Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit zwei Tf nach Hamburg
heinzi007
01.03.2008, 00:11
Gerüchten nach sollen erst mal zur Probe Züge von Dresden nach Hamburg mit zwei Tf durchfahren.Soll sogar der Betriebsrat zugestimmt haben.Kann doch wohl nur ein Gerücht sei oder?:confused::confused::confused:
Bestätigten Gerüchten nach sollen erst mal zur Probe Züge von Dresden nach Hamburg mit zwei Tf durchfahren.Soll sogar der Betriebsrat zugestimmt haben.Kann doch wohl nur ein Gerücht sei oder?:confused::confused::confused:
Was soll das denn bringen?:confused: Ein Tf-Wechsel in Priort oder MD-Sudenburg(je nach Laufweg) kann mit bremsen und beschleunigen doch kaum mehr als 5-10 min Fahrzeit kosten, und dafür der Aufwand? Die Gastfahrt des anderen Tf muß ja schließlich auch bezahlt werden.
heinzi007
01.03.2008, 00:31
Was das bringen soll können wohl nur die Befürworter dieser Aktion beantworten.Vordergründig soll es um Pünktlichkeit gehen,da man ja keinen Personalwechsel mehr macht.Bei Verspätungen ist dann das "Ablösepersonal" noch da,es wird ja durchgefahren.Bei Betriebsversuchen hat bei der Bahn Geld noch nie eine Rolle gespielt,nur der Wille der "kompenenten"Manager.
heetENkoel
01.03.2008, 00:57
Mir hat mal ein Tf einer EVU erzählt (Name tut nicht zur Sache) das er die Strecke alleine fährt.
Wie lange ist man auf der Strecke unterwegs (wenn DB Netz nen guten Tag hat)?
Karibikfan
01.03.2008, 03:00
Wie lange ist man auf der Strecke unterwegs (wenn DB Netz nen guten Tag hat)?
Nun, da ein EC für Dresden-Hamburg etwa 4 Stunden braucht, dürfte ein Güterzug etwa 6,5 - 7 Stunden unterwegs sein, je nach Laufweg im Berliner Raum.
Ja das Pilotprojekt gibt es.
Hintergrund ist, das der Kunde die Pünktlichkeit bemängelt hat und der Bahn "die Pistole auf die Brust gesetzt hat": Entweder die Züge fahren pünktlich oder er sucht sich jemand anderes zum Fahren seiner Züge.
Wenn der Zug später war, ist meist das Ablösepersonal in Priort abgehauen und der Zug blieb stehen.
Nun fährt man zu zweit los, der eine fährt Gf mit bis Priort, ubernimmt dort das Ruder und der erste geht ins Hotel. Auf der Rückfahrt wird der wieder abgeholt und fährt bis DF.
Es geht da um die max. zulässige Lenkzeit von 7 Stunden.
Wenn sich das bewährt kann ich mir vorstellen das das auch auf anderen Relationen versucht wird.
Bsp.: Leipzig Wahren - Fürth - München Ost, Engelsdorf - Mannheim
Also wenn ich von Großkorbetha nach Hamburg fahre, tue ich dies auch Alleine. Fahr eim Schnitt 6 -7 stunden. Von Dresden das selbe.
Gruss Sven
Ich fahre heute Nachmittag nach DF, da werde ich mal nachfragen was es nun genau damit auf sich hat. Damit wären dann sicherlich alle "Klarheiten" beseitigt.
Trennhuepfer
01.03.2008, 10:45
7 Std sind mit Fahrzeitunterbrechung doch kein Problem, ob ich jetzt von Köln nach BimBam und zurück fahre, da brauchts am Tag auch schonmal je nach Trasse 3½-4 Std einen weg, oder als Vergleich von KK nach HBHSK (Gesamtfahrzeit incl Fahrzeitunterbrechung. noch keine 6 Std). Letzten Samstag war ich in NWH und habe für die Fahrt nach KKE 5Std Fahrzeit gebraucht.
heetENkoel
01.03.2008, 12:42
Also, bevor ihr mich vielleicht falsch versteht.
Das sollte keine Kritik sein, wenn man von Hamburg nach Dresden fährt und man seine gesetzlichen Pausen einhält und man dort dann ins Hotel geht, (weil zurückfahren ist auf legaler Weise nicht drin) ist das doch völlig in Ordnung.
Das die Bahn das auch versucht und sich das bei den Privaten abschaut ist auch klar. Das dies beim DB Personal nicht grade Jubelschreie Auslöst denk ich auch.
Mich hatte es nur Interessiert wie lange man dafür braucht.
Was mich auch interessiert ist, was der Private tut, wenn DB-Netz mal nen schlechten Tag hat und alles in die Hose geht, und man statt 7 std Fahrzeit plötzlich 10 std braucht. Als DB´ler kann man sich zum Glück noch unterwegs Ablösen lassen. Wie es bei anderen aussieht, weiß ich nicht (noch nicht??? ;-) )
Aber das dürft ihr mir gerne als PN beantworten oder per ICQ.
Bin halt neugierig ;-)
Mich hatte es nur Interessiert wie lange man dafür braucht.
Was mich auch interessiert ist, was der Private tut, wenn DB-Netz mal nen schlechten Tag hat und alles in die Hose geht, und man statt 7 std Fahrzeit plötzlich 10 std braucht. Als DB´ler kann man sich zum Glück noch unterwegs Ablösen lassen. Wie es bei anderen aussieht, weiß ich nicht (noch nicht??? ;-) )
Also grundsätzlich muss man sagen dass es viele gibt, besonders bei den Personaldienstleistern, die in so einem Fall selbstverständlich weiterfahren.
Wobei man in dem Extremfall schon die Möglichkeit hat (und das wird auch praktiziert) dass der Ablöser einem halt entgegen kommt.
Die weitere Möglichkeit ist aber auch dass das EVU bei DB Netz Druck macht, bin in solchen Fällen auch schon "überwacht" gefahren und alles zwischen Regensburg und Ingolstadt (auch personenzüge) stand still damit ich schnell nach Neustadt/Donau und Lz zurück nach München komme.
Traindriver
01.03.2008, 13:48
Zu DR-Zeiten hat es sowas auch bei einem Zuglauf zwischen Dresden und Rostock gegeben.
Soll sich das wiederholen??
Ist dann in der Lok auch ein Bett oder Liege vorgesehen, damit sich der nicht fahrende Kollege auch ausruhen kann, wie z.B. im Lkw?? Was ist mit WC?Chemisches Klo vielleicht??:mad:
Das scheint wieder eine Idee von einem praxisfernen Mitarbeiter in der Führungsetage gewesen zu sein.
Was soll das auch bringen?
Wenn die Disposition klappt, dann klappt auch die Ablöserei.:nicken:
Die Dresdener Kollegen werden sich aber hüten da entgegen zusprechen. So ein Umlauf bindet wieder ca. 20 Personale, die ja auf Grund der länger andauernden Flaute bei uns im Osten sonst wieder überzählig sind.
So muss man es auch mal sehen.
TfHLERmarco
01.03.2008, 14:51
Moin zusammen.
Wenn der planmäßige Ablöser wegen Verspätung selber nicht an Land kommt oder bei Verspätungen nicht warten will/kann, gibt es ja immer noch die Bereitschaften. Es ist sicherlich ein größerer Personalaufwand die Züge doppelt zu besetzen als für genügend Bereitschaften zu sorgen. Die Auswirkungen der Sparwut, der letzten Jahre werden uns noch sehr lange beschäftigen. Wenn allerdings einer der Regionalkönige, sich mal einen Fehler eingestehen könnte und sagen würde, daß er seine Personalplanung zu dünn gestaltet hat, könnte man ja nachbessern und das Problem beheben. Das, aber geht nicht, da ist der Stolz im Weg.
MFG Marco
Nunja auch wenn es vielleicht unangenehm ist das zu akzeptieren aber früher oder später wird sich die DB bzw. Railion einfach in gewissen Punkten ändern/anpassen müssen um mitzuhalten und effektiver zu fahren.
Sind ja auch Arbeitsplätze wie schon richtig bemerkt wurde.
heinzi007
01.03.2008, 15:39
Die 20 Personale die in Dresden gewonnen werde gehen dann aber bei der TM Ost verloren es sollen sogar mehr sein.
Oberrheinfahrer
01.03.2008, 16:13
Die Kollegen vom FV in FK sind auch einen Nachtzug von FK-MH zu zweit gefahren und haben dann unterwegs "fliegenden" Wechsel gemacht um die Lenkzeit einzuhalten. Über Sinn und Unsinn kann man natürlich herrlich streiten...
Grüße vom Orf
CargoTorte
01.03.2008, 16:25
Die Kollegen aus NN haben im letzten Fahrplan den Talgo von HG nach MH gefahren.....ohne Halt und ohne Zweitpersonal!
Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, aber eine vernünftige Disposition würde manchmal helfen. Ich hätte als DB'ler allerdings auch nix dagegen meinen Zug von HSR nach NNR zu fahren, dort ins Hotel zu gehen und am nächsten Tag wieder in die Heimat zu fahren. Wenn das nicht täglich wäre, würde es ok sein. Aber im KLV Verkehr mit den 120er Zügen auf LZB könnte man das durchaus machen, von uns aus wäre da RMR und NNR locker zu machen. Das ist meine persönliche Meinung und Einstellung, aber ob ich nun einen Zug 1 1/2 Stunden nach FKW bringe, da fünf Stunden ins Hotel gehe um dann 2 Stunden wieder nach Hause fahre (solche geistreichen Übernachtungen haben/hatten wir), oder ob ich gleich die große Runde mache, mir wär's egal. Weg bin ich eh von zu Hause!
Dieser Vorstoß ist ein Rettungsversuch der Dresdener Kollegen ,
um Arbeitsplätze zu sichern.
Im Gegensatz zu den Wustermarkern Kollegen die es zu 80% angelegt haben die Rückleistung zu verweigern. Oft genug erlebt Plan angekommen keine Ablösung.Nach ca. 40 Minuten kam die Ablösung Mit den Worten "von Hamburg komm ich wieder Fahrgast".Dispofehler oder Personalverschulden????
Gruß Tender
Traindriver
01.03.2008, 16:56
Dieser Vorstoß ist ein Rettungsversuch der Dresdener Kollegen ,
um Arbeitsplätze zu sichern.
Im Gegensatz zu den Wustermarkern Kollegen die es zu 80% angelegt haben die Rückleistung zu verweigern. Oft genug erlebt Plan angekommen keine Ablösung.Nach ca. 40 Minuten kam die Ablösung Mit den Worten "von Hamburg komm ich wieder Fahrgast".Dispofehler oder Personalverschulden????
Gruß Tender
Kannst Du Deine Behauptung, daß 80% der Wustermarker Kollegen es drauf anlegen, beweisen???
Das Du es selber öfters erlebt hast, ist das eine, aber weißt Du auch die Gründe weshalb die einzelnen Kollegen später abgelöst haben?
Wenn sich einzelne Kollegen immer wieder verspäten bei der Ablösung, wird dem nachgegangen und Er muß die Konsequenzen tragen.
Ich vermute eher aus praktischer Erfahrung, daß es Fehler bei der Schichtplanung oder plötzliche Krankheit oder Unfall des eigentlich vorgesehenen Kollegen o.ä. Gründe vorliegen und dann eine Bereitschaft einspringen muß. Ich behaupte, daß kein Lokführer mit Absicht trödelt um Verspätungen zu produzieren um dann GF fahren zu müssen o.ä.!
Wie soll Er das trödeln begründen und die Konsequenzen sind unangenehm!!
Moselaner
01.03.2008, 18:46
Hallo,
Vor einigen Jahren gab es mal Überlegungen auf der damaligen Interregio-Linie von Frankfurt über Giessen, Herborn, Hagen in Richtung Norddeich auf dem Abschnitt zwischen Hagen und Giessen die Zub`s fahren zu lassen, Sie sollten Ausbildung BR 112 und Stwg erhalten. Damit wollte man Tf`s einsparen, da dort zweimal die Fahrtrichtung gewechselt wurde. Vielleicht weiß einer der Frankfurter Kollegen, ob das damals auch nur ansatzweise probiert wurde. Bin zu meiner Nahverkehrszeit öfters in Giessen gewesen und hab das da so mitbekommen.
zur Post
01.03.2008, 22:32
Hi Webasto, was meinst Du, warum wir zur Zeit Tarifkämpfe haben? Damit es nicht so kommt, wie es bei vielen Privaten schon ist. Sicherlich müssen auch wir in Zukunft Abstriche machen. Aber ist das denn Gut? Gerade im Güterverkehr wären viele Kollegen, die bei Privaten arbeiten, noch gerne bei der DB. Schließlich macht es nicht allen Spaß, in Hotels zu wohnen. Wichtig ist, dass auch Private sich an die DB anpassen müssen.
Ein Freund ist in Lehrte mal bei einem Privaten auf die Lok geklettert. Eine Bundesbahn-V100 mit einem Containerzug. Auf die Frage, wie schnell er damit wäre, antwortete er, so um die 70 km/h schaffe er schon noch. Dann die Frage, wann er denn losgefahren sei. Er ist 18 Uhr in Hamburg-Waltershof losgefahren. Es war gegen 22 Uhr. Bis wohin wolle er denn noch? Antwort: nach Bad Schandau - was, so weit? Ja! Wann er denn dann da wäre? So 18 Uhr am Folgetag. In einem Ritt durch!
Ich hoffe nur, das wir sowas nie machen müssen. Und keine Ausflüchte, das sind keine Ausnahmen. Es wird höchste Zeit, dass auch die Privaten hart kontrolliert werden, was Arbeitszeit und Lenkzeit anbelangt.
Und dass es mit der Pünktlichkeit bei Railion nicht so klappt, liegt nicht nur an den Kollegen. Da spielen viele Faktoren mit und wir wissen doch alle, wie es um unser Eisenbahnnetz bestellt ist. Der Unterschied ist halt, der DB-Mitarbeiter kann mit Verweis aufs Arbeitszeitgesetz seine Rechte durchsetzen, während bei einigen Privaten dann lieber mal ein Geldschein genommen wird.
Grüße an Euch alle und nie unterkriegen lassen!
drehstromer
01.03.2008, 23:07
Dann pack mal ein paar detaillierte Fakten auf den Tisch,damit wir darüber diskutieren können.
Angesäuerte Grüße vom drehstromer
Trennhuepfer
01.03.2008, 23:15
Ich hoffe nur, das wir sowas nie machen müssen. Und keine Ausflüchte, das sind keine Ausnahmen. Es wird höchste Zeit, dass auch die Privaten hart kontrolliert werden, was Arbeitszeit und Lenkzeit anbelangt.
Und dass es mit der Pünktlichkeit bei Railion nicht so klappt, liegt nicht nur an den Kollegen. Da spielen viele Faktoren mit und wir wissen doch alle, wie es um unser Eisenbahnnetz bestellt ist. Der Unterschied ist halt, der DB-Mitarbeiter kann mit Verweis aufs Arbeitszeitgesetz seine Rechte durchsetzen, während bei einigen Privaten dann lieber mal ein Geldschein genommen wird.
Grüße an Euch alle und nie unterkriegen lassen!
Ich weiss nicht hinter welchem Baumstamm Du lebst, aber anscheinend hast Du den Knall nicht gehört. Ich schließe mich Drehstromer an und frage ob Du Beweise hast. Solche (unbewiesenen) Aussagen wie in Deinem vorletzten Satz haben schon zu mancher Anzeige wegen Verleumdung geführt und führen bei mir zu einer anschwellenden Ader am Hals !
Mr. Re421
01.03.2008, 23:51
Und dass es mit der Pünktlichkeit bei Railion nicht so klappt, liegt nicht nur an den Kollegen. Da spielen viele Faktoren mit und wir wissen doch alle, wie es um unser Eisenbahnnetz bestellt ist. Der Unterschied ist halt, der DB-Mitarbeiter kann mit Verweis aufs Arbeitszeitgesetz seine Rechte durchsetzen, während bei einigen Privaten dann lieber mal ein Geldschein genommen wird.
Also ich hab heute Abend meine Rechte (Einhaltung Arbeitszeitgesetz) in Oberlahnstein Pbf durchgesetzt. Da stehen jetzt 2 Lokomotiven, weil eine sicher vielen bekannte Dame der ZÜ Ffm wieder mal Dispositionsprobleme hatte und ich keine Lust mit Dummheit zu diskutieren. Auch wenn diese Person disponieren in 100 Jahren nicht lernen wird, dieses Mal hat sie endlich mal den Kürzeren gezogen. :D
Hallo,
Vor einigen Jahren gab es mal Überlegungen auf der damaligen Interregio-Linie von Frankfurt über Giessen, Herborn, Hagen in Richtung Norddeich auf dem Abschnitt zwischen Hagen und Giessen die Zub`s fahren zu lassen, Sie sollten Ausbildung BR 112 und Stwg erhalten. Damit wollte man Tf`s einsparen, da dort zweimal die Fahrtrichtung gewechselt wurde. Vielleicht weiß einer der Frankfurter Kollegen, ob das damals auch nur ansatzweise probiert wurde. Bin zu meiner Nahverkehrszeit öfters in Giessen gewesen und hab das da so mitbekommen.
Das wurde mal überlegt, ist aber nicht versucht worden. Das war wohl mal wieder ein Schnellschuß eines übereifrigen Managers.:D
Mr. Re421
02.03.2008, 10:20
Wenn der planmäßige Ablöser wegen Verspätung selber nicht an Land kommt oder bei Verspätungen nicht warten will/kann, gibt es ja immer noch die Bereitschaften. Es ist sicherlich ein größerer Personalaufwand die Züge doppelt zu besetzen als für genügend Bereitschaften zu sorgen.
Wir hatten in Gremberg einen hochwichtigen BMW Zug. Um sicher zustellen, daß dieser auch bei Verspätung abgelöst werden konnte führte man die 1:00 (nachts) ZL- Bereitschaft ein. Ich hatte diese Bereitschaft öfters, nur ich war den Laufweg dieses Zuges gar nicht kundig!!
Ihr werdet erstaunt sein welche Margen im Güterverkehr zu holen sind, da verwundert dann schon, daß eine doppelte Besetzung den Gewinn der mit diesem Zug offensichtlich nicht nennenswert schmälert.
Wir hatten in Gremberg einen hochwichtigen BMW Zug. Um sicher zustellen, daß dieser auch bei Verspätung abgelöst werden konnte führte man die 1:00 (nachts) ZL- Bereitschaft ein. Ich hatte diese Bereitschaft öfters, nur ich war den Laufweg dieses Zuges gar nicht kundig!!
Ihr werdet erstaunt sein welche Margen im Güterverkehr zu holen sind, da verwundert dann schon, daß eine doppelte Besetzung den Gewinn der mit diesem Zug offensichtlich nicht nennenswert schmälert.
Die Personalkosten kann man vergleichsweise vernachlässigen, zumindest bei längeren Zugläufen. Wenn ich mir die Monatsmieten von Loks ansehe und dass ich oft mit 2-3 davon auf einmal unterwegs bin, da könnten sie auch doppelt so viel zahlen ;)
Trennhuepfer
02.03.2008, 11:59
keine Ahnung ob das jetzt OT wird, aber gestern bei der JHV meiner GDL OG gab es eine Info, daß im Nahverkehr bei 1.50€/km die Personalkosten des Fahrpersonals 6ct ausmachen und die restlichen Personalkosten 20ct. Wenn man den einen Euro Zwangsabgabe an den Konzern abzieht ... naja, dann wird es richtig OT.
Meiner Meinung ist es völliger Unsinn die Züge mit 2 Lokführern zu besetzen, nur um sicher zustellen, das er pünktlich an seinem Ziel ankommt.
Da die Züge nicht wie Pilze aus der Erde sprießen sieht man doch wann der Zug am Ablösebahnhof ist und es muss doch möglich sein einen Lokführer (ob Planmann oder Bereitschaft) zu diesem Zeitpunkt vor Ort zu haben diesen Zug weiterzufahren, als die ganze Zeit einen zweiten Tf auf dem Zug mitfahren zulassen.
Das ist nur eine Frage der Organisation,wozu auch gehört das die Lokführer die nötige Ausbildung und Streckenkenntnis haben,damit der Zug nicht stehenbleibt nur weil die falsche Lok am Zug ist,oder der Zug umgeleitet werden soll.
Und wenn einer meint das dadurch Arbeitsplätze erhalten bleiben,dann ist dies auch meiner Meinung durch eine gerechte Leistungsverteilung möglich.
Wenn sowas erstmal Schule macht,wo hört es dann auf. Fahren wir dann später von Dresden bis Padbog, oder noch weiter?
Hi Webasto, was meinst Du, warum wir zur Zeit Tarifkämpfe haben? Damit es nicht so kommt, wie es bei vielen Privaten schon ist. Sicherlich müssen auch wir in Zukunft Abstriche machen. Aber ist das denn Gut? Gerade im Güterverkehr wären viele Kollegen, die bei Privaten arbeiten, noch gerne bei der DB. Schließlich macht es nicht allen Spaß, in Hotels zu wohnen. Wichtig ist, dass auch Private sich an die DB anpassen müssen.
Ein Freund ist in Lehrte mal bei einem Privaten auf die Lok geklettert. Eine Bundesbahn-V100 mit einem Containerzug. Auf die Frage, wie schnell er damit wäre, antwortete er, so um die 70 km/h schaffe er schon noch. Dann die Frage, wann er denn losgefahren sei. Er ist 18 Uhr in Hamburg-Waltershof losgefahren. Es war gegen 22 Uhr. Bis wohin wolle er denn noch? Antwort: nach Bad Schandau - was, so weit? Ja! Wann er denn dann da wäre? So 18 Uhr am Folgetag. In einem Ritt durch!
Ich hoffe nur, das wir sowas nie machen müssen. Und keine Ausflüchte, das sind keine Ausnahmen. Es wird höchste Zeit, dass auch die Privaten hart kontrolliert werden, was Arbeitszeit und Lenkzeit anbelangt.
Und dass es mit der Pünktlichkeit bei Railion nicht so klappt, liegt nicht nur an den Kollegen. Da spielen viele Faktoren mit und wir wissen doch alle, wie es um unser Eisenbahnnetz bestellt ist. Der Unterschied ist halt, der DB-Mitarbeiter kann mit Verweis aufs Arbeitszeitgesetz seine Rechte durchsetzen, während bei einigen Privaten dann lieber mal ein Geldschein genommen wird.
Grüße an Euch alle und nie unterkriegen lassen!
:rotate1: Schon wieder ein leckeres 5 Gänge Menü der DB Gastronomie Gerüchteküche. Weisst du was der Unterschied zwischen den meisten Privatbahnlokführern und eines DB-Lokführers ist? Der Privatbahner kann aus eigener Erfahrung beide Seiten beurteilen, während DB-Lokführer nur eine Seite kennen. Es wird keiner Abstreiten dass alles so läuft wies sein sollte bei den Privaten, aber mit der DB als Vorbild brauchst du nicht ankommen!
Maschinist
03.03.2008, 01:10
Ich weiss nicht hinter welchem Baumstamm Du lebst, aber anscheinend hast Du den Knall nicht gehört. Ich schließe mich Drehstromer an und frage ob Du Beweise hast. Solche (unbewiesenen) Aussagen wie in Deinem vorletzten Satz haben schon zu mancher Anzeige wegen Verleumdung geführt und führen bei mir zu einer anschwellenden Ader am Hals !
Bleiben wir doch mal realistisch!
Kein Tf., egal ob Privat oder DB wird jemals zugeben sich über bestehende Vorschriften bzgl. Dienstdauer hinweg gesetzt zu haben.
Machen wir alle ja auch nicht;) . Wir halten uns alle an geltendes Recht:nicken:.
Ich denke, daß ich mich verständlich genug ausgedrückt habe und wir dieses Thema abhaken können.
Gruß vom Maschinist
Um noch mal zum Ursprungsthema zu kommen:
Ich habe am Samstag mit einem Lokleiter in Dresden (DF) gesprochen.
Zur Zeit läuft ein Pilotprojekt mit einem Zugpaar und 4-6 Leuten. Diese fahren von DF bis Hamburg durch und wechseln irgendwo in der Mitte der Strecke.
Dann gehts in Hamburg ins Hotel und später wieder gemeinsam zurück.
Später sollen das 24 Personale machen bei ca. 10 Zugpaaren.
Waschbaer
03.03.2008, 14:15
Was passiert eigentlich, wenn der Zug später ist ,der ja aus dem tiefsten Tscheschien ( Prag oder sogar Melnik kommt )? Wie soll das dann mit der Arbeitszeit passen ?
fragt neugierig
Der Waschbär
Traindriver
03.03.2008, 16:24
Um noch mal zum Ursprungsthema zu kommen:
Ich habe am Samstag mit einem Lokleiter in Dresden (DF) gesprochen.
Zur Zeit läuft ein Pilotprojekt mit einem Zugpaar und 4-6 Leuten. Diese fahren von DF bis Hamburg durch und wechseln irgendwo in der Mitte der Strecke.
Dann gehts in Hamburg ins Hotel und später wieder gemeinsam zurück.
Später sollen das 24 Personale machen bei ca. 10 Zugpaaren.
Das soll sich rechnen??? Glaube ich nicht!
Früher zu Beimannzeiten sind sogar Ehen daraus entstanden, wenn man immer SO GEMEINSAM unterwegs ist!!
DANKE DB!! ;)
Hallo Zur Post!
Ob du mit deiner Meinung Recht hast, weiß ich nicht, wage es aber zu bezweifeln, dass Du als DB-Regio-Tf. den nötigen Einblick in die Materie hast! Die Methoden mit "Geldschein rüberschieben" kann ich nicht glauben, obwohl ich schon von einigen DB-Dienststellen (z.B. Plochingen) auch merkwürdige Methoden gehört habe, um die Kollegen zu motivieren und zu überzeugen...
Nicht übel nehmen aber ich mache mir so meine Gedanken dazu:....versucht jetzt die Sparte Güterverkehr hier die maximale Lenk - und Fahrzeit auszureizen? Von DF-nach AH das ist schon ein "Kanten". Ich hoffe NICHT, dass hier ein Versuch gestartet wird wieder P-Stellen zu sparen ,durch nicht mehr notwendigen Personalwechsel auf diesen Zügen.Wäre schade für die Kollegen auf den Dienststellen zwischen Dresden und Hamburg, welche die Zugleistung fortgesetzt haben ( oder noch tun ) .
So hart es klingt, aber du darfst nie vergessen dass die Eisenbahn den LKW als Feind hat. Personalwechsel an jeder Milchkanne wirken sich nicht gerade vorteilhaft im Kampf aus.:kopfschuettel:
Mal Grundsätzlich zu dem Thema ein fiktives Beispiel, darüber kann sich dann jeder seine Gedanken machen.
Nehmen wir einen Zug der eine Strecke von 700km fährt, Railion fährt pro Personal so etwa 150 - 200km braucht für diese Strecke also ca 4-6Personale.
Eine Privatbahn fährt diese Strecke vermutlich mit 2 Personalen.
Daraus ergibt sich bei Railion dann ein mindestens doppelt so hohes Ausfallrisiko beim Personal (Krankheit, Verspätete Vorleistung, Abgestiegen weil verspätet).
Die Privatbahn hat von diesen Risiken nur das mit der Krankheit. Die Schichten dürften pro Personal kaum länger als 8h sein, sind aber so lange das sie einen Hotelaufenthalt erfordern. Dadurch fällt Verspätet aus Vorleistung flach(Ruhe muss natürlich lang genug sein), es sind noch 4h Reserve bei der Schichtlänge, somit ist die Wahrscheinlichkeit gering das der Zug wegen Verspätung stehen bleibt. Die Produktivität der Privatbahnpersonale ist höher, da von der gesamten Schichtlänge ein enormer anteil Fahrzeit ist. Des weiteren wird der Verkehr pünktlicher laufen, da nicht alle 150km abgelöst werden muss. Es ist schließlich so das an jedem Ablösebahnhof nicht sonderlich viel vor Plan abgefahren wird (zumindest mit Planpersonal).
Die Privatbahn fährt dagegen recht viel Verspätung / Vorsprung heraus weil se eben nicht auf den Ablöser warten muss.
Wenn dann, wie bei Privatbahnen durchaus üblich, die Tf untereinander kommunizieren wann sie wo ablösen funktioniert auch das Ablösen flüssig.
Man braucht durch dieses Arbeiten nicht viel weniger Personal, aber man bekommt Verkehre Pünktlicher und genau das kann der entscheidende Grund für einen Kunden sein (bei ähnlichem Preis).
Ich glaube nicht das man so ordentlich Disponieren kann das die viele Ablöser immer rechtzeitig am Zug sind, ich bezweifel noch mehr das es mit dem derzeitigen Personalstand in den TM und der CLS funktionieren würde. Ich denke auch die Staatsbahn Personale werden sich daran gewöhnen müssen öfter in Hotels zu schlafen. Und vergesst eines nicht wenn ihr hier schimpft das kostet Arbeitsplätze. Wenn ihr den Zug weiter unpünktlich fahrt verliert ihr ihn ganz und dann sind es wesentlich mehr Personale die Überzählig werden.
=[I]ALK;
Du hast jetzt ein Thema losgetreten, wo sich hier im BF DB-Bahner und Privatbahner gegenseitig zerfleischen können.
Nehmen wir einen Zug der eine Strecke von 700km fährt, Railion fährt pro Personal so etwa 150 - 200km braucht für diese Strecke also ca 4-6Personale.
Eine Privatbahn fährt diese Strecke vermutlich mit 2 Personalen.
Auch die DB fährt auf viele Züge nur mit zwei maximal drei Personalen von A nach B. Beispiel von DF nach AM -2 Personale (ca. 550-600km).
Die Schichten dürften pro Personal kaum länger als 8h sein, sind aber so lange das sie einen Hotelaufenthalt erfordern. Dadurch fällt Verspätet aus Vorleistung flach(Ruhe muss natürlich lang genug sein), es sind noch 4h Reserve bei der Schichtlänge, somit ist die Wahrscheinlichkeit gering das der Zug wegen Verspätung stehen bleibt.
Dann kann es aber möglich sein, das Dein Ablöser,wenn Du zwei Stunden vor Plan bist ,gegen bestehende Vorschriften verstößt,wenn er Dich bei Deiner Ankunft ablöst.
Die Produktivität der Privatbahnpersonale ist höher, da von der gesamten Schichtlänge ein enormer anteil Fahrzeit ist.
Es wird immer Leistungen geben mit geringeren Fahrzeitanteil.
Des weiteren wird der Verkehr pünktlicher laufen, da nicht alle 150km abgelöst werden muss. Es ist schließlich so das an jedem Ablösebahnhof nicht sonderlich viel vor Plan abgefahren wird (zumindest mit Planpersonal).
Was ich bezweifle. Denn wir halten nicht auf`s geradewohl an zum Pw. Ist im Fahrplan eingearbeitet.
Die Privatbahn fährt dagegen recht viel Verspätung / Vorsprung heraus weil se eben nicht auf den Ablöser warten muss.
Weshalb brauchen wir dann noch Fahrpläne?
Wenn dann, wie bei Privatbahnen durchaus üblich, die Tf untereinander kommunizieren wann sie wo ablösen funktioniert auch das Ablösen flüssig.
Wir sind ja auch ein paar Leute mehr. Und wir fahren auch ein paar Züge mehr.Da kann man schlecht 500 oder mehr Lokführer kennen.
Man braucht durch dieses Arbeiten nicht viel weniger Personal, aber man bekommt Verkehre Pünktlicher und genau das kann der entscheidende Grund für einen Kunden sein (bei ähnlichem Preis).
Darüber lasst sich streiten. Der Kunde weiß bis wann sein Zug da sein muß.
Ich glaube nicht das man so ordentlich Disponieren kann das die viele Ablöser immer rechtzeitig am Zug sind, ich bezweifel noch mehr das es mit dem derzeitigen Personalstand in den TM und der CLS funktionieren würde.
Ich denke mal doch. Durch die großen Dienststellen ist es sogar besser möglich zu disponieren bzw umzudisponieren.
Ich denke auch die Staatsbahn Personale werden sich daran gewöhnen müssen öfter in Hotels zu schlafen.
Wir schlafen schon viel in fremden Betten(Hotel,Pensionen).
Wenn ihr den Zug weiter unpünktlich fahrt verliert ihr ihn ganz und dann sind es wesentlich mehr Personale die Überzählig werden.
Warum haben wir dann viele Leistungen wieder bekommen, die private EVU`s gefahren haben?
Es könnte noch weitergehen, aber ich hör jetzt auf.
Bullwin
Trennhuepfer
04.03.2008, 00:24
=[I]ALK;
Du hast jetzt ein Thema losgetreten, wo sich hier im BF DB-Bahner und Privatbahner gegenseitig zerfleischen können.
Hier wird sich nicht zerfleischt
Nehmen wir einen Zug der eine Strecke von 700km fährt, Railion fährt pro Personal so etwa 150 - 200km braucht für diese Strecke also ca 4-6Personale.
Eine Privatbahn fährt diese Strecke vermutlich mit 2 Personalen.
Auch die DB fährt auf viele Züge nur mit zwei maximal drei Personalen von A nach B. Beispiel von DF nach AM -2 Personale (ca. 550-600km).
Gegenbeispiel ... Langläufe.
EVU xyz brauch für einen Zug zB von AWHO nach XSBR zu bringen unter Einhaltung der gültigen Gesetze 3 P.
1. AWHO - FKR
2. FKR - RMF/ROG
3. RMF/ROG - XSBR
Sie DB fährt den Zug zB folgend ..
1. AWHO - HLER
2. HLER - FB/FHO
3. FB/FHO - RMF
4. RMF - RHL
5. RHL - XSBR
was alleine schon einen Bedarf von 5 P aus macht.
Die Schichten dürften pro Personal kaum länger als 8h sein, sind aber so lange das sie einen Hotelaufenthalt erfordern. Dadurch fällt Verspätet aus Vorleistung flach(Ruhe muss natürlich lang genug sein), es sind noch 4h Reserve bei der Schichtlänge, somit ist die Wahrscheinlichkeit gering das der Zug wegen Verspätung stehen bleibt.
Dann kann es aber möglich sein, das Dein Ablöser,wenn Du zwei Stunden vor Plan bist ,gegen bestehende Vorschriften verstößt,wenn er Dich bei Deiner Ankunft ablöst.
Wenn die mindestruhezeit von 9 Std eingehalten ist, alles kein Problem. Bei kürzeren Übergängen bleibt der Zug halt stehen bis es wieder rund läuft. Es gibt sicherlich auch schwarze Schafe, aber die meisten EBL bestehen darauf daß das ArzG eingehalten wird und reagieren bei Verstößen sehr empfindlich.
Des weiteren wird der Verkehr pünktlicher laufen, da nicht alle 150km abgelöst werden muss. Es ist schließlich so das an jedem Ablösebahnhof nicht sonderlich viel vor Plan abgefahren wird (zumindest mit Planpersonal).
Was ich bezweifle. Denn wir halten nicht auf`s geradewohl an zum Pw. Ist im Fahrplan eingearbeitet.[/QOUTE]
aber dafür öfter ! durch längere Laufabschnitte ist man nur auf wenige PW fixiert, je mehr PW eingeplant werden, desto mehr kann daneben gehen.
[QUOTE=Bullwin;38325]
Die Privatbahn fährt dagegen recht viel Verspätung / Vorsprung heraus weil se eben nicht auf den Ablöser warten muss.
Weshalb brauchen wir dann noch Fahrpläne?
Frag doch mal die ZÜ/BZ danach, oder besser noch die Ersteller der Fahrpläne, die werden sich schon etwas dabei gedacht haben.
Wenn Du zB Planmäßig an einer AbzwSt hinter einer RB herfahren sollst und durch 3 Minuten Verspätung der RB fährst Du auf den folgenden 100km nun 20 Minuten raus, dein Ablöser hat es eilig nach Hause zu kommen und löst Dich entsprechend früher ab, dadurch fallen noch ca 40 Minuten an Betriebshalten weg und der zug läuft auch im nächsten Abschnitt nicht hinter einer RB her so daß er beim nächsten PW ca 70 Inuten vor Plan ist. Jetzt ist dort kein Ablöser vor Ort weill dieser zB Dienst nach Plan macht, also muss der Zug in die Ecke und dein Ablöser hat u.U. noch später Feierabend als geplant/gehofft weill der zug nun nicht in die geplante Fahrplanlücke einscheren kann.
EVU xyz fährt die Strecke jetzt mit 2P, der Rest erklärt sich von selbst.
Wenn dann, wie bei Privatbahnen durchaus üblich, die Tf untereinander kommunizieren wann sie wo ablösen funktioniert auch das Ablösen flüssig.
Wir sind ja auch ein paar Leute mehr. Und wir fahren auch ein paar Züge mehr.Da kann man schlecht 500 oder mehr Lokführer kennen.
die brauchst Du ja nicht kennen, deine Leitstelle gibt Dir die Dienst GSM Nummer Deiner Ablöser und man kommuniziert untereinander. Da ihr auch mehr Züge im Umlauf habet, sollte das flexibele Personalschieben aber auch für Euch positiver ausfallen.
Wenn ihr den Zug weiter unpünktlich fahrt verliert ihr ihn ganz und dann sind es wesentlich mehr Personale die Überzählig werden.
Warum haben wir dann viele Leistungen wieder bekommen, die private EVU`s gefahren haben?
viele Private haben aber auch Leistungen der DB abgeluxt ! Das hällt sich in etwa die Wage, hinzu kommen noch Neuverkehre die entfallene Leistungen kompensieren.
Es könnte noch weitergehen, aber ich hör jetzt auf.
Bullwin
och... hat grade angefangen Spaß zu machen ;)
heetENkoel
04.03.2008, 01:40
Auszug: ... Dann gehts in Hamburg ins Hotel und später wieder gemeinsam zurück. ...
Bekommen die dann ein Doppelzimmer im Hotel Maak Sevetal oder wie das heißt? Wäre doch günstiger...
fg (freche Grüße)
klausdieterj
04.03.2008, 10:22
Ich kann nur eins dazu sagen "Die Privaten versauhen die Preise für uns Arbeinhmer"
Und alles für ein paar piepen schön Flexibel sein.Und irgendeiner macht den reibach bei uns ist es eben M. und sein Rattenschwanz.
imzugvornsitzer
04.03.2008, 11:07
Ich kann nur eins dazu sagen "Die Privaten versauhen die Preise für uns Arbeinhmer"
Na die versaut im Moment eher jemand anders. *auf aktuelles Pressegeschehen schiel*
Schau mal auf die Lohnstreifen der Kollegen bei den privaten EVU. Die lachen in den meisten Fällen die DB Kollegen aus. Und während der DB'ler am Automaten steht und rechnet ob er sich steuerlich seine Freifahrt überhaupt leisten kann, sitzt der Kollege von der "bunten Bahn" gemütlich in der DB Lounge und genießt seinen kostenlosen Kaffee oder das Eis. Und wenn der DB Kollege im Zug gerade auf die Kulanz des Zub hofft, weil er mal wieder in einem gesperrtem ICE steht, macht es sich der Kollege der Konkurrenz auf seinem bahn.comfort-Sitz bequem.
Wir sind doch am Ende alle Eisenbahner, egal unter welcher Flagge. Wer bei welchem Arbeitgeber arbeitet, ist nun mal die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen und bringt die entsprechenden Vor- und Nachteile mit sich, mit denen man sich arrangieren muss. Sollen sich die Führungen wegen mir alle die Köpfe einrennen, draußen am Zug sind es in erster Linie meine Kollegen.
Du hast jetzt ein Thema losgetreten, wo sich hier im BF DB-Bahner und Privatbahner gegenseitig zerfleischen können.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht, das passiert nur wenn man partout nicht sehen/verstehen will was der andere schreibt, nur Mal Allgemein.
Auch die DB fährt auf viele Züge nur mit zwei maximal drei Personalen von A nach B. Beispiel von DF nach AM -2 Personale (ca. 550-600km).
Dann werden es zukünftig sicher mehr werden.
Dann kann es aber möglich sein, das Dein Ablöser,wenn Du zwei Stunden vor Plan bist ,gegen bestehende Vorschriften verstößt,wenn er Dich bei Deiner Ankunft ablöst.
Wenn der Übergang passt, wieso nicht?
Es wird immer Leistungen geben mit geringeren Fahrzeitanteil.
In Knotenpunkten ("Bedienungsfahrten", kurze Übergaben, besondere Bedingungen) natürlich unvermeidbar, aber auf langer Strecke wird das bei Durchläufern sicher abnehmen, zumindest wenn man konkurrenzfähig bleiben will. Gibt ja genug Bereiche wo die DB keine Angst haben muss das ein Privater einsteigt (wobei das auch trügerisch sein kann), da kann man ja weiterhin so arbeiten.
Was ich bezweifle. Denn wir halten nicht auf`s geradewohl an zum Pw. Ist im Fahrplan eingearbeitet.
Das meint er ja - der Railionzug kommt vielleicht sogar -60 an und fährt dann wieder +/- 0 los oder mit etwas Pech (verspäteter Fensterzug fährt vor usw.) gleich verspätet weiter und schon ist man wieder in der Verspätung drin.
Weshalb brauchen wir dann noch Fahrpläne?
Diese Frage stelle ich mir in Deutschland immer häufiger, aber das ist eine ganz andere Diskussion (die wir an derer Stelle teilweise schon hatten).
Wir sind ja auch ein paar Leute mehr. Und wir fahren auch ein paar Züge mehr.Da kann man schlecht 500 oder mehr Lokführer kennen.
Wie schon geschrieben wurde ist das nicht relevant, ich kenne wenn ich Richtung "Norden" fahre 90% meiner Ablöser auch nicht Mal vom Namen. Aber ich kriege einfach die Handynummer und kommuniziere.
Darüber lasst sich streiten. Der Kunde weiß bis wann sein Zug da sein muß.
Ja, und er überwacht immer öfter selber den Zuglauf und merkt ganz genau wo es "Mal wieder" hakt. Heute zählt nicht mehr nur die wirkliche Ankunftszeit sondern auch schon frühzeitig eine Verspätungsinformation bzw. die Prognose dass der Zug pünktlich kommen wird. Wenn ein Zug +/- 0 unterwegs ist kann die kleinste Kleinigkeit zum Verbiegen führen, läuft er -100 hat man da schon mehr "Sicherheit" dass der Zug rechtzeitig da ist.
Ich denke mal doch. Durch die großen Dienststellen ist es sogar besser möglich zu disponieren bzw umzudisponieren.
Also ich weiß nur aus direkten Quellen wie es meistens läuft. Zu wenig Personal, v.a. das alle wichtigen Baureihen/Strecken fahren kann - mit solchen Bereitschaften kann man dann wenig anfangen. Und Planpersonal ist oft schon im Gastfahrzug nach Hause obwohl es "Melden wegen Rückleistung" oder so in der Schicht hat. So kann man wenig umdisponieren, ist einfach zu träge das Ganze.
Warum haben wir dann viele Leistungen wieder bekommen, die private EVU`s gefahren haben?
Nunja das ist relativ, ein gegenseitiges Geben und Nehmen in das weder ich noch du einen wirklichen Einblick haben dürften.
Es könnte noch weitergehen, aber ich hör jetzt auf.
Ist doch eine interessante Diskussion.
Ich kann nur eins dazu sagen "Die Privaten versauhen die Preise für uns Arbeinhmer"
.
Sehr interessant! Entfernt kann ich dir da sogar recht geben. Aber das liegt daran, dass wir keinen riesigen Wasserkopf brauchen obwohl wir in halb Europa fahren. Wenn ich dir meinen Gehaltszettel zeig wird dir die Kinnlade ein Stockwerk tiefer rutschen. Aber ich heb sie dir mit meiner BC100 wieder auf wenn ich meine Tochter daheim ins Bett gebracht hab.
Und alles für ein paar piepen schön Flexibel sein.
Große seriöse Privatbahnen verlangen nichts unmögliches von ihren Personalen. Ganz im Gegenteil: Entweder du kannst deinen Wohnsitz behalten und pennst in Hotels, oder du ziehst eben zu einem der Hauptablösepunkte deiner Firma. Die DB zwingt dich einfach zu deiner Dienststelle zu ziehen. Friss oder stirb lautet das Motto. Und wenn ich so oder so nicht nur ein paar Piepen mehr krieg, sondern einen dicken Batzen - wo ist da das Problem?
Mit Bundesbahndenken kommst du im Jahr 2008 nicht mehr weit, auch wenn die Zeit damals sicher schön gewesen sein muss!
edit: SBB Cargo verlangt glaub auch einen Dienststellen nahen Wohnort. Is ebenso in Ordnung , aber eben die Ausnahme.
heetENkoel
04.03.2008, 17:03
Na nu will ich auch mal ein paar Gedanken aussprechen.
...SBB Cargo verlangt glaub auch einen Dienststellen nahen Wohnort. Is ebenso in Ordnung , aber eben die Ausnahme.
Solange man pünktlich und Ausgeruht zum Dienst erscheint, kann es den Arbeitgeber eigentlich egal sein, wo man wohnt. Ich pendel fast jeden Arbeitstag 80 km zur Dienststelle. Das nur, weil ich das Kleinstadtleben leid war. (Und wegen der Freundin :-P )
Zum Thema Ablöserei:
Ich denke beide Varianten haben ihre Vor und Nachteile.
Für den Zug besteht bei jeden Ablösen die Gefahr, das der Ablöser mal nicht da ist. Woran das liegt, wurde ja schon oft hier geschrieben (fehlende Streckenkunde, Fahrzeugkunde, Krankheit, Verspätung, ect.)
Oftmals liegt es auch an Mangelne Kommunikation, weil bei der DB teilweise nur in Regionen gedacht wird.
Der Duisburger redet nicht mit den Frankfurter und umgekehrt. Untereinander redet man auch nicht.
Ist parallel aber auch bei der ZÜ zu sehen. (Wer kennt das nicht, ne kurzfristige Umleitung und 3 Bahnhöfe weiter bekommt man nen Anruf von der ZÜ, wohin man eigentlich will)
Manche Kollegen haben leider auch eine Scheiß egal Einstellung und verpieseln sich einfach, obwohl man locker noch ne Rückleistung Richtung heimat mitnehmen könnte.
Das geht bei nen Privaten nicht so leicht, weil es ein überschaubarer Haufen ist. In der Masse DB kann man schon mal untertauchen.
Wenn es passt, nehme ich selbstverständlich noch was mit zurück. Bekomm ja dafür mein Geld.
Zum Thema Leistungen und Verkehre:
Man kann den Verkehr von Privaten und der DB nicht ganz vergleichen. Denn bei den meisten Privaten fehlt ein Ausschlaggebender Teil, der Einzelwagenverkehr.
Mal wird der Bahnhof nicht fertig mit den Zug, dann sind so viel Wagen da, das ein Sonderzug gefahren werden muss, oder Gremberg ist wieder so voll, das wir den Zug von Vorhalle gleich nach Mannheim durchfahren lassen. Das kann man nicht Tageweise vorher planen.
Soll nicht heißen das die Privatbahn keine Sonderzüge hat, aber ich denke schon, das dort die meisten Züge eine längere Vorlaufzeit zum Planen haben.
Zum Thema länger durchfahren:
Also ich würde lieber länger durchfahren und wir fahren die Leistung selbst, als das Railion sie mit Privaten fährt. Siehe Lokomotion-Züge von München nach Eifeltor oder Wuppertal-Langerfeld. Dort wird ab Hanau glaub ich und ab Mannheim (liebe Lokomotion Kollegen, berichtigt mich, wenn ich falsch liege) mit nen Dienstleister gefahren. Wenn das gut klappt, werden nach und nach mehr und mehr KLV Leistungen nach diesen Muster gefahren.
(Die Bahn will schon seit Jahren ihre KV-Bahn)
Das ist dann unsere Arbeit, die wegfällt.
Zum Thema Übernachtungen:
Also wir haben auch Übernachtungen und ich bin auch der Meinung, wenn wir schon ne Übernachtung machen, dann soll sich das auch Lohnen. dann schön weite Strecke, wo man danach auch pennen kann und nicht son Blödsinn wie Hamm-Lehrte 2,5 std. Fahrzeit ... 6 std. Hotel ... Lehrte - Hamm wieder 2,5 std. Fahrzeit. Das ist doch kappes.
Wie es nun jmd persönlich gerne hat muss jeder selber wissen. Ich könnte mich glaub ich schwer anfreunden, 7 - 10 tage am Stück von Hotel zu Hotel zu fahren. Da würde meine Regierung wohl nen Machtwort sprechen.
Aber man sollte keinen Verurteilen, der das so macht. In der jetzigen Arbeitsmarkt Situation als Lokführer kann man sich schon aussuchen, wie man es gerne hätte.
Thema Kommunikation:
Da bekommt man bei Railion aber auch Hemmschuhe vor die Füße geschmissen. Wer bei Railion ist, wird wissen, Details spar ich mir, denn man weiß ja nie, wer so mit ließt. Diejenigen wären dann angepisst und würden mir vorwerfen, ich verrate Betriebsgeheimnisse anstatt was dran zu Ändern.
Ich denke beide Seiten haben ihr Für und Wider.
Ich persönlich bekomme immer graue haare, wenn mein Lokdienst nicht fähig ist mir ein Telegramm als Email zu schicken oder das ich eigentlich keine Kommunikationsmöglichkeit habe.
Das vieles (z.B. das mit der Emailadresse) bei der Bahn nur auf Eigeninitiative passiert.
Vielleicht denkt aber das Hotelpersonal den einen oder anderen tag auch, das es da vielleicht besser wäre, wenn man jetzt anstatt im Hotel daheim bei der Familie sitzen könnte.
So, das war´s erstmal.
(Sucht nicht nach Rechtschreibfehler, ich bin Lokführer, kein Deutschlehrer ;) )
Zum Thema Leistungen und Verkehre:[/SIZE]
Man kann den Verkehr von Privaten und der DB nicht ganz vergleichen. Denn bei den meisten Privaten fehlt ein Ausschlaggebender Teil, der Einzelwagenverkehr.
Mal wird der Bahnhof nicht fertig mit den Zug, dann sind so viel Wagen da, das ein Sonderzug gefahren werden muss, oder Gremberg ist wieder so voll, das wir den Zug von Vorhalle gleich nach Mannheim durchfahren lassen. Das kann man nicht Tageweise vorher planen.
Soll nicht heißen das die Privatbahn keine Sonderzüge hat, aber ich denke schon, das dort die meisten Züge eine längere Vorlaufzeit zum Planen haben.
Insgesamt toller Beitrag! Der einzelwagenverkehr fehlt natürlich bei den Privaten meistens. Wobei es ja auch Private gibt, die überwiegend Einzelwagenverkehr fahren, bzw die letzte Meile von Cargo übernehmen. Wir fahren bei TX zwar keinen Einzelwagenverkehr, aber die Logistik und Flexibilität muss bei uns gerade in einem Segment extrem hoch sein. Da haben wir zum Teil nur ein paar Stunden vorlauf.
heetENkoel
04.03.2008, 17:31
Ja, die meisten halt. Ich klammere den Bauzugsektor mal ganz bewusst aus, weil was da teilweise abgeht ist nicht normal. Stimmt schon, das es auch Private gibt, die Einzelwagenverkehr haben.
Außerdem sei dazu gesagt, das mir ja auch die Sichtweise aus Privatbahnseite fehlt. Kenne nur das hören sagen, bin aber kein leichtgläubiger Mensch.
Zum Thema länger durchfahren:
Also ich würde lieber länger durchfahren und wir fahren die Leistung selbst, als das Railion sie mit Privaten fährt. Siehe Lokomotion-Züge von München nach Eifeltor oder Wuppertal-Langerfeld. Dort wird ab Hanau glaub ich und ab Mannheim (liebe Lokomotion Kollegen, berichtigt mich, wenn ich falsch liege) mit nen Dienstleister gefahren. Wenn das gut klappt, werden nach und nach mehr und mehr KLV Leistungen nach diesen Muster gefahren.
Du bist verdamt gut Informiert ;)
Ablösen in Hanau ist nur am Sa sonst wird in NWH abgelöst, weil man als Münchner sonst mim Arbeitszeitgesetz in Konflikt gerät (Fahrzeit zu lang / Ruhe zu kurz).
Ansonsten wirklich guter Beitrag der absoluter Zustimmung bedarf!
Also ich weiß nur aus direkten Quellen wie es meistens läuft. Zu wenig Personal, v.a. das alle wichtigen Baureihen/Strecken fahren kann - mit solchen Bereitschaften kann man dann wenig anfangen. Und Planpersonal ist oft schon im Gastfahrzug nach Hause obwohl es "Melden wegen Rückleistung" oder so in der Schicht hat. So kann man wenig umdisponieren, ist einfach zu träge das Ganze.
Mit der Baureihen- und Streckenkenntnis gebe ich Dir Recht. Leider wurden und werden Zeiten mit etwas weniger Verkehr nicht für Streckenkenntnisfahrten genutzt, was sich anbieten würde.
Das eigenmächtige Fahrgastfahren bei "Melden Rückleistung" dürfte in die Hose gehen, denn bei sowas reagieren die Vorgesetzten allergisch.
Maschinist
05.03.2008, 01:01
........... Des weiteren wird der Verkehr pünktlicher laufen, da nicht alle 150km abgelöst werden muss. Es ist schließlich so das an jedem Ablösebahnhof nicht sonderlich viel vor Plan abgefahren wird (zumindest mit Planpersonal).
Die Privatbahn fährt dagegen recht viel Verspätung / Vorsprung heraus weil se eben nicht auf den Ablöser warten muss.
Wenn dann, wie bei Privatbahnen durchaus üblich, die Tf untereinander kommunizieren wann sie wo ablösen funktioniert auch das Ablösen flüssig.
..........
Und hier liegt meiner Meinung nach ein Problem.
Ich versuche die ganze Sache mal neutral zu sehen.
Fahren vor Plan:
Eigentlich eine schöne Sache.
Wenns klappt, ist dieser Zug vor Plan am Ziel, der Kunde freut sich, der Tf. ist evtl. früher in der Heimat und Netz hat einen Problemfall weniger.
Was ist aber die Kehrseite der Medaille?
Jeder Zug, der vor Plan oder auch verspätet fährt (also außerhalb seiner Fahrplantrasse unterwegs ist) blockiert evtl. die Trasse eines anderen Zuges. Mit anderen Worten, der geammte Fahrplan kommt mehr oder weniger durcheinander.
Was also für einen von Vorteil sein kann, ist für mindestens einen anderen von Nachteil.
Wenn dann noch mehrere solche Fälle auftreten, dann ist Chaos eigentlich vorprogrammiert.
Warum wohl hatte die DR in den 20iger-30iger Jahren eine weitaus größere (fast 100%ige) Pünktlichkeitsrate als heute?
Damals lief eben alles genau nach "Beamtenmanier".
Kann man heute davon halten was man will.
Heute spricht man von Flexibilität und will diese praktizieren. Wo allerdings Bürokratismus (Beamtenmanier???;)) und Flexibilität aufeinander treffen, da gibts Probleme.
Mit anderen Worten: Wer das eine will, der muss das andere lieben.
Beides zusammen geht halt nicht.
Abschließend noch soviel.
Nicht das wir uns hier falsch verstehen: auch ich fahre gerne vor Plan (wer tut das nicht?) Ob es aber im Endeffekt was bringt (persönlich oder gesammtwirtschaftlich) das ist ein ganz anderes Thema über welches wir übrigens an anderer Stelle in diesem Forum ja schon diskutieren.
Gruß vom Maschinist
Trennhuepfer
05.03.2008, 08:26
Wo blockiere ich mit einem 100er Güterzug eine Trasse, wenn ich außer Plan vor einer RB anstatt hinter der RB fahre ? Selbst der Güterzug hinter mir, der dann direkt hinter der RB liegt ist dann immernoch Plan und ich weiss aus eigener Erfahrung, daß die meisten Nahverkehrszüge einiges an Reserven haben, sofern der Führer gewillt und in der Lage ist diese auch zu nutzen. Ein kurzes Stocken heißt noch lange nicht, daß der Pz am Schluss noch Verspätung hat.
In Dresden gingen und gehen die Uhren anders!! Ich habe schon oft erlebt wie schmerzfrei die Kollegen dort sind was ihre Arbeitszeit angeht.Nach Hamburg wird gefahren aber in Sudenburg nicht wissen wo Helmstedt liegt und ohne Fpl ankommen. Ich möchte nicht verallgemeinern es gibt mit Sicherheit auch andere! Aber ich habe diese Erfahrung schon sehr oft gemacht.
Maschinist
05.03.2008, 10:24
Wo blockiere ich mit einem 100er Güterzug eine Trasse, wenn ich außer Plan vor einer RB anstatt hinter der RB fahre ? Selbst der Güterzug hinter mir, der dann direkt hinter der RB liegt ist dann immernoch Plan und ich weiss aus eigener Erfahrung, daß die meisten Nahverkehrszüge einiges an Reserven haben, sofern der Führer gewillt und in der Lage ist diese auch zu nutzen. Ein kurzes Stocken heißt noch lange nicht, daß der Pz am Schluss noch Verspätung hat.
Ich red hier nicht von der Regionalbahn, sondern bspw. von dem Güterzug der trotz dem er Plan ist aus dem Rennen genommen wird damit dann irgend wann mal ein anderer mit 2 x 228 an der Spitze sich vorbeiquält.
Das kommt eben leider nicht all zu selten vor und ich bekomme da eben immer einen Hals. Und genau so wird es wohl jedem gehen, egal von welchen EVU.
Gruß vom Maschinist
Ich red hier nicht von der Regionalbahn, sondern bspw. von dem Güterzug der trotz dem er Plan ist aus dem Rennen genommen wird damit dann irgend wann mal ein anderer mit 2 x 228 an der Spitze sich vorbeiquält.
Das kommt eben leider nicht all zu selten vor und ich bekomme da eben immer einen Hals. Und genau so wird es wohl jedem gehen, egal von welchen EVU.
Also sorry dein Beitrag und der weiter oben ist irgendwie etwas sehr weit hergeholt. So dicht befahren sind vergleichsweise wenige Strecken (Fulda/Hanau - Würzburg vielleicht) wo ein Zug einem anderen wirklich die Trasse "wegnimmt". i.d.R. wird doch eh nicht unterschieden ob Plus oder Minus bei der Zugnummer steht.
Und was du vergisst: Ein Zug der kurzzeitig vor Plan war und dann seine Planzeit irgendwo abstehen muss bis der Ablöser kommt blockiert Bahnhofsgleise. Und da weiß jeder "wie viel" wir da in Deutschland noch über haben. Ein Zug auf der Strecke fügt sich ziemlich reibungslos in das Betriebsgeschehen ein, ob da ein Planzug dann "einen Block" Verspätung macht ist doch wirklich nicht relevant.
Und der Fall mit 2 x 228 an der Spitze wird dich auch aufhalten wenn er Plan ist und du ihm hinterher fährst ;)
Und ruf in so einem Fall doch die BZ an was das soll, die wissen doch zu 98% gar nicht mit was das Private (Bauzug?-)EVU dann wirklich rumfährt, vielleicht laut Fahrplan sogar mit E-Lok ...
Also sorry dein Beitrag und der weiter oben ist irgendwie etwas sehr weit hergeholt.
Soweit hergeholt ist das gar nicht. Es passiert doch sehr oft, das man sich rechtzeitig fertigmeldet und zur Planzeit geht ein Signal auf Fahrt. Leider ist es öfter mal das falsche Signal.
Und was du vergisst: Ein Zug der kurzzeitig vor Plan war und dann seine Planzeit irgendwo abstehen muss bis der Ablöser kommt blockiert Bahnhofsgleise. Und da weiß jeder "wie viel" wir da in Deutschland noch über haben. Ein Zug auf der Strecke fügt sich ziemlich reibungslos in das Betriebsgeschehen ein, ob da ein Planzug dann "einen Block" Verspätung macht ist doch wirklich nicht relevant.
Einspruch.
Der eine Block Verspätung reicht unter Umständen schon, ob man später vor oder nach der RB fahren kann. Wenn ich einen Zug habe, wo ich zum Beispiel in Fürth 5 min vor der RB durch den Hauptbahnhof fahren soll (gibt es mehrere Züge), dann habe ich bei einem Block Verspätung wieder die A...-karte gezogen und darf hinter die RB. Somit ist weitere Verspätung vorprogrammiert.
Haltet euch doch nicht immer an den Fahrplänen fest.
Fakt ist doch je weiter ein Zug vor Plan ist desto weniger können ihm Störungen was anhaben, oder liege ich da falsch?
Solange es verspätete Züge im Netz gibt spielt es keine Rolle ob ich irgendeinem Zug ne Trasse wegnehme wenn ich vor Plan fahre, würde ich Plan fahren würde mir schließlich evtl genau dieser verspätete Zug die Trasse wegnehmen. Die Zeiten sind im Güterverkehr und bei der S-Bahn München ein Richtwert, schön geplant aber komplett für die Katz! Deshalb sollte man im Güterverkehr allein im Interesse der Kundenzufriedenheit versuchen so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen.
...und bei der S-Bahn München ein Richtwert, ...
:rotate1: Das triffts wohl auf den Punkt :rotate1:
Also sorry dein Beitrag und der weiter oben ist irgendwie etwas sehr weit hergeholt. So dicht befahren sind vergleichsweise wenige Strecken (Fulda/Hanau - Würzburg vielleicht) wo ein Zug einem anderen wirklich die Trasse "wegnimmt". i.d.R. wird doch eh nicht unterschieden ob Plus oder Minus bei der Zugnummer steht.
Und was du vergisst: Ein Zug der kurzzeitig vor Plan war und dann seine Planzeit irgendwo abstehen muss bis der Ablöser kommt blockiert Bahnhofsgleise. Und da weiß jeder "wie viel" wir da in Deutschland noch über haben. Ein Zug auf der Strecke fügt sich ziemlich reibungslos in das Betriebsgeschehen ein, ob da ein Planzug dann "einen Block" Verspätung macht ist doch wirklich nicht relevant.
Und der Fall mit 2 x 228 an der Spitze wird dich auch aufhalten wenn er Plan ist und du ihm hinterher fährst ;)
Und ruf in so einem Fall doch die BZ an was das soll, die wissen doch zu 98% gar nicht mit was das Private (Bauzug?-)EVU dann wirklich rumfährt, vielleicht laut Fahrplan sogar mit E-Lok ...
Nun, vielleicht sieht es aus der Leitstelle anders aus, als aus dem Führerstand, aber volle Abschnitte erkennt man immer wieder.
Leider scheint es noch immer so, dass jede Regionalbahn wichtiger ist, als der hochwertige KV- und Logistikverkehr (ausgenommen vielleicht PIC und Hellmann).
Auch Lz-Fahrten aus dem Güterverkehr mit wirklich schnellen Loks trotten dem "Überall-Halter" brav und tapfer hinterher... :(
...
Habe letztens mit zwei, drei Tf aus dem neuen Plan sprechen dürfen (Handy und GSMR), alle machten mir einen sehr ausgeglichenen Eindruck. Nicht so, das ihnen der neue Plan sehr aufs Gemüt geschlagen wäre.
Mal sehen, was die Zukunft zeigen wird!
232 382-2
13.03.2008, 23:11
Was passiert eigentlich, wenn der Zug später ist ,der ja aus dem tiefsten Tscheschien ( Prag oder sogar Melnik kommt )? Wie soll das dann mit der Arbeitszeit passen ?
fragt neugierig
Der Waschbär
Bei uns kursieren die Gerüchte, das die Kollegen voher Rufbereitschaft haben und dies zählt dann nicht zu der Arbeitzeit.
Man stelle sich vor: 2 Std. Rufbereitschaft (weil der Zug 2 Std. Verspätung hat, dies ist nur ein Beispiel, kann natürlich auch mehr oder weinger sein) + 4 Std. Mitfahrt auf dem Tfz und dann noch 4 Std. selbst fahren. Also ich weiß ja nicht, ob man dann noch ausgeruht und sicher (oberste maxime der Bahn) den Zug führen kann.
Was mich dazu noch interessieren würde ist, wer im Betriebsrat, der dieses zugestimmt hat, die Stimmenmehrheit hat?
Vieleicht ist hier im Forum ja jemand,der dazu genaue Auskünfte geben kann.
Gruß aus dem Norden
Oder liegts (sehr frech gefragt) einfach daran, dass kaum Maschener Kollegen über WL und LSW fahren können?
So wie die Seelzer über die Eichenberger Kurve...
Warum stehen im Hamburger Raum immer wichtige Züge Richtung Osten herum, weil Maschen keine Personale hat?
Hat der "Westen" zu lange von den Kollen im "Osten" gelebt"???
Bei uns kursieren die Gerüchte, das die Kollegen voher Rufbereitschaft haben und dies zählt dann nicht zu der Arbeitzeit.
Man stelle sich vor: 2 Std. Rufbereitschaft (weil der Zug 2 Std. Verspätung hat, dies ist nur ein Beispiel, kann natürlich auch mehr oder weinger sein) + 4 Std. Mitfahrt auf dem Tfz und dann noch 4 Std. selbst fahren. Also ich weiß ja nicht, ob man dann noch ausgeruht und sicher (oberste maxime der Bahn) den Zug führen kann.
Was mich dazu noch interessieren würde ist, wer im Betriebsrat, der dieses zugestimmt hat, die Stimmenmehrheit hat?
Vieleicht ist hier im Forum ja jemand,der dazu genaue Auskünfte geben kann.
Gruß aus dem Norden
Mir stellt sich die Frage ob das Thema nicht manche etwas künstlich auf die Spitze treiben. Dass vielleicht das ein oder andere Vorhaben nur im Graubereich der gesetze möglich ist, mag sein. Aber davon zu sprechen dass man nach 6 Stunden nix tun keinen Zug mehr sicher führen kann halte ich für übertrieben. Selbst wenn man vorher noch 3 Stunden wach war inkl. der Anreise zur Dienststelle. Wie oft stehen denn zum Beispiel Familienväter die aus der Nachtschicht kommen schon wieder Mittags auf weil die Kinder radau machen, und gehen Abends oder Nachts wieder in die Arbeit und spulen die nächsten 300 Kilometer runter.
Oder wenn ich um 06 Uhr Früh aufsteh und ins Büro fahr, den ganzen Tag konzentriert durcharbeite, werde ich trotzdem Abends um 19 Uhr (nach 13 Stunden wach sein) noch ein Auto im Straßenverkehr steuern können oder?
drehstromer
14.03.2008, 16:42
Es geht nicht darum was man noch alles machen könnte,sondern was man machen darf laut Gesetzgebung.Wie du das im einzelnen machst Flok ist ganz allein deine Sache.Sich hier aber hinstellen und im Sinne von...na nun habt euch mal nicht so...argumentieren,wirft nicht nur auf dich kein gutes Licht.Also erst überlegen,dann schreiben.
Gruß drehstromer
Würde diesen Text jederzeit wieder so schreiben, weils einfach die Realität ist. Ich hab ja geschrieben dass manches nur mit hilfe von Graubereichen durchführbar ist. Damit meine ich eben, dass der AG vielleicht nur über irgendwelche fragwürdigen Gesetze (wie z.B. die Rufbereitschaft) manche Dinge durchziehen kann. Das finde ich auch nicht in Ordnung, und ist nicht korrekt.
Mich stört es nur wenn gesagt wird "ich kann nach 6,7,8 Stunden "wach sein" keinen Zug mehr sicher führen. Denn nach 12 Stunden "wach sein" können nämlich ganz viele auch noch mit 150 über die Autobahn fahren. Verstehst? Das mein ich. Und ich wüsste nicht wo da jetz irgendwo ein schlechtes Licht auf mich fallen würde.
edit: Also um hier mal keine MIssverständnisse aufkommen zu lassen! Kurz Gesagt meine ich mit meinen Beiträgen folgendes: Ich finde es richtig wenn ein Lokführer mit haltbaren (gesetzlichen) Argumenten gegen irgendwelche graubereichigen Vorhaben des AG vorgeht. Das ist auch richtig so. Aber ein Argument wie "ich kann nach 6 Stunden keinen Zug mehr sicher führen" halte ich für haltlos und lachhaft, wegen den schon oben beschrieben Situationen aus dem Alltag.
232 382-2
14.03.2008, 23:03
Würde diesen Text jederzeit wieder so schreiben, weils einfach die Realität ist. Ich hab ja geschrieben dass manches nur mit hilfe von Graubereichen durchführbar ist. Damit meine ich eben, dass der AG vielleicht nur über irgendwelche fragwürdigen Gesetze (wie z.B. die Rufbereitschaft) manche Dinge durchziehen kann. Das finde ich auch nicht in Ordnung, und ist nicht korrekt.
Mich stört es nur wenn gesagt wird "ich kann nach 6,7,8 Stunden "wach sein" keinen Zug mehr sicher führen. Denn nach 12 Stunden "wach sein" können nämlich ganz viele auch noch mit 150 über die Autobahn fahren. Verstehst? Das mein ich. Und ich wüsste nicht wo da jetz irgendwo ein schlechtes Licht auf mich fallen würde.
edit: Also um hier mal keine MIssverständnisse aufkommen zu lassen! Kurz Gesagt meine ich mit meinen Beiträgen folgendes: Ich finde es richtig wenn ein Lokführer mit haltbaren (gesetzlichen) Argumenten gegen irgendwelche graubereichigen Vorhaben des AG vorgeht. Das ist auch richtig so. Aber ein Argument wie "ich kann nach 6 Stunden keinen Zug mehr sicher führen" halte ich für haltlos und lachhaft, wegen den schon oben beschrieben Situationen aus dem Alltag.
Wenn schon zitiert wird, dann bitte den ganzen Satz und nicht nur einen Teil davon wiedergeben. Ich habe nie geschrieben, das ich nach 6 Std. keinen Zug mehr sicher führen kann. Ich hatte nur in den Raum gestellt, ob man nach 2 Std. Rufbereitscht (kann auch mehr oder weniger sein) + 4 Std. Mitfahrt auf dem Tfz + 4 Std. selber Fahren, den Zug noch ausgeruht und sicher führen kann. Was der Staatsanwalt sicherlich nachfragt, wenn es kurz vor Dienstende zu einem Unfall (ob verschuldet oder unverschuldet und was ich natürlich auch niemand wünsche) kommt, wo der 2. Kollegen dann schon fast 8 Std. auf dem Tfz ist. Ob dass dann noch alles rechtlich in Ordnung ist, vage ich zu bezweifeln und das finde ich dann nicht mehr haltlos und lachhaft.
Gruß aus dem Norden
Ja eben. Und wo is jetz da des Problem? Ich hab ja auch gesagt, dass wenn man mit Gesetzestexten argumentiert dieses völlig in Ordnung ist. Und ob es gesetzeskonform ist wenn man zwei Stunden Rufbereitschaft hat, vier Stunden nutzlos auf der Lok rumliegt und anschließend vier Stunden Fahrdienst übernimmt muss der Betriebsrat und der Ag wissen. Und wenns eben den Gesetzen entspricht kann dir auch der Staatsanwalt nichts tun. Dagegen hab ich nie was geschrieben.
Und nochmal: Ich finde es eben widersprüchlich wenn man es in Frage stellt ob man nach einer niedrigen Anzahl von "Wachstunden" noch sicher einen Zug führen kann, und auf der anderen Seite es kein Problem darstellt nach 14 Stunden noch ein Auto durch den Stadtverkehr oder über die Autobahn zu steuern.
232 382-2
14.03.2008, 23:30
Oder liegts (sehr frech gefragt) einfach daran, dass kaum Maschener Kollegen über WL und LSW fahren können?
So wie die Seelzer über die Eichenberger Kurve...
Warum stehen im Hamburger Raum immer wichtige Züge Richtung Osten herum, weil Maschen keine Personale hat?
Hat der "Westen" zu lange von den Kollen im "Osten" gelebt"???
Mal frech gegengefragt. Liegt es vieleicht an der Planung bzw. verspätete Ankunft der Züge. Es gibt in Maschen 4 Dienstpläne mit je 12 Kollegen, diverse Kollegen in anderen Diensplänen wo kein Osten im Plan ist und auch noch Sonderdienst die nach Osten fahren können.
Gruß aus dem Norden
Wenn schon zitiert wird, dann bitte den ganzen Satz und nicht nur einen Teil davon wiedergeben. Ich habe nie geschrieben, das ich nach 6 Std. keinen Zug mehr sicher führen kann. Ich hatte nur in den Raum gestellt, ob man nach 2 Std. Rufbereitscht (kann auch mehr oder weniger sein) + 4 Std. Mitfahrt auf dem Tfz + 4 Std. selber Fahren, den Zug noch ausgeruht und sicher führen kann. Was der Staatsanwalt sicherlich nachfragt, wenn es kurz vor Dienstende zu einem Unfall (ob verschuldet oder unverschuldet und was ich natürlich auch niemand wünsche) kommt, wo der 2. Kollegen dann schon fast 8 Std. auf dem Tfz ist. Ob dass dann noch alles rechtlich in Ordnung ist, vage ich zu bezweifeln und das finde ich dann nicht mehr haltlos und lachhaft.
Klar, gesetzlich muss es passen, aber nehmen wir das Mal an ...
Wo ist das Problem nach 2h im Pausenraum die Eier zu schaukeln und nach 4h Beinehochlegen im hinteren Führerraum noch 4h weiterzufahren?
Ich wünsche mir bei Gott keine solche Schichten bzw. so ein Arbeiten, aber ausgeruhter kann man man doch gar nicht anfangen seinen Zug zu führen?
Und wie Flok schon schrieb "Privat gesehen" laufen da ganz andere Dinge tagtäglich ab, den Staatsanwalt dürfte sicher auch interessieren wie es sein kann dass man nach einer 14h-Schicht vor der man aber kaum geschlafen hat dann im Sekundenschlaf vielleicht einen Kinderwagen über den Haufen fährt. Ob da jetzt der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer "dabei" ist ist ja egal ...
232 382-2
14.03.2008, 23:39
Ja eben. Und wo is jetz da des Problem? Ich hab ja auch gesagt, dass wenn man mit Gesetzestexten argumentiert dieses völlig in Ordnung ist. Und ob es gesetzeskonform ist wenn man zwei Stunden Rufbereitschaft hat, vier Stunden nutzlos auf der Lok rumliegt und anschließend vier Stunden Fahrdienst übernimmt muss der Betriebsrat und der Ag wissen. Und wenns eben den Gesetzen entspricht kann dir auch der Staatsanwalt nichts tun. Dagegen hab ich nie was geschrieben.
Und nochmal: Ich finde es eben widersprüchlich wenn man es in Frage stellt ob man nach einer niedrigen Anzahl von "Wachstunden" noch sicher einen Zug führen kann, und auf der anderen Seite es kein Problem darstellt nach 14 Stunden noch ein Auto durch den Stadtverkehr oder über die Autobahn zu steuern.
Wo ist dann Deine Schmerzgrenze erreicht. Nach 16 Std., 18 Std. oder 20 Std?:D
Wo ist dann Deine Schmerzgrenze erreicht. Nach 16 Std., 18 Std. oder 20 Std?:D
Man kann es auch absichtlich nicht kapieren wollen :cwm3:
Schade ... :rolleyes:
232 382-2
15.03.2008, 00:21
Klar, gesetzlich muss es passen, aber nehmen wir das Mal an ...
Wo ist das Problem nach 2h im Pausenraum die Eier zu schaukeln und nach 4h Beinehochlegen im hinteren Führerraum noch 4h weiterzufahren?
OK. Ich hätte ja auch schreiben können, nach 6 h Rufbereitschaft, ist ja keine Arbeitszeit!!! Wo ist denn da die Grenze.
Ich würde mir die Eier aber lieber zu Hause Schaukeln.:)
Ich wünsche mir bei Gott keine solche Schichten bzw. so ein Arbeiten, aber ausgeruhter kann man man doch gar nicht anfangen seinen Zug zu führen.
Genau darum geht es doch, wir wollen solche Schichten auch nicht fahren, aber vorher wird geschrieben: "Wo ist das Problem". :confused:
Und wie Flok schon schrieb "Privat gesehen" laufen da ganz andere Dinge tagtäglich ab, den Staatsanwalt dürfte sicher auch interessieren wie es sein kann dass man nach einer 14h-Schicht vor der man aber kaum geschlafen hat dann im Sekundenschlaf vielleicht einen Kinderwagen über den Haufen fährt. Ob da jetzt der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer "dabei" ist ist ja egal ...
Aber mir ist es nicht egal, ob ich für mein privates Unglück den Kopf hinhalten soll oder bei der Arbeit für den Arbeitgeber.:kopfschuettel:
--------------------====================--------------------
*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
--------------------====================--------------------
Man kann es auch absichtlich nicht kapieren wollen :cwm3:
Schade ... :rolleyes:
Na gut, ich kapiere es halt nicht.:(
Ich wünsche trotzdem eine gute Nacht. Ich gehe jetzt ins Bett.:cwm103:
Mal frech gegengefragt. Liegt es vieleicht an der Planung bzw. verspätete Ankunft der Züge. Es gibt in Maschen 4 Dienstpläne mit je 12 Kollegen, diverse Kollegen in anderen Diensplänen wo kein Osten im Plan ist und auch noch Sonderdienst die nach Osten fahren können.
Gruß aus dem Norden
Meine "freche" Frage richtete sich auch Richtung Planung und nicht gegen die Kollegen aus Maschen. Bitte nicht falsch verstehen!
OK. Ich hätte ja auch schreiben können, nach 6 h Rufbereitschaft, ist ja keine Arbeitszeit!!! Wo ist denn da die Grenze.
Ich würde mir die Eier aber lieber zu Hause Schaukeln.:)
Wenn du Rufbereitschaft hast kannst du tun und lassen was du willst (auch schlafen) der AG informiert dich dann kurzfristig über deinen Dienstbeginn. Sprich du hast Arbeitgeberseitig nur den Auftrag dein Handy eingeschaltet zu haben. Solche Rufbereitschaften gibt es überall in der Wirtschaft und keiner jammert darüber. Man muss halt erreichbar sein und kurzfristig verfügbar sein, was einem aber in der Regel auch entsprechend vergütet wird!
Sobald du aber am Arbeitsort vorrätig gehalten wirst ist das ganze keine Rufbereitschaft mehr, sondern eine normale Bereitschaft und die muss voll auf die Arbeitzeit AbrZG angerechnet werden. Dein Problem verstehe ich also auch nicht wirklich!
Waschbaer
15.03.2008, 17:03
Ich hatte gestern die Möglichkeit mit einem BR-Mitglied der TM Südost über das Thema zu sprechen. Folgendes ist geplant:
-ein Lokführer fährt von Dresden bis Priort ( man rechnet mit ca. 5 Stunden Arbeitszeit )
-der zweite Lokführer fährt als Gastfahrer auf dem hinteren Führerstand mit
- in Priort wird gewechselt.
- beide Lokführer gehen in Hamburg nach ungefähr 11 Stunden Dienst ins Hotel ( ob beide ins gleiche Zimmer entzieht sich meiner Kenntnis :D )
-nach 11 Stunden auswärtiger Ruhe fahren beide wieder im gleichen Stil zurück nach Dresden.
Mann verspricht sich davon die Kollegen in Dresden Friedrichstadt am Standort halten zu können.
MfG
Der Waschbär
Wenn du Rufbereitschaft hast kannst du tun und lassen was du willst (auch schlafen) der AG informiert dich dann kurzfristig über deinen Dienstbeginn. Sprich du hast Arbeitgeberseitig nur den Auftrag dein Handy eingeschaltet zu haben. Solche Rufbereitschaften gibt es überall in der Wirtschaft und keiner jammert darüber. Man muss halt erreichbar sein und kurzfristig verfügbar sein, was einem aber in der Regel auch entsprechend vergütet wird!
Sobald du aber am Arbeitsort vorrätig gehalten wirst ist das ganze keine Rufbereitschaft mehr, sondern eine normale Bereitschaft und die muss voll auf die Arbeitzeit AbrZG angerechnet werden. Dein Problem verstehe ich also auch nicht wirklich!
Ich weiß ja nicht wie weit dein Weg zu deiner Dienststelle ist,aber es gibt Kollegen die mal locker 2h zur Arbeit benötigen(wenn alles gut läuft),müssen wir uns dann verpflichten mit dem Auto zu fahren und wird uns dann auch noch die Wegezeit vorgeschrieben,in dem Sinne von, du mußt in 30min da sein.
Ich sage es mal auf den Punkt,ich arbeite gerne, aber wir sind keine Sklaven und warten nur auf den Anruf des Arbeitgebers und wenn er so etwas einführen will dann soll er uns auch erstmal anständig bezahlen.
Traindriver
15.03.2008, 19:53
Ich hatte gestern die Möglichkeit mit einem BR-Mitglied der TM Südost über das Thema zu sprechen. Folgendes ist geplant:
-ein Lokführer fährt von Dresden bis Priort ( man rechnet mit ca. 5 Stunden Arbeitszeit )
-der zweite Lokführer fährt als Gastfahrer auf dem hinteren Führerstand mit
- in Priort wird gewechselt.
- beide Lokführer gehen in Hamburg nach ungefähr 11 Stunden Dienst ins Hotel ( ob beide ins gleiche Zimmer entzieht sich meiner Kenntnis :D )
-nach 11 Stunden auswärtiger Ruhe fahren beide wieder im gleichen Stil zurück nach Dresden.
Mann verspricht sich davon die Kollegen in Dresden Friedrichstadt am Standort halten zu können.
MfG
Der Waschbär
Jetzt wissen es genau - danke.
Was mich stört: Beide Lf sind ca. 11h ununterbrochen auf der Lok, ohne WC und Liegemöglichkeit.
In Priort wird aber gehalten zum Personalwechsel,oder??
Waschbaer
15.03.2008, 21:19
Das kam nicht zur Sprache. Ich kann aber auch nicht an Alles denken. :eek:
MfG
Der Waschbär
Ich weiß ja nicht wie weit dein Weg zu deiner Dienststelle ist,aber es gibt Kollegen die mal locker 2h zur Arbeit benötigen(wenn alles gut läuft),müssen wir uns dann verpflichten mit dem Auto zu fahren und wird uns dann auch noch die Wegezeit vorgeschrieben,in dem Sinne von, du mußt in 30min da sein.
Ich sage es mal auf den Punkt,ich arbeite gerne, aber wir sind keine Sklaven und warten nur auf den Anruf des Arbeitgebers und wenn er so etwas einführen will dann soll er uns auch erstmal anständig bezahlen.
Wenn solche Sachen aber gesetzlich machbar sind, wirst du es tun müssen. Sonst wird auch auf jedem Paragrafen rumgeritten. Und wenn einem was stinkt, sind die Paragrafen dann blöd oder was?! Und wenn du dennoch nicht willst, musst du -oh mein Gott- vielleicht zu den Privaten. :eek:
Ich weiß ja nicht wie weit dein Weg zu deiner Dienststelle ist,aber es gibt Kollegen die mal locker 2h zur Arbeit benötigen(wenn alles gut läuft),müssen wir uns dann verpflichten mit dem Auto zu fahren und wird uns dann auch noch die Wegezeit vorgeschrieben,in dem Sinne von, du mußt in 30min da sein.
Ich sage es mal auf den Punkt,ich arbeite gerne, aber wir sind keine Sklaven und warten nur auf den Anruf des Arbeitgebers und wenn er so etwas einführen will dann soll er uns auch erstmal anständig bezahlen.
Zum ersten Punkt, es hindert immer noch keiner einen Kollegen näher an seine Dienststelle zu ziehen (ich habe meinen Wohnort so gelegt das ich in 30 - 45min auf Arbeit bin). Die ganzen Argumente warum da jetzt einzelne ihr Häuschen nicht aufgeben wollen und warum deren ehemaligen Dienststellen dichtgemacht wurden etc brauchen wir nicht nochmal führen (gab es an anderer Stelle schon mal).
Bei Rufbereitschaft wird in der Regel ein zeitrahmen festgelegt innerhalb dessen man verfügbar sein muss. In der Regel sollte das der Weg von zuhause zum Arbeitsort sein. Innerhalb dieses Zeitraumes kann man aber auch überall sonst sein. Man muss halt entsprechend da sein. Es ist doch ne logische Sache das ein Kollege der 2h einfachen Weg hat nicht in 30min da sein kann, darauf muss halt dann Rücksicht genommen werden!
Zum 2. deiner Argumente, mir ist kein Unternehmen bekannt das eine Rufbereitschaft nicht entsprechend vergüten würde. Du bekommst also Geld dafür das du dich bereit hälst, da geht es nicht darum ständig verfügbar zu sein sondern nur dann wenn man eine Rufbereitschaft im Dienstplan stehen hat. Wenn man Glück hat braucht man nicht arbeiten und bekommt ein paar Euro nur dafür das man sein Handy an hatte, finde da nichts verwerfliches drann.
Traindriver
15.03.2008, 23:48
Das kam nicht zur Sprache. Ich kann aber auch nicht an Alles denken. :eek:
MfG
Der Waschbär
Laß das nicht den AG hören::tuschel:
EIN LF HAT AN ALLES ZU DENKEN, gerade jetzt nach der Lohnerhöhung!!
Das nächstemal bitte Zettel mitnehmen als Gedankenstütze und Knoten ins Taschentuch, damit der Zettel nicht vergessen wird!!!:rolleyes:
Wenn solche Sachen aber gesetzlich machbar sind, wirst du es tun müssen. Sonst wird auch auf jedem Paragrafen rumgeritten. Und wenn einem was stinkt, sind die Paragrafen dann blöd oder was?! Und wenn du dennoch nicht willst, musst du -oh mein Gott- vielleicht zu den Privaten. __________________
Natürlich muß ich es tun,wenn der Arbeitgeber die Rufbereitschaft einführt,aber ich darf doch wohl sagen, das ich mich darauf nicht unbedingt freue oder?:eek:
Da es bei diesem Thema aber erstmal darum ging, ob es nötig ist mit 2 Tf von Dresden bis nach Hamburg durchzufahren, was nicht nötig ist, da auf dieser Relation jetzt auch nur eimal abgelöst wird (in BPOT).
Falls das Schule macht,wieweit fahren wir dann,durch ganz Deutschland?
Nur weil die DB nicht in der Lage ist einen Ablöser zu stellen,müssen wir unsere Freizeit dann im Hotel verbringen,was bei einer besseren Disposition vermeidbar wäre.
Vielleicht habt ihr euch bei den Privaten EVU auch an die auswärtigen Ruhen schon so gewöhnt,das es euch nicht mehr stört und ihr bekommt sie vielleicht gut bezahlt,aber da wir ja nunmal mehr Dienststellen haben muß doch möglich sein eine Ablösung zu stellen.
Wir fahren unsere Züge auch nicht mit Absicht verspätet und wissen das unsere Arbeitsplätze von den Kunden abhängt,aber es gibt, wie schon gesagt, bestimmt noch mehr Möglichkeiten als die Loks zu unserer Wohnung zu machen.
PS.:
Ich möchte hier keinen Streit mit den Kollegen der privaten EVU vom Zaun brechen,aber ihr seit nicht die einzigen flexiblen Lokführer.
Natürlich muß ich es tun,wenn der Arbeitgeber die Rufbereitschaft einführt,aber ich darf doch wohl sagen, das ich mich darauf nicht unbedingt freue oder?:eek:
Da es bei diesem Thema aber erstmal darum ging, ob es nötig ist mit 2 Tf von Dresden bis nach Hamburg durchzufahren, was nicht nötig ist, da auf dieser Relation jetzt auch nur eimal abgelöst wird (in BPOT).
Falls das Schule macht,wieweit fahren wir dann,durch ganz Deutschland?
Nur weil die DB nicht in der Lage ist einen Ablöser zu stellen,müssen wir unsere Freizeit dann im Hotel verbringen,was bei einer besseren Disposition vermeidbar wäre.
Vielleicht habt ihr euch bei den Privaten EVU auch an die auswärtigen Ruhen schon so gewöhnt,das es euch nicht mehr stört und ihr bekommt sie vielleicht gut bezahlt,aber da wir ja nunmal mehr Dienststellen haben muß doch möglich sein eine Ablösung zu stellen.
Wir fahren unsere Züge auch nicht mit Absicht verspätet und wissen das unsere Arbeitsplätze von den Kunden abhängt,aber es gibt, wie schon gesagt, bestimmt noch mehr Möglichkeiten als die Loks zu unserer Wohnung zu machen.
PS.:
Ich möchte hier keinen Streit mit den Kollegen der privaten EVU vom Zaun brechen,aber ihr seit nicht die einzigen flexiblen Lokführer.
Naja ich frage mich wenn ich mir manche schichten der Railion Kollegen so anschaue ob es einen Unterscheid macht ob ich 9h Ruhe im eigenen Bett habe oder in einem Hotelbett? Von der Familie kann man in beiden fällen nicht viel haben.
Natürlich kann man alles so organisieren das es auch mit Ablösung möglich ist, aber ich habs zwar schon ein paar mal geschrieben, je mehr Ablöser desto höher die Wahrscheinlichkeit das einer davon Krank wird oder aus der Vorleistung verspätet kommt. Dies Dinge kann man a) mit einem haufen Bereitschaftern ausgleichen, oder aber b) die Tf nur lange in eine Richtung fahren lassen und dann ins Hotel schicken. Was schätzt du als wirtschaftlicher ein? Zumal mit einer gewissen Selbstorganisation bei den Tf die Dispo auch noch weniger arbeit hat, während sie beim Bereitschaftermodell mehr arbeit hat.
Was man dabei auch nicht vernachlässigen sollte ist die Zeit welche man bei häufigem Ablösen mit TU verbringt, das kostet dem Arbeitgeber Geld er hat aber nichts davon. Wenn einer nur einen Zug von A nach B fährt vermindern sich die unproduktiven Zeiten. Alles Punkte wo sich dein Arbeitgeber(theoretisch) Geld sparen kann, mit den Einsparungen kann er dann 3 Dinge machen:
1. Preis senken und damit zusätzliche Kunden gewinnen oder
2. Deinen Lohn erhöhen oder
3. die Gewinne erhöhen und sich damit mehr Gewinnbeteiligungen auszahlen ;)
Ich verstehe schon das ihr lieber bei den bewährten Betriebskonzepten bleiben würdet, allerdings bezweifel ich das sich Railion auf dauer Dienststellen wie Augsburg leisten kann! Die Railion schaut sich sehr genau an wie die Privaten den Betrieb abwickeln und die werden Ihre lehren daraus ziehen vermute ich.
Zu deinem PS es gibt auch sehr unflexible Privatbahnlokführer, das hat nichts mim Arbeitgeber sondern mehr mit den Menschen zu tun. Hat aber auch keiner behauptet das man als Privatbahnlokführer automatisch flexibler ist. Die Schicht wird auch hier vom Arbeitgeber vorgegeben und wir haben se dann zu fahren.
__________________
Natürlich muß ich es tun,wenn der Arbeitgeber die Rufbereitschaft einführt,aber ich darf doch wohl sagen, das ich mich darauf nicht unbedingt freue oder?:eek:
Natürlich darfst du das sagen! :) Allem anderen ist zu ALKs Antworten nix mehr hinzuzufügen. Die Staatsbahnen werden sich in Richtung Privatbahn ändern müssen, und werden das früher oder später auch tun wenn sie weiter ihren Marktanteil halten wollen. Die Bundesbahn- u. Reichbahnzeiten sind vorbei, auch wenns viele nicht wahrhaben wollen.
Traindriver
16.03.2008, 15:18
Natürlich darfst du das sagen! :) Allem anderen ist zu ALKs Antworten nix mehr hinzuzufügen. Die Staatsbahnen werden sich in Richtung Privatbahn ändern müssen, und werden das früher oder später auch tun wenn sie weiter ihren Marktanteil halten wollen. Die Bundesbahn- u. Reichbahnzeiten sind vorbei, auch wenns viele nicht wahrhaben wollen.
Das die DR- wie DB-Zeiten vorbei sind bestreitet keiner!
Mir hat ein Privatbahner erzählt, daß Er die Fahrt von seinem Wohnort zum Abfahrtsort des Zuges(natürlich immer wieder ein anderer innerhalb Deutschlands) und vom Ankunftsbahnhof zum Wohnort NICHT bezahlt bekommt, also in seiner Freizeit das macht. Für die Fahrt hat Er eine DB-Netzkarte von seinem AG kostenlos bekommen.
Ist das bei anderen EVU auch so geregelt?
Wenn ja, wie kommt Ihr damit zurecht??
drehstromer
16.03.2008, 15:56
Das handelt jedes EVU natürlich anders.
Bei meinem früheren AG war Reisezeit=Arbeitszeit.Allerdings mit geringerem Stundenlohn.Unterm Strich kam aber genauso viel raus.
Jetzt als Gehaltsempfänger bekomme ich nur die Gf in den Dienstschichten (zu 100%) und von einem zum anderen Dienstort (zu 50%) bezahlt.Fahrten von oder nach Hause bleiben außen vor.Man ist also bemüht,Schichten möglichst nah der Heimat zu ergattern,was leider nicht immer sehr einfach und auch abhängig vom Auftraggeber ist.Hinzu kommt,in welchem Plan man arbeitet und wo der Wohnort des Mitarbeiters liegt.Von und nach Berlin kommt man im allgemeinen recht gut und schnell,wer weiter weg wohnt oder wo der Anschluß an Verkehrsmittel schlecht ist,hat natürlich Pech.Gut ist,das man aber seinen bisherigen Wohnort behalten kann.
Die BC100 wird kostenlos vom AG gestellt.
Ich hoffe,somit etwas Einblick in die "Wunderwelt" der Privaten gegeben zu haben.
Gruß drehstromer
...man könnte auch ein neues Thema draus machen.
Das handhabt jede Eisenbahn unterschiedlich. Bei uns bekommt man was dafür, bei der DB dagegen bin ich auch in meiner Freizeit in die Arbeit gefahren.
Naja ich frage mich wenn ich mir manche schichten der Railion Kollegen so anschaue ob es einen Unterscheid macht ob ich 9h Ruhe im eigenen Bett habe oder in einem Hotelbett? Von der Familie kann man in beiden fällen nicht viel haben.
Natürlich kann man alles so organisieren das es auch mit Ablösung möglich ist, aber ich habs zwar schon ein paar mal geschrieben, je mehr Ablöser desto höher die Wahrscheinlichkeit das einer davon Krank wird oder aus der Vorleistung verspätet kommt. Dies Dinge kann man a) mit einem haufen Bereitschaftern ausgleichen, oder aber b) die Tf nur lange in eine Richtung fahren lassen und dann ins Hotel schicken. Was schätzt du als wirtschaftlicher ein? Zumal mit einer gewissen Selbstorganisation bei den Tf die Dispo auch noch weniger arbeit hat, während sie beim Bereitschaftermodell mehr arbeit hat.
Was man dabei auch nicht vernachlässigen sollte ist die Zeit welche man bei häufigem Ablösen mit TU verbringt, das kostet dem Arbeitgeber Geld er hat aber nichts davon. Wenn einer nur einen Zug von A nach B fährt vermindern sich die unproduktiven Zeiten.
Deinen Hinweis auf die TU kann ich in diesem Fall aber nicht nachvollziehen. Hier soll ein Tf als Gf die halbe Strecke fahren, zurück noch mal dasselbe. Was ist daran Wirtschaftlicher als eine TU? Wirtschaftliche Gründe kann der Arbeitgeber in diesem Fall mit Sicherheit nicht anführen wenn hier zwei Tf die halbe Schicht als Gf unterwegs sind.
drehstromer
17.03.2008, 00:22
Es geht wohl einzig allein darum,die Schichten für die Dienststelle zu erhalten.Der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel.Und die Dresdner Kollegen werden das so fahren,denn es hängt verdammt viel davon ab.
Gruß drehstromer
232 382-2
17.03.2008, 00:25
Deinen Hinweis auf die TU kann ich in diesem Fall aber nicht nachvollziehen. Hier soll ein Tf als Gf die halbe Strecke fahren, zurück noch mal dasselbe. Was ist daran Wirtschaftlicher als eine TU? Wirtschaftliche Gründe kann der Arbeitgeber in diesem Fall mit Sicherheit nicht anführen wenn hier zwei Tf die halbe Schicht als Gf unterwegs sind.
Richtig. Und dann kommen ja auch 2 Hotelzimmer für die Übernachtung dazu. Auch die müssen bezahlt werden
Es geht wohl einzig allein darum,die Schichten für die Dienststelle zu erhalten.Der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel.Und die Dresdner Kollegen werden das so fahren,denn es hängt verdammt viel davon ab.
Gruß drehstromer
Da gebe ich dir Recht, leider werden dafür in anderen Dienststellen Arbeitsplätze gestrichen. Der Arbeitgeber spielt doch dabei die Kollegen gegeneinander aus.
Maschinist
17.03.2008, 02:27
Es geht wohl einzig allein darum,die Schichten für die Dienststelle zu erhalten.Der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel.Und die Dresdner Kollegen werden das so fahren,denn es hängt verdammt viel davon ab.
Gruß drehstromer
Genau darum geht es.
Ob das evtl. alles gsetzeskonfirm ist bzw. mit (welch zur Zeit auch immer geltenden) Tarifverträgen in Einklang zu bringen ist, daß steht in den Sternen.
Der Zweck scheint die Mittel zu heiligen.
Einige, vor allem jüngere User von Privatbahnen, finden dieses Projekt ja als durchaus richtig. Nun ja, diese haben bisher scheinbar auch nichts anderes kennen gelernt. Ältere Arbeitnehmer scheinen dem Projekt doch eher skeptisch gegenüber zu stehen.
Natürlich, aus rein ökonomischer Sicht, ist eine solche Verfahrensweise nur zu befürworten.
Diese entspricht genau dem ökonomischen Grundgesetz des Kapitalismus, nämlich dem Erreichen von Maximalprofit. Die, für diese Verfahrensweise, zuständigen Kräfte haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Aus Arbeitnehmersicht (gewerkschaftlicher, egal welcher) allerdings sollte eine solche Vorgehensweise doch zum Nachdenken anregen.
Hier werden meiner Meinung nach alle Grundsätze der so genannten "sozialen Marktwirtschaft" mit Füßen getreten.
Wenn wir uns allerdings mit den Prinzipien der realen Marktwirtschaft konfirm erklären wollen, dann bin ich aus diesem Thema raus.
Wenn Gewerkschaften (egal welche) eine solche Unternehmensstrategie befürworten, dann frage ich mich warum wir diese noch mit unseren Beiträgen am Leben erhalten.
Schießlich sollen diese doch unsere Interessen und nicht die des Unternehmens vertreten.
Leider werden in der letzten Zeit jegliche soziale Errungenschaften seitens aller Gewerkschaften ad absurdum geführt.
So viele Zugeständnisse, zu Gunsten der Arbeitgeber, dürften eigentlich nicht hingenommen werden.
Sehe ich das evtl. falsch????
Gruß vom Maschinist
Trennhuepfer
17.03.2008, 10:13
Ich glaube hier reden alle ein wenig aneinander vorbei. Die Befürwortung liegt einzig und allein darin, daß ein Tf ruhig mal eine längere Strecke fahren könnte, als nur einmal um den Kirchturm. So lange alles Gesetzeskonform ist, spricht ja auch nichts dagegen, klar ist es schön, jede Nacht zu Hause bei Mutti im Bett zu liegen, aber die Zeiten sind wohl so langsam dank des liberalisierten Marktes vorbei.
Diejenigen die dem Skeptisch gegenüber stehen sind, und ich glaube daß ich den Thread richtig gelesen habe, ausschließlich DBler, denen - es sei ihnen verziehen - bislang noch das alte DB denken anhaftet. Nicht falsch verstehen, aber auch ich musste bei meinem Wechsel erst lernen daß die Welt auch andersrum funktioniert, was nicht bedeuten soll, daß bei uns Privaten alles besser ist, im Gegenteil, es ist einiges besser, aber auch einiges schlechter. Alles hat seine Vor- und Nachteile, es gibt aber eben nicht nur schwarz und weiß.
Wir haben zB auch Schichten von Köln nach Bremerhaven und umgekehrt, die Strecke sieht auf den ersten Blick abschreckend aus und, wie ich weiter vorne schonmal geschrieben habe, die DB würde die Strecke mit 2-3P fahren, dazu noch die Rückleistung, was wiederum 2-3P bindet. Wenn man deren Folgeleistungen, wenn nicht sogar Gastfahrt, im Anschluss an die Fahrt sieht kommen auf das, was wir alleine fahren ca 4P bei der DB.
Die Fahrzeit von KKE nach HBHSK liegt in unserer Trasse bei knappen 6 Stunden, zzgl. der ½Std Fahrzeitunterbrechung in Diepholz, bzw auf der Rückleistung in Kirchweye und Osnabrück. Für jeden Tag kommt da mindestens eine anständige 9 Stundenschicht zusammen.
Was aber in meinen Augen Schwachsinn ist, ist das Besetzen des Zuglaufes Dresden Hamburg mit 2 Tf von einer Dienststelle, oder wie heißt es so schön ?
Blinder Aktionismus ersetzt geistige Windstille
Das Leben ist nicht Binär !!!
... in diesem Sinne ..
TfHLERmarco
17.03.2008, 10:38
Hallo Leute.
Daß DB, nur in Richtung Private schaut und das ähnlich organisieren will/muß kann man auch nicht unbedingt sagen. Noch im letzten Jahr hat R4C im Voraus Anzeigen geschaltet, nach denen sie TF`s in Mannheim und Schwedt (glaube ich) und auch in Lehrte (ganz sicher) suchten. Das währe dann eine Bewegung in Richtung DB Modell, oder? Wenn dann nicht mehr von Mannheim nach Schwedt durchgefahren wird sondern nur bis Lehrte und dann PW und weiter.
MFG Marco
Einige, vor allem jüngere User von Privatbahnen, finden dieses Projekt ja als durchaus richtig. Nun ja, diese haben bisher scheinbar auch nichts anderes kennen gelernt. Ältere Arbeitnehmer scheinen dem Projekt doch eher skeptisch gegenüber zu stehen.
Ich fühle mich jetz mal angesprochen, und möchte dir widersprechen. Ich bin zwar erst seit guten 10 Jahren Berufseisenbahner, aber davon hab ich 7 Jahre bei Regio und Railion verbracht. Es ist, wie ich schon mal geschrieben hab: Die meisten Privatbahner kennen definitiv beide Seiten! Ob ich dieses Projekt für richtig halte, sei mal dahingestellt. Ich halte nur das chronische Entsetzen bei manchen DBlern gegenüber allem was anders ist, als so wie es jetz is furchtbar. Es lebe der Stillstand!
Hallo Leute.
Daß DB, nur in Richtung Private schaut und das ähnlich organisieren will/muß kann man auch nicht unbedingt sagen. Noch im letzten Jahr hat R4C im Voraus Anzeigen geschaltet, nach denen sie TF`s in Mannheim und Schwedt (glaube ich) und auch in Lehrte (ganz sicher) suchten. Das währe dann eine Bewegung in Richtung DB Modell, oder? Wenn dann nicht mehr von Mannheim nach Schwedt durchgefahren wird sondern nur bis Lehrte und dann PW und weiter.
MFG Marco
Hallo Marco! Es ist durchaus üblich dass die Privaten Dienstort nahe Wohnsitze wünschen, da sich ja dann auch die Firma Geld sparen kann wenn du nicht durch ganz Deutschland anreisen musst. Wir suchen auch an speziellen Orten, die auch im Jobangebot dabei stehen Klick (http://www.txlogistik.de/index2.php?main=unternehmen&sub=jobs&subsub=triebfahrzeugfuehrer&pre=unternehmen). Der Unterschied ist halt, dass die Privaten es meistens nicht unbedingt verlangen.
Zum 2. deiner Argumente, mir ist kein Unternehmen bekannt das eine Rufbereitschaft nicht entsprechend vergüten würde. Du bekommst also Geld dafür das du dich bereit hälst, da geht es nicht darum ständig verfügbar zu sein sondern nur dann wenn man eine Rufbereitschaft im Dienstplan stehen hat. Wenn man Glück hat braucht man nicht arbeiten und bekommt ein paar Euro nur dafür das man sein Handy an hatte, finde da nichts verwerfliches drann.
Also zum Thema Rufbereitschaft mal eine kleine Anmerkung.
Meine Frau hatte einige Jahre Rufbereitschaft. Da hatte sie oftmals Frühdienst im Operationssaal, danach Rufbereitschaft bis früh und gleich den nächstens Frühdienst. Am Wochenende war auch mal 24 oder 48 Stunden Rufbereitschaft angesagt.
Für das Einschalten des Telefons gab es einen tollen Beitrag von (ich glaube) 1,50 Euro pro Rufbereitschaft. Sie mußte in 20 min auf Arbeit sein. Wer das nicht schaffte, mußte sich entweder eine Nebenwohnung in Arbeitsnähe nehmen oder die Rufbereitschaft komplett auf Arbeit verbringen.
Sie hat nicht gerade berauschend schlafen können, wenn man immer ein Ohr zum Telefon haben muß.
An etwa 8 und 10 Tagen im Monat waren Rufbereitschaften zu leisten.
Sicher wird es bei der Eisenbahn nicht so krass kommen, aber wer so etwas will, darf nicht nur an den Einspareffekt für den Arbeitgeber denken, sondern muß auch bedenken, was es für die Arbeitnehmer bedeutet.
Auf jeden Fall leben wir jetzt viel ruhiger, seitdem sie die Arbeit gewechselt hat und nur noch normalen Schichtdienst hat.
Einige, vor allem jüngere User von Privatbahnen, finden dieses Projekt ja als durchaus richtig. Nun ja, diese haben bisher scheinbar auch nichts anderes kennen gelernt. Ältere Arbeitnehmer scheinen dem Projekt doch eher skeptisch gegenüber zu stehen.
Nun, mich kannst du nicht meinen da ich ja schon mehrfach geschrieben habe dass ich nichts weniger leiden kann "bei der Eisenbahn" als auswärtige Ruhen.
Wie ALK schon schrieb hab ich aber auch lieber eine 9h-Ruhe in einem Vier-Sterne Steigenberger-Hotel als einen (im Gegensatz zu unserer Firma) nicht unüblichen 9h-Übergang wie bei Railion zu Hause, sondern unsere standardmäßigen 12h die i.d.R. locker überschritten werden.
Da hier von Flexibilität gesprochen wurde Allgemein: Ihr würdet nicht glauben wie unflexibel ich oder manche andere meiner Kollegen manchmal sein können wenn es um "Extratouren" geht. Seit September 2007 habe ich ca. 10 Mal länger als in der Schicht vorgesehen gearbeitet, nur einmal war mehr als eine Stunde, i.d.R. waren es 30 Minuten.
Also zum Thema Rufbereitschaft mal eine kleine Anmerkung.
Meine Frau hatte einige Jahre Rufbereitschaft. Da hatte sie oftmals Frühdienst im Operationssaal, danach Rufbereitschaft bis früh und gleich den nächstens Frühdienst. Am Wochenende war auch mal 24 oder 48 Stunden Rufbereitschaft angesagt.
Für das Einschalten des Telefons gab es einen tollen Beitrag von (ich glaube) 1,50 Euro pro Rufbereitschaft.
Also bei einigen mir bekannten EVU ist durchschnittlich ein knapper halber Hunderter der "Satz" für eine Rufbereitschaft. Wann der Arbeitnehmer wohnortbedingt da sein kann ergibt sich ja von selbst.
Ist auch etwas was ich nicht gerne hatte, aber wenn es denn schon sein musste wurde es wenigstens relativ gut vergütet. Kam ja schließlich noch Arbeitszeit + Zulagen dazu wenn man denn Mal arbeiten musste.
Also bei einigen mir bekannten EVU ist durchschnittlich ein knapper halber Hunderter der "Satz" für eine Rufbereitschaft. Wann der Arbeitnehmer wohnortbedingt da sein kann ergibt sich ja von selbst.
Ist auch etwas was ich nicht gerne hatte, aber wenn es denn schon sein musste wurde es wenigstens relativ gut vergütet. Kam ja schließlich noch Arbeitszeit + Zulagen dazu wenn man denn Mal arbeiten musste.
Sicherlich wird es bei der Eisenbahn (egal welche) keine maximale Wegezeit von 20 min geben, aber was ist, wenn Kollegen weiter weg wohnen? Müssen oder dürfen die dann keine Rufbereitschaften machen?
Wie ist es dann, wenn nichts gemacht werden muß. Es gibt manchmal etwas Arbeitszeit für die Rufbereitschaften. Dies sind aber bei weitem nicht die Arbeitszeiten, die normalerweise pro Tag erreciht werden müßten? Also mal angenommen, in einer Firma gibt es eine Stunde Arbeitszeit für 12 Stunden Rufbereitschaft. Wer jetzt zum Beispiel 4 Rufbereitschaften im Monat hat und nichts machen muß, bekommt dann für 48 Stunden Rufbereitschaft ganze 4 Stunden Arbeitszeit.
Wie soll man da auf seine Stundenzahl im Monat kommen?
Aber wie Du schon schreibst, trifft das Ganze nur zu, wenn nichts gearbeitet werden muß.
Jetz mal doch mal den Teufel nicht an die Wand... Kein EVU egal ob staatlich oder privat wird nur von Rufbereitschaften leben können. :confused::D
Jetz mal doch mal den Teufel nicht an die Wand... Kein EVU egal ob staatlich oder privat wird nur von Rufbereitschaften leben können. :confused::D
Ich habe ja von beispielsweise 4 Rufbereitschaften geschrieben und das kann schon realistisch sein. Solange etwas zum Arbeiten da ist, wie in den letzten Jahren, bekommt man ja auch die Arbeitszeit.
Aber wer kennt nicht mehr die Zeit, als zu Bereitschaften nie was los war. Vor vielen Jahren hatte ich in einem Monat 10 Bereitschaften, wovon ich bei 9 Bereitschaften keinen einzigen Handschlag getan habe. Die elfte Bereitschaft in dem Monat habe ich dann abgelehnt, was äußerst selten bei mir passiert.
Hallo Kollegen,ist hier im Forum jemand vertreten der an dem Pilotprojekt teilnimmt,sprich ob ein Kollege aus Dresden uns mal seine Erfahrungen mitteilen kann,wie die Züge jetzt laufen.
Mich würde auch interessieren,wie lange man nun im Durchschnitt so unterwegs ist,von Dresden bis Hamburg.
@
wenn man manche Kollegen?/User hier so argumentieren sieht
überkommt einen das kalte Grauen.
Da wird mit Ps' und PW jongliert
da nimmt einer dem andren Leistung weg usw.....
Fakt ist doch das die Nordlichter und auch die Berliner
zu wenig Personal haben und für Züge manchmal gar kein
Personal eingeteilt werden kann.
Das in Priort die Züge reihenweise stehen bleiben weil die
Personalplanung einfach auf Grund von Personalknappheit
vorn und hinten nicht klappt ist FAKT.
Wir entsenden nach ganz Deutschland Personale zur Hilfe
auch nach Berlin. Da ist es doch ganz logisch das man im Rahmen
der gesetzlichen Bestimmungen die Züge auch durch fahren kann.
Ob der Kollege nun ein halbes Jahr oder mehr, woanders in
Deutschland Dienst tut oder einmal die Woche nach Hamburg durchfährt
und meist bei Mutti im Bett liegt ist doch wohl ein Unterschied, oder?
Deshalb kann ich solche negativ besetzten Antworten absolut
nicht verstehen.
Ich kann mir das nur damit erklären das diese Kollegen noch nie
etwas von Arbeitsmangel gehört haben,
das wir schon seit Jahren verkürzt sprich Kurzarbeit leisten.
Natürlich für weniger Geld.
Das ALLE Kollegen die jünger wie 49 Jahre sind auf andere
Dienststellen in Deutschland und Privat-EVUs verteilt
oder ganz gegangen wurden.
Und unter diesem Aspekt finde ich die Aktion der Dresdner Kollegen
höchst legitim.
Ich möchte einmal einen Bayrischen Beamten mit 55 Jahren sehen der
600km weit weg von zu Hause Dienst leisten sollte...
mfg.$
PS. ich habe nichts gegen Beamte oder Bayrische Freistaatler.
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.