Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elena, wir lieben dich!
Altersstarrsinn
02.01.2010, 08:20
Hallo zusammen!
Nein nein, ich habe mich nicht in der Kategorie vertan, nur in der Schreibweise. Es sollte eigentlich ELENA heißen. :004:
So, wenn Ihr schon mal angefangen seid, könnt Ihr auch gleich weiter lesen. ELENA (PDF-Datei) (http://www.das-elena-verfahren.de/was-ist-elena/gesetz) hat sich klammheimlich eingeschlichen, von der Öffentlichkeit kaum beachtet. Dabei ist ELENA -der elektronische Einkommensnachweis- (http://www.tagesschau.de/inland/einkommensnachweis100.html) der heftigste Angriff gegen unsere persönliche Freiheit seit langem.
Es werden Daten gesammelt. Zentral und in rauen Mengen. Und nur wenigen interessiert es. (http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-091231-ELENA-ein-tiefer-Einschnitt-in-die-informationelle-Selbstbestimmung) Unter Schröder auf Vorschlägen der Hartz-Kommision und verschiedener Arbeitgeberverbänden als "JobCard" angekurbelt, bei der bestimmte Arbeitnehmerdaten, wie die Beschäftigungszeiten und die Höhe des Entgelts elektronisch gespeichert werden sollten, entwickelte sich ELENA unter Schwarz-Rot zum Datenkraken (*.PDF-Datei) (http://www.das-elena-verfahren.de/verantwortung/gremien/ak-elena/gemeinsame-grundsaetze/datensatzbeschreibung/download). Es ist erstaunlich, was alles gespeichert wird und wie großzügig man mit Gründen umgeht.
So erfasst zum Beispiel der Datenbaustein DBFZ des Verfahrens die Fehlzeiten der Arbeitnehmer. Neben Angaben wie Krankheit und Pflege- oder Elternzeit wird unter diesem Punkt auch unbezahltes Fehlen genau protokolliert. Interessanterweise werden dabei zwischen "Arbeitsbummelei" und der "Pflege eines kranken Kindes ohne Kranken- oder Verletztengeldbezug" oder der "kurzzeitigen Arbeitsverhinderung wegen Pflege" keine Unterschiede gemacht.
Aber auch mit anderen Angaben geht man recht locker um.
Auch die Teilnahme an rechtmäßigen und unrechtmäßigen Streiks oder eine Aussperrung fallen unter diesen Datenbaustein. Somit erhält der Arbeitgeber ohne weitere Kontrolle die Möglichkeit, durch seine Angabe im Rahmen des ELENA-Verfahrens über die Rechtmäßigkeit eines Streiks zu entscheiden.
ELENA enthält auch anlassbezogene Felder. Der Datenbaustein DBKE beschreibt Angaben zu Kündigungen oder Entlassungen. Dort werden unter anderem Abmahnungen und der Grund einer Kündigung erfasst. Auch wird festgehalten, ob der Arbeitnehmer eine Kündigungsschutzklage erhoben hat. Der Arbeitgeber hat außerdem die Möglichkeit, ein vertragswidriges Verhalten, dass der Anlass einer Entlassung war, in einem Freitext genau zu schildern. Auch hierbei ist eine ausreichende Prüfung der Angaben nicht gewährleistet.
Sicher, man ist bemüht, nach heftigen Protesten der Datenschützer, Gewerkschaften und einiger Politiker einen gewissen "Schutz" der Daten zu gewährleisten. Aber sein wir doch mal ehrlich. Daten, die zentral gesammelt und verschlüsselt werden, lassen sich auch wieder zentral entschlüsseln. Was für einen nach heutiger Sicht Missbrauch in einigen Jahren nach kleineren Gesetzesänderungen dann ganz legal damit getrieben wird, ist ja noch gar nicht absehbar. "1984 (http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29)" oder "Schöne neue Welt (http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt)" erscheinen langsam aber sicher als völlig überholt.
Gruß
A.
Teufel36
02.01.2010, 08:31
Ja, ja der gläserne Bürger.
stulli12
02.01.2010, 08:58
Weniger Bürokratie - mehr Effizienz.
So steht es drüber. Stimmt wohl auch.
Altersstarrsinn
02.01.2010, 10:05
Weniger Bürokratie - mehr Effizienz.
So steht es drüber. Stimmt wohl auch.
Richtig. Darum umfasst die Liste der an Elena zu meldenden Daten mittlerweile 41 Seiten, während vorher die komplette ausgedruckte Bescheinigung drei Seiten umfasste. Das ist effizient, unbürokratisch, nachvollziehbar, klar und bündig.
Stellt sich die Frage, wen es interessiert, wer wann wieviele Tage gestreikt oder gefehlt hat. Das ist schon nicht mehr der gläserne Bürger, das ist mittlerweile Angst vor dem Bürger als frei herumlaufendes Sicherheitsrisiko.
Gruß
A.
Einmannbetrieb
02.01.2010, 10:45
Alles eine Sache der Perspektive. Meldung von Deutschlandradio (http://www.dradio.de/nachrichten/201001020900/1):
Grünen-Rechtsexperte Montag sieht auch Datenschutz-Vorteile durch "Elena"
In der Diskussion um den elektronischen Einkommensnachweis "Elena" hat der rechtspolitische Sprecher der Grünen, Montag, die Vorteile des neuen Systems hervorgehoben. So würden die Arbeitgeber künftig nicht mehr erfahren, welche staatliche Leistungen ihre Angestellten beantragten, sagte Montag im Deutschlandfunk. Bisher hätten etwa Wohngeldanträge beim Arbeitgeber vorlegt werden müssen. Auf der anderen Seite berge die zentrale Speicherung Sicherheitsrisiken. Zudem würden zu viele Daten erfasst, kritisierte das Mitglied des Bundestagsrechtsausschusses. Informationen wie Streikverhalten, Abmahungnen oder Kündigungsgründe dürften nicht zentral gespeichert werden. In diesem Punkt hat die Bundesregierung bereits Nachbesserungen angekündigt. - Die Arbeitgeber sind ab sofort verpflichtet, die Einkommensdaten ihrer Beschäftigten an die Deutsche Rentenversicherung zu übermitteln.
Mike
Stellt sich die Frage, wen es interessiert, wer wann wieviele Tage gestreikt oder gefehlt hat. Das ist schon nicht mehr der gläserne Bürger, das ist mittlerweile Angst vor dem Bürger als frei herumlaufendes Sicherheitsrisiko.
Gruß
A.
Antwort:
z.B. Das Finanzamt
Wie ich bereits seit einiger Zeit weiß, stehe ich grundsätzlich erst mal unter Generalverdacht.! In jedem von uns steckt halt ein kleiner Verbrecher, also ist es auch gerechtfertigt.
So weiß ich, dass die Anzahl der Arbeitstage pauschal mit 230 (5 Tage-Woche)(280 bei 6 Tage-Woche; 192 bei Lehrern) Fahrten zur Arbeit anerkannt werden. Das erspart das Nachzählen und Eintragen von Kranken- und Urlaubstagen. Natürlich sollst Du bei längerem Arbeitsausfall trotzdem die Fehltage eintragen
Mit ELENA brauchst Du nun gar nichts mehr einzutragen, denn der AG oder die Krankenkasse überträgt ja die Daten.
Doch Halt!
Besser ist es, man verlangt weiterhin das Eintragen dieser Fahrt, Kranken- und Urlaubstage.
Damit läßt sich im Datenabgleich doch prima die Ehrlichkeit des Steuerbürgers prüfen(und wahrscheinlich auch die Richtigkeit des Generalverdachts begründen).
Also ELENA vermindert, wie versprochen, den Bürokratismus!
Weshalb also Deine Furcht, ASS?
Altersstarrsinn
02.01.2010, 12:20
[...]
Also ELENA vermindert, wie versprochen, den Bürokratismus!
Weshalb also Deine Furcht, ASS?
Weil ich dieser Datensammelwut grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber stehe.
Wenn Daten gesammelt werden, melden sich auch sofort Interessenten, die Zugriff auf diese Daten fordern. Ob es nun Bankdaten sind, auf die die Panikbehörden in den USA Zugriff haben wollen; Mautdaten, die hier gerne zur Bewegungskontrolle herangezogen werden sollen usw. Wer garantiert mir, dass nicht eines Tages die Teilnahme an einem Streik verfassungsfeindlich ist und diese Feinde unserer freien Wirtschaft nicht an Hand der heute erhobenen Daten erfasst, gefasst und umerzogen werden? Die Politiker? Sehr witzig!
Gruß
A.
Weil ich dieser Datensammelwut grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber stehe.
Wenn Daten gesammelt werden, melden sich auch sofort Interessenten, die Zugriff auf diese Daten fordern. Ob es nun Bankdaten sind, auf die die Panikbehörden in den USA Zugriff haben wollen; Mautdaten, die hier gerne zur Bewegungskontrolle herangezogen werden sollen usw. Wer garantiert mir, dass nicht eines Tages die Teilnahme an einem Streik verfassungsfeindlich ist und diese Feinde unserer freien Wirtschaft nicht an Hand der heute erhobenen Daten erfasst, gefasst und umerzogen werden? Die Politiker? Sehr witzig!
Gruß
A.
Naja, ich gebe Dir ja Recht. Auch ich bin immer wieder erstaunt, wer sich alles für mich und meine Lebensweise interessiert.
Eine Frage stellt sich mir aber doch:
Wer ist mir lieber?
Derjenige, der wenigstens nicht verschweigt, dass er mich von vorn bis hinten, von früh bis späht, beruflich oder privat ausspioniert,
oder derjenige, der es heimlich macht.
O.K. die Gegenfrage ist, ob "man" Elena nicht auch lieber ohne Wissen der Bürger einsetzen würde.
Und, Du hast es ja bereits treffend dargestellt, wer bekommt letztlich Zugang zu welchen Daten.
Bist Du eigentlich direkt gefragt worden, ob Dein Konzernausweis einen RFID-Chip haben soll oder nicht?
Oder stand das irgendwo beiläufig?
Und wie war/ist das bei der Bahncard 100?
Na, ja, manchmal fragt man sich, ob man sich mit 60 damit noch befassen muß? Ich kenne unheimlich viele Menschen, die sich bereits mit weniger Lebensjahren darüber keinerlein Gedanken machen.
Nun, man kann es vielleicht, aber wirklich nur ganz vielleicht, noch nachvollziehen, wenn man den offiziellen Grund der Befürworter, der die letzten Tagen durch die Tagesschau ging, heranzieht: Die einfachere Beantragung von Wohngeld etwa.
Aber was zum Geier hat jemanden zu interessieren, was die Teilnahme an Streiks, Fehltage (un-/entschuldigt) oder Arbeitsklagen angeht? Das ist ja dann wie bei einem Vorbestraften - man kriegt kein Bein mehr auf dem Boden. Denn welcher neue Arbeitgeber stellt jemanden, der gestreikt oder (öfter) krankgewesen ist, noch neu ein?
sven0403
02.01.2010, 13:59
Eine schöne Welt die uns da umgibt, da könnte man glatt depressiv werden oder Auswanderungsgedanken hegen......
So etwas machen Menschen für und gegen Menschen, so mancher hat Kontrolle dringend nötig aber bitte schön nicht so, wo bleibt denn da die Chancengleichheit ?
Die freien demokratischen Zeiten dürften vorbei sein.....hier dürfen Herren alles und wir dürfen uns das alles gefallen lassen.
So wird freie Meinungsäußerung endgültig zur Karrierebremse, grundgesetzlich verbrieftes Streikrecht zum sozialen Aus und Krank werden darf ja sowieso niemand, hier wird geschuftet bis es nicht mehr geht, dann brauchst du dich auch nirgends mehr zu bewerben weil ein Grab keinen Briefkasten hat..
Deutschland so wie es sich jetzt entwickelt..... :cwm8:
Gruß Sven
Stellt sich die Frage, wen es interessiert, wer wann wieviele Tage gestreikt oder gefehlt hat. Das ist schon nicht mehr der gläserne Bürger, das ist mittlerweile Angst vor dem Bürger als frei herumlaufendes Sicherheitsrisiko.
Gruß
A.
Ich hab da noch ne Idee, die ich als Verbesserungsvorschlag einreichen könnte.
Manche Richter lehnen das Strafmass am Einkommen der Verurteilten an. Bei leichten Verfehlungen z.B. 2 Monatsgehälter ans Rote Kreuz.
Da ist Elena doch schon nützlich für den Richter. Der Monatssatz steht bei jedem fest eingetragen.
Mein Vorschlag wäre eine Liste mit Faktoren beizufügen.
Normalverdiener (z.B.FDL) Monatsgehalt x3
Hartz 4 Empfänger Monatsgehalt x2.5
Beamter im untern und mittleren Dienst x1
einfacher Geschäftsmann *0,8
Werkbesitzer und Beamte im gehobenen Dienst *0,5
Aufsichtsrat *0,3
Vorstand oder Manager *0,2
Politiker *,01 besser 0
Tja, Orwell 1984 ist schon längst bei uns angekommen....
Altersstarrsinn
02.01.2010, 21:18
Ich hab da noch ne Idee, die ich als Verbesserungsvorschlag einreichen könnte.
Manche Richter lehnen das Strafmass am Einkommen der Verurteilten an. Bei leichten Verfehlungen z.B. 2 Monatsgehälter ans Rote Kreuz.
Da ist Elena doch schon nützlich für den Richter. Der Monatssatz steht bei jedem fest eingetragen.
Mein Vorschlag wäre eine Liste mit Faktoren beizufügen.
Normalverdiener (z.B.FDL) Monatsgehalt x3
Hartz 4 Empfänger Monatsgehalt x2.5
Beamter im untern und mittleren Dienst x1
einfacher Geschäftsmann *0,8
Werkbesitzer und Beamte im gehobenen Dienst *0,5
Aufsichtsrat *0,3
Vorstand oder Manager *0,2
Politiker *,01 besser 0
Stimme im Prinzip zu. Allerdings sollte man im Vorgriff auf mögliche Verfehlung der potentiellen Verbrecher ab erstem Tag der Lehre eine pauschale Summe vom Lohn abziehen und in die Hände des Staates legen. Sollte es dann zu den erwarteten Verfehlungen kommen (Krankenschein zu spät abgegeben (nicht bei Eintritt der Erkrankung, sondern erst nach völlig überflüssiger in Anspruchnahme der Krankenkasse (vormals Arztbesuch)), angebliche Verspätung der Bahn mit vermutlich gefälschter Bescheinigung (Aufdruck "Deutsche Bahn" statt "Bundesbahn") usw), wird die angemessene Geldstrafe direkt von diesem Konto abgebucht. Bei Eintritt der Rente ist dann grundsätzlich nichts mehr übrig. Sollte der Delinquent bis zur Rente nicht straffällig werden, ist er ein überführter Betrüger und das Geld fällt vollständig an den Staat. Das nenne ich unbürokratisch!
Du hast Fdl mit dem Faktor x3 und Beamte des mittleren Dienstes mit dem Faktor x1 eingestuft. Da ich jetzt Fdl und Beamter im mittleren Dienst bin, muss ich da mit dem Faktor x4 rechnen? :002:
Übrigens: Siehste, was hab ich geschrieben? Vorhandene Daten wecken Begehrlichkeiten. Erst seit zwei Tagen Pflicht, willst Du schon, dass Richter Zugriff auf die Daten haben.
Gruß
A.
stulli12
03.01.2010, 20:28
Die Gefahr bei solchen gesammelten Daten besteht tatsächlich darin, dass sie in falsche Hände geraten. Und das kann ja ganz schnell gehen, z. B. durch irgendeine Panne oder eventuell sogar durch Verkauf.
Prinzipiell bin ich davon überzeugt, dass diese Daten schon immer erfasst und gespeichert wurden. In den Entgeltabrechnungen gibt es für alles eine Codierung...
Kalle Kallensen
07.01.2010, 14:29
.... oder Auswanderungsgedanken hegen......
Gruß Sven
:39::39:
Diese Idee dürfte sich auch schon stark einschränken.
Es ist vollkommen egal wohin du wanderst da es gerade in den Demokratischen Staaten des Westens auch ELENA Ähnliche Systeme gibt. Diese heissen meist nur anders oder existieren offiziel gar nicht.
Wenn du so überlegst:
- Die US Geheimdienste forschen deine Überweisungen aus.
- Dein Internethändler benutzt deine Daten um diese an andere zu verkaufen.
- Jedes mal wenn du nach einer Kartenzahlung beim Supermarkt, den Bon unterschreibst, gibst du den Verein die Erlaubnis das sie aufgrund deiner Daten Werbung zu dir nach Hause schicken.
- Google speichert alles was du mit Google Software bzw der Suchmaschine anstellst mit einer Präzision, von der so mancher Geheimdienstboss noch träumt.
- Dein Kommunikationsanbieter speichert für 6 Monate alle deine Internetaktivitäten, Telefonate und SMSsen.
- Hinzu kommen die "Klassischen" Überwacher wie das Finanzamt, Arbeitsamt und die Geheimdienste (vielleicht nicht in Deutschland, aber in anderen Ländern Bsp das FBI in den USA) und unter Umständen auch dein Arbeitgeber
Ich sehe in ELENA kein NEUES "Überwachungssystem" sondern eine VERBESSERUNG von bereits vorhandenen möglichkeiten an deine Daten zu kommen.
In anbetracht diese Tatsachen könnte man schon in der Tat depressiv werden
Altersstarrsinn
08.01.2010, 17:23
:39::39:
Diese Idee dürfte sich auch schon stark einschränken.
Es ist vollkommen egal wohin du wanderst da es gerade in den Demokratischen Staaten des Westens auch ELENA Ähnliche Systeme gibt. Diese heissen meist nur anders oder existieren offiziel gar nicht.
Wenn du so überlegst:
- Die US Geheimdienste forschen deine Überweisungen aus.
Im "Kampf gegen den Terror" (was immer das jetzt grade ist) und mit freundlicher Unterstützung der europäischen Politiker. Schließlich interessiert es auch die eigenen Geheimdienste und andere Institutionen, wofür Du Dein Geld ausgibst.
- Dein Internethändler benutzt deine Daten um diese an andere zu verkaufen.
Händler müssen -soweit ich weiß- ausdrücklich um Genehmigung zur Weitergabe (Verkauf) Deiner Daten nachfragen. Das voreingestellte Häkchen an diesem Formulareintrag liegt schon in einer Grauzone.
- Jedes mal wenn du nach einer Kartenzahlung beim Supermarkt, den Bon unterschreibst, gibst du den Verein die Erlaubnis das sie aufgrund deiner Daten Werbung zu dir nach Hause schicken.
Nach Möglichkeit nur Barzahlung.
- Google speichert alles was du mit Google Software bzw der Suchmaschine anstellst mit einer Präzision, von der so mancher Geheimdienstboss noch träumt.
Aber immerhin keine personenbezogene Daten bei der Suchmaschine. Wenn ich "Cloud-Computing (http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing)" nutze, muss ich damit rechnen, dass nicht nur meine persönlichen Daten, sondern auch meine Dateien im Netz auftauchen.
Viel problematischer als Google sehe ich da die "sozialen Netzwerke", in dem der Nutzer regelrecht einen "Daten-Stripteas" hinlegt. Unaufgefordert, ungezwungen, freiwillig und ohne nachzudenken.
- Dein Kommunikationsanbieter speichert für 6 Monate alle deine Internetaktivitäten, Telefonate und SMSsen.
Im "Kampf gegen den Terror" (was immer das jetzt grade ist) und zur Abwendung von Gefahren wie Raubkopierern usw. Natürlich nur auf richterlicher Anordnung.... :065:
- Hinzu kommen die "Klassischen" Überwacher wie das Finanzamt, Arbeitsamt und die Geheimdienste (vielleicht nicht in Deutschland, aber in anderen Ländern Bsp das FBI in den USA) und unter Umständen auch dein Arbeitgeber
Ich sehe in ELENA kein NEUES "Überwachungssystem" sondern eine VERBESSERUNG von bereits vorhandenen möglichkeiten an deine Daten zu kommen.
Nicht nur eine Verbesserung, sondern auch eine Erweiterung der bestehenden Möglichkeiten und Datenmenge. Warum will irgendjemand wissen, dass der Bewerber auf einen Job vier Jahre vorher drei Tage gestreikt hat oder im letzten Jahr fünf mal krank gefeiert hat? Weil wir nur MA haben wollen, die brav jede Kröte einschließlich Lohnkürzungen schlucken und auch mit 40° Fieber noch an der 10-Tonnen-Presse steht?
In anbetracht diese Tatsachen könnte man schon in der Tat depressiv werden
Richtig. Depressive MA haben den unbestreitbaren Vorteil, dass sie uns nach etwas Druck auch freiwillig verlassen.
Gruß
A.
Knallkopf
25.01.2010, 12:51
Elena und Carmen , zwei Damen, an denen wir noch unsere Freude haben werden .....
tickettussi
25.01.2010, 19:58
Elena und Carmen , zwei Damen, an denen wir noch unsere Freude haben werden .....
vergiss die Edith nicht :003:
Knallkopf
27.01.2010, 18:44
vergiss die Edith nicht :003:
Wie konnte ich nur !
Die Edith und Betra vergessen .... :004:
Tastenquäler
16.03.2010, 07:54
Wer etwas gegen ELENA unternehmen will:
Verfassungsbeschwerde gegen ELENA (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,683650,00.html)
https://petition.foebud.org/ELENA
sven0403
20.03.2010, 15:17
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2010/maerz/elena_35_mio_datensaetzen_kritikern/
ELENA mit 35 Mio Datensätzen und vielen Kritikern
19. März 2010, 11:06 Uhr
Mit dem Elektronischen Entgeltnachweis (http://www.computerbase.de/lexikon/ELENA-Verfahren#Geschichte) (ELENA) will die Bundesregierung die Bürokratie in Behörden abbauen, die mit einkommensrelevanten Daten (http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2010/maerz/elena_35_mio_datensaetzen_kritikern/#) versorgt werden müssen. Die Datenbank, die seit dem 1. Januar dieses Jahres gefüttert wird, umfasst bereits 35 Millionen Datensätze, obwohl noch nicht alle Bedenken ausgeräumt sind.
Gruß Sven
macmoldis
05.07.2010, 15:24
Regierung prüft „Elena“-Stopp (http://www.handelsblatt.com/newsticker/politik/regierung-prueft-elena-stopp-wegen-kostenexplosion;2613189)
zu teuer ... merkt man jetzt
Knallkopf
05.07.2010, 16:18
Regierung prüft „Elena“-Stopp (http://www.handelsblatt.com/newsticker/politik/regierung-prueft-elena-stopp-wegen-kostenexplosion;2613189)
zu teuer ... merkt man jetzt
Was ist zu teuer ??? Die Lohnkosten der Sachbearbeiter ??? Da findet sich bestimmt ein Billiganbieter !
Maulwurf
07.07.2010, 21:09
Was ist zu teuer ??? Die Lohnkosten der Sachbearbeiter ??? Da findet sich bestimmt ein Billiganbieter !
:032:Sag das bloß nicht zu laut!!:032:
Knallkopf
09.07.2010, 09:09
:032:Sag das bloß nicht zu laut!!:032:
Na vielleicht findet sich ja sogar ein auslänischer (Geheim- ) - dienstanbieter ???
Schlensi
18.07.2011, 21:09
Ja und nun ist der Stop wohl wegen Datenschutzbedenken nicht mehr zu teuer?
Man wie bin ich stolz, dass ich auf Arbeit nicht einen Datensatz versendet habe. So ein Dreck, endlich das AUS, Juhu . Es würde voll reichen, wenn die Firmen im Falle des Ausscheidens von Mitarbeitern, die Daten elektronisch bereitstellen. Oder für Wohngelt usw.
... braver Controller ... !:6:
Zumindest aus Mitarbeitersicht!:032:
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.