Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rheinbahn-Kunden drohen Ausfälle im Pendlernetz
Larry Laffer
29.08.2009, 13:44
Zehntausende Pendler werden ab Montag in Düsseldorf vergeblich auf Straßenbahnen und Busse warten. Vom 31. August bis 13. September habe der Betriebsrat die in dieser Zeit sonst üblichen rund 5.000 Fahrer-Überstunden nicht genehmigt, so der Vorsitzende des Betriebsrats der Rheinbahn AG.
Weiterlesen (http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2009/08/26/rheinbahn-kunden_drohen_ausfaelle.jhtml?ofs=25)
Westdeutscher Rundfunk
gummibahnfahrer
29.08.2009, 14:00
Also werde ich ab Montag mit dem Fahrrad statt mit der Straßenbahn zum Bahnhof fahren müssen.Aber die Rheinbahnfahrer werden wirklich nur ausgenutzt,da haben wir es richtig gut bei der Bahn.Bei der Rheinbahn lautet die Devise.Viel Arbeit für wenig Geld
Larry Laffer
29.08.2009, 15:42
Also wenn ich sehe, daß der Betrieb nur aufrecht erhalten bleiben kann, wenn jede Woche 2.500 Überstunden gekloppt werden, dann kann bei der Rheinbahn irgendetwas nicht stimmen. Natürlich habe ich Verständnis, wenn z.B. Urlaubszeit und hoher Krankenstand aufeinandertreffen, daß dann Überstunden gemacht werden müssen - aber es kann nicht sein, daß selbst unter normalen Umständen nur bei einer so hohen Anzahl Überstunden der Fahrplan erhalten bleibt. Hier wäre es aber auch Sache der Landeshauptstadt Düsseldorf als Besitzer der Rheinbahn und als Hauptaufgabenträger (ich weiß, die Rheinbahn fährt auch aus Düsseldorf raus), einzugreifen und dafür zu sorgen, daß eine seriöse Personalplanung gemacht wird.
Und wenn diese Aktion nicht ausreicht, dann muß der Betriebsrat konsequent über Monate hinweg die Genehmigung von Überstunden verweigern - bis sich da was tut.
Larry Laffer
05.09.2009, 13:16
Es werden schon die ganze Woche wieder Überstunden gemacht (http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/751892/Rheinbahn-Streik-vorerst-abgewendet.html).
Blockwärter
05.09.2009, 16:41
Hier wäre es aber auch Sache der Landeshauptstadt Düsseldorf als Besitzer der Rheinbahn und als Hauptaufgabenträger (ich weiß, die Rheinbahn fährt auch aus Düsseldorf raus), einzugreifen und dafür zu sorgen, daß eine seriöse Personalplanung gemacht wird.
Wird die wahrscheinlich genauso wenig interessieren, wie dem Bund sein Unternehmen DB interressiert.
Bahn-Beobachter
05.09.2009, 18:43
Hi Zusammen,
als Düsseldorfer sage ich mal folgendes dazu, die Rheinbahn verlagert seit Jahren die Fahrer auf die Rheinbus. Die Zahlt aber knapp 50% des Rheinbahnentgeldes. Neue Fahrer werden nur noch bei Rheinbus eingestellt. Die Stadt sagt ganz klar: Die Rheinbahn muß sich selbst tragen, das ist das Ziel. Der CDU-OB braucht das Geld für dringendere Dinge, z.B Einkauftempel oder den Bau eine 4-6 Spurigen Autobahn - Stadtanbindung auf dem Gelände des Ehemaligen Güterbfs.
Die Überstunden haben wohl bis jetzt Verhindert das alle Rheinbahnfahrer Outgesouced worden sind. Klar das die Fahrer bei Rheinbus nicht in der Gewerkschaft sein dürfen und es meist Zeitverträge sind. (Zumindestens wenn das was in der Ortspresse so zu lesen ist stimmt). Dazu kompt Jahrzentelange Klüngelerfahrung mit Grundstücken der Klicke "OB-Rheinbahn/Rheinbus-Stadwerke-RWE" unter massiver Missachtung von Bürgerentscheidung.
Man versuchte ja auch schon EEJ als Fahrer und Kontrolleure für 0-Euro Zwangs bei Rheinbus zu verpflichten, die dann an die Rheinbahn verliehen werden sollten (Natürlich gegen die Normalen Gebührensätze). Nur flog der Diel wohl auf und man Schwenkte dann auf "Zusätzliche Fahrgastberater" um...
Als Keule wird auch immer wieder gerne genommen das man die Linien ja auch Einzeln Europaweit Ausschreiben kann.
Soviel zum Düsseldorfer Klüngel...
mfg
Ralf
Larry Laffer
05.09.2009, 19:36
Hallo Ralf!
Jetzt mal ehrlich: Unter den von Dir beschriebenen Arbeitsverhältnissen bei Rheinbahn und Rheinbus, was wäre an einer Ausschreibung der Buslinien so verwerflich? Klar, man müßte dafür sorgen, daß da nur seriöse Busunternehmen zum Zuge (zum Busse) kommen, daß da nicht irgendwelche Schrottbusse ohne Bremsen mit übermüdeten Fahrern und was man von Busunternehmen sonst so hört im Linienbetrieb sind. ("Sie haben Angst vor AlQaida? Wieso haben Sie keine Angst vor Reisebusfahrern? Da sind Schläfer unterwegs, sag ichn Ihnen." Volker Pispers)
Will uns ernsthaft jemand erzählen, daß es den Linienbusfahrern bei Anton Graf, Karl Wilde und wie die Unternehmen, die im VRR Linienbusse betreiben alle heißen, wirklich schlechter geht als denen bei Rheinbus?
Und daß die Rheinbahn sich selbst tragen soll ist so dummes Zeug, da brauche ich wohl gar nicht näher drauf eingehen, oder?
Bahn-Beobachter
06.09.2009, 00:33
Hallo Larry Laffer,
Hallo Ralf!
Jetzt mal ehrlich: Unter den von Dir beschriebenen Arbeitsverhältnissen bei Rheinbahn und Rheinbus, was wäre an einer Ausschreibung der Buslinien so verwerflich? Klar, man müßte dafür sorgen, daß da nur seriöse Busunternehmen zum Zuge (zum Busse) kommen, daß da nicht irgendwelche Schrottbusse ohne Bremsen mit übermüdeten Fahrern und was man von Busunternehmen sonst so hört im Linienbetrieb sind. ("Sie haben Angst vor AlQaida? Wieso haben Sie keine Angst vor Reisebusfahrern? Da sind Schläfer unterwegs, sag ichn Ihnen." Volker Pispers)
Ich Denke das wird genau so enden, seitdem die Tariftreuebindung in NRW weg ist hat es z.B im Reinigungsbereich schon viel Fälle gegeben, das der Ausschreibungsgewinner sämtlich Gesetze mißachtet hat, obwohl er dazu verpflichtet war. Wenn der Staatsanwalt kommt sind alle verschwunden, bis auf die Illegal Beschäftigten Reinigungskäfte, die bekommen dann aber ein Verfahren das sich gewaschen hat...:13:
Woher ich das weis? Durch einigen Reinigungsfirmen bei denen ich Dienstleistunge durchführte und zu denen ich in meine Alten Job einen guten Draht hatte.
Will uns ernsthaft jemand erzählen, daß es den Linienbusfahrern bei Anton Graf, Karl Wilde und wie die Unternehmen, die im VRR Linienbusse betreiben alle heißen, wirklich schlechter geht als denen bei Rheinbus?
Aussage eines Rheinbahn Manager in der Aktuelle Stunde (TV): "Der Privattarif ist 50% unter dem Rheinbahntarif". Also mir geht es mit 50% Gehalt deutlich Schlechter, und von einigen Privaten Busfahren aus MG (im Auftrag der MöBus) weis ich das die Zusätzlich ALG II bekommen, sicher ein Zeichen von Reichtum...:039:
Und daß die Rheinbahn sich selbst tragen soll ist so dummes Zeug, da brauche ich wohl gar nicht näher drauf eingehen, oder?
Das wurde vom OB Erwin (Verstorben) und der CDU gefordert. Mir ist kein Rückname der Forderung seitens der CDU bekannt.
mfg
Ralf
Wenn ich die letzten Beiträge lese, da kann einem Angst und Bange werden, 1-Euro-Jober als Busfahrer oder Fahrkartenkontrolleur.:13: Ich frage mich nur wie lange sich die Deutschen das noch gefallen lassen, das ist ja kein Einzelfall, es geht überall abwärts in diesem Lande.
Larry Laffer
06.09.2009, 14:03
Hallo Larry Laffer,
Eigentlich heiße ich Stefan :)
Ich Denke das wird genau so enden, seitdem die Tariftreuebindung in NRW weg ist hat es z.B im Reinigungsbereich schon viel Fälle gegeben, das der Ausschreibungsgewinner sämtlich Gesetze mißachtet hat, obwohl er dazu verpflichtet war. Wenn der Staatsanwalt kommt sind alle verschwunden, bis auf die Illegal Beschäftigten Reinigungskäfte, die bekommen dann aber ein Verfahren das sich gewaschen hat...:13:
Daß der selbsternannte Arbeiterführer Jürgen Rüttgers das Tariftreuegesetz abgeschafft hat, wird leider nur sehr selten in den Nachrichten erwähnt. Die wie Ausschreibung der Regio S-Bahn Bremen/Niedersachsen aber gezeigt hat, können Aufgabenträger durchaus Sozialstandards definieren. Zur Erinnerung: Alle sich bewerbenden EVU haben im Vorfeld zugesagt, die Sozialstandards des Eisenbahnertarifvertrages einzuhalten. Erst nachdem die Ausschreibung an die Nordwestbahn gegangen ist, hat die DB Heidekrautbahn GmbH (heute DB Regio Rheinland GmbH) Widerspruch eingelegt, eine Bezahlung nach Eisenbahnertarifvertrag sei ihr nicht zumutbar, sie ist mit diesem Widerspruch gescheitert.
Das müßte also auch in Düsseldorf möglich sein. Wenn man natürlich an der Stadtspitze Leute hat, die glauben, ÖPNV dürfe nichts kosten, dann ist das ein politisches Problem. Gegen solche Ideologien helfen auch keine Tariftreuegesetze.
Aussage eines Rheinbahn Manager in der Aktuelle Stunde (TV): "Der Privattarif ist 50% unter dem Rheinbahntarif". Also mir geht es mit 50% Gehalt deutlich Schlechter, und von einigen Privaten Busfahren aus MG (im Auftrag der MöBus) weis ich das die Zusätzlich ALG II bekommen, sicher ein Zeichen von Reichtum...:039:
Ich glaube diesem Mann sofort, daß ein richtiger Rheinbahn-Mitarbeiter das doppelte von dem kriegt, was die Fahrer irgendwelcher unseriöser Busunternehmen kriegen, die mit abgefahrenen Reifen unterwegs sind, mit kaputten Bremsen, die ohne Winterreifen in die Alpen geschickt werden und so weiter und so fort. Auch hier gilt es widerum, feste Standards einzuführen: Von den Leuten etwa, die für die Bogestra als Fahrer bei Subunternehmen arbeiten, habe ich nicht den Eindruck, als seien sie irgendwelche unterbezahlten Kombilohnempfänger. Aber das liegt vielleicht auch daran, daß man die Sache in Bochum, Gelsenkirchen, in Teilen von Herne und Dortmund sowie Teilen des Ennepe-Ruhr Kreises und des Kreises Recklinghausen, also überall dort wo die Bogestra fährt, einfach anders sieht als in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Und da haben wir sie wieder: Die Unfähigkeit der Verantwortlichen, die man leider nicht "per Gesetz verbieten" kann.
Wenn ich die letzten Beiträge lese, da kann einem Angst und Bange werden, 1-Euro-Jober als Busfahrer oder Fahrkartenkontrolleur.:13: Ich frage mich nur wie lange sich die Deutschen das noch gefallen lassen, das ist ja kein Einzelfall, es geht überall abwärts in diesem Lande.
Das ist eine Fehlinformation. Die Rheinbahn bietet älteren Menschen einen besonderen Service, der nennt sich Fahrgastbetreuer. Die Betreuer holen die Kunden an der Wohnungstür ab und begleiten sie zum Arzt, zu Behörden etc. Sie fahren aber keine Busse und Bahnen und führen auch keine Fahrkartenkontrollen durch. Sie werdenen auch nicht als 1 €-Jobber bezahlt, bekommen aber natürlich nicht das Gehalt eines Busfahrers.
@ Bahn-Beobachter
Die Mitarbeiter bei Rhein-Bus (einem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinbahn und Taeter) erhalten zwar weniger als die Fahrer der Rheinbahn, dass es aber nur 50% sein sollen, halte ich für ein Märchen.
Bahn-Beobachter
06.09.2009, 16:58
Das ist eine Fehlinformation. Die Rheinbahn bietet älteren Menschen einen besonderen Service, der nennt sich Fahrgastbetreuer. Die Betreuer holen die Kunden an der Wohnungstür ab und begleiten sie zum Arzt, zu Behörden etc. Sie fahren aber keine Busse und Bahnen und führen auch keine Fahrkartenkontrollen durch. Sie werdenen auch nicht als 1 €-Jobber bezahlt, bekommen aber natürlich nicht das Gehalt eines Busfahrers.
Das hatte ich auch oben geschrieben, es war nur meine Informationen nach ander geplant...ist nur aufgeflogen das ganze...da "die linke" das Publik machen wollte. (Ich bin da kein Mitglied!) Danach hat man das ander Verpackt um den Schein zu wahren das das ein Misverständniss war.
@ Bahn-Beobachter
Die Mitarbeiter bei Rhein-Bus (einem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinbahn und Taeter) erhalten zwar weniger als die Fahrer der Rheinbahn, dass es aber nur 50% sein sollen, halte ich für ein Märchen.
[/QUOTE]
Aussage eine Rheinbahnmitarbeiter in der TV Sendung Aktuelle Stunde von letzter Woche in einem Fernsehbericht zu denn Überstunden. Ohne jetzt verglichen zu haben: Rheinbahn zahlt nach Rheinbahntarif, Rheinbus nach dem Allgemeine Privatbusfahrertarif oder teilweise auch Aussertarif.
Allgemein OT: Machen wir uns nix vor, in Amerika ist diese Work-far Modell seit 20 Jahren ein ziemlicher Geldbringer für die Firmen die das im Auftrag der Stadt Organisieren. Ich Denke das werden wir auch bekommen, mit den üblichen 20 Jahren Verspätung.
Auch wenn ich jetzt einigen Unmut Sammel: Wo sind die Grenze zwischen Work-far - 1€-Job - Bürgerarbeit - Arbeitsdienst - Reichsarbeitsdienst - Zwangsarbeit - und den Steigerungen von 1933ff im Dunstkreis IG-Farben? Das ist eine Schiene... :27:
Das alle Bereiche der Öffentlichen Hand, wozu ich ÖPNV und auch Eisenbahn Zähle in den niedrigen Etagen nicht mit Reichtum gesegnet sind hat sich wohl rumgesprochen, trotzdem läßt sich Kaufmänisch Betrachtet da noch sparen...
Soweit, ich denke das läst sich Stundenlang Diskutieren, ohne zur eine Ergebnis zu kommen, und das währe dann wohl nix für hier...
mfg
Ralf
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