arbeitgebervertreter hingestellt wird ... ich bin immer noch dafür das man nach 45 Beitragsjaren abzugsfrei in Rente gehen können muss. Warum soll man sich hier für eine Regelung begeistern die weder finanzierbar noch realistisch ist?

Die Aussage von Christian Schulze ist übrigens Dankenswert.
Eine solche Verbesserung wäre beispielsweise kein Dienstbeginn zwischen 00 und 04Uhr und bei Railion Tf die gesetzliche Mindestruhe von 11std. Oder eine Begrenzung der Nachtschichten pro Woche etc. Aber das wäre vermutlich einfacher zu erreichen also kämpfen wir lieber gegen Windmühlen für rein populistische Forderungen die sich nie verwirklichen lassen!

Knallkopf
15.06.2008, 19:53
Rente mit 55 hört sich sehr gut an :-) Aber wäre es nicht mindestens genauso gut, die Arbeitsbedingungen soweit zu verbessern, daß die Lebenserwartung eines Tf oder anderen Wechseldienstlers das Niveau eines normalarbeitenden Bürgers erreicht? Ich denke da an Dinge wie reduzierte Arbeitszeit (wobei das sowie jeder von sich aus machen kann - ich verstehe gar nicht, warum soviele freiwillig auf 100% Jahresarbeitszeit arbeiten. Für den dringend nötigen Ausgleichssport o.ä. ist da keine Zeit mehr), höherer Urlaubsanspruch oder andere (teils regelmäßig wiederkehrende) ausgleichende Maßnahmen. Das wäre vielleicht auch volkswirtschaftlich günstiger und eher durchsetzbar, als die Rente mit 55, denn ich sehe schon den Aufschrei und die darauffolgende Neiddebatte in der Boulevardpresse, von der die Politik letzten Endes stark beeinflusst wird.

Warum wir auf 100% JAZ arbeiten ??? Weil ich bei 100% nur 15... ,- Eorolonen Netto ohne Nebenbez. raushabe ! Und das nach 25 Jahren! Wie sollen wir von weniger leben können ????
Und Ausgleichssport können wir ja auf Arbeit treiben,indem einfach die Fußwegzeiten geküzrzt werden ! Und das noch mir Marschgepäck auf dem Rücken ! - Denke,denke,denke,achja auch das gab es schon einmal,den Härtetest bei der NVA ! :039:

Bat
28.06.2008, 15:14
Warum wir auf 100% JAZ arbeiten ??? Weil ich bei 100% nur 15... ,- Eorolonen Netto ohne Nebenbez. raushabe ! Und das nach 25 Jahren! Wie sollen wir von weniger leben können ????
Und Ausgleichssport können wir ja auf Arbeit treiben,indem einfach die Fußwegzeiten geküzrzt werden ! Und das noch mir Marschgepäck auf dem Rücken ! - Denke,denke,denke,achja auch das gab es schon einmal,den Härtetest bei der NVA ! :039:

Hey, ein Bruder (im Geiste)!:6:

Genau deshalb können wir gar nicht verkürzt arbeiten. Abgesehen davon würde das die Belastung für Körper und Hirn auch nicht vermindern.
Unregelmäßiger Schichtdienst belastet nun mal stärker als Normalarbeit, egal ob 30 oder 40 Stunden pro Woche.:003:

Dommehne
28.07.2008, 15:24
Eigentlich würde mich dieses Thema ja überhaupt nicht interessieren, da ich von der Rente noch jahrzehnte entfernt bin (lieber Orf, tu mal net so, als seist Du schon so alt :004: ). Aber auch als junger Mensch macht man sich darüber so seine Gedanken. Klar ist auf jeden Fall, das ich nicht bis 67 zu 100% im Wechseldienst arbeiten kann und will. Das dürfte nur ein geringer Prozentsatz von uns überhaupt gesundheitlich schaffen.
Daher habe ich diverse "Lebensträume" auf Eis gelegt und meine Ersparnisse halbwegs sicher angelegt, um mir einen früheren (Teil-)Ausstieg aus dem Berufsleben leisten zu können. Meine Planung geht derzeit dahin, mit 55 nur noch 75% und mit 60 nur noch 50% zu arbeiten. Diese Variante des "langsamen" Ruhestandes finde ich eh am besten, denn ich kann mir nicht vorstellen, nach Jahrzehnten täglicher Arbeit plötzlich von einem Tag auf den anderen ganz aufzuhören. Da lieber schrittweise. Natürlich hoffe ich auch, das eine bessere Regelung für uns Wechseldienstler gefunden wird. Aber da ich dem Braten nicht traue (ich lebe in Deutschland ^^), habe ich mir eben gesagt, lieber selbst vorzusorgen ...


Sehr gut, Karibikfan

Ich bin mittlerweile schon soweit das mir auch ein Abzug von 10,8% nichts mehr ausmacht, falls ich krankheitshalber ausscheiden müßte. Mit 55 hätte ich 35 Jahre Wechseldienst auf dem Buckel, irgendwo hat man doch ne Macke weg. Soll bloß keiner sagen Wechseldienst sei gesund.

Ein alter Lokführer hat mal zu mir gesagt: Es ist nicht wichtig wie hoch deine Pension ist, sonder wie lange sie du bekommst, es muß nur reichen.

Ich denke das er nicht unrecht hatte, denn jeder Monat im Geschäft der fehlt später an der Pension.

Dommehne

reuter20
28.07.2008, 15:44
Ich halte nach dem heutigen Erkenntnisstand eine Rente mit 55 für
nicht machbar , würde es für mich - entsprechend natürlich
Gesundheit und Tauglichkeit vorausgesetzt , auch nicht in Anspruch nehmen wollen,
zumindest nicht zu 100 % . Langsam runterfahren ( 55 = 70 % , 60 = 50 % )
schon eher .
Ist ja die Frage , wie das bezahlt würde und was dem Rentner bleibt .
Und auf die EU mit ihren komischen Richtlinien verlasse ich mich gar nicht ,
aus dieser Ecke kam noch nie was Gutes .
Skeptische Lektüre zum Thema : " Das Methusalem-Komplott " -
für meinen Geschmack aber etwas zu viel Panikmache .
Also , schön gesund bleiben !!!

der guthe hermann
28.07.2008, 16:21
@ Dommehne

Ich bin mittlerweile schon soweit das mir auch ein Abzug von 10,8% nichts mehr ausmacht, falls ich krankheitshalber ausscheiden müßte. Mit 55 hätte ich 35 Jahre Wechseldienst auf dem Buckel, irgendwo hat man doch ne Macke weg. Soll bloß keiner sagen Wechseldienst sei gesund.

Ich hatte den grossen Dusel, 1988 unter die 55er Regelung zu fallen, obwohl der A 8 vor der Tür stand. Ich habe bisher keinen Tag bereut, das Angebot angenommen zu haben.
Überigens mildert die weniger bezahlte Steuer das Ganze ein wenig, so dass ich gut 80% vom vorherigen Netto zur Verfügung habe. Auch ich hatte zu der Zeit über weit 30 Jahre Wechseldienst hinter mir.

Dommehne
29.07.2008, 11:34
@ Dommehne

Ich bin mittlerweile schon soweit das mir auch ein Abzug von 10,8% nichts mehr ausmacht, falls ich krankheitshalber ausscheiden müßte. Mit 55 hätte ich 35 Jahre Wechseldienst auf dem Buckel, irgendwo hat man doch ne Macke weg. Soll bloß keiner sagen Wechseldienst sei gesund.

Ich hatte den grossen Dusel, 1988 unter die 55er Regelung zu fallen, obwohl der A 8 vor der Tür stand. Ich habe bisher keinen Tag bereut, das Angebot angenommen zu haben.
Überigens mildert die weniger bezahlte Steuer das Ganze ein wenig, so dass ich gut 80% vom vorherigen Netto zur Verfügung habe. Auch ich hatte zu der Zeit über weit 30 Jahre Wechseldienst hinter mir.

Das glaube ich Dir gern. Sei bloß froh das Du gehen durftest. Ich gönn das jedem der die Möglichkeit hat.

Knallkopf
16.08.2008, 15:17
Das Thema wird wohl stets interessant bleiben !
Und jeder der halbwegs realistisch ist,weiß doch ganz genau das wir zwar alt werden wollen,es aber aufgrund der ganzen jetzigen Alltagsbedingungen und - umstäden,samt den dazugehörigen `Konsumentenkrankheiten`wie Diabetes,Blutdruckgeschichten,Übergewicht,ungesund er Schichtdienst,Schlafmangel und leben gg.die innere Uhr wir doch eher den biologischen Verschleiß erliegen !
Und wenn man sich dann noch in den versch. Zeitungen die `schwarzen Inserate `durchliest,wieviele da nicht einmal das Vorrentenalter erreicht haben...
Da bleibt uns eigentlich nur noch übrig,dafür zu Sorgen,das Riester und Co. endlich vererbbar wird,damit wenigstens die Hinterbliebenen Nutznießer unserer eingezahlten Beiträge sind !

Traindriver
21.08.2008, 15:19
Hallo,

heute habe ich Post vom HV der GDL bekommen.

Darin wird eine Antwort der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung bestätigt, woraus hervorgeht, daß es auf europäischer Ebene keine Vorschriften zur Festsetzung der Altersgrenzen gibt. Diese fallen ausschließlich in die Kompetenz der Mitgliedsstaaten allein.

Weiter wird ausgeführt, daß Nationales und Europäisches Recht keine gesonderte Berücksichtigung des Schicht- und Wechseldienstes in Bezug auf vorherigen Renteninanspruchnahme vorsehen.

Im Klartext heißt das, daß es diese von einigen Kollegen in Zeitungsartikeln erwähnte Regelung Rente mit 55 für Wechseldienstleistende nicht gibt!
Deswegen ist es weiterhin bzw. jetzt erst recht WICHTIG, diese Artikel oder wenigsten EINEN in Textform o.ä. zu bekommen, damit der Verfasser nach seiner Quelle befragt werden kann bzw. vielleicht steht diese sogar in dem Artikel. Ausgedacht wird sich der Verfasser, daß nicht haben.

Wer was gefunden hat bitte per PN oder Mail an mich!!

Danke im Voraus.

Knallkopf
21.08.2008, 17:57
Hallo,

heute habe ich Post vom HV der GDL bekommen.

Darin wird eine Antwort der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung bestätigt, woraus hervorgeht, daß es auf europäischer Ebene keine Vorschriften zur Festsetzung der Altersgrenzen gibt. Diese fallen ausschließlich in die Kompetenz der Mitgliedsstaaten allein.

Weiter wird ausgeführt, daß Nationales und Europäisches Recht keine gesonderte Berücksichtigung des Schicht- und Wechseldienstes in Bezug auf vorherigen Renteninanspruchnahme vorsehen.

Im Klartext heißt das, daß es diese von einigen Kollegen in Zeitungsartikeln erwähnte Regelung Rente mit 55 für Wechseldienstleistende nicht gibt!
Deswegen ist es weiterhin bzw. jetzt erst recht WICHTIG, diese Artikel oder wenigsten EINEN in Textform o.ä. zu bekommen, damit der Verfasser nach seiner Quelle befragt werden kann bzw. vielleicht steht diese sogar in dem Artikel. Ausgedacht wird sich der Verfasser, daß nicht haben.

Wer was gefunden hat bitte per PN oder Mail an mich!!

Danke im Voraus.

Wie du wahrscheinlich auch schon vermutest,aus der Luft werden ich die Kollegen die Inforationen /Gerüchte ja nicht geholt haben .
Vielleicht gab es das Papier ja wirklich,nur es mittlerweile eventuell durch unglückliche Umstände verloren gegangen ist..... oder gar nicht mehr gefunden werden darf ..... :003:

Waschbaer
21.08.2008, 18:05
Ich gehe dann davon aus bis 67 arbeiten zu müssen. Werde dann wohl auf dem goldenen K-Wagen beerdigt. Wer soll das ohne "Dopingmittel" durchhalten ?

fragt ,ohne olympischen Hintergedanken
Der Waschbär

sven0403
21.08.2008, 19:06
Hallo,

heute habe ich Post vom HV der GDL bekommen.

Darin wird eine Antwort der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung bestätigt, woraus hervorgeht, daß es auf europäischer Ebene keine Vorschriften zur Festsetzung der Altersgrenzen gibt. Diese fallen ausschließlich in die Kompetenz der Mitgliedsstaaten allein.

Weiter wird ausgeführt, daß Nationales und Europäisches Recht keine gesonderte Berücksichtigung des Schicht- und Wechseldienstes in Bezug auf vorherigen Renteninanspruchnahme vorsehen.

Im Klartext heißt das, daß es diese von einigen Kollegen in Zeitungsartikeln erwähnte Regelung Rente mit 55 für Wechseldienstleistende nicht gibt!
Deswegen ist es weiterhin bzw. jetzt erst recht WICHTIG, diese Artikel oder wenigsten EINEN in Textform o.ä. zu bekommen, damit der Verfasser nach seiner Quelle befragt werden kann bzw. vielleicht steht diese sogar in dem Artikel. Ausgedacht wird sich der Verfasser, daß nicht haben.

Wer was gefunden hat bitte per PN oder Mail an mich!!

Danke im Voraus.

Das Schlimme daran ist, daß gerade die Gewerkschaften keinerlei Handlungsbedarf zu sehen scheinen. Die Liste der Initiativen erscheint mir sehr kurz zu diesem Thema.

Damit ist jetzt schon, sehr zur Zufriedenheit aller jetzigen und kommenden Finanzminister,sichergestellt, das kaum ein Wechselschichtler die Chance auf das Erreichten des normalen Renteneintrittsalters von 67 Jahren bekommen wird.
Gerade in unserem Bereich wird die Bahn dieses Instrument zur preiswerten Personalpolitik ausnutzen und jeden der laut Bahnarzt nicht mehr tauglich erscheint (und mit ein wenig schlechtem Wille, findet der BA etwas bei jedem !) darf dieser ohne Abfindung den Weg zum Arbeitsamt oder der Frühverrentung antreten.

Vielen Dank liebe Politiker und Gewerkschaften für diese Zukunft !

Gruß Sven

Traindriver
21.08.2008, 19:17
Das Schlimme daran ist, daß gerade die Gewerkschaften keinerlei Handlungsbedarf zu sehen scheinen. Die Liste der Initiativen erscheint mir sehr kurz zu diesem Thema.

Damit ist jetzt schon, sehr zur Zufriedenheit aller jetzigen und kommenden Finanzminister,sichergestellt, das kaum ein Wechselschichtler die Chance auf das Erreichten des normalen Renteneintrittsalters von 67 Jahren bekommen wird.
Gerade in unserem Bereich wird die Bahn dieses Instrument zur preiswerten Personalpolitik ausnutzen und jeden der laut Bahnarzt nicht mehr tauglich erscheint (und mit ein wenig schlechtem Wille, findet der BA etwas bei jedem !) darf dieser ohne Abfindung den Weg zum Arbeitsamt oder der Frühverrentung antreten.

Vielen Dank liebe Politiker und Gewerkschaften für diese Zukunft !

Gruß Sven

Sven, genau diese Gedanken schossen mir auch beim Lesen des Antwortschreibens durch den Kopf.
Klar, sind das die Fakten, aber warum stellen UNSERE INTERESSENVERTRETER das nicht wieder in den Vordergrund??? Um Änderungen oder Verbesserungen herbeizuführen.
In der Debatte um Einführung Rente mit 67 sind Gewerkschafter auch vorstellig geworden, wegen Ausnahmen für besondere Berufsgruppen. Damals sind die Gewerkschafter gescheitert.
Das heißt doch aber nicht, daß das jetzt für alle Zeit GÜLTIGKEIT haben muß!!!Oder???:007::003:

sven0403
21.08.2008, 19:46
Sven, genau diese Gedanken schossen mir auch beim Lesen des Antwortschreibens durch den Kopf.
Klar, sind das die Fakten, aber warum stellen UNSERE INTERESSENVERTRETER das nicht wieder in den Vordergrund??? Um Änderungen oder Verbesserungen herbeizuführen.
In der Debatte um Einführung Rente mit 67 sind Gewerkschafter auch vorstellig geworden, wegen Ausnahmen für besondere Berufsgruppen. Damals sind die Gewerkschafter gescheitert.
Das heißt doch aber nicht, daß das jetzt für alle Zeit GÜLTIGKEIT haben muß!!!Oder???:007::003:

Mir scheint das passt keiner Gewerkschaft ins politische Kalkül.
Jeder Werktätige der früher ausscheidet, fehlt den Gewerkschaften als potenzieller Beitragszahler, neue Mitglieder müssen erst gewonnen werden und das ist in Zeiten wie diesen, schwierig genug.
Allerdings fehlen wir den Gewerkschaften ebenso wenn wir früher gehen müssen.
Ist schon merkwürdig, das einige Berufsgruppen wie Polizei und Bundeswehr in diesem Punkt eindeutig bevorteilt werden und andere die wirklich gearbeitet haben, wie zum Beispiel Krankenschwestern, unser Fahrpersonal u.e.m., so in den Hintern getreten werden.
Aber wir lassen uns das ja auch gefallen, selbst schuld.

Gruß Sven

Lordface
21.08.2008, 20:12
:24:Ich freue mich bis 66,6 arbeiten zu dürfen.Da bekomme ich wenigstens noch die goldene Uhr für 50 Jahre treue Dienste bei der Bahn !

Waschbaer
21.08.2008, 23:00
Du hast die Reise in die Sowjetunion vergessen. Die gabs zur goldenen Uhr dazu. :004:

Bullwin
22.08.2008, 13:48
Du hast die Reise in die Sowjetunion vergessen. Die gabs zur goldenen Uhr dazu. :004:

Hey Waschbär
Kennst doch noch das Sprichwort---
Nur die Besten fahren nach Moskau und die allerbesten fahren vorbei(Sibirien).:24::24::24::021::021::021:
Bullwin

Waschbaer
22.08.2008, 16:44
Hies das nicht : Die besten fahren in Westen ??? :004:

fragt
Der Waschbär

Traindriver
09.10.2008, 14:42
Ich wollte das Thema wieder nach vorne holen.

Inzwischen habe ich mich direkt an einige Europaabgeordnete gewandt mit der Bitte um Mitteilung, ob diese EU-Richtlinie überhaupt existiert.
Bis jetzt habe ich nur eine Antwort bekommen, daß es sehr hilfreich wäre den Artikel zu haben oder zumindest in welcher Zeitung er wann stand.

Deswegen nochmal meine Bitte:
Wer diesen Artikel kennt und mir schicken kann oder auch nur die Zeitung und Erscheinungstag kennt, bitte bei mir melden, auch per Mail oder PN.

Es kann doch nicht sein, daß einige den Artikel selber gelesen haben, aber keiner hat konkrete Infos!!! Der Artikel oder die Zeitung muß doch zu finden sein!!!!:001:

macmoldis
09.10.2008, 16:26
Ein Kollege sagte mir, daß Er einen Artikel gelesen hat, indem von dem EU-Recht geschrieben wurde, daß alle Wechseldienstler mit 55 in Rente gehen dürfen.
In Frankreich wurde das bereits umgesetzt, deswegen hatten auch französische Lokführer gestreikt, weil das für Sie eine Verschlechterung bedeutet.

So, ich hab nochmal gegoogelt. Es ist halt immer so eine Sache, wenn einer was aus zweiter/dritter Hand gehört hat. Aber dass auch nichts ansatzweise in den Tiefen des Internets zu finden ist, sollte doch zu Denken und zu Zweifeln geben.

Hier wurden die französischen Lokführer als Beispiel ( bereits umgesetzt? ) genannt. Auch mal danach gegoogelt ergibt, diese Regelung ist wahrscheinlich a) speziell französisch und b) wahrscheinlich älter als die EU.



"régimes spéciaux"

Die sogenannten "régimes spéciaux", deren Wurzeln ins 19. Jahrhundert und weiter zurückreichen, erlauben es Staatsbediensteten in besonders anstrengenden Berufen bereits mit 50 oder 55 Jahren in den Ruhestand zu treten und nach 37,5 Beitragsjahren die volle Rente zu beziehen, die sich auf 75 Prozent des zuletzt bezahlten Gehalts bemisst.

Es gibt "régimes spéciaux" für mehrere Berufsgruppen, wobei die Eisenbahner und die Beschäftigten der Strom- und Gasbetriebe die mit Abstand wichtigsten sind.
--> Quelle (http://www.wsws.org/de/2007/nov2007/fran-n14.shtml)

als weitere Quelle für diese Angaben siehe auch in diesem Buch (http://books.google.de/books?id=ZhgJjqRxbLsC&printsec=frontcover&dq=Die+Integration+von+Einwanderern&ei=owHuSJPYHpfStQPyy9S5Bw&sig=ACfU3U03ST5tLutgm4zphNTa8jv5n7Y_qg#PPA10,M1) ab Seite 453 über die Entstehung der Sozialsysteme in Frankreich.



Habe aber noch etwas anderes zu dem Thema gefunden, diese Broschüre (http://library.fes.de/pdf-files/asfo/03720.pdf) der Friedrich Ebert Stiftung. Siehe dort die Seiten 47-49 (im *pdf Seite 49-51)
Punkt "3.2 Bedingungen des Rentenzugangs für besondere Gruppen von Erwerbstätigen" ( mal die Hackler-Regelung anschauen)

soweit erst mal wieder dazu, bleibe dabei, wenn es wirklich EU-Recht wäre, gäbe es a) irgendwas zu finden und b) würde sich irgendeine Partei/Organisation/Gewerkschaft finden die so etwas lautstark publik machen würde

rainer
09.10.2008, 18:03
Das ist reines Wunschdenken Kollegen!! Bin aber für jedes positive Gerücht dankbar-die Hoffnung stirbt zuletzt.

RABTOR
03.11.2008, 22:48
Das ist reines Wunschdenken Kollegen!! Aber ich habe gehört, dass es für uns Wechseldienstler den neuen A8 zum halben Preis geben soll.....(Barzahler!). Bin für jedes positive Gerücht dankbar-die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Hoffnung ist gestorben. Könnt mal nach schaun unter www.Abgeordnetenwatsch.de

Gruß Raptor

Knipsi
04.11.2008, 12:43
Natürlich wäre das gut.Ich hätte dann 36 Jahre Schichtarbeit hinter mir.Aber so was wird es in Deutschland wohl nicht geben.Wer das glaubt,glaubt auch das ein Zitronenfalter, Zitronen faltet.

Traindriver
04.11.2008, 19:00
Wer glaubt denn an Rente mit 55? Man, wir leben im Kapitalismus. Da ist der Stellenwert eines norm. Menschen gleich Null. Nur das Kapital zählt hier - wieder mal gesehen in der Bankenkrise. Einzig die Gewerkschaft könnte eine Rente mit 55 erkämpfen - aber nicht die EU oder dieses Deutschland. Aber daran glaube ich nicht. Eher gewinne ich im Lotto!

Ist Frankreich SOZIALISTISCH???:007:
Dort geht ein Lokführer mit 55 in Rente, TGV-Lokführer sogar früher.

Was da geht, geht auch woanders bzw. bei uns!

Warum müssen wir in Deutschland Schlußlicht beim Rentenalter bleiben im europäischen Vergleich?
Bei den Ruhetagsregelungen und Verdienst haben wir auch noch Nachholbedarf gegenüber unseren Nachbarn!

sbb.lokmaster
04.11.2008, 19:16
Warum das so ist? Ganz einfach, weil in den Nachbarstaaten dem, was die Leute da leisten sowohl in der Politik, als auch in der Öffentlichkeit einen ganz anderen Stellenwert entgegengebracht wird. Bei uns wird doch bestritten, das wir überhaupt Arbeiten, weil ja alles Automatisch geht.

rainer
04.11.2008, 19:30
Ist Frankreich SOZIALISTISCH???:007:
Dort geht ein Lokführer mit 55 in Rente, TGV-Lokführer sogar früher.

Was da geht, geht auch woanders bzw. bei uns!

Warum müssen wir in Deutschland Schlußlicht beim Rentenalter bleiben im europäischen Vergleich?
Bei den Ruhetagsregelungen und Verdienst haben wir auch noch Nachholbedarf gegenüber unseren Nachbarn!

...hast doch Recht. Auftrag an die Gewerkschaften + Finanzkonzept, dann gehts los...Trittbrettfahrer machen dann durch...bis X....

HOOK
10.11.2008, 22:56
Hallo Leute,
auch ich versuch schon längere Zeit was greifbares zu finden. Nothing! Nur "ich habe gehört". Bei uns verbreitet die der OV Bulle der Trans... jedoch konnte er mir keine EU Regelung zeigen. Woher auch. Luftnummer wie immer von denen. Die einzige Aussage hab ich unter Abgeordnetenwatch gefunden
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389.html
ciao

Traindriver
10.11.2008, 23:10
Hallo Leute,
auch ich versuch schon längere Zeit was greifbares zu finden. Nothing! Nur "ich habe gehört". Bei uns verbreitet die der OV Bulle der Trans... jedoch konnte er mir keine EU Regelung zeigen. Woher auch. Luftnummer wie immer von denen. Die einzige Aussage hab ich unter Abgeordnetenwatch gefunden
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389.html
ciao

Danke für Deine Mühe, aber im Beitrag #77 (http://www.bahnerforum.de/forum/showpost.php?p=60252&postcount=77) ist der Link schon drin.

Wir treten immer noch auf der Stelle, aber aufgeben ist nicht. Das muß irgendwo zu finden sein!!!:039:

sven0403
11.11.2008, 08:37
Danke für Deine Mühe, aber im Beitrag #77 (http://www.bahnerforum.de/forum/showpost.php?p=60252&postcount=77) ist der Link schon drin.

Wir treten immer noch auf der Stelle, aber aufgeben ist nicht. Das muß irgendwo zu finden sein!!!:039:

Traini vergiss es, uns rettet nur noch der Lottogewinn ! Rente mit 55 ??? wir können froh sein wenn man uns mit 67 ohne Abzüge nach Hause schickt.

Gruß Sven

Traindriver
01.12.2008, 04:51
Traini vergiss es, uns rettet nur noch der Lottogewinn ! Rente mit 55 ??? wir können froh sein wenn man uns mit 67 ohne Abzüge nach Hause schickt.

Gruß Sven

@Sven
Ganz so pessimistisch sehe ich das nicht, aber auf alle Fälle länger wie bis 55!!!:023:

Für alle:
Inzwischen habe ich Antworten von 2 Europaabgeordneten, die aber auch diese EU-Richtlinie kennen.
Sie verwiesen mich an eine Webseite wo EU-Bürger Hilfe bekommen und Richtlinie etc. erklärt bekommen können.
Das brachte aber auch nichts.

Ich habe auch den aktuellen Entwurf des 3. EU-Eisenbahnpaketes bekommen und durchgelesen und da ist sogar bei den Führerscheinregelungen u.a. auch die Bahnarztbesuche AB 60 aufgeführt und geregelt!!

Scheint also wirklich Essig zu sein.........:002:

Oder wir müssen auf nationaler Ebene das durchsetzen!! Geht auch vielleicht schneller, wie über EU?!?!:007:
Derzeit läuft doch eine Belastungsstudie der Lokführer seitens der GDL.
Wenn das Ergebnis vorliegt, muß man da dran bleiben.

In der DB WELT Dez.08 Seite 7 wird in dem Artikel "Wendezeiten sind oft zu kurz" wird eine Studie des IAD(Istitut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt) zur Belastung der Lokführer von DB Regio zitiert. Eigentlich sehr real nur der letzte Absatz ist nach meiner Meinung nicht zutreffend.

"Positiv sehen die Lokführer ihre Arbeitsplatzsicherheit, die Entlohnung wird dagegen deutlich negativer beurteilt. Dieses Ergebnis könnte aber durch den langen Arbeitskampf 2007 beeinflußt sein, der der Befragung vorausging, vermuten die Autoren der Studie."

Die Entlohnung war vor 2007 schon lange weit hinter dem Durchschnittslohn in Deutschland zurück.
Das ist mit dem LfTV verbessert worden, aber noch nicht ausgeglichen worden.
Was über Jahre vergeigt wurde, kann nicht mit einem Schlag weg sein!!!

rainer
01.12.2008, 10:02
Traini vergiss es, uns rettet nur noch der Lottogewinn ! Rente mit 55 ??? wir können froh sein wenn man uns mit 67 ohne Abzüge nach Hause schickt.

Gruß Sven

...eventuell könnte man unsere Überstunden mit ins Feld führen, da kommen bestimmt ein paar Jahre raus...

Knallkopf
01.12.2008, 10:50
Hallo Leute,
auch ich versuch schon längere Zeit was greifbares zu finden. Nothing! Nur "ich habe gehört". Bei uns verbreitet die der OV Bulle der Trans... jedoch konnte er mir keine EU Regelung zeigen. Woher auch. Luftnummer wie immer von denen. Die einzige Aussage hab ich unter Abgeordnetenwatch gefunden
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_glante-651-12389.html
ciao

Ich könnte mir auch vorstellen,das so eine Regelung bewußt vor uns Deutschen versteckt wird,damit wir lange genug das Bruttosozialprodukt steigern können . :003:

rainer
01.12.2008, 19:28
Ich könnte mir auch vorstellen,das so eine Regelung bewußt vor uns Deutschen versteckt wird,damit wir lange genug das Bruttosozialprodukt steigern können . :003:


...trauriges Thema, weil leider ohne Aussicht auf Erfolg. Aber mal im ernst: wer will uns mit 55 24 Stunden zu Hause ???

Tolbiacum
01.12.2008, 19:40
Hallo Leute

Die Regelung mit 55 in Wechseldienst-Rente !!

Kenne ich von meinem Cousin, der hat lange, lange Jahre Wechseldienst bei einer Chemiefirma gemacht und war dann auch Ratsch-Kaputt.
Hat noch ein paar Jährchen gelebt und das war es, alles für die Firma alles für...........!!!!!!!

Leider kann ich ihn nicht mehr fragen!!!

Gruß Gino

Teufel36
02.12.2008, 02:28
...trauriges Thema, weil leider ohne Aussicht auf Erfolg. Aber mal im ernst: wer will uns mit 55 24 Stunden zu Hause ???

Mit 60 Jahren würde mir ja reichen.
Aber meine ausichten stehen ja auf 67 jahren, ich junger Spund.

118 372-2
03.12.2008, 00:31
Besser kann man es nicht formulieren!!!!!!!!!!!
Wer früher stirbt ist länger Tot!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die Regierung wird sich hüten solch eine Regelung in absehbarer Zeit in Deutschland einzuführen.

rainer
03.12.2008, 07:41
Wer früher stirbt ist länger Tot!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die Regierung wird sich hüten solch eine Regelung in absehbarer Zeit in Deutschland einzuführen.

...geht dann aber wieder auf die Liegezeitkosten...

Traindriver
13.02.2009, 23:47
Ich habe jetzt von einem Tarifexperten gehört, daß die 55er-Regelung Europaweit eine Gesetzesinitiative der Benelux-Länder war, aber nicht im EU-Parlament durchkam.

Sollte der Traum von 55 in Ruhestand gehen für uns deutsche Lokführer wirklich vorbei sein???:13:

Teufel36
14.02.2009, 07:03
Nicht nur für die Lokführer, wenn dann alle Schichtarbeiter.

Oberrheinfahrer
14.02.2009, 11:36
Sollte der Traum von 55 in Ruhestand gehen für uns deutsche Lokführer wirklich vorbei sein???:13:

Natürlich!!!
Man kümmert und regelt lieber solch staatstragenden und für den Weltfrieden unerlässlichen Themen wie krumm darf eine Banane sein oder wir lassen Güterzüge jetzt immer vorneweg fahren!!!!:31: Die EU ist und bleibt ein großer Haufen von Unwissenden, ein Selbstbedienungsladen und ein undurchsichtiger Moloch!!!

Grüße vom Orf

sven0403
14.02.2009, 12:03
Ich habe jetzt von einem Tarifexperten gehört, daß die 55er-Regelung Europaweit eine Gesetzesinitiative der Benelux-Länder war, aber nicht im EU-Parlament durchkam.

Sollte der Traum von 55 in Ruhestand gehen für uns deutsche Lokführer wirklich vorbei sein???:13:

Welcher xxxxxxxx Politiker denkt schon an uns Schichtarbeiter ???
Die in Europa wohl erst recht nicht.
Die sind doch vollauf damit beschäftigt, sich das Leben zu verschönern und wenn wir dafür bluten müssen, soll es denen doch Recht sein.
Das es unsereiner gar nicht bis 67 schafft, ist doch zur Entlastung der Rentenkasse ein angenehmer Nebeneffekt.

Ich könnte reiern über soviel Borniertheit, jagen wir diese Bande zum Teufel (ich meine nicht den gleichnamige User, der kann nichts dafür :003:) da gehören sie hin, ausnahmslos ALLE.

Gruß Sven (extrem wütend)

Bat
14.02.2009, 12:31
Das Erste, was die da regeln werden, ist die Hörnergröße des Teufels ... !:24:

Moselaner
14.02.2009, 12:45
Welcher xxxxxxxx Politiker denkt schon an uns Schichtarbeiter ???
Die in Europa wohl erst recht nicht.
Die sind doch vollauf damit beschäftigt, sich das Leben zu verschönern und wenn wir dafür bluten müssen, soll es denen doch Recht sein.
Das es unsereiner gar nicht bis 67 schafft, ist doch zur Entlastung der Rentenkasse ein angenehmer Nebeneffekt.

Ich könnte reiern über soviel Borniertheit, jagen wir diese Bande zum Teufel (ich meine nicht den gleichnamige User, der kann nichts dafür :003:) da gehören sie hin, ausnahmslos ALLE.

Gruß Sven (extrem wütend)

Hallo Sven,

du sprichst mir sowas von der Seele. Tausend mal Danke.:anbet21:

rainer
14.02.2009, 19:52
[QUOTE=Traindriver;167852]Ich habe jetzt von einem Tarifexperten gehört, daß die 55er-Regelung Europaweit eine Gesetzesinitiative der Benelux-Länder war, aber nicht im EU-Parlament durchkam.

...so ist es, leider...

JimderKnopf
14.02.2009, 23:08
Hallo,
dieses Gerücht geistert schon lange herum. Fakt ist das es diese Regelung nicht gibt und das Deutschland auch keine Strafe zahlt. Die regelung in Frankreich ist eine natinale Regelung.
Ich habe Aufgrund der ganzen Gerüchte das europäische Parlament angeschrieben und auch Antwort erhalten. In dieser Antwort wurde mir bestätigt das es diese Regelung nicht gibt. Allerdings gibt es eine Regelung das Mitarbeiter der EU, im Wechseldienst, mit 55 Jahren ohne Abzug in Pension können. Die Regelung gilt allerdings nur für EU Mitarbeiter und nicht für uns Lokführer.
Ich werde die Mail mal suchen und dann hier veröffentlichen.

MfG
Michael

JimderKnopf
15.02.2009, 12:12
Liebe Kollegen,
wie versprochen hier die Antwort, des Europäischen Parlamentes, zu diesem Thema. Ich hoffe das ich Euch damit geholfen haben. Sollte jemand die Mail als Original benötigen kann ich sie ihm gerne zuschicken.

MfG
Michael Gerhards



Sehr geehrter Herr Gerhards,
wie ich Ihnen bereits gestern telefonisch erläutert habe, existiert keine Richtlinie der Europäischen Union bezüglich der Ruhestandsregelung für Menschen, die Wechseldienst leisten. Die Europäische Union hat in diesem Bereich generell keine Rechtsetzugsbefugnis, weil der größte Teil der Sozialpolitik in der alleinigen Zuständigkeit der Nationalstaaten liegt. Einzig in Fragen des Arbeitsschutzes darf die Europäische Union allgemein verbindliche Richtlinien erlassen.
In bestimmten Fällen ist es allerdings möglich, dass die Europäische Kommission eine Empfehlung hinsichtlich eines Politikbereiches abgibt und diese in einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Sekundärrecht umgewandelt wird. Bezüglich des von Ihnen angesprochenen Falls existiert aber keine solche Empfehlung, und auch der Gerichtshof hat sich nicht mit dem Thema beschäftigt.
Der Ansprechpartner bei der EVP-Fraktion zum Thema Arbeit und Beschäftigung ist der Abgeordnete Thomas Mann (MdEP), der stellvertrender Vorsitzender des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten des Europäischen Parlaments ist, und dessen Büro Sie per e-Mail unter (entfernt) erreichen.
Wenn Sie allgemein nach Dokumenten der Europäischen Union suchen, dann kann ich Ihnen die Website des Europäischen Bulletins empfehlen: http://europa.eu/bulletin/de/welcome.htm . Das Amtsblatt der Europäischen Union finden Sie unter http://eur-lex.europa.eu, Dokumente, die sich noch auf dem Weg durch die Institutionen befinden, sind unter http://ec.europa.eu/prelex/apcnet.cfm zu finden.

Bei Ihrer Arbeit für die Rechte der Arbeitnehmer wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg und verbleibe


mit freundlichen Grüßen

i.A. Gereon Breuer


Gereon Breuer

Office of Dr. Peter Liese MEP


***************

Aufgrund vom Datenschutz habe ich die Adressen, Mailadressen und Telefonnummern entfernt. Diese können beim Beitragsersteller per PN erfragt werden.

EiB_72
26.02.2009, 20:19
Ich habe es versucht, mit 55 in Rente zu gehen (bin Beamter :009:). "Man" war der Ansicht, daß "man" auf meine Dienste nicht verzichten kann. Abgelehnt!

Na gut, jetzt habe ich mir geschworen, bis zur letzten Zuckung dabei zu bleiben. 65 Jahre + 3 Monate (vielen Dank, Herr Bundes-Innenminister!). Bekomme dann sogar noch meine 50 Dienstjahre voll.

Planung: Resturlaub, Überstunden werden komplett im Januar/Februar des Jahres des Renteneintritts genommen, Ehrungen mit Hinweis auf die 3 Monate Zwangsverlängerung abgelehnt. Am letzten Tag (30. April) höchstens ein Spätdienst gezogen. Und Schluß!

Naja, könnte ja am 01. Mai Frühdienst auf 400-EUR-Basis ziehen.... :003:


Gruß

A.

Da du ernsthaft vorhast, bis zum bitteren Ende durchzuziehen, möchte ich dir hiermit meinen Respekt aussprechen.
Dass dir dafür keiner danken wird, steht fest (abgesehen von Kollegen). Im Gegenteil, deine Vorgesetzten werden dich dafür auslachen...

Ich habe mir vorgenommen, ab einem bestimmten Alter regelmäßig zum Arzt meines Vertrauens zu gehen und dieses Spiel werde ich so lange auf die Spitze treiben, bis man mich bettelt, daheim zu bleiben.
Erzähl doch beim nächsten Bahnarzt-Termin über deine Einschlafschwierigkeiten und Angstzustände (ich weiß - du hast keine). Lass dich öfter mal zu einem Kuraufenthalt "überreden". Bring deinen Blutdruck künstlich nach oben.
Es gibt so viele Möglichkeiten, nutze sie. Und lass dich nicht verheizen! Für wen denn auch?

Ich wünsch dir für die letzten Jahre alles Gute, aber verschwende deine Zeit nicht für diesen Kasper-Verein!

Blockwärter
02.03.2009, 21:26
Ich habe mir vorgenommen, ab einem bestimmten Alter regelmäßig zum Arzt meines Vertrauens zu gehen und dieses Spiel werde ich so lange auf die Spitze treiben, bis man mich bettelt, daheim zu bleiben.

!
Die werden nicht lage betteln .
Dann schaff dir mal bei Zeiten eine Gute Berufsunfähigkeitsversicherung an. Was nützt es wenn die dich Kaputt schreiben und das Geld nachher , wegen Abzügen, hinten und vorne nicht reicht ?

EiB_72
21.03.2009, 04:56
Die werden nicht lage betteln .
Dann schaff dir mal bei Zeiten eine Gute Berufsunfähigkeitsversicherung an. Was nützt es wenn die dich Kaputt schreiben und das Geld nachher , wegen Abzügen, hinten und vorne nicht reicht ?

Die hab ich seit 1996, ohne abstraktes Verweisungsrecht - ich bau doch nicht auf Sand:laugh:

Knallkopf
22.03.2009, 11:20
Die deutsche Übersetzung der 55 -er Rentenansprüche :

Nach 55 Arbeitsjahren in unregelmäßigen Schichtdienst,dürfen sie mit vollen Abzügen zu Hause bleiben !
Ihre Rentenansprüche und Anwartschaften sind nachzulesen in dem Buch : Hunde,wollt ihr ewig leben ???

rainer
22.03.2009, 14:14
Die deutsche Übersetzung der 55 -er Rentenansprüche :

Nach 55 Arbeitsjahren in unregelmäßigen Schichtdienst,dürfen sie mit vollen Abzügen zu Hause bleiben !
Ihre Rentenansprüche und Anwartschaften sind nachzulesen in dem Buch : Hunde,wollt ihr ewig leben ???

...würde gerne ne Tüte Lebensfreude schicken...

sven0403
28.05.2010, 10:11
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697217,00.html#ref=rss

Und so lasset alle Hoffnungen fahren.......Ruhestand vor dem Grab? Das wird es wohl für uns nicht mehr geben.

Gruß Sven

gummibahnfahrer
28.05.2010, 10:31
Typisch Bürokraten,die sollten mal einen Monat bei uns mitfahren.Ich sehe es schon kommen das ich mit 80 noch auf der Lok sitze und der Bestatter mich von dort runter holt.Armes DEutschland

sven0403
28.05.2010, 12:04
Typisch Bürokraten,die sollten mal einen Monat bei uns mitfahren.Ich sehe es schon kommen das ich mit 80 noch auf der Lok sitze und der Bestatter mich von dort runter holt.Armes DEutschland

Das sind ja nicht nur wir, ALLE sollen länger arbeiten, verlangt wird das von Leuten die in ihrem Leben wohl noch nie gearbeitet haben ....!

Gruß Sven

Marco_M
28.05.2010, 13:13
"Der Herr über uns" oder wer auch immer bewahre uns davor, dass diese Politiker und "Strategen" länger arbeiten müssen…

Mir graut…

Gruß
Marco

Knallkopf
28.05.2010, 14:43
Wenn ich schon den Unsinn von der höheren Lebenserwartung höre !
Dabei muß man doch nur mit offenen Augen in die Zeitungen schauen , da stehen in den schwarzen Rahmen immer mehr , die nicht einmal das Vorrentenalter erreicht haben !
Und wie jung/alt wir einmal werden , bei den heutigen Arbeits - und Lebensbelastungen kann doch kein Arzt sagen !
Das einzige was ich von den Weißkitteln höre ist einstimmig der Tenor das Schichtarbeit und besonders unsere unregelmäßige , nicht sehr förderlich für ein langes Leben ist !

Und am Ende ist es eben immer nur ein tragisches Einzelschicksal , was man nicht auf die breite Masse übertragen kann !

Ruhrpottsprinter
28.05.2010, 15:13
So langsam bekomme ich bedenken, ob ich überhaupt noch Rente bekommen werde.
Wird sich ja in den nächsten 29 Jahren entscheiden.
Aber wenn ich gerade in die Blöödzeitung(online) schaue, kriege ich das kalte K........... .
Hier der Link zur Bildzeitung(EU Plan Rente mit 70): http://www.bild.de/BILD/politik/2010/05/28/eu-kommission/will-rente-mit-70-einfuehren-schock-forderung.html

Knallkopf
29.05.2010, 08:28
Wenn wir mit über Hundert noch auf der Lok sitzen kaufen die Leute keine Fahrkarte , sondern bezahlen Eintritt in der Geisterbahn !

Knecht
29.05.2010, 11:22
Wenn ich schon den Unsinn von der höheren Lebenserwartung höre !
Dabei muß man doch nur mit offenen Augen in die Zeitungen schauen , da stehen in den schwarzen Rahmen immer mehr , die nicht einmal das Vorrentenalter erreicht haben !
Und wie jung/alt wir einmal werden , bei den heutigen Arbeits - und Lebensbelastungen kann doch kein Arzt sagen !




Klar steigt das durchschnittliche Lebensalter, wenn die Medizin es immer wieder schafft neue Mittelchen und Wege zu entwickeln, Leben zu verlängern. Was für ein Leben dass dann ist siehste in den zahlreichen Pflegeheimen

Traindriver
29.05.2010, 15:17
Derzeit sehe ich eher, daß durch Streß und ARBEITSVERDICHTUNG mehr dafür gesorgt wird, daß die Lebenserwartung auf dem jetzigen Niveau bleibt oder gar sinkt!!!!!
Wer vorher stirbt, bekommt keine Rente..............

Dann können wir ja noch mehr Nächte machen...........

Ich könnte ...........:cwm8:

Traindriver
30.05.2010, 12:16
Noch ein Gedanke dazu:

Aber muß sich die Mehrheit der Bevölkerung das gefallen lassen???

Der Unterschied zwischen den Reichen und dem Normalbürger wird immer größer und wir meckern nur????

Haben wir nicht die Kraft zusammen das zu ändern?????:039:

Ich denke JA!!

Allgemein vermisse ich ein gemeinsames Ziel oder Vision, wohin unser Weg führen soll.
Die Politik betreibt derzeit nur Schadensbegrenzung.

Das die Mehrheit der Bevölkerung kein Vertrauen mehr hat in die Politiker sieht man sehr deutlich an den Wahlbeteiligungen und Wahlergebnissen der letzten Jahre!!

WIE LANGE SOLL DAS NOCH SO WEITER GEHEN???????:007:

Ich meine, daß es jetzt höchte Zeit ist etwas zu tun. GEMEINSAM!!!!!!!

Vmax
30.05.2010, 12:30
@Traindriver

Gute Idee,noch bessere Ziele,volle Zustimmung.

Aber in Deutschland? Bei den Franzosen oder Italienern ok aber bei uns?--->schön wärs.
Hier ist sich doch zum größtem Teil jeder selbst der Nächste.
Dazu bedarf es erst mal eines WIR-Gefühls und das überschauen des eigenen Tellerrandes.
Auch wenn ich mich jetzt wiederhole,solange der Einzelne noch irgendwie
über die Runden kommt .kümmert die das Leid der Andern wenig.
Da muß es noch viel schlimmer kommen ehe sich die Deutschen bewegen.

Vmax

Knallkopf
30.05.2010, 12:38
Noch ein Gedanke dazu:

Aber muß sich die Mehrheit der Bevölkerung das gefallen lassen???

Der Unterschied zwischen den Reichen und dem Normalbürger wird immer größer und wir meckern nur????

Haben wir nicht die Kraft zusammen das zu ändern?????:039:

Ich denke JA!!

Allgemein vermisse ich ein gemeinsames Ziel oder Vision, wohin unser Weg führen soll.
Die Politik betreibt derzeit nur Schadensbegrenzung.

Das die Mehrheit der Bevölkerung kein Vertrauen mehr hat in die Politiker sieht man sehr deutlich an den Wahlbeteiligungen und Wahlergebnissen der letzten Jahre!!

WIE LANGE SOLL DAS NOCH SO WEITER GEHEN???????:007:

Ich meine, daß es jetzt höchte Zeit ist etwas zu tun. GEMEINSAM!!!!!!!

Nicht nur was tun , sondern auch was erreichen !
Denn was ist denn in der Vergangenheit getan worden ??? Welche Chancen wurden vertan und was ist unterm Strich herausgekommen oder Verschlimmbessert worden ???

AOG
30.05.2010, 20:22
Die gesetzliche Rentenversicherung war ursprünlich (1889) eine Invaliditäts- und Altersversicherung. Also ging man schon davon aus, dass die Menschen nur im Notfall darauf angewiesen sein würden. Vor allem war sie für die Hinterbleibenen (Witwen, minderjährige Kinder) gedacht. Das Renteneintrittsalter war bewusst so gewählt, dass es (zum damaligen Zeitpunkt) nur von wenigen erreicht wurde. Also auf keinen Fall dazu, zehn, zwanzig oder gar dreißig Jahre lang Rente zu beziehen. Und damals hat niemand genörgelt, sondern war froh, für einen geringen monatlichen Beitrag eine Versicherung zu haben, welche im Fall der Fälle für die Hinterbliebenen einspringt oder bei Invalidität das Überleben garantiert.

Tabelle (http://www.geroweb.de/grafik/lebenserwartung_seit1871.gif)

Damals gab es eine große Zahl an Einzahlern in die Rentenversicherung, aber nur wenige, die eine Rente in Anspruch nahmen. Und das meist auch nur eine relativ kurze Zeit. Ich erzähle Euch sicher nichts Neues, aber die Rentenversicherung ist keine Kapitalanlage, sondern eine umlagefinanzierte Sozialversicherung. Das Geld, was die Rentenversicherung heute einnimmt, gibt sie am gleichen Tag auch wieder aus. Heute hat sich die Situation grundlegend geändert, immer weniger Einzahler müssen für immer mehr Renter aufkommen die auch noch viel länger leben und somit auch länger eine Rente beziehen. Dies führt zwangsläufig zu einer Beitragssteigerung (oder höheren Steuerzuschüssen - was aber für den Arbeitnehmer aufs Gleiche hinausläuft).

Hinzu kommt, dass die Menschen "früher" bereits mit 14 Jahren in das Berufsleben eintraten, heute nicht vor dem 18. Lebensjahr, oft aber noch viel später. Also "fehlen" diese Menschen auch bei den Einzahlern in die Rentenversicherung. Für die Vollrente werden 45 Beitragsjahre vorausgesetzt.

Unter diesem Aspekt ist die Forderung der EU-Kommission noch mehr als moderat, billigt sie doch den Menschen ein Drittel ihres Lebens nach der Ausbildung als Rentner zu.

Dieser Beitrag ist nicht zynisch, er entspricht den Tatsachen. Wer im Alter ohne Arbeit gut leben will, darf sich nicht auf die Solidargemeinschaft stützen, sondern muss selbst vorsorgen.

Wer bspw. über 45 Jahre hinweg jährlich 3.000 Euro (monatlich 250) auf ein Sparbuch legt, hat am Ende bei konstant 3% ein Kapital von rund 160.200 Euro, bei konstant 5% wären es 531.400 Euro. Eingezahlt hat man aber nur 138.000 Euro. Der Betrag ist nicht willkürlich gewählt, sondern entspricht dem Rentenversicherungsbeitrag bei einem Bruttolohn von 2.400 Euro. Das ist aber nur der Arbeitnehmerbeitrag, durch den Arbeitgeberbeitrag würden sich die Einzahlungen verdoppeln und der Erlös sähe dann noch größer aus. 320.000 Euro bei 3% und 1.06 Millionen Euro bei 5%.

Davon kann man ohne das Kapital anzugreifen monatlich 1.500 (bei 3%) bzw. 2.650 (bei 5%) an Zinsen kassieren und abheben. Aber selbst bei 1% Zinsen bleiben (ohne Kapitalverzehr) noch 880 Euro.

sven0403
30.05.2010, 20:48
Dieser Beitrag ist nicht zynisch, er entspricht den Tatsachen. Wer im Alter ohne Arbeit gut leben will, darf sich nicht auf die Solidargemeinschaft stützen, sondern muss selbst vorsorgen. .

Du scheinst ja selber zu zweifeln ob den Beitrag nicht reichlich zynisch rüber kommt.

Ein geruhsamer Lebensabend nach einem Leben voller Arbeit und Leistung für einen Staat ist also wieder mal etwas, worauf nur Begüterte ein Anrecht haben, die ihr Vermögen ausschließlich auf Kosten derer zusammen ergaunert haben, die sich diesen Luxus niemals werden leisten können.

Eine kleine Anzahl Menschen, die niemals wirklich gearbeitet haben müssen das also auch im Alter nicht tun, der große Rest mag verrecken.

Die Menschen die den Reichtum erarbeiten dürfen also nicht daran teilhaben! Dankeschön dafür.

Nenne es wegen mir Neid aber diesen Luxus gestehe ich dieser Art Mensch einfach nicht zu!

Das mir dieses System im höchsten Maße ungerecht und zynisch daherkommt, dürfte dich also nicht wundern.

Nur dann sollte man der Ehrlichkeit halber auf meine Rentenversicherungsbeiträge verzichten und mir den bisher verschleuderten Rest wieder auszahlen, unter Solidargemeinschaft habe ich mir etwas anderes vorgestellt wo ist der Beitrag der Gutverdienenden?

Gruß Sven

AOG
30.05.2010, 21:47
Du scheinst ja selber zu zweifeln ob den Beitrag nicht reichlich zynisch rüber kommt.

Ein geruhsamer Lebensabend nach einem Leben voller Arbeit und Leistung für einen Staat ist also wieder mal etwas, worauf nur Begüterte ein Anrecht haben, die ihr Vermögen ausschließlich auf Kosten derer zusammen ergaunert haben, die sich diesen Luxus niemals werden leisten können.
Ich habe nichts weiter als die Fakten wieder gegeben. Und wieso Leistung für den Staat? Meines Wissens arbeiten die Menschen, um Einkommen zu erzielen. Die gesetzliche Rente ist kein Wohlstandssicherungskonzept. Den geruhsamen Lebensabend findest Du nur in der Werbung von Lebensversicherern. Den Quatsch habe ich aber ausgeblendet und ein simples Sparbuch vorgerechnet. Und Du kannst mir glauben, die Zahlen stimmen.

Eine kleine Anzahl Menschen, die niemals wirklich gearbeitet haben müssen das also auch im Alter nicht tun, der große Rest mag verrecken.
Ich weiß ja nicht, was Du als Arbeit definierst, aber physikalisch ist Deine Tätigkeit nicht als solche zu bewerten, es sei denn Du bist Heizer auf einer Dampflok :003:.

O.K. das war zynisch.

Die Menschen die den Reichtum erarbeiten dürfen also nicht daran teilhaben! Dankeschön dafür.

Nenne es wegen mir Neid aber diesen Luxus gestehe ich dieser Art Mensch einfach nicht zu!
Du hast eine Teilhabe an dem "Reichtum" durch Deinen Lohn. Willst Du mehr?


Das mir dieses System im höchsten Maße ungerecht und zynisch daherkommt, dürfte dich also nicht wundern.
Du bist in einem anderen System aufgewachsen, das zwangsläufig permanent Pleite warl

Bat
30.05.2010, 21:51
Und ich dachte immer es ginge darum, die gesamte Gesellschaft für alle Menschen lebenswert weiterzuentwickeln ... ?!

Dem ist offensichtlich nicht so ... . Tja dann ..., fällt es mir eigentlich schwer nicht über brennende Daimler zu lächeln!

sven0403
30.05.2010, 21:54
Du bist in einem anderen System aufgewachsen, das zwangsläufig permanent Pleite warl

Worin also unterscheidet es sich also von diesem? Wir sind längst pleite uns wurde nur die ganze Rechnung noch nicht vollständig präsentiert.

Gruß Sven

Tender
15.08.2010, 08:41
Hallo Alk
es solln die bezahlen die nachtens im Bett liegen und um 7.00 8.00 oder noch später anfangen zu "arbeiten".
Für Die, die Uhrzeiten ab 0:00 - 6:00 Uhr nur Zeiten sind wo sie von einer Party nach Hause kommen.

Gruß Tender

Knallkopf
15.08.2010, 09:49
Ich habe nichts weiter als die Fakten wieder gegeben. Und wieso Leistung für den Staat? Meines Wissens arbeiten die Menschen, um Einkommen zu erzielen. Die gesetzliche Rente ist kein Wohlstandssicherungskonzept. Den geruhsamen Lebensabend findest Du nur in der Werbung von Lebensversicherern. Den Quatsch habe ich aber ausgeblendet und ein simples Sparbuch vorgerechnet. Und Du kannst mir glauben, die Zahlen stimmen.

Ich weiß ja nicht, was Du als Arbeit definierst, aber physikalisch ist Deine Tätigkeit nicht als solche zu bewerten, es sei denn Du bist Heizer auf einer Dampflok :003:.

O.K. das war zynisch.

Du hast eine Teilhabe an dem "Reichtum" durch Deinen Lohn. Willst Du mehr?


Du bist in einem anderen System aufgewachsen, das zwangsläufig permanent Pleite warl

Ach, die Lohnsteuern und Sozialabgaben sind keine Leistungen für den Staat ???? Warum gehen dann alle Beschäftigten über ein halbes jahr nur für den Staat arbeiten ???
Wer braucht denn wem ?? Wir, die wir arbeiten. können locker ohne den Staatsapparat leben und uns ernähren ! Ob der Staat und seine Apparatschiks ohne das Volk leben können ???

sven0403
15.08.2010, 11:25
Wer braucht denn wem ?? Wir, die wir arbeiten. können locker ohne den Staatsapparat leben und uns ernähren ! Ob der Staat und seine Apparatschiks ohne das Volk leben können ???

Nun dem ist nicht ganz so, auch wir die noch arbeiten dürfen benötigen den funktionierenden Staat, das Leben in großer Gemeinschaft muss geregelt werden.
Selbst Arbeit muss gesetzlich geregelt werden um uns zu teilweise zu schützen, Verteidigung, Katastrophenschutz, Gesundheitswesen, Bildung,Verkehr und viele andere Dinge mehr würden nicht funktionieren, ohne einen "Staat" mit seinen Institutionen.

Vieles in diesem besonderen Staat funktioniert nur gegen die Menschen die ihn noch finanzieren müssen/dürfen aber das hat andere Ursachen die wir auch schon diskutiert haben ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Aber kein Staat.....? Das Ergebnis wäre Anarchie.

Gruß Sven

Knallkopf
15.08.2010, 11:49
Leben wir nicht schon außerhalb der Gemeinschaft, aufgrund unserer Wechseldienste ??

sven0403
15.08.2010, 12:20
Leben wir nicht schon außerhalb der Gemeinschaft, aufgrund unserer Wechseldienste ??

Nehmen wir uns nicht manchmal ein wenig zu wichtig?

Ja wir arbeiten wie viele andere auch im Wechseldienst, deswegen stehen wir aber nicht außerhalb der Gesellschaft, das kommt erst später.

Knallkopf
15.08.2010, 13:00
Wenn wir uns selber nicht für wichtig nehmen , wer dann ???

Tender
16.08.2010, 01:03
Hallo Keks
was ist den Thema??
Rente für Wechseldienstler ab 55.
Mit Brille wer das nicht passiert.

Gruß Tender

Reval 13
16.08.2010, 12:14
Also,das wäre o.k.Ich hab mit 16 bei der Bahn angefangen,ab 17 im Schichtdienst und 40 Jahre sollten doch genug sein.Wer soll denn das über 60 noch durchhalten?Nächstes Jahr hab ich mein 25.Jahr bei der Bahn,wo ist die Zeit bloß geblieben? Nun bin ich 40 und das soll noch nicht mal Halbzeit sein? Ich mache gern meine Arbeit ,aber manchmal auch Grenzen.Hatte mal gedach,t mit dem nicht freiwilligen zur Bundesbahn Wechsel und dem erhaltenen Beamtenstatus mit so 55 inden Ruhestand zu gehen ,aber nun ist ja alles anders.

Reval 13
16.08.2010, 12:40
Und sagt jetzt nicht ,die Beamten sind ja sowieso alle vor.Die erwischt es genauso.Ein Gedenken an einen Kollegen aus Esslingen-Zell,der Zeit seines Lebens für die S-Bahn in Stuttgart da war.Der war gerade 60.Umgekippt an einer Tankstelle.Nierenversagen...na toll.Wenn ich in der GDL-Zeitung die Anzeigen lese ,wer sich wiedermal in den unwiederbringlichen "Ruhestand" begeben hat,frage ich mich ,wer bringt die Leute soweit?

markaNT
16.08.2010, 13:38
Wen ich an die Luftfahrt denke könnte der Ruhestand für Lokführer mit 55 Jahren durchaus Real sein. Nur mit der jetzigen Gewerkschaftssituation bei den Eisenbahnen (ETF/Transnet) wird das bestimmt nichts, wir müssen ja alle gleich behandelt werden, auch wen wir völlig unterschiedliche Beruf, Anforderungen und Aufgaben haben.

Altersstarrsinn
17.08.2010, 16:34
Hallo zusammen!

Rente mit 55 für Wechseldienstleistende? "Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube" (Zitat: J.W.v.Goethe, "Faust. Eine Tragödie").

Glaubt wirklich jemand daran, dass solche Bundesbürger früher in Rente gehen können? Wir? Die Politiker? Die Versicherer? Die Steuerexperten? Höchstens die B**D-Leser beim Betrachten der Schlagzeile "Beamte mit 55 in Rente!". Wir werden uns darauf ausrichten müssen, dass wir -früher oder später- mit 70 in Rente gehen, EU-Recht hin, deutsches Recht her. Man wird uns auf Wunsch natürlich mit 55 in Rente schicken, gar kein Problem. Die Voraussetzung: 50 Jahre Beiträge gezahlt oder pro Jahr 3,6% oder mehr an Abzügen in Kauf nehmen. Und das für den Rest des Lebens und die zukünftige Witwe / der Witwer darf dann auch noch darunter leiden. Wir werden unsere Beitragszeiten abarbeiten müssen. Heute 45 Jahre, um mit 63 gehen zu können, in 5 oder 10 Jahren .... Und wir werden es aushalten.

Man kann es aushalten. Es ist schwer, aber es geht. Gut, ich arbeite -zieht man die Ausbildungs- und BW-Zeit ab- seit 41 Jahren im regelmäßigem Schichtdienst (was man so als "regelmäßig" bezeichnen könnte) und habe damit einen Vorteil. Sieht man von den üblichen Wehwehchen wie Schlafstörungen, erhöhtem Blutdruck usw. ab, habe ich diese Jahre bisher einigermaßen unbeschadet überstanden. Liegt vielleicht auch daran, dass ich mich seit 16 Jahren in einer .... ähmmm "inneren Emigration" befinde, die ich höchstens mal zum Meckern verlasse.

Die restlichen Jahre, Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zum 30. April 2014, 20:00 Uhr werde ich auch noch überstehen.

Irgendwie.


Gruß

A.

Traindriver
17.08.2010, 16:55
Worin also unterscheidet es sich also von diesem? Wir sind längst pleite uns wurde nur die ganze Rechnung noch nicht vollständig präsentiert.

Gruß Sven

Am System kann es auch nicht nur liegen, weil unsere europäischen Nachbarn eine ganz ähnliche Gesellschafsordnung haben wie wir.
Wahrscheinlich ist Ihr Ansehen und Ihre Durchsetzungskraft(auch mit Willensstärke) besser wie unsere!