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BR 143
09.06.2009, 16:49
Nun, nachdem wir die letzten 4 Jahre ausnahmslos in der Schweiz Urlaub
machten, dachten wir, probieren wir es dieses Jahr doch mal mit Österreich.
Ein fataler Fehler, könnte man meinen, was man so im Vorfeld der
Reiseplanungen und dem Kontakt mit den Einheimischen erleben musste.

Kurz, die Art und Weiße des Benehmens einiger Mitglieder eines
österreichischen Bahnforums spiegelt in keinster Weiße das typische
Verhalten der "Eingeborenen" wider. Ich würde es eher als "die schlechtere
Seite dieser Menschen" dort bezeichnen. Abgesehen von dem einen oder
anderen Bahnbediensteten, waren die Erfahrungen mit den Leuten dort
durchweg positiv.

Wer ein erstes mal nach Österreich reist, dem empfehle ich im Vorfeld
unbedingt das Buch "Eine Gebrauchsanweisung für Österreich" zu lesen.
Vieles, nicht alles, trifft haargenau so zu wie es in dem Buch beschrieben
wurde/wird. Beispiel Eisenbahn:

Unsere Reise begann am 16.06.09 in Stuttgart und unsere Fahrt führte uns
via München und Salzburg sowie Attnang-Puchheim nach Altmünster am
Traunsee. Abgesehen davon, dass ich noch Brezeln für die Fahrt besorgen
musste und dadurch schier die Eisenbahn verpasst hätte, weil der Kollege
mit seiner S-Bahn eine Minute zu früh abfuhr und wir wegen unserer
Verspätung des EC 317 Saarbrücken-Graz in Salzburg den "Tschechen" nicht
fotografieren konnten, war die Sache eigentlich ganz in Ordnung.

Die erste Bekanntschaft mit ÖBB-Bahnpersonal machten wir dann in der Salzburger Lounge. Trotz das zwei ÖBB-Mitarbeiter vor Ort waren, machte keiner von ihnen Anstalten einen Blick auf unseren Fahrschein zu werfen zu wollen. So lies man uns einfach stehen. Als wir dann im Begriff waren uns einen Platz zu suchen, wurde man dann auf uns aufmerksam.

Die zweite Begegnung, immer noch in Salzburg, war dann nur indirekt. Am
Gleis 3 fuhr IC 65 aus München ein und dieser brachte aus München 2 DB
IR-Wagen mit, die ein ÖBB-Mitarbeiter nun hier abschloss. Auf die Fragen
der Einsteigewilligen warum er diese Wagen abschließt, reagierte er
überhaupt nicht, er lies die Leute einfach stehen, würdigte sie keines
Blickes. Die noch am Bahnsteig stehenden Reisenden mussten sich also mit
den anderen 4 ÖBB-Wagen des Zuges begnügen.

Wir benutzten ab Salzburg ÖBB IC 641 mit dem wohlklingenden Namen
"Styriarte Graz". Die Buchstaben "ÖBB" vor der Zuggattung bedeuten dabei,
dass dieser Zug aus modernisierten Wagenmaterial besteht. Alles weitere
ohne nennenswerte Vorfälle.

Die nächsten 3 Wochen verbringen wir also im Salzkammergut. Ich verzichte
darauf über jeden einzelnen Tag zu berichten, sondern beschränke mich auf
die Eigenartigkeiten der Verkehrsunternehmen.

Altmünster ist ein Nachbarort des Hauptortes Gmunden (OÖ). Vielleicht ist
Gmunden aus der Fernsehserie "Schloßhotel Orth" bekannt. Anscheinend ist
man sich auch hier vor Ort nicht im Klaren, ob dieses alte Gemäuer nun
"Orth" oder "Ort" geschrieben wird. Beide Schreibweisen werden auf
Ansichtskarten und ebenso auf Verkehrsschildern angetroffen. Zwischen Orth und Ort, also Gmunden, verkehrt alle 40 min ein Zug. Was heißt Zug, eine
"Gummieisenbahn", also ein Traktor in Dampflokoptik mit 2 Anhängern.

Sehenswert ist die Seilbahn zum Grünberg. In einer von 26 Gondeln geht es
mit 3m pro Sekunde auf den Berg hinauf. Die Seilbahn selbst mutet an als ob
sie noch der Kaiser selbst eröffnet hat. Schließlich wurde seit der
Eröffnung 1957 kaum etwas eröffnet. Nun, der Kaiser war da schon lange tot,
also wurde das nichts mit der Eröffnung :-)

Es ist allerdings ein Erlebnis mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur
Grünbergseilbahn zu fahren, Von Altmünster her ganz besonders. Zwar
verkehrt werktags rund alle 60 min ein Bus ab Altmünster nach Gmunden, am
Samstag hat es derer 6 Fahrten und am Sonntag gar nur 3, allerdings sucht
man eine zentrale Verknüpfungsstelle Bahn/Bus oder Bus/Bus vergebens. Die
Regionalbusse aus Bad Ischl oder Neukirchen über Altmünster halten am
Franz-Josef-Platz in der Nähe der Straßenbahn, die wiederum zum Bahnhof
fährt. Die meisten Busse fahren ab hier weiter zum Busbahnhof an der
Habertstraße. Busbahnhof halte ich allerdings für etwas übertrieben. es hat
lediglich an 2 Haltestellen Platz für 6 Busse gleichzeitig. Weder die 4
Gmundener Stadtbusse noch die Straßenbahnlinie fährt diesen "zentralen"
Punkt an. Einen richtigen Takt sucht man in den Fahrplänen der Regionalbusse ebenfalls vergeblich. Einige Linien haben jedoch einen annähernden Takt, der nicht ganz auf die Minute passt.

Will man also zur Grünberg-Seilbahn fährt man ab Altmünster entweder mit
dem Zug nach Gmunden, dort mit der Straßenbahn zum Franz-Josef-Platz läuft
anschließend zum Rathausplatz und benutzt ab dort den Stadtbus der Linie 4.
Oder man fährt mit dem Bus nach Gmunden, Franz-Josef-Platz, wenn man in
Altmünster die 10 bis 20 min Gehzeit zum Bahnhof scheut.

In Gmunden hat man also ein echtes Problem mit Bahn und Bus! Ach übrigens,
die Sache mit dem Stadtbus ist auch nicht so einfach. Eigentlich fährt er
alle 30 min, ist so erstmal nicht schlecht, aber ... dies gilt nur
für die Linie 1 und 2, über Mittag ist außerdem 1,5h Pause! Die Linie 3
verkehrt stündlich und die Linie 4 auf dem Nordast von 8 bis 17 Uhr
stündlich mit 3h Pause am Mittag und auf dem Südast, also der
Streckenführung, die uns zur Grünberg-Seilbahn bringt, gerade noch 4x am Tag um 8, 10, 14 und 16 Uhr! Außerdem verkehren alle Stadtbuslinien nur bis
Samstagmittag, dann ist Wochenende. Mit Außnahme der Linie 4, die im
Sommer als "Wander- und Badebus" bezeichnet, ab Samstagmittag und den
ganzen Sonntag, alle 60 min fährt. Allerdings nur auf dem Abschnitt
Kirchplatz-Unterm Stein. Eine Verknüpfung mit anderen Regionallinien oder
gar der Straßenbahn sucht man vergebens. Dementsprechend ist auch der
Füllgrad der Busse. In den meisten Fällen gehörte der Mercedes Travego, der
Steyer, der Solaris Urbino oder der Neoplan uns ganz allein.

Eine Information über den Verkehrsverbund Oberösterreich sucht man an allen
Haltestellen vergebens! Und das nicht nur in Gmunden sondern
Landesweit! Auch in der Landeshauptstadt Linz!

Nachdem man in dem Wandergebiet am Grünberg den Weg gefunden hat (die
Beschilderung der Wege lässt überall stellenweise sehr zu wünschen übrig),
kann man vielleicht mit dem Bus ab "Franzl im Holz" wieder nach Gmunden
fahren! Da haben wir aber leider die Rechnung ohne Stern und Haferl
gemacht, denn ab Franzl im Holz fährt nur an Schultagen ein Bus um 7, 13
und 14 Uhr! Die Webadresse von Stern und Haferl ist seit Wochen nicht zu
erreichen!

Interessant zum Busverkehr in dieser Region wäre noch dieses: Die Buslinie
Gmunden-Neukirchen Großalm ist an sich eine feine Sache nur endet diese
Linie an der Großalm im Nichts! Auf der Straße 10 km weiter wäre man in
Steinbach am Attersee und noch einmal 16 km dazu wäre man in Seewalchen am Attersee. Hier hätte man zuerst eine sinnvolle Linie, die ein weiteres
Tourismusgebiet erschließt und zudem noch eine schnelle Verbindung! Mit der
ÖBB kann man von Gmunden nach Seewalchen gar nicht fahren, weil das nur bis Kammer-Schörfling geht und dieses wiederum auch nur 3x am Tag!

Wenn man sich bedenkt, dass es eine Buslinie von Bad Ischl nach Wels gibt,
der immerhin erstens fast paralell zur Bahn fährt und zweitens rund 2,5h
unterwegs ist, dann wäre die Linie Gmunden-Seewalchen der absolute Hit!

Aber nun genug vom Bus, kommen wir zu Bahn. Die Salzkammergutbahn an sich ist eine feine Sache. Im Gegensatz zu anderen Bahnen, ist hier noch richtig Eisenbahn! Da hat es mechanische Stellwerke mit handbedienten Schranken (Altmünster) ebenso, wie ortsbediente, schlüsselabhänge Weichen (Bad Aussee) oder Kurswagenverbindungen in die Hauptstadt Wien.

Die Pünktlichkeit lässt stellenweise etwas zu wünschen übrig, Verspätungen
von um die 10 min sind an der Tagesordnung, jedoch gefährdet das in der Regel keinerlei Anschlüsse, da es diese nicht gibt! Abgesehen von Steeg-Gosau, wo Busanschluss nach Hallstatt und/oder zum Gosausee besteht. Zug 3427 Stainach Irdning-Attnang Puchheim hat definitiv für diese Fahrplanlage das falsche Wagenmatierial. Gefahren wird hier mit 4 ÖBB-IC Wagen, gelegentlich auch mit einem DB IR-Wagen statt einem ÖBB IC-Wagen. Ab Attnang Puchheim wird dieser Zug als IC 647 "Dommuseum Wien Rudolf der Stifter" nach Wien weitergeführt. Durch eine Berufsschule in Bad Ischl bricht hier so ziemlich jeden Tag das Chaos aus.

Die REX (Linz-) Attnang Puchheim-Stainach Irdning verkehren mit
"Talent"-Triebwagen, bis auf eben zwei Ausnahmen, bei denen erstens die
IC-Garnitur und zweitens eine City-Shuttle Garnitur zum Einsatz kommt. Die
R-Züge nach Obertraun verkehren Mo-Fr mit City-Shuttle Garnituren, am
Wochenende teilweise mit Talent.

Interessant ist der Betrieb der R-Züge zwischen Obertraun Dachsteinhöhlen
und Obertraun Koppenbrüllerhöhle. Hier werden die Zugfahrten als Sperrfahrt
auf Ersatzsignal durchgeführt. Der nächste bediente Bahnhof wäre wieder das
rund 10 km entfernte Bad Aussee im Bundesland Steiermark. Dazwischen gibt
es, soweit ich das beobachten konnte, keine Kreuzungs- und
Blockmöglichkeit!

Bei großer Verspätung der Züge aus Attnang, werden diese an den
Dachsteinhölen gewendet, der Rest bis zur Koppenbrüllerhöhle wird im SEV
mit einem Kleinbus gefahren, so wie es bei uns der Fall war.

Der Bahnhofsname Obertraun Dachsteinhöhle ist etwas verwirrend, denn zur
Talstation der Dachsteinhöhlenseilbahn sind es von hier noch gut 4km zu
laufen. Besser man fährt mit dem Zug bis Steeg Gosau und benutzt ab dort
den Bus direkt bis zur Talstation der Seilbahn.

Auch sollte man nicht den Fehler machen an den Dachsteinhöhlen auszusteigen um zur Koppenbrüllerhähle zu laufen und sich dabei wohlmöglich noch an der Beschilderung zu orientieren! Tut man dies werde aus geplanten 4 km ganz schnell 10 km! Wir haben fast 3 Stunden für diesen Weg benötigt.

Gleiches gilt für den Wanderweg von Obertraun Koppenbrüllerhöhle nach Bad
Aussee. Laut Wegweiser sind dies 2:40h. Nach 15 min Weg trifft man auf den
Höhleneingang zur Koppenbrüllerhöhle und auf ein Wanderschild welches uns
sagt, dass es nach Bad Aussee 2:45h sind! Im weiteren Verlauf trifft man
auf eine Jausenstation an der ein Schild verrät, dass man die Hälfte des
Weges geschafft hätte. Bad Aussee Bahnhof ist hier mit 1h geschildert!
Effektiv haben wir für diesen Weg, abzüglich der halben Stunde Mittagspause
und 10 min Wartezeit an einem Fotostandpunkt von 11:15 bis 16 Uhr direkt
bis Bad Aussee benötigt. Der Bahnhof Aussee und der Ort selbst liegen
nochmals 20 min auseinander! Aus 2:45h sind also fast 4h geworden,
abzüglich Pausen sind wir immernoch bei rund 3,5h. Lustigerweise benötigt
man laut Beschilderung in der Gegenrichtung 3h! Etwas unlogisch sind sie
also teilweise schon die Schilder!

Aber zurück zur Bahn. Ein Erlebnis ist ebenfalls eine Fahrt mit Stern und
Haferl von Gmunden nach Lambach. Ersteinmal sollte man nicht auf eine
Beschilderung nach dem Seebahnhof in Gmunden hoffen. Man findet zwar eine
Beschilderung zu einem Arzt für Frauenheilkunde, einen Zahnarzt, einer
Tankstelle und so diverser anderer Sachen, aber Seebahnhof? Fehlanzeige!

Wenn man ihn dann gefunden hat, steht man vor einem verschlossenem , halb
verfallenem Gebäude, einem ebenso verfallenem Bahnsteig und man denkt
eigentlich gar nicht daran, dass hier noch Züge fahren sollen. Der
aushängene Fahrplan, den man trotz das er nicht hinter Glas hängt noch
lesen kann, behauptet aber, rund alle 60 werktags und immerhin noch
annähernd alle 2h am Wochenende würde hier ein Zug fahren. Und tatsächlich,
es fährt auch einer. Ein netter kleiner Triebwagen, der seine Herkunft aus
der Schweiz nicht verleugnen kann. Ein Fabrikschild habe ich leider nicht
gefunden.

Also ab geht die Reise, über Gleise auf denen bei uns schon lange keine
Züge mehr fahren würden. Der kleine Triebwagen schaukelt zwar wie ein
Schaukelpferd, aber er bleibt schön brav auf diesen zwei Metallschienen!

In Kirchham Ort hieß es dann "Endstation-Alles aussteigen, ab hier ist
Schienenersatz!" Weder am Bahnhof noch im Zug gab es eine Information
darüber. Der Lokiführer schloß schön seinen Triebwagen ab, sicherte ihn und
wir bestiegen alle einen VW-Bus der auch schon bessere Tage hatte! Mit
diesem Gefährt und dem Lokiführer als Busfahrer ging es dann nach
Vorchdorf. Hier durfte wieder auf den Zug umgestiegen werden. Umgestiegen
werden müsste sowieso, da die Strecke bis hier schmalspurig und im weiteren
Verlauf bis Lambach normalspurig ist. Ein ebenso alter Triebwagen wie
vorher, brachte uns weiter nach Lambach.

Während 30 min Aufenthalt hier, weil halt, wie schon gesagt, die Anschlüsse
unter den Verkehrsmitteln doch nicht das Wahre sind, gab es schnell ein
Kilo Erdbeeren frisch vom Feld. Gekaufte natürlich, nicht selbst
gepflückte! Währenddessen konnten wir noch die Rangierarbeiten mit einem
Güterzug und zwei "Herkules" beobachten, die sich alsbald auf die Reise
nach Steyrermühl machten. Diese ÖBB-Strecke wird nur noch im Güterverkehr
betrieben und ging einst ebenfalls bis Gmunden Seebahnhof, weswegen dort
auch noch das ÖBB-Logo am Gebäude prangt.

Wir setzten unserer Fahrt nach Linz fort um dort die neue Pöstlingbergbahn
zu testen. Ehrlich gesagt bin ich von dieser Bahn mehr als enttäuscht.
Erstens sind die Fahrzeuge viel zu klein dimensioniert, für beide
Fahrtrichtungen gab es für die meisten Fahrgäste nur einen Stehplatz. Und
mit einem Sondertarif von 5,80 EUR ist sie sehr heftig! Eine Information an
den Automaten, dass es eine Tageskarte Linz mit Pöstlingbergbahn gibt
fehlt. Außerdem verkaufen die meisten Automaten diese Karten gar nicht, so
das wir hier erst eine Tageskarte Linz kauften und anschließend noch eine
Fahrkarte für den Pöstlingberg. Im Übrigen nehmen alle Automaten, außer den neuen der Pöstlingbergbahn, nur Münzgeld!

Zurück am Bahnhof konnten wir noch etwas den Betrieb beobachten und ich
muss sagen, bei den ÖBB wird noch fast überall richtig Eisenbahn gespielt.
Was hier von Wendzügen an Loks weggestellt und wieder zugestellt werden ist
eine wahre Freude. Innerhalb von 45 min konnten wir 3 Lokwechsel und 4
Parktauschs beobachten!

Auch interessant die Fahrt von Gmunden über Grünau im Almtal nach Wels. Den Bus hatten wir wie immer, bis auf kurze Strecken für uns allein, ebenso
anschließend den Zug, bestehend aus zwei Triebwagen. Interessant auch der
Fahrplan der Strecke, kein einziger Zug fährt mit einem anderen im Takt,
jede Zugfahrt hat eine exakt andere Fahrplanlage! Anschlüsse in Wels an die
Westbahn gibt es dabei im Zeitraum von 3 min bis 15 min!

Oder die Fahrt mit der Schafbergbahn! Ich hoffe, dass man in Österreich
mittlerweile bereut hat die Strecke Bad Ischl-Salzburg abzubauen.
Stattdessen fährt man heute Bus. Richtig! Wieder allein im Bus, bis auf
zwei Omas, die den Taschen nach zu urteilen, vom Einkaufen kamen. Ich
dachte, das wenigstens auf dieser touristischen Strecke mehr im Bus los
wäre.

Die Schafbergbahn selbst ist schon interessant, allerdings habe ich noch
nie auf einer Bergbahn eine Platzkarte benötigt! Seltsam, seltsam!

So haben wir also 3 Wochen Urlaub auch rumgebracht. Alles in allem ist es
recht nett in Österreich, aber in Sachen ÖPV haben sie noch viel zu lernen!
So sind zum Beispiel Ansagen in Zügen und Bussen wahrer Luxus!

Die Rückreise traten wir dann am Samstag 06.06.09 an. Zuerst ging es mit dem Talent nach Attnang-Puchheim, von dort mit einem IC nach Salzburg. Vor dem IC hätte sollen noch ein Nahverkehrszug nach Salzburg fahren, wo der abgeblieben ist, weiß ich nicht. Zur planmäßigen Abfahrtszeit um 10:52 in Attnang erschien er nicht, auch nicht bis 10 min später zur Abfahrt des IC. Eine Ansage über den Verbleib des Regiozuges kam nicht und auch die Anzeige wurde einfach auf den IC geändert.

Ab Salzburg benutzten wir RJ 60, der am Wagenstandanzeiger mit einer Doppelgarnitur geschildert ist, aus der der Zug selbstverständlich NICHT bestand. So durften wir, und einige andere Fahrgäste die 150m von unserem, vermeintlich richtigen Standplatz, wieder nach Hinten laufen. Ein älterer Herr sprach den "Aufsichtsmitarbeiter" darauf an und konnte ihm lediglich ein Schulterzucken entlocken. So richtig interessiert war er an dem Problem des Herren nicht, was man an seinem deutlichen Gesichtsausdruck und seinem Desinteresse sehr gut erkennen konnte. Um auf das Buch vom Anfang zurück zu kommen. Hier lautet eine Textstelle sinngemäß so "Jeder Fahrgast weiß was er will und weiß er nicht Bescheid hat sich halt im Vorfeld der Reise schlecht informiert, wozu also Fragen fragen?". Genau diesen Eindruck hatten wir, zumindest bei den ÖBBlern in Salzburg bei zwei Besuchen genau zweimal!

Der hoch angepriesene Superzug der ÖBB entpuppte sich ebenfalls als Servicewüste. Weder wurden bei uns in der 1. Klasse die kostenlosen Zeitungen verteilt, noch wurden wir nach einem Wunsch aus dem Bistro gefragt. Und das in 1:28h Fahrzeit. An unseren 1. Klass Plätzen im Abteil direkt hinter dem Bistro kann es aber nicht gelegen haben, denn ich gehe davon aus, dass der Service an ALLEN Plätzen in der 1. Klasse stattfindet!

Fazit: In vielen Teilen ist die ÖBB noch die gute alte Bahn, was den Eisenbahner in Bezug auf Fahrzeugvielfalt und Farbvarianten freut, andererseits ist sie aber irgendwo zwischen 1970 und 1980 hängen geblieben!

Gruß Jens

drehstromer
09.06.2009, 21:03
Fazit: Der nächste Urlaub wird mit dem Auto gemacht!

nimmi
09.06.2009, 21:23
Wie gut das ich die Sorgen nicht habe- dank Auto. :16::16:


Gruß M.

werdenfelser
09.06.2009, 21:23
Hallo

Wir fahren regelmäßig dienstlich in Tirol. Ich kann nur sagen: Nette Kollegen der ÖBB und nette Fahrgäste. Eine andere Mentalität eben.
Ja Leute. In Österreich muss man feststellen, dass die Fahrgäste nicht so verwöhnt, wie in Deutschland sind. Hier weiß fast jeder wohin er will und was er will.
In Deutschland kann man riesige Schilder, Plakate, elektronische Anzeigen etc. aufstellen und doch wird jeder Eisenbahner, der dem Fahrgast über den Weg läuft nochmals mindestens 3 Mal gefragt.
Durchsagen im Zug sind auch mehr als sinnlos. Kaum ein Fahrgast beachtet sie. Wenn dann etwas daneben geht,ist natürlich die böse Bahn schuld.
Abschließend bleibt nur festzuhalten: Österreicher sind weit besser als ihr Ruf.

BR 143
10.06.2009, 10:13
Fazit: Der nächste Urlaub wird mit dem Auto gemacht!

Nee, ganz sicher nicht, ein Eisenbahner fährt mit dem Zug in den Urlaub, aber das nächste Mal gehts wieder in die Schweiz :-)


---====--- Beitrag hinzugefügt um 09:13 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 09:07 ---====---


Wie gut das ich die Sorgen nicht habe- dank Auto. :16::16:


Gruß M.

Als Sorge bezeichne ich das nicht, ich finde es eher traurig, dass so wenige Leute mit Bus und Bahn in dieser Region fahren. Ein Busfahrer von Postbus erzählte uns das man den jetzigen Taktfahrplan auf einigen Linien vor 2 Jahren erst eingeführt hat und die Leute sich eben erst daran gewöhnen müssten, dass jetzt öfter ein Bus oder ein Zug fährt. Man merkt das, so sagte er, wenn man Kurse fährt, die es schon in der Zeit vor der Umstellung gab, die sind wesentlich besser besucht!

Und Übrigens, ich komme seit 35 Jahren ohne Auto aus und ich lebe auch noch!

Würden mehr Eisenbahner auch privat Bus und Bahn nutzen hätten wir warscheinlich eine wesentlich höhere Motivation unter den Mitarbeitern, was Auskünfte betrifft, denn nur jemand der selbst auch privat Bus und Bahn nutzt, weiß was es bedeutet nicht informiert zu werden!

BR 143
10.06.2009, 10:27
Hier weiß fast jeder wohin er will und was er will.


Trotzdem wäre uns eine Information über den Verkehrsverbund an den Haltestellen lieb gewesen. Die Dame in der Tourismusinformation wusste auch nicht, dass man mit der gleichen Karte von Bad Ischel nach Wels den Bus und auch den Zug benutzen kann, und der Verkehrsverbund existiert nicht erst seit vorgestern!

Die Busfahrer hatten massive Probleme einen Fahschein von Altmünster über Gmunden und Vorchdorf nach Lambach auszustellen, mit dem Zug ab Gmunden. Problem, es hat ab Gmunden auch einen Bus nach Lambach, der benötigt 6 Zonen die sich massiv von den 7 Zonen unterscheiden die ich für die Zugfahrt benötige. Mit knapp 400 Zonen istz der VVOÖ auch nicht wirklich durchsichtig.

Ein weiteres Problem war die Busfahrkarte von Almünster über Gmunden nach Grünau im Almtal zum Naturpark. Der Naturpark liegt in einer anderen Zone als der Ort Grünau, bis Grünau sind 6 Zonen, zum Naturpark jedoch 7 Zonen notwendig. Mir solls egal sein, 1,80 EUR gespart!



In Deutschland kann man riesige Schilder, Plakate, elektronische Anzeigen etc. aufstellen und doch wird jeder Eisenbahner, der dem Fahrgast über den Weg läuft nochmals mindestens 3 Mal gefragt.


Das ist richtig, trotzdem hätten wir und andere Fahrgäste, alles samt Österreicher, nett gefunden wenn wir über den SEV wenigstens per Aushang informiert worden wären.

Ebenfalls hätte es der Busfahrer auf der Linie 2548 nett gefunden, wenn man ihm gesagt hätte, dass die Straße nach Gmunden wegen Straßenbauarbeiten unterbrochen ist und ein massiver Umweg dadurch notwendig ist. Für eine Buslinie die sich an Fahrzeiten halten sollte wäre sowas von Vorteil. Ebenso für die Kundeninformation, denn durch die Straßensperre wurden 2 Haltestellen nicht bedient. Schön wenn man dann an diesen Haltestellen steht und vergeblich auf den Bus wartet!



Durchsagen im Zug sind auch mehr als sinnlos. Kaum ein Fahrgast beachtet sie.


Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Mir ist es passiert, dass ich Anschlüsse vom Zug einer Stunde vorher angesagt hatte, die sich massiv von den eigentlich unterscheiden. Frage nicht nach Sonnenschein!



Abschließend bleibt nur festzuhalten: Österreicher sind weit besser als ihr Ruf.

In Teilen! In Sachen ÖPV haben sie, wie schon gesagt, noch viel zu lernen!

Gruß Jens

BW Frankfurt 1
11.06.2009, 05:35
Fahre schon Jahre nach Österreich überwiegend im Januar zum Ski Fahren.
Ich komme mit Land, Leuten und Mentalität bestens zu Recht und bin Begeistert von der ÖBB. Kann also deine Erfahrungen nicht so ganz Nachvollziehen. Aber jeder sieht eine Reise mit anderen Augen.

BR 143
11.06.2009, 11:32
Fahre schon Jahre nach Österreich überwiegend im Januar zum Ski Fahren.
Ich komme mit Land, Leuten und Mentalität bestens zu Recht und bin Begeistert von der ÖBB. Kann also deine Erfahrungen nicht so ganz Nachvollziehen. Aber jeder sieht eine Reise mit anderen Augen.

Nee nee, ich hatte nicht gesagt, dass man mit den Leuten nicht auskommt/zurechtkommt, wie gesagt, die meisten Erfahrungen waren auch positiv.

Und bitte, Skifahren in Österreich ist, für meine Begriffe etwas anderes, als wenn du drei Wochen (fast) jeden Tag den ÖPV für deine Ausflüge nutzt. Da fängt man irgendwann mal an etwas genauer hinzusehen, wie und was läuft oder nicht läuft. Gmunden hat also, wie beschrieben, ein echtes Problem Fahrgäste in seine Verkehrsmittel zu locken! Nun ist es aber auch nicht so, das die touristischen Ziele in Gmunden so weit auseinander liegen, das man sie nur mit dem PKW oder mit dem Bus erreichen könnte. So riesig ist das Nest nun auch wieder nicht.

Das Wagenmaterial der ÖBB war auch durchweg sauber und das Personal ebenfalls, bis auf die zwei Außnahmen in Salzburg, was wohl an dem Ort zu liegen scheint, ebenfalls freundlich. Und im Gegensatz zu einem Forum aus Österreich war es auch sehr angenehm mit einigen Mitarbeitern der ÖBB ein Schwätzchen zu halten :-)

Was mir, wie gesagt, nicht gefallen hat ist die Information der Fahrgäste allgemein und der Service im Railjet speziell, welcher sehr zu wünschen übrig lies. Alle anderen Kritikpunkte betrafen (fast) außnahmslos Privatunternehmen, wie eben Stern und Hafferl, derren Homepage beispielsweise immernoch nicht zu erreichen ist!

Als DB Mitarbeiter bin ich über dies trotzdem von der ÖBB begelsitert, da sie anscheinend in großen Teilen, doch noch eine richtige Eisenbahn ist, siehe Kurswagenverbindungen, Strecken- und Fahrzeugausstattung. Aber hier ist auch nicht mehr alles Gold was glänzt!

In diesem Sinne
Gruß Jens

Flok
11.06.2009, 12:50
Nun, nachdem wir die letzten 4 Jahre ausnahmslos in der Schweiz Urlaub
machten, dachten wir, probieren wir es dieses Jahr doch mal mit Österreich.
Ein fataler Fehler, könnte man meinen, was man so im Vorfeld der
Reiseplanungen und dem Kontakt mit den Einheimischen erleben musste.

Kurz, die Art und Weiße des Benehmens einiger Mitglieder eines
österreichischen Bahnforums spiegelt in keinster Weiße das typische
Verhalten der "Eingeborenen" wider. Ich würde es eher als "die schlechtere
Seite dieser Menschen" dort bezeichnen. Abgesehen von dem einen oder
anderen Bahnbediensteten, waren die Erfahrungen mit den Leuten dort
durchweg positiv.

Wer ein erstes mal nach Österreich reist, dem empfehle ich im Vorfeld
unbedingt das Buch "Eine Gebrauchsanweisung für Österreich" zu lesen.
Vieles, nicht alles, trifft haargenau so zu wie es in dem Buch beschrieben
wurde/wird. Beispiel Eisenbahn:

Unsere Reise begann am 16.06.09 in Stuttgart und unsere Fahrt führte uns
via München und Salzburg sowie Attnang-Puchheim nach Altmünster am
Traunsee. Abgesehen davon, dass ich noch Brezeln für die Fahrt besorgen
musste und dadurch schier die Eisenbahn verpasst hätte, weil der Kollege
mit seiner S-Bahn eine Minute zu früh abfuhr und wir wegen unserer
Verspätung des EC 317 Saarbrücken-Graz in Salzburg den "Tschechen" nicht
fotografieren konnten, war die Sache eigentlich ganz in Ordnung.

Die erste Bekanntschaft mit ÖBB-Bahnpersonal machten wir dann in der Salzburger Lounge. Trotz das zwei ÖBB-Mitarbeiter vor Ort waren, machte keiner von ihnen Anstalten einen Blick auf unseren Fahrschein zu werfen zu wollen. So lies man uns einfach stehen. Als wir dann im Begriff waren uns einen Platz zu suchen, wurde man dann auf uns aufmerksam.

Die zweite Begegnung, immer noch in Salzburg, war dann nur indirekt. Am
Gleis 3 fuhr IC 65 aus München ein und dieser brachte aus München 2 DB
IR-Wagen mit, die ein ÖBB-Mitarbeiter nun hier abschloss. Auf die Fragen
der Einsteigewilligen warum er diese Wagen abschließt, reagierte er
überhaupt nicht, er lies die Leute einfach stehen, würdigte sie keines
Blickes. Die noch am Bahnsteig stehenden Reisenden mussten sich also mit
den anderen 4 ÖBB-Wagen des Zuges begnügen.

Wir benutzten ab Salzburg ÖBB IC 641 mit dem wohlklingenden Namen
"Styriarte Graz". Die Buchstaben "ÖBB" vor der Zuggattung bedeuten dabei,
dass dieser Zug aus modernisierten Wagenmaterial besteht. Alles weitere
ohne nennenswerte Vorfälle.

Die nächsten 3 Wochen verbringen wir also im Salzkammergut. Ich verzichte
darauf über jeden einzelnen Tag zu berichten, sondern beschränke mich auf
die Eigenartigkeiten der Verkehrsunternehmen.

Altmünster ist ein Nachbarort des Hauptortes Gmunden (OÖ). Vielleicht ist
Gmunden aus der Fernsehserie "Schloßhotel Orth" bekannt. Anscheinend ist
man sich auch hier vor Ort nicht im Klaren, ob dieses alte Gemäuer nun
"Orth" oder "Ort" geschrieben wird. Beide Schreibweisen werden auf
Ansichtskarten und ebenso auf Verkehrsschildern angetroffen. Zwischen Orth und Ort, also Gmunden, verkehrt alle 40 min ein Zug. Was heißt Zug, eine
"Gummieisenbahn", also ein Traktor in Dampflokoptik mit 2 Anhängern.

Sehenswert ist die Seilbahn zum Grünberg. In einer von 26 Gondeln geht es
mit 3m pro Sekunde auf den Berg hinauf. Die Seilbahn selbst mutet an als ob
sie noch der Kaiser selbst eröffnet hat. Schließlich wurde seit der
Eröffnung 1957 kaum etwas eröffnet. Nun, der Kaiser war da schon lange tot,
also wurde das nichts mit der Eröffnung :-)

Es ist allerdings ein Erlebnis mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur
Grünbergseilbahn zu fahren, Von Altmünster her ganz besonders. Zwar
verkehrt werktags rund alle 60 min ein Bus ab Altmünster nach Gmunden, am
Samstag hat es derer 6 Fahrten und am Sonntag gar nur 3, allerdings sucht
man eine zentrale Verknüpfungsstelle Bahn/Bus oder Bus/Bus vergebens. Die
Regionalbusse aus Bad Ischl oder Neukirchen über Altmünster halten am
Franz-Josef-Platz in der Nähe der Straßenbahn, die wiederum zum Bahnhof
fährt. Die meisten Busse fahren ab hier weiter zum Busbahnhof an der
Habertstraße. Busbahnhof halte ich allerdings für etwas übertrieben. es hat
lediglich an 2 Haltestellen Platz für 6 Busse gleichzeitig. Weder die 4
Gmundener Stadtbusse noch die Straßenbahnlinie fährt diesen "zentralen"
Punkt an. Einen richtigen Takt sucht man in den Fahrplänen der Regionalbusse ebenfalls vergeblich. Einige Linien haben jedoch einen annähernden Takt, der nicht ganz auf die Minute passt.

Will man also zur Grünberg-Seilbahn fährt man ab Altmünster entweder mit
dem Zug nach Gmunden, dort mit der Straßenbahn zum Franz-Josef-Platz läuft
anschließend zum Rathausplatz und benutzt ab dort den Stadtbus der Linie 4.
Oder man fährt mit dem Bus nach Gmunden, Franz-Josef-Platz, wenn man in
Altmünster die 10 bis 20 min Gehzeit zum Bahnhof scheut.

In Gmunden hat man also ein echtes Problem mit Bahn und Bus! Ach übrigens,
die Sache mit dem Stadtbus ist auch nicht so einfach. Eigentlich fährt er
alle 30 min, ist so erstmal nicht schlecht, aber ... dies gilt nur
für die Linie 1 und 2, über Mittag ist außerdem 1,5h Pause! Die Linie 3
verkehrt stündlich und die Linie 4 auf dem Nordast von 8 bis 17 Uhr
stündlich mit 3h Pause am Mittag und auf dem Südast, also der
Streckenführung, die uns zur Grünberg-Seilbahn bringt, gerade noch 4x am Tag um 8, 10, 14 und 16 Uhr! Außerdem verkehren alle Stadtbuslinien nur bis
Samstagmittag, dann ist Wochenende. Mit Außnahme der Linie 4, die im
Sommer als "Wander- und Badebus" bezeichnet, ab Samstagmittag und den
ganzen Sonntag, alle 60 min fährt. Allerdings nur auf dem Abschnitt
Kirchplatz-Unterm Stein. Eine Verknüpfung mit anderen Regionallinien oder
gar der Straßenbahn sucht man vergebens. Dementsprechend ist auch der
Füllgrad der Busse. In den meisten Fällen gehörte der Mercedes Travego, der
Steyer, der Solaris Urbino oder der Neoplan uns ganz allein.

Eine Information über den Verkehrsverbund Oberösterreich sucht man an allen
Haltestellen vergebens! Und das nicht nur in Gmunden sondern
Landesweit! Auch in der Landeshauptstadt Linz!

Nachdem man in dem Wandergebiet am Grünberg den Weg gefunden hat (die
Beschilderung der Wege lässt überall stellenweise sehr zu wünschen übrig),
kann man vielleicht mit dem Bus ab "Franzl im Holz" wieder nach Gmunden
fahren! Da haben wir aber leider die Rechnung ohne Stern und Haferl
gemacht, denn ab Franzl im Holz fährt nur an Schultagen ein Bus um 7, 13
und 14 Uhr! Die Webadresse von Stern und Haferl ist seit Wochen nicht zu
erreichen!

Interessant zum Busverkehr in dieser Region wäre noch dieses: Die Buslinie
Gmunden-Neukirchen Großalm ist an sich eine feine Sache nur endet diese
Linie an der Großalm im Nichts! Auf der Straße 10 km weiter wäre man in
Steinbach am Attersee und noch einmal 16 km dazu wäre man in Seewalchen am Attersee. Hier hätte man zuerst eine sinnvolle Linie, die ein weiteres
Tourismusgebiet erschließt und zudem noch eine schnelle Verbindung! Mit der
ÖBB kann man von Gmunden nach Seewalchen gar nicht fahren, weil das nur bis Kammer-Schörfling geht und dieses wiederum auch nur 3x am Tag!

Wenn man sich bedenkt, dass es eine Buslinie von Bad Ischl nach Wels gibt,
der immerhin erstens fast paralell zur Bahn fährt und zweitens rund 2,5h
unterwegs ist, dann wäre die Linie Gmunden-Seewalchen der absolute Hit!

Aber nun genug vom Bus, kommen wir zu Bahn. Die Salzkammergutbahn an sich ist eine feine Sache. Im Gegensatz zu anderen Bahnen, ist hier noch richtig Eisenbahn! Da hat es mechanische Stellwerke mit handbedienten Schranken (Altmünster) ebenso, wie ortsbediente, schlüsselabhänge Weichen (Bad Aussee) oder Kurswagenverbindungen in die Hauptstadt Wien.

Die Pünktlichkeit lässt stellenweise etwas zu wünschen übrig, Verspätungen
von um die 10 min sind an der Tagesordnung, jedoch gefährdet das in der Regel keinerlei Anschlüsse, da es diese nicht gibt! Abgesehen von Steeg-Gosau, wo Busanschluss nach Hallstatt und/oder zum Gosausee besteht. Zug 3427 Stainach Irdning-Attnang Puchheim hat definitiv für diese Fahrplanlage das falsche Wagenmatierial. Gefahren wird hier mit 4 ÖBB-IC Wagen, gelegentlich auch mit einem DB IR-Wagen statt einem ÖBB IC-Wagen. Ab Attnang Puchheim wird dieser Zug als IC 647 "Dommuseum Wien Rudolf der Stifter" nach Wien weitergeführt. Durch eine Berufsschule in Bad Ischl bricht hier so ziemlich jeden Tag das Chaos aus.

Die REX (Linz-) Attnang Puchheim-Stainach Irdning verkehren mit
"Talent"-Triebwagen, bis auf eben zwei Ausnahmen, bei denen erstens die
IC-Garnitur und zweitens eine City-Shuttle Garnitur zum Einsatz kommt. Die
R-Züge nach Obertraun verkehren Mo-Fr mit City-Shuttle Garnituren, am
Wochenende teilweise mit Talent.

Interessant ist der Betrieb der R-Züge zwischen Obertraun Dachsteinhöhlen
und Obertraun Koppenbrüllerhöhle. Hier werden die Zugfahrten als Sperrfahrt
auf Ersatzsignal durchgeführt. Der nächste bediente Bahnhof wäre wieder das
rund 10 km entfernte Bad Aussee im Bundesland Steiermark. Dazwischen gibt
es, soweit ich das beobachten konnte, keine Kreuzungs- und
Blockmöglichkeit!

Bei großer Verspätung der Züge aus Attnang, werden diese an den
Dachsteinhölen gewendet, der Rest bis zur Koppenbrüllerhöhle wird im SEV
mit einem Kleinbus gefahren, so wie es bei uns der Fall war.

Der Bahnhofsname Obertraun Dachsteinhöhle ist etwas verwirrend, denn zur
Talstation der Dachsteinhöhlenseilbahn sind es von hier noch gut 4km zu
laufen. Besser man fährt mit dem Zug bis Steeg Gosau und benutzt ab dort
den Bus direkt bis zur Talstation der Seilbahn.

Auch sollte man nicht den Fehler machen an den Dachsteinhöhlen auszusteigen um zur Koppenbrüllerhähle zu laufen und sich dabei wohlmöglich noch an der Beschilderung zu orientieren! Tut man dies werde aus geplanten 4 km ganz schnell 10 km! Wir haben fast 3 Stunden für diesen Weg benötigt.

Gleiches gilt für den Wanderweg von Obertraun Koppenbrüllerhöhle nach Bad
Aussee. Laut Wegweiser sind dies 2:40h. Nach 15 min Weg trifft man auf den
Höhleneingang zur Koppenbrüllerhöhle und auf ein Wanderschild welches uns
sagt, dass es nach Bad Aussee 2:45h sind! Im weiteren Verlauf trifft man
auf eine Jausenstation an der ein Schild verrät, dass man die Hälfte des
Weges geschafft hätte. Bad Aussee Bahnhof ist hier mit 1h geschildert!
Effektiv haben wir für diesen Weg, abzüglich der halben Stunde Mittagspause
und 10 min Wartezeit an einem Fotostandpunkt von 11:15 bis 16 Uhr direkt
bis Bad Aussee benötigt. Der Bahnhof Aussee und der Ort selbst liegen
nochmals 20 min auseinander! Aus 2:45h sind also fast 4h geworden,
abzüglich Pausen sind wir immernoch bei rund 3,5h. Lustigerweise benötigt
man laut Beschilderung in der Gegenrichtung 3h! Etwas unlogisch sind sie
also teilweise schon die Schilder!

Aber zurück zur Bahn. Ein Erlebnis ist ebenfalls eine Fahrt mit Stern und
Haferl von Gmunden nach Lambach. Ersteinmal sollte man nicht auf eine
Beschilderung nach dem Seebahnhof in Gmunden hoffen. Man findet zwar eine
Beschilderung zu einem Arzt für Frauenheilkunde, einen Zahnarzt, einer
Tankstelle und so diverser anderer Sachen, aber Seebahnhof? Fehlanzeige!

Wenn man ihn dann gefunden hat, steht man vor einem verschlossenem , halb
verfallenem Gebäude, einem ebenso verfallenem Bahnsteig und man denkt
eigentlich gar nicht daran, dass hier noch Züge fahren sollen. Der
aushängene Fahrplan, den man trotz das er nicht hinter Glas hängt noch
lesen kann, behauptet aber, rund alle 60 werktags und immerhin noch
annähernd alle 2h am Wochenende würde hier ein Zug fahren. Und tatsächlich,
es fährt auch einer. Ein netter kleiner Triebwagen, der seine Herkunft aus
der Schweiz nicht verleugnen kann. Ein Fabrikschild habe ich leider nicht
gefunden.

Also ab geht die Reise, über Gleise auf denen bei uns schon lange keine
Züge mehr fahren würden. Der kleine Triebwagen schaukelt zwar wie ein
Schaukelpferd, aber er bleibt schön brav auf diesen zwei Metallschienen!

In Kirchham Ort hieß es dann "Endstation-Alles aussteigen, ab hier ist
Schienenersatz!" Weder am Bahnhof noch im Zug gab es eine Information
darüber. Der Lokiführer schloß schön seinen Triebwagen ab, sicherte ihn und
wir bestiegen alle einen VW-Bus der auch schon bessere Tage hatte! Mit
diesem Gefährt und dem Lokiführer als Busfahrer ging es dann nach
Vorchdorf. Hier durfte wieder auf den Zug umgestiegen werden. Umgestiegen
werden müsste sowieso, da die Strecke bis hier schmalspurig und im weiteren
Verlauf bis Lambach normalspurig ist. Ein ebenso alter Triebwagen wie
vorher, brachte uns weiter nach Lambach.

Während 30 min Aufenthalt hier, weil halt, wie schon gesagt, die Anschlüsse
unter den Verkehrsmitteln doch nicht das Wahre sind, gab es schnell ein
Kilo Erdbeeren frisch vom Feld. Gekaufte natürlich, nicht selbst
gepflückte! Währenddessen konnten wir noch die Rangierarbeiten mit einem
Güterzug und zwei "Herkules" beobachten, die sich alsbald auf die Reise
nach Steyrermühl machten. Diese ÖBB-Strecke wird nur noch im Güterverkehr
betrieben und ging einst ebenfalls bis Gmunden Seebahnhof, weswegen dort
auch noch das ÖBB-Logo am Gebäude prangt.

Wir setzten unserer Fahrt nach Linz fort um dort die neue Pöstlingbergbahn
zu testen. Ehrlich gesagt bin ich von dieser Bahn mehr als enttäuscht.
Erstens sind die Fahrzeuge viel zu klein dimensioniert, für beide
Fahrtrichtungen gab es für die meisten Fahrgäste nur einen Stehplatz. Und
mit einem Sondertarif von 5,80 EUR ist sie sehr heftig! Eine Information an
den Automaten, dass es eine Tageskarte Linz mit Pöstlingbergbahn gibt
fehlt. Außerdem verkaufen die meisten Automaten diese Karten gar nicht, so
das wir hier erst eine Tageskarte Linz kauften und anschließend noch eine
Fahrkarte für den Pöstlingberg. Im Übrigen nehmen alle Automaten, außer den neuen der Pöstlingbergbahn, nur Münzgeld!

Zurück am Bahnhof konnten wir noch etwas den Betrieb beobachten und ich
muss sagen, bei den ÖBB wird noch fast überall richtig Eisenbahn gespielt.
Was hier von Wendzügen an Loks weggestellt und wieder zugestellt werden ist
eine wahre Freude. Innerhalb von 45 min konnten wir 3 Lokwechsel und 4
Parktauschs beobachten!

Auch interessant die Fahrt von Gmunden über Grünau im Almtal nach Wels. Den Bus hatten wir wie immer, bis auf kurze Strecken für uns allein, ebenso
anschließend den Zug, bestehend aus zwei Triebwagen. Interessant auch der
Fahrplan der Strecke, kein einziger Zug fährt mit einem anderen im Takt,
jede Zugfahrt hat eine exakt andere Fahrplanlage! Anschlüsse in Wels an die
Westbahn gibt es dabei im Zeitraum von 3 min bis 15 min!

Oder die Fahrt mit der Schafbergbahn! Ich hoffe, dass man in Österreich
mittlerweile bereut hat die Strecke Bad Ischl-Salzburg abzubauen.
Stattdessen fährt man heute Bus. Richtig! Wieder allein im Bus, bis auf
zwei Omas, die den Taschen nach zu urteilen, vom Einkaufen kamen. Ich
dachte, das wenigstens auf dieser touristischen Strecke mehr im Bus los
wäre.

Die Schafbergbahn selbst ist schon interessant, allerdings habe ich noch
nie auf einer Bergbahn eine Platzkarte benötigt! Seltsam, seltsam!

So haben wir also 3 Wochen Urlaub auch rumgebracht. Alles in allem ist es
recht nett in Österreich, aber in Sachen ÖPV haben sie noch viel zu lernen!
So sind zum Beispiel Ansagen in Zügen und Bussen wahrer Luxus!

Die Rückreise traten wir dann am Samstag 06.06.09 an. Zuerst ging es mit dem Talent nach Attnang-Puchheim, von dort mit einem IC nach Salzburg. Vor dem IC hätte sollen noch ein Nahverkehrszug nach Salzburg fahren, wo der abgeblieben ist, weiß ich nicht. Zur planmäßigen Abfahrtszeit um 10:52 in Attnang erschien er nicht, auch nicht bis 10 min später zur Abfahrt des IC. Eine Ansage über den Verbleib des Regiozuges kam nicht und auch die Anzeige wurde einfach auf den IC geändert.

Ab Salzburg benutzten wir RJ 60, der am Wagenstandanzeiger mit einer Doppelgarnitur geschildert ist, aus der der Zug selbstverständlich NICHT bestand. So durften wir, und einige andere Fahrgäste die 150m von unserem, vermeintlich richtigen Standplatz, wieder nach Hinten laufen. Ein älterer Herr sprach den "Aufsichtsmitarbeiter" darauf an und konnte ihm lediglich ein Schulterzucken entlocken. So richtig interessiert war er an dem Problem des Herren nicht, was man an seinem deutlichen Gesichtsausdruck und seinem Desinteresse sehr gut erkennen konnte. Um auf das Buch vom Anfang zurück zu kommen. Hier lautet eine Textstelle sinngemäß so "Jeder Fahrgast weiß was er will und weiß er nicht Bescheid hat sich halt im Vorfeld der Reise schlecht informiert, wozu also Fragen fragen?". Genau diesen Eindruck hatten wir, zumindest bei den ÖBBlern in Salzburg bei zwei Besuchen genau zweimal!

Der hoch angepriesene Superzug der ÖBB entpuppte sich ebenfalls als Servicewüste. Weder wurden bei uns in der 1. Klasse die kostenlosen Zeitungen verteilt, noch wurden wir nach einem Wunsch aus dem Bistro gefragt. Und das in 1:28h Fahrzeit. An unseren 1. Klass Plätzen im Abteil direkt hinter dem Bistro kann es aber nicht gelegen haben, denn ich gehe davon aus, dass der Service an ALLEN Plätzen in der 1. Klasse stattfindet!

Fazit: In vielen Teilen ist die ÖBB noch die gute alte Bahn, was den Eisenbahner in Bezug auf Fahrzeugvielfalt und Farbvarianten freut, andererseits ist sie aber irgendwo zwischen 1970 und 1980 hängen geblieben!

Gruß Jens

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht was ich von deinem Bericht halten soll. Auf der einen Seite sicher sehr interessant, auf der anderen bist du wohl das was der Ösi gern als Piefke bezeichnet :004:
Der ÖPNV ist auch bei uns stellenweise sehr kompliziert wenns aus der Stadt rausgeht. Schlechte Verbindungen, keine Anschlüße, kein Taktverkehr, lange Fahrzeiten, keine Infos mangels Lautsprecher an den Dorfhaltestellen, Busfahrer ohne Tarifkenntnisse usw. Ich spreche da aus Erfahrung im Dachauer Hinterland.
Das krasse Gegenteil wirst du z.B. bei den Wiener Linien, gerade bei der U-Bahn erleben. DAS ist ÖPNV!! Da kann sich so mancher Betrieb bei uns eine Scheibe abschneiden.
Also ich denke einfach dass es regional sehr unterschiedlich ist mit der ÖPNV-Qualität und das in Österreich wie Deutschland.

Dass die ÖBB noch mehr Eisenbahn ist, kann man an allen Ecken und Enden sehen. Patzer gibts zwar auch da, bei uns sinds aber bei weitem mehr! :003:

Blockwärter
11.06.2009, 18:42
.
Das krasse Gegenteil wirst du z.B. bei den Wiener Linien, gerade bei der U-Bahn erleben. DAS ist ÖPNV!! Da kann sich so mancher Betrieb bei uns eine Scheibe abschneiden.
:

Lieber nicht, wenn es darum geht in die City zukommen, bleibt dir ja nichts als U-Bahn üblich. Die Straßenbahnlinien aus weiter entfernten Bezirken, wurden bei U-Bahneröffnungen gekappt, oder parallel verkehrende Linien eingestellt.
Dieser Trend ist schon des längeren weltweit rücklaufig, wird aber gerade von den Wiener Linien noch gerne praktiziert.

BR 143
12.06.2009, 16:11
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht was ich von deinem Bericht halten soll.
Auf der einen Seite sicher sehr interessant, auf der anderen bist du wohl das was der Ösi gern als Piefke bezeichnet :004:


Das mag der Österreicher (ich mag den Bildzeitungsbegriff "Ösi" nun wirklich nicht) halten wie ein Dachdecker. Mit Kritik muss man umgehen können. Mit konstruktiver Kritik, meckern kann schließlich jeder. Ich wollte meinen Bericht eigentlich dahingehend verstanden wissen, als das sich jemand, der vor hat in diese Region zu fahren, darauf einrichten kann, was ihn dort nahverkehrstechnisch erwartet. Leider mache ich immer wieder die Erfahrung, dass 99% der Eisenbahner ihren Urlaub ohne ÖPV verbringen. Schade eigentlich!

Richtig gut hingegen fande ich die kostenlosen Kursbücher, die man für verschiedene Landkreise oder Regionen erhält, die noch dazu übersichtlich nach verkehrstagen Mo-fr, Sa und So geordnet sind! Muss man doch auch mal sagen!




Der ÖPNV ist auch bei uns stellenweise sehr kompliziert wenns aus der Stadt rausgeht. Schlechte Verbindungen, keine Anschlüße, kein Taktverkehr, lange Fahrzeiten, keine Infos mangels Lautsprecher an den Dorfhaltestellen,


Ich habe eigentlich noch nie an eienr Bushaltestelle einen Lautsprecher gesehen, weder in Deutschland, der Schweiz noch in Österreich. Vielleicht bei Stadtverkehren kann es sowas geben, aber über Land?




Das krasse Gegenteil wirst du z.B. bei den Wiener Linien, gerade bei der U-Bahn erleben. DAS ist ÖPNV!! Da kann sich so mancher Betrieb bei uns eine Scheibe abschneiden.


Das ist richtig! Danke ich kenne Wien, und würde die Stadt auch gerne wieder besuchen, am besten zur Weihnachtszeit, der Weihnachtsmarkt ist einfach der Hammer. Vielleicht klappt es dieses Jahr.

Nur eben ist das in Sachen ÖPV in Österreich das Problem, so lange die Geschichte Wien und Westbahn, vieleicht auch noch Südbahn heißt, ist auf gut schwäbisch "dr Kittl gflickt" oder "dr Käs gesse", sobald es aber nur wenige Kilometer von diesen Magistralen weggeht, kann man den ÖPV schier in Pfeife rauchen. Und das hat selbst meine Frau festgestellt, die sonst mit ÖPV nicht so sehr viel zu tun hat. Sie meinte "Gibt es hier eigentlich auch noch etwas anderes als die Westbahn?". Da geht es den Österreichern aber nicht besser oder schlechter als den Deutschen.

Versuch mal an einem Wochenende mit Bus und Bahn zum Bahnmuseum in Ampfelwang zu kommen! Gerade einmal 3 Buskurse verkehren hier ab Vöcklabruck in unmöglichen Fahrzeiten, die jeden Touristen abschrecken!



Also ich denke einfach dass es regional sehr unterschiedlich ist mit der ÖPNV-Qualität und das in Österreich wie Deutschland.


Rischtisch, mehr wollte ich eigentlich damit auch nicht sagen.



Dass die ÖBB noch mehr Eisenbahn ist, kann man an allen Ecken und Enden sehen. Patzer gibts zwar auch da, bei uns sinds aber bei weitem mehr! :003:

Das kommt sicher nur optisch so rüber. Im Verhältnis gesehen geht bei den ÖBB sicher genauso viel in die Hosen wie bei der DB. Ich sag immer wo gehobelt wird da fallen Späne. Nur bin ich z.B. von dem, was die ÖBB für ihren Railjet anpreist und dem was schlussendlich hinten bei rauskam, massiv enttäuscht!

Gruß Jens

Flok
12.06.2009, 17:44
Das kommt sicher nur optisch so rüber. Im Verhältnis gesehen geht bei den ÖBB sicher genauso viel in die Hosen wie bei der DB. Ich sag immer wo gehobelt wird da fallen Späne. Nur bin ich z.B. von dem, was die ÖBB für ihren Railjet anpreist und dem was schlussendlich hinten bei rauskam, massiv enttäuscht!

Gruß Jens


Das kommt sicher nicht nur optisch so rüber. Ich arbeite fast täglich auf Österreichs Schienen, und weiß wovon ich spreche. Ich fahre mit Fensterzügen Fahrgast und bewege selbst Güterzüge auf österreichs Schienen. Manche Dinge sind klar verbesserungsbedürftig. Aber das meiste funktioniert besser als bei uns.

Insgesamt bist du glaube ich eine absolute Ausnahme was den ÖPNV-Urlauber angeht. Wie du selber festgestellt hast, fährt kaum ein Eisenbahner in den Urlaub um sich da wieder mit Eisenbahn und ÖPNV rumzuschalgen. Darauf hab ich ehrlich gesagt auch keinen Bock. Man beschäftigt sich das ganze Jahr damit, da kann ich mir auch mal 4 Wochen Auszeit gönnen und mit dem Auto in den Urlaub fahren.
Kommt aber auch immer auf das Urlaubsziel an. Wien fahr ich nicht mit dem Auto. Da ist man mit dem ÖPNV besser bedient. Aber Urlaub am Meer wird mit Sicherheit nicht mit Bus und Bahn gemacht :021:

BR 143
13.06.2009, 15:07
Wie du selber festgestellt hast, fährt kaum ein Eisenbahner in den Urlaub um sich da wieder mit Eisenbahn und ÖPNV rumzuschalgen.


Das ist nichts mehr als eine Einstellungsfrage! In einem Autoland wie Deutschland wirst du nur wenige Leute davon überzeugen können mit Bus und Bahn zu fahren, es sei denn es ist kostenlos!



Man beschäftigt sich das ganze Jahr damit,


Ja, mit dem eigenen Unternehmen, es ist für mich aber interessant wie es anderswo läuft und nach dem derzeitigen persönlich Ranking liegt die Schweiz klar vor Deutschland und Österreich.



Aber Urlaub am Meer wird mit Sicherheit nicht mit Bus und Bahn gemacht :021:

Geht alles, Usedom, Rügen - wunderbar, letzteres nahverkehrstechnisch sehr gut erschhlossen! Und ersteres seit es die UBB gibt ebenfalls, nur mit dem Bus müssen sie noch üben, die Verbindungen sind nicht so doll.

Vielleicht gehöre ich aber auch zu den letzten zwei drei Deutschen, die sich in ihrer Heimat besser auskennen als auf den Balearen oder in Marokko!

Flok
13.06.2009, 16:41
Das ist nichts mehr als eine Einstellungsfrage! In einem Autoland wie Deutschland wirst du nur wenige Leute davon überzeugen können mit Bus und Bahn zu fahren, es sei denn es ist kostenlos!

Ich glaub in den meisten Fällen gehts da einfach um die Bequemlichkeit. Es ist einfach umständlich mit der ganzen Familie und viel Gepäck mit Bahn und Bussen und 10 x Umsteigen in den Urlaub zu fahren. Da brauchst du dann erst mal wieder einen Tag um dich von der Anreise zu erholen. Und allein schon das studieren irgendwelcher Bus-Hinterlandfahrpläne wär mir für den Urlaub ehrlich gesagt zu blöd. Ich will mich im Urlaub entspannen, und nicht fremde ÖPNV Systeme erforschen.



Ja, mit dem eigenen Unternehmen, es ist für mich aber interessant wie es anderswo läuft und nach dem derzeitigen persönlich Ranking liegt die Schweiz klar vor Deutschland und Österreich.

Das glaube ich dir gerne. In Sachen Bus und Bahn macht der Schweiz wohl niemand was vor.




Geht alles, Usedom, Rügen - wunderbar, letzteres nahverkehrstechnisch sehr gut erschhlossen! Und ersteres seit es die UBB gibt ebenfalls, nur mit dem Bus müssen sie noch üben, die Verbindungen sind nicht so doll.

Vielleicht gehöre ich aber auch zu den letzten zwei drei Deutschen, die sich in ihrer Heimat besser auskennen als auf den Balearen oder in Marokko!

So sind halt die unterschiedlichen Urlaubsgelüste. Auch wenn unsere deutschen Strände zweifelsfrei schön sind und vielleicht mit ÖPNV gut zu erreichen sind, bevorzuge ich zum Enstpannen lieber südliche Länder. Nordgriechenland und Toskana sind da meine absoluten Favoriten. Im ersteren ist ÖPNV ein Fremdwort, in Italien kann man wenigstens noch gut und günstig mit dem Zug in einen Ortskern fahren, sofern der Ort an den Küstenstrecken liegt. Aber "weiter mit dem Bus" gibts da auch nicht so.
Deswegen fahr ich dahin mit dem Auto, allein schon deswegen weil ich Frau und Kind dabei hab, und Frauen mit Koffern bekanntlich nicht sparsam sind. Hab einfach keine Lust mit einem Haufen Gepäck, Frau und Kind mich in irgendwelche Busse zu quetschen :004:

BR 143
14.06.2009, 18:54
Es ist einfach umständlich mit der ganzen Familie und viel Gepäck mit Bahn und Bussen und 10 x Umsteigen in den Urlaub zu fahren.


Gründliche Auswahl des Urlaubsziel spart soetwas :-)



Nordgriechenland und Toskana sind da meine absoluten Favoriten.


So sind sie halt wirklich, die unterschiedlichen Urlaubsgelüste. Ich habe zum Beispiel ebenfalls keine Lust bei 40°C im Schatten an irgendeinem Strand vor mich hinzugrillen, und drei Wochen lang (so lange dauert in der Regel ein guter Sommerurlaub) schon gleich gar nicht. Ich will was sehen von Land und Leuten.



Deswegen fahr ich dahin mit dem Auto, allein schon deswegen weil ich Frau und Kind dabei hab, und Frauen mit Koffern bekanntlich nicht sparsam sind. Hab einfach keine Lust mit einem Haufen Gepäck, Frau und Kind mich in irgendwelche Busse zu quetschen :004:

:021: Naja, heutzutage gibt es Koffer mit Rollen und was nicht reinpasst bleibt hier, so einfach ist die Sache. Zwei Drittel von dem Ramsch den man ins Auto stopft braucht man am Urlaubsort sowieso nie. :021:

Übrigens, Italien erreiche ich ab Deutschland teils in einem Rutsch, ohne umsteigen über Nacht und habe dabei sogar noch einen Urlaubstag gespart. Vorrausgesetzt man will da hin. Also ich nicht.

Flok
14.06.2009, 21:24
Gründliche Auswahl des Urlaubsziel spart soetwas :-)

Ich mach aber meinen Urlaub nicht vom dortigen ÖPNV abhängig :004: Ich fah da hin wo ich hin will, und ned wo Bus und Bahn vielleicht hinfahren. :004:



So sind sie halt wirklich, die unterschiedlichen Urlaubsgelüste. Ich habe zum Beispiel ebenfalls keine Lust bei 40°C im Schatten an irgendeinem Strand vor mich hinzugrillen, und drei Wochen lang (so lange dauert in der Regel ein guter Sommerurlaub) schon gleich gar nicht. Ich will was sehen von Land und Leuten.

So macht vieleicht ein Teil der Deutschen "Urlaub". Aber man muss den Urlaub nicht in "All inklusive Clubs" oder rotzedicht am Ballermann verbringen. Ich hab das persönlich auch noch nie gemacht und werds auch nie tun. Das schönste ist, weit weg vom Massentourismus bei einer familiären Pension oder Ferienunterkunft zu Nächtigen. Strand gehört für mich definitiv dazu. Aber ganz besonders auch das Kennenlernen der Leute, Land und Kultur.

Übrigens, Italien erreiche ich ab Deutschland teils in einem Rutsch, ohne umsteigen über Nacht und habe dabei sogar noch einen Urlaubstag gespart. Vorrausgesetzt man will da hin. Also ich nicht.

Ja das ist richtig. Nur rumkommen in Italien und das Land kennenlernen ist dann schon wieder schlecht. Allein mit dem Zug einen toskanischen Bauernhof zu erreichen um dort Olivenöl oder frisches Gemüse zu kaufen dürfte sich als schwierig erweisen.

Hier mal eine minimalste Auswahl aus Griechenland. Wir hatten teilweise übrigens gute 40 Grad im Schatten, aber eben -wie für südliche Länder typisch- extrem trockene Hitze. Griechische 45 Grad sind angenehmer als deutsche schwüle 30 Grad.

Griechische Geschichte zum anfassen:
http://farm4.static.flickr.com/3603/3625129971_36f76cbcf5_o.jpg

Schönste Natur - weit weg von Bussen und Bahnen:
http://farm4.static.flickr.com/3593/3626004286_0ee3245dda_o.jpg

Auch nicht mit ÖPNV zu erreichen:
http://farm4.static.flickr.com/3598/3626006292_686135539b_o.jpg

Einkaufen auf den heimischen Dorfmärkten:
http://farm4.static.flickr.com/3328/3625191687_0ba269cdbb_o.jpg

Oliven in allen Variationen:
http://farm4.static.flickr.com/3344/3626010818_6972008ac9_o.jpg

Gemüse von den Bauern:
http://farm4.static.flickr.com/3308/3625196253_7335281ea7_o.jpg

Unsere kleine Rennsemmel, bei Bekannten zu Besuch in der griechischen Provinz (da gibts weit und breit auch kein ÖPNV):
http://farm4.static.flickr.com/3305/3626014872_0191359ab2_o.jpg

Kurzer Plausch mit einem griechischen Fahrdienstleiter:
http://farm4.static.flickr.com/3303/3625200667_5db17d0c43_o.jpg

Ohne Worte:
http://farm4.static.flickr.com/3350/3625202945_6b85e16221_o.jpg

BR 143
15.06.2009, 14:14
Ja das ist richtig. Nur rumkommen in Italien und das Land kennenlernen ist dann schon wieder schlecht. Allein mit dem Zug einen toskanischen Bauernhof zu erreichen um dort Olivenöl oder frisches Gemüse zu kaufen dürfte sich als schwierig erweisen.


Das ist richtig!



Hier mal eine minimalste Auswahl aus Griechenland. Wir hatten teilweise übrigens gute 40 Grad im Schatten, aber eben -wie für südliche Länder typisch- extrem trockene Hitze. Griechische 45 Grad sind angenehmer als deutsche schwüle 30 Grad.


Naja, nun isses ja so nun auch wieder nicht, nach Griechenland, Marokko oder nach Lanzarote habe ich es auch schon geschafft und alles mit ÖPV, gut, sofern man ein Kreuzfahrtschiff als ÖPV bezeichnen will.

Genial war dabei übrigens die Anreise nach Italien, einmal Venedig und einmal Genua. In Genua Taxi fahren ist schon ein Erlebnis für sich!

Und der maaokanische Touristenführer mit seiner Zipfelmütze, seinem "Nachthemd und den ausgelatschten Schuhen, einfach köstlich! Der Mann war so gut drauf "So, jetzt machen wire marokkanische 15 min Pause!", nach 30 min, wie der Deutsche so ist, wann gehts denn weiter? "Ich sagte marokkanische 15 min, nur Alah weiß wie lang sind"! :13:

Karibikfan
15.06.2009, 18:10
Ich hatte gerade in meiner Lehrzeit ziemlich gute Kontakte nach Österreich und kann daher sagen, das bei den ÖBB durchweg sehr nette, kontaktfreudige Kollegen anzutreffen sind. Dienstlich haben die genauso ihre Vorschriften wie wir, auch wenn es mitunter etwas hemdsärmlicher zugeht.
Nichtsdestotrotz sind die ÖBB ein modernes Unternehmen, der konkurrenzfähig sein muss. Landschaftlich haben uns die Österreicher natürlich einiges voraus :003: Eher lernen müssen sie manchmal noch die Wirtschaftlichkeit. Ich erinnere mich z.B. noch an den damaligen Salzburger ICE-Plan: Da war kein Tf weiter als 3 Jahre von der Pensionierung entfernt. Entsprechend oft hat man neu ausbilden müssen. Aber gut, da hat eben jede Bahn ihre eigene Struktur.

Weichensteller
30.06.2009, 00:20
@ Jens: Na sag mal, da kommt aber eine Menge Unmut zusammen! Hört sich ja teilweise auch nicht lustig an.

Aber prinzipiell muss ich ja sagen, ÖBB ist schon ok, es wird sehr viel umstrukturiert im Moment und es kann egal ob DB oder ÖBB nicht immer alle glatt laufen, ist leider so.

Schafbergbahn verstehe ich auch nicht - ist doch mehr als nur ein netter Ausflugstipp, vor allem der herrliche Blick von oben auf den See und die Umgebung lohnt sich immer!

strammermax
30.06.2009, 01:27
Ich glaub in den meisten Fällen gehts da einfach um die Bequemlichkeit. Es ist einfach umständlich mit der ganzen Familie und viel Gepäck mit Bahn und Bussen und 10 x Umsteigen in den Urlaub zu fahren. Da brauchst du dann erst mal wieder einen Tag um dich von der Anreise zu erholen. Und allein schon das studieren irgendwelcher Bus-Hinterlandfahrpläne wär mir für den Urlaub ehrlich gesagt zu blöd. Ich will mich im Urlaub entspannen, und nicht fremde ÖPNV Systeme erforschen.

in Italien kann man wenigstens noch gut und günstig mit dem Zug in einen Ortskern fahren, sofern der Ort an den Küstenstrecken liegt. Aber "weiter mit dem Bus" gibts da auch nicht so.
Deswegen fahr ich dahin mit dem Auto, allein schon deswegen weil ich Frau und Kind dabei hab, und Frauen mit Koffern bekanntlich nicht sparsam sind. Hab einfach keine Lust mit einem Haufen Gepäck, Frau und Kind mich in irgendwelche Busse zu quetschen :004:

Ja, das kann mühsam werden! :004:
Wir hatten mal das Pech in Italien eine länger andauernde Autopanne zu haben und mussten fast den ganzen Urlaub über auf das Auto verzichten, weil ein Ersatzteil erst bestellt werden musste.
Nicht nur, dass die Bushaltestellen extrem weit auseinander lagen, waren auch die Zeiten, zu denen die Busse fuhren, nicht sehr benutzerfreundlich!
Da ist es in Österreich schon wesentlich besser, zwar nicht in allen Gegenden, aber ich kann schon verstehen, dass man nicht für durchschnittlich fünf Fahrgäste extra Züge einschieben kann!
@Jens: Was ist so schlimm daran, auf der Schafbergbahn eine Platzkarte zu benötigen? Die Hauptsache ist doch, dass man einen Platz bekommt! :004:

BR 143
30.06.2009, 13:23
@ Jens: Na sag mal, da kommt aber eine Menge Unmut zusammen! Hört sich ja teilweise auch nicht lustig an.


Nein, nein, wenn das so klingt entschuldige ich mich! Vielleicht sind wir einfach nur von der Schweiz und dem ÖV unserer Region hier verwöhnt.



Aber prinzipiell muss ich ja sagen, ÖBB ist schon ok, es wird sehr viel umstrukturiert im Moment und es kann egal ob DB oder ÖBB nicht immer alle glatt laufen, ist leider so.


Ist ja auch recht, die Versäumnisse der letzten 20 oder 30 Jahre kann man nicht in ein oder zwei Jahren wieder aufholen. Ich finde es nur schade, dass die ÖBB gerade die gleichen Fehler machen wie die DB vor Jahren. Abbestellung und Einstellung von Verkehren sowie Streckenstilllegungen.



Schafbergbahn verstehe ich auch nicht - ist doch mehr als nur ein netter Ausflugstipp, vor allem der herrliche Blick von oben auf den See und die Umgebung lohnt sich immer!

Der Schafberg ist absolut top und auch die Bahn hinauf ist ein Erlebnis, ein Besuch lohnt unbedingt! Nur leider stimmen, wie fast überall, die Busanschlüsse aus Bad Ischl nicht! Teilweise fähret der Zug auf den Berg kurz vor Ankunft des Busses ab, dabei wäre es zumindest für die Bahn so einfach ihren fahrplan auf den Bus abzustimmen.

Die Bahn nach St. Wolfgang hat man ja leider vor Jahrzehnten abgebaut!


---====--- Beitrag hinzugefügt um 12:23 ---====--- Vorheriger Beitrag war um 12:14 ---====---


@Jens: Was ist so schlimm daran, auf der Schafbergbahn eine Platzkarte zu benötigen? Die Hauptsache ist doch, dass man einen Platz bekommt! :004:

Es geht nicht darum einen Platz zu bekommen, sondern vielmehr darum, dass man sich oben bereits festlegen muss, wann man zurück fährt.

Nun geh ich gern lecker ein Bierchen trinken, welches in Österreich nun wirklich sehr gut ist, und da kommt es nun wieder auf die Bedienung an, wie schnell der läuft. Evtl schaffe ich den gebuchten Zug nicht! :002:

strammermax
30.06.2009, 16:41
Es geht nicht darum einen Platz zu bekommen, sondern vielmehr darum, dass man sich oben bereits festlegen muss, wann man zurück fährt.

Nun geh ich gern lecker ein Bierchen trinken, welches in Österreich nun wirklich sehr gut ist, und da kommt es nun wieder auf die Bedienung an, wie schnell der läuft. Evtl schaffe ich den gebuchten Zug nicht! :002:[/QUOTE]

Das sehe ich ein!:001: Am Besten reservierst Du den letzten Zug! Wegen der Anschlüsse per Bus: ich glaube, dass die Bahn mit der Wolfgangseeschifffahrt abgestimmt ist, denn man kann auch Kombitickets buchen - vielleicht probierst Du es mal mit dem Schiff, wenn Du wieder in der Gegend bist!

lg,
strammermax

NewWawe
06.07.2009, 16:18
Hello leute,

ich fahre bereits seit 10 Jahren regelmäßig mit der ÖBB und bin auch ziemlich zufrieden. Es kann auch davon kommen, dass ich schlimmeres aus meinen Auslandsreisen kenne und deshalb keine allzu großen Erwartungen habe. Wichtig ist für mich unter anderem, dass die ÖBB versucht, durch die neuen Technologien die Umwelt nicht allzu sehr zu belasten. Meines Wissens investiert die ÖBB in neue Technologien trotz finanziellen Schwierigkeiten.
Lg,

drehstromer
07.07.2009, 09:07
Bekommt man Geld für solche Beiträge???

Weichensteller
07.07.2009, 16:46
Nein, nein, wenn das so klingt entschuldige ich mich! Vielleicht sind wir einfach nur von der Schweiz und dem ÖV unserer Region hier verwöhnt.

Ist ja auch recht, die Versäumnisse der letzten 20 oder 30 Jahre kann man nicht in ein oder zwei Jahren wieder aufholen. Ich finde es nur schade, dass die ÖBB gerade die gleichen Fehler machen wie die DB vor Jahren. Abbestellung und Einstellung von Verkehren sowie Streckenstilllegungen.


Der Schafberg ist absolut top und auch die Bahn hinauf ist ein Erlebnis, ein Besuch lohnt unbedingt! Nur leider stimmen, wie fast überall, die Busanschlüsse aus Bad Ischl nicht! Teilweise fähret der Zug auf den Berg kurz vor Ankunft des Busses ab, dabei wäre es zumindest für die Bahn so einfach ihren fahrplan auf den Bus abzustimmen.

Die Bahn nach St. Wolfgang hat man ja leider vor Jahrzehnten abgebaut

Es geht nicht darum einen Platz zu bekommen, sondern vielmehr darum, dass man sich oben bereits festlegen muss, wann man zurück fährt.

Nun geh ich gern lecker ein Bierchen trinken, welches in Österreich nun wirklich sehr gut ist, und da kommt es nun wieder auf die Bedienung an, wie schnell der läuft. Evtl schaffe ich den gebuchten Zug nicht! :002:

Das mit dem Bierchen kenne ich! :-) Da wird an nem heissen Tag gerne aus einem mehr! Na vor allem im Sommer klar, da hast du Recht, es sind einfach viele oben unterwegs und man muss sich auch Zeit nehmen, habs bisher aber immer so gelöst, dass ich die letzte Fahrt runter nahm! Aber ich red mich auch leicht bin ja dorthin mit dem Auto gekommen, da ists dann egal obs nen Anschluss gibt oder nicht - aber bei dir wahrscheinlich anders! Aber Schafbergbahn ist leider überrannt gerade im sommer, besser ist da immer der Herbst! :001:


Und zum Thema ÖBB - ja es gibt wirklich viele Beschwerden, aber ich muss sagen, ich hatte bisher immer glück, bin auch früher viel gependelt und auch da gings, aber ich habe wohl die Gelassenehit gepachtet!

Schotter
08.07.2009, 00:59
Bekommt man Geld für solche Beiträge???

:021::24: