Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fernbus-Verbindungen.
Teufel36
23.01.2010, 08:14
Interconnex auf der Straße.
Der französische Verkehrs- und Energiekonzern Veolia teilte jetzt mit, künftig Fernbus-Verbindungen zwischen deutschen Städten anbieten zu wollen. Das Unternehmen habe die Genehmigung von drei Buslinien zwischen Essen und Kiel, Mönchengladbach und München sowie Essen und München beantragt.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0123/wirtschaft/0072/index.html
Daniel-HH
23.01.2010, 10:21
Vielleicht zahlt man den Lokführern auch noch nen Busführerschein, damit wir für die Eisenbahnunternehmen auch die Busleistungen abdecken kann! Flexibles Personal ist die Lösung!!! ;-)
Gothawagen
23.01.2010, 11:59
Hi,
Vielleicht zahlt man den Lokführern auch noch nen Busführerschein, damit wir für die Eisenbahnunternehmen auch die Busleistungen abdecken kann! Flexibles Personal ist die Lösung!!! ;-)
Nee, bestimmt nicht. Viel zu teuer. Dafür sind die Busfahrer dann von Veolia Bulgaria s.r.o.l., bis die auch zu hohe Lohnforderungen stellen :13:
Grüße
Christoph
Teufel36
24.01.2010, 09:54
Auch eine Deutsche Bahn-Tochter plant den Aufbau eines bundesweiten Netzes.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/fernbuslinien-bald-mit-bus-statt-mit-bahn-unterwegs;2516933
Neben dem französischen Konzern Véolia Verkehr will auch die ehemalige Deutsche Bahn-Tochter Deutsche Touring, die seit 2005 spanischen und portugiesischen Buskonzernen gehört, bundesweit ein Fernbusnetz aufbauen.
Vielleicht zahlt man den Lokführern auch noch nen Busführerschein, damit wir für die Eisenbahnunternehmen auch die Busleistungen abdecken kann! Flexibles Personal ist die Lösung!!! ;-)
Stimmt, viel zu teuer! So preiswert, wie ich den Busschein 1992 mit 10 Jahren LKW-Fahrpraxis erworben habe, geht es heute nicht mehr.
Bei Vorbesitz von Klasse B mehr als 2 Jahre, muss der Busfahrer 33 Stunden praktische Grundausbildung, dazu noch 12 Stunden Landstraße, 8 Stunden Autobahn und 5 Stunden Nachtfahrt absolvieren. Für den D1-Schein (Bus mit Anhänger >750 Kg) kommen noch einmal 4/3/1/1 Stunden und eine extra Fahrprüfung hinzu. Da sind schon rund 4000,- Euro für die Klasse D ohne Prüfungsgebühren.
http://www.ftv-online.de/FTV-Home/fahrschule/Mindstunden.htm.
Die Fahrstunde kostet etwa 70-90 Euro pro Stunde. Dazu kommen noch 24 Theorie-Stunden. Weiter benötigen seit September 2008 Busfahrer, die gewerblich neu als Busfahrer tätig werden wollen, zusätzlich zum BUS-Führerschein außerdem noch die sogenannte Grundqualifikation.
http://www.vm-verkehrsinstitut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=63&Itemid=68
Es gibt drei Möglichkeiten, die geforderte Zusatz-Qualifikation zu erwerben.
1. Der zukünftige BUS-Fahrer erwirbt die "beschleunigte Grundqualifikation".
Hierbei ist nur eine Theorie-Prüfung von 90 Minuten Dauer zu absolvieren. Allerdings ist in diesem Fall theoretischer und praktischer Unterricht vorgeschrieben von insgesamt 140 Stunden à 60 Minuten Dauer.
2. Der zukünftige BUS-Fahrer erwirbt die "Grundqualifikation".
Hierbei ist keine Ausbildung zwingend vorgeschrieben. Allerdings muss eine Prüfung von insgesamt 7½ Stunden à 60 Minuten Dauer absolviert werden.
3. Der zukünftige BUS-Fahrer hat bereits eine 3-jährige "Berufskraftfahrer-Ausbildung" absolviert. In diesem Fall ist selbstverständlich die Berufskraftfahrer-Grundqualifikation inbegriffen. Der Interessent ist bereits als LKW-Berufskraftfahrer tätig. Falls der Interessent zusätzlich noch gewerblich BUS fahren möchte ist nur eine relativ kurze Zusatz-Ausbildung für die neu hinzukommende Klasse C/CE erforderlich. Auch die Zusatz-Prüfung für die hinzukommende Klasse ist verkürzt.
Die Busfahrer, die den Führerschein vor dem 1.9.2008 gemacht haben, müssen ab 2013 bei der Verlängerung des Busscheines (ist alle fünf Jahre mit ärztlicher Untersuchung, Sehtest, PMU und Abfrage der Flensburg-Punkte fällig) nach dem neuen Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BkrFQG) (http://www.eu-bkf.de/) 35 Stunden Fortbildung nachweisen.
Gruß
Büssing
P.S. Sollte der zukünftige Busschein-Inhaber auf die Idee kommen, auch noch große Lkw fahren zu wollen, wird noch einmal eine Prüfung für Klasse C und eine für Klasse CE mit den gesetzlichen Mindeststunden fällig.
Stimmt, viel zu teuer! So preiswert, wie ich den Busschein 1992 mit 10 Jahren LKW-Fahrpraxis erworben habe, geht es heute nicht mehr.
Bei Vorbesitz von Klasse B mehr als 2 Jahre, muss der Busfahrer 33 Stunden praktische Grundausbildung, dazu noch 12 Stunden Landstraße, 8 Stunden Autobahn und 5 Stunden Nachtfahrt absolvieren. Für den D1-Schein (Bus mit Anhänger >750 Kg) kommen noch einmal 4/3/1/1 Stunden und eine extra Fahrprüfung hinzu. Da sind schon rund 4000,- Euro für die Klasse D ohne Prüfungsgebühren.
http://www.ftv-online.de/FTV-Home/fahrschule/Mindstunden.htm.
Die Fahrstunde kostet etwa 70-90 Euro pro Stunde. Dazu kommen noch 24 Theorie-Stunden. Weiter benötigen seit September 2008 Busfahrer, die gewerblich neu als Busfahrer tätig werden wollen, zusätzlich zum BUS-Führerschein außerdem noch die sogenannte Grundqualifikation.
http://www.vm-verkehrsinstitut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=63&Itemid=68
Es gibt drei Möglichkeiten, die geforderte Zusatz-Qualifikation zu erwerben.
1. Der zukünftige BUS-Fahrer erwirbt die "beschleunigte Grundqualifikation".
Hierbei ist nur eine Theorie-Prüfung von 90 Minuten Dauer zu absolvieren. Allerdings ist in diesem Fall theoretischer und praktischer Unterricht vorgeschrieben von insgesamt 140 Stunden à 60 Minuten Dauer.
2. Der zukünftige BUS-Fahrer erwirbt die "Grundqualifikation".
Hierbei ist keine Ausbildung zwingend vorgeschrieben. Allerdings muss eine Prüfung von insgesamt 7½ Stunden à 60 Minuten Dauer absolviert werden.
3. Der zukünftige BUS-Fahrer hat bereits eine 3-jährige "Berufskraftfahrer-Ausbildung" absolviert. In diesem Fall ist selbstverständlich die Berufskraftfahrer-Grundqualifikation inbegriffen. Der Interessent ist bereits als LKW-Berufskraftfahrer tätig. Falls der Interessent zusätzlich noch gewerblich BUS fahren möchte ist nur eine relativ kurze Zusatz-Ausbildung für die neu hinzukommende Klasse C/CE erforderlich. Auch die Zusatz-Prüfung für die hinzukommende Klasse ist verkürzt.
Die Busfahrer, die den Führerschein vor dem 1.9.2008 gemacht haben, müssen ab 2013 bei der Verlängerung des Busscheines (ist alle fünf Jahre mit ärztlicher Untersuchung, Sehtest, PMU und Abfrage der Flensburg-Punkte fällig) nach dem neuen Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BkrFQG) (http://www.eu-bkf.de/) 35 Stunden Fortbildung nachweisen.
Gruß
Büssing
P.S. Sollte der zukünftige Busschein-Inhaber auf die Idee kommen, auch noch große Lkw fahren zu wollen, wird noch einmal eine Prüfung für Klasse C und eine für Klasse CE mit den gesetzlichen Mindeststunden fällig.
Zum Glück ist es im Strassenverkehr besser als bei der Bahn, wo jede Firma praktisch ohne Vorgaben Lokführer ausbilden und gleich noch selber prüfen darf und die jenige die am kürzesten und billigsten Ausbildet kriegt den öffentlichen Auftrag
Meine LKW Fahrerausbildung dauerte 2 Minuten. Mein Ausbilder sagte: Wer Autofahren kann kann auch LKW fahren und gab mir den Schlüsel. Stimmt, musste ich im nachhinein sagen, es spielt doch keine Rolle ob das Fahrzeug etwas länger und schwerer ist. Das ist kein Witz sondern hat sich tatsächlich zu ereignet.
DIXI MEISTER
26.01.2010, 21:10
Fernbuslinien gibt es doch schon längst.http://www.autobahnexpress.de/
Vom Preis her ist das Angebot für Pendler fast unschlagbar.
Sogar eine Wochenkarte der http://www.lvb.de/Fahrplan ist im Preis mit drin.
Gruß DIXI !
Diese kommende Bus-Invasion wird zur Streichung von noch mehr Bahnverbindungen, insbesondere IC/EC, führen. Jeder Bahner, der diese Straßenlobby-Regierung mitgewählt hat, sollte sich dafür schämen!! (ja, die gibt es leider)
Und die Leute, die mit den billigen Bussen fahren, sollten sich des weitaus höheren Unfallrisikos im Straßenverkehr bewusst sein! Ich jedenfalls habe kein Mitleid, wenn mal wieder in den Nachrichten von einem der täglichen schweren Busunfälle die Rede ist...
DIXI MEISTER
27.01.2010, 20:43
Fernbuslinien gibt es doch schon längst.http://www.autobahnexpress.de/
Vom Preis her ist das Angebot für Pendler fast unschlagbar.
Sogar eine Wochenkarte der http://www.lvb.de/Fahrplan ist im Preis mit drin.
Gruß DIXI !
Und heute kam noch die Meldung, dass die Busse auch Kuriergepäck befördern wollen. Dies dann zum halben Preis wie die Mitbewerber.
der guthe hermann
27.01.2010, 20:48
Vielleicht zahlt man den Lokführern auch noch nen Busführerschein, damit wir für die Eisenbahnunternehmen auch die Busleistungen abdecken kann! Flexibles Personal ist die Lösung!!! ;-)
Als die DB (nicht die AG) mal einen (angeblichen) Überhang an Lokführern hatte, wurden diese als Busfahrer ausgebildet u.a. beim damaligen BW Hameln. Gefahren ist von denen aber keiner, weil man plötzlich wieder Lokführer benötigte.
Der Zugchef
19.05.2010, 12:56
Zumindest droht die Bahn damit :
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:starker-wettbewerb-bahn-droht-ice-netz-auszuduennen/50115887.html
Gruß Maik
Diese kommende Bus-Invasion wird zur Streichung von noch mehr Bahnverbindungen, insbesondere IC/EC, führen
Christian S.
19.05.2010, 13:14
Das ist ja wieder schön einfach gedacht. Einfach die Märkte öffnen, Regulierungen abbauen, und schon flutscht es.
Von wegen. Im Prinzip gehe ich mit den Bedenken in der Pressemitteilung konform: Zusätzliche Konkurrenz von der Straße wird nicht dazu führen, daß die Preise im SPFV fallen, sondern eher, daß noch mehr unwirtschaftliche Verkehre eingestellt werden. Der Bus wird diese Verkehre aber nie in nur annähernd vergleichbarer Qualität und vor allem Systemkompatibiliät ersetzen können. Am Ende hat der Kunde eine billigere, aber im wahrsten Wortsinn billige Alternative, aber nicht wirklich was gewonnen.
Im finde, daß die Lizenzen für Fernbuslinien genauestens geprüft gehören, und zwar vor allem dahingehend, ob der Bus eine wirkliche Verbesserung für die Kunden darstellt, alternativlos ist und keine bestehenden Schienenverkehre in ihrer Wirtschaftlichkeit gefährdet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, spricht nichts dagegen, ansonsten: weg damit. Egal, wer die betreibt.
Der Zugchef
19.05.2010, 16:00
Im Nahverkehr ist´s ja derzeit häufig genau anders herum, da versucht man, parallele Busverkehre einzustellen, umKosten zu sparen und die Züge voll zu bekommen.
Oder man lässt halt in den Zeiten, wo viele unterwegs sind, die Züge fahren und Abends halt Busse.
maulendesmammut
19.05.2010, 16:20
Da frage ich mich, wie das unsere Nachbarn machen. Abgesehen von den Alpenländern (Österreich und Schweiz) und den Buslinien von Warschau nach Wilna sowie zwischen Nürnberg und Prag sind mir in unseren Nachbarstaaten keine Fernbuslinien bekannt. In Österreich und der Schweiz verkehren diese Busse auch nur, um gerade in den Bergen, wo eine Eisenbahn an ihre Grenzen stößt, das Angebot der Eisenbahn zu ergänzen. Dies sollte auch in Deutschland so sein, denn eine Konkurenz brigt (außer einigen Firmenbossen und Politikern) niemandem etwas.
andigladdi
19.05.2010, 17:21
Ich jedenfalls habe kein Mitleid, wenn mal wieder in den Nachrichten von einem der täglichen schweren Busunfälle die Rede ist...
Also Mitleid sollte man schon mit den Menschen haben, es handelt sich schließlich um Menschen wie du und ich die einfach nur von A nach B wollen und völlig unschuldig in den Unfall verwickelt sind.
Was jedoch die Leute bewegt für Fernreisen lieber den Bus zu nehmen als den Zug ist der Preis und der garantierte Sitzplatz. Denn es werden nur so viele Tickets verkauft wie der Bus Sitzplätze hat.
Weiterhin kostet z.Bsp bei einen Busunternehmen das Ticket für die Strecke Dresden nach Berlin und zurück 32,00 EUR!!!
Im Vergleich bei der DB: Im EC 74 EUR (ohne BahnCard), mit ICE 120 EUR und einmal umsteigen.
Ich denke das ist schon ein gewaltiger Grund den Bus zu nehmen.
Der Zugchef
19.05.2010, 17:41
Wenn man sich dann auch noch die lange Reisezeit von Dresden nach Berlin betrachtet, wundert einen das nicht mehr.
Gruß Maik
Weiterhin kostet z.Bsp bei einen Busunternehmen das Ticket für die Strecke Dresden nach Berlin und zurück 32,00 EUR!!!
Im Vergleich bei der DB: Im EC 74 EUR (ohne BahnCard), mit ICE 120 EUR und einmal umsteigen.
Ich denke das ist schon ein gewaltiger Grund den Bus zu nehmen.
Man kasnn mit der der DB schon lange mit dem Bus durch Deutschlanf fahren. Z.B. Belin Ingolstadt und zurück für 94 €. Normalpreis DB bei 222€. Dass da andere auch mitmachen wollen, ist nur verständlich.
Knallkopf
19.05.2010, 19:15
Wenn man sich dann auch noch die lange Reisezeit von Dresden nach Berlin betrachtet, wundert einen das nicht mehr.
Gruß Maik
Bärlinchen -Dräsdn -- und ich dachte immer dafür gibts nun die Fahrräder vorm Hauptbahnhof ! :003:
Christian S.
19.05.2010, 23:33
Denn es werden nur so viele Tickets verkauft wie der Bus Sitzplätze hat.
Klar, so kann man die Wirtschaftlichkeit verbessern bzw. die Preise niedrig halten. Nur wenn das jedes öffentliche Verkehrsmittel so machen würde, was dann? Aus meiner Sicht ist sowas Rosinenpickerei. Schlimmer noch als Plan & Spar.
der guthe hermann
20.05.2010, 00:21
Mir bekannte eingestellte Fernbuslinien aus alten DB Zeiten.
Hannover - Hameln - Detmold
Hannover - Hameln -Kassel
Hannover - Hamburg
Bremen - Hamburg
Bremen -Hameln
Hamburg - Harz (Bad Grund?)
Hannover - Hildesheim - Goslar - Clausthal=Cellerfeld
und plötzlich soll das alles anders sein?
Ok, ein Teil dieser Linien waren keine Schnellbusse, aber teilweise hatten sie kürzere Fahrzeiten als die Züge. Angenommen wurden sie trotzdem nur selten im durchgehenden Verkehr.
Larry Laffer
26.05.2010, 20:45
Nein guther Hermann, es ist natürlich nicht alles anders und wer glaubt, man müsse es nur "erlauben" und schon würde es von Fernbuslinien nahezu wimmeln, der irrt sich. Private Fernbuslinien werden genauso eine Ausnahme bleiben wie es der private Fernverkehr auf der Schiene ist. Beim privaten SPFV ist es die in meinen Augen irrige Annahme, daß Linien, die die DBAG wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt hat, von Privatbahnen weiterbetrieben werden, dann aber mit Gewinn. Man muß den DB-Managern schon himmelschreiende Unfähigkeit unterstellen, wenn man das wirklich glaubt.
Ähnlich sieht es mit den Fernbussen aus: Zwar man es einige geben (vielleicht auch zunächst einzelne Verbindungen, Taktverkehr ist ja nochmal ein Schritt weiter) aber Deutschland wird nicht zum Busland. In Amerika gibt es Fernbusse, wer sich aber die dortige Amtrak anguckt, der weiß auch wieso das so ist. Die deutsche Eisenbahn müßte schon gewaltig verfallen, damit Fernbusse auch nur die Möglichkeit haben, eine größere Rolle zu spielen. Also, mein Rat: Ball flachhalten, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Von HH fährt schon seit Jahren der Berlin Bus mehrmals täglich in beiden Richtungen nach und von Berlin.
Die ICE Verbindung HH-Berlin gillt als die Erfolgreichste ICE Linie Deutschlands oder eine der Erfolgreichsten in sachen Auslastung.
Also grosse Angst muss da wirklich nicht sein das da der Bahn das Wasser abgegraben wird.
Nicht jeder steht auf Butterfahrt Feeling wenn er auf Reisen geht und auf Bord WC die Dixi Klo "charme" versprühen.
Autofahrer kriegt man bestimmt nicht in den Bus und nur die wenigsten Bahn Stammfahrer werden sich das eingezwängt sein in den Bussen antuen.
Da wird jetzt viel Donner gemacht,als wenn das Volk auf Fernreisebussverbindungen giert und wenn dann die Realität einkehrt,wirds wieder sehr viel ruhiger werden und kleinere Brötchen gebacken.
Ich für mein Teil zwäng mich mit Sicherheit nicht mehr in einem Buss wenn ich nach Berlin und zurück fahre,wie ichs einmal tat und es Bereute.Neben mir einer der doppelt so Breit war wie ich und ein Knieraum wie in einem Auto der unteren Mittelklasse.
"da fühlt man sich doch so richtig wohl und erholt wenn man nach 3 stunden fahrt gequäle äh geniessen Aussteigen darf."
Also an einen Sensationellen Erfolg der Fernbusse glaub ich nicht so recht.
MFG karsten
Maulwurf
27.05.2010, 18:23
Ich finde die Sache mit den Fernbussen eine traurige Angelegenheit. Viele dürften ja schon mitbekommen haben, dass es seit einiger Zeit eine Fernbuslinie Nürnberg - Prag ohne Zwischenhalt gibt welche fast zeitgleich mit dem Lückenschluss der A6 in der Oberpfalz gegründet wurde. Betreiber ist die Bahn, welche in einem Radiointerview auch unverblümt eingestanden hat, dass der Bus weit billiger und schneller ist als die schon vor längerem eingestellte IC-Linie (IC 51 "Karlstein"). Damals fuhr noch eine 218DT oder 232er mit 4-7 Wagen, Lokwechsel fand in Cheb (Eger) und Plzen hl. n. statt, Zwischenhalte waren Marktredwitz, Schirnding, Cheb, Marianske Lazne, Plzen hl. n. Beroun, Praha Smichov und Praha hl. n. .
Für die direktreisenden nach Prag denen es gleich ist mit was sie fahren, mag das vielleicht eine gute Lösung sein, aber für die anderen wage ich das stark zu bezweifeln. Ich finde es eine Schande, dass man sich entschlossen hat diesen Weg zu gehen, denn es gibt ohnehin nur einen Fernverkehrsanschluss nach Tschechien und zwar den über Dresden.
Caribbean Sunrise
27.05.2010, 20:22
eingestellte IC-Linie (IC 51 "Karlstein"). Damals fuhr noch eine 218DT oder 232er mit 4-7 Wagen, Lokwechsel fand in Cheb (Eger) und Plzen hl. n. statt, Zwischenhalte waren Marktredwitz, Schirnding, Cheb, Marianske Lazne, Plzen hl. n. Beroun, Praha Smichov und Praha hl. n. .
Nur mal der Vollständigkeit halber: Dies war der Stand der Dinge bzw ca. 2002. Danach gab es zwei IC-Zugpaare (Karlstein und Egrensis), welche jeweils 6 Wagen hatten und nur in Marktredwitz, Eger, Marienbad, Pilsen und Prag-Smichov hielten. Lokwechsel war dann auch nur noch in Eger, wo ja eh Kopf gemacht wird.
Ausgelastet waren beide Zugpaare recht unterschiedlich. Vor allem der morgendliche Egrensis ab Prag fuhr für Touristen einfach viel zu früh (ca. 06:30 ab Prag), nachmittags der Karlstein war dagegen immer gut besetzt. Dennoch war das alles scheinbar nicht rentabel. Auf deutscher Seite dürfte das vor allen an der Anmietung der Diesel-Tfz (218 oder 232) gelegen haben, außerdem ist eine Linie mit zwei Zugpaaren ohnehin immer schwierig zu betreiben.
Zu diesen zwei Zugpaaren kam übrigens noch der Nacht-Schnellzug 352/353, dieser verkehrte sogar noch ein Jahr länger, nämlich bis Ende 2005. Er hatte bis zu 13 Wagen und bot Direktverbindungen ab/bis München, Stuttgart und Frankfurt. Zu dessen Nachfrage kann ich nichts sagen, aber vom Hörensagen her war er ebenfalls gut nachgefragt.
Für die direktreisenden nach Prag denen es gleich ist mit was sie fahren, mag das vielleicht eine gute Lösung sein, aber für die anderen wage ich das stark zu bezweifeln. Ich finde es eine Schande, dass man sich entschlossen hat diesen Weg zu gehen, denn es gibt ohnehin nur einen Fernverkehrsanschluss nach Tschechien und zwar den über Dresden.
Richtig, außer für Prag-Reisende sind die Busverbindungen uninteressant. Wer ins Bäderdreieck mit Städten wie Eger, Karlsbad oder Marienbad oder eben nach Pilsen will, hat von der Buslinie rein gar nix.
Der Zugchef
14.11.2010, 21:50
Bahn plant Busfahrten zu Schnäppchenpreisen
Berlin. Die Deutsche Bahn will ihr bundesweites Fernbusliniennetz massiv ausbauen und mit Billigangeboten Busreisende gewinnen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Demnach will die Bahn ihr Linienbusnetz bereits zum Januar 2011 erweitern und günstigere Fahrten anbieten als auf der Schiene
weiter unter : http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2613079
Gruß Maik
little Joe
14.11.2010, 21:54
Sind das etwa schon Vorbereitungen für den Bundesweiten Ersatzverkehr zur Einstellung des Schienenpersonenverkehrs 2020?
Ironische Grüsse
Brummbaer
14.11.2010, 21:57
Suuuper Idee. War da nicht mal was mit verlagerung auf die Schiene.... aa moment das galt ja nur für den Güterverkehr. Das heisst also wer in Zukunft Bahnfahren will muss mindestens 100 kg Gepäck mitnehmen und sich mit andern einen Container teilen. :D
Noch ironische Grüsse
sven0403
14.11.2010, 22:38
Ich werde dann schon mal einen Busführerschein machen....
Knallkopf
15.11.2010, 07:26
Ich werde dann schon mal einen Busführerschein machen....
... und GDL steht dann wohl für `Gemeinschaft der Lenkradartisten ` ????
maulendesmammut
15.11.2010, 14:12
Und in Stuttgart gibt es dann doch keinen unterirdischen Hauptbahnhof, sondern eine große, unterirdische Bushaltestelle...
Waschbaer
15.11.2010, 18:23
:35:
Also ,wenn ich so sehe, in Mannheim Hbf, wohin man alles mit dem Bus fahren kann und wieviel das kostet .... :017:
Was gab es früher für schöne Fernzugverbindungen , und bequemer war das bestimmt auch ?
nachdenkliche Grüße
Der Waschbär
Mit Schenker besitzt die DB ja schon die größte LKW-Spedition, sie ist auch Deutschlands größter Busunternehmer. Also warum die Aufregung?
:003:
sven0403
15.11.2010, 18:53
Also warum die Aufregung?
:003:
Niemand regt sich auf...wir haben doch nur Sorge bald lenken zu müssen, wo wir doch bisher so schön führen durften....
Knallkopf
15.11.2010, 19:22
Niemand regt sich auf...wir haben doch nur Sorge bald lenken zu müssen, wo wir doch bisher so schön führen durften....
Daher wird der Wind wohl wehen, soviele Lokführer sind einfach zuviele `Führungskräfte `.... :003:
So ein Bus ist aber recht übersichtlich und außer der StVO gibt es kaum besondere Vorschriften. Die Signale (http://www.verkehrswacht-mk.de/lenne-volme/images/gruenpfeil.jpg) sind auch recht einfach zu erlernen, meist kennt man sie schon aus dem Kindergarten (http://www.creavi.de/images/fussgaenger%20Ampel.jpg). Lästige Nebenwirkungen wie bei der Eisenbahn wie Bremsprobe, An- und Abkuppeln von Waggons, Auf- und Abrüsten von Triebfahrzeugen usw. entfallen.
:24:
Waschbaer
16.11.2010, 17:51
:039:
AFB und LZB auf der Autobahn ??? Wär doch ne tolle Erfindung, oder... :004:
Gruß
Der Waschbär
Waschbaer
17.11.2010, 17:00
Gut kann nicht LZB heißen, sondern
LBB = Linien Bus Beeinflußung :004:
meint
Der Waschbär
Brandiff_01
20.11.2010, 23:42
Ja noch seit ihr am Lachen.
Am Bodensee fahren die DB-Lokführer m.E. auch nebenbei Bus.
Caribbean Sunrise
24.11.2010, 01:01
Am Bodensee fahren die DB-Lokführer m.E. auch nebenbei Bus.
Also das wäre mir aber neu ...
Die RAB bedient zwar sowohl einen Schienen- als auch ein Busnetz, aber das fahrende Personal ist nicht das gleiche. Oder hat sich das in den letzten 3 Jahren geändert?
Vielleicht sind ja Schienenbusse (http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenbus) gemeint :021:
sbb.lokmaster
24.11.2010, 23:45
Wenn schon dann das Ding hier : Schienen-StrassenBus (http://de.wikipedia.org/wiki/Schienen-Stra%C3%9Fen-Omnibus):010:
Traindriver
27.11.2010, 22:45
Wenn schon dann das Ding hier : Schienen-StrassenBus (http://de.wikipedia.org/wiki/Schienen-Stra%C3%9Fen-Omnibus):010:
Alles kommt wieder!!!! :003:
Aber ist schon komisch auf was für Ideen unsere Manager kommen.
Überall anfangen und nicht richtig fertig kriegen!!!!
sven0403
25.04.2011, 19:59
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,758907,00.html#ref=rss
Die Bundesregierung will noch dieses Jahr Linienverkehr mit Fernbussen zulassen. Das könnte zu drastischen Einschränkungen im ICE-Netz führen, warnt Bahn-Vorstand Ulrich Homburg in einem Interview. Die Bahn fürchtet dann nämlich Fahrgast-Exodus im großen Stil.
Wird wohl Ernst....da kommt was auf den Fernverkehr zu
Brandiff_01
29.04.2011, 10:26
Wir mal wieder Zeit, dass der SPFV der DB AG vom Bund heftig durchgefüttert wird.
Die EU-Politik ist Gift für eine Staatsbahn.
der guthe hermann
29.04.2011, 14:15
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,758907,00.html#ref=rss
Wird wohl Ernst....da kommt was auf den Fernverkehr zu
Wie hoch ist der Einbruch des Fahrgastaufkommens auf der Strecke Berlin Hamburg durch den parallelen Busverkehr?
Ich denke mal, hier wird vorsorglich Wind gemacht, der sich später als laues Lüftchen erweist.
Abstellgleis
29.04.2011, 14:29
Wie hoch ist der Einbruch des Fahrgastaufkommens auf der Strecke Berlin Hamburg durch den parallelen Busverkehr?
Ich denke mal, hier wird vorsorglich Wind gemacht, der sich später als laues Lüftchen erweist.
Es werden sich jedenfalls nur die Rosinen rausgesucht. Wer glaubt dass jetzt jeder hintere Winkel mit Fernbusverkehren versorgt wird, ist wirklich naiv.
Die suchen sich auch nur die Verbindungen raus die wirklich zum Geldschaufeln geeignet sind und dann die Bahnverbindung kannibalisieren.
Auch wer glaubt dass wirklich viele Autofahrer umsteigen ist naiv, das wird alleine zu Lasten der Eisenbahn gehen. Wer ist so blöd und steht gemeinsam mit der Gummibahn im Stau, das kann ich im eigenen Auto auch, außerdem ist der Bus ein Verkehrsmittel dass für die meisten Bürger nicht so attraktiv ist wie die Bahn. Nur die preissensiblen Kunden werden wohl abwandern, aber auch nur aus der Not heraus.
Mit 9 Euro kann die Eisenbahn nicht mithalten, das ist nicht kostendeckend. Klar, wer weder Autobahnmaut zahlt noch Stationsgebühren, hat einen riesigen Wettbewerbsvorteil, dazu Busfahrer die meistens nicht organisiert sind und am Ende auch für 4 Euro die Stunde fahren, notfalls aus Osteuropa. Bei der Wartung kann man es auch etwas schleifen lassen und schon kann man den Super-Geiz-ist-Geil-Verkehr einführen.
Alle die das Befürworten sollen dann aber nie wieder ein Wort zu Lohndumping, Prekäre Beschäftigung und Wegbrechen des Mittelstands reden, auch nicht wenn sie selbst betroffen sind, das wäre pure Heuchelei. Aber in einer egoistischen Gesellschaft wachen die meisten erst auf wenn sie selber betroffen sind.
Solange ist Geiz geil, aber wie das zustande kommt ist egal. Das Blut klebt also auch an den Händen derer die das mitmachen und still dulden!
Auf Fernbusverbindungen werden nur die Menschen zurückgreifen, die sich eine Bahnfahrkarte nicht leisten können. Das wird nur einen geringen Teil des SPFV betreffen und, wenn überhaupt, zu Lasten des subventionierten RE-Verkehrs gehen.
Wer von Dortmund nach Frankfurt will, hat die Wahl mit einem ICE über das Ruhrgebiet und Köln zu fahren, oder mit RE-Linien mit Umsteigen über Gießen. Bei Frankfurt - Köln habe ich die Wahl zwischen ICE über die Schnellfahrstrecke oder mit Umsteigen über Koblenz. Das Klientel, das auf solchen Relationen den Fernbus bevorzugt, ist recht überschaubar und stellt keine Gefahr für einen ICE dar.
Muß doch ganz interessant werden Freitags 14 Fernbusse im Konvoi auf der A3 kurz vor Montabauer zu überholen, während rechts ein leerer ICE3 mit 260 km/h vorbeirauscht. (und das im Stundentakt?)
Nee Leute, ich denke da ist das Gejammere aus hohen Niveau recht überflüssig.
der guthe hermann
30.04.2011, 10:17
@ Abstellgleis
Mit 9 Euro kann die Eisenbahn nicht mithalten, das ist nicht kostendeckend.
Erst mal in die Preisliste schauen und vergleichen:
Beim Super-Aktions-Preis können Sie schon ab 9,- Euro nach Berlin oder Hamburg kommen. Wer sein Ticket früh kauft, kann zum Super-Aktions-Preis eine Fahrkarte für eine einfache Fahrt erwerben.
Es gelten folgende Bedingungen: Dieses besondere Angebot gilt nur für ein begrenztes Sitzplatzangebot. Die Buchung und der Kauf der Fahrkarte muss bis 7 Tage vor Reiseantritt erfolgen. Die Reisedaten müssen fest gebucht werden. Eine Fahrpreiserstattung oder Umbuchung ist nicht möglich. Das Angebot Kinderfreifahrt hat für dieses Angebot keine Gültigkeit. Es gelten keine weiteren Fahrpreisermäßigungen. Gilt nicht für Hunde.
http://www.berlinlinie.de/index.php?sp=de&id=522
macmoldis
23.05.2011, 12:15
@ Abstellgleis
Mit 9 Euro kann die Eisenbahn nicht mithalten, das ist nicht kostendeckend.
Erst mal in die Preisliste schauen und vergleichen:
http://www.berlinlinie.de/index.php?sp=de&id=522
Es ist immer so eine Sache mit den "ab"-Preisen
Weil ich letztens in Jena an der Bushaltestelle einen Busfahrplan Eisenach-Erfurt-Jena-Berlin sah, dachte ich mir, schaust doch mal ... Betreiber ist Berlin - Linien - Bus
Die Preise Berlin-Hamburg entsprechen teilweise in etwa auch denen der o.g. Preisliste
man findet die Strecke auch für 9 Euro
... und der Linienbetreiber "Berlin Linien Bus" gehört zum Großteil der Deutschen Bahn
https://www.berlinlinienbus.de/index.php
Treibrad
03.08.2011, 16:59
Kabinett öffnet Markt - Freie Fahrt für Fernbusse (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fernbus100.html)
sven0403
03.08.2011, 17:00
...und die Lobbyisten haben wieder mal ganze Arbeit geleistet.
ich glaube kaum das der Kunde so wie ich es bin auf den Bus umsteigt, denn ich will am Stau vorbeifahren und nicht mittendrin stehen. Ich habe schon einige Urlaube mit der Bahn statt mit dem Auto gemacht, ist bei größeren Strecken bedeutend entspannender. Aber dann doch nicht in einem engen Bus. Der wird nur dann genutzt wenn es keine Gleisalternative gibt. Sogar neulich nach Oberbozen (Südtirol) ging es durgehend mit dem Zug, wenn man die Seilbahn auch als "Schienenfahrzeug" die Schiene hängt halt in der Luft sieht. Also ich glaube nicht das der Busfernverkehr der große Renner wird. Sicher wer nur nach Geiz ist Geil fährt, der wird den Bus nutzen, wobei rechtzeitig bestellt auch die Zugfahrscheine sehr günstig sind.
sven0403
03.08.2011, 19:07
Muss man abwarten, ich finde es idiotisch auf ohnehin volle Autobahnen nun auch noch ganze Flotten von Fernbussen zu konzentrieren.
Ob wir es gut finden oder nicht, sollte der Fernbus tatsächlich preiswerter,schneller,sicherer und pünktlicher sein als die Eisenbahn, dann wird der Bürger-Normalverbraucher den Bus nehmen. Ich glaube jedoch nicht daran, dass der Busverkehr in allen diesen Punkten besser als die Bahn ist, vom ökologischen Standpunkt aus gesehen ist eine Verlagerung von der Schiene auf die Straße sowieso Wahnsinn. Die Lobbyisten der Autobranche haben in der deutschen Politik jedenfalls enormen Einfluss, es geht ums grosse Geld und das ist doch alles entscheidend. Bei der ganzen Aufregung sollten wir jedenfalls nicht immer alles durch die "Bahnerbrille" betrachten, wenn das Angebot stimmt entwickelt sich auch die Nachfrage, ob das von Dauer ist wird die Zukunft zeigen.
Traindriver
03.08.2011, 19:38
Ob wir es gut finden oder nicht, sollte der Fernbus tatsächlich preiswerter,schneller,sicherer und pünktlicher sein als die Eisenbahn, dann wird der Bürger-Normalverbraucher den Bus nehmen. Ich glaube jedoch nicht daran, dass der Busverkehr in allen diesen Punkten besser als die Bahn ist, vom ökologischen Standpunkt aus gesehen ist eine Verlagerung von der Schiene auf die Straße sowieso Wahnsinn. Die Lobbyisten der Autobranche haben in der deutschen Politik jedenfalls enormen Einfluss, es geht ums grosse Geld und das ist doch alles entscheidend. Bei der ganzen Aufregung sollten wir jedenfalls nicht immer alles durch die "Bahnerbrille" betrachten, wenn das Angebot stimmt entwickelt sich auch die Nachfrage, ob das von Dauer ist wird die Zukunft zeigen.
Stimmt.
So funktioniert Wettbewerb.
Aber die Rahmenbedingungen sollten sich zumindest gleichen.
Ein Bus kostet nur Kfz-Steuer und die Trasse kostet nichts.
Ein Zug braucht einen Fahrplan, eine Trasse und Bahnhofshalteplätze - alle 3 Dinge kosten!!!
sven0403
03.08.2011, 19:42
Pah wen interessieren Rahmenbedingungen wenn doch nur die Interessen der Lobbyisten befriedigt sind.
Bahnerbrille vielleicht, doch selbst wenn man sie absetzt bleibt immer noch nur Schwachsinn übrig!
maulendesmammut
03.08.2011, 20:09
Mal so ein Gedankengang:
Nehmen wir mal an, die Bahn bekommt tatsächlich großflächig ernstzunehmende Konkurenz durch den Linienbusverkehr. Dazu gehe ich einfach mal davon aus, dass auf jeder Fernverkehrslinie der DB eine Fernbuslinie im selben Takt verkehrt. Um hierbei nur einen einzigen ICE 1 zu ersetzen, sind (je nach Ausstattung) 10-13 Busse notwendig.
Der geneigte Autofahrer würde nun also viel schneller auch außerhalb von Stoßzeiten (an die Stoßzeiten mag ich gar nicht denken...) sein Vehicle durch den Stau manövrieren, gemeinsam mit den vielen Bussen, die die Straßen noch belasten. Nun sieht er direkt neben der Autobahn den IC oder ICE vorbeirauschen. Selbst ne Regionalbahn dürfte nun noch eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen. Nach Vergleichen der Fahrzeit von Auto, Bus und Eisenbahn, nebst Pünktlichkeitsstatistik von Bus und Eisenbahn überlegt er, um Staus zu vermeiden, auf ein anderes Verkehrsmittel umzusteigen.
Welches wird das wohl sein?
Möglicherweise holen wir dadurch tatsächlich mehr Menschen auf die Schiene, die die ewigen Buskolonnen auf den Autobahnen leid sind.
Gothawagen
03.08.2011, 20:15
Hallo,
die Tatsache, dass Busverbindungen jetzt erlaubt sind, bedeutet doch nicht automatisch, dass sie auch jemand anbietet. Wenn es lohnenswert wäre, würde das jemand auf den erlaubten Verbindungen bestimmt schon machen. Von daher ist das ein Sturm im Wasserglas.
Böse Stimmen kommen jetzt bestenfalls auf die Idee, dass die DBAG selber Bus-Fernverkehr anstelle von Bahn-Fernverkehr anbieten will. Aber wo ließe sich da noch etwas kürzen?
Grüße
Christoph
Urlaub, Fernreisen, Massentourismus... darum geht es doch gar nicht.
Wahrscheinlich auch nicht um Reisen von Dortmund nach Garmisch-Partenkirchen.
Fängt nicht nach Bahndefinition der Fernverkehr bereits ab 50km an?
Bisher verbot das Gesetz den Einsatz von Fernbussen, um der Bahn Konkurrenz vom Leib zu halten.
Nur wenn Verbindungen bahntechnisch nicht, oder im nichtzumutbaren Zeiten erreichbar waren,durften Fernbusse eingesetzt werden. Das Gesetz ist aus den 30iger Jahren. Heute wird alles liberalisiert, warum nicht auch der Fernverkehr?
So gibt es meines Wissens z.B. eine Bahnverbindung von Paderborn nach Gütersloh. Wer aber in Verl* seinen Arbeitsplatz hat, kommt da nur mit dem Auto pünktlich zum Ziel. Mit dem Zug ist das zu umständlich. Durch die Möglichkeit jetzt eine Fernbusverbindung (z.B.Paderborn Münster über Gütersloh, Warendorf) mit Takt einzurichten, kann man aber durchaus erreichen, das nicht mehr 40 PKW´s von Paderborn nach Verl fahren, sondern nur noch 20.
Man sollte mal abwarten, wie und ob das system angenommen wird.
Das Ihr Eure "Felle" wegschwimmen seht, ist aber nur all zu verständlich.
*Verl galt für mich als Nest. Aber dort ist ein großes Inkassobüro mit über 200 MA aqnsässig. Und laut meine Tochter wird da jetzt kräftig angebaut wird und die Belegschaft aufgestockt wird. PKW-Leistungen, die sich lohnt zu minimieren.
Aus Sicht des Reisenden kann ich nur sagen: Her mit den zusätzlichen Möglichkeiten.
Aus Sicht des Eisenbahners kann ich nur sagen: Weg mit dem teuflischen Plan.
Aber entscheidend muss doch sein, wie wir die Qualität unseres Lebens erhöhen können.
Hätte man die Pferdefuhrwerke behalten sollen, nur um den Hufschmieden ein Auskommen zu sichern?
Andererseits gab es kein Massenverhungern von Hufschmieden, soviel ich weiss. Also wird alles nicht so heiss gegessen...
Man sollte es hinbekommen, jede Menge RoLa's mit Nutzen für alle in viele Richtungen zu fahren.
Dann wäre Arbeit für die Bahn da, Platz für die Busse, eine höhere Sicherheit auf den Autobahnen, weniger Spritverbrauch auf den Fernstrassen.
Aber mit dieser FDP-Regierungsbeteiligung kann man's vergessen.
Hallo,
nur einige Beispiele:
Hannover-Berlin < 2h, Hannover-Magdeburg < 1,5h usw. usw. usw. das müssen die mit ihren Fern-Bus-Linien erst mal hinbekommen.
Jetzt wird wohl das große Raunen durch einige Dienststellen des FV gehen.
Aber selbst wenn, wir Kollegen beim Güterverkehr und die Kollegen im SPNV leben seit Jahren mit Konkurrennten. Jetzt bekommt der Fernverkehr eben auch Konkurrenz, nur das diese eben auf Gummirädern rollt.
Vielleicht ist das ja auch ein Glücksfall für den FV, man stelle sich vor die Konkurrenz würde mit Zügen daher kommen und dann auch noch mit funktionierenden Klimaanlagen.:24:
MfG Loki232:16::16::16:
Oberlausitzer
04.08.2011, 10:11
Ich glaube nicht das Fernbusse eine große Konkurenz werden, die Busse fahren ja auch nicht für lau und wer möglichst billig fahren will nimmt sich meistens die Mitfahrzentrale (oder geht zu Fuß:35:). Berlin-Dresden (oder umgekehrt) z.B. kann auch im Bus zurückgelegt werden aber trotzdem sind die Züge meistens mehr als gut ausgelastet...
Brandiff_01
04.08.2011, 12:58
Ihr solltet das Potenzial von Fernbusverbindungen nicht unterschätzen.
Von unseren 80 Mio. Mitbürgern.... sagen wir mal 1-2 % von denen ist es egal wie sie reisen, hauptsache es ist billig und wenn die Differenz auch nur 5 oder 10 €
beträgt, dann wollen mehrere hunderttausend Leute mit dem Fernbus fahren.
In einem Land mit 3 Mio. Arbeitslosen und 8 Mio. die andere Transferleistungen beanspruchen kann das ausgesprochen lukrativ sein.
SPD will Gesetz für offenen Fernbusmarkt im Bundesrat stoppen (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE77309220110804)
SPD-Verkehrsexperte Beckmeyer forderte eine Maut für Fernbusse. "Die Regierung darf hier keine Ausnahme machen und zwischen gebührenfreien Kaffeefahrten und gebührenpflichtigem Lkw-Verkehr unterscheiden." Beckmeyer verlangte außerdem "ordentliche Löhne und Arbeitsverträge" für künftige Beschäftigte in dem Verkehrssektor. Die Konkurrenzsituation zur Bahn dürfe nicht über soziale Standards verzerrt werden.
Knallkopf
04.08.2011, 14:09
Oredentliche Löhne ??? Da wird es bestimmt nicht mehr lange dauern, und die den Verkehr regulierenden Verkehrspolizisten fordern den gleichen Lohn wie Fluglotsen !
Ich wünsche allen viel Spaß mit den neuen Fernbussen, ich tue mir das jedenfalls nicht an!
Stundenlang in irgendwelchen engen Bussen sitzen und dann womöglich noch im Stau stehen - ne danke, da fahre ich lieber weiterhin Zug oder notfalls mit dem eigenen Auto.
Was ist das überhaupt für eine Schnapsidee ? Einerseits will man den Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern - das wird jedenfalls immer hochheillig von irgendwelchen Politikern verkündet und dann so etwas.
Allein das Argument ein Fernreisebus hält rechnerisch 30 PKW von der Strasse fern :13: da kriege ich echt die Krise. Da würde ich eine ganz neue Rechnung aufmachen: Wie viele Busse hält ein ICE von der Strasse fern !!!
Davon abgesehen werden sich Autofahrer wohl kaum im großen Maße in den Bus setzen, ich jedenfalls nicht, ich fahre lieber mit dem Zug da kann ich während der Fahrt mal aufstehen, essen und trinken und stehe garantiert nicht im Stau.
Bevor ich mich in einem Fernbus setze nehme ich lieber das eigene Auto, wenn das mit dem Zug nicht passt, wofür habe ich das denn sonst, da kann ich nämlich fahren wann ich will und wohin ich will - ist übrigens ein schlagendes Argument, leider mitunter auch mal gegen die Bahn. (Tut mir aber immer ganz doll leid) :003:
Von wegen Raunen beim FV, denen war längst klar, was kommt. Diese Regelung ist ja nicht überraschend vom Himmel aufs Gleis gepurzelt :-) Zuerst wollten sie selber groß mit einsteigen, haben das aber nur Wochen später wieder relativiert und die ganze Planung abgeblasen - meines Erachtens vernünftig so.
Hier meine Vermutung für die Zukunft:
Die Fernbusse werden extrem preisbewußtes Klientel von der Bahn abziehen, und damit wird das Reisen im Zug angenehmer, weil die, die nur wegen SWT/LT/QdL/29EUR-Schnäppchen daherkommen, oftmals sehr, äähm, undankbares und unangenehmes Klientel sind, die man eigentlich nicht wirklich im Zug haben will. Auswirkungen auf das Zugangebot erwarte ich kaum.
Was mich angeht, ich bin vor gut einem Jahr im DB-Bus Nürnberg-Prag und zurück gefahren (war lustig, die ZuB bzw. BuB waren arg planlos, siehe bei Interesse http://dk5ras.dyndns.org/www/bc/?p=1569), der Komfort war sehr gut, echt eine angenehme Reise, aber das erwarte ich bei den Billigheimern eher nicht. Wichtige Argumente gegen den Bus sind für mich Staus und übermüdete Fahrer (wenn der Tf einpennt, dann steht man mit dem Zug halt dumm rum, wenn der Busfahrer einpennt, dann pfeift man u.U. fatal in die Botanik oder in den Gegenverkehr ab), und das Platzangebot und die Möglichkeiten, sich die Beine zu vertreten, sind im Bus auch viel beschränkter. Dazu wird einem im Bus beim Lesen eher schlecht als im Zug :)
Jeder Bus ist ein guter Bus - wenn ich ihn nicht benutzen muß.
der guthe hermann
05.08.2011, 00:19
Vor 30 - 40 Jahren gab es noch so manche Busverbindung, die man heute vielleicht als DB Regio-Fernbus o.ä. bezeichnen würde.
Die hielten zwar an jeder Milchkanne, waren aber teilweise schneller als die Zugverbindungen, Ja und? Die sind alle sang-und klanglos eingegangen.
Ich habe die hier schon mehrmals erwähnt und erinnere heut mal wieder an:
Hannover - Hameln -Detmold
Hannover- Hildesheim - Baddeckestedt - Goslar - Auerhahn - Clausthal=Zellerfeld
Hannover - Hameln - Kassel
Hannover - Celle - Eschede - Sprakensehl
Hannover -Fuhrberg -Winsen/Aller
Hannover - Hamburg
Bremen - Hamburg
Bremen -Rinteln -Hameln
Hamburg - Harz (Bad Grund?)
Hannover - Minden
Hameln - Elze - Hildesheim
Hannover - Holzminden
(Hannover-) Hildesheim - Bad Gandersheim
Das ist nur mal eine kleine Auswahl. DB-Buslinien, an die ich mich erinnere!
Oberlausitzer
05.08.2011, 00:40
Wer mögichst günstig reisen möchte nimmt meistens die Mitfahrzentrale. Schaut euch doch die Strecken an wo bereits der Bus neben dem Zug fährt: z.B. Dresden-Berlin, Berlin-Hamburg usw. wieviel Kunschaft wurde den der Bahn entzogen??? Schaut euch mal in unseren Nachbarländern um da fährt auch oft der Bus neben der Bahn na und sind die Busanbieter dadurch reich geworden... Ich z.B. lasse mich leichter in den Flieger locken für im Durchschnitt ca.90€uronen von Düsseldorf nach Dresden ist schon günstiger gegenüber dem Normalpreis des Zuges wie auch den "Autokosten" und ich "spare" auch einiges an Zeit (was ich damit sagen will die meisten Pendler Dresden Richtung Düsseldorf nutzen den Flieger weil das Verhältnis Preis/Zeit so gut wie unschlagbar ist...)
Knallkopf
05.08.2011, 14:38
Nur wieviel Zeit und Fahtkosten (Taxi , Bahn , Bus etc. ) benötigt man zwischen Wohnung und Flughafen und das in den Start- und Landeorten. Das muß man schon alles mit einrechen, bei einer Haustür- Haustürrechnung.
Und wenn wenn ich das Auto mit vier Nasen besetzt habe , die sich die Spritkosten teilen , ein Flugticket muß jeder kaufen .
Deswegen ist das mit den Vergelichen eben immer so eine Sache , was für den einen günstig ist für den anderen viel zu teuer .
Oberlausitzer
05.08.2011, 15:05
Ja zu zweit rechnet sich das ganze noch, ab 3 Leuten würde ich dann auch nur seltener den Flieger nehmen...auf meine Strecke betrachtet macht das einen Zeitlichen Unterschied von ca. 4 Stunden gegenüber dem Zug und das ist mir den Umstieg dann doch wert...alleine jedoch oder wenn ich "DB & Friends" bekomme nehme ich (und ggf weitere Personen) doch den Zug:003:
sbb.lokmaster
06.08.2011, 00:23
Da ich nur ungern in diese Fliegenden Sardinendosen einsteige, denn ich bin es nicht gewohnt den Boden unter den Rädern verliere, fällt das schon mal Flach. Auch der Bus ist keine Alternative, denn da sitzt man ja nur während der Fahrt, bleibt eben nur der Zug übrig, ausserdem denke ich mal, das es auf meiner Relation eh keine Busverbindung geben wird.
Da ich nur ungern in diese Fliegenden Sardinendosen einsteige, denn ich bin es nicht gewohnt den Boden unter den Rädern verliere, fällt das schon mal Flach. Auch der Bus ist keine Alternative, denn da sitzt man ja nur während der Fahrt, bleibt eben nur der Zug übrig, ausserdem denke ich mal, das es auf meiner Relation eh keine Busverbindung geben wird.
Kommt drauf an, was Du für eine Relation hast. Eine binäre http://upload.wikimedia.org/math/7/5/d/75d1e8d96b1909623990bbe0ffbd0053.png
wird wohl nicht im Angebot sein.
Aber bei einer n-stelligen http://upload.wikimedia.org/math/4/2/a/42a57a5fdeaad231640f875d8e3e6f0b.png könntest Du Glück haben.
Weitere Relationen findest Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Relation_(Mathematik)
Preisangaben wurden leider nicht veröffentlicht :002:
sbb.lokmaster
06.08.2011, 00:46
Nebenbei Bemerkt: Fliegen hat auch noch eine Katastrophale Ökobilanz.
Reval 13
06.08.2011, 04:00
Damit muß eine Eisenbahn leben.Wer billiger mit dem Bus fährt ,hat eben das Staurisiko,wer die Billigfluglinien nutzt ,macht sich halt Gedanken über die Zu-und Abfahrt zu den Flughäfen.Und bei den Szenarien bezüglich unserer lieben Bahn auch kein Wunder.
Martin H.
09.08.2011, 19:44
Nach Lokführermangel jetzt auch Busfahrermangel?
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1725484/Deutschland-gehen-bald-die-Busfahrer-aus.html
sbb.lokmaster
09.08.2011, 19:49
Ist eben das selbe Problem, wie auch bei Eisenbahnerns. Wenn die Vernünftig bezahlen würden, vor allem der Verantwortung angemessen, dann hätten die auch keine Personalsorgen. Aber auch bei den Busbetreibern geht ja der Trend dazu, alles in Billigtöchter auszulagern.
Zum Thema:
http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2011-08-18-im-bus-von-bielefeld-nach-hamburg/?cHash=87c53d60981137ddf1347377b366f4ed
Kleiner Auszug:
Das größte deutsche private Bahn- und Busunternehmen Veolia, zu dem auch die Nordwestbahn (NWB) gehört, hat nach eigenen Angaben bereits drei Fernbuslinien beantragt. Eine davon, die Verbindung Essen-Kiel, soll auch in Bielefeld Station machen. Laut Veolia spielt Bielefeld als zentraler Ort auf der Ost-West-Achse eine wichtige Rolle bei den weiteren Planungen des Unternehmens.
Sollten sich die Bahngewerkschaften nicht um ein Geschäftsfeld vergrößern?
schwellenleger
20.08.2011, 12:24
Sollten sich die Bahngewerkschaften nicht um ein Geschäftsfeld vergrößern?[/QUOTE]
Wieso? Es heißt doch schon Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft.
Gruss an Alle
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