Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR
Zwanzig Jahre ist es nun her, dass aus zwei deutschen Staaten wieder ein einig Vaterland *) wurde. Doch ein Viertel der Bevölkerung in den neuen Bundesländern behält ein positives Bild der DDR. Nach einer Studie des sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg ist es geprägt von den sozialen Leistungen des Sozialismus, Vollbeschäftigung, Chanchengleichheit der Frau, Wohlfühlen im Arbeitskollektiv und den Betriebsferienheimen.
Die negativen Faktoren werden ausgeblendet: Der Verfall der Städte, technischer Rückstand und Versogungsmängel, mangelnde Reisefreiheit, Bevormundung durch den Staat, Schießbefehl und "Guck und Horch" (Ministerium für Staatssicherheit).
Quelle (http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/jeder-vierte-ostdeutsche-verklaert-die-ddr-1.79767)
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint
Hm, die gesamte Studie würde mich inhaltlich interessieren. Ich glaube, ich gehöre zu den 28 % ausgewogenen. Alles hatte seine Vor- und Nachteile. Und es war nicht alles gut und nicht alles schlecht. Wo gibt's denn das auch? Interessant wäre eine demographische Auseinandersetzung der Prozentzahlen der Befragten. So ist sie ohne jeden Kontext!
Tiefgründiger und teilweise mit anderem Kontext auch folgende Beiträge:
http://www.focus.de/politik/deutschland/studie-linkspartei-laesst-sich-die-ostalgie-bestaetigen_aid_523191.html und http://www.tagesspiegel.de/politik/ostdeutsche-ueber-das-leben-in-der-ddr-uneinig/1867614.html und http://www.naumburger-tageblatt.de/ntb/ContentServer?pagename=ntb/page&atype=ksArtikel&aid=1277388483740&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370
Leider gibt es auch bei den Initiatoren dieser Befragung keinerlei Hinweis auf deren Web - Site....
Ein interessantes Thema, was das Sommerloch wieder füllen kann. Nur langsam nervt diese Diskussion auch! Wo soll der Sinn einer solchen Befragung liegen?
MfG
maschwa
Lokschlosser72
26.06.2010, 13:51
Ein interessantes Thema, was das Sommerloch wieder füllen kann. Nur langsam nervt diese Diskussion auch! Wo soll der Sinn einer solchen Befragung liegen?
MfG
maschwa
Den Sinn bleibt mir auch fern, Sommerloch füllen ist gut getroffen.
Sinnhafter würde ich finden, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung , (das ist fast eine Generation) mal zu klären, warum es immernoch Ost und West-Tarife bei den Gehältern gibt.....
VG vom LS
Leider gibt es auch bei den Initiatoren dieser Befragung keinerlei Hinweis auf deren Web - Site....
Möglicherweise hat man auf ein "besseres" Ergebnis gehofft.
Ein interessantes Thema, was das Sommerloch wieder füllen kann. Nur langsam nervt diese Diskussion auch! Wo soll der Sinn einer solchen Befragung liegen?
Angesichts der hier im Forum häufig angeführten Kritik an den politischen Verhältnissen im vereinten Deutschland finde ich die Studie schon interessant.
Knallkopf
26.06.2010, 14:03
Den Sinn bleibt mir auch fern, Sommerloch füllen ist gut getroffen.
Sinnhafter würde ich finden, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung , (das ist fast eine Generation) mal zu klären, warum es immernoch Ost und West-Tarife bei den Gehältern gibt.....
VG vom LS
Dank vieler Gewerkschaften in diesem Land gibt es nun auch Im Westen , Ostlöhne !
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 13:03 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 12:59 ---====---
Zwanzig Jahre ist es nun her, dass aus zwei deutschen Staaten wieder ein einig Vaterland *) wurde. Doch ein Viertel der Bevölkerung in den neuen Bundesländern behält ein positives Bild der DDR. Nach einer Studie des sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg ist es geprägt von den sozialen Leistungen des Sozialismus, Vollbeschäftigung, Chanchengleichheit der Frau, Wohlfühlen im Arbeitskollektiv und den Betriebsferienheimen.
Die negativen Faktoren werden ausgeblendet: Der Verfall der Städte, technischer Rückstand und Versogungsmängel, mangelnde Reisefreiheit, Bevormundung durch den Staat, Schießbefehl und "Guck und Horch" (Ministerium für Staatssicherheit).
Quelle (http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/jeder-vierte-ostdeutsche-verklaert-die-ddr-1.79767)
Auferstanden aus Ruinen
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Und nun überlege einmal und schau dich um - was ist von der alten Vorwendebundesrepublik noch übrig gebleiben ????
macmoldis
26.06.2010, 14:07
Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR
"ein Viertel der Bevölkerung in den neuen Bundesländern behält ein positives Bild der DDR"
Der Ostdeutsche hat zumindest den erlebten Vergleich zwischen DDR und Bundesrepublik - hat der Westdeutsche nicht.
... und wenn nun ein Viertel ein positives Bild von der DDR hat, dann haben sie das halt so erlebt.
Aus ihrer Sicht verklären wohl 3/4 die DDR.
... und wegen solch Schlußfolgerungen, wo dem Befragten nun suggeriert wird. "Du hast ein falsches Bild. Du mußt doch etwas ganz anderes erlebt haben", deswegen mag ich solche Umfragen eigentlich nicht und so nerven sie.
Die komplette Studie gibt es hier:
http://www.sfz-ev.de/Publikationen/basis_Leben_xx/2009/Studie_20_Jahre_friedliche_Revolution_Die_Sicht_de r_B%fcrger_der_neuen_Bundesl%e4nder.pdf
Und die ist schon recht interessant, weil noch viel mehr drin steht, als in den Zeitungsartikeln. So ist z.B. das BIP von 15.785 € (1991) auf 50.400 € (2008) gestiegen, das verfügbare Einkommen von 7.145 € (1991) auf 15.064 € (2008).
Zwanzig Jahre ist es nun her, dass aus zwei deutschen Staaten wieder ein einig Vaterland *) wurde. Doch ein Viertel der Bevölkerung in den neuen Bundesländern behält ein positives Bild der DDR. Nach einer Studie des sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg ist es geprägt von den sozialen Leistungen des Sozialismus, Vollbeschäftigung, Chanchengleichheit der Frau, Wohlfühlen im Arbeitskollektiv und den Betriebsferienheimen.
Die negativen Faktoren werden ausgeblendet: Der Verfall der Städte, technischer Rückstand und Versogungsmängel, mangelnde Reisefreiheit, Bevormundung durch den Staat, Schießbefehl und "Guck und Horch" (Ministerium für Staatssicherheit).
Ich weiß nicht, was so eine Erhebung soll.
Ja, es gab Sachen, die in den Augen vieler besser geregelt waren als jetzt. Ob die wirklich besser waren, steht aber auf einem anderen Blatt.
Wie die kostenlose Gesundheitsvorsorge, wo Ärzte aber keinen Anreiz hatten, viele Patienten zu haben.
Was hier als negativ hingestellt wird:
-Verfall der Städte - wir kannten es nicht anders und selbst im "Westen" war in den 70-er und 80-er Jahren auch noch nicht alles Gold, was glänzt.
-technischer Rückstand - wenn Ihr wüßtet, was Ihr alles aus der DDR an Produkten oder Wissen (natürlich gegen Devisen) erhalten habt, würde nicht immer auf dem technischen Rückstand hingewiesen. Also ich hatte zu DDR-Zeiten den ersten Computer und so viel besser waren damals die "Westgeräte" auch nicht.
-Versorgungsmängel - für uns war es damals normal, sich vor Ladenöffnung anzustellen, um dann doch nix zu bekommen. Oder nach Berlin zu fahren, weil die dortigen Geschäfte etwas besser beliefert wurden. Wir konnten uns damals gar nicht vorstellen, einfach in den Laden zu gehen und auch das zu bekommen, was man wollte. Aber sind wir mal ehrlich, bekommen wir heutzutage alles, was wir wollen? Auch jetzt höre ich immer wieder "haben wir nicht".
Lebensmittel waren immer zu bekommen, allerdings nicht in dieser Auswahl, aber hungern mußte niemand.
-mangelnde Reisefreiheit - kannten wir nicht anders. Wieviele kennen sich in Mallorca besser aus als in Deutschland. Wir durften eben Urlaub in der DDR machen. Mit Glück auch mal in einem Land des restlichen RGW (http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_f%C3%BCr_gegenseitige_Wirtschaftshilfe).
-Schießbefehl - war zwar bekannt, aber wer nicht "abhauen" wollte, dem war das recht egal
-"Horch und Guck" - uns wurde beigebracht, nicht alles zu sagen, was man manchmal denkt. Heutzutage würde das manchem auch ganz gut tun.
Natürlich hatte man im Hinterkopf, das allzu kritische Argumente auch mal vorm Kadi oder in Bautzen (http://de.wikipedia.org/wiki/Justizvollzugsanstalt_Bautzen) oder anderen Einrichtungen enden konnten. Aber es war ein Trugschluß, das bei jedem Wort sofort die Stasi oder Polizei zur Stelle war. Das wurde alles (wenn bekannt) in den Akten niedergeschrieben und wenn eine größere Verfehlung war, wurde das hervorgeholt. Wenn man für jeden Witz oder jede Lästerei über die DDR in den Bau gekommen wäre, wäre keiner mehr draußen gewesen.
Ansonsten stimme ich macmoldis zu. Eine unsinnige Studie.
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 14:33 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 14:31 ---====---
Und die ist schon recht interessant, weil noch viel mehr drin steht, als in den Zeitungsartikeln. So ist z.B. das BIP von 15.785 € (1991) auf 50.400 € (2008) gestiegen, das verfügbare Einkommen von 7.145 € (1991) auf 15.064 € (2008).
Und wie sind die Ausgaben gestiegen? Miete, Lebensmittel, Benzin, eigentlich alles?
@ kague
Es ist schon seltsam, wie Du die negativen Seiten des DDR-Alltags mit den Worten. „wir kannten es nicht anders“ oder „das war für uns normal“ beiseite wischt. Und ich bezweifle, ob ihr es wirklich nicht gewusst habt, dass man im Westen Deutschlands jedes Produkt jederzeit erwerben konnte. Manches vielleicht nur auf Bestellung, aber es war lieferbar.
Es ist mir aber durchaus bekannt, dass die meisten Elektroartikel in einem bestimmten Versandhandel in der DDR produziert wurden. Aber diese wurden ausschließlich für den Export hergestellt und waren im eigenen Land nicht erhältlich. Das die Ingenieure in der DDR nicht dumm waren, weiß ich auch. Das aber ihre Entwicklungen nicht im eigenen Land umgesetzt wurden, hat die Politik verhindert.
Zur Reisefreiheit, ich habe die Reisegruppen aus der DDR in den 1960er Jahren in Bulgarien erlebt. Streng abgeschirmt von Westtouristen mussten sie z.B. in der geschlossenen Gruppe zum Mittagessen marschieren.
Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR
Und jeder Wessi denkt, daß jeder Ossi die DDR verklärt. :)
macmoldis
26.06.2010, 16:32
Wenn man für jeden Witz oder jede Lästerei über die DDR in den Bau gekommen wäre, wäre keiner mehr draußen gewesen.Deswegen waren wir ja alle drinnen und konnten nicht raus :20:
Knallkopf
26.06.2010, 16:42
@ AOG
Na jedenfalls ist dir damals kein DDR- Bürger hinterhergerannt und ständig gefragt : `Haste mal `ne D-Mark ? `
Im übrigen , was wußtet ihr in Westen denn schon über die DDR ??? Den denjenigen , die keine direkten Verwandten in der DDR hatten , war die DDR doch Schnurzegal in euren Wirtschaftswundertraumland !
Auch endete der Inhalt eurer Schulbücher an der Innerdeutschen Grenze . Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ihr heute noch Navigationsgeräte im eigenen Land braucht . :003:
@ kague
Es ist schon seltsam, wie Du die negativen Seiten des DDR-Alltags mit den Worten. „wir kannten es nicht anders“ oder „das war für uns normal“ beiseite wischt. Und ich bezweifle, ob ihr es wirklich nicht gewusst habt, dass man im Westen Deutschlands jedes Produkt jederzeit erwerben konnte. Manches vielleicht nur auf Bestellung, aber es war lieferbar.
Woher sollte ich es denn wissen? Wir hatten, wenn wir Glück hatten und der "Russentod (http://einestages.spiegel.de/static/entry/fernsehen_mit_dem_wundertopf/23628/_russentod_fuer_koaxialkabelanschluss.html?o=posit ion-ASCENDING&s=0&r=24&a=3196&c=1)" seine Aufgabe gut erledigt hat, ARD und ZDF sehen können.
Dort waren volle Regale zu sehen. Auch wenn Du es nicht glaubst, auch in der DDR waren die Regale meistens voll. Das war zwar nicht unbedingt das, was man kaufen wollte, aber es war was in den Regalen. Ladenhüter gab es auch damals in der DDR.
Also die Regale sahen schonmal ähnlich aus.
Und ich bezweifle, ob ihr es wirklich nicht gewusst habt, dass man im Westen Deutschlands jedes Produkt jederzeit erwerben konnte. Manches vielleicht nur auf Bestellung, aber es war lieferbar.
In der DDR gab es fast alles zu kaufen, man mußte nur wissen, Wo?
Es ist mir aber durchaus bekannt, dass die meisten Elektroartikel in einem bestimmten Versandhandel in der DDR produziert wurden. Aber diese wurden ausschließlich für den Export hergestellt und waren im eigenen Land nicht erhältlich. Das die Ingenieure in der DDR nicht dumm waren, weiß ich auch. Das aber ihre Entwicklungen nicht im eigenen Land umgesetzt wurden, hat die Politik verhindert.
Es ist nicht nur dieses Versandhaus, sondern es waren noch viel viel mehr.
Auch wenn viele Sachen aus der DDR einfacher aufgebaut waren, aber eins muß man den Produkten lassen, die waren langlebiger aus die heutigen Wegwerfartikel.
Zur Reisefreiheit, ich habe die Reisegruppen aus der DDR in den 1960er Jahren in Bulgarien erlebt. Streng abgeschirmt von Westtouristen mussten sie z.B. in der geschlossenen Gruppe zum Mittagessen marschieren.
Das lag aber hauptsächlich an den Bulgaren, die auch scharf auf D-Mark waren.
Verwandte von mir waren in der ehemaligen UdSSR und wollten dort in ihrem Hotel eine dieser berühmten Matrjoschkas (http://de.wikipedia.org/wiki/Matrjoschka) kaufen. Verkauf nur gegen D-Mark, die sie nicht hatten.
Es ging da nicht um Ost und West, sondern nur um die D-Mark, wohingegen die Alu-Chips (http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_%28DDR%29)in diesen Ländern keiner wollte.
Mit der Stasi oder so hatte das wahrscheinlich nichts zu tun.
1985 waren wir auf Klassenfahrt in Prag und wir haben uns dort in einer Schwarzbierkneipe mit einem Team vom ZDF unterhalten und wir wurden nicht abgeführt.
Wenn wir dort was wollten, waren die Kellner recht langsam, aber als uns die ZDF-Leute 10 oder 20 D-Mark gegeben hatte, um eine Runde Schwarzbier auszugeben, wurden die Kellner auf einmal gaaanz schnell.
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 16:00 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 15:53 ---====---
Im übrigen , was wußtet ihr in Westen denn schon über die DDR ??? Den denjenigen , die keine direkten Verwandten in der DDR hatten , war die DDR doch Schnurzegal in euren Wirtschaftswundertraumland !
Auch endete der Inhalt eurer Schulbücher an der Innerdeutschen Grenze . Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ihr heute noch Navigationsgeräte im eigenen Land braucht . :003:
Nicht so spitz. Ich brauche auch ein Navi. Mit Karte könnte ich zwar auch fahren, aber mit Navi ist bequemer, solange man nicht alles glaubt, was einem das Navi erzählt.
Auf der neuen Autobahn Prag-Amberg-(Nürnberg) hat mir das Navi erzählt, ich soll wenden :24:
Knallkopf
26.06.2010, 17:04
@Kague
Auch für eine Wende brauchen wir kein Navi . Das haben wir bisher immer ohne geschafft . :004:
Schlensi
26.06.2010, 18:45
Ja da wird es wohl zeit für die nächste Wende.
@ kague
In der Bundesrepublik gab es ausreichend Informationsmöglichkeiten über die DDR. O.K., sie wurden nicht von allen Menschen genutzt. Mich hat es aber interessiert und daher wusste ich recht gut Bescheid.
Und wie war das noch mal mit ARD? Außer Raum Dresden :LOL:
In der DDR gab es fast alles zu kaufen, man mußte nur wissen, Wo?
„Tausche einen Sack Zement gegen Sommerreifen“ ;) Oder „Vitamin B“ hat geholfen.
Das es den Bulgaren um harte West-Währung ging, war mir schon klar. Die Abgrenzung von den DDR-Bürgern hatte damit aber nichts zu tun. Klar rannten die Kellner, wenn ein Westdeutscher das Restaurant besuchte. Auch wenn diese mit den Talons (eine Eigenwährung von Balkantourist) bezahlten, es gab immer Trinkgeld. Dazu ein kleines Erlebnis. Ich komme in ein Restaurant, setze mich an einen Tisch. Der Kellner kommt, ich bestelle und erhalte in kürzester Zeit meine Mahlzeit. Am Nebentisch saßen zwei Damen aus Essen, die sich aber, da sie aus Dresden stammten, in sächsischem Dialekt unterhielten. Kein Kellner kam, keine Bestellung konnten sie aufgeben und erhielten nichts zu futtern. Als ich mit dem Essen fertig war, empfahl ich den Damen, es doch mal mit Hochdeutsch zu versuchen.
Was sich alles mit DM kaufen ließ, habe ich selbst ausprobiert. Der angeblich ausverkaufte Krim-Sekt war in DM nämlich zu bekommen.
Manchmal finden die Navis zu wenige Satelitten und es kommt zu falschen Positonsbestimmungen
Fragt sich nur, was da für Informationen kamen.
Uns wurde auch immer wieder erzählt, wie böse doch die BRD ist. Geglaubt hat es nur fast keiner.
ARD war vielerorts empfangbar, mehr oder weniger schlecht. Auch zwischen der Sendeanlage auf dem Ochsenkopf (bei Hof) und unserer Antenne lag ein russischer Störsender, den wir mit dem "Russentod" genannten Gerät wieder rausfiltern mußten.
siradlib
26.06.2010, 19:32
Kague, ich finde auch, dass Du die negativen Seiten der DDR ziemlich leichtfertig beiseite wischst.
Dass es keine Reisefreiheit gab, konnte jeder DDR-Bürger erleben, wenn er mal in die Hauptstadt fuhr. Und für jeden Berliner war es "täglich Brot": Von meiner Mutter kenne ich Geschichten der Art, dass sie über einem "Geisterbahnhof (http://de.wikipedia.org/wiki/Geisterbahnhof)" auf der Straßenebene stand und heulte, weil sie genau wußte: Dort unten fährt die S-Bahn in den Westen und ich darf nicht mit.
Auch die Versorgung war nicht wirklich toll: Ich kann mich daran erinnern, dass es einmal Pfirsiche in Berlin gab. Also angestellt. Der Verkäufer drückte meiner Mutter 1kg der Früchte in die Hand und meinte: "Mehr gibt es nicht pro Person!" und auch der Einwand, sie habe Familie, zählte nicht. Also durfte sich anschließend mein Bruder nochmal anstellen! :003:
Und als mein Vater einmal Sand für einen Sandkasten für uns Kinder haben wollte, fuhr er mangels Alternativen nach der Arbeit einem Lkw hinterher, der zufällig vor ihm war- bis zur Baustelle. Dort ergatterte er dann hellen Sand. :004:
Natürlich gab es super billige Grundnahrungsmittel und es mußte niemand verhungern- aber sobald Du etwas abseits des "Standardprogrammes" wolltest, hattest Du schlechte Chancen.
Sprich: Die Anspruchlslosen waren in der DDR sicher glücklicher als jetzt, denn sie bot ihnen ein sicheres Leben. (Was ein Vorteil ist, ja!)
Und von wegen Technologie: Schau Dir mal diese Seite von Heiko Weckbrodt an (http://private.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/339483x434877d/rewrite/weckbrodt/h-me2.htm), dort ist unter Punkt b) Speicherchip- und Mikroprozessorenentwicklung eine Tabelle, aus der man ersehen kann, dass die 16 Bit-CPU Zilog Z8000 ab 1979 hergestellt wurde, das DDR-Äquivalent U-8000 aber erst ab 1985/86. :039:
Bei den Haushaltsgeräten hast Du allerdings recht: Meine Mutter nutzt ihr Komet RG5 (http://einestages.spiegel.de/static/document/899/kuechen_ruehrgeraet_komet_rg_5.html?k=tag%3A%22Kom et+RG+5%22&o=original_publicationdate-DESCENDING&s=0&r=3&c=1) (Rührgerät/Mixer) bis heute! :001:
In der DDR war mit Sicherheit nicht alles toll, es gab Mangelwirtschaft, Repressalien gegenüber anders Denkenden usw. Es gab aber auch Solidarität zwischen den Menschen, es wurde sich um diejenigen gekümmert die Hilfe brauchten, es gab bezahlbare Mieten und die Waren fürs tägliche Leben gab es ausreichend und preiswert. Es war aber auch nicht so, das jeder anders Denkende eingesperrt wurde, ich erinnere mich an einen Staatsbürgerkundelehrer, der 1987 vor der Klasse sagte "Warum soll ich euch belügen und was vorschwärmen, wenn ihr nachher in den Werkhallen die Probleme mitbekommt. Wenn bis zum Jahr 2000 der Sozialimus den Kapitalismus wirtschaftlich nicht überholt hat, wird er untergehen" Er wurde für solche Aussagen weder entlassen noch eingesperrt.
Es wurde an der Grenze geschossen beim Versuch der Republikflucht, das wußte aber auch jeder DDR-Bürger und wenn er es dennoch versuchte kannte er auch die Gefahr dabei.
Ich möchte die DDR nicht wiederhaben, ich will aber auch das jetzige System nicht haben, es ist menschenverachtend und egoistisch. Es produziert auf der einen Seite unermeßlichen Reichtum, auf der anderen Seite aber auch Armut, Kinderarmut, Obdachlosigkeit usw. Ich hätte mir gewünscht das man 1989 nach der Wende einen eigenen Weg versucht hätte, so wie man es anfangs auch vor hatte. Leider wurde dieses Vorhaben von dem Wunsch vieler Menschen nach D-Mark und Wiedervereinigung überrollt.
Zum Thema verklären, so wie einige ehem. DDR-Bürger das damalige System verklären, verklärst du AOG das jetzige System.
Fragt sich nur, was da für Informationen kamen.
Uns wurde auch immer wieder erzählt, wie böse doch die BRD ist. Geglaubt hat es nur fast keiner.
Wir hatten (und haben) eine freie (sogar konkurrierende) Presse. Selbst die Parteizeitung "Neues Deutschland" war hier nicht verboten, nur wollte sie kaum einer Lesen. Im September 1971 startete im ZDF die politische Sendereihe Kennzeichen D. Sie sollte Interesse und Verständnis für die Menschen im jeweils anderen Teil Deutschlands wecken. Auf die "böse" DDR gehetzt wurde nicht.
ARD war vielerorts empfangbar, mehr oder weniger schlecht. Auch zwischen der Sendeanlage auf dem Ochsenkopf (bei Hof) und unserer Antenne lag ein russischer Störsender, den wir mit dem "Russentod" genannten Gerät wieder rausfiltern mußten.
US-Amerikanische oder britische Störsender gab es hier nicht. Jeder der wollte (und auf Grund seines Wohnortes konnte) durfte auch Karl-Eduard von Schnitzler gucken. Er wurde sogar oft in den Nachrichten der ARD eingeblendet und es stand als Untertilel "O-Ton Ost" :004:. Euer Sandmännchen war bei den Kindern in Grenznähe überaus beliebt.
Einmannbetrieb
26.06.2010, 20:06
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint
Wenn schon, dann auch das hier noch (http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eins_am_vormittag/geschichte_in_augenblicken/ddr_nationalhymne.html): :16:
Mike
Es war sicherlich ein Unterschied, ob man die Grenze jeden Tag direkt vor Augen hatte oder eben nicht.
Für mich war die weit weg und alles dahinter so unerreichbar.
Stimmt, die Grundnahrungsmittel waren sehr billig, aber wer etwas anderes wollte, mußte entweder warten, in den Delikat (http://de.wikipedia.org/wiki/Delikat-Laden) gehen oder gleich in den Intershop (http://de.wikipedia.org/wiki/Intershop_%28Handel%29), falls er denn D-Mark besaß.
Solche Tauschgeschäfte "Du hast Sand, ich brauch Sand und hätte Zement abzugeben" waren an der Tagesordnung. Oder man wartete, bis es das gewünschte gab.
Auch der Autohandel trieb seltsame Blüten. Bedingt durch die lange Wartezeit wurden gebrauchte Trabi oder Wartburg zu horrenden Preisen verkauft. Naja, bevor jemand 18 Jahre warten mußte, hat er eben noch einige Tausend über den Neuwagenpreis bezahlt.
Wiederhaben will ich die DDR niemals, es waren einige Sachen besser, einige einfach anders, aber vieles war negativer.
Mit manchen, wie die Stasi konnte man leben, wenn man sich der Gefahr bewußt war, die drohen konnte.
Die Tauschwirtschaft oder Sucherei war nervig und Zeitraubend.
Der Zusammenhalt untereinander war aber wesentlich besser als heute.
Blockwärter
26.06.2010, 21:38
Mit manchen, wie die Stasi konnte man leben, wenn man sich der Gefahr bewußt war, die drohen konnte.
.
Das ist ja wohl nicht dein Ernst , was du da schreibst ?
Wer hat schon Gefallen daran , das einem der Nachbar,Partner und so ziemlich jeder Andere ausspitzelt ?
@ VT605
Fangen wir von hinten an. Ich bin in diesem System aufgewachsen und zeitlebens damit zufrieden gewesen. Wenn Du die Wortbedeutung „verklären“ mit „Zustimmung geben“ übersetzt, dann stimmt das.
Ein gewisser Egoismus wohnt unserem System schon inne. Er ist aber auch die Triebfeder zu eigener Leistung. Wenn ich mehr leiste, als mein Nachbar, kann ich ein höheres Einkommen erzielen und mir eher meine Wünsche erfüllen. Und man darf Leistung nicht allein auf körperliche Arbeit beschränken, auch geistige Arbeit hat ihren Wert. In einem marktwirtschaflichen System „arbeitet“ auch das Sparvermögen, und auch das hat seinen Wert.
Sicher gibt es Armut. Allerdings ist das ein statistischer Wert, der unter dem Gesichtspunkt Leistung zu sehen ist. Wer keine oder wenig Leistung erbringen kann oder will, hat zwar Anspruch auf Hilfe durch die Solidargemeinschaft, aber seine Bezüge müssen sich schon deutlich von dem unterscheiden, was Menschen erhalten, die mehr Leistung erbringen. Und in „übermäßigem Reichtum“ sehe ich auch kein Verbrechen.
Obdachlosigkeit ist in Deutschland nicht notwendig. Es gibt genügend gesetzliche Instrumente, die das verhindern können. Wenn sie von einigen Menschen nicht genutzt werden, kann man dafür nicht den Staat verantwortlich machen.
Bezahlbare Mieten gab es in der Bundesrepublik auch schon immer. Wenn das Gehalt nicht reichte, gab es Wohngeld und dazu gab es den sozialen Wohnungsbau. Und der war kaum anders, als „die Platte“ in Marzahn oder sonst wo. Der Unterschied lag in erster Linie darin, dass die Versorgungsleitungen im Westen „unter Putz“ lagen.
Der „eigene Weg“ nach der Wende 1989 war sicher von einigen erwünscht, aber er wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Dir sollte bekannt sein, dass die Hauptabnahmeländer für DDR-Produkte in den ehemaligen „Bruderländern“ lagen, die aber fast zeitgleich eine ähnliche Entwicklung durchmachten. Im Westen waren die meisten Produkte unverkäuflich und in der DDR fehlte das Geld für eine rasche Änderung. Instinktiv war das wohl der Mehrheit der Bevölkerung bewusst. Ich habe zwischen März 1990 und dem 3. Oktober 1990 keinen Menschen getroffen, der von einem eigenen Weg gesprochen hat, jeder wollte die Wiedervereinigung. Allerdings fehlte den meisten Menschen die Erkenntnis, das dies Arbeitsplätze kosten würde, denn in der DDR gab es nicht nur keine Arbeitslosigkeit, es gab eine „Unterbeschäftigung“.
Aber das Sachsen, Thüringer, Brandenburger, Anhaltiner und Mecklenburger etwas anders ticken, als „alte“ Bundesbürger, zeigen diese Zahlen aus der Studie.
Die soziale Sicherheit ist für 47% wichtiger als die persönliche Freiheit, die „nur“ für 42% als sehr wichtig eingestuft wird. Interessant ist aber auch, dass nur jeweils 15% die Solidarität und Gleichheit als sehr wichtig eingestuft haben.
Natürlich kann ich mangels einer Studie nicht die Zahlen für die alten Bundesländer wiedergeben, aber zumindest meine persönliche Einschätzung. Und da steht die Freiheit vor der sozialen Sicherheit (die natürlich auch einen hohen Stellenwert hat)
@ kague
Stimmt, die Grundnahrungsmittel waren sehr billig, aber wer etwas anderes wollte, mußte entweder warten, in den Delikat (http://de.wikipedia.org/wiki/Delikat-Laden) gehen oder gleich in den Intershop (http://de.wikipedia.org/wiki/Intershop_%28Handel%29), falls er denn D-Mark besaß. Zu „meiner Zeit“ war der Besitz von Valuta (frei konvertierbare Währungen) für DDR-Bürger verboten. Zum Einkauf im Intershop musste immer ein Personaldokument vorgelegt werden und bei einem DDR-Dokument erschien dabei sehr schnell die Volkspolizei, wenn man nicht "Vitamin B" hatte. Anfang der 1970er Jahre musste ich mich am Rastplatz Börde (Magdeburg) mit meinem Bundesreisepass ausweisen, um dort einzukaufen. Da ich aber seit 1976 Hausverbot hatte, weiß ich natürlich nicht, ob das mal gelockert wurde.
siradlib
26.06.2010, 22:35
Zum Einkauf im Intershop musste immer ein Personaldokument vorgelegt werden und bei einem DDR-Dokument erschien dabei sehr schnell die Volkspolizei, wenn man nicht "Vitamin B" hatte. [...] Da ich aber seit 1976 Hausverbot hatte, weiß ich natürlich nicht, ob das mal gelockert wurde.
Hausverbot im Interschop? Wie hast Du das gechafft?
Oder "Hausverbot" in der DDR?
Das ist ja wohl nicht dein Ernst , was du da schreibst ?
Wer hat schon Gefallen daran , das einem der Nachbar,Partner und so ziemlich jeder Andere ausspitzelt ?
Mir ist das vollkommen egal, was die Stasi über mich gesammelt hat.
Wenn ich mir überlege, wie wir jetzt auf Schritt und Tritt überwacht werden, dann waren die Methoden der Stasi fast noch harmlos.
Du hast Handy? Ja bestimmt. Damit kann man Deinen Aufenthaltsort bestimmen, evtl. auch SMS/MMS oder Gespräche abfangen/belauschen.
Du hast Computer? Sicherlich. Man kann Deinen PC anzapfen, Deine Nachrichten lesen, Deine Passwörter ausspionieren usw.
Du hast eine EC-Karte oder Kreditkarte. Du gibst Deine Kontobewegungen und auch Reiserouten bekannt.
Du hast irgendwelche Rabattkarten. Damit kann Dein Kaufverhalten überprüft werden.
An vielen öffentlichen Stellen gibt es Kameras.
In vielen Geschäften wird man gefilmt.
Wir sind doch mittlerweile schon zum gläsernen Menschen geworden.
Eigentlich brauchen die uns nur noch einen Chip einsetzen, der registriert, was wir sehen, was wir sagen, was wir hören, was wir schreiben, was wir essen und wo wir uns befinden.
Und auch heutzutage kann Dein Nachbar, Kollege oder jeder andere Infos über Dich weiterverbreiten, entweder aus Rache oder auch, um etwas zu erreichen.
Ach ja, ich habe momentan bei meiner Internetverbindung die IP 91.11.247.238. Diese muß 6 Monate beim Provider gespeichert werden, damit Gerichte herausbekommen können, wer am 26.06.2010 um kurz nach 22 Uhr mit dieser IP Dummheiten gemacht hat. Oder auch nicht.
Der einzige Unterschied zur Stasi ist doch der, das man heute wegen wiederholter Kritik am Staat nicht nach Bautzen kommt. Ansonsten wird man heute mehr ausspioniert als früher und das schlimme dabei ist, wir kaufen uns die Sachen, mit denen wir ausspioniert werden können, auch noch selbst (Handy, PC, Kreditkarte, Rabattkarte).
Hausverbot im Interschop? Wie hast Du das gechafft?
Oder "Hausverbot" in der DDR?
"Hausverbot" in der DDR natürlich. Wer sich so despektierlich in TV- und Radiointerviews nach einer Zurückweisung durch die Grenztruppen der DDR am 15. Jahrestag des Mauerbaus in Helmstedt geäußert, zudem noch als Bundeswehrangehöriger einige Jahre vorher die Grenzorgane "verarscht" und Stasi-Spitzel bei einem Besuch in Ost-Berlin abgehängt hat wie ich es tat, dann dürfte die Abneigung der Machthaber gegen meine Person verständlich sein.
Zu „meiner Zeit“ war der Besitz von Valuta (frei konvertierbare Währungen) für DDR-Bürger verboten. Zum Einkauf im Intershop musste immer ein Personaldokument vorgelegt werden und bei einem DDR-Dokument erschien dabei sehr schnell die Volkspolizei, wenn man nicht "Vitamin B" hatte. Anfang der 1970er Jahre musste ich mich am Rastplatz Börde (Magdeburg) mit meinem Bundesreisepass ausweisen, um dort einzukaufen. Da ich aber seit 1976 Hausverbot hatte, weiß ich natürlich nicht, ob das mal gelockert wurde.
Ja, in den 80-er Jahren wurde vieles schon leicht gelockert.
In den beiden Jahrzehnten bis 1989 blieb die DDR bedacht auf weitere Abgrenzung gegenüber der Bundesrepublik. Dennoch wurden zahlreiche Abkommen mit ihr geschlossen, die die Kontakte zwischen den Menschen erleichterten, obwohl Moskau diese eher misstrauisch wahrnahm.
Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik)
siradlib
26.06.2010, 23:33
Mir ist das vollkommen egal, was die Stasi über mich gesammelt hat.
[...]
Der einzige Unterschied zur Stasi ist doch der, das man heute wegen wiederholter Kritik am Staat nicht nach Bautzen kommt. Ansonsten wird man heute mehr ausspioniert als früher und das schlimme dabei ist, wir kaufen uns die Sachen, mit denen wir ausspioniert werden können, auch noch selbst (Handy, PC, Kreditkarte, Rabattkarte).
Mag sein, dass Dir das egal ist, aber bei meinem Vater wurde einmal der Versuch gemacht, ihn "anzuwerben". Dabei sollte er dann mit netten Argumenten a la "Sie haben doch auch Kinder, nicht wahr?" "motiviert" werden.
Unser nächstgelegener Briefkasten wurde, wie wir später aus den Akten erfuhren, nicht von der Deutschen Post, sondern zunächst einmal von der Stasi geleert (und die Post gelesen). Dabei wurde auch vermerkt, dass wir Kinder bösartigerweise von unserem Vater altes Zeichenpapier aus dem Büro zum Malen bekommen hatten.
Und sowas willst Du ernsthaft verharmlosen? Also Bitte!! :13:
Ich weiß auch, dass heute die Überwachungsmöglichkeiten viel besser sind- bloß macht das die DDR und auch die Stasi kein Bißchen besser/harmloser!
Und ich bin sicher: Hätte die Stasi die heutigen technischen Möglichkeiten gehabt, wären sie genutzt worden. Und das garantiert nicht zu unserem Vorteil, sondern so rücksichtslos wie damals.
Der einzige Unterschied zur Stasi ist doch der, das man heute wegen wiederholter Kritik am Staat nicht nach Bautzen kommt. Ansonsten wird man heute mehr ausspioniert als früher und das schlimme dabei ist, wir kaufen uns die Sachen, mit denen wir ausspioniert werden können, auch noch selbst (Handy, PC, Kreditkarte, Rabattkarte).
Es besteht doch ein eklatanter Unterschied. Nicht der Staat (außer bei berechtigten Ausnahmefällen) spioniert Dich aus, sondern die interessierte Wirtschaft. Ich habe es aber weitgehend selbst in der Hand, ob ich eine Kredit- oder Rabbatkarte verwende und welche Daten ich im Internet Preis gebe. Und die Handyortung? Wo ich mich aufhalte kann ich auch verschleiern, ich lasse das Handy einfach zu Hause oder schalte es aus. Einfacher geht es nicht.
Mag sein, dass Dir das egal ist, aber bei meinem Vater wurde einmal der Versuch gemacht, ihn "anzuwerben".
Irgendwie bin ich stolz darauf, als "Wessie" eine Stasi-Akte zu haben. Möglicherweise war ich ja in deren Augen der subversive Agent des bösen Westens, der die Errungenschaften des Sozialismus zerstören wollte.
Nun ja, der Sozialismus in Form der DDR hat sich auch ohne meine Mithilfe von der Weltbühne verabschiedet.
Mag sein, dass Dir das egal ist, aber bei meinem Vater wurde einmal der Versuch gemacht, ihn "anzuwerben". Dabei sollte er dann mit netten Argumenten a la "Sie haben doch auch Kinder, nicht wahr?" "motiviert" werden.
Unser nächstgelegener Briefkasten wurde, wie wir später aus den Akten erfuhren, nicht von der Deutschen Post, sondern zunächst einmal von der Stasi geleert (und die Post gelesen). Dabei wurde auch vermerkt, dass wir Kinder bösartigerweise von unserem Vater altes Zeichenpapier aus dem Büro zum Malen bekommen hatten.
Und sowas willst Du ernsthaft verharmlosen? Also Bitte!! :13:
Ich weiß auch, dass heute die Überwachungsmöglichkeiten viel besser sind- bloß macht das die DDR und auch die Stasi kein Bißchen besser/harmloser!
Und ich bin sicher: Hätte die Stasi die heutigen technischen Möglichkeiten gehabt, wären sie genutzt worden. Und das garantiert nicht zu unserem Vorteil, sondern so rücksichtslos wie damals.
Wenn es damals diese Möglichkeiten gegeben hätte, wären diese zuallererst von der Stasi verwendet worden. Da sind wir uns einig.
Wer einmal in die Mühlen der Stasi gekommen ist, der wurde auch nicht wieder losgelassen. Das stimmt.
Da in meinem Verwandtenkreis und Freundeskreis keine IM bekannt sind, sehe ich das vielleicht lockerer, als es richtig wäre.
Das eine Akte über mich existiert, ist ziemlich sicher, da ich 25, 15, 10, 5 und auch 3 Jahre NVA abgelehnt habe und auch nicht in die SED eintreten wollte. Aber wie gesagt, was da genau drinsteht, ist mir egal.
Denn wie Du schon schriebst, die IM wurden oftmals auf eine Art und Weise "überredet", das sie gar nicht nein sagen konnten. Erpressen wäre die richtige Bezeichnung dafür.
sebastian57
27.06.2010, 00:14
Diese Umfrage und ihr Ergebnis, daß 25% der Ostdeutschen (wer bitteschön? - allein die Wortwahl ist diskriminierend) verklärt der DDR nachweinen würden - wem nützt sie?
Mir nicht. Ich bin auf der Suche nach Antwort auf Fragen, was wird, wenn ich meinen Job verliere und keinen neuen finde (bin immerhin 53), was, wenn die Kriegsgefahr zunehmen sollte,was, wenn die Natur nicht mehr mitspielt.
Der Auftraggeber der Umfrage suggeriert mir doch mit dem Tonfall der Auswertung, daß ich eine Antwort ja nicht dort suchen soll, wo von Millionen ehrlichen Herzens eine Alternative zum menschenverachtenden Kapitalismus (egal ob in der Erscheinung des Faschismus oder der sozialen Marktwirtschaft) gesucht wurde. Daß es bisher nicht funktioniert hat, ist traurig und tragisch, muß aber meiner Meinung nach nicht bedeuten, daß ich mich mit dem status quo abzufinden habe.
Verklären tue ich nichts, aber mein Erleben in der DDR war menschenfreundlicher und humanistischer als alles, was ich jetzt erleben muß.
Und nun schlagt auf mich ein..
siradlib
27.06.2010, 00:20
Volle Zustimmung, kague.
Und auch wir hatten das Glück, dass zumindest die "wichtigen" Freunde und Verwandtschaft nicht Mitarbeiter der Stasi waren.
Aber wenn ich dann lese, dass selbst der Bauer, auf dessen Hof wir "Urlaub auf dem Bauernhof" machten, eifrig Notizen über eingetroffenen Westbesuch machte und sich damit 100,- M extra verdiente, dann macht mich das schon sehr nachdenklich.
Das heißt absolut nicht, dass ich alles in der DDR schlecht fand: VEB Sero war auf jeden Fall eine gute Sache. Und auf jeden Fall auch das, ich sage mal, etwas weniger "kapitalistische" Aufwachsen: Markenklamotten waren unbekannt und unwichtig, und auch das Besitzstandsdenken war nicht so verbreitet wie im Westen.
Ich bin auch froh über meine Kindheit in der DDR, die sehr glücklich war: Ein großer 800qm-Garten, eine Altbauwohnung, Wald und Seen vor der Tür, ein großes Kinderzimmer (sopgar Lego!)- was will man mehr als Kind?
Nur denke ich, dass an meinem Glück weniger die DDR ihren Anteil hat, sondern eben meine Eltern/meine Familie.
Heißt: Im Westen wäre ich wohl genauso glücklich gewesen.
Nur weil momentan der "Westen" auch immer unsozialer, mißtrauischer gegenüber seinen Bürgern wird und Arm und Reich immer weiter auseinander driften, wird deswegen die DDR nicht automatisch immer besser.
@siradlib
Das die Stasi kein Menschenfreund war und schlimme Verbrechen verübt hat, volle Zustimmung. Aber das meiste davon haben wir doch erst nach der Wende erfahren, als sie Stasi aufgelöst wurde. Gäbe es sie heute noch, würden wir vieles gar nicht wissen. Und jetzt schaue ich mir den Verfassungsschutz an, keiner weiß über wen dieser eine Akte führt, wen er bespitzelt. Vielleicht existiert über uns auch eine Akte, vielleicht über mich weil ich hier kritische Töne zum jetzigen Gesellschaftssystem habe? Ich weiß es nicht, es interessiert mich auch nicht.
Geheimdienste leben von Spitzeln und Informanten, der Verfassungsschutz ebenso, wobei dies bei der Stasi mit Sicherheit viel ausgeprägter war.
Jeder Staat bespitzelt Menschen und Organisationen die ihm und seinem System gefährlich werden könnten, wie z.B. auch der Verfassungsschutz "Die Linke" ausspioniert weil man Angst hat das diese ein System anstreben welches nicht dem Grundgesetz dieses Staates entspricht.
siradlib
27.06.2010, 00:51
@VT605
Recht hast Du, aber ich kann mich nur wiederholen: Dass es evtl. hier in der Bundesrepublik ähnlich oder genauso läuft wie "damals" macht die DDR keinen Deut besser.
Ich verstehe, ehrlich gesagt, die Denkweise nicht ganz: Dass man die DDR kritisiert, heißt nicht automatisch, dass man das jetzige System toll findet!
Es geht hier im Thread aber um die Verklärung der DDR. Und in meinen Augen gibts da absolut nichts zu verklären.
Die können diese Befragung so oft machen, wie sie wollen ... , der im Osten groß gewordene Mensch wird dem menschenverachtenden, faulenden, absterbenden, parasitären Imperialismus hinter dem Streifen, auf dem einst der antifaschistische Schutzwall stand, niemals eine 100%ige Absolution erteilen!
Erst wenn alle Ossis und Ossi-Kinder und Ossi-Kindeskinder bis ins zehnte Glied gestorben sind, wird es vielleicht gelingen die ehemalige DDR als nurschlecht darzustellen!!!
:071:
siradlib
27.06.2010, 01:33
Erst wenn alle Ossis und Ossi-Kinder und Ossi-Kindeskinder bis ins zehnte Glied gestorben sind, wird es vielleicht gelingen die ehemalige DDR als nurschlecht darzustellen!!!
Gibts da nicht einen klitzekleinen Unterschied, zwischen "nurschlecht darstellen" und verklären? :003:
sebastian57
27.06.2010, 01:39
@siradlib
Keine Ahnung wie alt Du bist.
Ich nehm mal an, Deine Vorfahren waren wie mein Vater in den Versuch der Inbesitznahme Europas duch das deutsche Kapital in den frühen vierzigern (Kommunisten sprechen gar von einem Weltkrieg, den der deutsche Imperialismus, der bis heute nicht überwunden ist, entfacht hat- wie hoch wohl die Gefahr einer Wiedeholung ist?) involviert.
Es geht hier nicht um Erscheinungen; es geht hier um das Wesen.
Dat is nun auch wieder Dialektik und Wissenschaft und Hegel und Feuerbach (wat kluge Deutsche waren weit vor Honecker an die Macht kam).
Und wenn Du Ähnlichkeiten bescheinigst, der DDR aber das Bessere absprichst, kippt Dich der Schaukelstuhl des Alltäglichen hintenüber:
Dank eines 20jährigen technischen Fortschrittes ist die Überwachung besser organisiert und kommt mit weniger Leuten aus.
Man kann die einzelnen Themen nicht voneinander trennen, Verklärung versus Aufarbeitung oder Aufarbeitung versus Verdrängung - mach einen Kreisverkehr mit 89 1/2 Ausfahrten draus (wegen der möglichen und notwerndigen Alternativen).
Man hat ja auch schon die Lehrer in den neuen Bundesländern beschuldigt, sie würden die DDR verklären in den Schulen. Es widerstrebt natürlich dem jetzigen System, den Menschen zu erklären wie das wirkliche Leben des "normalen" DDR-Bürgers war.
Es war ja nicht so das wir pausenlos an Stasi, Reisefreiheit usw. gedacht haben, es gab und gibt in unseren Biographien mindestens genauso viele schöne Momente wie bei den Menschen aus den alten Bundesländern. Wir kannten natürlich die Probleme die es gab, aber wir sind nicht ständig weinend, bedrückt oder geduckt durchs Leben gegangen. Wir haben uns genauso gefreut und gelacht wie andere auch.
@siradlib
Ja, selbstverständlich ..., es ist das Gegenteil! Aber die, die übrig bleiben, wenn der Ossi bis ins zehnte Glied gestorben ist, wollen ja auch nicht verklären ... . Zumindest nicht die DDR ... .
Hoffentlich bekommen sie bei der Umfrage in 2819 nicht einen zu intelligenten Menschen mit Ossi-Gen in der Erblinie zu fassen ..., der versaut dann die 100%ige Nurschlechtdarstellung der DDR!!!:24:
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 00:49 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 00:42 ---====---
Man hat ja auch schon die Lehrer in den neuen Bundesländern beschuldigt, sie würden die DDR verklären in den Schulen. Es widerstrebt natürlich dem jetzigen System, den Menschen zu erklären wie das wirkliche Leben des "normalen" DDR-Bürgers war.
Es war ja nicht so das wir pausenlos an Stasi, Reisefreiheit usw. gedacht haben, es gab und gibt in unseren Biographien mindestens genauso viele schöne Momente wie bei den Menschen aus den alten Bundesländern. Wir kannten natürlich die Probleme die es gab, aber wir sind nicht ständig weinend, bedrückt oder geduckt durchs Leben gegangen. Wir haben uns genauso gefreut und gelacht wie andere auch.
Das kannst Du doch jetzt aber so nicht sagen ... !!!:0104:
Ich bin entsetzt!:13:
Los, leide gefälligst bis in's zehnte Glied Deiner Familie!!!:045:
siradlib
27.06.2010, 01:55
Es war ja nicht so das wir pausenlos an Stasi, Reisefreiheit usw. gedacht haben, es gab und gibt in unseren Biographien mindestens genauso viele schöne Momente wie bei den Menschen aus den alten Bundesländern. Wir kannten natürlich die Probleme die es gab, aber wir sind nicht ständig weinend, bedrückt oder geduckt durchs Leben gegangen. Wir haben uns genauso gefreut und gelacht wie andere auch.
Unbestritten.
Das einzige, was ich hier bestreite ist eben, dass die DDR an sich an diesem Lachen und Freuen einen nennenswerten Anteil hatte.
Gelacht und sich gefreut hat man sich über Freunde, eine glückliche Kindheit, tolle Eltern,...
Aber das sind alles private Dinge, die genauso in der BRD oder auch den USA, in Afrika, Australien, Chile, ... sprich: überall möglich waren und sind, das alles hat also garnichts mit der DDR zu tun, außer dass es auf dem Boden der DDR stattgefunden hat- auf dem ich eben zufällig auf die Welt geplumst bin.
Verklären würde ich vielleicht meine glückliche Kindheit, aber sicherlich nicht die DDR.
Sag mir einen, nur einen Grund, den mir dieser Staat zu lachen gibt!!!
Die DDR gab mir einen Grund, wenigstens manchmal lachen zu können: Das Geld hat immer zum Essen und Wohnen gereicht .... !
Und ich hatte Menschen um mich herum, denen mein Besitz (besser Nichtbesitz) egal war. Wir hatten einfach Spaß ... .
Unbestritten.
Das einzige, was ich hier bestreite ist eben, dass die DDR an sich an diesem Lachen und Freuen einen nennenswerten Anteil hatte.
Zustimmung, aber das ist doch beim jetzigen System nicht anders. Ich kann jedenfalls nicht sagen, das das jetzige System mich zum Lachen oder Freuen bis jetzt gebracht hat.
sebastian57
27.06.2010, 02:08
@Sven,
ich hab eigentlich ab 1978 versucht, mich jeden Tag neu für diese System "DDR" zu motivieren; und es ist über lange Zeit gelungen.
Und ich bereue das nicht.
Und ich bin stolz darauf, daß ein Volk es geschafft hat , sich seiner nicht wohlgelittenen Herrschaft zu entledigen ( wer mich eines Opportunisten bezichtigt, kann einen Termin ausmachen; dann schauen wir gemeindam meine "Akte" an).
Aber was ich mit Sicherheit nicht gewollt hatte: Deutsches Industrie- und Finanzkapital entscheide über das Wohl und Wehe der Welt.
Prekarier
27.06.2010, 04:09
Moin Moin
Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR?
Ich bin der Erste, der Zweite, der Dritte und der Fünfte!
Soll ich Euch mal was sagen?
Beide Systeme waren und sind völlig Sch#&*†!
Viele Grüße ausm Pott
Knallkopf
27.06.2010, 11:26
Ein bischen DDR ( Dampf ,Druck und Reviere ) würde manchen ganz gut tun !
Und wenn der Altbundesbürger erkennt, wieviel DDR hier etabliert ist, ist es eh zu spät ,....
Wenn man sich so manche Plakate , Parolen , Aushänge anschaut da denkt man schon es ist am Vorabend zum Republikgeburtstag in der DDR .
Trennt doch mal den alten Staat von den Leuten die darin lebten!!!
Ich bin mit dem LKW oft im gesamten Ostblock herumgejagd. Die Leute die ich dort getroffen habe waren eigentlich immer in Ordnung - es gab nicht mehr und nicht weniger Spinner wie hier im Westen!
Ich persönlich bin immer gerne nach Jena, nach Dresden, nach Radeberg oder Sebnitz gefahren weil ich dort im Gegensatz zu den meisten Westfirmen immer noch wie ein Mensch behandet wurde! Wie oft wurde im Sommer da abends mal ne Bratwurst mehr aufgelegt - ohne daß ich das Gefühl hatte jemand will anschließend irgendwas von mir.
Es waren die Menschen die das taten - nicht ein Staat oder ein System. Das System war sicher Scheiße - auch wenn es ebenso sicher einige gute Seiten hatte! Die Verräter und Denunzianten mögen sich dort besser etabliert haben, aber Arschlöcher gabs hier auch schon immer...!
Mir isses heut` wurscht. Ich hab Freunde und Kollgen die sächseln oder anders undeutlich schnacken - die ewigen Analysen und Statistiken wie etwas war, ist oder mal sein wird gehen mir am Mors vorbei.
Das alles ist eine Vergangenheit die ich für mich abgehakt habe. Es ist Geschichte, aus und vorbei. Man war eine Zeitlang dabei, man kann heute ein eigenes Bild davon haben oder es verdrängen - es ist über 20 Jahre her....
Besser ist mit dem heutigen Chaos, der brutalen und ebenso menschenverachtenden Politik auch nicht - aber ich habe wenigstens das Gefühl mich notfalls absetzen zu können wenns mir denn allzuviel würde...
Nur das Blabla derer die es immer wieder hervorgraben und auf irgendeine neue uninteressante Art neu aufbereiten ist überflüssig. Wenn sich niemand mehr um dieses Geschwätz schert werden die auch mal die Lust verlieren...
Altersstarrsinn
27.06.2010, 12:29
Hallo zusammen!
Als ich diese Studie überflogen habe, dachte ich wie so viele hier auch: "Naja, eine von vielen tausend Studien, die die Menschheit nicht braucht." Daran hat sich bis jetzt nichts geändert.
Nach der Lektüre der Zuschriften hier muss ich mal meine Meinung dazu äußern. Ob Ost oder West, wir wurden doch alle ... na, nicht grade belogen und betrogen, aber manipuliert. 40 Jahre lang in Ost und West nach der jeweils gültigen politischen Ausrichtung, 20 Jahre lang gemeinsam nach einer einzigen. Herausgekommen ist die "böse DDR" und die "böse BRD", geblieben die "böse DDR". Wurde differenziert? Eigentlich nicht. Wurde mal ausgewogen und unparteiisch über das Leben der Bürger Hüben und Drüben berichtet? Nicht, das ich wüßte.
Wir hatten und haben Verwandtschaft in der DDR, aber leider nie besonders guten oder tieferen Kontakt. Mein erster Besuch fand 1990 statt. Also kann -und werde- ich mich nicht über das Leben in der DDR auslassen. Damit wäre dieses Kapitel beendet.
Und hier im Westen? Sicher, wir haben unseren Wohlstand nach dem Krieg mit eigenen Händen aufgebaut, sind alle mit 40.- D-Mark angefangen, verdanken unsere Freiheit der Freundschaft unserer Alliierten usw. Das wurde uns 40 Jahre lang vorgebetet und wir haben es brav geglaubt. Wenn wir uns einmal intensiver mit der Geschicht der BRD beschäftigen, müssen wir feststellen, dass wir mit diesen Märchen 40 Jahre lang manipuliert wurden. Ich möchte jetzt nicht alles aufzählen; nicht die Story von einem frankophilen Bundeskanzler, der liebend gerne das linksrheinische Gebiet an Frankreich angeschlossen hätte oder für den hinter der Elbe schon die russische Taiga begann; nicht die Story vom Wirtschaftswunder usw. Das kann man alles in den einschlägigen Biographien oder bei Bernt Engelmann (http://de.wikipedia.org/wiki/Bernt_Engelmann) nachlesen (ein Schriftsteller, der die Geschichte der BRD von einer etwas anderen Seite -nämlich von "unten"- angegangen ist. M.M.n. sehr empfehlenswert).
Was bleibt? Wir müssen mit unserer Geschichte klar kommen. Im Westen und im Osten wurde uns der letzte Tand im eigenen Staat als echtes Gold dargestellt und die echten Werte im jeweils anderen als teuflisches Blendwerk. Davon müssen wir uns trennen und uns auf eine gemeinsame Zukunft einrichten. Und das geht nur, wenn wir zusammen diese Aufgabe angehen.
Allen Studien zum Trotz.
Gruß
A.
Verklären?! Was ist das in Bezug auf die Studie? Verklären ist das, was man aus der Studie lesen will. Ich sehe es als 1000 Meinungen, die zu einer repräsentativen Meinung gemacht wurden. Verklärung wurde daraus erst bei der Interpretation der Ergebnisse durch die Medien... Ansonsten möchte ich Altersstarsinn recht geben, wir wurden alle hinters Licht geführt und werden es auch heute noch...
MfG
maschwa
ich glaube die antwort ist nicht so einfach. hätten sich die alliierten alle an die regresszahlungen gehalten - hätten BRD und DDR beide bei NULL angefangen, und und und.
das vieles auch gut war steht ausser frage, und das vieles was schlecht gewesen sein soll, wirklich so war - kann man diskutieren. mir persönlich hat es nichts ausgemacht, nicht ins westliche ausland zu fahren. es gab auch genug in den läden, keiner musste hungern und was brauche ich ein überangebot von luxusartikeln. wer sagt mir das wenn ich zu dieser zeit im westen gelebt hätte nicht arbeitslos gewesen wär. heute ist alles möglich, aber viele können es sich kaum noch leisten. meinungsfreiheit ist ne tolle sache - aber was bringt dir das heute ? Es interessiert keinen. früher hast du nur etwas erreicht, wenn du in der sed warst - heute muss man arschkriechen! wo ist da der unterschied ? die, die früher rumgejammert haben, machen das heute auch. leute die die ddr nicht erlebt haben, versuchen meinungen zu bilden. wer weiss was aus der brd geworden wär ohne die produkte aus dem osten ? was die ddr ohne die divisen aus dem westen ? warum hat man den schalck-golotkowski zum schweigen gebracht ? wieviel IM`s sind noch in westfirmen ? entweder man klärt zu 99% auf oder man hört endlich auf damit. So wie es gekommen ist, ist das gut ! jeder ossi kann stolz drauf sein.
macmoldis
27.06.2010, 15:47
Ach ja, ich habe momentan bei meiner Internetverbindung die IP 91.11.247.238. Diese muß 6 Monate beim Provider gespeichert werden, damit Gerichte herausbekommen können, wer am 26.06.2010 um kurz nach 22 Uhr mit dieser IP Dummheiten gemacht hat.
ach du bist das :021:
siehe dazu Urteil (http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html) vom Bundesverfassungsgericht vom 2.März 2010,
Die §§ 113a und 113b des Telekommunikationsgesetzes .... verstoßen gegen Artikel 10 Absatz 1 des Grundgesetzes und sind nichtig.
.... gespeicherten Telekommunikationsverkehrsdaten sind unverzüglich zu löschen. Sie dürfen nicht an die ersuchenden Stellen übermittelt werden.
oder verständlicher zu lesen --> http://www.spiegel.de/netzwelt/ (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,681122,00.html)
Ach ja, das Bundesverfassungsgericht, eine Institution die es in der DDR nicht gab, um sich gegen Gesetze des Staates zu wehren.
In der DDR gab's dafür die Eingaben, eine gewisse "Unruhe" in der Bevölkerung und die Straße.
... und hätte es Ende der 70er noch immer Kaffe-Mix gegeben, die Wende wäre wohl über 10 Jahre früher über die Bühne gegangen. Kaffee war da wichtig, nicht die Stasi.
Wir haben uns genauso gefreut und gelacht wie andere auch.
An einer besser schlechter Diskussion will ich mich eigentlich gar nicht beteiligen, man hat gelebt, gelacht, geweint ... hüben wie drüben, unabhängig vom Staat. Das Leben geht weiter, was sich geändert hat sind die Probleme, das Umfeld ... und nun kann sich halt jeder selbst ausmalen, zu welcher Zeit er mehr gelacht / geweint hat, wie sich sein Umfeld gewandelt hat, hüben wie drüben. Das sind persönliche Eindrücke, da gibt's nicht zu verklären oder von außen zu erklären.
Das eine Akte über mich existiert, ist ziemlich sicher, da ich 25, 15, 10, 5 und auch 3 Jahre NVA abgelehnt habe und auch nicht in die SED eintreten wollte.... deswegen allein bekommt man doch keine Akte, ich kenn einige, die ganz enttäuscht waren, keine zu haben
... und hätte es Ende der 70er noch immer Kaffe-Mix gegeben, die Wende wäre wohl über 10 Jahre früher über die Bühne gegangen. Kaffee war da wichtig, nicht die Stasi.
Mit Sicherheit nicht.
1964 wurde Chruschtschow durch den konservativen Leonid Breschnew als Erster Sekretär (1966 Generalsekretär) ersetzt. Reformversuchen in anderen kommunistischen Staaten widersetzte sich das Regime vehement. Die Freiheitsbewegung des Prager Frühling in derTschechoslowakei (1968) wurde mit Panzern des Warschauer Pakts niedergeschlagen. Auch die Verhängung des Kriegsrechts in derVolksrepublik Polen 1980 (Niederschlagung der Reformbewegung der Gewerkschaft Solidarność) geschah unter dem Druck Moskaus.
Knallkopf
27.06.2010, 16:19
@ AOG
Dann informiere dich bitte einmal über die damalige und heutige Solidarnosc .
diese diskussion ist traurig.
mE haben nur leutz die in der ddr gelebt haben und die ddr erlebt haben dass recht über das system zu urteilen.
weiter ist festzustellen, dass das system weder den namen sozialismus noch kommunismus verdient hat.
in der ddr gab es angeblich die diktatur des proletariats (o.k. es war nur diktatur), heute leben wir in einer diktatur des kapitals.
meines wissens hab ich noch irgendwo eine 7-teilige reportage "das war die ddr" auf vhs >> sehr empfehlenswert
da es ja grad mal wieder um eine studie geht, es gibt auch eine neue zur bildung (arm/reich - region)
ich als kind der ddr bin froh drüber, in diesem system aufgewachsen zu sein. weil bis zur 7. -8. klasse hatten wirklich alle kinder die selben chancen.
das ich dann leider meinen eigenen "philosophisch marxistisch demokratischen" willen entwickelt habe, deswegen abgelehnt habe für den rest meines "berufslebens" eine schwarze lederjacke zu tragen und deswegen meine zulassung zur eos und somit auch mein studium nicht bekommen habe, war halt damals so. (zur info - ich komme aus einer "i-familie" die durch mich auch massiv probleme bekommen hatte)
wie ist es heute ? meine farben sind immer noch schwarz/rot, ich sage immer noch meine meinung, muß nur nicht mehr über bautzen nachdenken. die freiheit endete früher an der mauer, heute am kontostand. meinungsfreiheit ist heute wie damals in "der eigenen küche" gestattet. bei "darüber hinaus" kam früher die stasi, heute die kündigung oder druck von den angegriffenen.
mE hätte die ddr keine 15 jahre mehr überleben können, die brd ohne wiedervereinigung aber auch nicht, und die nächsten 10 jahre wirds richtig böse. auch der standard soziale marktwirtschaft war mE bis 89 nur möglich, da hinter dem zaun "vollbeschäftigung" etc. bestand.
und das sich die 2 systeme (der 2 deutschen staaten) nicht beeinflussten, wird hier wohl niemand in fragen stellen.
noch eine anmerkung zur umfrage:
- selbst zur BR-wahl mußte man !!!KOLL.!!! immer noch den unterschied zwischen BR und gewerkschaft erklären
- wo kommen die einschaltqouten von big brother, dsds, richterin babara salesch her?
- wieviele koll. haben den für sie gültigen TV schon mal von vorne bis hinten gelesen?
- wieviele bürger machen sich die mühe mindestens einmal am tag nachrichten zu schaun, evtl. noch mit den versuch 2x nachrichten von verschiedenen "meinungsbildern" ?
- wieso gelingt es einem "druckerzeugnis" mit 4 roten buchstaben fast eine ganze nation zu lenken?
my home iss my castle, > thats life -> und das war vor der wende so, nach der wende so
und wird auch so bleiben -> LEIDER
Fazit: weder das heutige noch das damalige system wird meinen erwartungen gerecht, jedoch trauer ich der sozialen sicherheit der vergangenheit nach (wobei sie heute nicht mehr finanzierbar wäre)
geh ich also mal wieder auf die i-net-suche : JBO - hipp hipp hurra - ich flieg mit picard
e8-3
mE hätte die ddr keine 15 jahre mehr überleben können, die brd ohne wiedervereinigung aber auch nicht, und die nächsten 10 jahre wirds richtig böse. auch der standard soziale marktwirtschaft war mE bis 89 nur möglich, da hinter dem zaun "vollbeschäftigung" etc. bestand.
und das sich die 2 systeme (der 2 deutschen staaten) nicht beeinflussten, wird hier wohl niemand in fragen stellen.
Das fett geschriebene musst Du mir bitte mal erklären.
Und zum Thema Vollbeschäftigung. In der DDR gab es eher eine "Unterbeschäftigung".
Das fett geschriebene musst Du mir bitte mal erklären.
Und zum Thema Vollbeschäftigung. In der DDR gab es eher eine "Unterbeschäftigung".
Schau mal in die statistischen Jahrbücher.... Kohl stand kurz vor der Ablösung und die Wirtschaftskraft fiel ab! Nachgewiesenermaßen.. Aber das will bis heute ja keiner hören!
Ansonsten wird dieses Thema hier wieder nur ein Tauziehen zw. den Systemen. Ich bin in der DDR groß geworden, stolz darauf und das dort erreichte, möchte jedoch auch nicht mehr, dass sie zurückkommt, da sie in einem für mich doch unkritischen Alter aufhörte zu existieren! Und das folgende System hat genauso viele Systemfehler, die heute ja immer noch oder erst recht verschärft zum tragen kommen...
MfG
maschwa
Das fett geschriebene musst Du mir bitte mal erklären.
Und zum Thema Vollbeschäftigung. In der DDR gab es eher eine "Unterbeschäftigung".
aber gerne doch:
- hast du überhaupt eine ahnung was du als wessi über jahre an ostprodukten ohne wissen konsumiert hast ?
- welcher deutsche staat hat welche reperationsleistungen in welcher höhe geleistet?
- wieviel hat die westdeutsche industrie an der wiedervereinigung verdient?
- wo stände die "bundesbahn" (west) heute ohne personal und material aus dem osten?
über dieses thema gibt es bücher und doktorarbeiten- würde das forum sprengen.
danke an maschwa für deinen beitrag #57
e8-3
Blockwärter
27.06.2010, 21:09
Der einzige Unterschied zur Stasi ist doch der, das man heute wegen wiederholter Kritik am Staat nicht nach Bautzen kommt. Ansonsten wird man heute mehr ausspioniert als früher und das schlimme dabei ist, wir kaufen uns die Sachen, mit denen wir ausspioniert werden können, auch noch selbst (Handy, PC, Kreditkarte, Rabattkarte).
Nur das du es selber in der Hand hast wieviel du von dir Preis gibst.
Handy, PC usw. hattest du früher nicht und wurdest gegen deinen Willen bespitzelt und wenn du heute auf diesem Weg etwas von dir Preis gibst ist es deine Persönliche Sache .
- hast du überhaupt eine ahnung was du als wessi über jahre an ostprodukten ohne wissen konsumiert hast ?
Ich habe es nicht statistisch erfasst. Aber mit Verlaub, Eure Produkte waren preiswerter. Der Handel in der BRD war nämlich nicht blöd. Genau so wenig, wie Euer Devisenbeschaffer.
- welcher deutsche staat hat welche reperationsleistungen in welcher höhe geleistet?
Unbestritten hat Euch der "Iwan" zahlen lassen.
- wieviel hat die westdeutsche industrie an der wiedervereinigung verdient?
Mir sind keine Zahlen bekannt. Unbestritten ist aber, dass sie verdient hat. Aber das ist der Sinn wirtschaftlichen Handelns.
- wo stände die "bundesbahn" (west) heute ohne personal und material aus dem osten?
Diese Frage stellt sich nicht, da es weder die Deutsche Bundesbahn noch die Reichsbahn (ex DDR) gibt.
Prekarier
28.06.2010, 02:40
Na tolle Wurst!
Glaubt ihr ernsthaft, ihr kriegt hier je einen gemeinsamen Nenner auf die Reihe? An diesem Thema haben sich schon ganz andere Foren ausgetobt. (Und sind zu keinem Resultat gelangt)
Ist doch völlig müßig hier irgendeinen Tropfen Tinte aus der Tastatur zu verschwenden.
In der DDR waren alle faul, arbeitsscheu und überhaupt. Ich erinnere mich noch an damals, im strengen Winter '57, als ich mit meinem kleinen Brüderchen huckepack durch die Schneewehen zur Schule hüpfte. Bedingt durch die Armut hatten wir nämlich nur einen Schuh. Dann teilten wir uns das gemeinsame Pausenbrot, das schon so trocken war, dass man es mit den hochgebogenen Kanten als Surfbrett hätte nutzen können, wenn man damals schon was davon gewusst hätte. Nach der Schule hüpften wir dann zurück in unser Plattenghetto und saßen mit der ganzen Familie im Wohnzimmer ums lustig knisternde Lagerfeuer und lasen gemeinsam die Werke von Marx, Engels und Lenin.
In der BRD waren alle neureich, arrogant und überhaupt. Onkel Erwin kriegt jedes Jahr ein neues Auto. Jetzt hat er einen lindgrünen Ford 12M und Tante Hedwig verdeckt ihren Erpelhals immer mit bunten Hermés Tüchlein. Sie waren auch schon in Italien und Frankreich und, und, und. Aber ein Kursbuch können sie nicht lesen. Trotzdem waren wir schon ein wenig neidisch. Was, ihr wollt zum Urlaub auf die Krim? Zum Iwan geht man doch nur mit dem Gewehr in der Hand! Aber eure Leberwurst schmeckt toll, viel besser als bei uns im Westen. Und die Spreewälder Gürkchen erst… Mmmh! Und das bei DEN Preisen! Aber ansonsten ist das ja hier alles so grau in der Zone. Und die schlechte Luft! Unmöglich! Und das der Sparwasser uns im letzen Jahr einen reingesemmelt hat, war nur Zufall! Hier kann man ja gar keinen ehrlichen Fußball spielen.
So, genug Klischees? Dann haut Euch mal weiter die Köppe ein! :021:
Viel Spaß wünscht der Prekarier
sven0403
28.06.2010, 09:14
Und jeder Wessi denkt, daß jeder Ossi die DDR verklärt. :)
Und macht es sich damit möglicherweise wie so oft viel zu einfach....
Traindriver
28.06.2010, 10:32
Und macht es sich damit möglicherweise wie so oft viel zu einfach....
STIMMT!!!!!
Fakt ist: Mit Verallgemeinerungen kommen wir nicht weiter, weil Sie nicht zutreffend sind!!!
Ich war 27 Jahre, verheiratet und hatte 3jährigen Sohn als die Vereinigung kam.
Also hatte ich einige Lebenserfahrung sammeln dürfen und machte mir Gedanken über das Für und Wider.
Zusammenfassend ist mein Fazit:
Es gab gerade im sozialen und schulischen Bereich während der DDR-Zeit viele bessere Lösungen wie jetzt.
Die Reisefreiheit brachte mir auch nicht viel, weil ich aus verdienstlichen Gründen sowieso nur in Deutschland oder Nachbarländern Urlaub mache.
Was ich jetzt bedeutend besser finde, ist die Presse-, Meinungsfreiheit und Unabhängigkeit der Justiz.
Ich hatte zwar nie bewußt direkten Kontakt mit der Stasi, aber meine Stasi-Akte hat mir genung gezeigt.
Auch war ich 2009 in beiden Stasi-Gedenkstätten in Berlin(Hohenschönhausen und Normannenstr.) und war bzw. bin erschüttert über das, was dort geschah. Alles im Namen des Volkes und Arbeiter- und Bauern-Staates!!!
Aus der Geschichte der DDR kann man lernen, was alles möglich ist und wie man Menschen manipulieren kann.
Im Endeffekt kann man die Geschichte nicht aufhalten. Deutschland war lange vor der DDR ein Land und danach wird es auch wieder so sein.
40 Jahre sind in der Geschichte ein Klacks.
Trauern wir der DDR oder sonstwas was vorher war nicht nach, sondern ziehen wir unsere Lehren aus der Geschichte und gestalten das Jetzt und die Zukunft daraus!!!!
Da fällt mir der Spruch eines Beamten ein
" Ihr ward ja alle bei der Stasi"
meine Antwort
" ja und wäre die Wende nicht gekommen wäre ich jetzt Generalmajor" Rummms und weg
Teufel36
28.06.2010, 13:47
Huch, und schon war die Freiheit futsch!
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0628/feuilleton/0004/index.html
Was tun? Eine Tagung in der Berliner Volksbühne widmete sich der "Idee des Kommunismus".
Die Idee selber war doch gar nicht so schlecht, aber bei ihrer Umsetzung wurden halt ein paar blöde Fehler gemacht.
Tja, der Kapitalismus ist so total geworden, dass er uns sogar als das Gegenteil seiner selbst erscheint und auch aus dem schlechten Gewissen über die von ihm angerichtete Barbarei noch Profit schlägt.
@ Prekarier
Aber ein Kursbuch können sie nicht lesenWozu muss man ein Kursbuch lesen können, wenn man ein Auto hat :003:
Ich fand heute einen interessanten Bericht eines DDR-Bürgers mit einigen interessanten Bildern.
http://www.gruesse-aus-der-ddr.de/index.html
Ich stelle es mal unkommentiert hier rein.
Blocksignal
28.06.2010, 22:06
Nun, wenn der Bericht und die Bilder eines DDR-Bürgers bei der "Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" veröffentlicht wird ist doch klar in welche Richtung es geht.
Einfach schaurig-schön und richtig zum gruseln, diese Bilder.
Das Bild Jena 1987 (aus Tägliche Beschaffungen) ist doch gar nichts gegen die Bilder vom Verkaufsstart des iPad oder der Schlange zur Eröffnung des neuen Media-Marktes.
Blocksignal
sven0403
28.06.2010, 22:13
Natürlich stimmt das alles und natürlich ist das alles auch falsch.....weil es niemals immer nur einfach oder immer nur schwierig war.
Merkwürdig wirds wenn dir Wessis die DDR erklären wollen....die wollen nicht etwa etwas drüber wissen, sie wollen wohl nur Klugscheißen.
So einen ähnlichen Tread hatten wir schon.....1000 Beiträge keinerlei Annährung also völlig umsonst, wir haben verloren..... die Erinnerung an diese DDR wird verblassen und nur am Rande im Geschichtsbuch erwähnt werden.
Das Gute wollte niemand mehr haben und das schlechte wird zur Entschuldigung für alles andere herangezogen, doch auch hier in der angeblichen Freiheit ist lange nicht alles Gold was Glänzt....eher im Gegenteil Tünnef verbirgt sich meist dahinter, zu 80%
Gruß Sven
... . Merkwürdig wirds wenn dir Wessis die DDR erklären wollen.... .
Ich werde da immer ganz andächtig staunend still und lausche höchst interessiert mit ungläubigem Staunen ... !:13:
Dann erfülle ich wenigstens das Klischee ... .:004:
sbb.lokmaster
29.06.2010, 01:56
Das interessanteste ist, das diejenigen, die aus dem Westen kommen und den Leuten aus der Ehemaligen DDR Ihren Staat erklären wollen, diesen frühestens nach dem 01.07. 1990 oder noch später besucht haben, weil dann die DM offiziell überall galt. Gut es gab auch ein paar, die schon zwischen dem 10.Nov. 89 und dem 30.06. 90 da waren, aber meistens dann nur, um zu schauen, was vom ehemaligen Familienbesitz noch zu holen ist.
Diejenigen, die schon vor November 89 immer wieder mal "drüben" waren, werden sich da sicher dezent zurückhalten, weil Sie eben ein kleine wenig etwas von der DDR mitbekommen haben, aber eben auch nicht all zu viel, dafür hat in der Regel die Besuchte Verwandtschaft gesorgt, und den Rest erledigte die durch B... Zeitung und andere Schmierblätter verbreitete Angst vor den "Staatsorganen".
Prekarier
29.06.2010, 02:03
@ Prekarier
Aber ein Kursbuch können sie nicht lesen
Wozu muss man ein Kursbuch lesen können, wenn man ein Auto hat :003:
Hätte ich besser Bilderbuch schreiben sollen? :039: :071: :010:
Ein Unterschied macht auch die Generation, das Alter derjenigen, die ihre Ansichten zu dem Thema äußern. Ich bin in die DDR hineingeboren worden, für mich waren viele Dinge normal und selbstverständlich dort. Deshalb habe ich auch kaum was vermißt, ich kannte es nicht anders. Anders war es z.B. bei der Generation meiner Großeltern, die z.B. die Zwangskollektivierung in die LPG selbst miterlebt haben, vieles von ihrem Eigentum verloren haben dabei. Die hatten natürlich eine andere Sicht auf die DDR. Ich muß aber auch dazu sagen, über das jetzige System haben sie genauso den Kopf geschüttelt, haben selbst noch hohe Mieten, Heizkosten, Arzneimittelkosten usw. kennengelernt nach der Wende.
... . Diejenigen, die schon vor November 89 immer wieder mal "drüben" waren, werden sich da sicher dezent zurückhalten, weil Sie eben ein kleine wenig etwas von der DDR mitbekommen haben, aber eben auch nicht all zu viel, dafür hat in der Regel die Besuchte Verwandtschaft gesorgt, ... .
Oder halt einfach ihr Interesse an den Menschen hüben wie drüben ... . Das sind die, mit denen ich, wie früher auf dem Zeltplatz am Lagerfeuer (weitab von Horch&Guck), ein Bier trinke und über Sinn und Unsinn des Lebens philosophiere ... .
Normale Menschen eben, mit genau so viel Problemen wie alle anderen auch ... .
Und da gibt's auch keinen Unterschied zwischen Ost und West. Weil er in solchen Köpfen immer nur ein Problem des Systems war, nie das der normalen Menschen an sich ... .
Wohl dem, der das erlebt und verstanden hat ... .
sbb.lokmaster
29.06.2010, 02:19
Ich muß aber auch dazu sagen, über das jetzige System haben sie genauso den Kopf geschüttelt, haben selbst noch hohe Mieten, Heizkosten, Arzneimittelkosten usw. kennengelernt nach der Wende.
Über das System hier und jetzt, aber auch schon das von vor 1989 in der damaligen BRD, schüttele ich seit über 30 Jahren nur den Kopf. Aber außer Chronischen Nackenbeschwerden hat es mir nichts eingebracht.
Traindriver
29.06.2010, 16:17
Merkwürdig wirds wenn dir Wessis die DDR erklären wollen....die wollen nicht etwa etwas drüber wissen, sie wollen wohl nur Klugscheißen.
Stimmt!!!
Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Ich versuche einem "Wessi" ja auc niht das Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre zu erklären.
Einfach weil ich es nicht selbst erlebt habe und nur ggf. Berichte in den Medien dazu kenne.
Knallkopf
30.06.2010, 08:36
Und wer kennt sie nicht, die Lamettasammlungen aus DDR -Zeiten, wo es schon beim Kindergeburtstag ein Aktivistenabzeichen gab , was bald keinen mehr beeindruckte. Und was gibt es heutzutage ist Undank der Welten Lohn !
Was ich damit sagen will, es ist nur ein kleines Beispiel davon, das wir in Deutschland nicht in der Lage sind einen vernünftigen Weg zu finden , wo es allen gut geht ,sondern das wir stets nur von einem Extrem zum anderen wechseln !
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 07:36 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 07:33 ---====---
Stimmt!!!
Die Erfahrung habe ich auch gemacht.
Ich versuche einem "Wessi" ja auc niht das Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre zu erklären.
Einfach weil ich es nicht selbst erlebt habe und nur ggf. Berichte in den Medien dazu kenne.
@
Wir hatten den Sozialismus ja nur gelebt , wir konnten doch nicht wissen, das wir ihn nicht verstanden hatten ! :003:
Sowas kann man keinem erklären.Sowas mußt du "gelebt" haben um es zu verstehen.
Den Besserwissern kannst du nur den eigenen Spiegel vors Gesicht halten,oder Tatsachen anführen.
1989 war die BRD schonmal soweit wie Heute,kurz vor dem Ende.
Die Wiedervereinigung hat sie gerettet.Die hat zwar Geld gekostet,aber noch mehr Profit gebracht.
Vieles plattgemacht,drohende Konkurrenz ausgeschaltet und den Umsatz im Einzelhandel massiv gesteigert.
Dazu noch sämtliche legalen und illegalen Steuer-und Abschreibungsmöglichkeiten ausgenutzt.
Auf wessen Kosten wohl ?
http://www.welt.de/politik/deutschland/article8236135/Einwohner-von-Grossstaedten-besonders-armutsgefaehrdet.html
Vmax
1989 war die BRD schonmal soweit wie Heute,kurz vor dem Ende.
Ich glaube, da liegt eine Verwechslung vor. Das sage ich ganz ohne Häme.
Die Wiedervereinigung hat sie gerettet.Die hat zwar Geld gekostet,...
Die Wiedervereinigung hat Milliarden an Steuermitteln gekostet.
....aber noch mehr Profit gebracht.Vieles plattgemacht,drohende Konkurrenz ausgeschaltet und den Umsatz im Einzelhandel massiv gesteigert.
Drohende Konkurrenz? Mit was denn? Trabant, Wartburg oder Schwalbe etwa?
Ich habe sogar kurzfristig einen Trabant besessen, Baujahr 1973. Nicht schlecht, aber nicht marktfähig. Da änderte auch die Motorisierung mit einem VW-Motor nichts dran.
Das was brauchbar war, hat auch überlebt (Robur, Jenoptik, Spreewaldhof u.a.) und mindestens eine "DDR"-Firma hat die westdeutsche Konkurrenz aufgekauft (Rotkäppchen-Sekt).
Dazu noch sämtliche legalen und illegalen Steuer-und Abschreibungsmöglichkeiten ausgenutzt.
Erkläre mir bitte mal illegale Steuer- und Abschreibungsmöglichkeiten, die vom Finanzamt anerkannt werden.
stulli12
30.06.2010, 21:26
Es bringt überhaupt nichts, irgendwelche guten und schlechten Fakten aufzuzählen. Das Experiment Sozialismus ist gescheitert. Das System war dogmatisch und starr. Keinerlei politische Entwicklung, nur Klammern an die Dogmen, denn schließlich hatte die Partei immer recht und sorgte im stali.... äh ... leninschen Geist für Einheit, Reinheit und Geschlossenheit. Zuerst wurde das sowjetische System ala Stalin eingeführt. Ich behaupte, dies war ein roter Faschismus: ein totalitäres System, der Führungsanspruch der Partei - durchgesetzt mit Gesinnungsschnüffelei und Gewalt gegen Andersdenkende. Wobei Gewalt sich auch in unglaublicher Willkür gegenüber Freunden und Familienmitgliedern äußerte. Und hatte man erstmal sozusagen einen Stempel auf der Stirn, dann war Feierabend - ob in Rostock oder Dresden oder wo auch immer man hingehen wollte, überall wusste man längst bescheid. Deswegen nannte man das wohl auch DIKTATUR des Proletariats. Dieses System, das sich sehr auf Einschüchterung spezialisiert hatte, ist an sich selbst kaputt gegangen. Nicht nur in der DDR, sondern im gesamten Ostblock.
In Kuba haben die Menschen noch Sozialismus und freuen sich über niedrige Mieten usw.. Ich bin in der DDR geboren und dieses Land war 26 Jahre meine Heimat. Mir ging es dort auch nie wirklich schlecht und nie besonders gut. Das ist heute auch noch so, aber mein Lebensstandard ist erheblich höher. Also habe ich mich doch verbessert und ich lebe nicht mehr in einer totalitären Diktatur.
Wie sich die Sache mit DDR und BRD auch hätte entwickeln können, führen uns Nord- und Südkorea vor. Möchte jemand in Nordkorea leben? Dort gibt es noch die Diktatur des Proletariats (Diktatur des Kim Jong-Il), die Genossen Parteisoldaten, die gegen Klassenfeinde und Konterrevolution kämpfen. Mit allen Mitteln. Dort herrscht Planwirtschaft und Medienzensur. Das ist das Gesicht des Sozialismus, auch wenn die Menschen durchaus mal lachen und Spaß haben.
Ich war in der Wendezeit überhaupt nicht begeistert, dass mein Heimatland den Bach runter geht und hatte eher einige Ängste betreffs der Zukunft. Heute bin ich doch froh, das der ganze Zinnober vorbei ist und dass alles so friedlich abgelaufen ist.
Caribbean Sunrise
01.07.2010, 16:10
Drohende Konkurrenz? Mit was denn? Trabant, Wartburg oder Schwalbe etwa?
Ich habe sogar kurzfristig einen Trabant besessen, Baujahr 1973. Nicht schlecht, aber nicht marktfähig. Da änderte auch die Motorisierung mit einem VW-Motor nichts dran.
Das was brauchbar war, hat auch überlebt (Robur, Jenoptik, Spreewaldhof u.a.) und mindestens eine "DDR"-Firma hat die westdeutsche Konkurrenz aufgekauft (Rotkäppchen-Sekt).
Drohende Konkurrenz insofern, als das NACH DER WENDE viele ostdeutsche Firmen durch die Treuhand-Anstalt letztlich zerschlagen wurden, obwohl sie auf dem Weltmarkt durchaus überlebensfähig gewesen wären. Solcher unliebsamer Konkurrenz wurde sich eben einfach entledigt, damit der eigene Absatzmarkt vergrößert werden konnte.
Natürlich ist dieses Beispiel aber nur halb heranziehbar, denn ohne Wiedervereinigung wäre diese Situation ja gar nicht entstanden.
Knallkopf
01.07.2010, 16:53
Hätte ich besser Bilderbuch schreiben sollen? :039: :071: :010:
Ne, sonst gäbs wieder Beschwerden, weil keine Horoskope bei den Bildern stehen ! :003:
Ich glaube, da liegt eine Verwechslung vor. Das sage ich ganz ohne Häme.
Die Wiedervereinigung hat Milliarden an Steuermitteln gekostet.
Drohende Konkurrenz? Mit was denn? Trabant, Wartburg oder Schwalbe etwa?
Ich habe sogar kurzfristig einen Trabant besessen, Baujahr 1973. Nicht schlecht, aber nicht marktfähig. Da änderte auch die Motorisierung mit einem VW-Motor nichts dran.
Das was brauchbar war, hat auch überlebt (Robur, Jenoptik, Spreewaldhof u.a.) und mindestens eine "DDR"-Firma hat die westdeutsche Konkurrenz aufgekauft (Rotkäppchen-Sekt).
Erkläre mir bitte mal illegale Steuer- und Abschreibungsmöglichkeiten, die vom Finanzamt anerkannt werden.
Leider wird es nichts mit einer Erkärung,wozu auch.
Da du ja resistent bist für Erklärungen und andere Meinungen und da deine Ansichten scheinbar der Weisheit letzter Schluß sind,
verkneif ich mir das.
Auch kann ich nichts dafür das die doofen Ossi-Rotkäppchen einfach mal ne westdeutsche Firma aufgekauft haben.
Doch eines kann ich dir mit Sicherheit sagen !
Du kannst und brauchst mir nicht erkären was nach der Wiedervereinigung im ehemaligem Ostteil der jetzigen BRD so gelaufen ist.
Ich dir schon,denn ich war hier,also versuchs gar nicht erst.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,703836,00.html
Ist aber ein schönes Thema "Jeder vierte Ostdeutsche verklärt die DDR ."
Ich lasse es aber sein eins aufzumachen zum Thema "Manche verklären die BRD."
Vmax
Ps:Falls dein Beitrag ironisch gemeint war hast du was vergessen:021:
Knallkopf
01.07.2010, 19:08
Ich glaube, da liegt eine Verwechslung vor. Das sage ich ganz ohne Häme.
Die Wiedervereinigung hat Milliarden an Steuermitteln gekostet.
Drohende Konkurrenz? Mit was denn? Trabant, Wartburg oder Schwalbe etwa?
Ich habe sogar kurzfristig einen Trabant besessen, Baujahr 1973. Nicht schlecht, aber nicht marktfähig. Da änderte auch die Motorisierung mit einem VW-Motor nichts dran.
Das was brauchbar war, hat auch überlebt (Robur, Jenoptik, Spreewaldhof u.a.) und mindestens eine "DDR"-Firma hat die westdeutsche Konkurrenz aufgekauft (Rotkäppchen-Sekt).
Erkläre mir bitte mal illegale Steuer- und Abschreibungsmöglichkeiten, die vom Finanzamt anerkannt werden.
Robur hat überlebt ??? Wo ???
Und warum fahren dann keine neuen Robur- Modelle durchs Land ???
Du meintest wohl eher Multicar .
Robur hat überlebt ??? Wo ???
Und warum fahren dann keine neuen Robur- Modelle durchs Land ???
Du meintest wohl eher Multicar .
Stimmt, ich hatte die Firmennamen verwechselt.
Du kannst und brauchst mir nicht erkären was nach der Wiedervereinigung im ehemaligem Ostteil der jetzigen BRD so gelaufen ist.
Ich war von Ostern 1990 bis zum 4.10.1990 mittendrin.
Ich war von Ostern 1990 bis zum 4.10.1990 mittendrin.
Dann entschuldige bitte,konnte doch nicht wissen das du doch so
lange Erfahrungen im Osten sammeln konntest.:007:
Daher dein enormes Wissen über uns Ossis.:039:
Vmax
Ich war von 91 - 92 überall in den gebrauchten Bundesländern und hab da eine Menge gelernt ... : Töten zum Beispiel ... .
Aber mal ernst, die Gespräche in den Kneipen waren extrem bildend ... .
Arme BRD! Oder: Gut, dass die DDR-Bürger die BRD gerettet haben ... .
Knallkopf
02.07.2010, 15:59
Und ich bin schon seit `92 zur `Entwicklungshilfe West ` abkommandiert !
Dabei haben sie hier noch nicht einmal die allgemeine Begrüßung gelernt : ` Grüß Gott,Genossen ! ` - Ihr seht , wir haben noch viel Arbeit vor uns ! :003: :004:
*Spaß an*
Ich bin nur gespannt, wann endlich der Befehl zur Annexion der alten BL durch uns Ossis kommt.
Die Infiltration ist ja so gut wie abgeschlossen.
*Spaß aus*
e8-3
macmoldis
02.07.2010, 18:03
*Spaß an*
Ich bin nur gespannt, wann endlich der Befehl zur Annexion der alten BL durch uns Ossis kommt.
Die Infiltration ist ja so gut wie abgeschlossen.
*Spaß aus*
e8-3
naja, einen kleinen Rückschlag gab es ja nun, weil Joachim Gauck nicht als Bundespräsident gewählt wurde
Dabei haben sie hier noch nicht einmal die allgemeine Begrüßung gelernt : ` Grüß Gott,Genossen ! ` - Ihr seht , wir haben noch viel Arbeit vor uns ! :003: :004:
Dann höre Dich mal bei einer baierischen Raiffeisenbank um :021:
naja, einen kleinen Rückschlag gab es ja nun, weil Joachim Gauck nicht als Bundespräsident gewählt wurde
Ach deswegen die Mail aus dem Hauptquartier, das wir noch warten sollen. :24: :24: :24:
Sorry, mußte sein.
Für mich ist das Thema hier abgeschlossen, es sei denn ................
e8-3
Blockwärter
03.07.2010, 10:30
Drohende Konkurrenz insofern, als das NACH DER WENDE viele ostdeutsche Firmen durch die Treuhand-Anstalt letztlich zerschlagen wurden, obwohl sie auf dem Weltmarkt durchaus überlebensfähig gewesen wären..
Dann frage ich mich warum die DDR pleite war ,es wäre nach deiner Ansicht doch ein Leichtes gewesen sich auf dem Weltmarkt zu behaupten und ordentlich Kohle zu machen ?
Dann frage ich mich warum die DDR pleite war ,es wäre nach deiner Ansicht doch ein Leichtes gewesen sich auf dem Weltmarkt zu behaupten und ordentlich Kohle zu machen ?
Hast du die Staatsfinanzen beider Länder verwaltet das du so genau
Bescheid weisst ?:039:
Ich finde es schon befremdlich solch ein Thema so viele Jahre nach der
Wiedervereinigung aufzumachen.
Doch nach dem lesen einiger Beiträge denke ich ,manche können
halt nicht anders.
Haben wir keine anderen Probleme in Deutschland ?
Vmax
Knallkopf
03.07.2010, 11:12
Dann frage ich mich warum die DDR pleite war ,es wäre nach deiner Ansicht doch ein Leichtes gewesen sich auf dem Weltmarkt zu behaupten und ordentlich Kohle zu machen ?
Auch dir empfehle ich das Buch von Siegfried Wenzel : `Was war die DDR wert ? - Und wo ist dieser Wert geblieben ? ` -- Verlag : Das Neue Berlin
Denn was du darin findest , steht garantiert nicht in dem beliebten Frischfischeinwickelpapier mit vier Buchstaben !
Auch dir empfehle ich das Buch von Siegfried Wenzel : `Was war die DDR wert ? - Und wo ist dieser Wert geblieben ? ` -- Verlag : Das Neue Berlin
Denn was du darin findest , steht garantiert nicht in dem beliebten Frischfischeinwickelpapier mit vier Buchstaben !
Siegfried Wenzel,wer liest denn sowas ? :007:
Dann noch aus dem Verlag !
Es heißt doch "BILD" dir deine Meinung.:24::24::24:
Vmax
........
Für mich ist das Thema hier abgeschlossen, es sei denn ................
e8-3
Yepp, *denn .....*
Falls hier irgendjemand gerade Papa oder Mama wird (deutsche Staatsbürgerschaft).
Wenn Euer Sprößling das Licht der Welt erblickt hat er schon über 22 000 € Schulden.
nachdenklich
e8-3
sebastian57
04.07.2010, 05:34
Nee, hat er nicht, die werden einem nur eingeredet, gerade auch über dieses mehrfach genannte Presseprodukt "BLÖD-Zeitung". Und der durchschnittlich verblödete BB glaubt den Scheiß auch noch und akzeptiert klaglos, daß er "den Gürtel enger schnallen muß".
Das Kapital sagt zum Staat, den es vorher geschaffen hat,: "Schütze mich" und schießt dafür Geld vor. Der Staat soll nun auftragsgemäß schützen und zahlen. Wo nimmt er die Kohle her zur Rückzahlung?? Von den Auftraggebern wäre ja irgendwie bescheuert. Also belaste ich die, die schon die Kapitaleigentümer durch den Vverkauf ihrer Lokführertätigkeit (oder jeder anderen - dummerweise macht die manchmal soviel Spaß, daß die Knechtschaft nicht gemerkt wird) reich machen, zusätzlich, laß ihnen aber soviel, daß sie keine Barrikaden bauen.
Blockwärter
05.07.2010, 21:43
Hast du die Staatsfinanzen beider Länder verwaltet das du so genau
Bescheid weisst ?:039:
Nein habe Ich nicht ! War auch eine Frage wie man unschwer am Fragenzeichen am Ende erkennen konnte und keine Aussage !
---====--- Beitrag hinzugefügt am um 20:43 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 20:37 ---====---
Auch dir empfehle ich das Buch von Siegfried Wenzel : `Was war die DDR wert ? - Und wo ist dieser Wert geblieben ? ` -- Verlag : Das Neue Berlin
Denn was du darin findest , steht garantiert nicht in dem beliebten Frischfischeinwickelpapier mit vier Buchstaben !
Keine Ahnung ob das da drin steht , Ich lese den Mist mit den vier Buchstaben garnicht erst.
Wenzel , war das nicht der zweite Chef von der Planungskommision in der DDR ? Hat ja prima Arbeit geleistet (Zynismus).
Knallkopf
06.07.2010, 16:33
@ Blockwärter
... er hatte wenigstens einen Plan und wurschelte nicht so Planlos rum, wie unsere heutigen Volksvertreter !
Altersstarrsinn
06.07.2010, 16:44
[...]
Also belaste ich die, die schon die Kapitaleigentümer durch den Vverkauf ihrer Lokführertätigkeit (oder jeder anderen - dummerweise macht die manchmal soviel Spaß, daß die Knechtschaft nicht gemerkt wird) reich machen, zusätzlich, laß ihnen aber soviel, daß sie keine Barrikaden bauen.
Lasst mich einmal ein Gedicht von Erich Mühsam (http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_M%C3%BChsam)zitieren:
Der Revoluzzer
War einmal ein Revoluzzer,
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: «Ich revolüzze!»
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Strassen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Strassenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revoluzzer
schrie: «Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Lasst die Lampen stehn, ich bitt! –
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit.»
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei doch Lampen putzt.
Unsere nächsten Revolutionen werden genau so ausgehen. Revoltieren ja, aber nach Gesetz und Ordnung. Eben typisch Deutsch.
Gruß
A.
sebastian57
06.07.2010, 23:57
1848 ein bißchen,
1918 den Kaiser verjagt,
1989 im halben Deutschland Veränderungen von unten herbeigeführt,
also etwa alle 80 Jahre traut sich der Michel.
da haben wir noch etwa 60 vor uns.
Traindriver
07.07.2010, 16:31
1848 ein bißchen,
1918 den Kaiser verjagt,
1989 im halben Deutschland Veränderungen von unten herbeigeführt,
also etwa alle 80 Jahre traut sich der Michel.
da haben wir noch etwa 60 vor uns.
60 Jahre noch warten so weiter die Verschlimmerungen hinnehmen?????
Holt mich hier raus!!!!!!!!!!!!:003:
Das muß schneller Änderungen geben!
sven0403
07.07.2010, 18:57
Das muß schneller Änderungen geben!
....na was denn...... hier ändern sich doch andauernd Einschneidende Dinge, zwar nicht von unten ausgehend dafür jedoch von oben herab
Ich glaube nicht das es noch 60 Jahre dauert, so rasant wie es hier bergab geht.
Schlensi
07.07.2010, 22:28
Naja wieso sollen auch noch 60 Jahre warten, immerhin sind ja ne schnellebige Zeit. Also wenn mal einig wären was stünde denn dagegen eher mal das Faß zum überlaufen zu bringen? Aber irgendwie haben wahrscheinlich noch genug hier Felle im trockenen.
sbb.lokmaster
08.07.2010, 01:13
Na ja, wenn das noch 60 Jahre dauern soll, dann erlebe ich das eh nicht mehr. Also nehmen wir das hin, was die mit uns machen, denn eine Revolution kannst Du mit diesem Deutschen Volk derzeit eh nicht anzetteln.
Schlensi
08.07.2010, 15:01
Ja nur woran liegt es denn. Komischerweise in Griechenland demonstrieren die heute, in Frankreich auch ab und zu. Und immerhin hat es doch auch vor 20 Jahren geklappt, auch wenn es sich bestimmt ein Großteil anders sich vorgestellt hatte. Aber wieso geht es denn heute nicht das in Deutschland mal wirklich vom Volk die Macht wieder ausgeht?
Ja nur woran liegt es denn. ...... Und immerhin hat es doch auch vor 20 Jahren geklappt, auch wenn es sich bestimmt ein Großteil anders sich vorgestellt hatte.
25% = Großteil? Nach meinem mathematischen Verständnis ist das ein Viertel. Dem stehen 75% oder drei Viertel gegenüber, die mit den Veränderungen zufrieden sind. (und das bezieht sich nur auf die Beitrittsländer).
Aber wieso geht es denn heute nicht das in Deutschland mal wirklich vom Volk die Macht wieder ausgeht?
Tut es doch. Alle (vier) Jahre wieder sind Wahlen. Man muss nur hingehen. Nur anders als dem Bauchgefühl der Wähler unterliegen die Gewählten gewissen Sachzwängen. Das kann dann schon mal dazu führen, dass man Entscheidungen treffen muss, die einem selbst nicht passen.
Altersstarrsinn
09.07.2010, 09:51
[...]
Tut es doch. Alle (vier) Jahre wieder sind Wahlen. Man muss nur hingehen. Nur anders als dem Bauchgefühl der Wähler unterliegen die Gewählten gewissen Sachzwängen. [...]
Moin, moin!
.... gewissen Sachzwängen als da sind "der Fraktionszwang (http://www.inidia.de/fraktionszwang.htm)". Von Allen sehr gut dargestellt bei der Wahl des Bundespräsidenten. Sicher gibt es da noch den Art. 38 GG:
Art 38
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
Da diese Abgeordneten die Macht haben, das GG zu ändern, stehen sie darüber (so kommt es dem Bürger jedenfalls oft genug vor).
.... gewissen Sachzwängen als da sind: Die auf allen Ebenen erfolgreiche Lobbyarbeit (http://www.zeit.de/2003/45/Lobbyismus). Wieder sehr erfolgreich bei der xten Reform des Gesundheitswesens.
Gruß
A.
Reval 13
09.07.2010, 12:42
Die alte DDR verklären? Nee,aber wir hatten es 1990 in der Hand,einen besseren Staat daraus zu machen.Oder auch eine Konförderation in Bezug auf Wiedervereinigung D'lands.War zumindest damals mein Motto.Hätte zwar länger gedauert, aber eine flächendeckende Deindustrialisierung wäre vermieden worden.Da spielten schon Konkurrenzargumente etablierter Konzerne aus dem anderen Teil eine erhebliche Rolle.Ich erwähne nur Kali&Salz und damit Bischofferode.Gab es mal einen interessanten Spielfilm darüber.Ich denke mal ,daß die ,die heute die DDR zum "Traumland" verklären genau die sind,die 1990 "Helmut" geschrien haben und sich über die Folgen nicht bewußt waren.Aber jeder hatte auch Staatsbürgerkunde und da wurde das andere System erklärt.Heute lernt auch jeder Betriebswirtschaftler die Lehre von Marx.Er war halt der erste Wissenschaftler ,der den Kapitalismus analysiert hat.Aber darüber debattieren bringt nichts.Ich persönlich habe Verständnis für die damals vielleicht 50-jährigen,deren Situation mit Betriebsschließungen und daraus entstandener Arbeitslosigkeit wirklich besch...war.18.März 1990 war Wahltag und jeder konnte gehen und sein Stimmchen machen.Aber dann bitte heute nicht mehr meckern.
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