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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Hinweis] Die Bundeswehr gerät nach dem von ihr bestellten Nato-Luftangriff in Afghanistan inte



sven0403
06.09.2009, 13:43
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647224,00.html#ref=rss


Kunduz/Berlin - Die Bundeswehr hat die Nato-Partner gegen sich aufgebracht. Nach dem von ihr angeforderten Luftangriff in Afghanistan mit Dutzenden Toten üben die Bündnispartner massive Kritik: Der französische Außenminister Bernard Kouchner bezeichnete den Luftangriff als "großen Fehler". Der Oberbefehlshaber der US- und Nato-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, bestätigte am Samstag, dass bei dem Einsatz Zivilpersonen verletzt worden seien.

Die arme Bundeswehr, mit schwammigen Auftrag an den Hindukusch geschickt um den Afghanen beim Aufbau und der Befriedung ihres Landes zu helfen.
Mittlerweile stecken sie tief im Kriegsschlamassel und müssen sich ihrer Haut erwehren.
Sollen sie wirklich vor jedem Schuss der ihrer eigenen Verteidigung dient anrufen, ob das auch so OK ist ?

Wenn ich mir vorstelle was die Taliban mit den 2 Tanklastern hätten anrichten können, wird mir ganz anders.

Wer will in so einem Land Freund von Feind unterscheiden ?

Da bin ich dann doch der Ansicht wenn man den deutschen Kommandeuren vor Ort nicht traut, sollte man die ganze Aktion abblasen.

Wer hat eigentlich innerhalb des Bündnisses schon mal so ein Theater veranstaltet wenn den Amis ein paar "unschuldige" Zivilisten "zufällig" vor die Flinte gerannt sind ? :039:

Gruß Sven

BR_480
06.09.2009, 13:46
Die US Army ist eine Angriffsarmee. Die Bundeswehr ist die Bundeswehr, und soll nicht Zivilisten in Afghanistan über den Haufen schießen.

sven0403
06.09.2009, 13:50
Die US Army ist eine Angriffsarmee. Die Bundeswehr ist die Bundeswehr, und soll nicht Zivilisten in Afghanistan über den Haufen schießen.

Deswegen haben sie ja bei den Amis angerufen zur Luftunterstützung, selber geschossen haben sie ja wohl nicht :007:.

Gruß Sven

Trennhuepfer
06.09.2009, 13:58
Zuerstmal ... Krieg ist Schei*se!!!

Nun ist die BW aber vor Ort und mus da durch, mit allen Konsequenzen, daß man im Verdachtsmoment sein eigenes Leben mit allen Mitteln schützen will ist doch auch nur Menschlich, denn eines wird immer gerne vergessen, dort ganz vorne an der Front, sind auch nur Menschen aus Fleisch und Blut tätig!

Es bleibt aber die Frage, wie Sven sie schon gestellt hat, was wäre gewesen, wenn die BW nix unternommen hätte?
Und so krass es klingt, Kolateralschäden lassen sich meistens nicht vermeiden.
Da die Franzosen, auch trotz Deutsch Französischer Brigade (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sische_Brigade), noch nie wirklich unsere Freunde waren, überrascht mich der Kommentar der südwestlichen Nachbarn nicht wirklich.

@BR 480: wenn aber die Zivilisten keine Zivilisten sind ? Frag mal die GI`s, wie viele ihrer Kammeraden bei Bombenanschlägen durch "Zivilisten" umgekommen sind!

der guthe hermann
06.09.2009, 14:05
Ich sage nur: wenn die Herren Politiker da im Kriegseinsatz wären, würden die ihre großen Schnauzen nicht so voll nehmen und sich ihre Schuldzuweisungen ersparen. Bundeswehr sofort nach Hause holen, wenn die anderen Armeen das besser können! Laßt doch ruhig die Franzosen ran.

nimmi
06.09.2009, 14:06
Die US Army ist eine Angriffsarmee. Die Bundeswehr ist die Bundeswehr, und soll nicht Zivilisten in Afghanistan über den Haufen schießen.

Und was hat die Bundeswehr dann in Afghanistan zu suchen?

Moselaner
06.09.2009, 14:10
Ja, ja. Der böse Deutsche. Hätte jemand anderes die Luftunterstützung angefordert,würden die Wellen nicht so hoch schlagen.
Wenn das die Essenz dieses Vorfalles ist, dann sollte die Bundeswehr das Krisengebiet verlassen. Man muß sich nicht für jeden Vorfall rechtfertigen, auch wenn dieser vielleicht weitreichende Folgen nach sich ziehen wird.

Trennhuepfer
06.09.2009, 14:53
Ja, ja. Der böse Deutsche. Hätte jemand anderes die Luftunterstützung angefordert,würden die Wellen nicht so hoch schlagen.
Wenn das die Essenz dieses Vorfalles ist, dann sollte die Bundeswehr das Krisengebiet verlassen. Man muß sich nicht für jeden Vorfall rechtfertigen, auch wenn dieser vielleicht weitreichende Folgen nach sich ziehen wird.

Richtig, der zuständige Komandeur hat die Sicherheit seiner Leute als gefährdet angesehen und um Luftunterstützung gebeten. Wenn Deutsche Soldaten dabei umgekommen wären, wäre das Geschrei aus Deutschland noch lauter!
Und die Franzosen... die waren ja woanders !

sven0403
06.09.2009, 14:54
So sehe ich das eigentlich auch, dort herrscht ein Scheiß-Krieg, es ist bestimmt verdammt schwer Freund und Feind (so man das dort voneinander trennen kann ?) zu unterscheiden.

Der Kommandeur hat Entschieden in einer absoluten Krisensituation, da ist die Chance falsch oder richtig zu entscheiden ohnehin 50:50.

Wie soll dieser Mann und sein Stab seine "Arbeit" in Ruhe und Besonnenheit fortsetzen wenn hinter jeder Entscheidung sofort die Staatsanwaltschaft Potsdam lauert ?

Und dann die üblichen Verdächtigen wie Steinmeier: "Gegen verbrecherische Terroristen muss entschieden vorgegangen werden. Gleichzeitig müssen wir aber alles tun, um unschuldige zivile Opfer zu vermeiden."

Fraktionschef Gregor Gysi sagte: "Die Tötung von Zivilisten bei einem von der Bundeswehr angeforderten Nato-Luftangriff ist durch nichts gerechtfertigt."

Klugschei...er alle zusammen.

Genau diese Abwägung wird der Kommandeur getroffen haben und er ist zu der Entscheidung gekommen, seine Leute zu schützen und Hilfe anzufordern.

Wenn sich die Zivilbevölkerung nicht von den Taliban fernhält dann muss sie um das Risiko bescheid wissen.

Die Bundeswehr sollte dort raus weil sie nicht einmal von den Politikern Rückenhalt bekommt die sie dort leichtfertig hin beordert haben.

Gruß Sven

Trennhuepfer
06.09.2009, 15:01
Genau diese Abwägung wird der Kommandeur getroffen haben und er ist zu der Entscheidung gekommen, seine Leute zu schützen und Hilfe anzufordern.

Wenn sich die Zivilbevölkerung nicht von den Taliban fernhält dann muss sie um das Risiko bescheid wissen.

Die Bundeswehr sollte dort raus weil sie nicht einmal von den Politikern Rückenhalt bekommt die sie dort leichtfertig hin beordert haben.


:applaus: :s30:
Sehe ich auch so!

Schirdewan
06.09.2009, 15:52
Das ist doch wieder sowas von typisch... :0102:

Die Bw schützt sich vor potenziellen Gefahren und bekommt von allen Seiten Schläge. Das die mit als erstes von den Franzosen kommt war sowieso klar...

Dass aber auch die :lmaa:, die die Bw dort hin geschickt haben, da das Maul auf reißen treibt mir die Galle in ungeahnte Bereiche....:43:

sven0403
06.09.2009, 17:11
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647258,00.html#ref=rss

Zumindest Verteidigungsminister Jung stellt sich vor die BW.

Laut Zeugenaussagen hätten Taliban die Dorfbewohner gezwungen die festgefahrenen Tanklastzüge frei zu ziehen.

Sie verwenden Zivilisten als menschl. Schutzschilde wenn es danach geht besteht überhaupt keine Möglichkeit, sich vor ihnen zu schützen wenn man die Zivilbevölkerung vor Schaden bewahren möchte.

Ein Teufelskreis !

Gruß Sven

Trennhuepfer
06.09.2009, 17:22
Jung weist Kritik an Tanklastzug-Attacke zurück (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647237,00.html)

"Durch sehr detaillierte Aufklärung über mehrere Stunden durch unsere Kräfte hatten wir klare Hinweise darauf, dass die Taliban beide Tanklastzüge circa sechs Kilometer von unserem Lager entfernt in ihre Gewalt gebracht haben, um einen Anschlag auf den Stützpunkt unserer Soldaten in Kunduz zu verüben", sagte der Minister der "Bild am Sonntag". Wäre ihnen das gelungen, hätte es einen Anschlag mit entsetzlichen Folgen für die Soldaten gegeben. "Deshalb halte ich die Entscheidung des deutschen Kommandeurs vor Ort für richtig", betonte Jung - der Kommandeur hatte den Angriff angefordert.

Schirdewan
06.09.2009, 18:38
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647258,00.html#ref=rss

Zumindest Verteidigungsminister Jung stellt sich vor die BW.

Laut Zeugenaussagen hätten Taliban die Dorfbewohner gezwungen die festgefahrenen Tanklastzüge frei zu ziehen.

Sie verwenden Zivilisten als menschl. Schutzschilde wenn es danach geht besteht überhaupt keine Möglichkeit, sich vor ihnen zu schützen wenn man die Zivilbevölkerung vor Schaden bewahren möchte.

Ein Teufelskreis !

Gruß Sven

Genau das ist es ja, die Taliban hängen nunmal in mitten der Zivilbevölkerung.

Hätte der zuständige Komandeur nicht so gehandelt und es wäre zu dem Anschlag gekommen, dann wären zig deutsche Soldaten gestorben. Was hätten die Herren der potsdamer Staatsanwaldschaft gemacht?

RICHTIG !!!

Sie hätten ihn wieder zur Verantwortung gezogen !!! Die Herren sollten sich mal ganz genau über den Auftrag der Bw klar werden und ob dieser, mit den gestellten Vorgaben überhaupt vereinbar ist. Vorallem im Bezug auf den Eigenschutz.

macmoldis
06.09.2009, 19:04
Ex-Verteidigungsminister Scharping nannte das Kollateralschäden.

Jetzt Verteidigungsminister Jung im Jahre 2007 "Wir müssen alles daran setzen, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Sonst droht die Gefahr, dass sich früher oder später die Stimmung gegen die Schutztruppe richten wird"

... und was redet ihr hier von einem Krieg, die Bundeswehr ist doch nicht in einem Krieg, das doch ein Kampfeinsatz, sagt Außenminister Steinmeier


Es war von Anfang an falsch, dass sich die Bundeswehr an den Unternehmungen beteiligt hat ... meine Meinung.

Schotter
06.09.2009, 21:45
ich sehe das ganz anders. währe das eine nicht passiert, währe das andere nicht eingetretten. Warum alle auf die Bundeswehr rum hacken ich denke das ist ein ISAF Einsatz ?

Schotter
06.09.2009, 22:19
Da fahren als die Taliban mit zwei geklauten, randvollen Tanklastern lustig durch die afghanische Landschaft. Dann fahren sie sich fest. Blöd, dass keine Bundeswehrstreife in der Nähe war um, ganz deutsch, Strafzettel zu verteilen.

Nun hörte ich im Radio, dass man seitens der Taliban die Zivilisten zwang, Benzin abzuzapfen. Wär ja auch doof, wenn man ein paar Bomben weniger gegen die Ausländer oder die eigenen Leute werfen kann, oder der Nachschub plötzlich abreißt. Die Bundeswehr bekommt das mit, der Kommandant fordert einen Luftangriff an, der wird ausgeführt, alle tot. Und jetzt geht das Gejaule in Deutschland los. Hätte der Offizier denn etwas zu schauen sollen, wie saumäßig gefährliche Terroristen mit einer potentiell hoch explosiven Flüßigkeit abhauen und nachher seine Leute in die Luft jagen ? Das, was dieser Politiker der LINKEN in dem Interview von sich gibt, bestätigt meine Meinung über den Geisteszustand und den Intelligenzzustand in dieser Partei. Vor lauter falschem Gutmenschentum vergessen die ständig, dass, wenn die Bundeswehr nicht schießt, statt der Afghanen unsere Soldaten sterben.

Mein Fazit: Der Luftangriff war nötig und ich finde es gut, das Minister Jung hinter seinen Soldaten steht

Schotter
06.09.2009, 23:25
eins möchte ich noch loswerden. da der Diebstahl von Tankwagen wohl im Deutschen bereich geschehen ist, finde ich es ganz wichtig das auch dort das StGB am Hindukusch verteidigt wird.

Trennhuepfer
07.09.2009, 00:01
eins möchte ich noch loswerden. da der Diebstahl von Tankwagen wohl im Deutschen bereich geschehen ist, finde ich es ganz wichtig das auch dort das StGB am Hindukusch verteidigt wird.sorry, aber ich muss mir grade vorstellen wie ein Autodieb in der Münchner Innenstadt, in seinem Beutegut von einer Smartbomb getroffen wird.. :039:

VT605
07.09.2009, 00:41
Mich ko... die Politiker an, erst schicken sie die Bundeswehr in einen völlig unsinnigen Krieg (Deutschland wird ja laut Struck am Hindukusch verteidigt:35:). Wenn dann in diesem Krieg Menschen sterben, besitzen dieselben Politiker die Frechheit, den Kommandeuren die Staatsanwaltschaft auf den Hals zu hetzen. Wenn, dann müßte die Staatsanwaltschaft gegen diese Politiker ermitteln.

PBKA
07.09.2009, 10:58
...Wenn, dann müßte die Staatsanwaltschaft gegen diese Politiker ermitteln.

Genau das ist schon lange überfällig .
Und wenn es den werten NATO-Partnern nicht passt ,
daß man in Deutschland Bedenken gegenüber wie auch immer gearteten
Auslandseinsätzen hat ,
DANN SOLL MAN DIE BUNDESREPUBLIK EBEN RAUSSCHMEISSEN .

Das würde dann wenigstens den wahren Charakter dieses
" Verteidigungsbündnisses " offenbaren .

Die werden schon nicht gleich eine Woche später das Land überrollen .

Larry Laffer
07.09.2009, 11:56
Das war im Zuge der 2+4 Verhandlungen übrigens auch lange Zeit so geplant: Gesamtdeutschland ja, aber kein NATO-Mitglied, sondern neutral.

Aber gut, das war 89/90 -> Wenn Euch damals einer gesagt hätte "1999 treten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei, 2004 treten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien der NATO bei und 2009 folgen Albanien und Kroatien", dann hättet Ihr das vermutlich nicht geglaubt.

Einige dieser Länder gab es damals noch nicht mal, das noch "der Russe".

Maschinist
07.09.2009, 12:06
Da fahren als die Taliban mit zwei geklauten, randvollen Tanklastern lustig durch die afghanische Landschaft. Dann fahren sie sich fest. Blöd, dass keine Bundeswehrstreife in der Nähe war um, ganz deutsch, Strafzettel zu verteilen.

Nun hörte ich im Radio, dass man seitens der Taliban die Zivilisten zwang, Benzin abzuzapfen. Wär ja auch doof, wenn man ein paar Bomben weniger gegen die Ausländer oder die eigenen Leute werfen kann, oder der Nachschub plötzlich abreißt. Die Bundeswehr bekommt das mit, der Kommandant fordert einen Luftangriff an, der wird ausgeführt, alle tot. Und jetzt geht das Gejaule in Deutschland los. Hätte der Offizier denn etwas zu schauen sollen, wie saumäßig gefährliche Terroristen mit einer potentiell hoch explosiven Flüßigkeit abhauen und nachher seine Leute in die Luft jagen ? Das, was dieser Politiker der LINKEN in dem Interview von sich gibt, bestätigt meine Meinung über den Geisteszustand und den Intelligenzzustand in dieser Partei. Vor lauter falschem Gutmenschentum vergessen die ständig, dass, wenn die Bundeswehr nicht schießt, statt der Afghanen unsere Soldaten sterben.

Mein Fazit: Der Luftangriff war nötig und ich finde es gut, das Minister Jung hinter seinen Soldaten steht

Was hat die Bundeswehr oder sonst jegliche Armee dort zu suchen?
Ein nachträglich gewährtes scheinheiliges UN Mandat?

Fakt ist eines, die USA haben wie immer ihren Anspruch als Weltpolizist ausgespielt und alle anderen in die Sache eingebunden.

Die Ereignisse des 11. September waren da nur ein Vorwand.
Wenn den USA eine Politik nicht gefällt, dann wird etwas dagegen unternommen.
Terrorismusbekämpfung passt ja immer als Vorwand.
Und die Nato hat da gefälligst mit zu spielen.
Und das macht sie nur zu gerne.

Ist ja heute auch alles richtig.

Als vor 30 Jahren die Sowjetunion gegen die Taliban in Afghanistan einmarschierte, da war das Geschrei groß.
:74: Wenn Amerika etwas Krieg spielt, dann ist das gerecht.

Somit ist die Forderung Gysis nach sofortigen Abzug der BW vollkommen gerechtfertigt.
Die Linke\PDS hatte ja schon immer gegen Die Kriegseinsätze der BW interveniert.




eins möchte ich noch loswerden. da der Diebstahl von Tankwagen wohl im Deutschen bereich geschehen ist, finde ich es ganz wichtig das auch dort das StGB am Hindukusch verteidigt wird.

Deutscher Bereich??? Deutsches Gebiet???

Irgendwie erinnert mich das an was.

der guthe hermann
07.09.2009, 12:07
Woran erkenne ich einen Taliban:
Am Geruch?
An der Uniform?
An der Hautfarbe?
An der Sprache?
An den Haaren?
An der Kopfbeckung?
Am umgehängten Schild?
An ?????

Nix is: Die bewegen sich als Zivilisten durch das Land.
Nur wenn sie bewaffnet sind, hat man einen Anhaltspunkt. Oder wenn sie sich in die Luft jagen. Uniformiert sind sie jedenfalls nicht.

Die Taliban versuchen auf jeden Fall, den fremden Truppen zu schaden, wo sie es nur können und zwar mit allen Mitteln. Wenn dann diese Truppen ein Gegenschlag führen, waren nur Zivilisten anwesend und keine Taliban.

Das wissen vor allem die Politiker, die mit gekämpft haben. Wie, die haben nicht mitgekämpft? Woher wissen die denn dann, was da gelaufen ist?

Die Russen sind überigens nicht wegen der Taliban in Afghanistan eingerückt. Die Taliban kamen erst nach dem Auszug der Russen ins Spiel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taliban

Altersstarrsinn
08.09.2009, 01:28
[...]
Die Russen sind überigens nicht wegen der Taliban in Afghanistan eingerückt. Die Taliban kamen erst nach dem Auszug der Russen ins Spiel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taliban


Und mit liebenswürdiger Unterstützung der USA.


Erdölkonsortien, Geheimdienste und internationale Vermittler (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Terrorismus/usa-taliban.html)

Dubiose Kontakte zwischen Washington und den Taliban. Von Pierre Abramovici

Im Folgenden dokumentieren wir - stark gekürzt - eine Analyse aus der Monatszeitung "Le Monde diplomatique" vom Januar 2002.
[...]
Zwei Mineralölgesellschaften - die zwölftgrößte US-Gesellschaft Unocal und die argentinische Bridas - konkurrieren um das ehrgeizige Projekt einer Pipeline, die von Turkmenistan durch Afghanistan nach Pakistan gehen soll.
[...]
Im Januar 1995, der Krieg ist in vollem Gange, treten die ersten größeren Gruppen von Taliban-Kämpfern in Erscheinung: Sie sind eine Schöpfung des pakistanischen Geheimdienstes und werden vermutlich von der CIA und Saudi- Arabien finanziert. Es wird sogar behauptet, daß Unocal zusammen mit dem saudischen Partner Delta Oil beim "Einkauf" örtlicher Kommandanten eine große Rolle gespielt habe. (5) Die Sicherung Afghanistans ist offenkundig die einzige Funktion dieser Kämpfer.

Am 26. September 1996 erobern die Taliban Kabul. Michael Bearden, Vertreter der CIA in Afghanistan während des Kriegs gegen die Sowjets (und heute halboffizieller Sprecher der CIA), gibt die damalige Stimmung bei den Amerikanern wieder: "Diese Typen [die Taliban] waren nicht einmal die schlimmsten, etwas hitzige junge Leute, aber das war immer noch besser als der Bürgerkrieg. Sie kontrollierten das gesamte Gebiet zwischen Pakistan und den Erdgasfeldern Turkmenistans. Vielleicht war das doch eine ganz gute Idee, dachten wir, wenn wir eine Erdölpipeline durch Afghanistan bauen und das Gas und die Rohstoffe auf den neuen Markt befördern können. Alle wären zufrieden."
[...]


Und heute sollen wir die Kastanien aus dem Feuer holen, das sie mit ihren "etwas hitzigen junge Leuten" angefacht haben?

Nö, Leute, macht euren Dreck alleine. Aus dem "Amis raus aus Vietnam!" sollte heute ein "Deutschland raus aus Afghanistan!" werden.


Gruß

A.

sebastian57
11.09.2009, 21:09
Was sind denn Taliban? Frei übersetzt doch so etwas wie Freiheitskämpfer.
Wer hat die mit moderner Ausrüstung großgemacht?
Als tragbare Fla-Rakete benutzen die ja weder Strela noch Dwina, sondern das amerikanische Pendent.

Ohne Kommentar ein Anhang eines jw-Artikels.

Vergeßt beim Lesen die Meinung des Autors (und meine auch), zieht Euch die Worte unseres großen Deutschen Theodor Fontane ein:

"Afghanistan":

http://www.jungewelt.de/2009/09-08/053.php?sstr=Theodor|Fontane

AOG
11.09.2009, 22:09
Vor siebzig Jahren fragte niemand nach zivilen Opfern! Es war Krieg.

http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/958-1.jp (http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/958-1.jpg)


Aus Wikipedia:


Taliban (‏طالبان‎; persischer Plural von arabisch ‏طالب‎ / ṭālib /„Student, Schüler“)
bezeichnet eine Bewegung radikaler Islamisten (http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisten), die in Afghanistan mit Terroranschlägen und bewaffneten Angriffen gegen die Regierung und die internationalen Truppen agieren und von denen viele Anführer und Mitglieder in islamistischen Schulen in Pakistan von hochrangigen Paschtunen ausgebildet werden. Praxis und Ideologie der Taliban sind stark vom radikal-orthodoxen Islam (siehe Wahhabismus) und vom paschtunischen Nationalismus (siehe Paschtunwali (http://de.wikipedia.org/wiki/Paschtunwali)) geprägt.Und weiter heißt es:


Mädchen war es verboten, zur Schule zu gehen. Viele Schulen wurden geschlossen, worauf die Mädchen, wenn überhaupt, nur noch im Privaten unterrichtet wurden. Frauen in Kabul durften nicht mehr ihre Berufe ausüben und saßen immer häufiger als Bettlerinnen in Burkas auf der Straße. Da durch die Wirren des Krieges allein in Kabul ca. 30.000 Frauen als Witwen ohne jegliche männliche Verwandtschaft lebten, hatten diese Frauen meist keine andere Chance, als zu betteln, um ein wenig Geld zum Überleben aufzutreiben. Dass die Restriktionen lebensbedrohend waren, verdeutlicht folgendes:
Laut den Physicians for Human Rights bekamen 53 Prozent der ernsthaft Kranken keine Behandlung. Zugang zu medizinischer Versorgung war vor allem den Frauen fast unmöglich. Es gab zur Zeit der Talibanherrschaft in Kabul ein einziges Krankenhaus, in dem Frauen behandelt werden durften. Allerdings war die Grundausstattung mangelhaft, Röntgen- oder Sauerstoffgeräte und Medikamente fehlten, fließendes Wasser war nicht vorhanden. Um überhaupt behandelt werden zu können, galt es für die Frauen, verschiedene Probleme zu meistern. Ohne männlichen Begleiter durfte eine Frau nicht behandelt werden. Da es männlichen Ärzten generell verboten war, Frauen anzuschauen oder zu berühren, konnten Frauen nur noch sehr eingeschränkt untersucht werden. Das Tragen der Burka war auch während der Behandlung Pflicht. Eine einfache Untersuchung oder ein Zahnarztbesuch war fast unmöglich, da der Schleier nicht hochgehoben werden durfte. Um die Einhaltung der Gesetze zu wahren, waren regelmäßig Taliban-Mitglieder in den Krankenhäusern anwesend. Falls sich Afghanen den Taliban-Gesetzen dennoch widersetzten, wurden schwere Strafen verhängt. Ärzten drohten Schläge, Berufsverbot und Gefängnisstrafen.
Sowohl in den Städten als auch auf dem Lande waren (und sind teilweise heute noch) die hygienischen Verhältnisse auf niedrigstem Niveau. Öffentliche Bäder waren, soweit noch vorhanden, Frauen generell nicht mehr zugänglich.
Und es wäre heute noch so, wenn die Taliban die Macht hätten.

Und wir würden heute noch so (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Bundesarchiv_Bild_119-5592-14A%2C_Gruppe_von_HJ-Jungen.jpg) oder so (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Bundesarchiv_Bild_101III-Hoffmann-04-23%2C_Waffen-SS-Div._%22Das_Reich%22%2C_Russland.jpg) herumlaufen, wenn die Alliierten unsere Vorfahren gelassen hätten.

Schotter
11.09.2009, 22:44
Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Waffengewalt, Aufbau von Infrastruktur im Ausland. Wir konnten bei den Verbündeten mit unserem Fliegenden Airbus Krankenhaus der Luftwaffe punkten. bis jetzt war ich der meinung das die Bundeswehr im Bündnis Ihren Platz hat und nun dieses Linkes Spiel gegen die Bundeswehr.

Zusammen mit den anderen IFOR Einheiten soll am Hindukusch der Böse feind besiegt und das Friedliche Volk geschützt werden. Das dieses nicht immer mit Naschies und Spielzeug geht ist klar doch nach dem ein Verantwortlicher Luft Unterstützung zur Abwehr einer Größeren Gefahr angefordert hat, Stürzen sich nun die Amis und Engländer auf uns. Warum ? ich denke wir sind dort gleich berechtigt im Bündnis mit den anderen Streitkräften. Wenn das aber nun nicht so ist dann sage ich "


Macht den Scheiß doch alleine und spielt weiter im Sand "

AOG
12.09.2009, 01:11
In meinem Grundwehrdienst hielt sich hartnäckig ein Spruch:

Die Bundeswehr hat die Aufgabe, den Feind so lange an der Grenze aufzuhalten, bis Militär kommt.


Na ja, Militär (US Airforce) ist gekommen. Wo liegt der Fehler?

Blocksignal
12.09.2009, 01:59
Wenn von zwei auf einer Sandbank festgefahrenen Tanklastern die bewegungsunfähig waren, für deutsche Soldaten in mehreren Kilometern Entfernung so eine große Gefahr ausgeht das man dort nach einer geraumen Zeit der Beobachtung sich für einen Luftangriff entschließt um den kostbaren Treibstoff nicht in die Hände von "Aufständischen" fallen zu lasen dann stimmt doch was nicht.
Jeder Drittklässler weiß, was passiert wenn ich in der Nähe von Tanklastern mit offenem Feuer oder Licht herumspiele. Was passiert denn wenn ich sogar Bomben in die Nähe werfen lasse? Richtig, es gibt einen großen Knall und alle in der Nähe stehenden Menschen sind tot.

Wenn Deutschland also am Hindukusch verteidigt wird, brauche ich mich nicht wundern wenn der Hindukusch eines Tages auch in Deutschland verteidigt wird.

Blocksignal

Teufel36
12.09.2009, 07:20
Ermittlungen zu Bombereinsatz gegen Tankwagen.
http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1180779/Karsai-Bericht-entlastet-Bundeswehr-Kommandeur.html
Karsai-Bericht entlastet Bundeswehr-Kommandeur.
Bundeswehrverband stellt sich hinter Oberst Klein. Berlin protestiert gegen Vorverurteilung.

Trennhuepfer
12.09.2009, 08:59
Das Problem an der ganzen Geschichte ist einfach, daß Deutschland die Amerikanischen Lufteinsätze verurteilt hatte, ohne genauere Infos über die Hintergünde zu haben, nun haben die "Alliierten" mal eben den Spieß rumgedreht...

ich muss wieder :throwup:

Sixfifty
12.09.2009, 13:43
Das Problem an der ganzen Geschichte ist einfach, daß Deutschland die Amerikanischen Lufteinsätze verurteilt hatte, ohne genauere Infos über die Hintergünde zu haben, nun haben die "Alliierten" mal eben den Spieß rumgedreht...

ich muss wieder :throwup:

Den Eindruck habe ich allerdings auch.
Dass da im Grunde etwas ganz anderes dahinter steckt und dies
politische "Spielchen" sind.

Denn wenn ich mit Gewalt Tanklastzüge raube, muss ich damit rechnen erschossen zu werden. Und das überall auf der Welt.
Wo ist da das Problem ?
Insbesonders in einem Krisengebiet.

Es gibt daher nur 2 Möglichkeiten:
Man steht zu 100 Prozent hinter der Bundeswehr, auch wenn eventuelle
Fehlentscheidungen vor Ort passieren,
oder man holt sie umgehend nach Hause.

ukrupp
17.09.2009, 15:39
Lest euch mal das Interview von Peter Scholl-Latour durch. Erschienen auf N-TV-online.
http://www.n-tv.de/politik/dossier/Da-wird-ein-Zirkus-aufgefuehrt-article467454.html

Schon länger muß man sich fragen, was wir da unten schützen. Und jetzt bin ich ganz still, weil der Verfassungsschutz ist mittlerweile auch bei mir daheim.....

sven0403
17.09.2009, 15:59
Das Schlimme ist nur, dass der Westen sich selber täuscht. Andere täuschen – das geht ja noch. Aber wenn man sich selber täuscht, wird's gefährlich.

In dem Satz ist viel Wahrheit enthalten.

Es soll doch mal jeder in sich selbst hinein hören und fragen: was sollen wir in /mit Afghanistan, die Antwort dürfte ziemlich klar sein :007:

Ich (!!!) habe persönlich überhaupt keine Interessen in Afghanistan, ich kenne dort niemanden, mir gehört dort nichts und Afghanische Terroristen sind nicht gefährlicher als die in Saudi-Arabien, Irak, Palestina .....müssen wir dort jetzt auch noch einmarschieren, um unsere Demokratie zu schützen ?

Ich bin sehr dafür Menschen zu helfen wenn sie das nicht selbst können, doch die Waffe weglegen und am Wiederaufbau eines Landes arbeiten kann aber jeder selbst, wenn wir ihm dazu die Waffe erst aus der Hand schlagen müssen......will der vielleicht gar keinen Frieden ?

Gruß Sven

Trennhuepfer
19.04.2010, 23:05
hier auch mal gute Nachrichten..

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/ (http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/)


Verfahren gegen Klein eingestellt

Die Bundesanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den Bundeswehr-Oberst Georg Klein im Zusammenhang mit der Bombardierung von zwei Tanklastern in Afghanistan eingestellt.

AOG
19.04.2010, 23:46
hier auch mal gute Nachrichten..

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/ (http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/)
Wurde auch Zeit!

ukrupp
19.04.2010, 23:47
hier auch mal gute Nachrichten..

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/ (http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verfahren-gegen-oberst-klein-eingestellt/)

Ja. Weder strafrechtlich nach den Bestimmungen des StGB noch nach Völkerrecht war dem Obersten und seinem Hauptfeldwebel an die Karre zu piseln. Jedoch ein Witz, wenn in einem Kriegsland die Bundesanwaltschaft auf den Plan gerufen wird und militärische Entscheidungen rechtlich prüft. Wo sind wir denn hier? Die Jungs haben es da unten nicht einfach. Und wenn Gefahr droht, so muß gehandelt werden. Ob es da unten Spaß macht oder nicht. Ob die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für oder gegen den Einsatz ist und ob wir dem Ami im Arsch rein kriechen oder nicht. Ach, was kotzt mich dieser Firlefanz an....

Bat
20.04.2010, 09:03
Wenn die Bundesanwaltschaft ein Problem mit der Rechtlichkeit dieses Einsatzes hat, dann soll sie gefälligst den Richtigen einbestellen ... .

Den Kriegs ... äh, t'schuldigung ..., den Verteidigungsminister!

Die Regierung hat mit dem Finger ostwärts gezeigt und "Marsch" befohlen ... .
Soll sie auch für die Ergebnisse daraus den Arsch hinhalten ... .

Teufel36
07.10.2010, 19:06
Bundeswehrsoldat in Afghanistan getötet.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-10/afghanistan-bundeswehr-selbstmordanschlag
Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans ist ein Bundeswehrsoldat ums Leben gekommen. Sechs weitere Soldaten wurden verwundet.