Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NVA-Führungszug wird rollendes Museum
Der Zugchef
28.07.2010, 01:01
Um ein Haar wäre das rollende Stück DDR-Militärgeschichte auf dem Schrott gelandet. Ausgerechnet ein Hamburger rettet es nun. Der Boogie-Woogie-Musiker Axel Zwingenberger hat Teile des NVA- Führungszugs erworben.
Mockrehna. Seit Jahren steht ein Relikt aus NVA-Zeiten auf überwucherten Gleisen eines Bundeswehr-Munitionslagers im sächsischen Mockrehna nahe Torgau. In den sechs Waggons ist die Zeit vor 20 Jahren stehen geblieben, eine Staubschicht hat sich über die Innenausstattung gelegt.
weiter gehts hier : http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2520552
Gruß Maik
Traindriver
28.07.2010, 07:36
Es muß ja nicht immer alles auf dem Schrott landen!!!!!!
Ich finde es gut, daß es als Teil unserer deutschen Geschichte erhalten bleibt, aber eben nur durch PRIVATINITIATIVE!!!
Gut, dass der Zug überlebt, wäre aber m.E. im neu einzurichtenden militärhistorischen Museum aufgearbeitet besser aufgehoben gewesen. Die Menge Geld, die man da investiert steht in keinem Vergleich zu den Kosten einer äußerlichen Aufarbeitung der Wagen... Und im militäthistorischen Museum gibt es "kostengünstig" genug ABM/ 1€ - Maßnahmen, damit die Aufarbeitung stattfinden hätte können. Eine alternative (aber da brauchen wir nicht weiter zu diskutieren) wären das Verkehrsmuseum Nürnberg und das in Dresden gewesen... Mehr als eine Aufarbeitung als Standobjekt kommt m.E. eh nicht in Frage, denn wo wäre ein sinnvolles Einsatzgebiet für die original aufgearbeiteten Wagen? Für Sonderzüge böte er zu wenig Platz für Reisende, als dass sich dieser Aufwand lohnte! Aus historischen Gründen ist es eine gute Entscheidung, liegt doch dazu vieles im dunklen!
Ansätze liefert H. Bossigs Buch vom EK "Regierungszüge der DDR - Die Fahrzeuge im Dienst der DDR-Administration: Triebwagen,Salonwagen, Technik, Einsätze" ( http://www.ekshop.de/shop/article_00000688/Regierungsz%C3%BCge-der-DDR-%3Cbr%3EDie-Fahrzeuge-im-Dienst-der-DDR-Administration%3A-Triebwagen%2CSalonwagen%2C-Technik%2C-Eins%C3%A4tze-%3Cbr%3EKlaus-Bossig-%28Hrsg.%29.html?shop_param=cid%3D109%26aid%3D0000 0688%26 ), "Sonderfahrzeuge der Deutschen Reichsbahn - Die Führungszüge der Ministerien für Verkehrswesen und für Nationale Verteidigung" ( http://www.ekshop.de/shop/article_00000704/Sonderfahrzeuge-der-Deutschen-Reichsbahn-%3Cbr%3EDie-F%C3%BChrungsz%C3%BCge-der-Ministerien-f%C3%BCr-Verkehrswesen-und-f%C3%BCr-Nationale-Verteidigung.html?shop_param=cid%3D109%26aid%3D000 00704%26 ) und demnächst "DDR-Führung auf Reisen - Schienen-, Straßen-, Luft- und Wasserfahrzeuge für Staatsreisen der DDR-Führung" ( http://www.ekshop.de/shop/article_00000734/DDR-F%C3%BChrung-auf-Reisen-%3Cbr%3ESchienen-%2C-Stra%C3%9Fen-%2C-Luft--und-Wasserfahrzeuge-f%C3%BCr-Staatsreisen-der-DDR-F%C3%BChrung-%3Cbr%3EKlaus-Bossig.html?shop_param=cid%3D109%26aid%3D00000734% 26 ).
Leider sehe ich die Zukunft der Wagen nicht ganz so rosig wie die Presse und der Verein, denn A. Zwingenberger besitzt schon jede Menge Wagen aus dem Regierungszugpark (u.a. auch den techn. hochinteressanten Autotransportwagen), welcher mehr oder minder verwahrlost irgendwo herumstehen, der Aufarbeitung harrend, vor der Öffentlichkeit versteckt. Wenn der gute Mann sich da mal nicht übernimmt! Ich habe einen Teil der Führungszug- und Regierungszugflotte im Jahre 1998 im Raw Deltizsch anschauen können (was doch die Wagentechn. Ausbildung so alles her gab zu der Zeit!?) und da waren die Fahrzeuge schon durch Vandalismus schwer gezeichnet. Den Zug in Mokrena durfte ich 1994/95 während meine Zeit beim Bund beschauen, der sollte evtl. zumindest was den Vandalismus angeht in einem besseren Zustand sein, jedoch relativiert das die 20 jährige Abstellzeit im freien wieder...
Übrigens eine Bitte: sollte irgendwer noch Infos/ Bilder zu den Führungs- und Regierungszügen haben, wäre ich über info dankbar, denn ich beschäftige mich seit längerem mit dem hochinteressanten Thema....
MfG
maschwa
Traindriver
28.07.2010, 12:12
Gut, dass der Zug überlebt, wäre aber m.E. im neu einzurichtenden militärhistorischen Museum aufgearbeitet besser aufgehoben gewesen. Die Menge Geld, die man da investiert steht in keinem Vergleich zu den Kosten einer äußerlichen Aufarbeitung der Wagen... Und im militäthistorischen Museum gibt es "kostengünstig" genug ABM/ 1€ - Maßnahmen, damit die Aufarbeitung stattfinden hätte können. Eine alternative (aber da brauchen wir nicht weiter zu diskutieren) wären das Verkehrsmuseum Nürnberg und das in Dresden gewesen... Mehr als eine Aufarbeitung als Standobjekt kommt m.E. eh nicht in Frage, denn wo wäre ein sinnvolles Einsatzgebiet für die original aufgearbeiteten Wagen? Für Sonderzüge böte er zu wenig Platz für Reisende, als dass sich dieser Aufwand lohnte! Aus historischen Gründen ist es eine gute Entscheidung, liegt doch dazu vieles im dunklen!
Zustimmung!!!!
So kostet aber nur PRIVATES Geld.
Es muß doch gespart werden.........
Hat die Bundeswehr eigentlich auch ein "Museum" o.ä.???
Wenn ja, wäre es doch eine gutes Qbjekt dafür.
Hat die Bundeswehr eigentlich auch ein "Museum" o.ä.???
Wenn ja, wäre es doch eine gutes Objekt dafür.
Ja, in Dresden und eben das meinte ich ja.... http://www.militaerhistorisches-museum.bundeswehr.de/portal/a/mhm Es handelt sich um das ehem. Armee-Museum, welches seit Jahren mit viel Geld saniert und erweitert wird... für Restauration nutzen die hauptsächlich ABM7 1€ _ Jobber.... Das war die Idee in meinem ursprünglichen Post.. Wenn ich sehe, wie das Museum umgebaut wird und welcher Aufwand dort betrieben wird (war erst im Mai da wiedermal schauen, weil ein Kamerad da jetzt eben so einen 1 € Job hat.... Da staunt man nur... Übrigens hatte man dort immer Gleisanschluss über das Russenmagazin (was jedoch dem ESTW Klotsche zum Opfer fiel!)....
MfG
maschwa
MfG
Übrigens hatte man dort immer Gleisanschluss über das Russenmagazin (was jedoch dem ESTW Klotsche zum Opfer fiel!)....
Wenn Du schon eine nicht ganz bewiesene Verbindung des Abbau Gleisanschluß D-Industriegelände mit der Umstellung auf ESTW herstellst dann sollte die wenigstens die passenden Fakten enthalten. Das ESTW Dresden-Klotzsche ging am 7.3.2001 in Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt gab es den "Anschluß" Dresden-Industriegelände (als Bestandteil des Bahnhofs Dresden-Neustadt) noch. Er wurde sogar noch zum Abstellen von Fahrzeugen für die Elektrifizierung Dresden-Neustadt - D-Klotzsche - D-Flughafen genutzt. Die Anschlußweiche wurde ungefähr 2006/2007 entfernt, das ESTW Dresden-Neustadt ging dann im August 2008 in Betrieb.
GSIIDR
Hallo miteinander,
maschwa schrieb:Gut, dass der Zug überlebt, wäre aber m.E. im neu einzurichtenden militärhistorischen Museum aufgearbeitet besser aufgehoben gewesen. … Eine alternative (aber da brauchen wir nicht weiter zu diskutieren) wären das Verkehrsmuseum Nürnberg und das in Dresden gewesen... Mehr als eine Aufarbeitung als Standobjekt kommt m.E. eh nicht in Frage, denn wo wäre ein sinnvolles Einsatzgebiet für die original aufgearbeiteten Wagen? Für Sonderzüge böte er zu wenig Platz für Reisende, als dass sich dieser Aufwand lohnte! Aus historischen Gründen ist es eine gute Entscheidung, liegt doch dazu vieles im dunklen!
…
Übrigens eine Bitte: sollte irgendwer noch Infos/ Bilder zu den Führungs- und Regierungszügen haben, wäre ich über info dankbar, denn ich beschäftige mich seit längerem mit dem hochinteressanten Thema....
Als jemand, der mal zehn Jahre lang mit Verkehrsgeschichte sein warmes Mittagessen verdient hat, bin ich natürlich auch froh, dass die Wagen nicht "verbendert" werden. Ob ich mich allerdings über A. Zwingenberger als neuen Eigentümer freuen soll, weiß ich noch nicht…
Was das Verkehrsmuseum Dresden heute angeht, so erspare ich mir jeglichen Kommentar, ebenso zu Nürnberg…
Anfang der 90er Jahre hatte ich das Vergnügen, den damals noch kompletten Führungszug in Strausberg zu besichtigen. Es sollte entschieden werden, ob die Fahrzeuge vom Verkehrsmuseum Dresden übernommen werden könnten. Leider hatte die damalige Leitung eine andere Meinung als ein kleiner wissenschaftlicher Mitarbeiter und so wurden die Wagen nicht übernommen.
Dabei hätte man Teile des Zuges ganz hervorragend als "Mobile Kommandostelle" für verschiedenste Eisenbahnfest - damals gab es ja noch ein "Dresdner Dampflokfest" - nutzen können. Strom aus dem Maschinen- oder Maschinengepäckwagen etc.pp.
Dass das Militärhistorische Museum in Dresden ebenfalls kein Interesse hat, ist mir klar, kommen doch die Jahre zwischen 1945 und 1989 sehr stark "gefärbt" zur Präsentation. Als es vor ca. 15 Jahren darum ging, ein Exponat aus DDR-Zeiten, einen T-72M (Fabriknummer F01WT3189) in persönliche Pflege zu übernehmen - ich hab die Kiste 1984 im Frühjahr im Bf. Uhlenkrug werksneu vom Zug geholt und bis November 1984 gefahren - wurde mir mitgeteilt, man könne nicht so ein Übergewicht auf die Darstellung der NVA-Geschichte legen. - Fragen, Kienzle?
Blebt zu hoffen, dass es in Wittenberg wenigstens gelingt, die Wagen äußerlich herzeigbar aufzuarbeiten…
Gruß
Marco
Traindriver
28.07.2010, 21:56
Ja, in Dresden und eben das meinte ich ja.... http://www.militaerhistorisches-museum.bundeswehr.de/portal/a/mhm Es handelt sich um das ehem. Armee-Museum, welches seit Jahren mit viel Geld saniert und erweitert wird... für Restauration nutzen die hauptsächlich ABM7 1€ _ Jobber.... Das war die Idee in meinem ursprünglichen Post.. Wenn ich sehe, wie das Museum umgebaut wird und welcher Aufwand dort betrieben wird (war erst im Mai da wiedermal schauen, weil ein Kamerad da jetzt eben so einen 1 € Job hat.... Da staunt man nur... Übrigens hatte man dort immer Gleisanschluss über das Russenmagazin (was jedoch dem ESTW Klotsche zum Opfer fiel!)....
MfG
maschwa
MfG
Als Kind war ich mal in Dresden in dem Museum, aber das ist über 30 Jahre her.
Ich wußte gar nicht, daß es dieses Museum noch gibt.
Aber gut, daß es noch da ist und sogar renoviert und wohl erweitert wird!!!
Wenn Du schon eine nicht ganz bewiesene Verbindung des Abbau Gleisanschluß D-Industriegelände mit der Umstellung auf ESTW herstellst dann sollte die wenigstens die passenden Fakten enthalten. Das ESTW Dresden-Klotzsche ging am 7.3.2001 in Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt gab es den "Anschluß" Dresden-Industriegelände (als Bestandteil des Bahnhofs Dresden-Neustadt) noch. Er wurde sogar noch zum Abstellen von Fahrzeugen für die Elektrifizierung Dresden-Neustadt - D-Klotzsche - D-Flughafen genutzt. Die Anschlußweiche wurde ungefähr 2006/2007 entfernt, das ESTW Dresden-Neustadt ging dann im August 2008 in Betrieb.
GSIIDR
Du irrst da gewaltig... Der Anschluss Magazin zum Museum rüber ist in dieser Zeit gekappt worden... Die Industriegeländebedienung hat damit nichts zu tun, die ging in die Werke nördlich, dort haben wir um 2000 noch Kesselwagen verteilt. Das südlicher gelegene Magazin war damals jedoch nicht mehr anfahrbar und auch in keinem Spurplan für den ESTW-Umbau vorgesehen.... Wer irrt sich denn nun und verbreitet Halbwahrheiten???? Zum Museum hin liegen nur noch ein paar Meter Gleis direkt am Museum (rechts), welche jedoch tw. verbaut sind.
MfG
maschwa
Du irrst da gewaltig... Der Anschluss Magazin zum Museum rüber ist in dieser Zeit gekappt worden...
Nun, das mag sein. Nur bezweifle ich weiterhin den fachlichen Zusammenhang dieser Kappung mit der IB des ESTW Klotzsche. Denn über welchen "Anschluß" wurden die Wagen in Richtung "Magazin" und "Industriegelände" zugeführt? Wohl über "Stw 1A" (hieß das so?)? Und dieses existierte einschließlich der damaligen Einbindung in den Bf Dresden-Neustadt bis weit über die Inbetriebnahme des ESTW DKT hinaus.
Das diese "Magazin-Gleise" in den Plänen zum ESTW-Umbau nicht vorkamen belegt auch eindeutig, daß ihr Rückbau eben rein garnix mit dem ESTW zu tun hat. Lediglich eine zufällige zeitliche Nähe dieser beiden Dinge mag vorhanden sein. Und klar sind sie spätestens seit dem Zeitpunkt überflüssig, an dem die Anschlußweichen A1/2 im heutigem Streckengleis DN-DKT entfernt wurden.
GSIIDR
Der Zugchef
29.07.2010, 15:45
Ich glaube es hieß nur Stellwerk A, wenn ich mich recht erinnere
Gruß Maik
Wohl über "Stw 1A" (hieß das so?)?
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