Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wagenliste....
Hallo an alle...,
mir fällt seit einiger Zeit auf das bei Railion (oder wie auch immer wir uns gerade nennen dürfen, oder müssen! :) ) gern Züge ohne Wagenlisten unterwegs sind. Besonders beliebt sind dabei Abgangsbahnhöfe wie Seelze und Hagen. Bin ich der einzige der sowas überhaupt bemerkt? Des weiteren würden mich Gründe dafür interessieren...
OL3_R1TschARTs
30.01.2008, 07:33
Moinsen,
also ich war noch auf keinem Zug ohne Wagenliste. Allerdings war ich auch bis jetzt weder in Hagen, noch in Seelze.
Der Grund, warum die Wagenliste fehlt könnte sein, das der Bediener(Aufsicht, Rangierer ...) des PVG Programms, der von diesem Programm die Wagenliste und den Bremszettel erstellen läss, bei der Bedienhandlung "Ausdrucken" nur den Bremszettel, und nicht gleich die Wagenliste dazu druckt(wäre kein Tastendruck mehr).
Eigentlich ist die Wagenliste relativ wichtig finde ich, weshalb ich mir irgendwelche neuen Sonderregelungen bei Güterzügen nicht vorstellen könnte.
mfg- Ole
Peter Silie
30.01.2008, 07:45
Soweit ich weiß, gibt`s eine Weisung zum Führen der Wagenliste, wo geregelt, daß die Wagenliste bei nationalen Güterzügen nicht mehr erforderlich ist.
Alle Daten sind EDVmäßig erfaßt. Die für uns wichtigen Informationen stehen im Bremszettel unter Besonderheiten (Gefahrgut, Schwerwagen usw.).
Und wenn es unterwegs doch mal Probleme gibt (Wagen aussetzen oder Bremsstörung), gibt es ja noch eine Weisung, nämlich daß man den zentralen Cargo-Koordinator in FF zu informieren hat, der dann die PVG-Daten ändert.
Ich weiß, die Weisungsflut ist kaum noch zu beherschen, aber hin und wieder lohnt ein Blick auf die Aushänge oder entsprechenden Weisungsordner :).
Soweit ich weiß, gibt`s eine Weisung zum Führen der Wagenliste, wo geregelt, daß die Wagenliste bei nationalen Güterzügen nicht mehr erforderlich ist.
Alle Daten sind EDVmäßig erfaßt. Die für uns wichtigen Informationen stehen im Bremszettel unter Besonderheiten (Gefahrgut, Schwerwagen usw.).
Und wenn es unterwegs doch mal Probleme gibt (Wagen aussetzen oder Bremsstörung), gibt es ja noch eine Weisung, nämlich daß man den zentralen Cargo-Koordinator in FF zu informieren hat, der dann die PVG-Daten ändert.
Ich weiß, die Weisungsflut ist kaum noch zu beherschen, aber hin und wieder lohnt ein Blick auf die Aushänge oder entsprechenden Weisungsordner :).
Sowas habe ich auch schon gehört.
Allerdings wird auch bei Internationalen Zügen nicht immer mit Wagenliste gefahren, zumindest nicht mit deutscher. In Kufstein wird in letzter Zeit bei diversen Zugabfertigern auch keine Wagenliste mehr mitgedruckt. Wir haben ja die ÖBB Wagenliste, die muss reichen. Da in MOR dann ohnehin keine Wagenliste mehr ausgedruckt wird (die geben die Vormeldung mit) fahren die Züge dann ohne deutsche Wagenliste bis ans Ziel. Wobei es natürlich so ist das ab MOR Railion gewissermaßen einen nationalen Zug fährt.
Soweit ich weiß, gibt`s eine Weisung zum Führen der Wagenliste, wo geregelt, daß die Wagenliste bei nationalen Güterzügen nicht mehr erforderlich ist.
Alle Daten sind EDVmäßig erfaßt. Die für uns wichtigen Informationen stehen im Bremszettel unter Besonderheiten (Gefahrgut, Schwerwagen usw.).
Und wenn es unterwegs doch mal Probleme gibt (Wagen aussetzen oder Bremsstörung), gibt es ja noch eine Weisung, nämlich daß man den zentralen Cargo-Koordinator in FF zu informieren hat, der dann die PVG-Daten ändert.
Ja, so wurde es mir von einem Lehrer erzählt.
Die Wagenliste muß geführt werden, aber muß nicht mitgegeben werden. Sobald der Zug im System ist, gilt die Wagenliste als geführt.
Ich finde das zwar auch nicht so toll, aber wir müssen damit leben.
Wenn ich jetzt einen gemischten Zug habe und alleine Kopf machen muß, dann muß ich ja bei einem Wagenzuggewicht über 1200 to die jeweils ersten 5 Wagen umstellen und vor allem das Bremsgewicht neu berechnen. Interessant wird es aber, wenn vorher 5 leere Wagen in G standen und danach 5 beladene in G. Da kann der Unterschied bis zu 5 oder unter Umständen auch mehr Bremshundertstel sein. Dazu muß ich aber von den Wagen auch das Bremsgewicht abschreiben, da ja keine Unterlagen vorhanden sind. Interessant sind dann Wagen mit automatischen Lastwechsel und ohne aktuelle Bezettelung, wo man nicht einmal weiß, wieviel Tonnen Bremsgewicht der Wagen denn nun hat.
nilse111
30.01.2008, 15:41
Moin,
die Cargo-Zentren brauchen nach ihrem ermessen keine Wagenlisten mehr an den Bremszettel hängen. Da gab´s mal eine Weisung speziel für Seelze in AM ist das ja auch der Fall.Ich schau immer in bei den Wagenpapieren da liegt ja meißtens eine bei. Aber nur wenn der Umschlag auf ist extra aufreißen tue ich den auch nicht.
Gruß
finde ne Wagenliste schon auch ein wichtiges Gut, auch wenn man sie natürlich nicht oft braucht. Handbremsen sucht man ja doch besser augenscheinlich als nach der Liste! :-)
speziell kopfmachen gemischter züge dürfte außerdem ohne Wagenliste schlicht unmöglich sein. Aber machen sowas auf Bahnhöfen ohne örtliches Personal???? *grübel, lach*
speziell kopfmachen gemischter züge dürfte außerdem ohne Wagenliste schlicht unmöglich sein. Aber machen sowas auf Bahnhöfen ohne örtliches Personal???? *grübel, lach*
Da haben wir zum Beispiel Gablingen wenn wir von Nürnberg nach Herbertshofen (oder umgekehrt) fahren. Der einzige, der vor Ort ist, ist der Fdl. Sollte der Rangierer gerade da sein, geht es ihn aber nichts an, da wir nicht in seinem Arbeitsplan stehen.
Desweiteren in Donauwörth, wenn wir zwischen Nürnberg und Ulm fahren oder in Crailsheim, wenn wir von Nürnberg nach Lauda fahren.
In allen diesen Bahnhöfen ist von uns planmäßig alleine Kopf zu machen.
Hat zufällig jemand die BASA- und Postnummer von dem zentralen Cargo-Koordinator in FF?
Danke
--taurus--
30.01.2008, 23:09
Der Frankfurter Cargo-Dispo müsste die 955 42 818 haben!
Peter Silie
31.01.2008, 09:12
Hat zufällig jemand die BASA- und Postnummer von dem zentralen Cargo-Koordinator in FF?
Danke
955/19914
s. Weisung BW-C 024/2006 (gültig ab 01.01.2007)
--taurus--
31.01.2008, 10:57
Das ist mir aber sehr suspekt! Welchen Vorteil erhofft man sich denn durch den Verzicht der Wagenliste?
Und, außerdem: Kann eine einfache Weisung eines EVU eine Vorschrift aufhaben (in diesem Fall FV), in der klipp und klar geregelt ist, wann auf eine Wagenliste verzichtet werden darf und wenn nicht?
fragt sich
--taurus--
Das ist mir aber sehr suspekt! Welchen Vorteil erhofft man sich denn durch den Verzicht der Wagenliste?
Und, außerdem: Kann eine einfache Weisung eines EVU eine Vorschrift aufhaben (in diesem Fall FV), in der klipp und klar geregelt ist, wann auf eine Wagenliste verzichtet werden darf und wenn nicht?
fragt sich
--taurus--
Wie ich schon geschrieben habe, muß eine Wagenliste geführt werden.
Dabei reicht es, wenn diese im PVG jederzeit abrufbar ist.
Sie muß nicht dem Zug mitgegeben werden.
Ich finde das zwar auch nicht in Ordnung, aber so siehts aus. Info ist von einem Lehrer.
Korill 408.0311
3 Verzicht
Sie brauchen keine Wagenliste zu führen,
- wenn diese durch ein Datenverarbeitungssystem erstellt wird.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Korill 408.0311
3 Verzicht
Sie brauchen keine Wagenliste zu führen,
- wenn diese durch ein Datenverarbeitungssystem erstellt wird.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Ja, so ist der genaue Wortlaut. Sobald der Zug im System ist, braucht man keine Wagenliste mehr.
Hallo,
Die Wagenliste muß sich nur auf dem Fst. des führenden Fahrzeuges befinden, wenn besondere Sendungen befördert werden (Lü, Gefahrgut).
Ansonsten kann sie auch per reitendem Boten befördert werden- oder EDV, Fax, usw.
Das diese Praxis für den Tf mitunter problematisch ist steht außer Frage, besonders wenn es unterwegs irgendwelche Störungen gibt.
Gruß M.
Trennhuepfer
02.02.2008, 04:44
Gefahrgut ist gut, sollte man mal versuchen wenn man einen Zug mit Gefahrgut abstellt und dem Fdl die Frachtpapiere mit dem Hinweis aushändigt daß keine Wagenliste dabei ist ...
Die Reaktion des Fdl würde mich mal interessieren :D
Mr. Re421
02.02.2008, 10:20
Dabei reicht es, wenn diese im PVG jederzeit abrufbar ist.
Sie muß nicht dem Zug mitgegeben werden.
Ich halte das ganze für einen Schnellschuß, das PVG System ist vielleicht auf vielen Stellwerken abrufbar, aber was ist wenn ein privates EVU seine Wagenliste auch per Datenverarbeitungssytem erstellt (HGK, GIPAS, SBB Cargo CIS, etc.), die sind doch im Gegensatz zum PVG nicht auf dem Stellwerk abrufbar. Wie soll sich denn ein Tf verhalten, der auf einem Unterwegsbahnhof einen Zug abstellt und erst vor Ort merkt, daß die Anzahl der im Zug vorhandenen Handbremmsen zum Sichern des Zuges nicht ausreichend sind??
Für grenzüberschreitende Züge muß auch weiterhin eine Wagenliste an den Tf abgegeben werden.
Das Problem mit den ÖBB- Wagenlisten hatten wir auch schon. Wichtige Angaben, wo K-Bremsen im Zug sind lassen sich aus dieser Wagenliste nicht entnehmen.
Ich finde es gibt mehr gute Gründe eine Wagenliste mitzunehmen als auf sie zu verzichten.
Für mich ist der Verzicht zur Aushändigung einer Wagenliste auch nicht nachvollziehbar.
Das Problem mit den ÖBB- Wagenlisten hatten wir auch schon. Wichtige Angaben, wo K-Bremsen im Zug sind lassen sich aus dieser Wagenliste nicht entnehmen.
Lässt es sich eigentlich schon, nur sind die Transiteure (Zugvorbereiter) aus mir unbekannten Gründen nicht dazu in der Lage.
Eigentlich steht nämlich auch in der Österreichischen Vorschrift dass der Tf darüber informiert werden muss.
Ich halte das ganze für einen Schnellschuß, das PVG System ist vielleicht auf vielen Stellwerken abrufbar, aber was ist wenn ein privates EVU seine Wagenliste auch per Datenverarbeitungssytem erstellt (HGK, GIPAS, SBB Cargo CIS, etc.), die sind doch im Gegensatz zum PVG nicht auf dem Stellwerk abrufbar. Wie soll sich denn ein Tf verhalten, der auf einem Unterwegsbahnhof einen Zug abstellt und erst vor Ort merkt, daß die Anzahl der im Zug vorhandenen Handbremmsen zum Sichern des Zuges nicht ausreichend sind??
Naja, die Anzahl der Handbremsen interessiert mich weniger, denn die Zahlen stimmen bei mindestens 90% der Züge sowieso nicht. Diese Angabe zu den Wagen ist sicher eine von denen, die fast nie berichtigt werden. Da sind Wagen mit Handbremse vermerkt, die gar keine haben oder es tauchen Handbremsen auf, wo gar keine sein sollten. Teilweise sollte ich schon 5 Handbremsen im Zug haben und es war nicht eine einzige wirklich vorhanden.
Ich finde es gibt mehr gute Gründe eine Wagenliste mitzunehmen als auf sie zu verzichten.
Für mich ist der Verzicht zur Aushändigung einer Wagenliste auch nicht nachvollziehbar.
Da stimme ich voll und ganz zu.
Mein Beispiel (weiter oben) mit dem Kopfmachen eines gemischten Zuges ist da exemplarisch. Ohne die Daten aus der Wagenliste kann ich niemals die Bremsberechnung ändern, wenn Wagen mit automatischen Lastwechsel dabei sind. Da die Bezettelung der Wagen oft weggelassen wird oder schon seit Wochen drinhängt, kann ich nicht wissen, wie schwer der Wagen ist und wieviel Bremsgewicht er demzufolge hat.
Dann bleibt nur noch die Möglichkeit, den zentralen Cargo-Koordinator in FF anzurufen, das der im PVG den Zug dreht und das Zeugs faxt. Hoffentlich ist das dann kein unbesetzter Bahnhof, sonst brauchen wir noch Brieftauben.
Er könnte mir zwar auch die Daten für das Berichtigen des Bremszettels am Telefon durchgeben, aber ob das EBA einen berichtigten Bremszettel anerkennt, wo man nicht mal nachweisen kann, wie man auf die Zahlen kommt, weiß ich nicht.
Er könnte mir zwar auch die Daten für das Berichtigen des Bremszettels am Telefon durchgeben, aber ob das EBA einen berichtigten Bremszettel anerkennt, wo man nicht mal nachweisen kann, wie man auf die Zahlen kommt, weiß ich nicht.
Es sollte auf jeder Lok ein Bremszettelblock vorhanden sein. Da musst du in diesen fall einen per Hand schreiben
Es sollte auf jeder Lok ein Bremszettelblock vorhanden sein. Da musst du in diesen fall einen per Hand schreiben
Ob ich den alten Bremszettel berichtige oder einen neuen schreibe, ich kann immer noch nicht nachweisen, wie ich auf die Zahlen komme. Der Zug muß aber im PVG gedreht werden, sonst muß ich auch noch eine Wagenliste schreiben. Da ich die Daten dazu nicht habe, wirds langsam interessant.
Mr. Re421
02.02.2008, 15:09
Naja, die Anzahl der Handbremsen interessiert mich weniger, denn die Zahlen stimmen bei mindestens 90% der Züge sowieso nicht. Diese Angabe zu den Wagen ist sicher eine von denen, die fast nie berichtigt werden. Da sind Wagen mit Handbremse vermerkt, die gar keine haben oder es tauchen Handbremsen auf, wo gar keine sein sollten. Teilweise sollte ich schon 5 Handbremsen im Zug haben und es war nicht eine einzige wirklich vorhanden.
Stimmt in meiner aktiven DB- Zeit habe ich dieselben Erfahrungen beim Thema Handbremse gemacht.
In der Schweiz ist das Thema Handbremse vorhanden oder nicht durch die geographische Lage wesentlich sensibler (Erfüllung des reduzierten Stillhaltebremsgewichtes beim Sichern von Zügen und Zugteilen) , d. h. die Angaben in der Wagenliste stimmen zu 95 % da bei der Zugaufgabe im CIS die Angabe über die Handbremsausrüstung durch den Zugaufgeber angepasst werden kann und diese Eingabe dann mit der Rollmaterialdatenbank abgeglichen wird.
Ich meine mich zu erinnern, daß auch das Anbringen von Ettiketten im Zettelhalter im Binnenverkehr nicht mehr notwendig ist, also hier schiesst man sich doppelt ins Knie oder man schafft auf diese Weise neue Versorgungsposten (zentraler Cargo Koordinator)
Ob ich den alten Bremszettel berichtige oder einen neuen schreibe, ich kann immer noch nicht nachweisen, wie ich auf die Zahlen komme. Der Zug muß aber im PVG gedreht werden, sonst muß ich auch noch eine Wagenliste schreiben. Da ich die Daten dazu nicht habe, wirds langsam interessant.
Wenn die Zahlen stimmen, ist es doch für dich egal wo die her kommen. Du bist doch in dem Fall nicht in der Beweispflicht. Der Herr vom EBA kann doch am Zug lang gehen und die Zahlen überprüfen. Das Drehen im PVG ist eigentlich kein Problem. Das sollte eigentlich jeder mit PVG Ausbildung wissen, da musst du keine neue Wagenliste von Hand erstellen. Wenn du dir aber nicht sicher bist um deine Fahrt fortzusetzen, dann ruf dir den Cargonotdienst. Der kann alles Weitere regeln.
Naja, PVG war für viele ältere Kollegen immer ein Brief mit sieben Siegeln. Ich habe gerne damit gearbeitet und alles mögliche umgebucht und gedruckt ;)
Bleibt mal als Zwischenfazit festzuhalten, hab da wohl doch eine Grauzone aufgetan...
Finde das ist doch eigentlich eine Fleißaufgabe für den Gruppenleiter.
Vielleicht tut sich auf dem großen Dienstweg ja eine genaue Aussage auf...
Trennhuepfer
04.02.2008, 11:12
Bleibt mal als Zwischenfazit festzuhalten, hab da wohl doch eine Grauzone aufgetan...
Finde das ist doch eigentlich eine Fleißaufgabe für den Gruppenleiter.
Vielleicht tut sich auf dem großen Dienstweg ja eine genaue Aussage auf...
Viel Erfolg, ich sehe das auf Gruppenleiterebene nicht erfolgsversprechend an, sind die doch momentan mehr mit sich selbst beschäftigt. Es wird höchstens eine lapidare Antwort kommen mit null Informationswert.
--taurus--
04.02.2008, 11:23
Den Satz "Sie brauchen keine Wagenliste zu führen, wenn diese durch ein Datenverarbeitungssystem erstellt wird" habe ich immer so verstanden, daß keine handschriftliche Wagenliste erstellt/geführt werden muss, da sie ja vom EDV-System (in diesem Falle PVG) erstellt wird. Habe aber noch nie aus dem Satz rauslesen können, daß auf die Mitführung der Wagenliste auf dem führenden Triebfahrzeug verzichtet werden kann!
Aber mal angenommen, es ist nun wirklich vorschriftskonform, die Wagenliste NICHT auf dem Führerstand mitzugeben - Wieso macht man das dann, obwohl die Nachteile des Verzichts eigentlich überwiegen?
Weil man ein Blatt Papier pro Zug sparen kann? Ist das der Beitrag zum Klimaschutz der Eisenbahn? Kann ich mir kaum vorstellen :confused:
Ich arbeite auch gerne mit dem PVG und bin auch halbwegs gut darin, und ob ich jetzt einmal "3" drücke wie "Drucke Bremszettel" oder einmal "4" wie "Drucke Bremszettel und Wagenliste" - Wo ist der Unterschied? :eek:
Viele Grüße,
--taurus--
Ich arbeite auch gerne mit dem PVG und bin auch halbwegs gut darin, und ob ich jetzt einmal "3" drücke wie "Drucke Bremszettel" oder einmal "4" wie "Drucke Bremszettel und Wagenliste" - Wo ist der Unterschied? :eek:
Es hat sich bestimmt ein schlauer Studierter ausgedacht, da er der Meinung ist, wir können ja in ganz Deutschland herumrufen, wenn wir was wissen wollen.
Ich kann das auch nicht nachvollziehen und in fast allen Bahnhöfen gibt es ja zum Glück weiterhin auch die Wagenliste.
heetENkoel
04.02.2008, 22:03
In der Vorhölle ist das ne PVG Einstellungssache. Wenn der Zug dort "Gereiht" wird, läuft Automatisch der Bremszettel. Leider hat der PVG Administrator für diesen Bereich nicht eingestellt, das die Wagenliste mit ausgedruckt wird. Klar könnte man es auch nachträglich machen, aber das wäre mit Arbeit verbunden.
Mit den Argument Zettel einsparen brauchen die da gar nicht zu kommen. Woanders werden viel mehr Zettel verschwendet bei der Bahn.
Ich habe hier auch was von Gefahrgut und Lü-Sendungen gelesen. Dazu muss ich sagen, alles, was man dazu wissen muss, steht im Bremszettel auf Seite 2 (Fahrzeuge mit Außergewöhnlichen Sendungen meine ich heißt das da).
Beim Kopfmachen sehe ich auch nicht so das Große Problem, da, seien wir mal ehrlich, meist nur die Schlußnummer korrigiert wird, vor allen, wenn man deutlich mehr als die Mbr im Zug hat.
Wo die Wagenliste Interessant wird für mich ist meist bei Zügen, die unterwegs Wagen Abhängen. Dann wird man zwischendurch Angefunkt und gefragt, ob man denn heute Wagen für z.B. Dortmund hat oder ob man durchfahren kann. Naja, das erfährt man nur aus der Wagenliste oder durch Nachtelefonieren.
Ich bin auch dafür, das jeder Zug eine Wagenliste dabeihaben sollte, aber ich hab mich schon dran gewöhnt, das es halt nicht so ist.
Beim Kopfmachen sehe ich auch nicht so das Große Problem, da, seien wir mal ehrlich, meist nur die Schlußnummer korrigiert wird, vor allen, wenn man deutlich mehr als die Mbr im Zug hat.
Das ist schon ein Problem und wenn Du nur die Schlußnummer korrigierst, mußt Du im Falle der Fälle dafür geradestehen.
Wie schon weiter oben geschrieben hatte ich schon einen Zug, wo die 5 Wagen in G alle leer waren und ich etwa 5 Bremsprozente mehr hatte als Mbr. Nach dem Kopfmachen waren 5 schwer beladene Wagen in G und auf einmal waren nicht einmal mehr die Mindestbremshundertstel vorhanden.
Wie jeder einzelne das Kopfmachen durchführt, ist hier aber nicht gefragt, sondern es geht hier um die vorschriftsmäßige Verfahrensweise, die uns erschwert wird, wenn die Unterlagen fehlen.
Wo die Wagenliste Interessant wird für mich ist meist bei Zügen, die unterwegs Wagen Abhängen. Dann wird man zwischendurch Angefunkt und gefragt, ob man denn heute Wagen für z.B. Dortmund hat oder ob man durchfahren kann. Naja, das erfährt man nur aus der Wagenliste oder durch Nachtelefonieren.
Das sehe ich wahrscheinlich anders. Wenn mir nicht gesagt wird, was unterwegs weg geht, dann schleife ich alles bis zum Ziel mit.
Vor allem bei Leerwagen stehen nicht unbedingt die richtigen Angaben fürs Ziel in der Wagenliste. Auch bei GA-Loks steht immer irgendwas dort drin. Bei uns meistens von NNR nach NNR, egal, wo die Lok hingeht.
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*** Doppelter Beitrag automatisch zusammengeführt ***
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Wir haben auch genug Züge, wo Wagen von A nach B erstmal nach C gehen und von dort zurück nach B. Woher soll ich wissen, ob der Wagen auf dem Hinweg oder Rückweg ausgehängt wird?
Hätte gar nicht gedacht das es doch so viel Resonanz gibt darauf.
sind wir mal ehrlich, nahezu jeder wird wohl beim kopfmachen nur eine Pfeil mit zwei Spitzen zwischen Wagen Spitze und Schluß machen, oder???
Aber genauso werden wir alle wissen das es Falsch ist!!!
Papier sparen find ich auch ne tolle Idee, aber da gibt es wohl größeres Potenzial als ein Blatt pro Zug...
Nebenbei hab ich heute Gruppenleiter Weisungen suchen lassen.. NIX
Also nun die Frage gibt es eine oder nicht?? Kann mir nicht vorstellen das sowas TM weise geregelt werden kann bzw darf.
Haben also somit immernoch nix Handfestes--------
Trotzdem derweile Gute Fahrt
Hätte gar nicht gedacht das es doch so viel Resonanz gibt darauf.
sind wir mal ehrlich, nahezu jeder wird wohl beim kopfmachen nur eine Pfeil mit zwei Spitzen zwischen Wagen Spitze und Schluß machen, oder???
Aber genauso werden wir alle wissen das es Falsch ist!!!
Papier sparen find ich auch ne tolle Idee, aber da gibt es wohl größeres Potenzial als ein Blatt pro Zug...
Nebenbei hab ich heute Gruppenleiter Weisungen suchen lassen.. NIX
Also nun die Frage gibt es eine oder nicht?? Kann mir nicht vorstellen das sowas TM weise geregelt werden kann bzw darf.
Haben also somit immernoch nix Handfestes--------
Trotzdem derweile Gute Fahrt
Du brauchst keine Weisung.
In Ril 408.0311 - 5 (2) steht:
Wird die Wagenliste durch ein Datenverarbeitungssystem erstellt, erhalten sie als Zugführer keinen Ausdruck der Wagenliste.
Und Zugführer bei einem Güterzug sind wir.
AHA, manchmal macht einfach mal lesen doch schlau...
Nun allerdings neue Anschlußfrage.
Warum bekommt man dann doch meist eine mit wenn man sie ne braucht? :-)
Man wird doch da nicht einfach schon 150 Jahre was falsch machen?
Abgesehen davon beißt sich die Sache bei Zügen mit Gefahrgut aus dem Ausland etwas.
Wo es ja heißt wenn kein Gefahrgutaufkleber vorhanden prüft der TF anhand der (nicht auf dem Tfz vorhanden) Wagenliste die Vollzähligkeit der Frachtpapiere.
Man wird sich doch nicht darauf verlassen das andere Bahnverwaltungen die mitliefern??
AHA, manchmal macht einfach mal lesen doch schlau...
Nun allerdings neue Anschlußfrage.
Warum bekommt man dann doch meist eine mit wenn man sie ne braucht? :-)
Man wird doch da nicht einfach schon 150 Jahre was falsch machen?
Naja, so lange gibts noch keine PC :D:D
Diese Regelung ist bestimmt erst in den letzten Jahren in die Ril aufgenommen. Hoffentlich lesen das nicht so viele Zugfertigsteller und lassen die Wagenliste weg.
Aber meinetwegen kann dieser Satz auch gern wieder aus der Ril verschwinden.
Trennhuepfer
05.02.2008, 06:56
Aber meinetwegen kann dieser Satz auch gern wieder aus der Ril verschwinden.
Meinetwegen kann diese ganze bescheuerte Richtlinie verschwinden, ich will die alte Fahrdienstvorschrift wieder haben, da wusste man noch wo was stand und zwar felsenfest und nchit so Gummihaft wie heutzutage !
Abgesehen davon beißt sich die Sache bei Zügen mit Gefahrgut aus dem Ausland etwas.
Wo es ja heißt wenn kein Gefahrgutaufkleber vorhanden prüft der TF anhand der (nicht auf dem Tfz vorhanden) Wagenliste die Vollzähligkeit der Frachtpapiere.
Man wird sich doch nicht darauf verlassen das andere Bahnverwaltungen die mitliefern??
Also dazu muss man sagen das du beim Bremszettel ja immer noch die Liste der Wagen mit Besonderheiten hast, da sind alle Gefahrgüter welche von der anderen Bahnverwaltung vorgemeldet wurden aufgeführt, so sie der Zugvorbereiter richtig eingegeben hat! Da dies aber exakt die selben sind, wie auf der Wagenliste, bringt dir die da nicht viel mehr ;)
Also dazu muss man sagen das du beim Bremszettel ja immer noch die Liste der Wagen mit Besonderheiten hast, da sind alle Gefahrgüter welche von der anderen Bahnverwaltung vorgemeldet wurden aufgeführt, so sie der Zugvorbereiter richtig eingegeben hat! Da dies aber exakt die selben sind, wie auf der Wagenliste, bringt dir die da nicht viel mehr ;)
Genau, die Seite 2 des Bremszettels mit den Besonderheiten im Wagenzug muß weiterhin auf der Lok sein und dort stehen alle Wagen mit Gefahrgut drin.
Zwangsbremsung
05.03.2008, 14:48
Mahlzeit kague,
Wie schon weiter oben geschrieben hatte ich schon einen Zug, wo die 5 Wagen in G alle leer waren und ich etwa 5 Bremsprozente mehr hatte als Mbr. Nach dem Kopfmachen waren 5 schwer beladene Wagen in G und auf einmal waren nicht einmal mehr die Mindestbremshundertstel vorhanden.
woher haste denn die Bremsgewichte der Wagen für G oder P? Die stehen ja nicht dran wie an ´ner Lok. Wenn man Kopf macht und die Bremsartwechsel umstellt, ändert sich am Bremsgewicht und damit an den Bremshundertsel des Zuges überhaupt nix.
Mahlzeit kague,
woher haste denn die Bremsgewichte der Wagen? Die stehen ja nicht dran wie an ´ner Lok. Wenn man alleine Kopf macht und die Bremsartwechsel umstellt, ändert sich am Bremsgewicht und damit an den Bremshundertsel des Zuges überhaupt nix.
Natürlich stehen die Bremsgewichte am Wagen, bei automatischer Lastabbremsung muss man halt nur wissen wie schwer der Wagen (beladen) ist.
Und beim Kopfmachen ändert sich sehr wohl was am Bremsgewicht und an den Bremshundertsteln, zumindest bei Zügen in Bremsstellung P. Bei Fahrzeugen in G muss dann nämlich 20% vom Bremsgewicht abgezogen werden und das kann sich sehr wohl auswirken wenn auf einmal 5 andere Wagen in G stehen.
Wir fahren bei der Kurhessenbahn seit letztes Jahr April (im Auftrag von Railion) Holzzüge als Übergaben von Biedenkopf-Wallau nach Marburg. Dort kommt dann ein Bügeleisen davor und wir stellen ab.
Frage an die haupamtlichen Güterzugkutscher: Der Wagenmeister (Fremdfirma) an der Verladestelle erstellt handschriftlich die Wagenliste, Bremsprobemeldezettel und den Bremszettel mit der Seite 3, auf der die wagentechnische Untersuchung bestätigt wird. Er hat nicht die Möglichkeit, die Zugdaten elektronisch an den Railion-Dispo in FF zu senden. Erst kurz vor Abfahrt, fährt er zum FDL Biedenkopf und faxt den Kram nach FF und wenn ich Glück habe, kann ich in Biedenkopf die von FF zurück gefaxten Papiere aufnehmen. Daher habe ich dann für den Kollegen, der den Zug weiter ab Marburg fährt oft keine elektronisch erstellten Papiere. Sind die handschriftlich erstellten Papiere ausreichend, oder sind zwingend die elektronisch erstellten erforderlich für die Hauptbahn?
http://www.obere-lahntalbahn.de/html/wallau-colbe.html
Trennhuepfer
05.03.2008, 15:27
Normalerweise sollten die manuell erstellten Papiere auch gelten, inwiefern die Daten Elektronisch im PVG erfasst sein müssen ... keine Ahnung, rein Betrieblich hat das keinen Einfluss so lange die WU durchgeführt, der Bremszettel und die Wagenliste erstellt und eine Bremsprobe durchgeführt wurde.
Wir fahren bei der Kurhessenbahn seit letztes Jahr April (im Auftrag von Railion) Holzzüge als Übergaben von Biedenkopf-Wallau nach Marburg. Dort kommt dann ein Bügeleisen davor und wir stellen ab.
Frage an die haupamtlichen Güterzugkutscher: Der Wagenmeister (Fremdfirma) an der Verladestelle erstellt handschriftlich die Wagenliste, Bremsprobemeldezettel und den Bremszettel mit der Seite 3, auf der die wagentechnische Untersuchung bestätigt wird. Er hat nicht die Möglichkeit, die Zugdaten elektronisch an den Railion-Dispo in FF zu senden. Erst kurz vor Abfahrt, fährt er zum FDL Biedenkopf und faxt den Kram nach FF und wenn ich Glück habe, kann ich in Biedenkopf die von FF zurück gefaxten Papiere aufnehmen. Daher habe ich dann für den Kollegen, der den Zug weiter ab Marburg fährt oft keine elektronisch erstellten Papiere. Sind die handschriftlich erstellten Papiere ausreichend, oder sind zwingend die elektronisch erstellten erforderlich für die Hauptbahn?
http://www.obere-lahntalbahn.de/html/wallau-colbe.html
Wow, in Biedenkopf wohnen meine Großeltern, neben den 628 kann ich mir in dem kastrierten Bahnhof gar keine Güterzüge mehr vorstellen.
Deine Frage wurde ja im wesentlichen schon beantwortet, rein betrieblich ist es vollkommen ausreichend die WaLi und den Bremszettel handgeschrieben zu haben.
Wow, in Biedenkopf wohnen meine Großeltern, neben den 628 kann ich mir in dem kastrierten Bahnhof gar keine Güterzüge mehr vorstellen.
Die Bahnsteige sind neu gemacht und der Bf sieht eigentlich recht ordendlich aus. Das ist der Vorteil, wenn Bahnhöfe noch besetzt sind.
Sind die handschriftlich erstellten Papiere ausreichend, oder sind zwingend die elektronisch erstellten erforderlich für die Hauptbahn?
Die handschriftlich erstellten gelten genau so. Einziger Unterschied ist, das bei einem elektronisch erstellten Bremszettel keine Wagenliste mehr mitgegeben werden muß, da die Wagenliste im PVG geführt ist.
Bei handschriftlich erstellten Unterlagen muß aber eine Wagenliste dabei sein, da der Zug eben (noch) nicht im PVG ist.
Mahlzeit kague,
woher haste denn die Bremsgewichte der Wagen für G oder P? Die stehen ja nicht dran wie an ´ner Lok. Wenn man Kopf macht und die Bremsartwechsel umstellt, ändert sich am Bremsgewicht und damit an den Bremshundertsel des Zuges überhaupt nix.
Das Bremsgewicht der Wagen ist in G und P gleich. Es ändert sich nur der Wert, der angerechnet werden darf.
Mal ein kleines Beispiel. Du hast eine Zug in Bremsstellung P mit über 1200 to.
Die ersten 5 Wagen sind leer. Sie wiegen 20to und haben zufällig (:D) auch 20to Bremsgewicht. Wenn bei Zügen in Bremsstellung P Fahrzeuge in die Bremsstellung G umgestellt werden müssen, darf nur noch 80% des Bremsgewichtes (der Fahrzeuge in G) angerechnet werden. Also müssen 20% abgezogen werden.
Das macht bei dem Beispielzug 20to Bremsgewicht, die nicht angerechnet werden dürfen.
Nach dem Kopfmachen sind dann aber 5 Wagen mit 80to Gewicht und 60to Bremsgewicht an der Spitze. Die 5 Wagen haben 300to Bremsgewicht minus 20% macht 240to.
Somit mußtest Du vor dem Kopfmachen 20to Bremsgewicht abziehen und nach dem Kopfmachen 60to. Diese Differenz macht oftmals mehrere Bremsprozente aus.
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