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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Frage] Hilfe für Griechenland - Was ist Eure Meinung dazu???



Traindriver
03.05.2010, 10:47
Europäer beschließen 110-Milliarden-Hilfe für Griechenland (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,692562,00.html)

Jetzt ist es sogut wie beschlossen.
Milliardenhilfe für Griechenland, davon unser Anteit 22.000.000.000€ innerhalb der nächsten 3 Jahre.
Der größte Anteil von den insgesamt 110 Mrd.€.

Warum eigentlich immer wir das MEISTE?????

Wir sind beim Renteneintrittsalter SPITZE.
Die Griechen haben JETZT beschlossen auf 60 Jahre den Renteneintritt bei Ihnen zu erhöhen.
Wir sind schon bei 67.
Haben die Griechen eine 7 Jahre kürzere Lebenserwartung wie wir??

Wochenarbeitszeit?
Griechen haben doch bestimmt auch eine 38-40h/Woche,oder?

Bitte nicht falsch verstehen: Die Griechen sind genau wie wir in der EU und haben den Euro.
Da müssen wir helfen.
Aber ich finde das Sparpaket der Griechen noch nicht groß genug und es trifft wieder nur die griechischen Arbeitnehmer und somit normale Bevölkerung.
Die Proteste der Bevölkerung dagegen finde ich nachvollziehbar.
Warum wird seitens der Geldgeberländer nicht mehr Druck gemacht, daß gerade die Reichen Griechen stärker zur Kasse gebeten werden, weil die es sich auch leisten können???

Wer zahlt bei uns eigentlich die 22 Mrd €, wenn die Griechen die Kredite nicht zurückzahlen können???
Stimmt - WIR!!!!!!!!!

Ich wäre für eine Volksabstimmung, wo ALLE Deutschen Ihre Meinung per Wahl mitteilen können, ob wir Griechenland jetzt in der Höhe und zu den Bedingungen helfen wollen.
Die Politiker haben noch 3 Jahre Verantwortung bis zur nächsten Bundestagswahl.
Abzahlen müssen wir aber bedeutend länger!!

LZB
03.05.2010, 11:25
Europäer beschließen 110-Milliarden-Hilfe für Griechenland (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,692562,00.html)

Jetzt ist es sogut wie beschlossen.
Milliardenhilfe für Griechenland, davon unser Anteit 22.000.000.000€ innerhalb der nächsten 3 Jahre.
Der größte Anteil von den insgesamt 110 Mrd.€.

Warum eigentlich immer wir das MEISTE?????

Wir sind beim Renteneintrittsalter SPITZE.
Die Griechen haben JETZT beschlossen auf 60 Jahre den Renteneintritt bei Ihnen zu erhöhen.
Wir sind schon bei 67.
Haben die Griechen eine 7 Jahre kürzere Lebenserwartung wie wir??

Wochenarbeitszeit?
Griechen haben doch bestimmt auch eine 38-40h/Woche,oder?

Bitte nicht falsch verstehen: Die Griechen sind genau wie wir in der EU und haben den Euro.
Da müssen wir helfen.
Aber ich finde das Sparpaket der Griechen noch nicht groß genug und es trifft wieder nur die griechischen Arbeitnehmer und somit normale Bevölkerung.
Die Proteste der Bevölkerung dagegen finde ich nachvollziehbar.
Warum wird seitens der Geldgeberländer nicht mehr Druck gemacht, daß gerade die Reichen Griechen stärker zur Kasse gebeten werden, weil die es sich auch leisten können???

Wer zahlt bei uns eigentlich die 22 Mrd €, wenn die Griechen die Kredite nicht zurückzahlen können???
Stimmt - WIR!!!!!!!!!

Ich wäre für eine Volksabstimmung, wo ALLE Deutschen Ihre Meinung per Wahl mitteilen können, ob wir Griechenland jetzt in der Höhe und zu den Bedingungen helfen wollen.
Die Politiker haben noch 3 Jahre Verantwortung bis zur nächsten Bundestagswahl.
Abzahlen müssen wir aber bedeutend länger!!

Volksabstimmung? Jetzt? Du hast vielleicht Vorstellungen.
Wir sind ja nicht einmal gefragt worden, ob wir diesem Globalisierungswahn beitreten wollen.

Warum sollten Wir nicht das meiste geben`? Wer soll es denn Deiner Meinung nach tun?
Portugal?
Irland?
Spanien?
oder eines der osteuropäuschen Nutznießerstaaten?

Bliebe noch Großbrittanien. !! Ach?!? Die haben noch gar keinen Euro?

Klever, die Bande,

Und die Nordischen Länder, wenn sie denn zum Pack(t) gehören, die sorgen sich löblicherweise um das Wohl ihrer eigenen Mitbürger.

Also, wer, außer wir, soll den Löwenanteil zahlen?

Träume mal weiter von einem Deutschen Staat, der nach dem Willen seiner Bürger regiert wird.

Da hilft leider nicht einmal meine Stimme :-(

Recke14
03.05.2010, 11:47
Irgendwie erinnert mich das langsam an den Arbeiter- und Bauernstaat. Obwohl eigentlich jeder wusste, dass es so nicht weitergehen konnte, wurde trotzdem Fähnchen schwenkend weitergemacht. Schließlich war anfangs mal gesagt worden, dass dieser Weg der richtige sei. Und an den Ikonen der eigenen Sache zweifeln? Das geht nicht. Also wird weitergemacht ... bis zum vorhersehbaren Untergang.
Ein Rauswurf der Griechen aus der Eurozone wäre das richtige Signal gewesen.

platte
03.05.2010, 11:52
Ein Rauswurf der Griechen aus der Eurozone wäre das richtige Signal gewesen.

Was unsere Banken wieder ins Wanken bringen würde und deshalb mit allen Mitteln verhindert werden soll.

Knallkopf
03.05.2010, 11:55
Selbst in unserer inniggeliebten BILD -Zeitung wurde schon gefragt, ob wir das Geld nicht dringender in Krankenhäuser, kranken Kassen , Kita´s ; Schulen , Schlaglöcher , Steuersenkungen oder Rentenerhöhungen stecken könnten !

Aber wer weiß , irgendwann wird für uns was positives beschlossen : Rente mit 85 ! .....

sven0403
03.05.2010, 11:58
Was unsere Banken wieder ins Wanken bringen würde und deshalb mit allen Mitteln verhindert werden soll.

Wir haben eine Regierung zum Schutz der deutschen Banken.....den deutschen Bürger schützt keiner vor Bänkern!

Wer so wie die Griechen wirtschaftet wird noch belohnt,....äh Hallo ich will auch mit 60 in Rente gehen und immer schönes Wetter am warmen Mittelmeer genießen, die begüterten Griechen haben sich gnadenlos an den Restlichen Bürgern der Eu bedient und werden noch dafür belohnt, der normale Grieche muss nun auch dafür blechen das er sich Jahrelang nicht um diese Vetternwirtschaft geschert hat.
Man hilft sich ja......

Gruß Sven

macmoldis
03.05.2010, 12:29
Die Griechen bekommen das Geld ja nicht umsonst. Sie müssen es mit Zinsen zurückzahlen.
... wenn sie es denn mal können

Ich muß gleich weg auf Schicht, deswegen nur ganz kurz: Mitgegangen Mitgefangen ...
Entweder man will die EU, ist Europäer, dann muß man ... dann gibt der, der mehr hat ...
Eine Nummer kleiner im Bund Deutschland ist es nicht anders, nennt sich Länderfinanzausgleich, da bezahlen auch immer einige Bundesländer und andere brauchen das immer wieder ...

Alternative wäre wenn man das nicht will: Austreten, Rausschmeißen ... aus der EU, aus der Bundesrepublik

natürlich muß sich in den Ländern auch etwas in der Finanzpolitik ändern,
verstehe sogar die Demo's auf der Straße in Griechenland, da sind erreichte soziale Leistungen die gekürzt werden, und was kürzt man bei denen da "Oben". Wünschte mir manchmal in Deutschland würde man bei sozialen Kürzungen auf die Straße gehen.
... und ob der Normal-Grieche nun so viel mehr begütert ist als unsereins *gruebel*

Ironiefragemodus
Könnte man einen Insolvenzverwalter oder das Vorschreiben von Kürzungen aus dem Ausland vielleicht schon als Fremdherrschaft bezeichnen?

Mist, muß los, meine Bahn ....

ALK
03.05.2010, 13:12
Nur mal so am Rande eine etwas andere Sicht auf die Dinge in Griechenland:
http://www.welt.de/die-welt/politik/article7428960/Schuld-sind-immer-die-anderen-Eine-Reise-durch-das-Europa-der-Krise.html
http://print-wuergt.de/2010/05/02/interessiert-eigentlich-jemanden-was-in-griechenland-wirklich-passiert/
http://print-wuergt.de/2010/05/02/die-rentenluge-folge-192/
Nun kann man sich fragen warum die Dinge in den Medien teilweise ganz anders rüberkommen?
Sicher hat Griechenland Probleme und die müssen se jetzt auch angehen, allerdings mit einer Zustimmung von um die 80% in der Bevölkerung, zumindest wenn man den Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten in Deutschland trauen kann, die diese Zahl gestern Abend genannt haben. Nun frage ich mich was in Deutschland los wäre, würde Deutschland, um seine auch nicht € Stabilitätspakt Konforme Verschuldung in Griff zu bekommen, ähnliche Sparanstrengungen unternehmen. Wenn ich die Zahlen recht im Kopf habe, es geht da um bis zu 8% Lohnkürzung bei den Beamten, 10% mehr Steuer auf Benzin und Alkohol und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 23%. Ich bezweifle das man da auch nur Annähernd solche Zustimmungen erhalten würde. Auch wenn es für unsere Kinder dringend Notwendig wäre!

Nichts für ungut in meinen Augen sind hier die Medien mal wieder schön eingespannt und lenken lieber von den Ursachen ab als das sie Aufklären. Hätte Europa von Anfang an auf die Griechischen Verschleierungstaktik geachtet und diese Unterbunden wäre es nicht so weit gekommen. Würde man die Ratingargenturen endlich mal an die Ketten legen wären doch die Spekulationen die da derzeit laufen nicht möglich. Dafür haben unsere und auch alle anderen Politiker keinen Mut und so können die Banken tun und lassen was sie wollen, mit unserem Geld. Ihre Gewinne sind sicher und am ende retten wir Steuerzahler sie ja dann doch. Aber das scheint für Bildleser zu Kompliziert, deshalb lieber auf Griechen schimpfen, und das teilweise vielleicht sogar zu unrecht!

MfG Andreas

sven0403
03.05.2010, 13:21
Wo kommen eigentlich die 22 Mrd. auf einmal her......für Schulen, Bildung, Gesundheitswesen, Straßen und ähnliche Dinge ist doch angeblich kein Cent in der Staatskasse?

Gruß Sven

Trennhuepfer
03.05.2010, 13:28
Lissabon Vertrag Artikel 125 (http://dejure.org/gesetze/AEUV/125.html)

(1) Die Union haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen, der regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sonstiger Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentlicher Unternehmen von Mitgliedstaaten und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein; dies gilt unbeschadet der gegenseitigen finanziellen Garantien für die gemeinsame Durchführung eines bestimmten Vorhabens. Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Zentralregierungen, der regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften oder anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sonstiger Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder öffentlicher Unternehmen eines anderen Mitgliedstaats und tritt nicht für derartige Verbindlichkeiten ein; dies gilt unbeschadet der gegenseitigen finanziellen Garantien für die gemeinsame Durchführung eines bestimmten Vorhabens.

Mehr gibt es da nicht zu sagen!

LZB
03.05.2010, 14:08
Wo kommen eigentlich die 22 Mrd. auf einmal her......für Schulen, Bildung, Gesundheitswesen, Straßen und ähnliche Dinge ist doch angeblich kein Cent in der Staatskasse?

Gruß Sven

aus den stillen Reserven der Parteienfinanzierung:20:

ALK
03.05.2010, 14:08
Wo kommen eigentlich die 22 Mrd. auf einmal her......für Schulen, Bildung, Gesundheitswesen, Straßen und ähnliche Dinge ist doch angeblich kein Cent in der Staatskasse?

Gruß Sven

Hast du dich mit dem Thema überhaupt beschäftigt? (Gilt auch für Trennhuepfer)


Der Bürger ist zunächst nicht betroffen. Die deutschen Kredite sollen über die Staatsbank KfW gewährt werden. Der Bund muss sich dafür allerdings verbürgen. Das heißt: Erst wenn Athen nicht mehr in der Lage wäre, die Kredite zurückzuzahlen, würden der Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler belastet. Wird Griechenland gerettet, könnte der KfW-Kredit sogar ein Geschäft für die Deutschen werden.
Und so als Hintergrund, da die Ratingargenturen die Kreditwürdigkeit der Griechen sehr schlecht bewerten bekommen die am Kapitalmarkt das Geld nur zu wesentlich höheren Zinsen als so unter Freunden.

Außerdem darf ich erinnern, die Regierung will auch Steuersenkungen, obwohl weder für "Schulen, Bildung, Gesundheitswesen, Straßen" Geld da ist. Mal davon abgesehen das Deutschland bis zum ende des Jahres vermutlich 1799Mrd € Schulden haben wird, sehe ich keinen Unterschied wofür ich Geld ausgebe das ich ohnehin nicht habe, es nur Dank günstiger Ratings billig bekommen kann. Solange Ihr aber auf die Griechen Schimpft und nicht auf die, die euer Geld wirklich vernichten wird auch nichts passieren!

sven0403
03.05.2010, 14:13
Hast du dich mit dem Thema überhaupt beschäftigt? (Gilt auch für Trennhuepfer)

Nein, wozu denn auch wir haben hier doch Prof.Dr. ALK Lokführer und Wirtschaftsweiser in Personalunion, der wird uns blöde Bild-Leser ganz sicher erleuchten, Danke schon mal dafür.....:15:

Sag mal ..... ruft dich die Merkel immer noch an wenn sie nicht mehr weiter weiß?

Gruß Sven

ALK
03.05.2010, 14:22
Nein, wozu denn auch wir haben hier doch Prof.Dr. ALK Lokführer und Wirtschaftsweiser in Personalunion, der wird uns blöde Bild-Leser ganz sicher erleuchten, Danke schon mal dafür.....:15:

Sag mal ..... ruft dich die Merkel immer noch an wenn sie nicht mehr weiter weiß?

Gruß Sven

Und so schreibt hier ein Moderator!

Naja ein User Weniger beim Bahnerforum!

sven0403
03.05.2010, 14:27
Und so schreibt hier ein Moderator!

Naja ein User Weniger beim Bahnerforum!

Nein so schreibt der User sven0403 wenn er meint, das gewisse andere User mit ihrer Arroganz einfach ein Stück zu weit gehen.

Aber das hatten wir ja wohl schon ein paar mal, stimmts?

Gruß Sven

ALK
03.05.2010, 14:30
Dieses mal zum letzten mal! Auf dein Geschmarre habe ich keinen Bock! Bitte, du bist doch Moderator und ich bitte hiermit um Löschung meines Accounts! Kannst deinem Chef weitergeben falls du es nicht kannst! Merci!

valenca
03.05.2010, 15:12
Ich empfehle allen einmal die Hinweise der letzten Tage auf den NachDenkSeiten zu lesen, da gibt es viele schwer verdauliche Kost zu Griechenland. Aber auch manches was Bild nicht sagt.

http://www.nachdenkseiten.de/

Gruß
Valenca

AOG
03.05.2010, 19:29
Ich habe auch für die Kredite durch die KfW an Griechenland gestimmt. Wenn diese nicht fließen und Griechenland die am 19. Mai fälligen Kredite aus früheren Emissionen nicht zurückzahlen kann, wird es bitter für den Euro. Auch ein Herauswurf (der rechtlich gar nicht möglich ist) aus der Eurozone könnte das nicht verhindern, denn die Kredite müssen in Euro bedient werden. Bei einer Währungsreform (http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform)auf die Drachme würde diese zu mindestens 50% abgewertet heraus gegeben und am nächsten Tag wahrscheinlich um weitere 50% im Kurs fallen. Die Staatschulden Griechenlands würden sich von einem auf den anderen Tag um 75% steigern, aber auch die Hypotheken und Kredite von Privaten und der Wirtschaft. Gleichzeitig würden auch die Bankguthaben in gleicher Höhe agbewertet. Vorher würden die Menschen aber versuchen, ihre Euro abzuheben oder ins Ausland zu transferieren, was die griechischen Banken in den Abgrund treibt.

Da Kreditinstitute den größten Teil des Vermögens der Bevölkerung verwalten, ist das Vertrauen der Bevölkerung in ein krisensicheres Bankwesen von essentieller Bedeutung. Kommt es dann zu einer Bankkrise, ist die Gefahr des panischen Ansturms der Anleger auf die betroffene Bank sehr hoch („Bank Run (http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_Run)“), wie etwa bei „Northern Rock (http://de.wikipedia.org/wiki/Northern_Rock)“ in Großbritannien im September 2007 zu beobachten war. Banken sind von ihrer Bilanzstruktur lediglich auf normale Auszahlungs- (Barabhebungs-)gewohnheiten der Bevölkerung ausgerichtet. Ihre Barbestände und die Primärliquidität (die sofort in Barbestände umwandelbar ist) sind aus Rentabilitäts- und Sicherheitsgründen minimiert. Deshalb steht lediglich ein sehr geringer Teil der Geldanlagen bei einem Kreditinstitut als Bargeld und sog. Primärliquidität für sofortige Auszahlungen zur Verfügung. Diese Bestände entsprechen den zu erwartenden, normalen Abhebungsgewohnheiten der Bankkunden. Kommt es jedoch unerwartet zu einer massenhaften Auszahlung der Geldanlagen, können die Verfügungswünsche der Kunden insgesamt nicht mehr erfüllt werden. Diese panische Reaktion von breiten Bevölkerungsmassen hat negative psychologische Auswirkungen auf die gesamte Bank- und Volkswirtschaft eines Staates, sodass Regierungen daran gelegen ist, derartige Massenwirkungen durch frühzeitiges Erkennen von sich abzeichnenden Krisen zu verhindern.
Natürlich steigen in diesem Fall auch die Preise, während die Löhne entsprechend sinken.

Die hohen Staatschulden Griechenlands beruhen zum größten Teil darauf, dass der Staatshaushalt etwa 50% des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. Und das auf Grund teilweise absurder Bestimmungen (z.B. bekommt eine unverheiratete Tochter eines Renters nach dessen Tod die Rente weitergezahlt). Ein weiterer Grund sind zu geringe Steuereinnahmen vor allem aus der Wirtschaft und von Vermögenden. Offenbar gibt es dort noch mehr Schlupflöcher, als hierzulande, oder eine nicht effiziente Steuerbehörde.

Nun sitzen aber Prüfer des IWF in Athen und achten peinlich darauf, dass die Sparmaßnahmen auch eingehalten werden. Das ist zwar für die Griechen eine bittere Pille, aber sie werden sie schlucken müssen. Schließlich soll das Defizit bis Ende 2011 die Marke von 3% erreicht haben.

Und ja, die griechische Bevölkerung muss für die falschen Staatsbilanzen ihrer Regierungen bluten und niedrigere Einkommen im öffentlichen Dienst und bei Rentnern (wobei da Zulagen - z.b. das Oster-, Pfingst- und Weihnachtsgeld bei Rentnern - gestrichen werden, nicht aber das Grundgehalt), höhere Verbrauchssteuern und höhere Mehrwertsteuer (die ja auch von Touristen bezahlt werden :004:) in Kauf nehmen.

@ sven0403


Wo kommen eigentlich die 22 Mrd. auf einmal her......für Schulen, Bildung, Gesundheitswesen, Straßen und ähnliche Dinge ist doch angeblich kein Cent in der Staatskasse?Lieber Sven, die 22 Mrd. sind ein Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (http://www.kfw.de/) für den die Bundesrepublik Deutschland bürgen (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgschaft) wird. Das Geld kommt also nicht aus dem laufenden Bundeshaushalt und durch die Zinsen ist es ein gutes Geschäft für die KfW-Bank. Das Grundkapital für die KfW stammt übrigens aus dem Marschallplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Marschallplan) .

Es macht also keinen Sinn, dies mit fehlendem Geld für Schulen, Gesundheitswesen etc. in Verbindung zu bringen. Die Gelder der KfW dürfen dazu nicht eingesetzt werden.

sven0403
03.05.2010, 21:06
@ sven0403

Lieber Sven, die 22 Mrd. sind ein Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (http://www.kfw.de/) für den die Bundesrepublik Deutschland bürgen (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgschaft) wird. Das Geld kommt also nicht aus dem laufenden Bundeshaushalt und durch die Zinsen ist es ein gutes Geschäft für die KfW-Bank. Das Grundkapital für die KfW stammt übrigens aus dem Marschallplan (http://de.wikipedia.org/wiki/Marschallplan) .

Es macht also keinen Sinn, dies mit fehlendem Geld für Schulen, Gesundheitswesen etc. in Verbindung zu bringen. Die Gelder der KfW dürfen dazu nicht eingesetzt werden.

Danke, da hab ich wirklich etwas dazu gelernt. Mich hat es schon immer gewundert das wir für viele Dinge ganz plötzlich Geld im Überfluss hatten, nun weiß ich wenigstens warum es für andere Dinge nicht fließen kann.

Gruß Sven

dblokf
03.05.2010, 22:17
Es ist noch nicht soo lange her das Deutschland den Stabilitätspackt nicht halten konnte. Damals sprachen viele Länder auch von Austritt bis man merkte das der größte Geldgeber der EU dann weggefallen wäre. Lösung: Blauer Brief. Kindergarten! Doch die Wirkung war da. Endlich hatte die Regierung genügend Rückenwind um Sparmaßnahmen durchzusetzen. Gut, es wurde eh Zeit dafür.
Und jetzt? Haben wir das Problem das die Griechen eigendlich gar nicht sparen wollen. Bei den erklärten Sparmaßnahmen war man geschlossen auf der Strasse und hat gleich noch ein bisschen mehr Schaden angerichtet. Wenn man nun den Grichen einen Kedit gibt, um einer Staatspleite entgehend den Haushalt in den Griff zu bekommen, sollte man nicht vorher prüfen wie wahrscheinlich es ist, das der Haushalt der Griechen wieder mit seinem Defizit unter 4% kommt?
Mein Tipp, das Geld ist weg!

platte
03.05.2010, 22:32
Wo kommen eigentlich die 22 Mrd. auf einmal her.....
Gruß Sven

Vereinfacht gesagt, es wird "gedruckt" von der EZB, dann an die bundeseigene Kfw verliehen, die es an den griechischen Staat verleiht. Der deutsche Staat bürgt dafür und trägt das Risiko, falls Griechenland in drei Jahren nicht zurückzahlen kann.

Knipsi
03.05.2010, 23:02
Fakt ist, die 22 Mrd. (plus Zinsen) werden wir nie wieder sehen. Wenn das Griechenland Thema vorbei ist, geht es garantiert weiter mit Portugal, Spanien,Irland u.s.w.
Aber klar doch, die Deutschen machen sich überall lieb Kind, obwohl wir selber nichts haben.T'schuldigung, klar haben wir doch was.Eine Menge selbst Schulden.
Was ist aber wenn wir am Ende sind?(Dauert eh nicht mehr lange).Wer hilft uns ????
Die Steuersenkung können wir uns jetzt schon abschminken.
Vielleicht handelt Merkel und Co mit den Griechischen Restaurants in Deutschland aus, das jeder Deutsche drei mal Essen und Trinken im Jahr frei hat.Das wäre doch was.
Aber naja.Was solls.Wir kleine Furzer können eh nichts ausrichten und fahren weiter durch große Schlaglöcher(wo die Bonzen nicht lang fahren) und schicken unsere Kinder in runtergekommene Schulen und Kitas. Da fällt mir ein, Honecker und Co sind nur die besten Strassen gefahren und haben dann gefragt,"was wollen sie eigentlich?Die Strassen sind doch in Ordnung".
Aber egal, ob Honecker oder Merkel, keiner sieht die realen Probleme der eigenen Bürger. Das ist so und das wird auch in vielen Jahren so bleiben. Und der Euro wackelt gewaltig.

valenca
04.05.2010, 10:44
http://www.s-o-z.de/?p=21795

Guter Kommentar von Michael Schlecht. "Gäbe es in Deutschland eine Besteuerung der Reichen wie von Gewerkschaften gefordert, wären 70 Milliarden mehr in der Kasse. Mit dem Steuerkonzept der Linken sogar 160 Milliarden Euro. Gäbe es in Griechenland für Reiche angemessene Einkommen- und Vermögensteuern, die auch bezahlt werden, würde es keine drohende Zahlungsunfähigkeit geben."

gruß
Valenca

Hanno
04.05.2010, 11:03
Die Griechen bekommen das Geld ja nicht umsonst. Sie müssen es mit Zinsen zurückzahlen. Und mir persönlich ist es lieber das Geld bekommen die Griechen als irgendwelche sinnlosen Rüstungskonzerne.

:039: Ich wäre mir da nicht so sicher, nachher werden ihnen die Zinsen wieder erlassen und wir als Deutsche zahlen die Zeche.

Ich vergass wir Deutschen sind ja reich, uns gehts gut, wird sind so gesund das wir bis 67 arbeiten können.:cwm23:

valenca
04.05.2010, 11:51
:039: Ich wäre mir da nicht so sicher, nachher werden ihnen die Zinsen wieder erlassen und wir als Deutsche zahlen die Zeche.

Ich vergass wir Deutschen sind ja reich, uns gehts gut, wird sind so gesund das wir bis 67 arbeiten können.:cwm23:

Wer sind wir!! Deutsche und DIE!! Griechen? Zahlen müssen die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die griechischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit DIE DEUTSCHEN Banken und Versicherungen ihr Geld nicht verlieren.

Gruß
Valenca

Bat
04.05.2010, 12:05
Wer sind wir!! Deutsche und DIE!! Griechen? Zahlen müssen die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die griechischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit DIE DEUTSCHEN Banken und Versicherungen ihr Geld nicht verlieren.

Gruß
Valenca

Nicht nur die, sondern vor allem die Wirtschaftsinteressen, die dahinter stehen ... !
Es geht um den Gewinn und um nichts anderes.
Den Politikern und auch dem deutschen Staat ist es völlig Wurst, ob Griechenland untergeht.
Aber der Profitfinanzwirtschaft nicht!

Traindriver
04.05.2010, 13:12
Träume mal weiter von einem Deutschen Staat, der nach dem Willen seiner Bürger regiert wird.

Da hilft leider nicht einmal meine Stimme :-(

Wenn alle Vorfahren so gedacht hätten wie Du, würden wir noch in Höhlen hausen und auf die Jagd gehen!!

Träume und Wünsche bringen die Menschen voran.

Du weißt doch: Nur wer kämpft kann gewinnen!!

LZB
04.05.2010, 16:16
Wenn alle Vorfahren so gedacht hätten wie Du, würden wir noch in Höhlen hausen und auf die Jagd gehen!!

Träume und Wünsche bringen die Menschen voran.

Du weißt doch: Nur wer kämpft kann gewinnen!!

:032: Manchmal träume ich, ich wäre Tarzan und mit meiner "Jane" wieder auf einer einsamen Insel

Nebenbemerkung: Allerdings sollte es keine Bohrinsel im Golf von Mexiko sein.

macmoldis
04.05.2010, 18:42
:032: Manchmal träume ich, ich wäre Tarzan und mit meiner "Jane" wieder auf einer einsamen Insel

Nebenbemerkung: Allerdings sollte es keine Bohrinsel im Golf von Mexiko sein..... hab gehört, in Griechenland gibt's reichlich Inseln

valenca
04.05.2010, 18:46
Habe gerade gehört, dass Ackermann sich bedankt hat. Hat er auch nötig, da hat ihm die Regierung einen erheblichen Verlust erspart.

Gruß
Valenca

LZB
04.05.2010, 18:47
.... hab gehört, in Griechenland gibt's reichlich Inseln

Richtig! Und man hat den Griechen sogar schon angeboten, einige davon zwecks Staatssanierung zu verkaufen.
Allerdings fehlt mir dazu das nötige Kleingeld :-)

VT605
04.05.2010, 20:16
Habe gerade gehört, dass Ackermann sich bedankt hat. Hat er auch nötig, da hat ihm die Regierung einen erheblichen Verlust erspart.

Gruß
Valenca
Unsere Banken leisten ja jetzt auch ihren tollen Beitrag zur Hilfe der Griechen. Nicht das sie ihnen ein Teil der Schulden erlassen würden, das würde ja wirklich etwas helfen aber gefällt natürlich unseren Banken gar nicht. Nein, man leistet seinen Beitrag indem man Kredite zur Verfügung stellen will. Für diese darf dann wahrscheinlich wieder der Steuerzahler bürgen und die "großherzigen" Banken machen richtig Reibach dabei.

dblokf
04.05.2010, 22:04
Die Banken beteiligen sich, ja wenn ich so etwas höre...das sind doch nur Geldverwalter. Wer erwirtschaftet den das Zeug? Also alle sind wir dran, egal ob der Staat oder Bank gibt Zeche zahlt der Bürger. Schaun wir doch mal auf die Zinentwiclung der nächsten Wochen, mal sehen was da so kommt.

maschwa
04.05.2010, 22:13
Die Banken beteiligen sich? Das ist die verkehrte Frage! Mich würde interessieren welche es denn sind! Wsl. die, die noch vor einem halben Jahr mit Steuergeldern gestützt wurden und nun daraufhin wieder Gewinne machen! Wat is Europa toll!!!

mfg
maschwa

maulendesmammut
04.05.2010, 22:15
Ich frage mich die ganze Zeit, warum der Bundesbürger, der nicht mal gefragt wird, ob er dafür Bürgen will, die Zeche zahlen soll, wenn die Griechen nicht zurückzahlen können. Sollen doch unsere ganzen Politiker dafür Bürgen...

AOG
04.05.2010, 22:44
Unsere Banken leisten ja jetzt auch ihren tollen Beitrag zur Hilfe der Griechen. Nicht das sie ihnen ein Teil der Schulden erlassen würden, das würde ja wirklich etwas helfen aber gefällt natürlich unseren Banken gar nicht. Nein, man leistet seinen Beitrag indem man Kredite zur Verfügung stellen will. Für diese darf dann wahrscheinlich wieder der Steuerzahler bürgen und die "großherzigen" Banken machen richtig Reibach dabei.
Dem Vernehmen nach verlangen die Banken keine staatlichen Bürgschaften. Privaten Banken bleibt es nämlich unbenommen, Kredite ohne Sicherheiten zu gewähren. Sie tun es nur nicht gerne und eine gewisse Quote im Verhältnis Eigen-/Fremdkapital (Spareinlagen) ist per Gesetz festgelegt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist allerdings per Gesetz dazu gezwungen, Sicherheiten zu verlangen. Dies geschieht normalerweise über Grundschulden oder Sicherungsübereignungen von Maschinen etc., oder eben über Bürgschaften. So gesehen ist die Hilfe der privaten Banken, die griechische Staatsanleihen kaufen wollen, eine echte zusätzliche Hilfe. Sie ist aber auch ein Zeichen des Vertrauens in die eingeleiteten Maßnahmen der griechischen Regierung.

Aber was ist generell gegen Gewinne von Unternehmen/Banken zu sagen?

VT605
04.05.2010, 23:00
Selbst wenn die Banken keine Staatsbürgschaften für ihre Kredite bekommen sollten, aus Nächstenliebe tun sie es nicht. Ohne die Staatshilfen der anderen EU-Länder gäbe es einen Staatsbankrott in Griechenland. Die Banken würden dann kein Geld mehr wiedersehen von ihren bisherigen Krediten an Griechenland.

AOG
04.05.2010, 23:10
Selbst wenn die Banken keine Staatsbürgschaften für ihre Kredite bekommen sollten, aus Nächstenliebe tun sie es nicht. Ohne die Staatshilfen der anderen EU-Länder gäbe es einen Staatsbankrott in Griechenland. Die Banken würden dann kein Geld mehr wiedersehen von ihren bisherigen Krediten an Griechenland.
Aus Nächstenliebe gibt niemand etwas, außer für nahe Verwandte oder für vielleicht für Bettler. Aber dann will er das Geld ja auch nicht zurück. Es ist schon richtig, ohne die Kredite der KfW, der anderen europäischen Staatsbanken und des IWF wäre Griechenland Pleite. Ich bezweifle aber, ob dies im Euroraum sinnvoll wäre.

Gothawagen
04.05.2010, 23:13
Hallo,

Griechenland bekommt als jetzt von staatlichen Banken der anderen EU-Staaten relativ günstige Kredite, die mit Staatsbürgschaften hinterlegt sind. Was wäre denn die Alternative gewesen? Griechenland pleite gehen lassen? Dann hätten alle, die den Griechen Geld geliehen haben genau das Geld jetzt weitgehend verloren, von großen deutschen Banken bis hin zu Oma Elena aus einem Athener Vorort, die wirklich nur eine kleine Rente bekommt und ihr weniges Erspartes in sicheren Staatsanleihen (in Deutschland wären das Bundesschatzbriefe) angelegt hat. Einige Banken wären auch den Bach heruntergegangen. Firmen, die an den griechischen Staat geliefert haben, könnten die Forderungen schlichtweg vergessen. Das Alles hätte eine noch viel größere Krise mit sich gebracht, als es der Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers im September 2008 war. Die Folge: Kurzarbeit, Entlassungen, riesige Bürgschaften für Banken usw.

Was die Griechen jetzt aber wirklich in den Griff kriegen müssen sind deren drei Probleme: Schwarzarbeit, sonstige Steuerhinterziehung, Korruption.

Grüße

Christoph

VT605
05.05.2010, 00:55
Ich gebe dir schon recht, eine Alternative sehe ich momentan auch nicht, das ist ähnlich wie bei der Rettung der Banken bei deren Krise. Ich frage mich nur wo uns das langristig noch hin führen soll. Die nächsten Staaten dürften ja bald vor der Tür stehen. Wenn man nicht endlich anfängt das ganze Wirtschafts - und Finanzsystem umzukrempeln sehe ich schwarz. Auf Dauer werden wir uns das nicht leisten können. Deutschland ist Zahlmeister für alle und hat selbst enorme Schulden, irgendwann stehen wir selbst vor dem Staatsbankrott. Aber vielleicht muß wirklich erst das ganze System zusammenbrechen, damit sich was ändert und man von neuem anfangen kann was aufzubauen.

Bndf 464
05.05.2010, 01:49
Es hat mit der "Bankenkrise" und diesem "Krischen" von einer Wirtschaftskrise angefangen, jetzt kommt der erste Staatsbankrott.

Ich hatte eigentlich zuerst einen viel längeren Beitrag verfasst. Aber nach mehrmaligem Durchlesen erschien er mir, zumindest für dieses Forum, ungeeignet. Ich möchte nur eines davon noch in den Raum stellen, um mich mal kurz aus dem Zusammenhang gegriffen selbst zu zitieren:

Geschichte erfindet sich nicht neu. Die Geschichte wiederholt sich nur. Wieder und immer wieder. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Und genauso verhalten sich auch die "Produkte" unserer Zeit.


Werden wir daraus lernen?

Traindriver
05.05.2010, 09:52
.... hab gehört, in Griechenland gibt's reichlich Inseln

Vielleicht jetzt auch zum Schnäppchenpreis zu Kaufen????? :003:

dblokf
05.05.2010, 14:20
Hallo,

Griechenland bekommt als jetzt von staatlichen Banken der anderen EU-Staaten relativ günstige Kredite, die mit Staatsbürgschaften hinterlegt sind. Was wäre denn die Alternative gewesen? Griechenland pleite gehen lassen? Dann hätten alle, die den Griechen Geld geliehen haben genau das Geld jetzt weitgehend verloren, von großen deutschen Banken bis hin zu Oma Elena aus einem Athener Vorort, die wirklich nur eine kleine Rente bekommt und ihr weniges Erspartes in sicheren Staatsanleihen (in Deutschland wären das Bundesschatzbriefe) angelegt hat. Einige Banken wären auch den Bach heruntergegangen. Firmen, die an den griechischen Staat geliefert haben, könnten die Forderungen schlichtweg vergessen. Das Alles hätte eine noch viel größere Krise mit sich gebracht, als es der Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers im September 2008 war. Die Folge: Kurzarbeit, Entlassungen, riesige Bürgschaften für Banken usw.

Was die Griechen jetzt aber wirklich in den Griff kriegen müssen sind deren drei Probleme: Schwarzarbeit, sonstige Steuerhinterziehung, Korruption.
Grüße
Christoph

Christoph, die moderne Finanzpolitik ist sehr kompliziert. Zumindest im Detail. Unterm Strich funktioniert alles wie bei jedem zu Hause, zumindest im Groben.
Wenn Du nun 5 Kedite bei 5 Instituten auflöst und dafür einen großen Kredit bei einer Bank aufnimmst bekommst Du es zwar übersichtlicher aber den Grund, der für die Schulden verantwortlich ist, bekämpfst Du damit nicht! Und so kommt es wie es kommen muss früher oder später. Später tuts dann aber mehr weh! Und so bedauerlich es für Oma Lieschen auch ist, heute sinds nur 1000,-EUR aber in ein paar Jahren sinds vielleicht schon 2000,-EUR die Oma angelegt hat.

Gebe einem Jungen einen Fisch und er zehrt einen ganzen Tag davon.
Bringe Ihm bei zu fischen und er zehrt sein ganzes Leben davon!

Asbach der Spruch, leider von den meisten vergessen.

VT605
05.05.2010, 18:50
Dem Vernehmen nach verlangen die Banken keine staatlichen Bürgschaften. Privaten Banken bleibt es nämlich unbenommen, Kredite ohne Sicherheiten zu gewähren. Sie tun es nur nicht gerne und eine gewisse Quote im Verhältnis Eigen-/Fremdkapital (Spareinlagen) ist per Gesetz festgelegt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist allerdings per Gesetz dazu gezwungen, Sicherheiten zu verlangen. Dies geschieht normalerweise über Grundschulden oder Sicherungsübereignungen von Maschinen etc., oder eben über Bürgschaften. So gesehen ist die Hilfe der privaten Banken, die griechische Staatsanleihen kaufen wollen, eine echte zusätzliche Hilfe. Sie ist aber auch ein Zeichen des Vertrauens in die eingeleiteten Maßnahmen der griechischen Regierung.

Aber was ist generell gegen Gewinne von Unternehmen/Banken zu sagen?
Wenn man ausnahmsweise dem Kommentar in der heutigen Bild-Zeitung glauben darf, werden die Kredite der Banken sehr wohl vom Steuerzahler abgesichert. Ein feines Geschäft für die Banken und ganz ohne Risiko. Entweder kann Griechenland den Kredit irgendwann mit Zinsen zurückzahlen, wenn nicht ist es den Banken auch egal, dann springt der Steuerzahler ein. In den Kassen der Banken klingelt es auf alle Fälle und gleichzeitig ist das Ausfallrisiko der bisherigen Kredite an Griechenland durch die Staatshilfen erheblich verringert worden. Ackerman & co kommen wahrscheinlich vor Lachen nicht mehr in den Schlaf.

AOG
05.05.2010, 22:14
Wenn man ausnahmsweise dem Kommentar in der heutigen Bild-Zeitung glauben darf, werden die Kredite der Banken sehr wohl vom Steuerzahler abgesichert.
Die Bildzeitung gehört nicht zu meiner täglichen Lektüre. Für mich besitzt dieses Blatt keine Glaubwürdigkeit. Und noch einmal, die privaten Banken wollen griechische Staatsanleihen kaufen und keine Kredite geben. Diese Anleihen sind in sofern abgesichert, dass sie evtl. aus den verbürgten Krediten der KfW zurückgezahlt werden, wenn die Reformen in Griechenland nicht greifen.

Aber ein ganz anderes Institut, dass sich auf mögliche Hilfen einstellt:
http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2010/05/05/kauft-die-ezb-staatsanleihen-auf/

Wenn man nicht endlich anfängt das ganze Wirtschafts - und Finanzsystem umzukrempeln sehe ich schwarz. Welches System stellst Du Dir vor?

macmoldis
05.05.2010, 22:42
Die Bildzeitung gehört nicht zu meiner täglichen Lektüre. Für mich besitzt dieses Blatt keine Glaubwürdigkeit. Und noch einmal, die privaten Banken wollen griechische Staatsanleihen kaufen und keine Kredite geben. Diese Anleihen sind in sofern abgesichert, dass sie evtl. aus den verbürgten Krediten der KfW zurückgezahlt werden, wenn die Reformen in Griechenland nicht greifen.
Wie sieht's mit der FAZ (http://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F/Doc~E4BEB5131BFEA437DA7763F5779929273~ATpl~Ecommon ~Scontent.html) aus?
Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf für die Griechenland-Hilfe beschlossen. Er sieht Kredite der Staatsbank KfW von etwa 22,4 Milliarden Euro bis Ende 2012 vor, für die der Bund bürgen wird

... oder dem ND: Merkel bürgt nun doch (http://www.neues-deutschland.de/artikel/170343.merkel-buergt-nun-doch.html)

VT605
05.05.2010, 22:44
Welches System stellst Du Dir vor?
Auf alle Fälle eins das nicht auf Maximalprofit ausgerichtet ist und dafür über Leichen geht. Der "normale" Mensch muß die Möglichkeit haben mit seiner Arbeit und seinem Verdienst ein erträgliches Leben zu führen. Ich habe nach der Wende noch geglaubt, das die soziale Marktwirtschaft das richtige System ist. Sozial ist sie schon längst nicht mehr und mittlerweile habe ich auch erhebliche Zweifel ob es wirklich das richtige System ist.

sven0403
05.05.2010, 22:46
.....und mittlerweile habe ich auch erhebliche Zweifel ob es wirklich das richtige System ist.

Ist es nicht!

Ein System welches den Maximalprofit über den Wert eines Menschen stellt taugt nichts.

Gruß Sven

sven0403
06.05.2010, 12:00
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,693273,00.html#ref=rss


Erst die Posse um die Vulkanasche, jetzt das Hin und Her in der Griechen-Krise: Washington ist entsetzt über den Mangel an Führungsstärke in der EU. Zum Gipfel in Europa wollte Barack Obama anreisen, doch das Meeting ist ihm momentan nicht wichtig genug - er schickt Vize Joe Biden.

EU der Abstieg in die Regionalliga?

Gruß Sven

Knallkopf
06.05.2010, 12:59
Na , wenn man liest und hört , was unten abgeht , so glaube ich, die wollen unser Geld gar nicht !

Aber vielleicht können wir unsere Gewerschaftsfürsten mal zum Lehrgang runter schicken .....

macmoldis
06.05.2010, 19:06
weils halt hierein passt :021:
Der Grill-Mob von Athen (http://www.bildblog.de/18617/der-grill-mob-von-athen/)

AOG
06.05.2010, 19:47
Wie sieht's mit der FAZ (http://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F/Doc%7EE4BEB5131BFEA437DA7763F5779929273%7EATpl%7EE common%7EScontent.html) aus?
Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf für die Griechenland-Hilfe beschlossen. Er sieht Kredite der Staatsbank KfW von etwa 22,4 Milliarden Euro bis Ende 2012 vor, für die der Bund bürgen wird

... oder dem ND: Merkel bürgt nun doch (http://www.neues-deutschland.de/artikel/170343.merkel-buergt-nun-doch.html)
Da hast Du etwas durcheinander gebracht. Es ging darum, dass private Banken Griechische Anleihen kaufen, und dafür bürgt nicht die Bundesrepublik.

AOG
06.05.2010, 20:19
Ein System welches den Maximalprofit über den Wert eines Menschen stellt taugt nichts.

Gruß Sven
Ich weiß, dass wir beide zumindest bei diesem Thema niemals auf einen Nenner kommen.

Aber irgendwie passt es sogar in das Thema Griechenland-Hilfe :003:

Was mit einem Wirtschaftssystem passiert, das auf Gewinne (nenne es meinetwegen Profit) verzichtet, hast Du selbst miterlebt. Die DDR war 1989 Pleite, also eine echte Staatspleite. Sie war es auch schon vorher, doch wurde sie von der Bundesrepublik mit Krediten und vertraglich vereinbarten Zahlungen (z.b. Transitpauschale, Zwangsumtausch für Besucher aus dem Westen, Freikauf politischer Gefangener - auch die Botschaftsflüchtlinge hat sie die DDR bezahlen lassen) künstlich über Wasser gehalten. Und die Verhandlungen über weitere Kredite (an die Rückzahlung hat im Westen eh niemand geglaubt) sollten Ende 1989/Anfang 1990 beginnen.

Von all dem hast Du wahrscheinlich wenig mitbekommen, es sei denn, Du hast intensiv Westfernsehen geschaut. Du hast nur die guten Seiten für die Arbeitnehmer wahrgenommen.

Und bevor Du sagst, das stimme nicht:

http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/fdp21.htm
http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m3208b.pdf
http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,1135382

um nur einige Quellen zu nennen.

In Griechenland gibt es zwar Privatwirtschaft, aber auch zu hohe Staatsausgaben, die nicht über Steuereinnahmen gedeckt sind.

Kleiner (nicht ernst gemeinter) Seitenhieb: Ist es nicht auch Maximalprofit, wenn Du für Dich oder Deine Berufsgruppe einen höheren Lohn forderst? :001: Du könntest doch auch mit dem Rangierer oder Hemmschuhleger teilen.

stulli12
06.05.2010, 21:24
Die großartige Exportnation Deutschland kann ruhig Hilfe für ihren politischen, wirtschaftlichen und militärischen Partner Griechenland leisten. Wenn wir nur Partner haben wollen, die die gleichen Grundsätze haben wie wir selbst, dann werden wir bald sehr einsam sein.
Davon abgesehen ist es um den deutschen Staatshaushalt ja auch nicht so gut bestellt.
Wenn Griechenland völlig abstürzt, dann dürfte das auch eine kostspielige Angelegenheit für die EU werden. Die EU ist nicht nur eine Währungsunion sondern vor allem eine Wirtschaftsunion. Eine Wiedereinführung der nationalen Währung in Griechenland würde zwar finanzpolitische Maßnahmen unabhängig vom Eurokurs ermöglichen, aber die Einschnitte wären genauso stark, außerdem kostet so eine Währungsumstellung Geld und dauert auch eine Weile.
Griechenland hat sich den Euro mit frisierten Zahlen erschlichen, die EU hat es nicht gemerkt oder wollte es nicht merken. Beide Seiten tragen Verantwortung. Es ist mir irgendwie zu billig, jetzt zu den Griechen zu sagen: das habt ihr nun davon, selber schuld, raus, wir lassen euch nicht mehr mitmachen ... aber solltet ihr wieder zu Geld kommen, dann macht doch vorrangig mit uns Geschäfte.
Ohne Finanzspritzen wird es nicht gehen. Griechenland ist doch kein Land, das alle nötigen Dinge selbst herstellt. Wenn der Außenhandel durch Geldmangel zusammenbricht, dann verschlechtern sich die Bedingungen im Land drastisch, es würde einen Aufstand geben, der einem Bürgerkrieg gleichkommt. Die politische Stabilität des EU- und NATO-Mitgliedes Griechenland sollte - trotz der Eigenverantwortung dieses Landes - nicht aufs Spiel gesetzt werden. Das käme uns wohl noch teurer.
Solange wir für Staaten wie China und Indien (Atommächte, haben ein eigenes Raumfahrtprogramm, stecken Milliarden in ihre Rüstung und stehen beim Wirtschaftswachstum besser da als wir) Entwicklungshilfe zahlen, solange wir der sogenannten Dritten Welt Geld überweisen, das in den Taschen der dortigen Machthaber landet (Kongo, Sudan, Kenia, Äthiopien, Palästina usw.), solange sollten wir einem europäischen Partnerland nicht die erforderliche Hilfe verweigern.
Warum wir immer das Meiste zahlen? Warum nicht, die deutsche Streber-Seele ist doch gern die Nummer Eins.

AOG
06.05.2010, 23:39
Entschuldigt diesen kleinen Ausflug in die Geschichte. Er dürfte aber dem Verständnis zu Nutze sein.

Dem Normalsterblichen ist der Euro als einheitliche Währung erst sein 2002 bekannt, doch gibt es ihn schon viel länger. ,

Die Idee geht auf das Jahr 1970 (http://de.wikipedia.org/wiki/Werner-Plan) zurück und sollte eigentlich 1980 abgeschlossen sein. Dies scheiterte zunächst am Zusammenbruch des Bretton-Woods (http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System)-Systems. Im Jahr 1972 wurde der Europäische Wechselkursverbund gegründet und 1979 das Europäische Währungssystem (http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_W%C3%A4hrungssystem). Damit sollten allzu starke Schwankungen der nationalen Währungen untereinander verhindert werden. Als Buchgeld wurde die ECU (http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_W%C3%A4hrungseinheit) (European Currency Unit) geschaffen, also quasi der Euro als Verrechungseinheit. Es wurden auch schon damals von den Mitgliedsstaaten Anleihen in ECU herausgegeben und an der Börse gehandelt.

Schließlich wurde 1988 die Schaffung der Währungsunion in drei Schritten beschlossen.

Die erste Stufe begann am 1.7.1990 mit der Schaffung des freien Kapitalverkehrs zwischen den EU-Staaten. Niemand brauchte ab diesem Zeitpunkt eine Genehmigung oder Anmeldung, um Gelder ins Ausland zu überweisen. Januar 1994 wurde als zweite Stufe der Vorläufer der EZB (http://http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank), das Europäische Währungsinstitut gegründet und im Dezember 1995 wurde der Name für die gemeinsame Währung festgelegt, die ab 2001 auch als Bargeld den Kontinent einigen sollte.

Doch bereits 1992 wurden die Kriterien festgelegt, die Staaten erfüllen müssen, um der Währungsunion beizutreten. Dazu gehört auch die immer wieder zitierte Grenze der Neuverschuldung von 3%, die 1996 von Theo Waigel eingefordert und festgeschrieben wurde, die in wirtschaftlich normalen Zeiten eingehalten werden soll, um in schlechten Zeiten Spielraum zu haben. Und die haben wir zur Zeit.

Und nun kommt das Schmankerl für Griechenland. Während alle anderen Länder der ersten Stunde den Euro (also mit festen Kursen) bereits 1999 eingeführt hatten, erfolgte dies in Griechenland erst im Jahr 2001.

Am 19. Juni 2000 kam der Europäische Rat zur „Auffassung, dass Griechenland einen hohen Grad an nachhaltiger Konvergenz erreicht habe und daher die notwendigen Voraussetzungen für die Einführung des Euros“ erfülle. Nach Zustimmung des Ecofin-Rats (http://de.wikipedia.org/wiki/Ecofin-Rat) führte Griechenland zum 1. Januar 2001 den Euro ein.
Dass die damals geschummelt haben, wissen wir nun.

Es gibt aber auch Länder, in denen der Euro offizielles Zahlungsmittel ist, weil sie keine eigene Währung haben. Verständlicherweise gehören dazu Andorra und Monaco (früher französische Franc) und San Marino und Vatikanstadt (früher italienische Lira). In Andorra war auch die spanische Pesete offizielles Zahlungsmittel.

Weitgehend unbekannt ist aber, dass es im ehemaligen Jugoslawien zwei Staaten gibt, in denen der Euro als einziges Zahlungsmittel gültig ist, weil diese Staaten keine eigene Währung besitzen und nach dem Ende des Bürgerkrieges bzw. der Unabhängigkeitserklärung die Deutsche Mark eingeführt haben. Es sind Montenegro und der Kosovo. Sie besitzen aber nicht das Recht, Münzen zu prägen oder Banknoten zu drucken und haben auch keinen Einfluss auf die EZB. Es ist also so, wie mit dem Marie-Theresien-Taler (http://de.wikipedia.org/wiki/Maria-Theresien-Taler). Prägen darf man nicht, aber man bezahlt mit ihm.

Während des Bosnienkrieges bzw. nach dessen Ende wurde die Deutsche Mark offizielles Zahlungsmittel in diesem geschundenen Land (habe 1999 dort selbst damit bezahlt). Heute hat das Land eine eigene Währung, die Konvertible Mark, die zum Kurs von 1,95583 an den Euro gekoppelt ist.

Schlauer als Griechenland sind da einige andere EU-Länder, die noch nicht den Euro haben. Bulgarien kämpft mit einem Staatsdefizit von 3,7% und fühlt sich nicht fit, in Rumänien sieht es ähnlich aus. Tschechien will erst seine Infrastruktur in Ordnung bringen und strebt 2019 als Termin an.

VT605
06.05.2010, 23:42
Das die DDR kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stand und es ohne Strauss-Kredit auch gewesen wäre ist richtig. Ich sehe dabei gänzlich andere Grundlagen. Die DDR ist nie auch nur annähernd an die Höhe der Schulden der BRD herangereicht. Der Unterschied war allerdings, das die BRD immer in der Lage war neues Geld durch zinsgünstige Kredite zur Tilgung der alten Kredite zu beschaffen und dadurch Zahlungsfähig war. Diese Möglichkeit hatte die DDR nicht.

AOG
06.05.2010, 23:52
Das die DDR kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stand und es ohne Strauss-Kredit auch gewesen wäre ist richtig. Ich sehe dabei gänzlich andere Grundlagen. Die DDR ist nie auch nur annähernd an die Höhe der Schulden der BRD herangereicht. Der Unterschied war allerdings, das die BRD immer in der Lage war neues Geld durch zinsgünstige Kredite zur Tilgung der alten Kredite zu beschaffen und dadurch Zahlungsfähig war. Diese Möglichkeit hatte die DDR nicht.
Die absolute Summe der Kredite ist nicht das entscheidende Kriterium, sondern die Möglichkeit, die Kredite in absehbarer Zeit zu bedienen. Und das nicht durch Luftbuchungen oder neue Kredite, sondern durch ein angemessenes BIP (http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt). Dies war in der DDR nicht vorhanden und fehlt derzeit auch in Griechenland.

Knallkopf
07.05.2010, 13:48
Ich weiß, dass wir beide zumindest bei diesem Thema niemals auf einen Nenner kommen.

Aber irgendwie passt es sogar in das Thema Griechenland-Hilfe :003:

Was mit einem Wirtschaftssystem passiert, das auf Gewinne (nenne es meinetwegen Profit) verzichtet, hast Du selbst miterlebt. Die DDR war 1989 Pleite, also eine echte Staatspleite. Sie war es auch schon vorher, doch wurde sie von der Bundesrepublik mit Krediten und vertraglich vereinbarten Zahlungen (z.b. Transitpauschale, Zwangsumtausch für Besucher aus dem Westen, Freikauf politischer Gefangener - auch die Botschaftsflüchtlinge hat sie die DDR bezahlen lassen) künstlich über Wasser gehalten. Und die Verhandlungen über weitere Kredite (an die Rückzahlung hat im Westen eh niemand geglaubt) sollten Ende 1989/Anfang 1990 beginnen.

Von all dem hast Du wahrscheinlich wenig mitbekommen, es sei denn, Du hast intensiv Westfernsehen geschaut. Du hast nur die guten Seiten für die Arbeitnehmer wahrgenommen.

Und bevor Du sagst, das stimme nicht:

http://www.udo-leuschner.de/liberalismus/fdp21.htm
http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m3208b.pdf
http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,1135382

um nur einige Quellen zu nennen.

In Griechenland gibt es zwar Privatwirtschaft, aber auch zu hohe Staatsausgaben, die nicht über Steuereinnahmen gedeckt sind.

Kleiner (nicht ernst gemeinter) Seitenhieb: Ist es nicht auch Maximalprofit, wenn Du für Dich oder Deine Berufsgruppe einen höheren Lohn forderst? :001: Du könntest doch auch mit dem Rangierer oder Hemmschuhleger teilen.

Bevor du weiter so einen Unsinn schreibst , wie `... die DDR war pleite.... ` dann lies bitte das Buch von Siegfried Wenzel : `Was war die DDR wert ? ` , erschienen in Verlag Das Neue Berlin .

VT605
07.05.2010, 15:00
Die DDR war schon zeitweise fast zahlungsunfähig. Sie konnte kein Geld auf dem freien Geldmarkt bekommen im Gegensatz zur BRD. Das die DDR kein Geld bekommen konnte war zum Teil der eigenen schlechten Wirtschaftslage geschuldet, zum anderen aber auch sicher politisch durch die westl. Länder gesteuert. Wenn die Banken dem heutigen Deutschland den Geldhahn abdrehen würden, wären wir Sicherheit schneller pleite als es die DDR war, schon aufgrund der vielfach höheren Schulden die dieses Land hat.

Treibrad
07.05.2010, 16:52
Ich gebe dir schon recht, eine Alternative sehe ich momentan auch nicht, das ist ähnlich wie bei der Rettung der Banken bei deren Krise. Ich frage mich nur wo uns das langristig noch hin führen soll. Die nächsten Staaten dürften ja bald vor der Tür stehen. Wenn man nicht endlich anfängt das ganze Wirtschafts - und Finanzsystem umzukrempeln sehe ich schwarz. Auf Dauer werden wir uns das nicht leisten können. Deutschland ist Zahlmeister für alle und hat selbst enorme Schulden, irgendwann stehen wir selbst vor dem Staatsbankrott. Aber vielleicht muß wirklich erst das ganze System zusammenbrechen, damit sich was ändert und man von neuem anfangen kann was aufzubauen.

So ist es. Deshalb werden die Schulden jetzt erst schön gleichmäßig verteilt und bald kommt der Punkt, wo die EZB das Geld, wie die FED heute es schon praktiziert, in rauhen Mengen druckt, um den Zusammenbruch zu verzögern. Nur was nach den Währungsreformen kommt, weiß keiner. Wieder getrennte Währungen, eine Weltwährung, Rückkehr zum Goldstandard...?
Das bisherige Geldsystem hat nur mal eine begrenzte Lebenserwartung und wir stehen wieder mal dicht vor dem Ende. Kam sogar letztens im ZDF zur Sprache mit Eichel, Dirk Müller und Henkel. Der Zinseszins verlangt immer stetiges Wachstum oder Inflation, ansonsten droht der Bankrott. Zudem führt es zu Kapitalakkumulation bei einigen wenigen (10 % besitzen 85 % des Weltvermögens, Tendenz nimmt exponentiell zu). Sozusagen versteckte Leibeigenschaft von wenigen gegenüber der gesamten Welt. Weiterhin können gar nicht die Schulden aller regulär zurückbezahlt werden, da die Schulden alleine durch Zinsen wachsen. Das heißt, es muss neues Geld in den Markt gebracht werden, um den Berg begleichen zu können. Neues Geld kommt aber ausschließlich wieder über Kredite auf die Welt - eine nimmerendene Kette. Man kann die Schulden nur einem anderen zuschieben, der wiederum hofft, sie in bald an den nächsten weiter verschieben zu können. Zugleich sind die Schulden des einen, die Vermögen des anderen. Wie man's dreht und wendet, das System ist unter allen Bedingungen instabil.

AOG
07.05.2010, 21:26
Wie man's dreht und wendet, das System ist unter allen Bedingungen instabil.
Trotz aller Wirtschaftskrisen existiert dieses System immer noch und es wird bis zum Ende dieses Planeten bestehen bleiben. Alle anderen Modelle haben nicht überlebt oder werden mit Gewalt und Diktatur am Leben gehalten (z.B. Nord-Korea).

10 % besitzen 85 % des Weltvermögens, Tendenz nimmt exponentiell zu
Jeder hat die Freiheit, sich in den den Kreis dieser zehn Prozent hinaufzuarbeiten. Und davon ab, diese 10% zahlen auch mehr als die Hälte der Steuern :004: (trotz der bekannten Ausnahmen)

Treibrad
07.05.2010, 22:36
Trotz aller Wirtschaftskrisen existiert dieses System immer noch und es wird bis zum Ende dieses Planeten bestehen bleiben. Alle anderen Modelle haben nicht überlebt oder werden mit Gewalt und Diktatur am Leben gehalten (z.B. Nord-Korea).


Bis ans Ende des Planeten? Solange wird es die Menschheit nicht mehr geben. :003:
Ich rede jetzt nicht von Kommunismus oder Kapitalismus. Mit den bisherigen Geldsystemen gab und gibt es immer wieder Crashs, die in Währungsreformen/Haircuts endeten. Danach gab es einene Reset und es ging weiter. Manchmal wurde auch richtig viel kaputt gekloppt, denn nur dann kann man viel aufbauen und das System hält besonders lange.
Schöner Artikel zum Griechenland Dilemma:
Krisenmythos Griechenland (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32551/1.html)
BTW:
Alle mit unter 400.000 Euro Vermögen sind im bisherigen Geldsystem Verlierer, zahlen also mehr Zinsen als sie einnehmen, ab 400.000 Euro ist's ein Nullsummenspiel und alles aufwärts macht leistungslose Gewinne. Nun fragt sich doch mancher, wer diese leistungslosen Gewinne erwirtschaftet oder erwirtschaften muss und wie lange dies mit endlichen Ressourcen gut gehen kann. :004:

Maschinist
07.05.2010, 22:45
Achtung, Ironie!



...........

Jeder hat die Freiheit, sich in den den Kreis dieser zehn Prozent hinaufzuarbeiten. Und davon ab, diese 10% zahlen auch mehr als die Hälte der Steuern :004: (trotz der bekannten Ausnahmen)

Ich kannte einen rechtschaffenen Menschen, der nur durch seiner Hände Arbeit zu viel Reichtum gelangt ist.

Und morgen liebe Kinder...........


erzähle ich Euch ein anderes Märchen.

AOG
08.05.2010, 00:08
Jedes Wirtschaftssystem braucht Zahlungsmittel – es sei denn man setzt auf Tauschhandel. Und da werden Mitarbeiter in Naturalien bezahlt.

O.K., ist natürlich plakativ.

Währungsreformen haben aber nichts mit dem Geldsystem an sich zu tun. Sie sind in der Regel Folgen von politischen Ereignissen, z.B. Kriegen. Auch eine Hyperinflation, die aber auch Folge falscher politischer Entscheidungen ist, kann dies notwendig machen.

Der Wert einer Währung wird an der Wirtschaftsleistung des Landes gemessen, dem Bruttoinlandsprodukt, also dem Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen.

Ein anderes Kapitel ist der Finanzmarkt. Betriebe brauchen Geld, um Rohstoffe einzukaufen, Fabriken zu errichten und Mitarbeiter zu bezahlen. Dazu benötigen sie Kredite, die sie aus den Erlösen der Produkte bedienen. Auch Staaten brauchen Kredite, um die Infrastruktur zu errichten. Diese Kredite werden aus den Steuereinnahmen bedient. Da aber ständig neue Rohstoffe eingekauft und neue Straßen und Eisenbahnstrecken :003: gebaut werden müssen, sind auch neue Kredite notwendig. Das ist der Normalfall und ist seit 1949 auch wunderbar gelaufen. Und es wird auch weiter so laufen müssen.

Falsch gelaufen sind aber die Spekulationsgeschäfte mit wertlosen, weil nicht substanziell abgesicherten Wertpapieren, was zur Finanzkrise geführt hat. Ob griechische Staatsanleihen wirklich wertlos sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Momentan werden sie aber so angesehen.

Fakt ist aber, dass Griechenland finanziell „über seine Verhältnisse“ lebt, also mehr Geld ausgibt, als es einnimmt. Herunter gebrochen auf eine normale Familie, die Kinder bekommen zu viel Taschengeld. Aber das wurde jetzt ja drastisch gekürzt.

Aber lassen wir mal Vermögensgrenzen aus, es gibt keine „leistungslosen Gewinne“. Egal ob Oma Erna auf ihrem Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist 2.000 € oder Aktionär X im Depot zehn Millionen angelegt haben, ihre Leistung besteht darin, das Geld dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung zu stellen. Wenn es beide unter das Kopfkissen legen, bringt es Niemandem etwas.

@ Maschinist


Ich kannte einen rechtschaffenen Menschen, der nur durch seiner Hände Arbeit zu viel Reichtum gelangt ist.

Und morgen liebe Kinder...........


erzähle ich Euch ein anderes Märchen. Die Hände sind nicht unbedingt das richtige Mittel. Ich lass Dich raten, was man dazu braucht. Es ändert aber nichts am Kern der Aussage.

P.S.: Ich gehöre auch nicht zu den zehn Prozent :021:

VT605
08.05.2010, 00:18
Fakt ist aber, dass Griechenland finanziell „über seine Verhältnisse“ lebt, also mehr Geld ausgibt, als es einnimmt.
Das ist doch in unserem Land nicht viel anders. Auch bei uns gibt es fast jährlich einen Nachtragshaushalt und die Neuverschuldung steigt ebenfalls laufend.

AOG
08.05.2010, 00:28
Das ist doch in unserem Land nicht viel anders. Auch bei uns gibt es fast jährlich einen Nachtragshaushalt und die Neuverschuldung steigt ebenfalls laufend.
Nur das es bei uns nicht um Kredite für Personalausgaben geht.

Maschinist
08.05.2010, 00:40
............

@ Maschinist

Die Hände sind nicht unbedingt das richtige Mittel. Ich lass Dich raten, was man dazu braucht. Es ändert aber nichts am Kern der Aussage.

P.S.: Ich gehöre auch nicht zu den zehn Prozent :021:



Stimmt, die Hände sind es leider nicht.
Allerdings wären diese das ehrlichste.
Was allerdings manchen Hirnen entspringt, das ist das allerletzte.

Übrigens, Willkommen im Club.

Wie wäre es denn, wenn auch Du dich einer Gewerkschaft anschließen würdest.

Aber klar, da gibt es ja noch irgendwo ein Sprichwort:

"sinngemäß: wer in der Jugend nicht revolutionär ist, der hat kein Herz;
wer im mittleren Alter nicht ruhiger tritt, der hat keinen Verstand;
wer im Alter nicht alle Ziele erreicht hat, der hat alles falsch gemacht"


Ich zähle mich, obwohl schon seit langem im "Mittelalter" angekommen zur ersten Gruppe.
In der letzten Gruppe dagegen möchte ich nie ankommen.

Reval 13
08.05.2010, 01:45
Erst mal ist es fakt,daß wenn wir den Griechen nicht helfen ,der Euro mehr in den Keller geht ,als gedacht.Habe heute wirklich die Bundestaggsdepatte verfolgt.Mir kamen auch so Zweifel,ob alles zurückzahlbar ist.Nur einen instabilen EUro,damit ist auch keinem getan.IUch persönlich finde den Euro gut.

AOG
08.05.2010, 09:21
Stimmt, die Hände sind es leider nicht.
Allerdings wären diese das ehrlichste.
Ist es ehrlich, nur die körperliche Arbeit zu bewerten, nicht aber die geistige Arbeit Studierter? Ist es richtig, dass ein Ingenieur (500 - 1200 Mark *)) weniger verdient, als ein Bauarbeiter (900 - 1900 Mark *))? Ohne den Ingenieur kann der Bauarbeiter auch nichts bauen.

Und nein, ich werde mich keiner Gewerkschaft anschließen, weil keine Gewerkschaft meine Interessen vertritt. Nicht jeder, der nicht zu den oberen 10% gehört, ist ein abhängig Beschäftigter :004:

*) Zahlen aus Wikipedia zum Einkommen in der DDR

Treibrad
08.05.2010, 12:41
Währungsreformen haben aber nichts mit dem Geldsystem an sich zu tun. Sie sind in der Regel Folgen von politischen Ereignissen, z.B. Kriegen. Auch eine Hyperinflation, die aber auch Folge falscher politischer Entscheidungen ist, kann dies notwendig machen.
Der Wert einer Währung wird an der Wirtschaftsleistung des Landes gemessen, dem Bruttoinlandsprodukt, also dem Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen.
:
Solange die Wirtschaft exponentiell wächst, sprich mit der Geldmenge mitwächst stimmt das. Durch den 2. Weltkrieg, durch die Globalisierung und Technologisierung konnte man das Spiel lange spielen. Aber irgendwann sind die Ressourcen für exponentielles Wachstum am Ende und die Technologiefortschritte verlangsamen sich (Stichwort: logistisches Wachstum). Im bisherigen Wirtschaftssystem muss das BIP Jahr für Jahr größer werden, auch bei gleichbleibender Anzahl an Menschen, ansonsten sinkt der Wohlstand für die meisten. Für einige wenige steigt er dafür im gleichen Maße.



Falsch gelaufen sind aber die Spekulationsgeschäfte mit wertlosen, weil nicht substanziell abgesicherten Wertpapieren, was zur Finanzkrise geführt hat. Ob griechische Staatsanleihen wirklich wertlos sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Momentan werden sie aber so angesehen.
Fakt ist aber, dass Griechenland finanziell „über seine Verhältnisse“ lebt, also mehr Geld ausgibt, als es einnimmt. Herunter gebrochen auf eine normale Familie, die Kinder bekommen zu viel Taschengeld. Aber das wurde jetzt ja drastisch gekürzt.
:
Durch die Spekulationgeschäfte, vor allem die stetige Aufwertung der Immobilien der Privat-US-Büger, ist ja gerade der Aufschwung der letzten Jahre generiert worden. Ohne dies wäre die Wirtschaftsleistung nach 2001 nicht gestiegen und wir hätten unsere Produkte nicht absetzen können. Jedem war klar, dass die Blase irgendwann platzen wird, deshalb hat man die wertlosen Papiere auch weit in der Welt gestreut. Und jetzt sind fast alle Staatshaushalte der Welt in die Nachfragerrolle getreten, weil sie letzten verbliebenen kreditwürdigen Schuldner sind. Das ist der einzige Grund, warum sich die Wirtschaft einigermaßen gefangen hat. Wenn diese Konkunturmaßnahmen ausbleiben, weil evtl. die Staatsblase platzt, dann rasselt alles gen Keller.
Griechenland wird trotz Sparprogramm nie im Leben seine Schulden zurückzahlen können, im Gegenteil, da wird man bis zum Ende des Euros Jahr für Jahr reinschießen müssen.
Die werden in der nächsten Zeit erstmal in eine massive Depression reinschlittern. Interessant ist auch der Fakt, dass Griechenland von FR und GER verboten wurde, die versprochenen Rüstungsausgaben in Milliardenhöhe auszusetzen. :16:
Man richtet sich jetzt schon auf eine Transferunion ein, um den Euro so lange wie möglich am Leben zu erhalten.
Wir können uns in 5 Jahren ja nochmal über Inflation, über Schulden abbauen und Währungsreformen unterhalten.
In Japan, den USA und in GB laufen die Druckerpressen schon rund.
Da wachsen die Schulden viel stärker als das GDP.
Auch die EZB wird bald mit dem Geld drucken anfangen müssen. Ramschanleihen werden ja schon aktzeptiert. Die Entwicklungen nehmen ihren Lauf, genau wie die manche Experten es schon vor mehreren Jahren vorausgesagt haben.

dblokf
08.05.2010, 13:25
Erst mal ist es fakt,daß wenn wir den Griechen nicht helfen ,der Euro mehr in den Keller geht ,als gedacht.Habe heute wirklich die Bundestaggsdepatte verfolgt.Mir kamen auch so Zweifel,ob alles zurückzahlbar ist.Nur einen instabilen EUro,damit ist auch keinem getan.IUch persönlich finde den Euro gut.

Das Problem ist doch nicht welche Auswirkungen es jetzt hat. Das Problem oder die Frage die meiner meinung nach ungenügend geklärt ist, ist doch ob die Griechen überhaupt Sparen können/wollen.
Koruption gehört dort ein Stück weit zur Mendalität. Vergleichen wir doch mal die Grichen mit einem Kind/Jugendlichen. Wenn wir dem Kind/Jugendlichen immer wieder Geld zustecken damit es sich aus einer verfahrenen Situation herauskaufen kann ist der Lerneffekt doch bei Null.
Bei den Griechen wird es doch kaum anders werden.
Wie oft müssen die anderen sowieso durch die Kriese gebeutelten Staaten in Zukunft noch dafür gerade stehen, das in Griechenland der größte Teil der Einnahmen and er Steuer vorbei manövriert wird? Auf wieviel Jahre muß den Hierzulande das Renteneintrittsalter noch angehoben werden damit die Griechen in der Blüte Ihres Lebens den Arbeitstechnischen Ruhestand einläuten können?
Und es gibt eine Prinzipielle Frage: Welche Auswirkung für die Zukunft hat die Tatsache das man sich den Beitritt in die Eurozone ohne Konsquenzen erschlichen hat? Wieviele Staaten werden denn das noch versuchen?
Ein Dieb muß sofern vorhanden die Beute zurück geben die er geklaut hat. Die Grichen dürfen Sie behalten. Sorry, hat mit Recht nichts mehr zu tun. Ach, übrigens Recht kann manchmal weh tun!

LZB
08.05.2010, 13:53
Ist es ehrlich, nur die körperliche Arbeit zu bewerten, nicht aber die geistige Arbeit Studierter? Ist es richtig, dass ein Ingenieur (500 - 1200 Mark *)) weniger verdient, als ein Bauarbeiter (900 - 1900 Mark *))? Ohne den Ingenieur kann der Bauarbeiter auch nichts bauen.
*) Zahlen aus Wikipedia zum Einkommen in der DDR

In der damaligen DDR ja. Der Ingenieur konnte ohne Weiteres ein Projekt mit allem drum und drann berechnen.
Die Bauarbeiter mußten es aber ohne nötiges Material bauen, was m.E. wesentlich schwieriger ist. :004:

Knallkopf
08.05.2010, 14:10
In der damaligen DDR ja. Der Ingenieur konnte ohne Weiteres ein Projekt mit allem drum und drann berechnen.
Die Bauarbeiter mußten es aber ohne nötiges Material bauen, was m.E. wesentlich schwieriger ist. :004:

Dazu gibt es auch zwei schöne Filme :

`Spur der Steine ` mit Manfred Krug und
`Der Baulöwe ` mit Rolf Herricht

dblokf
08.05.2010, 14:54
Ist es ehrlich, nur die körperliche Arbeit zu bewerten, nicht aber die geistige Arbeit Studierter? Ist es richtig, dass ein Ingenieur (500 - 1200 Mark *)) weniger verdient, als ein Bauarbeiter (900 - 1900 Mark *))? Ohne den Ingenieur kann der Bauarbeiter auch nichts bauen.

Und nein, ich werde mich keiner Gewerkschaft anschließen, weil keine Gewerkschaft meine Interessen vertritt. Nicht jeder, der nicht zu den oberen 10% gehört, ist ein abhängig Beschäftigter :004:

*) Zahlen aus Wikipedia zum Einkommen in der DDR

AOG;
Wikipedia, Politiker und vor allem Medien haben mehrfach bewiesen das Sie vom Leben in der DDR keinen blasen Schimmer haben. Insofern sind benennungen von Zahlen Schwachsinn.
Um als Bauarbeiter auf 1900 Mark zu kommen mußte man schon in Sibirien an der Bam bauen. Da kam man dan so alle 3 Monate mal nach Hause.
Außerdem war der Nutzwert eines Ingenieurs wesendlich geringer. Ich will das nicht ausweiten. Aber in einer Mangelwirtschaft braucht man nicht so viel planen, da war Improvisation gefragt weil diese 80% der Probleme auf dem Bau behob.

AOG
08.05.2010, 16:50
AOG;
Wikipedia, Politiker und vor allem Medien haben mehrfach bewiesen das Sie vom Leben in der DDR keinen blasen Schimmer haben. Insofern sind benennungen von Zahlen Schwachsinn.
Um als Bauarbeiter auf 1900 Mark zu kommen mußte man schon in Sibirien an der Bam bauen. Da kam man dan so alle 3 Monate mal nach Hause.
Außerdem war der Nutzwert eines Ingenieurs wesendlich geringer. Ich will das nicht ausweiten. Aber in einer Mangelwirtschaft braucht man nicht so viel planen, da war Improvisation gefragt weil diese 80% der Probleme auf dem Bau behob.
Wenn die DDR so toll war, warum wollten dann so viele Menschen dort weg? Sag nicht, die wollten doch nur in Malle Urlaub machen.

Sicher, den Menschen dort ging es besser, als in allen anderen RGW-Ländern. Es gab auch genug zu Essen und verdiente Arbeiter durften in FDGB-Ferienheimen Urlaub machen. Brot und Spiele nennt man das. Viele hatten auch ein fettes Sparbuch, bei den staatlich verordneten Minipreisen für Lebensmittel und Mieten konnte man ja kaum was ausgeben.

Die hohen Löhne für Arbeiter waren rein ideologisch begründet und entsprachen in keinster Weise ökonomischen Regeln.

VT605
08.05.2010, 17:14
So toll war die DDR mit Sicherheit nicht. Mangelwirtschaft, Verletzung der Menschenrechte, politische Verfolgung usw. Ich habe erst kürzlich jemanden getroffen, der in der DDR schlimmes durchmachen mußte und seelisch daran zerbrochen ist. Allerdings ist das System was wir nach der Wende bekommen haben auch nicht das wahre. Auch hier muß man sich dem System anpassen, die Meinungsfreiheit hat sich lediglich geändert, eine wirkliche Meinungsfreiheit gibt es auch im heutigen System nicht. Viele Menschen sind enttäuscht und haben sich 1989 mehr von diesem System erhofft, sicher auch weil sie von vielen Politikern getäuscht wurden. Ich hoffe nicht das du recht behälst AOG mit der Meinung, das dieses System bis zum Ende aller Tage existiert. Es muß einfach noch was besseres geben.
Das System in den Ostblockstaaten hatte auch nichts zu tun mit einem wirklichen Sozialismus. Dort haben einige egoistisch ihren Willen und ihre Wünsche auf Kosten anderer durchgesetzt. Es gab keine Demokratie, wobei ich auch das heutige System nicht als Demokratie sehe. Demokratisch ist es heute nur alle 4 Jahre zu den Wahlen, da hat der "gemeine" Bürger eine begrenzte Möglichkeit etwas zu ändern.
Das heutige System ist sicher das bessere gegenüber dem DDR-System, aber es ist nur das geringere Übel.

AOG
08.05.2010, 18:11
Es gibt sicher Fehler in unserem System, die aber relativ leicht ohne einen kompletten Systemwechsel zu einer Verbesserung führen würden.

Zur Freiheit gehört für mich auch wirtschaftliche Freiheit, also die Möglichkeit, mich dem Wettbewerb zu stellen und damit Erfolg zu haben. Dies sehe ich im Sozialismus nicht.

dblokf
08.05.2010, 18:48
Wenn die DDR so toll war, warum wollten dann so viele Menschen dort weg? Sag nicht, die wollten doch nur in Malle Urlaub machen.

Sicher, den Menschen dort ging es besser, als in allen anderen RGW-Ländern. Es gab auch genug zu Essen und verdiente Arbeiter durften in FDGB-Ferienheimen Urlaub machen. Brot und Spiele nennt man das. Viele hatten auch ein fettes Sparbuch, bei den staatlich verordneten Minipreisen für Lebensmittel und Mieten konnte man ja kaum was ausgeben.

Die hohen Löhne für Arbeiter waren rein ideologisch begründet und entsprachen in keinster Weise ökonomischen Regeln.

Also, ich sagte nicht das die DDR besser war. Was ich meinte und das ist nüchtern und neutral betrachtet die Tatsache, dass sich keiner Vorstellen kann wie das Leben in der DDR war. Aber viele interpretieren sonst etwas hinein, nur weil Sie mal etwas gehört haben. Wie gesagt vom Politiker bis zum seriösesten Reporter.
Auch oder gerade nach der Wende hat sich für das Volk der ehemaligen DDR-Bürger nicht viel geändert. Nur die betroffenen sind ein paar andere.
Während früher ebend Leute die sich gegen das System wehrten schickaniert und bestrafft wurden sind es nach der Wende ebend die gewesen die diese Systemgesetze beschüzt haben.
Die Macher hat man in Ruhe gelassen. Das Wissen von hochkarätigen Politikern und Mitarbeitern der Staatssicherheit hätte so manchen Politiker in der BRD und anderen Staaten den Kopf gekostet.
Eine Chance für Deutschland hätte die Wiedervereinigung sein können!
Und was haben Wir jetzt? Die Metohden der Stasiüberwachung bundesweit eingeführt.
Das Bildungssystem ein einziger Trümmerhaufen. Eine Menschlichkeit unter der Bevölkerung die den Namen nicht mehr wert ist!
Die Stasi hat die Bürger ausspioniert-Skandal! Vor kurzem konnte man den Bundestrojaner noch abwürgen und dafür Sorgen das in Zukunft die Anzahl der Krankheitstage nicht auf nem Zentralspeicher landen.
Pisa - Studie hoch und runter. Das Betreuungs und Bildungsystem der DDR war das fortschrittlichste was man in Europa kannte. Aber es zu übernehmen ging ja nicht, es hätten ja viele kleine Komunisten heraus kommen können. Ich garantiere Dir, wenn man in 50 Jahren die ganze Sache Wiedervereinigung aufarbeitet wird man sich fragen; "wie bekloppt waren die den damals"
Mein Resümee; bis 89 Diktatur des Proletariats, ab 89 Diktatur des Geldes.
Versuch das mal zu widerlegen.

sven0403
08.05.2010, 21:42
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,693676,00.html#ref=rss

Diese Krise kommt uns wohl teurer zu stehen als wir uns das vorstellen können.....

Gruß Sven

AOG
08.05.2010, 22:41
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,693676,00.html#ref=rss

Diese Krise kommt uns wohl teurer zu stehen als wir uns das vorstellen können.....

Gruß Sven
Ich hoffe, Du hast den Artikel bis zu Ende gelesen:


Peterreins' Fazit daher: Wer einen langfristigen Anlagehorizont und genug Nerven hat, der sollte genau jetzt in europäische Aktien investieren. "Das jedenfalls ist antizyklisch gedacht", sagt er. "Es ist aber psychologisch sehr schwierig." @ dblokf

Ich habe Gott sei Dank nicht in der DDR leben müssen, dennoch habe ich mich Zeit meines Lebens aus allen nur erdenklichen Quellen darüber informiert. Ich habe es sogar gewagt, als Bundeswehrangehöriger (mit Genehmigung der Truppe) den Transitweg nach West-Berlin zu benutzen und einen Tagesbesuch im Ostteil der Stadt zu machen. Dabei habe ich einen Stasi-Verfolger abgeschüttelt. Das war 1972!

Ab dem 13. August 1976 hatte ich jedoch „Hausverbot“ bei Onkel Erich. Mir wurde der Transit verwehrt.

Nach der Wende habe ich viele neue Freunde in den neuen Bundesländern gefunden, darunter auch Mitläufer und Opfer der Stasi.


Während früher ebend Leute die sich gegen das System wehrten schickaniert und bestrafft wurden sind es nach der Wende ebend die gewesen die diese Systemgesetze beschüzt haben.
Die Macher hat man in Ruhe gelassen. Das Wissen von hochkarätigen Politikern und Mitarbeitern der Staatssicherheit hätte so manchen Politiker in der BRD und anderen Staaten den Kopf gekostet. Mit Verlaub, man hat sehr wohl diejenigen zur Verantwortung gezogen, die sich nach dem Völkerrecht strafbar gemacht hatten. Man wollte aber keine „Siegerjustiz“ und jeden Funktionär aburteilen. Und Politik ist schon immer ein schmutziges Geschäft gewesen, auf allen Seiten.


Eine Chance für Deutschland hätte die Wiedervereinigung sein können! Die Chance zur Wiedervereinigung wurde ja genutzt, aber ich denke, Du meinst es in folgender Satzstellung: „Die Wiedervereinigung hätte eine Chance für Deutschland sein können.“ Erst dann ergeben Deine weiteren Ausführungen einen Sinnzusammenhang.

Aber es wäre O.T., dies im Zusammenhang mit der Krise in Griechenland zu diskutieren. Die Verbindung kam durch den Begriff „Staatspleite“.


Mein Resümee; bis 89 Diktatur des Proletariats, ab 89 Diktatur des Geldes.
Versuch das mal zu widerlegen. Warum sollte ich das zu widerlegen versuchen. Es besteht nur der kleine Unterschied, dass auch das Proletariat Geld braucht. Und woher nehmen, wenn es keine kapitalkräftigen Unternehmen oder Banken gibt?

sven0403
08.05.2010, 22:50
Peterreins' Fazit daher: Wer einen langfristigen Anlagehorizont und genug Nerven hat, der sollte genau jetzt in europäische Aktien investieren. "Das jedenfalls ist antizyklisch gedacht", sagt er. "Es ist aber psychologisch sehr schwierig."

Natürlich das beweist wieder mal nur das eine: Gewinnen können dabei immer nur die Leute, die es sich leisten können etwas zu verlieren! Wir gehören nicht dazu.

Gruß Sven

AOG
08.05.2010, 23:31
Natürlich das beweist wieder mal nur das eine: Gewinnen können dabei immer nur die Leute, die es sich leisten können etwas zu verlieren! Wir gehören nicht dazu.

Gruß Sven
@ sven0403

Das siehst Du leider falsch. Sicher wirst Du ein Konto bei einer Bank oder Sparkasse haben, vielleicht auch ein Sparbuch. Im letzteren Fall bist Du schon ein Kapitalist, denn Dein Geld wird nämlich von der Sparkasse an Kreditnehmer ausgeliehen, die es mit Zinsen zurück zahlen. Dafür bekommst Du Zinsen.

Aktien sind eine Beteiligung an dem ausgebenden Unternehmen, die im Normalfall zur Mitsprache und zum Bezug einer Dividende berechtigen.

Was würdest Du sagen, wenn Dein Arbeitgeber Dir jeden Monat (zusätzlich zum Lohn oder als Teil davon) eine Aktie geben würde? Und das an jeden interessierten Mitarbeiter *). Aktieninhaber haben ein Stimmrecht in der Aktionärsversammlung, können also über das Wohl und Wehe des Unternehmens mit bestimmen. Also nicht die gesetzliche Mitbestimmung durch die Gewerkschaften, sondern die persönliche als Miteigentümer des Unternehmens.

*) also „Börsengang intern“

dblokf
08.05.2010, 23:32
@AOG

Na, ob das Proletariat Geld braucht weiß ich nicht. Das ist ja nie getestet worden. Ein Problem waren sogenannte Dewisen. Man hatte halt wenig Bodenschätze und musste Importieren.
Desweiteren war dieser Arbeiter und Bauern Staat auch nur Mittel zum Zweck. "Die obersten 10000" haben in Saus und Braus gelebt und das Volk mit der Macht der Staatsorgane dorthin geführt wo man Sie brauchte. Oft spricht man über den Zusammenbruch des Sozialismus. Ich bezweifle stark, das das Sozialismus war.
Was die Sache mit den "zur verantwortung gezogenen" angeht, muss man sich fragen ob ein Grenzsoldat sich seiner Völkerrechtlichen Pflichjten bewusst gewesen ist. Er wurde Zeit seines Lebens dazu erzogen die Grenze seines Landes zu schützen. Flüchtlinge wurden als Spitzel und Verräter deklariert.
Nehmen wir mal an Deutschland würde an Afganistan grenzen. Wenn man den grenzern nun sagt das sind alles Terroristen die da ins Land eindringen würde man auch diese auffordern stehen zu bleiben und wenn das nicht geschieht würde man genau so schießen wenn man den Befehl dazu hat.
Die Führungsgrößen im Stasigeschäft hat man in Ruhe gelassen. Schlich und ergreifend weil Sie zu viel wußten.
Ok, mit Griechenland hat dies nichts zu tun. Allerdings, auch wenn ich mich wiederhole, eine Parallele gibt es doch.
Die Kredite an die DDR konnten nie zurückgezahlt werden weil der Staat ja sein defizitäres System nicht aufgeben wollte.
Die Kredite an die Griechen könnten nie zurückgezahlt werden weil der Staat und/oder das Volk ja sein defizitäres System nicht aufgeben wollen.

Treibrad
09.05.2010, 00:14
Natürlich das beweist wieder mal nur das eine: Gewinnen können dabei immer nur die Leute, die es sich leisten können etwas zu verlieren! Wir gehören nicht dazu.

Gruß Sven

Kann ja nicht jeder gewinnen. Außerdem muss ja die große Masse die Gewinne aus Verschieberei von heißer Luft mit ehrlicher Arbeit in der Realwirtschaft erzeugen - und das sind wir, wie immer. :16:



@ sven0403
Das siehst Du leider falsch. Sicher wirst Du ein Konto bei einer Bank oder Sparkasse haben, vielleicht auch ein Sparbuch. Im letzteren Fall bist Du schon ein Kapitalist, denn Dein Geld wird nämlich von der Sparkasse an Kreditnehmer ausgeliehen, die es mit Zinsen zurück zahlen. Dafür bekommst Du Zinsen.

Stimmt schon, aber die Summe der bekommenen Zinsen und der gezahlten Zinsen ist höchstwahrscheinlich auch bei ihm negativ. Es geht mehr raus als reinkommt. Selbst wenn man keinen Kredit aufgenommen hat müssen Zinsen in Form von Steuern für die Zinstilgung der öffentlichen Haushalte und Zinsen, die in jedem Produkt/Infrastruktur stecken, bezahlt werden.

AOG
09.05.2010, 00:18
Na, ob das Proletariat Geld braucht weiß ich nicht. Das ist ja nie getestet worden.
Das braucht man nicht testen. Bezugsscheine reichen aus (ist nicht meine Idee, soll aber schon mal angedacht worden sein)

Ein Problem waren sogenannte Dewisen. Man hatte halt wenig Bodenschätze und musste Importieren.
Importieren musste man eigentlich nur Erdöl und Eisenerz. Braunkohle und Uran waren reichlich vorhanden. Die Devisenschwäche lag vorrangig in der Nichtabsetzbarkeit der Endprodukte auf dem Weltmarkt außerhalb des RGW. Innerhalb dieser Wirtschaftsgemeinschaft war die DDR führende Industrienation.

Dennoch gab es erfolgreiche Kooperationen im Handel mit dem Westen. Z.B. vertrieb Quelle die Kühlschränke der Marke Ignis, die in der DDR hergestellt wurden. Im Ursprungsland waren sie aber nicht zu kaufen.

Desweiteren war dieser Arbeiter und Bauern Staat auch nur Mittel zum Zweck. "Die obersten 10000" haben in Saus und Braus gelebt und das Volk mit der Macht der Staatsorgane dorthin geführt wo man Sie brauchte. Oft spricht man über den Zusammenbruch des Sozialismus. Ich bezweifle stark, das das Sozialismus war.
Es war auf keinen Fall der Sozialismus, den Karl Marx in seinen Schriften gemeint hat. Er nennt es auch das Kommunistische Manifest, wenn ich mich nicht irre. Also hat er gar keinen Sozialismus, sondern den Kommunismus beschrieben? Sind vielleicht beide Begriffe austauschbar?

Was die Sache mit den "zur verantwortung gezogenen" angeht, muss man sich fragen ob ein Grenzsoldat sich seiner Völkerrechtlichen Pflichjten bewusst gewesen ist. Er wurde Zeit seines Lebens dazu erzogen die Grenze seines Landes zu schützen. Flüchtlinge wurden als Spitzel und Verräter deklariert.
Das erinnert mich an Diskussionen über Verbrechen der Nazis. Auch diese wurden so "erzogen".

Nehmen wir mal an Deutschland würde an Afganistan grenzen. Wenn man den grenzern nun sagt das sind alles Terroristen die da ins Land eindringen würde man auch diese auffordern stehen zu bleiben und wenn das nicht geschieht würde man genau so schießen wenn man den Befehl dazu hat.
Fataler Fehler, es wurden die Menschen erschossen, die das Land verlassen wollten!

Die Führungsgrößen im Stasigeschäft hat man in Ruhe gelassen. Schlich und ergreifend weil Sie zu viel wußten.
Och nööö, siehe hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Wolf).

Ok, mit Griechenland hat dies nichts zu tun. Allerdings, auch wenn ich mich wiederhole, eine Parallele gibt es doch.
Die Kredite an die DDR konnten nie zurückgezahlt werden weil der Staat ja sein defizitäres System nicht aufgeben wollte.
Die Kredite an die Griechen könnten nie zurückgezahlt werden weil der Staat und/oder das Volk ja sein defizitäres System nicht aufgeben wollen.
Eine Hoffnung habe ich. Nach Umfragen befürworten 60% der Griechen die Sparmaßnahmen.

dblokf
09.05.2010, 00:57
Fataler Fehler, es wurden die Menschen erschossen, die das Land verlassen wollten!

Die Richtung spielt doch erst mal keine Rolle. Ich wollte nur einen Vergleich zur aktuellen Politischen Lage herstellen.


Och nööö, siehe hier.

Man opfert auch mal Bauern.......

VT605
09.05.2010, 08:28
Was würdest Du sagen, wenn Dein Arbeitgeber Dir jeden Monat (zusätzlich zum Lohn oder als Teil davon) eine Aktie geben würde? Und das an jeden interessierten Mitarbeiter *). Aktieninhaber haben ein Stimmrecht in der Aktionärsversammlung, können also über das Wohl und Wehe des Unternehmens mit bestimmen. Also nicht die gesetzliche Mitbestimmung durch die Gewerkschaften, sondern die persönliche als Miteigentümer des Unternehmens.

*) also „Börsengang intern“
Das ist unsere größte Befürchtung, das es dazu mal irgendwann kommt das mir mein Arbeitgeber einen Teil meines Lohnes in Aktien der DB auszahlt.:27:

AOG
09.05.2010, 10:17
Das ist unsere größte Befürchtung, das es dazu mal irgendwann kommt das mir mein Arbeitgeber einen Teil meines Lohnes in Aktien der DB auszahlt.:27:
Ich meinte das natürlich auf freiwilliger Basis. Die gesetzlichen Möglichkeiten dazu bestehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung

Aber davon ab, ich würde mir auch keine Aktien der DB kaufen :010:

Traindriver
09.05.2010, 10:34
Schon interessant, wie man beim Thema "Hilfe für Griechenland..." über die DDR zu Mitarbeiterbeteiligung und DB-Aktien kommt.:039:

Aber schön zu lesen, daß sich soviele darüber Gedanken machen.
Im Endeffekt werden wir wieder die "Zeche" zahlen müssen.
Die Griechen haben sich durch "schummeln" in den Euro gemogelt und setzen Sparprogramme um, aber das Niveau bei Wochen-Arbeitszeit und Renteneintritt, Anzahl der im öffentlichen Dienst Beschäftigten usw. bleibt immer noch weit hinter dem Niveau bei uns.
Fazit für mich: SCHUMMELN im großen Still kann sich lohnen und bleibt straffrei!!!:002:

Mal eine vielleicht blöde Frage:
Was passiert eigentlich genau bei einem Staatsbankrott??

Es gibt auch hier was dazu: http://www.focus.de/politik/ausland/staatsbankrot-eu-gipfel-kommentar_2355550.html

sven0403
09.05.2010, 10:58
@ sven0403

Das siehst Du leider falsch. Sicher wirst Du ein Konto bei einer Bank oder Sparkasse haben, vielleicht auch ein Sparbuch. Im letzteren Fall bist Du schon ein Kapitalist, denn Dein Geld wird nämlich von der Sparkasse an Kreditnehmer ausgeliehen, die es mit Zinsen zurück zahlen. Dafür bekommst Du Zinsen.

Falsch die Bank kassiert reichlich Zinsen für die Aufbewahrung und Weiterverleihung meines Geldes, ich bekomme davon nur die Peanuts.

Du wirst es nicht schaffen deswegen aus mir einen Kapitalisten zu machen :003:


Aktien sind eine Beteiligung an dem ausgebenden Unternehmen, die im Normalfall zur Mitsprache und zum Bezug einer Dividende berechtigen.

Was würdest Du sagen, wenn Dein Arbeitgeber Dir jeden Monat (zusätzlich zum Lohn oder als Teil davon) eine Aktie geben würde? Und das an jeden interessierten Mitarbeiter *). Aktieninhaber haben ein Stimmrecht in der Aktionärsversammlung, können also über das Wohl und Wehe des Unternehmens mit bestimmen. Also nicht die gesetzliche Mitbestimmung durch die Gewerkschaften, sondern die persönliche als Miteigentümer des Unternehmens.

*) also „Börsengang intern“

Solche Aktien würde ich nicht annehmen, mein Gehalt bekomme ich auch auf andere Art schnell klein. Welche rechte hat ein Kleinaktionär denn schon, den Wind machen wie immer die großen.

Gruß Sven

AOG
09.05.2010, 11:31
Schon interessant, wie man beim Thema "Hilfe für Griechenland..." über die DDR zu Mitarbeiterbeteiligung und DB-Aktien kommt.:039:

Aber schön zu lesen, daß sich soviele darüber Gedanken machen.
Im Endeffekt werden wir wieder die "Zeche" zahlen müssen.
Die Griechen haben sich durch "schummeln" in den Euro gemogelt und setzen Sparprogramme um, aber das Niveau bei Wochen-Arbeitszeit und Renteneintritt, Anzahl der im öffentlichen Dienst Beschäftigten usw. bleibt immer noch weit hinter dem Niveau bei uns.
Fazit für mich: SCHUMMELN im großen Still kann sich lohnen und bleibt straffrei!!!:002:

Mal eine vielleicht blöde Frage:
Was passiert eigentlich genau bei einem Staatsbankrott??

Es gibt auch hier was dazu: http://www.focus.de/politik/ausland/staatsbankrot-eu-gipfel-kommentar_2355550.html

Nun ja, Diskussionen entwickeln sich dynamisch und so kommt man, wie man im Rheinland sagt "von Hölkzken aufs Stöcksken".

Ob die Sparmaßnahmen der Griechen ausreichen, kann ich nicht abschließend bewerten, das überlasse ich dem IWF und den Experten der EU.

Aber nun zu Deiner Frage zum Staatsbankrott. Der Staat kann seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und stellt alle Zahlungen ein. Mann könnte es noch verschmerzen, wenn davon nur die Gläubiger betroffen wären, die Staatsanleihen gekauft haben oder die Spekulanten, die mit ihren Zockereien dazu beitrugen. Viel dramatischer ist aber, dass davon auch alle Staatsbediensteten betroffen sind, also Polizei, Feuerwehr, Verwaltung und Finanzbehörden. Und natürlich gibt es dann auch keine Renten mehr. Im günstigsten Fall "erbarmt" sich das Militär und übernimmt die Macht. Im schlechtesten Fall bricht Anarchie aus.

Darum gibt es ja Überlegungen für eine geordnete Staatsinsolvenz (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE63S0AM20100429).

@ sven0403

Ich will auch keinen Kapitalisten aus Dir machen. Persönlicher Besitz über das, was Du hast, scheint Dir supekt zu sein. Was machst Du wenn Du den Jackpot im Lotto knackst?

Kleinaktionäre haben die gleichen Rechte, wie die Großen. Nur da geht es nicht um die Anzahl der Personen, sondern um die Anzahl der Stimmrechte. Eine Aktie = eine Stimme, hundert Aktien = hundert Stimmen, 20.000 Kleinaktionäre mit je einer Aktie = 20.000 Stimmen .... Den Rest kannst Dir selbst ausrechnen (den Teil mit stimmrechstlosen Aktien erspare ich mir an dieser Stelle, die sind hier nicht gemeint).

macmoldis
09.05.2010, 13:32
Mal eine vielleicht blöde Frage:
Was passiert eigentlich genau bei einem Staatsbankrott??

Es gibt auch hier was dazu: http://www.focus.de/politik/ausland/staatsbankrot-eu-gipfel-kommentar_2355550.html

meinst sicher den Beitrag (http://www.focus.de/politik/ausland/eu-gipfel-schreckensszenario-staatsbankrott_aid_376011.html) und nicht nur den Kommentar. Beim letzten Abschnitt fiel mir dann plötzlich wieder der RGW einGleichzeitig sprach sich Reinfeldt gegen die Abschottung nationaler Märkte aus. „Wir sollten uns nicht gegenseitig die Jobs abjagen.“ Beim Abbau der Überkapazitäten im Autosektor müsse abgestimmt vorgegangen werden.

Ein Gedanke bei all der DDR-Pleite-Kredit-Diskussion kamm mir dann auch noch. Man stelle sich vor mit dem Strauß-Milliarden-Kredit wäre aus der Bundesrepublik die Forderung nach Subventionsabbau (Mieten/Lebensmittel), Lohnkürzung, Anhebung Rentenalter gekommen. Also nicht ein Kauf von Grenzerleichterungen, sondern Interesse an einer Haushaltssanierung um den DDR-Staatsbankrott zu verhindern. ... war nicht gewollt,klar ... nur angenommen, was für Reaktionen hätte es wohl gegeben?


und weil dies eigentlich nicht zum Thema gehört:


Nehmen wir mal an Deutschland würde an Afganistan grenzen. Wenn man den grenzern nun sagt das sind alles Terroristen die da ins Land eindringen würde man auch diese auffordern stehen zu bleiben und wenn das nicht geschieht würde man genau so schießen wenn man den Befehl dazu hat.Fataler Fehler, es wurden die Menschen erschossen, die das Land verlassen wollten!
Den Grund warum wer die Grenze verletzt/überschreitet hin oder her kann der Grenzer nicht feststellen, er kann ihn nur auffordern stehen zu bleiben und festzunehmen. Wenn der Grenzverletzer nicht stehen bleibt, gelten dann die Bestimmungen zum Schußwaffengebrauch, die im Wortlaut nicht viel anders sind als die der Bundesrepublik.

sven0403
09.05.2010, 17:34
@ sven0403

Ich will auch keinen Kapitalisten aus Dir machen. Persönlicher Besitz über das, was Du hast, scheint Dir supekt zu sein. Was machst Du wenn Du den Jackpot im Lotto knackst?

Schier unmöglich, ich bin sparsam und spiele kein Lotto. Doch wenn es mal so kommen sollte aus einer Bierlaune heraus....ja dann hab ich ein Problem aber das wäre in meinem Fall lösbar.

Persönlicher Besitz ist nicht unbedingt anrüchig...es kommt darauf an was man damit anstellt.

Gruß Sven

AOG
09.05.2010, 19:33
Schier unmöglich, ich bin sparsam und spiele kein Lotto. Doch wenn es mal so kommen sollte aus einer Bierlaune heraus....ja dann hab ich ein Problem aber das wäre in meinem Fall lösbar.

Persönlicher Besitz ist nicht unbedingt anrüchig...es kommt darauf an was man damit anstellt.

Gruß Sven
Sicher wirst die es der Partei Deiner Wahl spenden :003: oder Du gründest eine Stiftung für notleidende Eisenbahner.

Es gibt da ein uraltes Sprichwort: Geld verdirbt den Charakter.

Davon ab, ich spiele auch kein Lotto und komme daher auch nicht in Versuchung, mir meinen Charakter verderben zu lassen :021:

sven0403
09.05.2010, 19:37
Sicher wirst die es der Partei Deiner Wahl spenden :003: oder Du gründest eine Stiftung für notleidende Eisenbahner.

Es gibt da ein uraltes Sprichwort: Geld verdirbt den Charakter.

Davon ab, ich spiele auch kein Lotto und komme daher auch nicht in Versuchung, mir meinen Charakter verderben zu lassen :021:

Notleidende Eisenbahner?.....genau ich wäre zu 100% Bezugsberechtigt :24: und vermutlich auch einziger zugelassener Kandidat :004:

Gruß Sven

AOG
09.05.2010, 19:57
Notleidende Eisenbahner?.....genau ich wäre zu 100% Bezugsberechtigt :24: und vermutlich auch einziger zugelassener Kandidat :004:

Gruß Sven
Machst Du dann den Zumwinkel? :021:

dblokf
09.05.2010, 22:19
Aber davon ab, ich würde mir auch keine Aktien der DB kaufen :010:

Siehst Du, aus diesem Grund waren wir alle gegen den Börsengang. Aber so ein paar Möchtegerns in den entsprechenden Positionen hätten die Sache am liebsten mit der Brechstange durchgesetzt.

AOG
09.05.2010, 23:36
Siehst Du, aus diesem Grund waren wir alle gegen den Börsengang. Aber so ein paar Möchtegerns in den entsprechenden Positionen hätten die Sache am liebsten mit der Brechstange durchgesetzt.
Meine Gründe, keine Aktien einer DB AG zu kaufen, liegen aber nicht in einer grundsätzlichen Ablehnung privater Eisenbahnen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft (Arriva hätte ich kaufen sollen, ich Trottel), sondern aus der Erkenntnis, dass der Kurs nach der Emission (Ausgabe) stark sinken wird. Ich habe damals (und hätte auch niemals) Aktien der Telekom gekauft.

Der Grund dürfte einleuchten. Wenn solche Unternehmen Aktien am Markt plazieren wollen, wird ein möglichst hoher Ausgabekurs festgelegt. Teilweise werden die Aktien vor Ausgabe überzeichnet, also mehr Nachfrage, als Angebot. Später pendelt sich das ein und irgendwann kommt die Enttäuschung, weil die Anlagewerte falsch berechnet wurden. Und genau diese Befürchtung habe ich bei der DB :003:

VT605
10.05.2010, 00:39
Zurück zur Euro-Krise: Wohin soll uns das alles noch führen. Jetzt redet man bereits über 500-600 Mrd. Euro!!! an Finanzhilfen für die Euro-Krisenstaaten. Ein paar Hegdefonds und Spekulanten bringen ein ganzes Finanz- und Wirtschaftssystem ins wanken. Es wird Zeit diesen endlich mit gesetzl. Mitteln Einhalt zu gebieten. Notfalls muß man eben den freien Handel der Währungen an den Märkten vorrübergehend einschränken. Es kann doch nicht sein das sich einige Wenige hier die Taschen vollstopfen und dafür ganze Volkswirtschaften kollabieren lassen.

dblokf
10.05.2010, 01:18
Der Grund dürfte einleuchten. Wenn solche Unternehmen Aktien am Markt plazieren wollen, wird ein möglichst hoher Ausgabekurs festgelegt. Teilweise werden die Aktien vor Ausgabe überzeichnet, also mehr Nachfrage, als Angebot. Später pendelt sich das ein und irgendwann kommt die Enttäuschung, weil die Anlagewerte falsch berechnet wurden. Und genau diese Befürchtung habe ich bei der DB :003:

Und wieder eine Parallele mit Griechenland. Aber wir "investieren" trotzdem.:039:


ohin soll uns das alles noch führen. Jetzt redet man bereits über 500-600 Mrd. Euro!!! an Finanzhilfen für die Euro-Krisenstaaten. Ein paar Hegdefonds und Spekulanten bringen ein ganzes Finanz- und Wirtschaftssystem ins wanken. Es wird Zeit diesen endlich mit gesetzl. Mitteln Einhalt zu gebieten. Notfalls muß man eben den freien Handel der Währungen an den Märkten vorrübergehend einschränken.

Jetzt soll die EZB zur Bad Bank mutieren und die "Wertlosen" Staatsanleihen der gebeutelten Länder aufkaufen. Mal sehen ob die das überhaupt mitmacht.
Ich verstehe es alles nicht. Manchmal ist es besser einen schnellen sauberen Strich mit Schmerzen zu ziehen als ein Leben lang mit Schmerzen leben zu müssen.

Treibrad
10.05.2010, 14:51
Jetzt soll die EZB zur Bad Bank mutieren und die "Wertlosen" Staatsanleihen der gebeutelten Länder aufkaufen. Mal sehen ob die das überhaupt mitmacht.
Ich verstehe es alles nicht. Manchmal ist es besser einen schnellen sauberen Strich mit Schmerzen zu ziehen als ein Leben lang mit Schmerzen leben zu müssen.

Das wäre so, als würde man zu einem schwerkranken Menschen sagen, dass er sich beispielsweise vor den Zug werfen soll, um dem Leiden mit einem sauberen Strich schnell ein Ende zu setzen.
Die PIIGS brauchen in den nächsten 3 Jahren voraussichtlich knapp 2 Billionen Dollar.
http://www.zerohedge.com/article/2-trillion-3-year-funding-needs-piigs-imf-helpless-do-anything-sit-back-and-watch
Diese Schulden werden über die EU-Schultern verteilt, Deutschland bekommt dank breiter Schultern natürlich überproportional viel zu tragen. Am Ende sind alle bis über beide Ohren verschuldet und man startet die Druckerpresse in der Währungsunion, genauso wie die Experten das vorausgesagt haben. Die USA, Großbritannien und Japan drucken ja jetzt schon wie blöd Geld. Die Währungssyteme sind wieder am Ende ihrer Lebensdauer angekommmen, - wer weiß, wie sie funktionieren, den wundert das nicht. Es ist einfach eine Konstante, es sei denn, man schafft es, immer exponentielles Wachstum ohne Rückfall auf der limitierten Erde zu generieren.

"Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."

(Henry Ford, 1863-1947)

dblokf
10.05.2010, 14:55
Das wäre so, als würde man zu einem schwerkranken Menschen sagen, dass er sich beispielsweise vor den Zug werfen soll, um dem Leiden mit einem sauberen Strich schnell ein Ende zu setzen.
Die PIIGS brauchen in den nächsten 3 Jahren voraussichtlich knapp 2 Billionen Dollar.
http://www.zerohedge.com/article/2-trillion-3-year-funding-needs-piigs-imf-helpless-do-anything-sit-back-and-watch
Diese Schulden werden über die EU-Schultern verteilt, Deutschland bekommt dank breiter Schultern natürlich überproportional viel zu tragen. Am Ende sind alle bis über beide Ohren verschuldet und man startet die Druckerpresse in der Währungsunion, genauso wie die Experten das vorausgesagt haben. Die USA, Großbritannien und Japan drucken ja jetzt schon wie blöd Geld. Die Währungssyteme sind wieder am Ende ihrer Lebensdauer angekommmen, - wer weiß, wie sie funktionieren, den wundert das nicht. Es ist einfach eine Konstante, es sei denn, man schafft es, immer exponentielles Wachstum ohne Rückfall auf der limitierten Erde zu generieren.

"Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."

(Henry Ford, 1863-1947)

Genau Inflation. Und da mal meine Frage, wäre der schnelle schmerzhafte Schnitt nicht besser?

platte
10.05.2010, 15:50
Jetzt soll die EZB zur Bad Bank mutieren und die "Wertlosen" Staatsanleihen der gebeutelten Länder aufkaufen. Mal sehen ob die das überhaupt mitmacht.
Ich verstehe es alles nicht. Manchmal ist es besser einen schnellen sauberen Strich mit Schmerzen zu ziehen als ein Leben lang mit Schmerzen leben zu müssen.

Das ist nichts anderes als das Gelddrucken in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die schlechten Erfahrungen aus dieser Zeit waren ein Grund für die politische Unhabhängigkeit der Bundesbank nach dem Kriege. Daraus folgte die harte DM und das war bestimmt nicht schlecht für die Bundesrepublik. Die EZB ist nicht mehr politisch unabhängig.

Treibrad
10.05.2010, 16:04
Genau Inflation. Und da mal meine Frage, wäre der schnelle schmerzhafte Schnitt nicht besser?
Welcher Schritt? Die europäische Währungsunion aufgeben? Wenn Griechenland gefallen wäre, dann wäre es ratzfatz vorbei mit dem Euro gewesen. Zudem ist ja (fast) kein Staat der Welt nicht bedrohlich verschuldet und die einzige Option in Zukunft ist starke Inflation, Griechenland hin oder her. Die Griechen waren halt die ersten in der EU, der Rest kommt halt später.
Und eine zerbrochene Währungsunion wäre gerade für Deutschlands Exportindustrie mit Schlüsselindustrien wie Maschinen- und Fahrzeugbau ein Killer. Die meisten Ausfuhren gehen in die EU. Nicht dass ich die vorwiegend exportorientierte Ausrichtung Deutschlands und das Lohndumping gutheißen würde. Schließlich ist das mit ein Grund, warum die anderen EU-Länder jetzt in der Bredouille sind.

Treibrad
10.05.2010, 16:14
Das ist nichts anderes als das Gelddrucken in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die schlechten Erfahrungen aus dieser Zeit waren ein Grund für die politische Unhabhängigkeit der Bundesbank nach dem Kriege. Daraus folgte die harte DM und das war bestimmt nicht schlecht für die Bundesrepublik. Die EZB ist nicht mehr politisch unabhängig.

Gibt halt keine andere Option. Entweder Wirtschaftswachstum ohne Ende oder Inflation. Ansonsten können die Schulden nicht mehr bedient werden. Sparen bringt auch nichts, da es alles runterreißt und wir Massenarbeitslosigkeit und noch mehr Schulden hätten. Einzige Alternative wäre es, die "Geldelite" zu besteuern und deren akkumulierte Vermögen bzw. Ansprüche zu reduzieren. Damit könnte man beispielsweise die Staatschulden und damit die Zinszahlungen reduzieren. Ich vergleiche das System gerne mit einem stillstehenden Asynchrongenerator und Restmagnetismus. Der Restmagnetismus reicht zu Beginn aus, um etwas Strom zu erzeugen, der wiederum das Magnetfeld vergrößtert damit den zu erzeugenden Strom usw. Diese Rückkopplung geht aber nicht unbegrenzt, es tritt irgendwann eine Sättigung auf. Bei unserem schönen Zinses-Zins-System gibt es aber keine Sättigung. Es gehorcht bis zum Sankt Nimmerleinstag der E-Funktion. Das kann in der Realität aber nicht funktionieren.

VT605
10.05.2010, 17:57
Mittlerweile sind 750 Mrd Euro als Stützung der Krisenländer geboten, frei nach dem Motto "Wer bietet mehr".

LZB
10.05.2010, 19:33
Nun. zumindestens eine Hausnummer, an der man sich orientieren kann. Wenn das Geld dann auch "verbrannt" ist, können wir uns warm anziehen, denn dann wird wohl eine europaweite Währungreform unausweichlich.
Hauptsache wir verpassen nicht den Zeitpunkt unser Erspartes zu versaufen, bevor die Inflation alles auffrisst.

dblokf
10.05.2010, 21:28
Ich werde mal die ältere Generation abfragen, was durch so eine Inflation noch so wertstabil bleibt. Die Sache mit dem Gold ist ja vorbei, bei den Preisen mittlerweile......

platte
10.05.2010, 22:09
Ich werde mal die ältere Generation abfragen, was durch so eine Inflation noch so wertstabil bleibt. Die Sache mit dem Gold ist ja vorbei, bei den Preisen mittlerweile......

Eine selbstgenutzte Immobilie mit eine fetten Hypothek drauf, aber langer Zinsbindung.

sven0403
10.05.2010, 22:10
Ich wills gar nicht wissen was da alles noch nachkommt......

Gruß Sven

AOG
10.05.2010, 22:36
Ich werde mal die ältere Generation abfragen, was durch so eine Inflation noch so wertstabil bleibt. Die Sache mit dem Gold ist ja vorbei, bei den Preisen mittlerweile......
Eine bezahlte Immobilie :021:, Kunstwerke u.ä.


Nicht dass ich die vorwiegend exportorientierte Ausrichtung Deutschlands und das Lohndumping gutheißen würde. Schließlich ist das mit ein Grund, warum die anderen EU-Länder jetzt in der Bredouille sind.
Deutschland war schon immer eine Exportnation, auch zu DM-Zeiten. Und die europäischen Nachbarländer waren schon immer unsere fleißgsten Abnehmer. Vom Binnenmarkt könnte kein Unternehmen des produzierenden Gewerbes leben.

Gut, die Gefahr einer Inflation besteht im Prinzip. Wann sie und wie hoch sie eintritt, ist noch in weiter Ferne.

Nach diesem Rettungsschirm, der als erste und vorbeugende Maßnahme zu sehen ist, müssen die Finanzmärkte reguliert werden. Ein simple Steuer auf Finanztransaktionen ist zwar publikumswirksam, aber kontraproduktiv. Durch eine Steuer wird der Gewinn geschmälert und der Druck aufgebaut, noch höhere Gewinne zu machen. Sinnvoll wäre es, Staatsanleihen aus dem Börsenhandel zu nehmen und zwar weltweit. Die Bundesrepublik Deutschland gibt z.B. Bundesschatzbriefe (http://www.bundeswertpapiere.de/de/startseite/) aus, die nicht börsenfähig sind. Ein weiteres probates Mittel ist eine vorübergehende Aussetzung des Börsenhandels bei hohen Schwankungen.


Einzige Alternative wäre es, die "Geldelite" zu besteuern und deren akkumulierte Vermögen bzw. Ansprüche zu reduzieren.Wie stellst Du Dir das vor? Die Gewinne aus Vermögen werden besteuert, die Vermögenssteuer wurde 1995 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und wird seit 1997 nicht mehr erhoben.

Und wenn Du Dir die Vergleichszahlen anderer Länder anschaust (wo der Begriff auch andere Bereiche umfasst) ist das Aufkommen im Vergleich zum BIP marginal.

http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer#Verm.C3.B6gensteuer_in_Deutsch land

Ich unterstelle einmal, dass Du mit der "Geldelite" nur solche meinst, die mehr als 500.000 € "auf der hohen Kante" haben, so kämen bei einer Vermögenssteuer von 2% rund 24 Mio. in die Staatskasse. Nimmt man die etwas "ärmeren" zwischen 100 und 500 Tsd. hinzu, bringt das noch einmal 14 Mio. Sicher ein netter Betrag, aber trotzdem weit von den Milliarden entfernt.

Sobald Du aber den Steuersatz so hoch ansetzt, dass die Steuerlast die Zinsgewinne abzüglich der Einkommenssteuer erreicht bzw. übersteigen, greifst Du die Substanz an und Du kannst Dir ausrechnen, wann das Vermögen aufgebraucht ist. Wenn die betreffende Person dann nicht mehr im erwerbsfähigen Alter ist, muss sie vom Staat alimentiert werden.

LZB
10.05.2010, 22:53
Nach diesem Rettungsschirm, der als erste und vorbeugende Maßnahme zu sehen ist, müssen die Finanzmärkte reguliert werden. Ein simple Steuer auf Finanztransaktionen ist zwar publikumswirksam, aber kontraproduktiv. Durch eine Steuer wird der Gewinn geschmälert und der Druck aufgebaut, noch höhere Gewinne zu machen. Sinnvoll wäre es, Staatsanleihen aus dem Börsenhandel zu nehmen und zwar weltweit. Die Bundesrepublik Deutschland gibt z.B. Bundesschatzbriefe (http://www.bundeswertpapiere.de/de/startseite/) aus, die nicht börsenfähig sind. Ein weiteres probates Mittel ist eine vorübergehende Aussetzung des Börsenhandels bei hohen Schwankungen.
ntiert werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694110,00.html#ref=rss

Hier eine Ansicht zum Rettungsschirm.
Ich neige dazu, mich dem anzuschließen.

Du hast über die Verfassungswiedrigkeit der Vermögenssteuer geschrieben. O.K.


Auch in dem Bericht wird über Tabubrüche geschrieben.

Wie gesagt, ich neige dazu. Aber ich bin ein zu kleines Licht, um die Gänze zu verstehen.

Also bleibt mir nur die Hoffnung, das man nicht Europa "versemmelt", nur weil einige schnellstmöglich mit dem Kopf durch die Wand wollen.

Ach ja, heute sind die neuen Konditionen für Bundesschatzbriefe rausgekommen.
Hier ein Auszug:
Ausstattung der Bundesschatzbriefe
Ausgabe WKN / End- Zinslauf Endrendite
ISIN fälligkeit ab ... 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr 6. Jahr 7. Jahr %
Zinssätze in den einzelnen Laufzeitjahren %
2010/01 DE0001118586 01.03.2016 01.03.2010 0,25 1,00 1,75 2,75 3,50 4,00 - 2,16
2010/02 DE0001118594 01.03.2017 01.03.2010 0,25 1,00 1,75 2,75 3,50 4,00 4,00 2,45
2010/03 DE0001118602 01.05.2016 01.05.2010 0,25 1,00 1,50 2,50 3,50 3,75 - 2,04
2010/04 DE0001118610 01.05.2017 01.05.2010 0,25 1,00 1,50 2,50 3,50 3,75 3,75 2,31
2010/05 DE0001118628 01.05.2016 01.05.2010 0,25 0,75 1,25 2,50 3,25 3,50 - 1,88
2010/06 DE0001118636 01.05.2017 01.05.2010 0,25 0,75 1,25 2,50 3,25 3,50 3,50 2,13
Quelle:
http://www.bundesbank.de/download/kredit/kredit_ausstattung_bsb.pdf

Auch obligationen und Finanzierungsschätze folgen dem Abwertstrend.


Hinweis zur Tabelle. Dort sind Bundesschatzbriefe der Typen A = 6 Jahre und B = 7 Jahre im Wechsel dargestellt.

Da ich ein auf Sicherheit gehender Mensch bin, habe ich einige dieser werte. Aber im Moment, also seit 7/2009 "bunkere" ich lieber, oder investiere in mein Haus.

Tequila
11.05.2010, 00:43
Bei einer Inflation haben die gewonnen, die fette Schulden haben.
War in den 20ern ja auch so. Hatte man ne Million Schulden, war das viel. Während der Galoppierenden Inflation war das dann teilweise der tägliche Lohn und irgendwann hat man bei der Rückzahlung gegrinst: "Darf es noch ne Million mehr sein?" So jedenfalls hat es uns die Geschichtslehrerin weiland erzählt.

Abgeloost haben hingegen die, die reines Guthaben auf dem Konto oder Bargeldbestände hatten. Das war danach so gut wie nichts mehr wert.

Relativ abgesichert ist man bei Naturalienwerten, wie Gold oder Immobiliengrundstücke.

VT605
11.05.2010, 09:35
123 Mrd Euro soll der deutsche Anteil am Rettungspaket sein. Wenn die anderen Staaten ihren Anteil nicht aufbringen können auch kein Problem, Deutschland übernimmt das dann. Ach ja, Roland Koch hat schon mal harte Sparmaßnahmen gefordert, natürlich zuerst bei den Familien. Irgendwie müssen wir Deutschen masochistisch veranlagt sein, das wir das alles so klaglos hinnehmen.

sven0403
11.05.2010, 09:52
Bei einer Inflation haben die gewonnen, die fette Schulden haben.
War in den 20ern ja auch so. Hatte man ne Million Schulden, war das viel. Während der Galoppierenden Inflation war das dann teilweise der tägliche Lohn und irgendwann hat man bei der Rückzahlung gegrinst: "Darf es noch ne Million mehr sein?" So jedenfalls hat es uns die Geschichtslehrerin weiland erzählt.

Theoretisch stimmt das schon, nur das dabei jemand gegrinst haben soll glaube ich nicht. So eine Wertevernichtung kann nicht schadlos an den Menschen vorbei gehen. Man hat ein Leben lang gespart damit für die Kinder ein guter Start gesichert ist und für einen selber fürs Alter, das ist dann alles futsch.....

Drum sage ich immer lebe heute, was morgen ist kann dir keiner sagen.....

Gruß Sven

Knallkopf
11.05.2010, 10:08
@ Sven ;

überlege mal , wie wars denn in der Wendezeit zur Währungsumstellung ??? Da haben die Banken doch so richtig Blut geleckt und haben sich vor lauter Geldgier gefragt wie man so einen Umtausch im großen Maßstab durchzuiehen kann und ein paar Jahre später kam der Teuro .....

Und denke mal zurück , wer zu DDR -Zeiten so kurz vor der Wende sich ein Häuschen finanziert hat ... die meisten hatten nach der Geldumstellung ein grinsen im Gesicht , denn auf einmal waren Inmobilien mehr wert, als die Kreditbelastung samt Zinsen .

Wie gesagt, Geld ist nichts wert , denn man kann es nicht essen oder trinken ! Es ist eben nur Blech oder Papier , es hat nur eine Kontrollfunktion über das Volk durch Abhängigkeit !

sven0403
11.05.2010, 10:56
Euer Optimismus ist ja lobenswert.....aber:
Geld ist der Gegenwert für deine Arbeitsleistung, Geld wird gegen Ware getauscht. Wenn dein Geld aber nichts mehr wert ist........:007: was bleibt dir dann?
Das Rezept riesige Schulden an zu häufen ist von Staatsseite her schon schief gegangen, jahrelang lebten und leben die EU Volkswirtschaften nur auf Pump, man hätte es eigentlich schon früher kommen sehen können.....für uns kleine Peoples sehe ich nur Nachteile, soziale Unruhen und vielleicht noch schlimmeres.

Bezahlen werden wir die ganze Choose in jedem Fall.

Wenn ich mir das dann durchlese: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694153,00.html#ref=rss dann wird mir ganz anders.
Erfreulich ist was anderes....

Gruß Sven

dblokf
11.05.2010, 13:10
Naja, Sven, die Schulden des Staates sind das Problem. Sobald ein Staat oder eine Gemeinschaft anfangen muss Geld zu drucken für welches noch kein Gegenwert produziert wurde(zB eine Ware) wird das Geld weniger wert. Oder anders gesagt du bezahlst 25 Cent fürs Brötchen, dann sind vielleicht 5 Cent noch gar nicht als Gegenwert erwirtschaftet soll heißen dein Bäcker hat eigendlich nur Werte in Höhe von 20 Cent von Dir bekommen.

sven0403
11.05.2010, 13:19
Naja, Sven, die Schulden des Staates sind das Problem. Sobald ein Staat oder eine Gemeinschaft anfangen muss Geld zu drucken für welches noch kein Gegenwert produziert wurde(zB eine Ware) wird das Geld weniger wert.


Und diese Gefahr siehst du nicht?

Bei dem Geldbedarf der sich in nächster zeit noch auftun könnte, sehe ich diese Gefahr schon und zwar Weltweit.
Nicht umsonst werden jetzt hektisch irgend welche Rettungspäckchen geschnürt um das Vertrauen in den Euro nicht noch mehr zu gefährden, welches wieder eine Kettenreaktion hervorrufen könnte.....wäre doch nicht das erste Mal.

Gruß Sven

dblokf
11.05.2010, 13:57
Sicher sehe ich die Gefahr. Aber irgendwie scheint es in der Natur der Menschen zu liegen gerne über Ihre Verhältnisse zu leben. Egal ob, wann und wie stark die Inflation kommt, es ist nicht die erste!

Treibrad
11.05.2010, 19:17
Deutschland war schon immer eine Exportnation, auch zu DM-Zeiten. Und die europäischen Nachbarländer waren schon immer unsere fleißgsten Abnehmer. Vom Binnenmarkt könnte kein Unternehmen des produzierenden Gewerbes leben.
Gut, die Gefahr einer Inflation besteht im Prinzip. Wann sie und wie hoch sie eintritt, ist noch in weiter Ferne.

Ein Exportüberschuss bedeutet, dass andere dafür ein Defizit haben. Es muss innerhalb der EU, im idealistischen Optimalfall in der ganzen Welt eine ausgeglichene Handelsbilanz vorliegen. Ansonsten lebt jemand über seine Verhältnisse und ein anderer unten drunter. Deutschland ist Vize-Exporteur, weil die Arbeitnehmer Lohneinbußen hingenommen haben und unter ihren Verhältnissen gelebt haben. Das Ganze wird jetzt aber nicht belohnt, denn wir helfen mit Geld aus. Normalweise müsste jetzt Deutschland über seine Verhältnisse leben und die anderen unten drunter, um einen fairen Ausgleich zu schaffen.



Wie stellst Du Dir das vor? Die Gewinne aus Vermögen werden besteuert, die Vermögenssteuer wurde 1995 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt und wird seit 1997 nicht mehr erhoben.
Und wenn Du Dir die Vergleichszahlen anderer Länder anschaust (wo der Begriff auch andere Bereiche umfasst) ist das Aufkommen im Vergleich zum BIP marginal.
Ich unterstelle einmal, dass Du mit der "Geldelite" nur solche meinst, die mehr als 500.000 € "auf der hohen Kante" haben, so kämen bei einer Vermögenssteuer von 2% rund 24 Mio. in die Staatskasse. Nimmt man die etwas "ärmeren" zwischen 100 und 500 Tsd. hinzu, bringt das noch einmal 14 Mio. Sicher ein netter Betrag, aber trotzdem weit von den Milliarden entfernt.
Sobald Du aber den Steuersatz so hoch ansetzt, dass die Steuerlast die Zinsgewinne abzüglich der Einkommenssteuer erreicht bzw. übersteigen, greifst Du die Substanz an und Du kannst Dir ausrechnen, wann das Vermögen aufgebraucht ist. Wenn die betreffende Person dann nicht mehr im erwerbsfähigen Alter ist, muss sie vom Staat alimentiert werden.
Ist schwierig und müsste dann weltweit erfolgen. Man darf aber nicht vergessen, dass die wachsenden (Staats)schulden gleichzeitig die wachsenden Vermögen(sansprüche) sind. Es gilt Schuld = Vermögen. Aber da eine faire Lösung in dem verwobenen, globalen Verpflichtungs-/Vermögensnetz zu finden, dürfte unmöglich sein. Am Ende hilft nur noch eine Art salomonsiche Teilung, sprich Entwertung der gesamten Vermögen/Schulden ohne Differenzierung.


Sicher sehe ich die Gefahr. Aber irgendwie scheint es in der Natur der Menschen zu liegen gerne über Ihre Verhältnisse zu leben. Egal ob, wann und wie stark die Inflation kommt, es ist nicht die erste!
Ja, wir lebten und leben immer noch in der westlichen Welt über unsere ökologischen Verhältnisse. Unserer ökologischer Fußabdruck ist viel zu groß, als dass sich dies 6 Milliarden Menschen und wachsend gleichzeitig auf der Erde erlauben könnten.
Die Tatsache allein, dass Schulden angehäuft werden, ist aber kein Maßstab dafür.
Denn Schulden sind im bisherigen Geldsystem unvermeidlich, einmal auf sich geladen, wachsen sie automatisch, selbst wenn der Marktteilnehmer sterben würde. Das Geldsystem verlangt es sogar, über die (ökologischen) Verhältnisse zu leben, denn es erfordert immer stetiges Wachstum, sonst ist über Kurz oder Lang Game Over angesagt.
Das machen die Umwelt und die Ressourcen nur bedingt mit.
Alternative um den Game Over zu verschieben oder sogar zu vermeiden, wäre stetige Inflation.
Man kann nur die Schulden der einzelnen Länder miteinander vergleichen und dann sehen, wer in welcher Rangfolge über seine Verhältnisse gelebt hat. Und da stehen die USA ganz weit vorne. Die drucken schon seit Jahren Geld wie blöde und kaufen/beuten die ganze Welt aus. Der einzige Grund, warum der Dollar noch etwas wert ist, ist deren (militärische) Machtposition auf der Welt zu verdanken. Aber das Blatt wendet sich langsam und in Zukunft könnte wohl China die Rolle einnehmen.

Bat
11.05.2010, 22:17
Ich frage mich die ganze Zeit, warum der Bundesbürger, der nicht mal gefragt wird, ob er dafür Bürgen will, die Zeche zahlen soll, wenn die Griechen nicht zurückzahlen können. Sollen doch unsere ganzen Politiker dafür Bürgen...

Ja bist Du denn irre???

Du kannst die doch nicht in die Verantwortung nehmen und das einfache Volk fragen, was es will???

Bist Du Revolutionär, oder was???:13:

:021:

Knallkopf
15.05.2010, 14:00
Wartet einmal ab, bis wir letztendlich wieder die Zeche zahlen müssen und dann vielleicht auch noch die paar Cent Sonntags - ,Nacht - und Feiertagszuschläge versteuern müssen !

sbb.lokmaster
15.05.2010, 14:34
Schätze mal, das da in Bälde was auf uns zukommen wird:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/295602/295603.php

maschwa
15.05.2010, 14:38
Schätze mal, das da in Bälde was auf uns zukommen wird:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/295602/295603.php

War doch klar, denn in NRW sind die Wahlen vorbei und aus Wahlergebnissen lernt hier niemand.... Wir sparen, damit wir den Griechen, Spaniern und Portugiesen das Jahrelange Leben im Überfluss ohne eigene Mittel nachfinanzieren können (müssen!). Nur wie lange noch????? Achja, auf dem Gebiet ist Deutschland ja Weltmeister, an eigenen Ausgaben sparen, um andere zu finanzieren. Und die Masse macht da noch mit (evtl. mit einem unproduktiven Knurren!).

MfG
maschwa

Trennhuepfer
15.05.2010, 15:40
Bundesangie sagte "Deutschland habe seit vielen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt"

Nein, nicht die Bundesbürger... die Politiker haben lange über unsere Verhältnisse gelebt.
eigentlich wollte ich hier nur ein Zitat einfügen, aber ich habe so viele zum Thema Politik gefunden die passen....

Aufpassen muss man auf Minister, die nichts ohne Geld machen können und auf Minister, die alles nur mit Geld machen wollen.

Indira Gandhi


Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.

Marcus Tullius Cicero

Politik machen bedeutet: den Leuten soviel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.

Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.

Dieter Hildebrandt


Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?

Wladimir Iljitsch Lenin

Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.

Otto von Bismarck

Politik ist die Kunst, stets neue Gründe für neue Steuern zu entdecken.

Knallkopf
15.05.2010, 16:43
Nun, das Wort : `Diätenerhöhung ` wird bestimmt nicht auf der Streichliste stehen !

sven0403
16.05.2010, 11:25
Nein, nicht die Bundesbürger... die Politiker haben lange über unsere Verhältnisse gelebt.

Aber mal ganz ehrlich....hätten wir sie denn gewählt wenn sie uns von Anfang an gesagt hätten, die nächsten vier Jahre werden bitter?

Ich glaube kaum, da würde die Linke hier schon regieren.

Gruß Sven

AOG
16.05.2010, 17:23
Aber mal ganz ehrlich....hätten wir sie denn gewählt wenn sie uns von Anfang an gesagt hätten, die nächsten vier Jahre werden bitter?

Ich glaube kaum, da würde die Linke hier schon regieren.

Gruß Sven
Und was geschieht dann?

Trennhuepfer
16.05.2010, 23:14
Aber mal ganz ehrlich....hätten wir sie denn gewählt wenn sie uns von Anfang an gesagt hätten, die nächsten vier Jahre werden bitter?

Ich glaube kaum, da würde die Linke hier schon regieren.

Gruß Sven
Also ich kann ruhigen Gewissens behaupten, daß ich die Regierung nicht gewählt habe (habe mein Kreuz woanders gemacht)

sbb.lokmaster
17.05.2010, 01:34
Ich habe da mal was, nur Ausdrucken, am besten auf Selbstklebefolie und hinpappen, wo es sinn macht:

maschwa
17.05.2010, 10:06
Kleiner Witz am Rande (Urheber unbekannt):

Wie merkst Du Dir die 11 88 0????

11 Millionen Griechen bekommen 88 Mrd. € und zahlen 0 zurück!

MfG
maschwa

Knallkopf
17.05.2010, 10:22
Seht es doch einmal positv !

Wir brauchen uns um unser Geld bald keinen Kopf mehr zu machen ! Es ist ja nichts mehr da !

sven0403
24.05.2010, 23:02
http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E06A3051636394CFDB91C276CE100A497~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

mmh interessant.

sbb.lokmaster
24.05.2010, 23:08
http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E06A3051636394CFDB91C276CE100A497~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

mmh interessant.

Wahrlich, Wahrlich, aber der letzte Satz sagt ja alles aus.

Trennhuepfer
25.05.2010, 09:04
http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E06A3051636394CFDB91C276CE100A497~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

mmh interessant.

hmmmm... ich will ja nicht unken, aber in Beitrag #11 hatte ich folgendes angemerkt

http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?16292-Hilfe-f%FCr-Griechenland-Was-ist-Eure-Meinung-dazu&p=289497&viewfull=1#post289497 (http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?16292-Hilfe-f%FCr-Griechenland-Was-ist-Eure-Meinung-dazu&p=289497&viewfull=1#post289497)

Lissabon Vertrag Artikel 125 (http://dejure.org/gesetze/AEUV/125.html)

LZB
25.05.2010, 09:41
hmmmm... ich will ja nicht unken, aber in Beitrag #11 hatte ich folgendes angemerkt

http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?16292-Hilfe-f%FCr-Griechenland-Was-ist-Eure-Meinung-dazu&p=289497&viewfull=1#post289497 (http://www.bahnerforum.de/forum/showthread.php?16292-Hilfe-f%FCr-Griechenland-Was-ist-Eure-Meinung-dazu&p=289497&viewfull=1#post289497)

Tja Trenni, das sollte Dir zu denken geben.
Solltest Du mal einem Psychiater klagen: " Herr Doktor, ich habe immer das Gefühl niemand beachtet mich"
und als Antwort kommt:
"der Nächste bitte"
wundere Dich nicht:021:

Trennhuepfer
25.05.2010, 09:47
is ja wie zu Hause....

dblokf
30.05.2010, 21:35
Und was geschieht dann?

Kann keiner so richtig wissen, ist ja bis jetzt noch nicht passiert. Aber sich Jahrzehnte lang Konsequenzlos an der Nase herum führen lassen ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Vmax
07.06.2010, 19:56
Gehts jetzt weiter?
Wenn ja wohin.Kann einem ja Angst und Bange werden.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/ungarn-die-angst-vor-einem-zweiten-fall-griechenland_aid_516711.html

Vmax

Traindriver
07.06.2010, 20:37
Jetzt ist UNSER Sparpaket beschlossen, da können wir doch wieder anderen GROßZÜGIG helfen.
Wir Deutschen zahlen doch gerne..........:017:

Wo soll das noch hinführen?

Ich meine: JETZT ES GENUG!!!

Wenn UNSERE Staatsfinanzen wieder im Lot sind, dann können wir erst wieder anderen helfen!!

sven0403
07.06.2010, 20:48
Sparpaket...:24::24::24: wohl eher ein Blankoscheck für unnütze, faule und unfähige Politiker, die habens versaut und stehlen unser Geld aufs neue.

Gruß Sven

Knallkopf
07.06.2010, 21:02
Dagegen war Erich mit seinen milden Gaben noch ein Waisenknäblein gewesen !

sbb.lokmaster
07.06.2010, 21:51
Zu diesem Thema fällt mir eine schöne Sache ein, die ich letzte Woche vom User Kwun gehört habe:

Wie merkt man sich die 11 88 0?





























Ganz einfach:

11 Millionen Griechen bekommen 88 Mio. € und zahlen 0 zurück.

(Sorry Kwun, aber den mußte ich hier mal anbringen, der gefiel mir einfach zu gut.)

AOG
07.06.2010, 21:56
Gehts jetzt weiter?
Wenn ja wohin.Kann einem ja Angst und Bange werden.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/ungarn-die-angst-vor-einem-zweiten-fall-griechenland_aid_516711.html

Vmax
Wie heißt die Währung in Ungarn?

Vmax
07.06.2010, 22:04
@AOG
http://www.balaton-service.de/reise_geld.shtml

Trotzdem ist Ungarn EU-Mitglied und deren Verschuldung hat auswirkungen auf den Euro. Siehe Link oben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliedstaaten_der_Europ%C3%A4ischen_Union#Liste_ der_Mitgliedstaaten

Vmax

sbb.lokmaster
07.06.2010, 22:06
Hat doch jeder Prophezeit, das Griechenland nur der Anfang war. Aber diejenigen, die das gesagt haben, wurden als Spinner abgetan. Wie Recht sie nun doch haben.

AOG
08.06.2010, 00:44
@AOG
http://www.balaton-service.de/reise_geld.shtml

Trotzdem ist Ungarn EU-Mitglied und deren Verschuldung hat auswirkungen auf den Euro. Siehe Link oben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliedstaaten_der_Europ%C3%A4ischen_Union#Liste_ der_Mitgliedstaaten

Vmax
Die Mitgleidschaft in der EU ist nicht gleichbedeutend mir der Währungsunion. Jede nationale Währung kann auf- oder abgewertet werden, wenn es erforderlich ist. Der ungarische Forint ist nicht zwangsweise an den Euro gekoppelt, auch wenn es seit der Einführung des Euro so scheint.

dblokf
14.06.2010, 02:11
Hat doch jeder Prophezeit, das Griechenland nur der Anfang war. Aber diejenigen, die das gesagt haben, wurden als Spinner abgetan. Wie Recht sie nun doch haben.

Naja, allen die die Kreterien für die Eurowährung anfangs erfüllt haben muß man in einer Union schon zur Seite stehen. Nur Griechenland hat sich den Euro ergaunert und nichts anders. Das wir nun Einem Land helfen etwas zu behalten was es sich illegal erworben hat zeigt wie tief wir gefallen sind.

Traindriver
14.06.2010, 20:19
Naja, allen die die Kreterien für die Eurowährung anfangs erfüllt haben muß man in einer Union schon zur Seite stehen. Nur Griechenland hat sich den Euro ergaunert und nichts anders. Das wir nun Einem Land helfen etwas zu behalten was es sich illegal erworben hat zeigt wie tief wir gefallen sind.

Stimmt!!

Jetzt wird Schadensbegrenzung auf unsere Kosten betrieben - TOLL!!!!!!

Teufel36
15.06.2010, 06:48
Stimmt!!

Jetzt wird Schadensbegrenzung auf unsere Kosten betrieben - TOLL!!!!!!

Na, wer den sonst wenn nicht wir??

Traindriver
21.06.2010, 22:50
Na, wer den sonst wenn nicht wir??

Leider muß ich Dir recht geben!!!!!!!!

maschwa
28.06.2011, 12:16
Ich hole das Thema mal wieder hoch... Man kann zwar streiten, aber sowas????

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,770889,00.html


Will man den ehemaligen Lokführer Georgios Fotiadis besuchen, muss man sich sehr weit hineinwagen in das Innere eines Molochs, der als größte Klinik Griechenlands gilt. Es geht durch dunkle Treppenhäuser und verwinkelte Flure hinab in das Kellergeschoss des Athener Evangelismos-Krankenhauses. Fäulnis und Verwesung liegen in der Luft, es ist heiß hier unten, ein Stockwerk unter dem Krematorium. "Tiefer kann ein Mensch nicht mehr sinken", sagt Fotiadis, 51.

Seit drei Wochen arbeitet der Beamte nun in der Wäscherei des Hauses und muss, wie er angewidert berichtet, die mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten verschmutzte Bettwäsche reinigen. Außerdem sei es seine Aufgabe, sämtliche Abwasserschächte von Ungeziefer zu befreien. Voller Verbitterung stößt er hervor: "Das wollte ich schon mein ganzes Leben lang machen."

Man kann das Ausmaß des Abstiegs, den Georgios Fotiadis erlitten hat, nur verstehen, wenn man in seiner Biografie etwas zurückgeht, in das Jahr 2005 zum Beispiel. Damals steuerte er auf der prestigeträchtigen Strecke zwischen Athen und Thessaloniki die Schnellzüge der Staatsbahn OSE. Es war sein Traumjob, der dem verbeamteten Lokführer netto bis zu 3500 Euro monatlich einbrachte. Fotiadis kaufte sich in Piräus eine Wohnung, vier Zimmer, 75 Quadratmeter, heiratete zum zweiten Mal und wurde wieder Vater. Das Leben war sehr gut zu ihm.

oder sowas?


Am Anfang seien es nur Gerüchte gewesen, erinnert sich Jannis Sileos, 52, der zuletzt als Chefzugführer in der OSE-Leitstelle gearbeitet hatte. Von Versetzungen sei die Rede gewesen, auch von solchen ins chronisch defizitäre Gesundheitswesen, doch die Personalräte hätten immer abgewiegelt. Dann aber sei ihm eines Morgens eine Liste mit 44 Namen in die Hände gefallen, es waren die der dienstältesten und somit bestbezahlten Lokführer der staatlichen Eisenbahn. Und ganz oben stand "Jannis Sileos". "Da wurde mir eiskalt, es war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen."

Sileos, der vor seiner Degradierung noch für 20.000 Euro an einer Fernuniversität als Führungskraft geschult worden war, arbeitet inzwischen als Techniker in einem Athener Krankenhaus, wobei "arbeitet" es eigentlich nicht ganz trifft. "Ich soll mich um die Anlagen des Gebäudes kümmern, aber ich kenne mich damit überhaupt nicht aus. Ich bin Eisenbahner." Also versuche er, möglichst wenig kaputtzumachen und irgendwie den Tag herumzukriegen.

Ich kann nur mit dem Kopf schütteln... Manager, Politiker sollten zahlen, aber das ist unwürdig! Und der Personalrat???? Schimpfe mal noch einer auf unsere... Die sind zwar auch nicht optimal und manche Regelung ist reine Verschwendung (ich denke an hochdotierte Beate im "Gelben Sack"), aber es ist zumindest nicht würdelos... Das was passieren muss ist klar, aber die Menschenwürde sollte man respektieren!!!!!!!!!!!!!!! Ich bin erschüttert!

Insbesondere dies hier:

Dann aber sei ihm eines Morgens eine Liste mit 44 Namen in die Hände gefallen, es waren die der dienstältesten und somit bestbezahlten Lokführer der staatlichen Eisenbahn.

gibt zu denken, zumal wohl lt. dem Artikel auch die Gehälter "angepasst" wurden! Die ganze EU demokratisch und auf Menschenrecht ausgelegt?

MfG
maschwa

sven0403
28.06.2011, 12:22
Das was passieren muss ist klar, aber die Menschenwürde sollte man respektieren!!!!!!!!!!!!!!! Ich bin erschüttert!

Vor allem würde mich interessieren was aus den Leuten geworden ist die die Anlage vorher bedient und gewartet haben hat man die raus geschmissen um einen billigen weil ja vom Staat bezahlten Beamten dort einzusetzen?

Den Griechen steht das Wasser bis zum Hals und wir müssen dafür zahlen damit sie uns in diesen Strudel nicht auch noch hineinziehen....die vermögenden Griechen die Dank ihrer Korruption diese Situation überhaupt erst nötig machten, haben sich längst aus der Affäre gezogen, bluten darf wieder mal der kleine Mann....ich könnte es verstehen wenn dort Paläste in Flammen aufgehen

maschwa
28.06.2011, 12:37
Interessante Frage... Wahrscheinlich wäre es... Wenn ich dann noch lesen:


Doch die Versetzung von Fotiadis und Sileos und 2200 anderen Bahnbeamten, die entbehrlich schienen, weil der Staat aus Kostengründen Strecken und Züge gestrichen hatte, schlägt nicht nur auf die Psyche der Betroffenen. Sie ist auch mit finanziellen Einbußen verbunden, die massiver kaum ausfallen könnten: Fotiadis und Sileos verdienen plötzlich nur noch 1200 und 1400 Euro netto - wovon ihnen allerdings monatelang kein Cent ausgezahlt werden soll.

Sparen gut und schön... Nur wo keine Kaufraft ist kommen auch keine Steuern? Wenn, wie du schon richtig annimmst, der, der vorher da gearbeitet hat "arbeitslos" wird oder einen weit weniger bezahlten Job findet, hat er einen Kaufkraftverlust und der Beamte auch... Geniale Taktik... Kreditbedienung der Privaten auch nicht mehr möglich... Juhu, endlich geht's den Banken an den Kraken... Nur zu welchem Preis: Menschenwürde verloren und der Staat geht trotzdem Pleite.... Und ein Neuanfang bei Null??? In dem Alter schwierig!

MfG
maschwa

Gerd Belo
28.06.2011, 14:13
Den Griechen steht das Wasser bis zum Hals und wir müssen dafür zahlen damit sie uns in diesen Strudel nicht auch noch hineinziehen....Den Grichen steht das Wasser wohl bis zum Hals und sie werden einige lieb gewonnene Gewohnheiten aufgeben müssen - nur zahlen tun wir nicht für die Grichen, sondern ausschließlich für die Sicherung der Gewinne derjenigen Banken, die den Grichen Kredite gewähren. Das ist ein sehr feiner Unterschied! Geht es doch im wesentlichen darum, das System "Kapital" aufrecht zu erhalten und das Ende des Gesellschaftlichen Systems, das darauf basiert, hinauszuzögern......nur mal so zum nachdenken.......:039:

Knallkopf
29.06.2011, 14:44
Ab 30.06. bietet Lidl ` Griechische Sommerfeuden` an . Ob da die Mehrwertsteuer als Griechensoli gespendet wird ???

sven0403
30.06.2011, 11:42
Eine interessante Überlegung für alle die den Griechen gute Ratschläge geben wollen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,771396,00.html#ref=rss


Keine rosigen Aussichten also für Griechenland. Sollte die Regierung tatsächlich alle beschlossenen Einsparungen und Steuererleichterungen umsetzen, wird das Land wohl noch lange in der Rezession bleiben - soziale Unruhen eingeschlossen. Ganz so einfach wie viele Deutsche sich das denken, ist die Sache mit dem Sparen also doch nicht.

Knallkopf
04.07.2011, 20:27
Und unsere Rente wirds dann wohl in Drachme geben ....

Traindriver
07.07.2011, 19:13
Rückschau: Sparpaket radikal
Wenn die Deutschen wie die Griechen sparen müssten
(http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,8skaqll745z2tiqm~cm.asp)

Rückschau: Raus aus dem Euro
Was Griechenland von der Türkei lernen kann (http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,l00stml25ecs8lkz~cm.asp)

VT605
11.07.2011, 21:26
Nun stehen die USA und Italien vor der Pleite, aber keine Sorgen liebe Amerikaner und Italiener, Deutschland zahlt das schon.
So langsam sollte man sich Gedanken über das Ende des Euro machen, sonst wird das ein Schrecken ohne Ende. Leider wird auch bei einer neuen Währungsumstellung der "kleine" Mann wieder der Verlierer sein und dabei draufzahlen.

olso001
11.07.2011, 22:46
Ich müsste mal fragen, ob ich mir mein Gehalt zukünftig in Schweizer Franken oder in Gold auszahlen lassen kann! Wenn ja, kann der Euro von mir aus den Bach runtergehen!

Traindriver
13.07.2011, 20:20
Ich müsste mal fragen, ob ich mir mein Gehalt zukünftig in Schweizer Franken oder in Gold auszahlen lassen kann! Wenn ja, kann der Euro von mir aus den Bach runtergehen!

Es könnte auch wieder Auszahlung in NATURALIEN geben!!!!!:003:

Knallkopf
13.07.2011, 20:29
Tausche Kapitalversicherung gegen Brot .

Knipsi
23.07.2011, 14:53
Wie Kopfkrank sind alle Europäischen Politiker eigentlich? Die sind so krank, daß man den Kreaturen nicht mehr helfen kann.
Wieder gibt es Milliarden für die Griechen.Das Geld werden die nie zurückzahlen können und wollen.
Und in Afrika leiden Millionen Menschen an Hunger und dafür ist fast kein Geld da. Diese Milliarden wären in Afrika sinnvoller als bei den Griechen.

Knallkopf
24.07.2011, 12:47
Überlege einmal , wieviel Jahrzehnte schon nach Afrika gespendet wird ? ! Haben die sich selber geholfen ??? Nö, das einzigste was man hört ist doch , das ein Buschvolk gegen ein anderes kämpft .

sbb.lokmaster
24.07.2011, 14:26
Und selbst wenn wir jetzt dafür Spenden würden, wo landet das Geld dann? Bei denen, die es notwendig haben sicher nicht. Sondern eher bei irgendwelchen Stammeschef´s, die dann wieder von dem Geld dafür Waffen bei Deutschen Firmen einkaufen. Sollen doch die Firmen, die Jahrzehntelang an den Waffenverkäufen nach Afrika verdient haben, Gelder aus den Gewinnen abtreten. Selbst wenn das nur 10% wären, so sind das Milliarden.

Um das nicht Falsch verstehen zu lassen. Ich bin absolut nicht gegen die Hilfe dafür, aber diese Hilfe muß auch da ankommen, wo Sie gebraucht wird, und das ist derzeit absolut nicht gewährleistet. Somit Helfen wir den Menschen also nicht.

Traindriver
24.07.2011, 14:51
Und selbst wenn wir jetzt dafür Spenden würden, wo landet das Geld dann? Bei denen, die es notwendig haben sicher nicht. Sondern eher bei irgendwelchen Stammeschef´s, die dann wieder von dem Geld dafür Waffen bei Deutschen Firmen einkaufen. Sollen doch die Firmen, die Jahrzehntelang an den Waffenverkäufen nach Afrika verdient haben, Gelder aus den Gewinnen abtreten. Selbst wenn das nur 10% wären, so sind das Milliarden.

Um das nicht Falsch verstehen zu lassen. Ich bin absolut nicht gegen die Hilfe dafür, aber diese Hilfe muß auch da ankommen, wo Sie gebraucht wird, und das ist derzeit absolut nicht gewährleistet. Somit Helfen wir den Menschen also nicht.

Deswegen sollten wir nicht Geld nach Afrika schicken, sondern Dinge, welche die Menschen da unten dringend brauchen, wie Wasserdesinfektionsanlagen, Medikamente u.ä., aber auch Solaranlagen zur Stromerzeugung z.B..

Kann man den Griechen nicht auch mit Sachleistungen helfen??? So kommt es bei den normalen Griechen sowieso kaum an.

Gerd Belo
24.07.2011, 15:42
Kann man den Griechen nicht auch mit Sachleistungen helfen??? So kommt es bei den normalen Griechen sowieso kaum an.Vergesst bei euren Überlegungen doch bitte, das auch nur ein Cent an die Grichen geht! Es geht darum - und nur darum - zu Garantieren, das Grichenland seine Schulden (mit Zinsen!!!) zurückzahlt. Nichts anderes wurde mit dem Rettungsfond beschlossen. Es wird für die Schulden des in den "Rettungsschirm" aufgenommenen Staates GEBÜRGT. Es wird also dafür gezahlt, das die geldgebenden Banken GEWINNE OHNE RISIKO machen.


Mal wieder nur so zum Nachdenken.....

Knallkopf
24.07.2011, 16:44
Nur ist eben das ganze System am Ende . Frankreich , als nächster Kandidat steht schon vor der Türe . Und da wir alles blind gehorchend den Amis nachmachen , werden wir wohl die nächsten sein , wenn wir kein Geld mehr haben , die ganze Welt zu versorgen . Vielleicht leiht und China dann was oder die Bank of Jupiter ???

Ich denke mal , wir sollten uns von der Wirtschaftswelt wie wir sie bisher kennen so langsam verabschieden .
Aber wir haben den Aluchip , die Forum-Schecks, das Westgeld überlebt , da werden wir das Ende von Euro auch überlenben . Es muß ja irgendwie weitergehen !

Also nicht wundern , wenn der Bäcker eines Tages doch lieber die Zeitgutschriften/ Überstunden , statt Euros haben will ! :003:

Bahnstern
24.07.2011, 19:04
Zitat eines gewissen(losen) Vorstandsvorsitzenden der deutschen Bank

"wir werden bis zu 20 % abschreiben müssen bei den griechischen Anleihen"

Jetzt werde ich ihn mal bedauern,den armen...

Richtig wäre wir verdienen auch weiterhin Milliarden an Griechischland.
Aber das wäre unpopolär...

Ähm...schon mal jemand drann gedacht das jetzt die Russen ganz gross bei
uns einsteigen ?
EON,RWE ?

Ob wir dann auch einen (Strom-) rettungsschirm bekommen ?

sven0403
05.10.2011, 15:00
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,790023,00.html#ref=rss


Wie schlimm wäre eine Staatspleite Griechenlands? Altkanzler Helmut Schmidt warnt vor Panik: Nach seiner Ansicht wäre eine vorübergehende Insolvenz "kein existentiell gefährdendes Unglück". Der SPD-Politiker fordert dennoch die Rettung des Landes - aus Europapolitischen Gründen.

...aus seiner persönlichen Sicht ist das vielleicht kein Beinbruch aber was ist mit den vielen Leuten in Griechenland die einer Pleite nicht so locker entgegensehen können. Was ist wenn der Rettungsschirm zur Anwendung kommt...welche Folgen hätte dies für uns?

Dieser ganze Molloch EU ist zu einem Staat im Staat geworden blickt dort überhaupt noch einer wirklich und vor allem richtig durch? Ich habe noch nie viel Vertrauen in unser Europaparlament gesteckt und allzuviel tragen die teuren Damen und Herren auch nicht zu Bewältigung der Krise bei, im Gegenteil sie füttern noch die amerikanischen Ratingagenturen.

Dummerweise stecken wir viel zu tief mit drin, wir können gar nicht zurück.

Knallkopf
12.10.2011, 07:29
Ersteinmal sollten wir uns bei den Slowaken bedanken !

sven0403
12.10.2011, 08:24
Ersteinmal sollten wir uns bei den Slowaken bedanken !

Alles nur Verzögerungen....

Du wirst es erleben wie die Slowaken reumütig zur allgemeinen Euromeinung zurückkehren....da gibt es nämlich schöne Druckmittel...nur die Gedanken sind frei, das Handeln schon längst nicht mehr.
Irgend ein Euro Profalla wird denen schon in deutlicher Sprache mitteilen wie sie in Zukunft ihr Abstimmungsverhalten einnorden müssen um weiterhin in der EU freundlich aufgenommen zu bleiben!

Knallkopf
12.10.2011, 08:36
@ Sven,

das befürchte ich leider auch !

Brummbaer
12.10.2011, 09:21
Dieser ganze Molloch EU ist zu einem Staat im Staat geworden blickt dort überhaupt noch einer wirklich und vor allem richtig durch? Ich habe noch nie viel Vertrauen in unser Europaparlament gesteckt und allzuviel tragen die teuren Damen und Herren auch nicht zu Bewältigung der Krise bei, im Gegenteil sie füttern noch die amerikanischen Ratingagenturen.

Also da die EU ja auch (oder hauptsächlich) eine Wirtschaftsunion ist macht die nähe zu den Rating Agenturen schon sinn. Was kümmern mich die Leute in dem betreffenden Staat, hauptsache ich Kriege genug Geld vom Staat.

Das mit dem Druckausüben ist für mich ein Grund nicht der EU beizutreten. Ein von einem Staat oder dem Volke des Staates Demokratisch gefällter entscheid gilt. Ob einem bzw. der EU das nun passt oder nicht. Ich erinner nur an die Abstimmung zur EU Verfassung, wo massiv auf die Staaten die sie (durch Volksentscheid) abgelehnt hatten, Druck ausgeübt wurde.

Die EU ist für mich eine Diktatur des Geldes und der funktionäre. Der Rettungsschirm für Griechenland bzw. den Euro ist in erster Linie ein Rettungsschirm für die Banken. Für mich gehört zu einer Entschuldung auch das die Gläubiger auf einen teil ihrer Forderungen verzichten. Bis jetzt kam von den Banken nicht wirklich viel. Es sollens wieder die andern Staaten und deren Steuerzahler richten.

Was

Gerd Belo
23.10.2011, 14:26
Kleiner Tip:


Mühelos Geld verdienen im Internet !!!


Wolltest Du immer schon schnell und mühelos Geld im Internet verdienen?

Bis vor kurzem habe ich selber nicht geglaubt‚ dass es möglich ist.

Aber dann habe ich diesen Tip von der EZB bekommen.

ES IST ALLES VÖLLIG LEGAL !!!

Und so funktioniert’s:

Unten findest Du eine Liste mit 5 Namen.

Stecke zwei 500-€-Scheine in einen neutralen Umschlag und

schicke diesen an den ersten aus der Liste.

Kopiere diesen gesamten Text mit einem Textverarbeitungsprogramm.

Lösche nun den ersten Eintrag der Liste‚ aus #2 wird #1‚

aus #3 wird #2‚ usw.

Setze Deinen Namen an die letzte Stelle #5.

Dann poste den neuen Text in möglichst viele Newsgruppen.

Wenn sich alle genau an die Regeln halten‚ wird es funktionieren

und Du wirst reich !!!

Hier ist die Liste mit den Namen:

1. Griechenland

2. Irland

3. Portugal

4. Spanien

5. Italien




:003:

Knallkopf
24.10.2011, 07:43
Ich bin ja gespannt , wie und ob, die Griechen nun der Türkei helfen , nach dem Erdbeben !?

macmoldis
01.11.2011, 09:38
Ich bin ja gespannt , wie und ob, die Griechen nun der Türkei helfen , nach dem Erdbeben !?tja die Türken wollten keine staatliche Hilfe von außerhalb

Ich bin nun erstmal gespannt was eine Volksabstimmung in Griechenland bringt. Nix gegen solch eine Abstimmung, auch bei der Simmungslage im Lande, aber ... da wird man offiziell fast/schon für Pleite erklärt, halb Europa müht mit einem Rettungsschirm zu helfen, man tut so, als komme es auf jeden Tag an und dann ... wir stimmen erstmal darüber ab, ob wir unter den Schirm wollen. Mal abgesehen davon, dass keiner weiß, abschätzen kann was aus Europa, dem Euro wird, wenn die Griechen so richtig am Ende sind, ohne Europa ohne Euro ... aber so eine Volksabstimmung ist doch nicht von heut auf morgen, das ist doch nicht innerhalb von ein paar Wochen erledigt ... ich ahne schlimmes

Knallkopf
01.11.2011, 10:21
Und wann kommt bei uns die Volksabstimmung , ob wir überhaupt zahlen wollen ??? Was werden wohl unser noch ungeborenen Enkel dazu sagen , die einmal den ganzen Mist ausbaden müssen ??? Oder sollen wir unseren Kindern raten , keine Kinder mehr zu machen !?

LZB
01.11.2011, 14:38
Und wann kommt bei uns die Volksabstimmung , ob wir überhaupt zahlen wollen ??? Was werden wohl unser noch ungeborenen Enkel dazu sagen , die einmal den ganzen Mist ausbaden müssen ??? Oder sollen wir unseren Kindern raten , keine Kinder mehr zu machen !?

Na ja, der Rat liegt nahe. Aber auch früher gab es Zukunftsängste. Und trotzdem sind wir nicht mehr in der Entengrütze und schaffen es uns weiter zu entwickeln.
Und werden unsere Kindeskinder wirklich leiden?
Ich glaube eher die Kinder der Nehmerländer haben das Nachsehen. Selbst wenn wir heute zahlen und selbst als Einzelner kaum spürbar etwas zurükbekommen. Die Schuldenstaaten müssen zu Lasten Ihrer Bevölkerung zurückzahlen. Und das mit Zins und Zinseszins. Oder glaubst Du ernsthaft unsere Banken verzichten auf alles?
Und deshalb ist es m.E. der richtige Weg das Volk über ihr Schicksal entscheiden zu lassen.

Bat
01.11.2011, 22:08
Die Abstimmung ist doch nur, damit die hohen Herren ihren Arsch an die Wand bekommen und die Banken gerettet werden ... .

Wenn die Griechen Nein sagen, dann sind sie Schuld, an der Armut im Land und an der Arbeitslosigkeit und überhaupt ... .
Wenn die Griechen Ja sagen, dann sind sie Schuld, an der Armut im Land und an der Arbeitslosigkeit und überhaupt ... .

Netter Trick von Papandreou ... .:023: Hätte er mal vorher gefragt ... .

sebastian57
02.11.2011, 03:19
Da haben die griechischen Sozialdemokraten samt ihres Chefs Papandreo wohl ein bißchen Schiß, ihr Sparprogramm gegen das eigene Volk durchsetzen zu müssen, jetzt wo die neue Hilfe genannte Bankenrettung im zweiten Anlauf beschlossen wurde. Sie riskieren politischen Selbstmord (wie das griechische Volk stimmen wird, dürfte klar sein nach seinen jahrhundertelangen Erfahrungen mit Fremdbestimmung) und bewahren sich noch ein bißchen Scham.
Nur wie werden unsere Euro-Germania und der sich an sie klammernde Schrumpf-Gallier reagieren, nachdem die Überraschung verflogen ist? Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie den Ausgang eines demokratischen Verfahrens abwarten werden. Sie werden wohl eher versuchen, Griechenland den Status eines Euro-Protektorates überzustülpen.
Vielleicht ist das Ganze aber auch derart abgesprochen, daß Genosse P. die Vertrauensabstimmung am Freitag verliert, die Konservativen endlich die offene Macht über Athen erhalten und das bereits im Parlament beschlossene Unterdrückungsprogramm durchsetzen. Und wenn es dem Volke nicht passen sollte, kann man die Schuld auf die Sozis schieben, die hatten es ja beschlossen.

Egal was passiert, der Verlierer dürfte feststehen. Und da das griechische Volk jahrhundertlange Erfahrungen mit Fremdbestimmung hat, werden Maßnahmen zur Niederhaltung des zu erwartenden Widerstandes folgen.

Die angekündigte demokratische Entscheidung dürfte eine neue Runde des Demokratieabbaus in ganz Europa einleiten.
Seien wir wachsam.

Knallkopf
02.11.2011, 09:06
Langsam ist es nicht mehr lustig , wie sich Resteuropa vorführen läßt !

schwellenleger
02.11.2011, 13:43
Moin,

ich habe langsam aber sicher die Schna... voll von diesen Griechen; sollen sie doch kriechen und zwar auf dem letzten Zahnfleisch. Man bemüht sich ihnen zu helfen auf jede nur erdenklich Weise, damit es bei ihnen weitergeht und sie mithin ihren Toten weiterhin Rente überweisen können. Und was machen die Griechen? Verunsichern mit ihrer angedachten Volksabstimmung, die nie mit ihrern Unterstützern abgesprochen war, die gesamte Weltwirtschaft.

Jetzt ist Schluss mit lustig! Jetzt heiß die Devise genau wie bei "Brot für die Welt", ............ aber die Wurst bleibt hier. Keinen müden Cent sollen die mehr kriegen.

Ich will meine alte DM wieder zurück und darüber will ich jetzt und hier ne Volksabstimmung!!

Gruß an Alle

sven0403
02.11.2011, 13:45
Papandreou schiebt er seinem Volk jetzt die A-Karte zu. Verfahrene Kiste....und ich vermute auch mit keinem schönen Ausgang.

zp9
02.11.2011, 13:52
Auf einer gewissen Art und Weise kann ich die Griechen ja verstehen wenn sie gegen den Rettungsschirm stimmen, schließlich werden von den einzelnden Bürger große Einschnitte verlangt.

Wenn von uns derartige Einschnitte verlangt werden würden, würde es sicherlich auch zu Protesten kommen, wobei wir in Deutschland immerhin noch relativ human sind, in Frankreich wird leicht mal eine Autobahn oder ein Grenzübergang dichtgemacht.

Das die Regierung eine Volksabstimmung anstrebt ist irgendwie auch verständlich, keine Regierung kann auf Dauer gegen den Willen der Bürger agieren.

Die Frage ist nur was passiert wenn Griechenland pleite geht bzw. aus der Eurozone austritt? Wie geht es dann mit uns weiter? Flüchtet die Wirtschaft dann ins Billiglohnland Griechenland zu unser aller Schaden?

sven0403
02.11.2011, 13:55
Eine Volksabstimmung ist ein demokratisches Mittel keine Frage, doch diese muss auch Sinn machen worüber will man denn noch abstimmen wenn das Kind schon im Brunnen ertrinkt, hier wird unnötig Zeit vertrödelt die man 1. nicht hat 2. man verunsichert den gesamten Weltmarkt mit unabsehbaren Folgen....auch für Griechenland

drehstromer
02.11.2011, 15:32
Vorschlag: Wir erhöhen den Wasserspiegel im Mittelmeer. Dann haben wir nicht nur das griechische,sonder auch gleich das italienische,spanische...Problem gelöst!


Ja ich weiß,der ist furchbar böse. Ich kann ja noch ein paar Sarkasmusrahmen extra drum machen.

P.S. Gestern fiel mir ein griechisches 2€ Stück in die Hände. Ihr glaubt garnicht wie schwer es ist,sowas wieder loszuwerden. Erst ein Nullachtfünfzehn-Kaffeeautomat ließ sich erweichen,das heiße Stück anzuerkennen. (war es gar ein griechischer Automatenaufsteller?)

schwellenleger
02.11.2011, 15:37
Vorschlag: Wir erhöhen den Wasserspiegel im Mittelmeer. Dann haben wir nicht nur das griechische,sonder auch gleich das italienische,spanische...Problem gelöst!


Ja ich weiß,der ist furchbar böse. Ich kann ja noch ein paar Sarkasmusrahmen extra drum machen.

P.S. Gestern fiel mir ein griechisches 2€ Stück in die Hände. Ihr glaubt garnicht wie schwer es ist,sowas wieder loszuwerden. Erst ein Nullachtfünfzehn-Kaffeeautomat ließ sich erweichen,das heiße Stück anzuerkennen. (war es gar ein griechischer Automatenaufsteller?)

Moin,

wenn erhöhter Wasserstand, dann auch an der Nordsee, damit die Kifferbuden endlich verschwinden!

Gruß an Alle

sven0403
02.11.2011, 15:45
Wenn wir den Wasserstand erhöhen wo machen wir dann Urlaub?

Das Problem ist nun mal da, es muss auch gelöst werden auf die eine oder andere Weise...ich weiß auch schon wer daran gewinnt und wer das alles bezahlt!

Knallkopf
02.11.2011, 18:31
Wahrscheinlich gibts den Spruch auch bei den Griechen :

Ist der Ruf erst ruiniert, lebts sich dann ganz ungeniert !


---====--- Beitrag hinzugefügt am um 17:29 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 17:28 ---====---


Wenn wir den Wasserstand erhöhen wo machen wir dann Urlaub?

Das Problem ist nun mal da, es muss auch gelöst werden auf die eine oder andere Weise...ich weiß auch schon wer daran gewinnt und wer das alles bezahlt!

Ja, Sven , wenigstens das ist schon beschlossene Sache ! :003:


---====--- Beitrag hinzugefügt am um 17:31 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 17:29 ---====---

Kennt ihr schon unsere neue Nationalhymne ???

`Wer soll das bezahlen ? Wer hat soviel Geld ??? Wer hat soviel Pinkepinke , wer hat das bestellt ???........ `

LZB
03.11.2011, 19:58
Angebot für Währungsskeptiker:
Da ja Griechenland wohl bald aus der Eurozone verband wird, ist deren Euro ja nix mehr wert.

Wer dennoch etwas retten will, wende sich vertrauensvoll an mich.

Tausche 10 griechische 2-€ Münzen gegen eine deutsche 2€- Münze. Optional auch 10 griechische gegen 5 italienisch/spanische .

Angebot nur für kurze Zeit und solange der Vorrat reicht.
ONLY CACHE
Schecks, Schuldverschreibungen, e.t.c. werden nicht angenommen

Altersstarrsinn
03.11.2011, 23:47
Da wollten die Griechen ja eine Volksabstimmung. Der Rest Europas -an der Spitze die demokratischen Politiker aus Deutschland und Frankreich- haben sofort Zeter und Mordio geschrieen. Wie kann man auch das Volk abstimmen lassen, wenn es um so etwas wichtiges wie Geld geht. Geld, das ist etwas, mit dem Banker jonglieren. Mit Geld rechnen Rating-Agenturen, Hedgefonds, Börsen! Leute, die mit dem Cent rechnen und sich höchstens mal um 55 Mrd vertun. Und solche wichtigen Sachen will man vom Volk entscheiden lassen?

Naja, Papandreou hat sich ja überzeugen lassen, dass Demokratie nichts fürs Volk ist und hat einen Rückzieher gemacht. Dann steht den zukünftigen Geschäften ja nichts mehr im Wege und die Börsen steigen wieder.

Volksabstimmung! Nerven hat der Kerl!


Gruß

A.

schwellenleger
04.11.2011, 00:14
Aber wer weiß , irgendwann wird für uns was positives beschlossen : Rente mit 85 ! .....

Moin,

Du meinst sicher Altersteilzeit mit 85!!:24::021::24::021:

Gruß an Alle

Moselaner
06.11.2011, 19:52
Moin,

jetzt wird es scheinbar richtig lustig. Die G-20 bzw.die EU will/wollte an unser Gespartes ran. Sprich die Gold- und Währungsreserven.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,796149,00.html

sven0403
06.11.2011, 19:58
Um einen Todkranken das Leben noch um ein paar Stunden zu verlängern stecken wir eben auch noch die Gesunden an.....Klasse mit solchen "Freunden" wirds einem warm ums Herz auch schön die vermutlich doch große Ahnungslosigkeit unserer Angie in Sachen Finanzen wenn erst ihr Bundesbanker Alarm schlagen muss bis die Dame mal angemessen reagiert.....Hilfe von was werden wir regiert???

Keks
06.11.2011, 20:05
Wir werden von denen regiert die wir nicht gewählt haben. Und die wir gewählt haben regieren und nicht.

Am lustigsten fand ich ja den Angstschweis der G20-Regierungschefs als die Griechen ankündigten das demokratische Mittel der Volksabstimmung zu nutzen. Also das, waqs die uns seit Jahren predigen, macht ihnen Angst. Wie lustig ;o)

Und das Griechen über ihre Verhältnisse gelebt haben sollen, ist eine freche Lüge. Das normale Volk lebte ganz normal und mit noch weniger Lohn als er teilweise in Europa üblich ist.
Bei D-Kultur lief die Tage ein Bericht über ein Lehrerehepaar, welches nun auf 800 Euro/Monat verzichten muß weil die Steuern steigen (beide 400 Euro). Nun haben sie nur noch 2.200 Euro - zusammen!
Oder der Busfahrer der nun nicht mal mehr 900 Euro netto hat. Oder.....oder.....

sven0403
06.11.2011, 20:10
Wie immer und auch hier in Deutschland ist das nicht anders, haben die oberen 10000 über alle Verhältnisse den Staat strapaziert, in dem Subventionen , Steuersparmöglichkeiten und ähnliche Dinge über die Gebühr genutzt wurden. Der kleine Mann hat wohl so wie wir auch nur gelebt!

Moselaner
06.11.2011, 20:14
Bei den Hellenen war es doch so, das derjenige mit viel Geld, so gut wir keine Steuern zahlte. Die haben den Staat dermaßen beschissen und waren auch noch Stolz da drauf. Also wie bei uns. Wir haben nur mehr Steuerzahler im Verhältnis zu Griechenland, deshalb fällt das bei uns nicht so auf.

sven0403
06.11.2011, 20:24
Also wie bei uns. Wir haben nur mehr Steuerzahler im Verhältnis zu Griechenland, deshalb fällt das bei uns nicht so auf.

Noch nicht...

Moselaner
06.11.2011, 20:29
Der deutsche Michel ist leidensfähig

Keks
06.11.2011, 20:30
Hat Deutschland nicht 1.500.000.000.000 (1,5Bill) Euro Schulden? Wieviel hatte eigentlich unsere DDR?

Moselaner
06.11.2011, 20:46
Hat Deutschland nicht 1.500.000.000.000 (1,5Bill) Euro Schulden? Wieviel hatte eigentlich unsere DDR?

Vielleicht findest du hier was: http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/die-letzte-chance-der-sed-bestand-darin--fuer-neue-kredite-die-mauer-zu-oeffnen--dieses-letzte-geschaeft-nahm-ihr-die-geschichte-aus-der-hand-wie-bankrott-war-die-ddr-wirklich-,10917074,10676528.html

Da steht was von 38 Mrd Westmark im Herbst 89 drin.

Trennhuepfer
06.11.2011, 20:50
Vielleicht findest du hier was: http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/die-letzte-chance-der-sed-bestand-darin--fuer-neue-kredite-die-mauer-zu-oeffnen--dieses-letzte-geschaeft-nahm-ihr-die-geschichte-aus-der-hand-wie-bankrott-war-die-ddr-wirklich-,10917074,10676528.html

Da steht was von 38 Mrd Westmark im Herbst 89 drin.zu der Zeit hatten wir noch rund 80Mrd DM in der Rentenkasse an Überschüssen drin...

Moselaner
06.11.2011, 21:16
zu der Zeit hatten wir noch rund 80Mrd DM in der Rentenkasse an Überschüssen drin...

Das ist aber eine andere Geschichte.

Treibrad
07.11.2011, 01:21
Hat Deutschland nicht 1.500.000.000.000 (1,5Bill) Euro Schulden?
Sind mittlerweile schon über 2 x 10^12 Euronen.
Und dank Zinseszins und Bürgschaften für Halb Europa wird das in Zukunft noch rascher mehr. Aber gut, die Schulden des einen sind das (potentielle) Vermögen des anderen. :021: