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Gast #1
07.01.2008, 23:46
Gesundheitsfonds - Krankenkassen werden deutlich teurer

Millionen von gesetzlich Krankenversicherten müssen sich auf deutlich höhere Kassenbeiträge einstellen. Gesundheitsexperten und Vorstände von mehreren Krankenkassen gehen davon aus, dass der Beitragssatz mit der Einführung des Gesundheitsfonds auf bis zu 15,5 Prozent steigen wird.
Von Nina Hardenberg

Artikel Online (http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/586/151208/)

Mit besten Grüssen
KryptoX

Oberrheinfahrer
07.01.2008, 23:57
War wohl zu lange ruhig an der Kassenfront. Dann kommt wieder die "Näselnde" und erzählt uns wieder irgend ein Märchen-zum Brechen!!!!!

Grüße vom Orf

Maschinist
08.01.2008, 00:28
Wenn ich so was lese, dann könnte ich k***en.
Für immer weniger Leistung müssen wir immer mehr zahlen.

Noch vor zwei Jahren hieß es, daß wenn jeder der im laufenden Quartal einen Arzt aufsucht einmalig 10 € löhnen muss. Dafür sollten die KK-Beiträge sinken.
Heute zahlen wir die 10 € und die Beiträge steigen. Ich nenne so etwas Betrug am Bürger.
Erforderliche Medikamente werden auf billige umgestellt, damit das Kontigent stimmt.
Und selbst wenn der Arzt das teuere verschreibt, dann gibt es in der Apotheke nur was billigeres. Angeblich ist dann das verschriebene nicht mehr verfügbar.

Die Zuzahlung bleibt ja die gleiche.

Für was zahlen wir überhaupt noch die gesetzlichen Beiträge?



Gruß vom Maschinist

Georgeli
08.01.2008, 00:32
Deshalb hat die Bahn-BKK ab 01.01.08 schon mal den allgemeinen Beitragssatz auf 14,3% angehoben.
Dann tut es 2009 nicht so weh.

CargoTorte
08.01.2008, 00:53
Leider nutzen viel zu wenig die Möglichkeit die Krankenkasse zu wechseln. Das würde endlich zu einer Art Wettbewerb führen. Aber das Wechseln ist unübersichtlich und der Ottonormalbürger ohne Internet kommt nur ganz schlecht an Informationen über günstigere Krankenkassen.

Dafür steht an jeder Ecke ein Plakat für die billigsten Handytarife :kopfschuettel:

kague
08.01.2008, 01:03
Erforderliche Medikamente werden auf billige umgestellt, damit das Kontigent stimmt.
Und selbst wenn der Arzt das teuere verschreibt, dann gibt es in der Apotheke nur was billigeres. Angeblich ist dann das verschriebene nicht mehr verfügbar.

Die Zuzahlung bleibt ja die gleiche.


Die Apotheken sind verpflichtet, nur die Medikamente herauszugeben, die die jeweilige Kasse auch zahlt. Deswegen werden die Mittelchen erst mit dem Apothekencomputer verglichen, denn dort sind die Medikamente aufgelistet, welche die jeweiligen Kassen zahlen.
Das heißt, die Krankenkasse xy hat wahrscheinlich einen Vertrag mit Pharmahersteller AB und wenn die so ein Mittelchen im Sortiment haben, wird nix von Hersteller FG bezahlt.
Wenn Du aber ein Mittel von Hersteller FG brauchst, weil das von AB nicht so gut wirkt, dann muß Dein Arzt dies auch auf dem Rezept vermerken. Wenn da ein Kreuz im richtigen Kästchen ist, bekommst Du auch das Mittel der Konkurrenzfirma.
Dieses hatten wir vor kurzem bei meiner Frau erlebt, wo das Kreuz gefehlt hat, aber sie das andere Medikament benötigt, weil nur das eine die erwünschte Wirkung hat. Alle anderen Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff, aber mit anderen Neben- und Trägerstoffen wirken bei ihr nicht so gut.

Übrigens ziehen bei den Beamten die privaten Versicherungen auch ganz schön an. Die letzte Preiserhöhung waren etwa 20% Aufschlag.

ferkel
08.01.2008, 13:39
Das hatte ich im Novmber 07 kennen gelernt. Bin zur nächsten Apotehke gefahren und Sie gab mir von einer anderen Firma ein Medikament,mit den Wirkstoff. Nach fragen ob das so einfach geht sagte Sie zu mir, das ist schon in Ordnung schließlich sind sie krank und Sie sieht es nicht ein, warum ich nochmals erscheinen solle.
Das fand ich super.

Traindriver
08.01.2008, 13:47
Deshalb hat die Bahn-BKK ab 01.01.08 schon mal den allgemeinen Beitragssatz auf 14,3% angehoben.
Dann tut es 2009 nicht so weh.

Ich bin schon lange nicht mehr bei der BAHN-BKK. Inzwischen habe ich 3x gewechselt. Es ist ganz easy(ich habe immer mit der ganzen Familie gewechselt,d.h. 2 Versicherte und 2 Kinder), nur beim Hausarzt oder häufiger besuchten Facharzt etwas aufwendiger, weil dort muß der Wechsel beachtet werden, aber das machen die Praxismitarbeiterinnen. Ansonsten empfehle ich Wechsel immer zum Quartalsende, weil das leichter zu händeln ist, auch wegen der 10€-Praxisgebühr und Überweisungen.
Aktuell bin ich bei BKK exklusiv mit 12,9%Beitrag und vielen Extras, die andere gesetzl.Kassen nicht bieten und sie ist hier vor Ort.
Also keine Scheu und ES TUT NICHT WEH!!!:D:D:D

Jere
08.01.2008, 20:09
Deshalb hat die Bahn-BKK ab 01.01.08 schon mal den allgemeinen Beitragssatz auf 14,3% angehoben.
Dann tut es 2009 nicht so weh.

Das ist mal nen Kassenbeitrag:(

Habe auch schon zu ner anderen BKK gewechselt. 12,7 hört sich ma anders an als 14,3!
Und es tut ehrlich nicht weh und die Leistungen bzw. Randbedingungen sind eh dieselben;)

Traindriver
08.01.2008, 20:22
..... und die Leistungen bzw. Randbedingungen sind eh dieselben;)

Stimmt nicht ganz. Ca.95% der Leistungen sind gesetzlich vorgeschrieben, aber der Rest kann entscheidend sein, wie Zuzahlungen für bestimmte Vorsorgeuntersuchungen, die nicht gesetzlich bezahlt werden. Manche Kassen zahlen da doch einiges, auch um sich von anderen Kassen abzuheben.
Ich meine, nicht nur den Beitrag vergleichen sondern AUCH DIE LEISTUNG!!!

Oberrheinfahrer
08.01.2008, 21:34
Gebe Traini vollkommen Recht! Das wechseln ist wirklich kein Problem und inzwischen bin ich auch schon 3x gewechselt. Zur Zeit bin ich bei der IKK Direkt!

Grüße vom Orf

Hasse
08.01.2008, 22:30
So wie das Thema in den Medien wieder hochgepuscht wird, wird man das dumme Gefühl nicht los, dass die Kassen auf den "Zug der Preiserhöhungen" mit aufspringen wollen, schlechte Reform hin oder her.

isy
08.01.2008, 22:55
Ich bin auch der Meinung dass das Preis-Leistungsverhältnis stimmen muß. Besonders auf die Zusatzleistungen kommt es an.
Wenn schon alles andere teuerer wird , warum sollen die Krankenkassen nicht auch auf den Zug auch aufspringen. Die haben doch noch gefehlt:(:(:eek:

Grüsse von isy

Mecki2
09.01.2008, 01:04
Tolles Thema. Ich habe die 15 Jahre Deutsche Bahn leider nicht ganz unbeschadet überstanden und benötige daher heute eins zwei Mittelchen, das heißt für mich, einmal im Quartal zum Doc und natürlich erstmal nen 10-er rüberschieben. Mit meinem Doc komme ich gut klar, er schreibt immer Großpackungen auf, dumm ist nur das diese Packungen alle unterschiedlich sind. Bei dem einen 100 Stück und bei dem anderen nur 90 und so darfst du wirklich jedes Quartal hin. Aus reiner Bequemlichkeit bin ich immer noch bei der Bahn BKK nutze aber inzwischen den von der BKK angebotenen Medikamentenversand via Versandapotheke. Funktioniert sehr gut, nur jeweils 50 % Zuzahlung, freiverkäufliche Medikamente preislich günstiger, keine Versandkosten wenn ein Rezept dabei war man muß halt nur dran denken nicht zu spät das Rezept zu holen denn zwei, drei Tage dauert es schon. Für akute Sachen daher ungeeignet. Aber im Medikamentenfach ist es immer schön bunt, die Packungen sehen immer anders aus und man wird auch mal von einer netten Stimme angerufen und bekommt dann die mündliche Info das man ein anderes Präparat bekommt und falls man nicht da ist liegt das zusätzlich nochmal ausführlich erklärt im Päckchen. Bis auf einmal hatte ich mit diesem "Bäumchenwechseldichspiel" auch keine Probleme, als es dann ein Problem gab wurde vom Doc das oben beschriebene Kreuz gemacht, nur schade seit dem ruft mich diese nette Stimme nicht mehr an.

Hat eben alles Vor- und Nachteile.

Waschbaer
09.01.2008, 15:13
Die Wirtschaftsspirale wird wieder in gang gesetzt. Alle wollen und kriegen mehr Geld und das was mehr verdient wird holen sich Stück für Stück die anderen wieder ab. Am Ende hast Du dann sogar noch weniger in der Tasche. Kapitalismus und Marktwirtschaft pur.

meint
Der Waschbär

sven0403
09.01.2008, 21:22
Da ist was wahres dran, letztens erst hat die Cheffin vom Hort meiner Tochter gefragt ob denn bei unserem Streik etwas heraus gekommen wäre....da war doch hoffentlich nicht nur Geldgier im Spiel:D:D:D

Gruß Sven

TfHLERmarco
09.01.2008, 23:14
Da ist was wahres dran, letztens erst hat die Cheffin vom Hort meiner Tochter gefragt ob denn bei unserem Streik etwas heraus gekommen wäre....da war doch hoffentlich nicht nur Geldgier im Spiel:D:D:D

Gruß Sven
Man müßte in diesen Zeiten mal darauf verzichten, die Nachricht zu verfolgen. Sind plötzlich alle Nachbarn freundlich so war der Abschluß gut, gehen sie einem aus dem Weg so war er schlecht.:o Ich hab da aber im Moment nicht die Geduld zu.:kopfschuettel:
MFG Marco

Traindriver
10.01.2008, 11:38
Hier noch was passendes zum Thema:

Krank und abkassiert
Sendung vom 08.01.2008 21:50 Uhr (NDR)
Warum viele Medikamente in Deutschland so teuer sind
http://daserste.ndr.de/plusminus/2008/t_cid-4502742_.html

Knallkopf
10.12.2009, 16:54
Steht KK eigentlich wirklich für Krankenkasse oder eher für Klamme- Kasse ???
Und was wird 2010 ?

Altersstarrsinn
11.12.2009, 15:24
[...]
Und was wird 2010 ?


Dann werden die Beiträge erhöht.


Gruß

A.

Knallkopf
16.12.2009, 15:55
Wie können wir uns denn wehren, gegen den automatischen Eingriff der Kassen in unsere Lohntüte ???
Die verschleudern das Geld und wir Beitragzahler sollen dafür bluten ! ? Wann hört diese Selbstbedienung bei den Bruttolöhnen der Mitglieder endlich auf ???
Was nutzt eine Kindergelderhöhung ,wenn ich diese an die Krankenkasse weiterleiten soll ????

stulli12
17.12.2009, 13:37
Man kann sich nicht wehren. Das System ist gut aufgebaut. Es ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung und du bist ihr wehrlos ausgeliefert. Auch das Wechseln der Kasse bringt langfristig nicht wirklich viel. So bedienen sie sich lustig selbst und drehen an der Betragsschraube, wobei es nur eine Richtung gibt. Gleichzeitig sinken die Leistungen und steigen die Zuzahlungen. Der größte Hit war für mich vor Jahren die Einführung der individuellen Gesundheitsleistungen (iGel-Katalog). Diverse Leistungen (Krebsvorsorge, Ultraschall...) waren plötzlich komplett selbst zu tragen. Eigentlich wird die Krankenversicherung mehr und mehr zu einer Notversorgung zum Premiumpreis. Wer zum Arzt/Zahnarzt und anschließend zur Apotheke geht, sollte sich vorher noch ein paar Scheinchen einstecken.
Übrigens gab es vor ein paar Jahren mal einen interessanten Präzedenzfall betreffs Ende der Mitgliedschaft und Leistungserbringung. Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen aber es war etwa wie folgt. Familie besucht am Wochenende die Oma und findet sie leblos auf der Couch vor. Oma reagiert nicht. Rettungsleitstelle wird verständigt. Ambulanz und Notarzt kommen. Notarzt stellt fest, dass Oma schon am Vortag gestorben ist. Die Krankenkasse verweigerte komplett die Kostenbeteiligung am Einsatz der Rettungskräfte, da die Mitgliedschaft in der KK laut Satzung mit dem Tod endet.
Ja, so steht es wirklich drin in der Satzung. Ich hatte geglaubt, die Mitgliedschaft endet nach den Monat der letzten Beitragszahlung... Es würde mich mal interessieren, wie dann mit posthum noch eingehenden Kosten für Labor-Leistungen (Prothesen, Untersuchung von Proben usw.) verfahren wird. Weiß hier jemand etwas?

VT605
17.12.2009, 14:04
Übrigens gab es vor ein paar Jahren mal einen interessanten Präzedenzfall betreffs Ende der Mitgliedschaft und Leistungserbringung. Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen aber es war etwa wie folgt. Familie besucht am Wochenende die Oma und findet sie leblos auf der Couch vor. Oma reagiert nicht. Rettungsleitstelle wird verständigt. Ambulanz und Notarzt kommen. Notarzt stellt fest, dass Oma schon am Vortag gestorben ist. Die Krankenkasse verweigerte komplett die Kostenbeteiligung am Einsatz der Rettungskräfte, da die Mitgliedschaft in der KK laut Satzung mit dem Tod endet.

Ja, da kann ich mich dran erinnern, das war in Sachsen-Anhalt und war damals in der Presse. Die KK war der Meinung, der Hausarzt hätte gereicht um den Tod festzustellen. Das hätte aber bedeutet, das die Angehörigen den Tod erstmal feststellen müssten, was sie aber nicht können bzw. dürfen, das darf nur ein Arzt. Ich weiß nicht, ob es damals noch zu einem Gerichtsverfahren kam oder ob die KK dann doch bezahlt hat, da es der KK peinlich wurde durch die Presse gezogen zu werden.

Gallusrowdy
17.12.2009, 14:04
Alles was Du selbst beantragst muss bearbeitet werden. Da Du nach deinen Abscheiden nichts mehr beantragen kannst, hast Du auch keinen Anspruch auf Leistungen.

stulli12
17.12.2009, 14:36
@Gallusrowdy
Keinen Ansruch auf Leistungen nach dem Tod ist ja okay. Aber es gibt genug Leute, die noch Geld eintreiben und sich nicht darum kümmern, dass der Delinquent gar nicht mehr lebt. Das geht schon los mit der Wohnungsmiete. Naja, es ist ja auch eine Frechheit einfach so zu sterben, ohne 3 Monate vorher den Mietvertrag fristgerecht gekündigt zu haben! Um Restforderungen zu überbrücken, gab es früher mal das Sterbegeld der Krankenkassen. Es wurde ersatzlos gestrichen. Die Gewerkschaft GDBA streicht demnächst eine ähnliche Leistung.
Was ich meine: zu erbringende Leistungen enden sofort. Forderungen müssen aber noch beglichen werden. Und deshalb sind die Seelenfänger für überteuerte Sterbegeldversicherungen recht erfolgreich. Mit genau diesem Szenario machen sie alten Leuten Angst. Die schließen dann sowas ab, weil sie es nicht den Kindern aufladen wollen. Die Versicherungen, einschließlich KK, reiben sich die Hände.
Dazu sage ich Pfui.
@VT605
Ja, genau diesen Fall meinte ich. :-)

Gallusrowdy
17.12.2009, 14:52
@Stulli deshalb gebe ich mein Geld gleich wieder in den Kreislauf der Wirtschaft, da haben meine Familie und ich gleich was und dann brauchen sie nichts erben. Meine Schulden die sich nach meinen Ableben anhäufen dürfen dann meine Erben(Sprich Schuldner) gerecht aufteilen oder anders gesprochen sitzen bleiben. Beerdigt werden wie, wo ist mir egal da ich Lokführer bin und überall schlafen kann. Deswegen wird bei mir keine Restschuld,- Sterbeversicherung ins Haus kommen.

stulli12
17.12.2009, 15:05
@ Gallusrowdy
Bist `n schlauer Fuchs! Und obwohl ich dich sehr sympathisch finde (jajaja, da staunste...), erlaube ich mir an dieser Stelle den Satz: "Gut, dass ich nicht zu deiner Verwandtschaft gehöre.".
:thumbs-up:

Knallkopf
17.12.2009, 16:51
Womit wir wieder bei der tatsache wären das alles Gute mit Ge .... anfängt , Geburt, Gewwinn ,Geschieden ..... und alles Schlechte mit Ver .... , Versicherung, Verlust , Vertrauen ,Verraten und Verkauft .....

Tequila
20.12.2009, 00:11
@Stulli deshalb gebe ich mein Geld gleich wieder in den Kreislauf der Wirtschaft, da haben meine Familie und ich gleich was und dann brauchen sie nichts erben. Meine Schulden die sich nach meinen Ableben anhäufen dürfen dann meine Erben(Sprich Schuldner) gerecht aufteilen oder anders gesprochen sitzen bleiben. Beerdigt werden wie, wo ist mir egal da ich Lokführer bin und überall schlafen kann. Deswegen wird bei mir keine Restschuld,- Sterbeversicherung ins Haus kommen.Das Erbe kann man aber ausschlagen. Damit dürfte die Allgemeinheit auf den Schulden sitzen bleiben...

Gallusrowdy
20.12.2009, 00:45
Das Erbe kann man aber ausschlagen. Damit dürfte die Allgemeinheit auf den Schulden sitzen bleiben...

Dann bekommt Vater Staat ja alles nööööööööö lieber zeitiger den Kids die machen damit nicht soviel Blödsinn

Teufel36
20.12.2009, 00:52
Dann bekommt Vater Staat ja alles nööööööööö lieber zeitiger den Kids die machen damit nicht soviel Blödsinn

Kids machen immer Blödsinn. Egal wie alt sie sind.

Gallusrowdy
20.12.2009, 00:53
aber die verschieben keine Milliarden

Teufel36
20.12.2009, 00:59
aber die verschieben keine Milliarden

Ja, noch nicht. Aber warte mal ab erst Schule, Abi, Bachelor und dann geht es los mit den Milliarden verschieben.

Tequila
20.12.2009, 01:04
Besonders wenn das Bachelor-Fach BWL heißt... ^^

Gallusrowdy
20.12.2009, 01:44
Die lernen was vernünftiges, Rechtsverdreher oder Banker oder Chirurg oder Politiker.
Sorry nicht das sondern was Vernünftiges Lokführer.
Jungs und Mädels entschuldigt irgendwas haut zwischen den Ohren nicht hin

Altersstarrsinn
23.12.2009, 11:42
Moin, moin!

Da haben wir ja mal wieder Glück gehabt! Nicht nur die Beiträge für die Krankenkassen klettern, auch die Arbeitslosenversicherung soll steigen. Allerdings erst ab 2011 (da sind die Wahlen in NRW vorbei) und in welcher Höhe ist auch offen. Die "Süddeutsche Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/49/498344/text/)" spekulierte schon am 21. 12. über eine Anhebung von 2,8 auf 4,5%, Regierungssprecher Ulrich Wilhelm verwies darauf, dass die derzeitige Gesetzeslage vorsehe, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,2 Prozent auf 3,0 Prozent anzuheben (http://www.tagesschau.de/inland/sparpaket106.html). Scheinbar können wir uns also auf eine Anhebung einstellen, die etwa in der Mitte liegt, in der Mitte zwischen Lohnsteuer und Kirchensteuer.

Dafür wird jetzt aber auch eisern gespart: den Subventionen (http://www.tagesschau.de/inland/sparpaket110.html) geht es an den Kragen.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel fordert den Abbau von Subventionen anstelle eines höheren Beitrags zur Arbeitslosenversicherung. "Ich bin dafür, jede Subventionsmaßnahme auf ihren Sinn zu überprüfen", sagte Niebel dem "Hamburger Abendblatt". "Das gilt für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz, aber auch für anderen Subventionsirrsinn."
Man wird also den grade erst beschlossenen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Hoteliers genau so wie den auf Lebensmittel kappen und wieder auf erst einmal 19% anheben. Oder so. Oder nur auf Lebensmittel...

Im übrigen geht man "mit dem Rasenmäher (http://www.welt.de/politik/deutschland/article5608934/Koalition-erwaegt-Erhoehung-der-Sozialabgaben.html)" gegen die Subventionen an.

Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Carl-Ludwig Thiele schlug unterdessen vor, bei der Kürzung von Steuersubventionen die Rasenmähermethode anzuwenden. „Wenn die Krise vorbei ist, müssen Subventionen mit dem Rasenmäher gekürzt werden“, wird er in der „Passauer Neuen Presse“ zitiert.

Ich weiß jetzt nicht, ob Herr Thiele seinen Rasen selber mäht oder es seinem Gärtner überläßt. Aber wir kennen Rasen mähen doch aus eigener leidvoller Erfahrung. Wenn @Ehefrau meint, dass mal wieder gemäht werden muss, hat man ja zwei Möglichkeiten:

man stellt den Mäher auf niedrigster Stufe ein und rasiert das Grünzeug bis auf den Boder ab
man begnügt sich damit, nur die Spitzen zu kappen, damit man nicht so viel Arbeit hat

Im ersten Fall hat man den Ärger mit der Familie und anschließend den Ärger, wenn der Rasen an manchen Stellen gar nicht mehr wächst. Im zweiten Fall spart man sich die Arbeit, die Reste zusammen zu kratzen, aber das Zeug wuchert wieder sehr schnell.

Egal wie, irgenwelche Ecken, in die der Mäher nicht hinkommt, bleiben stehen und bilden ein Biotop. Bestimmt gibt es beim Subventionsabbau auch solche Biotope, an die man mit dem Mäher nicht ran kommt. Vielleicht, weil ein FDP-Politiker davor steht.


Gruß

A.

platte
28.12.2009, 13:32
Ab Januar 2010 werden Krankenkassenbeiträge steuerlich voll absetzbar. Bei den gesetzlich Versicherten wird diese Veränderung schon auf der Januar-Abrechnung sich bemerkbar machen.


Krankenversicherung Das größte Nettoplus mit einem Volumen von neun Milliarden Euro pro Jahr bringt die bessere steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung. 16,6 Millionen Bürger profitieren von der Regelung, die noch von der Vorgängerregierung auf Druck des Verfassungsgerichts erlassen wurde. Demnach können Steuerzahler künftig Aufwendungen für ihre Kranken- und Pflegeversicherung bis zu der Höchstgrenze von 1900 Euro pro Jahr (Arbeitnehmer, Beihilfeberechtigte) beziehungsweise 2800 Euro (Selbstständige) als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Eine Basisversicherung ist in jedem Fall vollumfänglich absetzbar. Wird die Höchstgrenze nicht ausgeschöpft, was vor allem für Geringverdiener gilt, können auch Beiträge zur Arbeitslosen-, Haftpflicht- oder privaten Unfallversicherung angerechnet werden. Die Entlastung wird bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern schon auf dem Januar-Lohnzettel wirksam. Privat Versicherte und Beamte müssen die Bescheinigung der Kassen beim Arbeitgeber vorlegen, Selbstständige beim Finanzamt.
http://nachrichten.rp-online.de/article/titelseite/Steuer-2010-Das-sind-die-Entlastungen/62810

Altersstarrsinn
13.01.2010, 11:55
Moin zusammen!

Nachdem es ja jetzt etwas ruhiger um die gesetzlichen Krankenversicherungen geworden ist, sorgt unser geschätzter Bundesgesundheitsminister mal wieder für etwas Gesprächsstoff. Er hat den stellvertretenden Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Christian Weber, zum neuen Leiter der Grundsatzabteilung im Bundesgesundheitsministerium berufen. In dieser Funktion wird er unter anderem für die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung verantwortlich sein.

Die Wellen schlagen hoch. tagesschau online (http://www.tagesschau.de/inland/gesundheitsministerium102.html):

"Typische Klientelpolitik"
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Ferner bezeichnete die Entscheidung des FDP-Politikers Rösler "als typische Klientelpolitik der Partei". Die Liberalen wollten den Einstieg in die Privatisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung und hätten dafür nun das Personal von der PKV erhalten.
[...]
Grüne und Linkspartei befürchten weitgehende Privatisierung

Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Biggi Bender, verurteilte die Entscheidung des Ministers. "Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht", sagte sie. Rösler werde die PKV so lange im Garten der gesetzlichen Krankenversicherung grasen lassen, bis nur noch eine gesundheitspolitische Wüste übrig bleibe. Weber werde sich darauf konzentrieren, die Pflegeversicherung im Sinne der Privaten zu reformieren. "Mit dieser Personalentscheidung kann sich jeder ausrechnen, dass die geplante Zusatzversicherung zum Aufbau eines Kapitalstocks alleine in den Händen der Privatversicherer landen wird", sagte Bender der Zeitung.

Die Gesundheitsexpertin der Linken, Martina Bunge, sagte: "Nun wird klar, wohin die Reise mit Herrn Rösler geht: In Richtung der Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung." Es bleibe zu hoffen, dass Weber seinen Sachverstand zum Wohle der Allgemeinheit einbringen werde und sich nicht seinen vorherigen Arbeitgebern, den Versicherungskonzernen, verpflichtet fühle

Kritik auch aus der Union

Auch beim Koalitionspartner löste die Personalentscheidung Röslers Befremden aus. Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß, sagte der Zeitung, dies zeige, "wie groß die Personalnot bei der FDP ist". Er hoffe, "dass Weber sich nicht als verlängerter Arm seines bisherigen Arbeitgebers aufführt", sagte der CDU-Politiker.


Aber auch in der übrigen Presse schlagen die Wellen hoch. Auch die Financial Times Deutschland (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kopf-des-tages-christian-weber-roeslers-einfluesterer/50059558.html) sieht diese Berufung und die Kopfpauschale etwas kritisch, wenn auch aus einem ganz anderen Grund:

Der Mann, der mit den Niederungen des komplizierten Systems vertraut ist, soll sich nun im Ministerium mit der schrittweisen Umstellung der einkommensabhängigen Beiträge für die Krankenkassen auf die Kopfpauschale befassen. Das verspricht spannend zu werden. Denn die von der Bundesregierung favorisierte Umstellung gefällt der PKV gar nicht. Aus ihrer Sicht stellt das Konzept die friedliche Koexistenz zwischen Kassen und Versicherern infrage. Die Pauschalen könnten so niedrig sei, dass für gesunde Gutverdiener der Wechsel in die PKV unattraktiv wird.
Kein Wunder, dass in der Branche Webers Wechsel keine Begeisterung auslöst. Namensvetter Roland Weber vom größten deutschen privaten Krankenversicherer Debeka ist überzeugt: "Er wird sich schwertun, etwas für die PKV zu tun, weil er sehr viel kritischer in dieser Position beäugt wird als jeder andere", sagt der Manager.

Um diesen Befürchtungen entgegenzutreten, wird man wahrscheinlich die Kopfpauschale so hoch ansetzen, dass auch die PKV zufrieden ist. Für die nicht so Besserverdienenden springt ja der Staat ein, der hat ja Geld genug.


Gruß

A.

Teufel36
22.01.2010, 08:11
Krankenkassen wollen 8 Euro mehr.
Millionen Versicherte sollen noch im Frühjahr mit Zusatzbeitrag belastet werden / Grund sind die Finanzkrise und steigende Ausgaben / Minister Rösler: Das beweist Reformbedarf.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/153057/153058.php

Knallkopf
26.01.2010, 19:13
Vor allen wollen sie die Beträge auch pfänden lassen , wenn jemand nicht zahlen will !

Was können wir dafür, das die nicht mit Geld umgehen können ??? Bei wem können wir was pfänden ????
Jeder Privathaushalt muß mit seinen Geld rechnen , bei ständig steigenden Ausgaben ! Irgendwann ist Schluß mit lustig !
Wir Bürger sind doch nicht die Melkkühe , der verfehlten Finanzpolitik !

stulli12
26.01.2010, 19:58
Oh Mann, wie oft müssen wir uns noch verarschen lassen? Erst tun die Kassen so, als gäbe es reale Unterschiede, deswegen ist die Anzahl der Kassen angeblich gerechtfertigt und man steht im knallharten Wettbewerb. Jetzt gibt es eine ganz offensichtlich unter den Kassen abgesprochene Aktion zur Erhebung von Zusatzbeiträgen. Alle in Frage kommenden Kassen wollen genau 8 Euro und damit den Höchstbetrag, der ohne Einkommensprüfung durchgeht.
Unter 8 Euro würde den Verwaltungsaufwand nicht lohnen - das geben sie sogar zu! Also kann von den 8 Euro eigentlich so gut wie nichts in die Leistungen für Versicherte fließen. Vielleicht 1 Euro? Aber der geht dann sicher für Mahn- und Inkassoverfahren drauf.
Erstaunlich ist, dass Kassen, die gut gewirtschaftet haben, auch den Zusatzbeitrag erheben wollen. Sie könnten doch sagen: seht her, wir sind die Guten. Aber nein, das wäre auch zu hart. Sparen bzw. gut wirtschaften und anschließend zuschauen, wie andere sich nicht darum kümmern und dann zusätzlich Geld einsammeln. Da will man beim Kassieren lieber dabei sein.
Ich wette, dass in kürzester Zeit die Zusatzbeiträge angehoben werden, denn wie gesagt, die 8 Euro sind die Kosten für die Einrichtung der Abteilung Zusatzbeitragserhebung.
Und Minister Rösler macht das, was er immer tut: er lächelt.
Ich gebe einer Krankenkasse jedenfalls keine Einzugsermächtigung zum Lastschriftverfahren. Die wühlen nicht auf meinem Konto rum. So stellen die sich das sicher vor. Jetzt bekommen sie ihr Geld am Zahltag der Versicherten, also an unterschiedlichen Tagen, über den Monat verteilt. Lastschrift ist viel großartiger! Ggf am ersten Werktag des Monat macht man KLICK und hat das Geld von allen im Kasten.
Na, mal sehen, was da kommt.

Teufel36
03.02.2010, 07:34
Rösler droht indirekt mit Rücktritt.
Der FDP-Gesundheitsminister verknüpft seine politische Zukunft mit der Durchsetzung der Kopfpauschale.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0203/politik/0017/index.html

Altersstarrsinn
03.02.2010, 07:58
Rösler droht indirekt mit Rücktritt.
Der FDP-Gesundheitsminister verknüpft seine politische Zukunft mit der Durchsetzung der Kopfpauschale.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0203/politik/0017/index.html


Klar, er hat immerhin Aufgaben zu erfüllen:
1.) die Stärkung der privaten Kassen auf Kosten der gesetzlichen,
2.) die Senkung von Beiträgen der Besserverdienenden auf Kosten der ärmen Bevölkerungsschichten und des Staates,
3.) die Sicherung der Pfründe von Pharmaindustrie und Apotheken.

Es kann schließlich nicht sein, dass ein leitender Angestellter mit über 3000 € mehr an Krankenkassenbeiträge bezahlt als eine Angestellte mit 1200 €. Der Rauswurf des stärksten Kritikers der Pharmaindustrie (http://www.tagesschau.de/kommentar/sawicki104.html) ging auch schon in die richtige Richtung.

Doch, die Wahlversprechen der FDP waren klar und deutlich: "Mehr Netto vom Brutto". Dass sie damit Hoteliers und Besserverdienende meinten, stand ja nicht dabei. Mal gespannt, welche Gruppe ihrer Klientel als nächstes reich beschenkt wird.


Gruß

A.

Teufel36
03.02.2010, 08:01
Es ist ja auch die Partei der besser Verdienten.

Ludmilla01de
03.02.2010, 08:47
Zitat von Teufel36
Rösler droht indirekt mit Rücktritt.
Der FDP-Gesundheitsminister verknüpft seine politische Zukunft mit der Durchsetzung der Kopfpauschale.
http://www.berlinonline.de/berliner-...017/index.html

Das macht nichts ... soll er ruhig zurücktreten. Ob der Nachfolger dann besser ist, sei dahin gestellt. Nur frage ich mich, wie lange wir als Bürger des Landes Deutschland diesen politischen Unsinn noch mitmachen wollen ?! In anderen Ländern hätte es schon längst ein Generalstreik gegeben.

Dem Politbarometer nach ist die große Mehrheit mit der Arbeit der CDU / FDP unzufrieden. Ich frage mich, wo ausgerechnet diese "Mehrheit" bei der Wahl geblieben ist ?! Wenn sonst keiner zur Wahl geht und das Feld der "gehobenen Schicht" überlässt, wundert es mich nicht, dass eine CDU/FDP Regierung an d. Macht ist.

Gruß, Ludmilla :ciao:

tickettussi
10.02.2010, 18:06
Bahn-BKK plant keinen Zusatzbeitrag :001:

sven0403
10.02.2010, 18:23
Dem Politbarometer nach ist die große Mehrheit mit der Arbeit der CDU / FDP unzufrieden. Ich frage mich, wo ausgerechnet diese "Mehrheit" bei der Wahl geblieben ist ?! Wenn sonst keiner zur Wahl geht und das Feld der "gehobenen Schicht" überlässt, wundert es mich nicht, dass eine CDU/FDP Regierung an d. Macht ist.

Gruß, Ludmilla :ciao:

Jaaaaa die heute am lautesten meckern haben es sicher versäumt, verschlafen, schlechtes Wetter oder was auch immer um ihre Kreuze zu machen.
Das wiederum versetzt sie in die Lage heute zu schimpfen wie die Rohrspatzen....Sie haben diese Versager schließlich nicht gewählt....:15:

Gruß Sven

Teufel36
14.06.2010, 06:40
Erste Krankenkasse vor der Pleite.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0614/seite1/0054/index.html
City BKK mit 200 000 Versicherten soll wegen Millionenschulden im September schließen Ex-Kasse des Landes Berlin arbeitet in allen Bundesländern. Weitere Insolvenzen drohen.

Teufel36
07.07.2010, 07:09
Koalition kassiert gleich doppelt ab.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0707/seite1/0039/index.html
Krankenversicherte müssen mit Kassensätzen und stetig steigenden Zusatzbeiträgen rechnen.

Konkret sieht das Konzept vor, ab 2011 die Begrenzung des Zusatzbeitrags auf ein Prozent des Einkommens aufzuheben. Die Kassen können also die Höhe künftig frei bestimmen. Der Zusatzbeitrag darf aber nur noch als fester Euro-Wert und nicht mehr als prozentualer Beitrag erhoben werden.

Traindriver
07.07.2010, 16:01
Koalition kassiert gleich doppelt ab.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0707/seite1/0039/index.html
Krankenversicherte müssen mit Kassensätzen und stetig steigenden Zusatzbeiträgen rechnen.

Da kommt einem wieder die Frage in den Sinn:
WIE LANGE LASSEN WIR UNS DEN GRIFF IN UNSERE TASCHEN NOCH SO EINFACH GEFALLEN??????????

tickettussi
07.07.2010, 16:42
Krankenversicherung
Bittere Pillen im Schatten der Fußball-WM


Es ist Fußball-WM, schwarz-rot-goldene Fahnen werden geschwenkt und inmitten des Trubels beschließt die Regierung, dass die Beiträge zur Krankenversicherung steigen. Zufall? Das konnte man glauben, als es vor vier Jahren zum ersten Mal passierte ......http://www.swr.de/ratgeber/gesund/krankenversicherung/-/id=1798/nid=1798/did=6607852/2zk9ra/index.html


Wir werden es zwar vermutlich nicht verhindern können, aber wir können unsere Meinung mal in Form einer Abstimmung äußern.

http://www.swr.de/ratgeber/gesund/-/id=1798/nid=1798/did=6608174/117v7yg/index.html

Bat
07.07.2010, 16:53
Da kann ich nichts anklicken ..., alle Antworten sind Schwachsinn!

Traindriver
07.07.2010, 16:58
Das ist keine Reform, sondern wie immer NUR EIN GRIFF IN DIE TASCHE DER MASSE.

Am Gesundheits-System ändert sich gar nichts!!!
Wo bleiben die versprochenen Änderungen auf den Schultern ALLER????

Vor der Wahl so und danach.........

maschwa
07.07.2010, 17:07
Das ist keine Reform, sondern wie immer NUR EIN GRIFF IN DIE TASCHE DER MASSE.

Am Gesundheits-System ändert sich gar nichts!!!
Wo bleiben die versprochenen Änderungen auf den Schultern ALLER????

Vor der Wahl so und danach.........

Wieso, es haben sich doch alle gewehrt die eine Lobby haben.... Halt eben bis auf die "Zwangsversicherten", die haben keine Lobby, die dürfen nur zahlen. Wenn ich dann noch den eingefrorenen AG-Anteil sehe.... Na danke. Aber dank Fussball-WM, und da gebe ich TT recht, merkts kaum einer....

MfG
maschwa

maschwa
07.07.2010, 17:23
Und eine Reform ist es auch nicht, denn http://de.wikipedia.org/wiki/Reform meint:


Reform (lat. für re zurück; formatio Gestaltung: Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine größere, planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse und Systeme.

Gut, groß und planvoll, den Beitragszahlern in die Tasche zu greifen wäre echt übertrieben.... Und gewaltfrei wohl langsam nur noch, weil's kaum einer mitbekommt. Selbst in den gestrigen Nachrichten war's nicht mehrals eine Schlagzeile.... Also wirklich keine Reform, sondern nur ein Abschröpfen...

Mfg
maschwa

sven0403
07.07.2010, 17:27
Aber dank Fussball-WM, und da gebe ich TT recht, merkts kaum einer....

spätestens im Januar 2011 wird es Fragen geben.....dann ist es nur zu spät, jetzt übrigens auch schon

maschwa
07.07.2010, 17:34
spätestens im Januar 2011 wird es Fragen geben.....dann ist es nur zu spät, jetzt übrigens auch schon

Klar, und ich kenne die Frage schon: Wie können wir eine Gesundheitsreform machen..... Dabei läuft alles wieder genau auf das selbe hinaus und die Pillendreher werden immer reicher (Gewinnsteigerung), die armen Krankenkassen, deren Ausgaben immer höher werden, werden ihren Wasserkopf weiterhin nicht abbauen (warum auch, es gibt doch Beitragszahler!) und die Ärzte jammern weiter auf hohem Nivau, dass sie am verarmen wären! Und wer zahlt die Zeche? Der "Zwangsbeitragszahler" und das zu weiterhin höheren Anteilen als der AG, deren Anteile ja glücklicherweise durch die FDP schon vorher eingefroren wurden... Und die Zusatzbeiträge werden auch nicht ausreichen, also wird der weiter steigen... Wo soll das noch Wettbewerb steigern, wie der Herr Gesundheitsminister meint? Wer greift den AN am wenigsten in die Tasche... Auch eine Art Wettbewerb... Klasse Reform und so in der Wiederholung auch 2011 zu erwarten!

MfG
maschwa

Traindriver
07.07.2010, 17:44
spätestens im Januar 2011 wird es Fragen geben.....dann ist es nur zu spät, jetzt übrigens auch schon

Wieso jetzt schon zu spät?????

Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Wenn wir unseren Protest JETZT auf eine breite Basis stellen, dann müssen die Politiker zurückrudern und dann merken Sie auch, daß sich dfer "deutschen Michel" doch nicht mehr alles gefallen läßt!

Es wurden doch schon andere Gesetze wieder geändert, weil der Widerstand zu groß und UNANGENEHM wurde.....

Waschbaer
07.07.2010, 18:28
Also muß man doch eine Revolution anzetteln. Anders wirds hier wohl nicht mehr, in diesem unseren Lande, gehen. Die da oben merken doch nüscht mehr.

meint
Der Waschbär

VT605
07.07.2010, 19:58
Einem großen Schritt hätte man schon machen können vor ein paar Jahren, als man erkannte das der Wettbewerb im Krankenkassensystem nicht funktioniert und man das System umstellte auf einen festen Beitrag+ Zusatzbeiträge. Damals hätte man die Anzahl der Krankenkassen drastisch reduzieren müssen, wenn eh alle den gleichen Beitrag nehmen hätte bundesweit eine einstellige Krankenkassenanzahl ausgereicht. Das hätte eine Menge Posten bei Vorständen, Aufsichtsräten, Bürokratie gespart.
Dann sollte man sich mal an die Apotheken rantrauen. Braucht jede Kleinstadt 5-6 Apotheken?
Ein Großteil ließe sich auch bei der Pharmaindustrie einsparen, aber dort gibts auch die stärkste Lobby.
In den Städten sollte man vermehrt auf Ärztehäuser(zu DDR-Zeiten nannte man das Poliklinik) setzen, so ließen sich viele Doppelanschaffungen für medizinische Geräte vermeiden, es gäbe kurze Wege für den Patienten bei Überweisungen zu einem anderen Facharzt.

Treibrad
07.07.2010, 20:01
spätestens im Januar 2011 wird es Fragen geben.....dann ist es nur zu spät, jetzt übrigens auch schon

Der Fehler ist schon 2009 Oktober passiert, als die CDU + die Gau-FDP dran kamen. Die dürften auch viele kleine Arbeitnehmer in blinder Gier "mehr netto vom brutto" gewählt haben. Die Linken hätten mehr Prozente gebraucht, so 20 Prozent aufwärts, um die Etablierten kräftig in den Arsch zu treten. Wunder können die auch nicht vollbringen, aber diese Ausbeuterei des kleinen Mannes geht in dem Fall hautpsächlich auf Lobbyarbeit/Korruption zurück. Soviel Druckmittel hat die Pharmanbranche auch ned was Arbeitsplätze angeht. Produziert heute schon mehr im Ostblock und im Balkan billig als in Deutschland. Dafür werden die deutschen Krankenkassen geschröpft. Renditen von mehr als 25 Prozent gehören zum guten Ton.

Altersstarrsinn
07.07.2010, 20:38
Hallo zusammen!

Ich muss @sven0403 Recht geben, es ist zu spät. Es ist schon seit gut 30, 40 Jahren zu spät. Wir "Wessis" haben damals Fehler gebaut, jede Menge Fehler. Wir haben es zugelassen, dass unsere Politiker damals immer offenere Ohren (und Hände?) für die Lobbyisten bekamen. Warum aufbegehren? Es geht uns doch gut.

Heute haben wir den Schlamassel. Heute regiert eine Lobby das Land. Denen ist es egal, wer gewählt wird; ihr Einfluss bleibt ungebrochen. Sicher könnte man ein Volksentscheid auf die Beine bringen. Schafft man doch bei Rauchverboten auch. Aber dann gibt es ja noch den Satz von der Eiche und der Sau....

Auch die Bemerkung wegen den gefährdeten Arbeitsplätzen ist so nicht richtig. Sicher, die Arbeitsplätze der noch verbliebenen lohnsteuerpflichtigen AN sind in Gefahr, aber das ist für die wirklich wichtigen Posten nicht relevant. Es sind die Posten der Aufsichtsräte, der Vorstände, der Börsenspekulanten, der Broker usw die gefährdet sind, wenn der Staat den Pharmaunternehmen Zügel anlegt. Dass unsere Ärzte -besonders der normale Hausarzt- für die imensen Kostensteigerungen verantwoprtlich ist, halte ich ebenfalls für falsch. Der normale Hausarzt krebst genau wie wir am Rande des Existenzminimums (das allerdings an seiner Ausbildung gemessen etwas höher als unseres ist) herum.

Sind wir doch mal ehrlich: Wir selber drehen ganz schön an der Kostenspirale. Wir treiben Sport, exessiv und übertrieben. Wir betreiben einen Körperkult, wir "verschönern" unseren Körper mit Piercings und Tatoos. Wir sorgen dafür, dass die Brauereien und Fastfoodketten nicht arbeitslos werden, sch.... was auf die Wampe. Wir empfinden einen Fussweg von 100 Metern als unzumutbar, also muss auch diese Strecke mit dem Auto zurückgelegt werden. Die anschließend notwendigen Behandlungen für unser geballtes Fehlverhalten in alle Richtungen zahlen ja die Kassen.

Alles in allem, es ist zu spät. Fahren wir unser Fehlverhalten erst mal kräftig zurück und treten dann unseren Volksvertretern mal kräftig in den Allerwertesten. Bis dahin zahlen wir. Danach natürlich auch, bleibt nur die Frage, wieviel.


Gruß

A.

sbb.lokmaster
08.07.2010, 01:00
Da kommt einem wieder die Frage in den Sinn:
WIE LANGE LASSEN WIR UNS DEN GRIFF IN UNSERE TASCHEN NOCH SO EINFACH GEFALLEN??????????

Noch sehr Lange, denn der Griff ist noch nicht tief genug gewesen. Andererseits war das genau kalkulierte Taktik unserer Volksverräter, denn in der Euphorie vor dem Halbfinale fielen diese Dinge gar nicht auf, und die Regierungsfreundliche B.... gazette rechnete es den Leuten noch schön.

Bat
08.07.2010, 11:24
@VT 605

Ärztehäuser? Polikliniken?? Mehrfachnutzung von Geräten???

Ich hör sie schon schreien: Planwirtschaft, Arbeitsplatzverlust in der geräteherstellenden Industrie, Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Deutschland, Zusammenbruch des Abendlandes ... !!!

Wie kannst Du denn so was vorschlagen???!!!


@Alterstarrsinn

Wenn unsere Wampen wirklich nur vom persönlichen Fehlverhalten kommen würden, gäbe ich Dir Recht, aber bei der Qualität der heute noch bezahlbaren Lebensmittel aus dem Handel, bezweifle ich ernsthaft, dass wir eine Chance haben ... .

maschwa
08.07.2010, 12:25
Na Flattermann, so unrecht hat der Alterstarrsinn nicht... Nur trifft er mich damit überhaupt nicht. Frag mal Trenni, der hätte mich gestern fast wieder übersehen.... :24:

Bzgl. den Hausärzten gebe ich Alterstarrsin auch recht, nur die Spezialisten verdienen sich eine goldene Nase...

Grundsätzlich ist das Krank sein aber nicht nur "Verfettung", denn zur ungesunden Lebensweise gehören auch gesellschaftliche Probleme, wie Arbeitslosigkeit (wie soll man sich bei Hartz VI gesund ernähren, wenn man die Preise für frisches so sieht), Arbeitsbedingungen (die auch nicht besser geworden sind in den letzten Jahren), höheres Lebensalter (aufgrund der Entwicklung von Mensch, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft), Mobbing jeglicher Art, Dauerstress, dem sich viele aussetzten (Stress hat man nicht, man macht ihn sich)... Dort sollte man auch die Ursachen suchen, denn betrachtet man mal den Anstieg z.B. bei den psychischen Erkrankungen, kommen die nicht von ungefähr... Alterstarrsinn hat da recht, es liegt am Menschen mit, aber auch die Politik und die Wirtschaft hat große Anteile. Einiges ließe sich regeln (gesetzlich), anderes besser verkraften, wenn nicht nur ans Geld gedacht würde, sondern auch an die, die es erwirtschaften...

Wie viele Hartz IV-Empfänger gehen nicht mehr zum Arzt, um sich die 10€ zu sparen und die Zuzahlung soweit nicht davon befreit? Was hat es für Folgen, eine verschleppte Krankheit zu kurieren? Kostet nur noch mehr. Ähnlich ist das mit einem AN, der eine Erkältung solange nicht auskuriert, bis es eine Lungenentzündung ist! Oder was hilft die Klimaanlage in vielen Bereichen? Man hat mehr Grippekranke auch im Sommer... Dazu kommen noch so ganz tolle Aktionen wie die völlig unnütze Bevorratung mit Wohlstandeskrankheiten, wie Schweinegrippe und der aufgedrückte Kompromiss bzgl. der Impfstoffe, die doch keiner brauchte und für teuer Geld dann abbestellt wurden.... Aber so ist die Lösung einfach: Man erhöhe die Beiträge und setze die Beitragszahler erneut unter Druck.

MfG
maschwa

Traindriver
08.07.2010, 14:00
Noch sehr Lange, denn der Griff ist noch nicht tief genug gewesen. Andererseits war das genau kalkulierte Taktik unserer Volksverräter, denn in der Euphorie vor dem Halbfinale fielen diese Dinge gar nicht auf, und die Regierungsfreundliche B.... gazette rechnete es den Leuten noch schön.

Sehr lange geht das aber nicht mehr gut!!!

Wenn ich meinen Netto-Lohn von 1992 z.B. vergleiche(Umrechnung natürlich von DM in Euro) mit meinem Netto-Lohn von heute und dazu dann noch nachrechne, was ich mir damals leisten konnte und was heute, dann kommt mir das k........!
Ich war 1992 und bin bis heute noch auf demselben Arbeitsplatz, also ununterbrochene Betriebszugehörigkeit etc..

Der LfTV hat zwar einiges gebracht und ist der absolut richtige Schritt in die richtige Richtung gewesen, aber jetzt muß es da tariflich weitergehen.
Zum anderen wurde die Mehrwertsteuer erhöht, Mineralöl- und Ökosteuer auch.
Renten- und gesetzl. Krankenkassenbeiträge erhöht usw..
Der Staat langt immer mehr zu, zwar meist nur kleinere Mehrbeträge, aber im Laufe von 18 Jahren kommt da schon was zusammen.

VIEL WENIG ERGIBT EIN VIEL!!!!!!!

Und was machen wir???
Genau, meckern und dann doch nichts wirklich dagegen tun.

Was passiert bei unseren europäischen Nachbarn bei solch politischen Entscheidungen??
Es wird in Massen auf die Straßen gegangen und protestiert. Meist mit Erfolg!!!!

Soll man nicht von guten Beispielen lernen???

AOG
09.07.2010, 00:36
In einem Punkt hat Altersstarrsinn recht, unser gesetzliches Krankenkassensystem ist ein Selbstbedienungsladen. Und Jeder langt da zu, wenn er die Möglichkeit dazu hat.

Diesen Selbstbedienungsladen kann man aber nicht mit Regulierungen bekämpfen, man muss ihn dem Markt zu Fraß vorwerfen.

Der Kardinalfehler liegt im System selbst. Die GKV gibt das Geld, was sie heute einnimmt, auch gleich wieder aus. Es besteht kein Zwang zu wirtschaftlichem Handeln und zur Bildung von Risikorückstellungen. Sie kann ja jederzeit von den Versicherten mehr Geld einfordern. Natürlich hat hier die Politik bremsend eingegriffen, aber mit vielen falschen Maßnahmen.

In den frühen Jahren der Bundesrepublik wurden den Kassen soziale Wohltaten im Gesundheitswesen aufgebürdet, die heute so langsam wieder zurück gefahren werden.

Für die Bezahlung von Behandlungen wurde ein Punktesystem eingeführt, dass fast ausschließlich auf die Verwendung von Medizintechnik setzt, das Patientengespräch aber fast nichts wert ist.

Ich bin ein ganz seltener Kunde bei irgendwelchen Ärzten. Meist weiß ich die Diagnose auch schon vorher :004:. Vor ca. einem Jahr konnte ich meinen rechten Arm nur unter großen Schmerzen bewegen. Die Folge übermäßiger Nutzung einer PC-Maus. Also dackelte ich zu einem Arzt und bat um eine Spritze, die ich auch bekam. Aber er schickte mich noch zu einem anderen Medizinmann, um meine Wirbelsäule röntgen zu lassen. Mit diesen Bildern musste ich dann zu ihm zurück und er meinte, dass die Schmerzen nun doch nicht mit der Wirbelsäule zusammen hingen (aber das wusste ich ja schon). Da die Wirkung einer Spritze irgendwann auch nachlässt, hatte er mir ein starkes Schmerzmittel verschrieben (war gar nicht mal billig). Da ich aber kein Freund solcher Mittel bin, bat ich ihn um ein Rezept für eine gute, schmerzlindernde Salbe. "Die wird aber nicht von der Kasse bezahlt!", sagte er. Worauf ich bemerkte, das mir dies egal sei. Da ging ein Raunen durch die Reihen der Wartenden, denn dieser Dialog spielte sich an der Anmeldung ab. Und die gute Salbe, die tatsächlich wirkt, kostete nicht einmal zehn Euro.

Ein anderes Beispiel. Ein Nachbar hatte Herzprobleme. Sein Arzt verschrieb ihm einen sauteuren Blutdruckmesser. Der konnte aber nicht mehr, als ein im Versandhandel oder bei Aldi erstehbahrer für 19,99 €

Wer häufiger in unsere Nachbarländer fährt und sich dort mal in einer Apotheke umschaut, wird feststellen, dass die Preise dort wesentlich günstiger sind. Warum wohl? Weil sich die Pharmaindustrie dort nicht an den gesetzlichen Krankenkassen laben kann. Das deutsche Apothekergesetz schreibt richtigerweise vor, dass eine Apotheke nur von einem approbierten Apotheker geführt werden darf. Es verbietet aber auch Filialbetriebe oder Apothekendiscounter. Und so muss jeder studierte Apotheker seine eigene Apotheke eröffnen oder eine bestehende übernehmen. Hinzu kommen die von der Industrie vorgegebenen Festpreise. Und wirklich gut geht es den Apothekern auch nicht. Gäbe es einen Apotheken-Aldi, würde dieser den Pharmakonzernen richtig Feuer unter dem Allerwertesten machen und die Preise würden purzeln. Das dies die F.D.P. noch nicht begriffen hat, wundert mich allerdings (oder doch nicht).

Ärztehäuser gibt es auch in den alten Bundesländern sehr häufig. Gott sei Dank auf freiwilliger Basis und nicht als Zwangskollektiv. Da ich aber ein Verfechter der freien Arztwahl bin, bringt es mir nicht unbedingt Vorteile, wenn der Facharzt meines Vertrauens seine Praxis in einer anderen "Poliklinik" hat (Der Unterschied zwischen einem Ärztehaus und einer Poliklinik mit angestellten Ärzten ist mir durchaus bewusst und die Verknüpfung absichtlich gewählt).

Allen Revolutionären sei ans Herz gelegt: Bitte vorher eine Bahnsteigkarte kaufen! :021:

Und noch einmal zum mitdenken, man kann nicht höhere Löhne fordern, ohne dabei Preissteigerungen in Kauf zu nehmen. Das Kuschelmodell "Reichtum für alle" funktioniert nicht. Aber das kann man auch nach Adam Riese mit dem kleinen 1 x 1 ermitteln.

Altersstarrsinn
09.07.2010, 10:23
Das Gesundheitswesen "dem Markt zu Fraße vorwerfen", wie @AOG schrieb, halte ich für völlig vekehrt. Gut 70% der Bevölkerung könnte sich Gesundheit nicht mehr leisten. Diesen Fehler hat man doch schon gemacht, wenn auch halbherzig. Man hat den Übergang zu privaten Kassen erleichtert mit dem Erfolg, dass die Gesunden, Jungen, Gutverdienenden in Scharen abgewandert sind und die Alten, Armen und Kranken in der GKV bleiben mussten.

Ein nächster Fehler wurde dann von der GKV gemacht. Um ein paar Wenige zu halten, machte man denen Angebote wie "Wellnesskuren", die mit einer Gesundheitsvorsorge wenig zu tun hatte. Dass die Bezahlung und die Boni für die Vorstände ebenfalls kräftig erhöht wurde, liegt wohl in der Selbstbedienungsmentalität der Vorstände im Allgemeinen begründet.

Während die privaten Versicherungen im Geld schwammen (und immer noch schwimmen), gingen die GKV nach wenigen Jahren am Stock. Ist ja auch logisch. Das liegt aber nicht am System der GKV, sondern

an einer verfehlten Reform durch Öffnung "des marktes" für private Kassen
an einer verfehlten "Mitgliederwerbung" der GKV
an einer verpassten Regulierung der Pharmaindustrie
an den Interessenverbänden der Ärzte und Apotheker
und natürlich an erfolgreicher Lobbyarbeit.


Jetzt die Gesundheitsvorsorge dem Markt zum Opfer bringen, hieße, den letzten Rest bazahlbarer Gesundheit noch zu opfern. Warum kämpft der amerikanische Präsident wohl für eine staatliche Gesundheitsvorsorge? Doch nicht, um die Gesetze des freien Marktes in der G. zu etablieren, sondern um die Auswüchse einer marktorientierten G. zu bekämpfen.

Und wir? Wir wollen hin zu einer Gesundheit nur für Reiche. Wir sind auf dem besten Weg zu einem amerikanischen Gesundheitswesen, dass man da bereits als verfehlt betrachtet.


Gruß

A.

AOG
09.07.2010, 10:54
@ ASS



Gut 70% der Bevölkerung könnte sich Gesundheit nicht mehr leisten. Diesen Fehler hat man doch schon gemacht, wenn auch halbherzig. Man hat den Übergang zu privaten Kassen erleichtert mit dem Erfolg, dass die Gesunden, Jungen, Gutverdienenden in Scharen abgewandert sind und die Alten, Armen und Kranken in der GKV bleiben mussten. Genau hier liegt der Denkfehler und pausenlose Wiederholungen von Ulla Lalla und & Co machen es auch nicht richtig. Die GKV war von Anfang an lediglich ein Umverteilungssystem, in dem wirtschaftliche Vernunft nie eine Rolle spielte. Die private Konkurrenz, die freilich per Gesetz nur den Besserverdienenden offen steht, kann bei wesentlich geringeren Beiträgen sogar höhere Honorare an die Ärzte zahlen. Und gleichzeitig kann sie Rückstellungen bilden, auf die sie zurückgreifen kann, wenn die Kunden älter und häufiger krank werden.


Hätte die GKV von Anfang an ebenso wirtschaftlich gehandelt, wie es die Privaten tun, stünden wir heute besser da. Wohl gemerkt, ich halte eine Versicherungspflicht für unabdingbar, aber ich kritisiere die Form einer Umverteilungsmaschine.


Es besteht ja auch eine Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge und da gibt es auf dem Markt eine Unzahl an unterschiedlichen Tarifen und Prämien

Bat
21.08.2011, 09:02
Neues zur Bürgerversicherung ... :

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0820/wirtschaft/0055/index.html

der guthe hermann
21.08.2011, 11:18
Und gleichzeitig kann sie Rückstellungen bilden, auf die sie zurückgreifen kann, wenn die Kunden älter und häufiger krank werden.

Steigende Beiträge sind programmiert
Die Versicherten zahlen horrende Summen für diese Umverteilung. Während der Staat die gesetzlichen Krankenkassen allein in diesem Jahr mit mehr als 15 Milliarden Euro unterstützt, müssen Privatversicherte ihre steigenden Gesundheitskosten ohne steuerfinanzierte Subventionen schultern. Da die Gesellschaften verpflichtet sind, kostendeckend zu kalkulieren, stehen den meisten Patienten in diesem Jahr Beitragserhöhungen von bis zu zehn Prozent, in Einzelfällen sogar mehr ins Haus – so sie nicht bereits erfolgt sind.

http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/tid-5403/private-krankenversicherung-fuenf-strategien-gegen-steigende-beitraege_aid_51806.html