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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an die Auslandsfahrer



Nattåg
30.04.2008, 13:15
Im Zusammenhang mit diesem (http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?t=3823) Thread kam bei mir folgende Frage auf:
Was gibt es besonderes in den verschiedenen Staaten in die ihr hineinfahrt bei Streckenkenntnis, Sprachvermögen, FV und Signalvorschriften ?

Ich hab zum Beispiel vernommen das bei der NS die Streckenkenntnis einen viel höheren Stellenwert mit schriftlicher Prüfung hat?
Sh Signale wohl auch mehr als bei der DB erlauben?

Postet mal die Besonderheiten aus den Staaten wo ihr hinkommt!

Gruss Lars

Oberrheinfahrer
30.04.2008, 15:05
Ich finde eine Sache bei der SNCF ganz praktisch! Wenn wir Lz von RKL kommen um in XFSTG einen Zug zu bespannen oder die Lok dort abstellen wollen, kann der Fahrdienst die Lok gleich mit einem Rot blinkendem(Vmax 15 km/h) Einfahrsignal direkt an den Zug oder an den Prellbock fahren. Das erspart das rangieren im Bahnhof!
Blinkendes Spitzenlicht zum "Grüßen" ist verboten da es dort ein Nothaltauftrag ist! So lässt sich noch vieles berichten,aber das sind so zwei gravierende Abweichungen zur DB!

Grüße vom Orf

Urmel
30.04.2008, 17:18
In der Mappe die bei uns die 408 ist , ist bei den NL das gesamte Regelwerk (Signalbuch,Fahrdienstvorschrift, Brevo usw) . :004: Mit gelb Blinkend kannst du da auch von der Strecke direkt an den Zug fahren und auch so ist das Regelwerk einfach gehalten. Ach ja und der Becher Kaffee kostet da nur 15 cent:004:

Flok
30.04.2008, 17:20
Auch in Österreich gehts mit dem Lokzug direkt auf den Zug. Nur in Deutschland geht sowas nicht :6:

heetENkoel
30.04.2008, 18:24
Auch in Österreich gehts mit dem Lokzug direkt auf den Zug. Nur in Deutschland geht sowas nicht :6:


Zumindest nicht offiziell :065:

Moselaner
30.04.2008, 18:39
Bei der CFL ist es ähnlich, wie in Deutschland, aber es gibt kein Zs1 oder ähnliches. Man fährt auf Signal oder Befehl. Direkt Beifahren ist nicht, man muß umsetzen. Sprache ist ein Gemisch aus Eifeler Platt, Letzeburgerisch, Französisch und Deutsch, die Fdl können alle Deutsch, die Befehle ( A, B und C ) sind zwei sprachig.
Gewöhnungsbedürftig waren am Anfang die blauen Sperrsignale.

Webasto
01.05.2008, 12:41
Zumindest nicht offiziell :065:

Stimmt, gewisse deutsche Bahnhöfe agieren nach "Art des Hauses" ;)


In Österreich ist z.B. Fahren ohne Streckenkunde (wie in Deutschland leider bei den "üblichen Verdächtigen" sehr üblich) gar nicht so ohne weiteres möglich (zugelassen sowieso nicht) da man seine La-Strecken und nötigen Buchfahrpläne auf Grund der Streckenkunde selbst wissen muss.
Auch wird man keine Signalstandorte im Buchfahrplan finden - dafür gibt es das m.E. beste überhaupt: Erstens steht an jedem Signal (außer bei unbedeutend kleinen Bahnhöfen) ob es Einfahr-, Zwischen- , Ausfahrt- oder Selbstblocksignal usw. ist. Desweiteren sind grundsätzlich die drei Masten vor einem Hauptsignal mit einem "Mastschild" (rot-weiß-rot) markiert, d.h. der Signalstandort ist immer ersichtlich.

Aber da könnte man einen eigenen Thread machen zum Thema Österreich :)

Flok
01.05.2008, 16:18
Glaub einer der besten Unterschiede ist, dass es in ganz Österreich zusammengerechnet nur noch ca 90 Kilometer Richtungsbetrieb gibt. D.h. Fahren auf Befehl im Gegengleis. Alles andere ist Gleiswechselbetrieb (also der Standart), und zwischen zwei Bahnhöfen befindet sich immer eine Überleitstelle die meist mit 100 km/h befahren werden kann.

Cobrafighter
01.05.2008, 16:29
In Belgien kann man auch unmittelbar an der Zug heranfahren (Signal zeigt rot/weiss), es gibt auch ein Notsignal mit wechsel blinkende Spitzensignal. Ein Selbstbloksig darf mann vorbeifahren auf sicht ohne zustimmung von der Fdl.
Es gibt ne riesige menge an befehlen:13:

Karibikfan
02.05.2008, 23:47
Tschechien hat ein Signalsystem, das auf dem russischen System passiert. Markant und sicher auch ganz lustig ist dort das "aufgeregte Vorsignal", dabei handelt es sich um ein schneller blinkendes gelbes Licht. Es gibt aber zusätzlich auch das normal blinkende Licht am Vorsignal, man muss da also unterscheiden :003:

Außerdem darf man in Eger nicht allein rangieren (als DB-Tfz), sondern muss einen örtlichen Rangierer dabei haben. Das ist aber eine Bestimmung des kleinen Grenzverkehrs, also keine landesweite Regelung.

Sprache ist natürlich tschechisch, außer den abweichenden Regelungen auf Grenzstrecken bzw Grenzbahnhöfen. DB-Tf, die bis Eger fahren, haben zumeist ein paar Tage Sprachunterricht erhalten, aber das reicht nur für das nötigste. Befehle werden daher direkt überbracht.

Flok
03.05.2008, 12:43
Noch ein Vorteil in Österreich: Die Teilbremsprobe bei Wechsel des Führerbremsventils (also die Vereinfachte Bremsprobe beim Tfz-wechsel bzw Vorspann) kann an irgendeinem Wagen erfolgen. Und nachdem der Lokführer faul ist, ist dies natürlich ganz offiziell der erste Wagen. :004:

Kuppelschütz
03.05.2008, 15:22
Tschechien hat ein Signalsystem, das auf dem russischen System passiert. Markant und sicher auch ganz lustig ist dort das "aufgeregte Vorsignal", dabei handelt es sich um ein schneller blinkendes gelbes Licht. Es gibt aber zusätzlich auch das normal blinkende Licht am Vorsignal, man muss da also unterscheiden :003:

Außerdem darf man in Eger nicht allein rangieren (als DB-Tfz), sondern muss einen örtlichen Rangierer dabei haben. Das ist aber eine Bestimmung des kleinen Grenzverkehrs, also keine landesweite Regelung.

Sprache ist natürlich tschechisch, außer den abweichenden Regelungen auf Grenzstrecken bzw Grenzbahnhöfen. DB-Tf, die bis Eger fahren, haben zumeist ein paar Tage Sprachunterricht erhalten, aber das reicht nur für das nötigste. Befehle werden daher direkt überbracht.

Von Vorteil in Tschechien ist auch das sichern von Bahnübergängen. Da gibt´s nicht so ein g´schiß von wegen raus ins Gebüsch, HET bedienen und wenn dies nicht möglich ist, mit Schritt den BÜ zu befahren bis Tfz die Straßenmitte erreicht hat.
In Tschechien hat der Tf 250 m vor dem Bü wiederholt das Signal "Achtung" (Entspricht Zp 1 der DB) zu geben; 60 m vor dem Bü darf die Geschwindigkeit von 10 km/h nicht überschritten werden. Wenn man mit der Spitze des Zuges den Bü befahren hat, kann´s wieder mit Fahrplangeschwindigkeit weitergehen. Nennt sich "Fahren mit erhöhter Vorsicht".

Maverick
04.05.2008, 13:29
Auch bei der SBB kann man direkt, z.B. vom Einfahrsignal auf seinen Zug gelassen werden. Dies wird auch mit Fahrgästen besetzten Triebwagen praktiziert, z.B. beim Vereinigen aus zwei Richtungen.

Auch die Zwergsignale (Sperrsignale bei uns) finde ich sehr vorteilhaft, dort wird einem gleich die Stellung des nächsten Zwergsignals vorsignalisiert.

Die Schweizer Fahrdienstvorschrift (FDV) ist auch gut aufgebaut, da hast du in einem Ordner alles drin was du brauchst (FV, Brevo, Signalbuch).

Ich könnte jetzt noch mehr Vorteile der SBB aufzählen. Grob zusammengefasst, traut man dort einen Lokführer noch viel mehr zu als bei uns.

Auch die Streckenkenntnis hat dort einen sehr hohen Stellenwert.


Gruß M.

Webasto
04.05.2008, 13:52
Ich könnte jetzt noch mehr Vorteile der SBB aufzählen. Grob zusammengefasst, traut man dort einen Lokführer noch viel mehr zu als bei uns.



Genau so kann man auch Österreich beschreiben.

kague
05.05.2008, 16:08
Tschechien hat ein Signalsystem, das auf dem russischen System passiert. Markant und sicher auch ganz lustig ist dort das "aufgeregte Vorsignal", dabei handelt es sich um ein schneller blinkendes gelbes Licht. Es gibt aber zusätzlich auch das normal blinkende Licht am Vorsignal, man muss da also unterscheiden :003:

Außerdem darf man in Eger nicht allein rangieren (als DB-Tfz), sondern muss einen örtlichen Rangierer dabei haben. Das ist aber eine Bestimmung des kleinen Grenzverkehrs, also keine landesweite Regelung.

Sprache ist natürlich tschechisch, außer den abweichenden Regelungen auf Grenzstrecken bzw Grenzbahnhöfen. DB-Tf, die bis Eger fahren, haben zumeist ein paar Tage Sprachunterricht erhalten, aber das reicht nur für das nötigste. Befehle werden daher direkt überbracht.


Während bei der DR ein gelbes Blinklicht bedeutet, das 40 oder 60 zu erwarten sind, weist bei der CD langsames Blinken auf 40 und schnelles Blinken auf 60 erwarten hin. Die Hauptsignale in Cheb ähneln sehr stark dem Hl-System der DR.

Die Dienstsprache zwischen Cheb und Schirnding ist aber deutsch. Wir hatten keinen Sprachunterricht, sondern nur eine Seite mit Übersetzungen bekommen. In Cheb muß immer ein Fdl im Dienst sein, der Deutsch sprechen kann. Es gibt aber andere Strecken, wo die Dienstsprache tschechisch ist und die Tf einen Sprachkurs erhalten.
Es verstehen aber viele andere in Cheb auch deutsch, so das ich bis jetzt noch keine Probleme mit der Verständigung hatte. Sozusagen mit Händen und Füßen kann man sich immer Verständigen.
Die Befehle sind zweisprachig.

VT605
09.05.2008, 23:13
Noch ein Vorteil in Österreich: Die Teilbremsprobe bei Wechsel des Führerbremsventils (also die Vereinfachte Bremsprobe beim Tfz-wechsel bzw Vorspann) kann an irgendeinem Wagen erfolgen. Und nachdem der Lokführer faul ist, ist dies natürlich ganz offiziell der erste Wagen. :004:

Bis vor einigen Jahren war das ja auch bei der DB zulässig. Leider entwickeln wir uns immer mehr zum Fahrtverhinderungsunternehmen. Das wird mit jeder Bekanntgabe zu den Vorschriften schlimmer.:mad: Ich kann auch keinen Sinn dabei erkennen, warum man bei Tfz-Wechsel oder Vorspann bis zum letzten Wagen laufen muß zur Bremsprobe.

Moselaner
09.05.2008, 23:48
Ich kann auch keinen Sinn dabei erkennen, warum man bei Tfz-Wechsel oder Vorspann bis zum letzten Wagen laufen muß zur Bremsprobe.

Der Sinn liegt darin, daß dir/mir/uns keiner mehr traut bzw. das der Technik nicht so ganz getraut wird.

Urmel
10.05.2008, 11:33
Und noch ein Grund warum ich gerne nach Holland fahre ,die Landschaft.:001:

Hier mal von heute Morgen um 6 Uhr eine Sonnenexplosion am Hollandsch Diep bei Lage Zwaluwe leider nur mit Handy.

2051

Flok
10.05.2008, 13:08
Der Sinn liegt darin, daß dir/mir/uns keiner mehr traut bzw. das der Technik nicht so ganz getraut wird.

Nur komisch dass es in anderen Ländern einfacher und unumständlicher funktioniert, und das bei nicht höherer Unfallrate wie in Deutschland. Liegt wohl am Land. Muss wohl alles irgendwie vorgeschrieben werden Zum kotzen.
Da sind wir schon wieder beim nächsten Punkt: Wenn in Österreich ein Autofahrer über einen Bahnübergang (gleich welcher Art) fährt und vom Zug erfasst wird, ist immer der Autofahrer schuld. Is einfach so. Da heißt es: "Der Schienenverkehr hat immer Vorrang!", und daran orientieren sich auch Ermittlungen und Gerichtsurteile. Es würde kein Mensch auf die Idee kommen die Eisenbahn zu beschuldigen, sie hätte es versäumt den Bahnübergang ausreichend zu sichern. 2 x Andreaskreuz und fertig :004:

Trennhuepfer
10.05.2008, 13:40
Naja, bei uns gilt auch "Schienenverkehr hat Vorrang" nur ist das der BILD verblendeten Gesellschaft egal.

http://www.sicherestrassen.de/VKZBilder/201.gif

201 - Andreaskreuz – dem Schienenverkehr Vorrang gewähren

auch hier (http://www.sicherestrassen.de/VKZKatalog/Frameaufbau.htm?http://www.sicherestrassen.de/VKZKatalog/Kat201.htm) nach zu lesen.

CargoTorte
10.05.2008, 13:52
Normalerweise musst in D-Land an jedem Bü, ob Schranken oder nicht, anhalten und gucken ob was kommt.....denn da stehen auch die Andreaskreuze. Ich wüsste nicht das irgendwo geschrieben steht, daß hochgelassene Schranken heißt, du kannst fahren ohne zu gucken. Oder liege ich da falsch?

Flok
10.05.2008, 14:14
Keine Ahnung. Aber bei uns wird ja in erster Linie mal die böse Eisenbahn verdächtigt. Weil der Tf könnte ja zu schnell gewesen sein oder gar besoffen. Oder die Bahn hat vielleicht nicht ausreichend gesichert weil irgendeiner hochgerechneten Zahl zufolge 3 Autos mehr drüber fahren als bei einer letzten Zählung. Und die würden ja dann vielleicht eine Schranke rechtfertigen womit das Unglück eventuell hätte vermieden werden können. :010:

Webasto
10.05.2008, 14:22
In Österreich "kann" man beim Fahren auf Sicht, also auch beim Rangieren (Verschub), jemanden tot fahren. In Österreich ist man der (berechtigten) Meinung dass das kein Hindernis ist mit dem man beim Fahren auf Sicht rechnen muss.

Ist ja auch logisch denn sonst kann man Fahren auf Sicht mit 100% Sicherheit nur im Stillstand "ausführen" wenn man ehrlich ist - und selbst da kann ja jemand im Laufschritt gegen die stehende Lok rennen :D

Cobrafighter
10.05.2008, 14:48
In Österreich "kann" man beim Fahren auf Sicht, also auch beim Rangieren (Verschub), jemanden tot fahren. In Österreich ist man der (berechtigten) Meinung dass das kein Hindernis ist mit dem man beim Fahren auf Sicht rechnen muss.

Ist ja auch logisch denn sonst kann man Fahren auf Sicht mit 100% Sicherheit nur im Stillstand "ausführen" wenn man ehrlich ist - und selbst da kann ja jemand im Laufschritt gegen die stehende Lok rennen :D

Auch in Belgien ist es so, wenn ich es nicht falsch denke ist das auch so in Holland.


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Und noch ein Grund warum ich gerne nach Holland fahre ,die Landschaft.:001:

Hier mal von heute Morgen um 6 Uhr eine Sonnenexplosion am Hollandsch Diep bei Lage Zwaluwe leider nur mit Handy.

2051


Ist ja schön die Brücke über das "Hollands Diep", die strecke Antwerpen-Kijfhoek ist eine von meine lieblingstrecken.

@ Urmel: ist das mit eine BR 6400?

drehstromer
10.05.2008, 23:38
Normalerweise musst in D-Land an jedem Bü, ob Schranken oder nicht, anhalten und gucken ob was kommt.....denn da stehen auch die Andreaskreuze. Ich wüsste nicht das irgendwo geschrieben steht, daß hochgelassene Schranken heißt, du kannst fahren ohne zu gucken. Oder liege ich da falsch?

Im §19 Abs.1 der STVO steht:
Schienenfahrzeuge haben Vorrang

1.auf Bahnübergängen mit Andreaskreuz (Zeichen 201),
2.auf Bahnübergängen über Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwege und
3.in Hafen- und Industriegebieten, wenn an den Einfahrten das Andreaskreuz mit dem Zusatzschild "Hafengebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" oder "Industriegebiet, Schienenfahrzeuge haben Vorrang" steht.

Der Straßenverkehr darf sich solchen Bahnübergängen nur mit mäßiger Geschwindigkeit nähern.

Von anhalten steht da nüscht :004:

Gruß drehstromer

Urmel
10.05.2008, 23:45
@ Urmel: ist das mit eine BR 6400?

Ja war da gerade mit 3x6400 und 3800t von der Maasvlakte mit Kohle Richtung Emmerich unterwegs:001:

Cobrafighter
11.05.2008, 01:26
@ Urmel: ist das mit eine BR 6400?

Ja war da gerade mit 3x6400 und 3800t von der Maasvlakte mit Kohle Richtung Emmerich unterwegs:001:

Das wuste ich nicht das es auch Deutsche kollegen gibt die bis an der Maasvlakte fahren.
vielicht treffen wir einander mal am Kijfhoek, Maasvlakte, Waalhaven...wird einfacher sein mit die Schlüsselbänder:003:

Urmel
11.05.2008, 01:32
Kijfhoek bestimmt , zum Waalhaven fahren wir nicht mehr so oft wenn dann durch bis zur Maasvlakte. Kannst mir ja mal eine PN schreiben wann du mal in NL oder auch in Deutschland bist. Ihr treibt euch ja auch öfters in EDRH rum :004: Hab ja noch dank SBB einen Schlüsselanhänger am Rucksack

EETC
11.05.2008, 12:25
In Österreich "kann" man beim Fahren auf Sicht, also auch beim Rangieren (Verschub), jemanden tot fahren. In Österreich ist man der (berechtigten) Meinung dass das kein Hindernis ist mit dem man beim Fahren auf Sicht rechnen muss.

Ist ja auch logisch denn sonst kann man Fahren auf Sicht mit 100% Sicherheit nur im Stillstand "ausführen" wenn man ehrlich ist - und selbst da kann ja jemand im Laufschritt gegen die stehende Lok rennen :D

Das heiß also das man ohne rücksicht hin und her fahren kann, erklärt aber doch weshalb man dort so rasch fahren mit verschub arbeiten.

In Niedelande sind die regeln so.
Vorsicht Fahren, vorher Fahren auf Sicht, Fahren mit ein geschwindigkeit unterhalb 40 km/h, sodas man für jeden object halten kann.

Schöne Grüßen

Erwin

Webasto
11.05.2008, 17:39
Das heiß also das man ohne rücksicht hin und her fahren kann, erklärt aber doch weshalb man dort so rasch fahren mit verschub arbeiten.

Erwin

Was heißt ohne Rücksicht? Es geht nur darum dass man nicht damit rechnen muss dass auf einmal jemand im Gleis steht der da nicht hingehört.

Auf seinen Verschieber, andere Fahrzeuge bzw. Fahrzeugbewegungen usw. muss man natürlich genauso achten wie (vermutlich) in jedem anderen Land auch.

EETC
14.05.2008, 01:22
@webasto

Ich hab es nicht so gemeint das man kein achtung nimmt auf seine kollege.
aber es war mich auffällig geworden das immer so rasch rangiert wird in Österreich. für mein gefühl ist man hier in die Niederlande vorsichtiger, aber das kann auch sein weil die Lokführer alles, oder fast alles, alleine macht während die Rangier dienst.

Also meine entschuldigungen für die dümme 'beitrag'

Schöne Grüßen

Erwin

Webasto
14.05.2008, 12:11
@webasto

Ich hab es nicht so gemeint das man kein achtung nimmt auf seine kollege.
aber es war mich auffällig geworden das immer so rasch rangiert wird in Österreich. für mein gefühl ist man hier in die Niederlande vorsichtiger, aber das kann auch sein weil die Lokführer alles, oder fast alles, alleine macht während die Rangier dienst.

Also meine entschuldigungen für die dümme 'beitrag'

Schöne Grüßen

Erwin

Dumme Beiträge gibt es hier nicht :)

Naja der (Bahnhofs-)Verschub (Rangierdienst) ist in Österreich recht gut organisiert und eingespielt und daher geht es da auch ordentlich zur Sache.

Du hast aber Recht, vielerorts sitzen dort noch Lokführer auf den Loks denen es schon schwer fällt selber zu Kuppeln. Aus eigener Erfahrung weiß ich dass man als Lokführer ganz anders rangiert wenn man die "andere Seite" (also Rangierbegleiter) kennt.